Mode
Styling-Tipps für den Alltag: So werden aus Basic-Outfits echte Hingucker

Immer die gleichen Shirts, Jeans und Blusen – irgendwann hat man sich an seinen Standard-Outfits einfach sattgesehen und etwas Neues muss her. Die gute Nachricht: auch mit den alten Basic-Teilen lassen sich tolle Outfitkombinationen kreieren. Doch Styling hat nicht nur etwas mit Fashion zu tun. Vom Make-up bis hin zu den Haaren gibt es viele Möglichkeiten, sich auch im Alltag immer wieder neu zu erfinden.

Natürliches Make-up mit Wow-Effekt: So bringen Sie sich in wenigen Minuten zum Strahlen

Für viele Frauen ist Make-up nicht aus dem Alltag wegzudenken. Egal, ob zu Hause oder auf der Arbeit – Mascara, Concealer und Co. müssen einfach sein. Oft geht es dabei auch gar nicht darum, wie man auf sein Gegenüber wirkt. Die meisten Frauen legen Make-up auf, um sich für sich selbst wohlzufühlen.

Das Gute daran: schon mit wenigen Produkten lässt sich hier großes bewirken. Dennoch sollten Sie gerade im Alltag darauf achten, dass Ihr Make-up-Look möglichst natürlich ist. Die schwere Foundation und der glitzernde Lidschatten dürfen daher gerne weggelassen werden. Stattdessen sollten Sie auf leichte, aber dennoch wirksame Produkte wie Concealer, BB-Cream und eine Wimperntusche mit Wow-Lashes-Effekt setzen.

Concealer, Puder, BB-Cream und Co. sorgen dabei für ein ebenmäßiges Hautbild ohne zu beschweren. Wer möchte, kann den Concealer auch ganz weglassen und einfach nur etwas getönte Tagescreme verwenden. Ein helles Rouge sowie ein leichtes Contouring an den Wangenknochen wiederum lassen den Teint frischer wirken. Auch die passende Mascara darf natürlich nicht fehlen. So werden die Augen gekonnt betont.

Finden Sie Ihren persönlichen Kleidungsstil

Noch wichtiger als der Make-up-Look ist aber die Kleidung. Das Erste, was ins Auge fällt, ist nämlich meist der Kleidungsstil einer Person. Hier sind wir auch schon beim Thema: Ein Kleidungsstil hilft dabei, sich jeden Tag aufs Neue stylish, aber dennoch den eigenen Vorlieben entsprechend zu kleiden. Außerdem geht dann auch das Shoppen schneller vonstatten.

Schließlich wissen Sie dann, wonach Sie Ausschau halten müssen. Natürlich kann der Kleidungsstil immer mal wieder gerne abgewandelt werden. Hier geht es nämlich keinesfalls darum, sich Farben, Muster oder Kleidungsstücke zu verbieten. Ganz im Gegenteil: der persönliche Kleidungsstil soll Ihnen die Freiheit geben, zu experimentieren und sich immer mal wieder neu zu erfinden.

Mit der Kleidung Akzente setzen

Akzente helfen dabei, den Blickfang auf Ihre Schokoladenseite zu werfen. Dies könnte zum Beispiel eine schöne Jeans sein, welche die Beine betont oder ein farbenfroher Schal, um den gelungenen Make-up-Look hervorzuheben. Auch mit Farben lassen sich ganz wunderbar Akzente setzen.

Hier sollten Sie vor allem zu Farben greifen, die Ihnen schmeicheln. Während Rottöne zum Beispiel sehr gut zu blonden Haaren passen, macht sich Orange besonders gut mit einer braunen Haarpracht. Apropos Haare: Auch mit der Mähne lassen sich Akzente setzen. Gepflegtes Haar sorgt nämlich nicht nur für einen eleganten Auftritt, sondern lässt Sie auch umgehend selbstbewusst fühlen.

Je schlichter das Outfit, desto mehr Fokus sollte auf den Haaren liegen. Offene Frisuren mit Wellen sind dann die erste Wahl. Bei auffälligen Kleidungsstücken hingegen sollten Sie sich eher für einen schlichten Dutt entscheiden. Hier liegt das volle Augenmerk dann nämlich auf dem Outfit.

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– London – Nusret – Salt Bae – Gökce plant Unterwäsche Modelinie

Der türkische Stargastronom Nusret – Salt Bae -Gökce erlangte internationale Berühmtheit, nachdem er anfing, Fotos seiner theatralischen Salzstreu-Pose in den sozialen Netzwerken zu teilen. Dutzende Restaurants weltweit und ein 50-Millionen-Dollar-Hotel, gehören mittlerweile zu seiner Unternehmensgruppe.

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Unternehmertum
Selbstständig im Netz: Diese 3 Möglichkeiten sind besonders beliebt

Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es über 3,91 Millionen Selbstständige in der Bundesrepublik. Zukünftig könnten weitere folgen. Denn bei einer Umfrage von Squarespace und YouGov gaben über 52 Prozent der Befragten an, sich den Weg in die Selbstständigkeit vorstellen zu können. Ihr Traum: Freiheit statt Sicherheit.

Die versprochene Sicherheit des Arbeitsverhältnisses gibt es in dem Sinne nämlich nicht mehr. Im vergangenen Jahr mussten über etliche Unternehmen einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht einreichen, wodurch tausende Beschäftigte ihren Job verloren. Also warum nicht den Schritt in die Selbstständigkeit wagen? In diesem Artikel verraten wir Ihnen 3 Branchen mit Zukunft!

Sportwettenanbieter: Teil einer aufstrebenden Branche sein

Der Umsatz des Sportwettenmarktes steigt stetig an und erlebt durch die Digitalisierung einen regelrechten Boom. Immer mehr Menschen platzieren online oder in einem Betshop ihre Wetten auf unterschiedliche Sportereignisse; besonders Fußball steht hier im Fokus. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, bedarf es zuverlässiger Anbieter. Auch diese profitieren vom digitalen Wandel.

Durch ein eigenes Sportwetten-Angebot können Sie von diesem Boom profitieren. Wichtig ist, dass Sie sich für eine zuverlässige Software entscheiden und ein Verständnis für den Markt entwickeln. Haben wir Ihr Interesse geweckt, sollten Sie sich über die jeweiligen Regularien informieren und eine Sportwetten-Lizenz beantragen. Achten Sie außerdem bei der Auswahl der Plattform auch darauf, dass es dort eine Vielzahl von Wettmöglichkeiten und integrierte Zahlungsoptionen gibt.

Copywriting: Buchstaben zu Geld machen

Das Copywriting erlebt im 21. Jahrhundert seine goldene Stunde und wird in den nächsten Jahren einer der gefragtesten Berufe sein. Die Gründe für diese Annahme sind vielfältig. Da wäre zum Beispiel die stetige Verlagerung der stationären Einzelhändler ins Internet. Für Webseiten, Blogs, E-Mails und Social-Media-Accounts werden hochwertige Texte benötigt.

Als Copywriter erstellen Sie Texte, die verkaufen, informieren oder unterhalten. Theoretisch können Sie sofort starten. Sie benötigen keine spezielle Ausbildung oder ein Studium. Wichtig ist ein gutes Sprachgefühl und die Fähigkeit, Ihre Texte an die jeweilige Zielgruppe anzupassen – den Rest lernen Sie in der Praxis. Ein grundsätzliches Wissen in der Suchmaschinenoptimierung und im allgemeinen Online-Marketing kann jedoch nicht schaden. Schreiben Sie ein paar Texte und erstellen Sie ein Portfolio mit Arbeitsproben, mit denen Sie sich bei unterschiedlichen Unternehmen als Freelancer empfehlen.

Affiliate-Marketing: Die passive Einnahmequelle

Das Konzept des Affiliate-Marketings entstammt keinem Geringeren als Jeff Bezos. Im Jahr 1997 veranstaltete er eine Gartenparty, auf der er mit einer jungen Frau ins Gespräch kam. Sie schlug ihm vor, themenspezifische Bücher aus dem Shop auf ihrer Website zu bewerben – die Geburtsstunde des Affiliate-Marketings.

Bei diesem Geschäftskonzept bewerben Sie Produkte oder Dienstleistungen anderer Unternehmen und erhalten eine Provision für jeden Verkauf, der über Ihren speziellen Affiliate-Link getätigt wird. Dies ermöglicht es Ihnen, ohne eigene Produkte zu verkaufen und Geld zu verdienen.

Wichtig ist, dass Sie die richtigen Produkte und Nischen wählen. Erstellen Sie eine Website oder einen Blog, auf dem Sie regelmäßig Inhalte veröffentlichen, die Ihre Zielgruppe ansprechen. Nutzen Sie SEO-Strategien, um organischen Traffic zu generieren, und integrieren Sie Ihre Affiliate-Links geschickt in Ihre Inhalte.

Türkei
Botanik: Türkische Gartenkunst als neuer Trend

Die Reise in die Türkei ist oft mit der Besichtigung der schönsten Sehenswürdigkeiten verbunden. Daneben gibt es herrliche Strände und Badeorte, die zum Relaxen und Erholen einladen. Abseits der Touristenpfade warten teilweise einige Geheimtipps, darunter Bereiche, in denen die einstige osmanische Gartenkunst noch zelebriert wird. Hier verbrachten bekannte Sultane in ihren Sommerpalästen eine angenehme Zeit und waren von orientalischen Mauern und farbenfrohen Gewächsen umgeben, während ein Springbrunnen so manchen Innenhof zierte.

Die osmanische Gartenkultur in alter Tradition

Touristen, die Istanbul besuchen, sind oft von der Schönheit der Moscheen, Kirchen und Paläste überwältigt. Blickt man vom Istanbuler Stadtteil Pera auf die Stadt, wirkt der Bosporus als eindrucksvolle Parklandschaft und wie ein mächtiger Garten, in der die Trennung zwischen Stadt und Landschaft fließend ist. Das ist nicht einfach ein Zufall, sondern entspringt alten Traditionen. Schon der Schriftsteller Flaubert erkannte, dass die Landschaft des einstigen Konstantinopels wie ein Gemälde wirkt. Erkundigen sich Urlauber dann, ob es Gärten und Parks in der Nähe gibt, zucken die Einheimischen nur die Schultern. Parkanlagen, wie sie aus anderen europäischen Städten bekannt sind, finden sich weniger. Betreten Touristen dagegen die einstigen schmuckvollen Paläste, werden sie von der Schönheit der Innenhöfe überwältigt. Hier wachsen eindrucksvolle Pflanzen, sprudeln Brunnen und zeigen sich gemütliche Sitzbereiche, die stark von Europa inspiriert sind und gleichzeitig auch die orientalische Baukunst verkörpern. Dazu gehören insbesondere der Garten im Dolmabahce-Palast und der Yildiz-Park. Die einstige Idee der osmanischen Anlagen prägt das Stadtbild ansonsten kaum noch und ist gleichzeitig immer noch präsent.

Ziele für Gartenfreunde in Istanbul

Vor dem blau schimmernden Meer öffnen sich viele Straßen, in denen Bäume zwischen den Häusern wachsen. Ein schönes Ziel ist der Topkapi-Palast, der gegenüber anderen prunkvollen Palästen eher bescheiden wirkt. Hier handelt es sich weniger um einen Palast mit Garten als um einen Garten mit Palast, was größtenteils durch die Aufteilung der einzelnen Gebäude auf mehrere Flächen bewirkt wird. Genau hier finden sich die Spuren der osmanischen Gestaltung, die Unterschiede zum europäischen Prinzip aufweisen. Teilweise werden die Wasserbereiche mit einer Pumpe für einen Brunnen im Garten betrieben und plätschern inmitten von Pflanzen, während unterteilte Grünflächen das Spazieren über angelegte Wege gestatten.

Das Bewusstsein für die Gartenkunst steigt auch in der Türkei

Was andere europäische Städte mit Parkanlagen und Gärten bieten, wird sich auch in Istanbul und anderen Städten mit der Zeit durchsetzen. Angestrebt werden Gärten und Freiflächen, um den enormen Flächenfraß der Neubauten einzudämmen. Entscheidend sind Konzepte, die sich an den Regeln der osmanischen Baukunst orientieren und unbebaute Baugrundstücke mit Bäumen, Pflanzen und Springbrunnen versehen, um Raum für Erholung und Natur zu schaffen. https://youtu.be/bQf3gf7nOKE

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– Hamza-Bey-Moschee – Griechenland: Osmanische Moschee soll restauriert werden

Die Hamza-Bey-Moschee an der Kreuzung der Straßen Egnatia und Venizelou ist das älteste islamische Gotteshaus in Thessaloniki.

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Hochzeit
Mehr als nur ein Schmuckstück: Die Bedeutung des Eherings

In einer Zeit, in der Trends und Moden sich ständig verändern, gibt es dennoch einige Traditionen, die sich seit Jahrhunderten bewährt haben und ihren symbolischen Wert nie verloren haben. Eine dieser Traditionen ist ganz klar der Ehering:

Ein Schmuckstück, das als Symbol für die Ewigkeit steht. Doch was steckt eigentlich genau hinter diesem Ring, den Paare an ihrem Hochzeitstag austauschen? Welche Geschichte und Bedeutung tragen Eheringe, und warum sind sie heute immer noch genauso wichtig wie vor vielen Jahrhunderten?

Die Geschichte des Eherings: Ein Symbol der Ewigkeit

Die Tradition, Ringe als Symbol für die Ehe zu verwenden, reicht zurück bis in die Antike. Schon im alten Ägypten wurde der Kreis als Symbol der Ewigkeit und der unendlichen Liebe angesehen. Diese Bedeutung hat sich somit bis heute gehalten: Der Ehering, den man üblicherweise am linken Ringfinger trägt, symbolisiert eine unendliche Verbindung zwischen zwei Menschen.

Die Wahl des Fingers ist ebenfalls nicht zufällig. Im alten Rom glaubte man, dass eine Ader, die sogenannte „Vena Amoris“, direkt von diesem Finger zum Herzen führt. Diese Vorstellung hat dann dazu geführt, dass der Ringfinger auch heute noch der bevorzugte Platz für den Ehering ist.

Materialien und Designs: Ausdruck der Persönlichkeit

Während die Bedeutung des Eherings schlichtweg gleich geblieben ist, haben sich die präferierten Materialien und Designs im Laufe der Zeit deutlich verändert. Früher waren Ringe oft aus einfachen Metallen gefertigt, wobei es heutzutage eine Vielzahl von Optionen gibt. Von klassischem Gold über Platin bis hin zu modernen Materialien wie Titan oder sogar Holz.

Einige Paare entscheiden sich für Diamanten oder andere Edelsteine, die dem Ring einen ganz besonderen persönlichen Wert verleihen. Die Wahl des Materials und Designs sagt oft viel über die Persönlichkeit sowie die gemeinsame Geschichte des Paares aus. Dabei spielen nicht nur ästhetische Überlegungen eine Rolle, sondern auch praktische Aspekte wie die Haltbarkeit des Materials und dessen Tragekomfort.

Der Ehering als kulturelles Phänomen

In verschiedenen Kulturen gibt es auch unterschiedliche Bedeutungen für den Ehering und er wird auf unterschiedliche Weise getragen. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern beispielsweise ist es üblich, den Ehering am linken Ringfinger zu tragen. In anderen Ländern, wie Russland und Griechenland, wird der Ehering traditionell an der rechten Hand getragen.

Die Symbolik des Eherings geht dennoch über kulturelle Unterschiede hinaus. In einer globalisierten Welt, in der kulturelle Grenzen allgemein zunehmend verschwimmen, hat der Ehering eine universelle Bedeutung und gilt als Zeichen der Liebe und Treue.

Tradition trifft Moderne: Eheringe im Wandel der Zeit

In den letzten Jahrzehnten haben sich ebenso die gesellschaftlichen Vorstellungen von Ehe und Partnerschaft verändert, und damit auch die Bedeutung des Eherings. Immer mehr Paare entscheiden sich für eine individualisierte Gestaltung ihrer Ringe. Gravuren mit dem Hochzeitsdatum oder den Initialen des Partners sind mittlerweile Standard, doch es gibt auch ungewöhnliche Optionen, wie Fingerabdrücke oder kleine Symbole, die für ganz bestimmte gemeinsame Erinnerungen stehen.

Die Entscheidung, ob und wann man einen Ehering trägt, ist aktuell persönlicher denn je. Einige Paare entscheiden sich bewusst gegen das Tragen von Eheringen, während andere den Ring nur zu besonderen Anlässen tragen. Dennoch bleiben Eheringe ein starkes Symbol für die Bindung zwischen zwei Menschen, das sich über Jahrhunderte hinweg bewährt hat.

Ein Ring, der verbindet

Obwohl sich die Welt um uns herum ständig verändert, bleibt der Ehering ein konstanter Bestandteil der Ehetradition. Er ist nicht nur ein Schmuckstück, sondern ein Symbol für die Liebe sowie Treue und das Versprechen, das sich zwei Menschen geben. Unabhängig davon, wie er gestaltet ist oder an welchem Finger er getragen wird, bleibt seine Bedeutung ungebrochen.

In einer Zeit, in der viele Traditionen hinterfragt werden, ist der Ehering ein Zeichen dafür, dass gewisse Werte und Symbole zeitlos sind. Für Paare auf der ganzen Welt bleibt er ein starkes und sichtbares Zeichen ihrer Verbindung: ein Symbol, das die Zeiten überdauert und für die Ewigkeit gemacht ist.

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Indiens Hochzeitsveranstalter sagen für dieses Jahr einen 300-prozentigen Anstieg indischer Hochzeitstouristen in die Türkei voraus, so der türkische Kultur- und Tourismusminister am Freitag.

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Ratgeber
Kleine Stadt, große Stadt: Der Umzug nach München – was Sie beachten sollten

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Der Umzug von einer kleinen Stadt in eine Metropole wie München kann aufregend, aber auch herausfordernd sein. Die Vorbereitung ist der Schlüssel, um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten. Vor allem die Wahl eines passenden Umzugsunternehmens spielt eine zentrale Rolle. Wenn Sie in München ankommen, stellt sich die Frage: Welche Umzugsunternehmen in München können den besten Service bieten? Doch das ist nur eine von vielen Überlegungen, die Sie im Vorfeld eines solchen Umzugs anstellen sollten.

Die richtige Planung

Ein Umzug in eine große Stadt erfordert eine weitaus sorgfältigere Planung als der Wechsel innerhalb einer kleinen Gemeinde. Großstädte wie München bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. Es ist ratsam, einen detaillierten Zeitplan zu erstellen, der alle Schritte des Umzugsprozesses abdeckt. Dazu gehört die Buchung eines Umzugsunternehmens, die Organisation von Kartons und Verpackungsmaterialien sowie die rechtzeitige Kündigung des alten Mietvertrages. Ein solcher Plan hilft dabei, den Überblick zu behalten und Stress zu minimieren.

Das passende Umzugsunternehmen wählen

Die Wahl des richtigen Umzugsunternehmens ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Ihre Habseligkeiten sicher und pünktlich in der neuen Wohnung ankommen. In einer Stadt wie München gibt es viele Umzugsunternehmen, die eine Vielzahl von Dienstleistungen anbieten, von einfachen Transporten bis hin zu Komplettlösungen, bei denen auch das Ein- und Auspacken übernommen wird. Es lohnt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen und Bewertungen von anderen Kunden zu lesen. Achten Sie darauf, dass das Umzugsunternehmen nicht nur preislich passt, sondern auch zuverlässig und professionell ist.

Der Wohnungsmarkt in Großstädten

Die Wohnungssuche in einer großen Stadt wie München kann sich als echte Herausforderung erweisen. Während es in kleineren Städten oft einfacher ist, eine bezahlbare und passende Wohnung zu finden, müssen Sie in München mit höheren Mietpreisen und einem stark umkämpften Wohnungsmarkt rechnen. Beginnen Sie daher rechtzeitig mit der Suche und seien Sie bereit, Kompromisse einzugehen. Überlegen Sie sich genau, welche Stadtteile für Sie infrage kommen und was Ihnen besonders wichtig ist – sei es die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften oder Ihrem neuen Arbeitsplatz.

Verkehrschaos vermeiden

In einer Großstadt wie München kann der Verkehr schnell zu einem großen Problem werden. Planen Sie den Umzugstag daher sorgfältig und wählen Sie möglichst eine Zeit außerhalb der Stoßzeiten. Sollten Sie den Umzug selbst durchführen, achten Sie auf Parkregelungen in Ihrer neuen Straße. In München kann es schwierig sein, einen Parkplatz für den Umzugswagen zu finden, besonders in belebten Vierteln. Viele Umzugsunternehmen bieten die Möglichkeit, Halteverbotszonen einzurichten, um das Be- und Entladen zu erleichtern.

Eingewöhnung in die neue Umgebung

Der Umzug in eine große Stadt kann nicht nur logistisch, sondern auch emotional eine Herausforderung sein. Besonders wenn Sie aus einer kleineren Stadt kommen, kann das Leben in einer Metropole wie München zunächst überwältigend wirken. Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre neue Umgebung zu erkunden. Lernen Sie Ihre Nachbarschaft kennen, finden Sie heraus, wo die nächsten Einkaufsmöglichkeiten und öffentlichen Verkehrsmittel sind, und versuchen Sie, Kontakte zu knüpfen. Die Eingewöhnung in eine neue Stadt braucht Zeit, aber mit Geduld und Offenheit werden Sie sich bald heimisch fühlen.

Behörden und Formalitäten

Ein Umzug bringt auch immer eine Menge an bürokratischen Aufgaben mit sich. In einer Stadt wie München sollten Sie sich rechtzeitig um die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt kümmern. Planen Sie dafür am besten einen Termin im Voraus, da die Wartezeiten in Großstädten oft länger sein können. Auch andere Formalitäten, wie die Adressänderung bei Banken, Versicherungen und Arbeitgebern, sollten zeitnah erledigt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Der Umzug von einer kleinen in eine große Stadt wie München erfordert gute Vorbereitung und Planung. Vom richtigen Umzugsunternehmen über die Wohnungssuche bis hin zur Eingewöhnung in die neue Umgebung – jede Phase dieses Prozesses bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Doch mit der richtigen Herangehensweise und einer positiven Einstellung können Sie den Start in Ihr neues Leben in der Großstadt erfolgreich meistern.

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Wer möchte nicht glücklich und ohne Kopfschmerzen in das neue Heim in der Türkei einziehen? Marina Bütün, die seit 2003 in der Türkei an der Westküste in der Provinz Muğla mit ihrem türkischen Mann lebt und dort 2005 eine Immobilien-Firma mit Schwerpunkt Bau von Einfamilienhäusern gründete, hat ihre Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst.

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Wirtschaft
Die Energiewende wird Aktien antreiben – einschließlich Big Oil

Von Jakob Wilhelmus

Für Investoren, die sich unabhängig von der Energiequelle an der Energiewende beteiligen wollen, bietet der nahezu universelle Bedarf an größeren und intelligenteren Netzen den Anbietern wichtiger Netzkomponenten und Baudienstleistungen starken Rückenwind. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass weltweit bis zum Jahr 2040 rund 80 Millionen Kilometer Übertragungsleitungen neu gebaut oder ersetzt werden müssen, um die Versorgung überwiegend mit erneuerbaren Energien sicherzustellen.

Diese astronomische Zahl verdeutlicht das Ungleichgewicht, das zwischen dem Ausbau der Energieerzeugung und der entsprechenden Infrastruktur besteht.

Unternehmen wie Eaton, Enbridge, Kinder Morgan und Schneider Electric gut aufgestellt

Unternehmen wie Eaton (ETN), die wesentliche Komponenten wie Wechselrichter oder Umspannwerke für Übertragungsleitungen liefern, sind gut positioniert, um von diesen ehrgeizigen Zielen zu profitieren. Ihre zentrale Rolle bei der Energiewende in den kommenden Jahren wird heute vielleicht noch nicht in vollem Umfang gewürdigt, aber die Märkte könnten bald aufholen.

Umstellung auf das grünere Ende der fossilen Brennstoffe

Fossile Brennstoffe werden auch in Zukunft Bestandteil des Energiesystems sein, wenn auch in geringerem Umfang und wahrscheinlich eher in Form von Erdgas als von Kohle und Erdöl. Man rechnet damit, dass die weltweite Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas (LNG) bis 2040 um mehr als 50 % steigen wird, da die Umstellung von Kohle auf Gas in China und Südasien voranschreitet. Dieses Energiesystem verspricht, die heutigen Energiekonzerne in Gewinner und Verlierer zu unterteilen.

Einige werden sich auf den verlängerten Lebensabend fossiler Brennstoffe verlassen und ihre Investitionen ausschließlich auf die weitere Bereitstellung von Brennstoffen der Vergangenheit – nämlich Erdöl und andere fossile Brennstoffe – konzentrieren. Diese Unternehmen laufen Gefahr, durch Effizienzsteigerungen und eine bessere Infrastruktur bei den erneuerbaren Energien überflüssig zu werden. Und sie könnten letztendlich durch das Ausmaß ihrer gestrandeten Kohlenstoffanlagen definiert werden, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind.

Für Anleger ist es wichtig, nach Unternehmen Ausschau zu halten, die zukunftsorientiert sind und Wege finden, Energieversorger zu bleiben, unabhängig davon, welche Primärenergiequellen genutzt werden. Zwei solche Unternehmen sind TotalEnergies (TTE) und Shell (SHEL), die ihre Erdgasförderung und -transportkapazitäten ausbauen. Diese Unternehmen sind für die Energiewende gut aufgestellt, da sowohl Gas als auch LNG einen erheblichen und wachsenden Anteil an ihren Gesamteinnahmen und Gewinnen ausmachen. Gleichzeitig scheinen die Märkte diesen Wandel noch nicht zu würdigen, da diese Unternehmen mit einem Abschlag gegenüber ihren weniger diversifizierten Konkurrenten wie ExxonMobil (XOM) gehandelt werden.

Pipelines sind eine weitere Möglichkeit, von der weltweiten Umstellung auf Erdgas zu profitieren. Häufig haben diese Unternehmen langfristige Abnahmeverträge abgeschlossen, die den Anlegern ein attraktives „Mautsystem“ bieten, das ein differenziertes Risiko-Ertrags-Verhältnis im Erdgasbereich bietet: ein Engagement in der boomenden Nachfrage bei geringerer Abhängigkeit von kurzfristigen Preisschwankungen. Diese Eigenschaften und die damit einhergehenden Cashflows machen große Pipelineunternehmen wie Enbridge (ENB) und Kinder Morgan (KMI) für Fremdkapitalinvestoren besonders interessant.

Intelligente Energienutzung

Die Deckung der steigenden Nachfrage und der Ausbau der Kapazitäten sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Anleger sollten auch auf Innovationen zur Steuerung der Nachfrage und zur effizienteren Nutzung des Energieangebots achten.

In der Vergangenheit war das Stromsystem meist eine Einbahnstraße von großen, zentralisierten Kraftwerken in zu den Endverbrauchern. Heute ist das System viel dynamischer, und sowohl die Betreiber als auch die Verbraucher haben Einblick in ihren Stromverbrauch gewonnen und können selbst bestimmen, wann und wie sie ihn nutzen.

So ist ein wechselseitiges System entstanden, in dem die Kunden ihren Energieverbrauch durch intelligente Geräte oder Speicher aktiv steuern, während die Netzbetreiber über mehr Möglichkeiten zur Steuerung der Stromverteilung und -erzeugung verfügen. Diese Entwicklung könnte Unternehmen wie Schneider Electric (SBGSY) zugutekommen, die intelligente Sensoren und Geräte bis hin zur Software anbieten, mit der Netzbetreiber Angebot und Nachfrage optimieren können.

Es steht außer Frage, dass erneuerbare Energien die erste Wahl für neue Stromerzeugungsanlagen sind, nicht zuletzt aufgrund der geringen Kosten der Stromerzeugung – die weltweite Kapazität an erneuerbaren Energien ist allein im Jahr 2023 um 50 % gestiegen. Aber selbst dieses Wachstumstempo bei den erneuerbaren Energien reicht möglicherweise nicht aus, um den steilen Anstieg der Energienachfrage zu decken.

Anleger, die die kritische Rolle der emissionsärmeren fossilen Brennstoffe und der damit verbundenen Infrastruktur ignorieren, verpassen möglicherweise die besten Risiko-Rendite-Chancen, während die Welt den langen und komplizierten Übergang hin zu einer sauberen Energiezukunft vollzieht.


Jakob Wilhelmus, Director of Thematic Research bei PGIM      

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– Klimaschutz – Türkei: 7 Mrd. Dollar Einsparung durch erneuerbare Energien

Allein im vergangenen Jahre habe die Türkei laut dem Fachportal WindEurope eine Milliarde Dollar in neue Windparks investiert.

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Gastkommentar
Wahlen: USA werden ihre Israel-Strategie nicht verändern

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Eine ganze Zeit sah es so aus, als habe das Wahlkampfteam um Harris kaum Mühe, sie sicher ins Ziel zu tragen. Die Zeichen standen gut. Alles, was zu tun war, beschränkte sich auf die Mühe, den US-amerikanischen Wähler vor der Möglichkeit zu warnen, dass ihr Gegner Donald Trump eine erneute Präsidentschaft antreten könnte, wenn sie nicht gewählt würde. Diverse Geplänkel und Wortgefechte konnte sie für sich als Erfolge verbuchen, denn Trump unterlag erwartungsgemäß, obschon er Gift und Galle spuckte. Ihm schadete, wenn auch nicht über alle Maßen, dass die unter extremen Republikanern beliebte und von ihm vertretene Agenda „Project 2025“ an die Öffentlichkeit gehievt wurde, die einige höchst besorgniserregende Passagen enthält. Das Papier fand in wesentlichen Punkten Aufnahme in das Wahlprogramm der Republikaner und hat zum Ziel, durch einschneidende Maßnahmen die Macht des US-Präsidenten erheblich zu vergrößern (1). Trump selbst hat sich zwar lautstark gegen „Project 2025“ ausgesprochen, dennoch verortet man viele seiner einstigen Mitarbeiter und Berater unter den Autoren des Papiers. Wenn man den Umfragen folgt, so dominieren drei Hauptthemen das Interesse des Wählers im Wahlkampf: Wirtschaft, Migration und Abtreibung. Inhaltlich bietet Trump in Sachen Wirtschaft Steuererleichterungen für Unternehmen, bei der Migration seine bekannte, rechtsextreme Absicht, sie möglichst zu verhindern und in Bezug auf die Abtreibung scheint er einerseits seiner evangelikalen Wählerschaft verpflichtet und ahnt andererseits, dass die rigorose Forderung nach einem totalen Verbot empfindlich Wählerstimmen kosten kann. Bei diesem Thema schlingert er und versucht sich möglichst nicht festzulegen oder festlegen zu lassen. Harris hingegen verspricht, subventionierte Programme zur Erleichterung des privaten Häuserbaus zu erstellen und beabsichtigt, Unternehmenssteuern auf 28 Prozent anheben zu wollen. Dies spricht weite Teile der eher linksliberalen Wählerschaft an, die seit der Finanzkrise wirtschaftliche Probleme haben. Schon als Vizepräsidentin hatte sie die Migrationsfrage von Biden geerbt, die er einfach an sie delegiert hatte. Sie setzte auf eine „weiche“ Lösung und förderte jenseits der US-Grenze Beschäftigungsprogramme, um lokal das Interesse am Fortgang einzudämmen. Bisher ist hier noch kein durchschlagender Erfolg zu verzeichnen, was die Republikaner zu gehässigen Bemerkungen veranlasste. Aber Harris‘ Bemühungen sind langfristig angelegt und können sich auch erst in einigen Jahren bemerkbar gestalten. Das hätte theoretisch die tagesaktuelle Lage im Wahlkampf sein können. Harris‘ Wahlkampfteam sah sich sowohl gut aufgestellt, als aber auch deutlich auf der Überholspur. Rhetorisch hat Trump keine Schnitte gegen sie, die zentralen Themen sind besetzt und hätten hoffen lassen können, dass das Programm der Demokraten deutlich punktet. Man sprach bereits von einer „Kamalamania“ und in den Umfragen zog sie überzeugend an Trump vorüber, was diesen und sein Team vorübergehend geradezu panisch werden ließ. Aber jetzt ist Gaza. Harris‘ Kalkül für dies Thema geht nicht auf. Sie hatte gehofft, dass der noch amtierende Präsident Biden daran vielleicht politisch vollständig verbrennt, aber bis zur Wahl noch ein Ende des Krieges moderieren könnte oder würde. Sie konnte davon ausgehen, ihren eigenen Wahlkampf, ihre eigene Agenda damit nicht belasten zu müssen. In Umfeld ihrer Unterstützer ist gerade jetzt eine erbittert geführte und von Beleidigungen frankierte Streiterei zwischen schwarzen Feministinnen und pro-palästinensischen Stimmen ausgebrochen, wie die Kolumnistin Karen Attiah von der Washington Post besorgt und frustriert feststellt (2). Jetzt fliegt ihr das Thema um die Ohren und sie legt einen seltsamen Eiertanz hin. Während sie einerseits dem Dogma der eigenen Regierung, Israel würde sich ja nur verteidigen, hätte das Recht dazu und man müsse Israel schützen, verpflichtet ist, muss sie andererseits sowohl der pro-palästinensischen und der Wählerschicht Hoffnung auf Veränderung machen. Wird sie in die Enge gedrängt, reduziert sie pampig die Gaza-Frage auf das Problem, ob man lieber Trump zum Präsidenten wolle, wenn man sie nicht unterstütze. Das wirkt, gelinde gesagt, etwas verstörend und reduziert die Wahrnehmung, sie drücke angeblich Empathie für die Menschen von Gaza aus, auf reine Wahltaktik. Harris liegt zwischen Mühlrädern; während sowohl die mittel- wie nahöstliche zusammen mit der US-Presse ernüchtert längst unterstellt, dass sie auch als gewählte Präsidentin den Gaza-Krieg weder beenden, noch Israel zum Einlenken zwingen kann und wird, muss sie die Wähler unbedingt zurückgewinnen, die sich gerade davonmachen. Und dass sie dies tun, haben die Demonstranten beim DNC, beim Democratic National Congress, soeben beeindruckend unter Beweis gestellt. Sie marschierten zu Tausenden auf und drangen ins Kongressgebäude ein. Die Demokraten konnten gerade noch rechtzeitig die auf sie gerichteten Scheinwerfer abschalten, um noch unangenehmere Videos unmöglich zu machen. Der Kongress tagte in Chicago. Ausgerechnet. In Chicago lebt die größte palästinensische Community der USA. Harris versuchte, sich im Wahlkampf als eingeöltes Würmchen geschickt durch die Finger des Themas hindurchzuwinden – und wird gestellt. Selbst die Versuche, pro-palästinensische, kriegskritischen Stimmen durch Verweigerung von Redezeit dieser Abgeordneten auf dem DNC zu verweigern, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nach hinten losgehen. Mit dem verzweifelten Mut „Nun erst Recht!“ nimmt diese Bewegung weiter Fahrt auf und verspricht, omnipräsent zu werden (4). Der DNC, abgehalten, um triumphierend einen Nagel durch den Vorsprung in den Umfragen zu schlagen, entwickelte sich zu einer Enttäuschung – und die Umfragen beginnen, sich erneut Trump zuzuwenden (5). Hatte sich bereits vor Monaten infolge der riesigen Enttäuschung über die uneingeschränkte Solidarität Joe Bidens Israel gegenüber mit klarem Blick auf die Präsidentschaftswahl im diesjährigen November scherpunktmäßig in den muslimischen Communities die „#AbandonBiden“-Kampagne gegründet, stellt diese jetzt auf ihrer page gar direkt die Frage, ob aus ihr in naher Zukunft die „#AbandonHarris“-Kampagne werden müsse (6). Nach Schätzungen leben in den USA etwa 8,1 Muslime, die 2,1 Prozent der Bevölkerung stellen, aber genaue Zahlen liegen nicht vor. Zusammen mit der gesamten pro-palästinensischen, jüdisch-antizionistischen und israelkritischen Bewegung könnten sie bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen den Ausschlag geben. Wie die Zeichen stehen, befinden sich die aktuellen Waffenstillstandsverhandlungen in Kairo und Dohar kurz vor dem endgültigen Scheitern und es wird und kann der Biden-Regierung nicht gelingen, dafür der Hamas die Schuld in die Schuhe zu schieben. Längst ist die Taktik Netanyahus, die Verhandlungen mit immer neuen, jetzt tatsächlich völlig für die Hamas inakzeptablen Bedingungen zu torpedieren, öffentlich und auch US-Vertreter zeigen diesbezüglich Wirkung durch massive Verärgerung. Gelingt es dem amtierenden Präsidenten nicht, den Krieg zu beenden, wird seine Nachfolgerin ihn zwangsläufig nicht nur erben, sondern möglicherweise durch weitere Eskalationen politisch explodieren sehen. Längst ist das Bekenntnis in den USA, Israel in jedem erdenklichen Fall auch militärisch vor den Folgen seines Tuns zu beschützen, zum Dogma geworden. Und Donald Trump hat auch kein Problem damit. Man kann im Fall seiner Wiederwahl erwarten, dass die Auslöschung Gazas dann in wenigen Wochen vollendet sein wird. Es wäre nicht weiter verwunderlich, wenn nicht nur US-Waffen, sondern auch Soldaten unter Israels Flagge zum Einsatz kämen. Der US-Wähler kann also nun frei zwischen Pest und Cholera wählen. Es ist gleichgültig, wo er sein Kreuz setzt, die USA werden in jedem Fall nichts an ihrer Strategie Israel gegenüber verändern.
  1. https://www.bbc.com/news/articles/c977njnvq2do
  2. https://www.washingtonpost.com/opinions/2024/08/19/harris-gaza-palestinians-israel/
  3. https://thehill.com/homenews/administration/4837433-harris-convention-gaza-israel/
  4. https://www.bbc.com/news/articles/cn473n92k9no
  5. https://www.fr.de/politik/trump-sieht-ploetzlich-wieder-einen-silberstreif-am-horizont-demokraten-parteitag-daempft-harris-begeisterung-93254658.html
  6. https://abandonbiden24.com/

Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

Noa Argamani
Befreite Hamas-Gefangene dementiert Medienmeldungen

Tokio – Eine junge israelische Frau, die im Gazastreifen gefangen gehalten wurde, hat erklärt, sie werde sich nicht von den Medien „zum Opfer machen“ lassen, und wies Behauptungen zurück, Mitglieder der palästinensischen Gruppe Hamas hätten sie geschlagen. Vor Diplomaten der G7-Staaten schilderte Noa Argamani am Mittwoch in Tokio ihren Leidensweg, nachdem sie während des Anschlags vom 7. Oktober von bewaffneten palästinensischen Gruppen gefangen genommen worden war. Nachdem israelische Medien berichtet hatten, dass Argamani geschlagen worden sei, sagte sie am Freitag, dass ihre Kommentare falsch zitiert und aus dem Zusammenhang gerissen worden seien, berichtet Jerusalem Post. Argamani dementierte Berichte, wonach palästinensische Kämpfer ihr den Kopf rasiert und sie während ihrer Gefangenschaft geschlagen hätten. Sie sagte, ihre Verletzungen seien auf einen israelischen Angriff zurückzuführen. „Ich kann nicht ignorieren, was hier in den letzten 24 Stunden passiert ist, indem meine Worte aus dem Zusammenhang gerissen wurden“, so Argamani weiter. „[Hamas-Mitglieder] haben mich nicht geschlagen, während ich in Gefangenschaft war, noch haben sie mir die Haare abgeschnitten; ich wurde durch den Einsturz einer Mauer verletzt, der von einem [israelischen] Luftwaffenpiloten verursacht wurde. „Als Opfer des 7. Oktobers weigere ich mich, noch einmal von den Medien zum Opfer gemacht zu werden“, so Argamani weiter.

Frankreich
Telegram-Gründer Pavel Durov in Frankreich verhaftet

Paris – Pavel Durov, der russische Milliardär, Gründer und CEO der Messaging-App Telegram, wurde am Samstagabend auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris verhaftet, wie französische Medien berichteten. Durov wurde aufgrund eines französischen Haftbefehls in Gewahrsam genommen, als er nach einem Flug aus Aserbaidschan aus seinem Privatjet stieg, berichteten TF1 TV und BFM TV unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Personen. Der Haftbefehl bezieht sich angeblich auf Straftaten im Zusammenhang mit Telegram. Eine Bestätigung seitens der französischen Behörden gab es nicht. Die Festnahme erfolgte den Berichten zufolge durch Ermittler des Nationalen Amtes für Betrugsbekämpfung, das zur französischen Zollbehörde gehört. Durov, der wegen angeblich unzureichender Moderation in der verschlüsselten Telegram-App kritisiert wurde, wird den Berichten zufolge beschuldigt, sich zu weigern, mit den Behörden zu kooperieren. Telegram hatte sich bis Sonntagmorgen nicht zu der Verhaftung geäußert. Das französische Innenministerium und die Polizei gaben keinen Kommentar ab, berichtete Reuters. Das russische Außenministerium teilte mit, dass seine Botschaft in Paris die Situation um Durov kläre, so der Reuters-Bericht. Nachdem Russland im Jahr 2022 seine umfassende Invasion in der Ukraine gestartet hatte, wurde Telegram zur Hauptquelle für ungefilterte – und manchmal irreführende – Inhalte beider Seiten über den Krieg und die Politik rund um den Konflikt. Durov sollte am Sonntag vor Gericht erscheinen, berichteten TF1 und BFM.

Geschichtswissenschaft
Historiker: Türken und Deutsche sind alte Verwandte

Ein Gastbeitrag Çağıl Çayır

Entgegen der seit 1453 in Europa verbreiteten Auffassung, dass sich Türken und Deutsche ursprünglich fremd seien, berichtet die älteste Herkunftssage der Deutschen, nämlich die Einwanderungssage der Franken aus dem 7. Jahrhundert, von ihrer gemeinsamen Abstammung mit den Türken aus Troja.

Die fränkische Türkensage

Der Mittelalterhistoriker Bernd Schneidmüller fasst die fränkische Türkensage, die in der sogenannten Fredegar-Chronik in lateinischer Sprache überliefert ist, wie folgt zusammen:

Wie schon die Römer in Vergils Gründungsmythen, der Aeneis, sich ihrer Abkunft versicherten, so leiteten seit dem 7. Jh. auch die Franken ihre Herkunft aus Troja ab und rückten damit an Alter und Würde als Brudervolk neben Römer. Troja verlassend, brachte das Volk angeblich eine lange Wanderzeit hinter sich.

Es teilte sich in zwei Gruppen, in die Franken, die nach ihrem König Francio benannt wurden und nach Europa zogen, und in die Türken, die ihren Namen vom König Torcoth empfingen und am Ufer der Donau zurückblieben – Franken und Türken als Brudervölker aus trojanischer Wurzel.i

Begegnung in Konstantinopel

Woher der Türken-Name zu den Franken kam, ist allerdings noch unklar. Der Frühmittelalterhistoriker Eugen Ewig vermutete, dass die fränkische Sage von den phantastischen Erzählungen der Oströmer über die Türken angeregt sein könnte.ii

Die Oströmer verbündeten sich in den 570er Jahren mit den Türken, die ein riesiges Reich in Zentralasien gründeten, das zeitweise von der Mongolei bis zur Krim reichte. Hierbei pflegten die Oströmer und Türken einen regelmäßigen Gesandtenaustausch.

Dadurch kann der Name der Türken auch zu den Franken gelangt sein, die ebenfalls Beziehungen zum oströmischen Reich pflegten. Dementsprechend leitet Ewig den Namen Torcoth bei den Franken von Turxanthos, Türk Şad, einem General der Göktürken her, der 576 eine Gesandtschaft des oströmischen Kaisers empfing.

Streit wegen Awaren

Allerdings bezichtigte Türk Şad die oströmischen Gesandten der Lüge und Falschheit und lehnte deswegen eine Erneuerung ihres Bündnisses ab. Grund dafür waren die Kontakte der Oströmer mit den Awaren, die vor den Göktürken in den Westen geflohen waren.iii

Dabei werden die Awaren (alttürkisch „Apar“) selbst auch zu den türkischen Stämmen aus Ostasien gezählt. Fast 250 Jahre lang beherrschten sie weite Teile Mittel- und Osteuropas, von Bayern bis Bulgarien. In der Zeit führten die Awaren u. a. auch den Steigbügel in Europa ein.

Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts bezeichnet die Wanderung der Awaren aus dem Gründungsgebiet des göktürkischen Reiches in der heutigen Mongolei und Sibirien nach Europa als größte und schnellste Fernmigrationen der frühen Menschheitsgeschichte.

Erinnerung an die Verwandtschaft der Völker

Infolge der ersten Kreuzzüge ins „Heilige Land“ am Ende des 11. Jahrhunderts trafen die fränkischen Kreuzritter auf die muslimischen Türken und erinnerten sich wieder an ihre Verwandtschaft, was in den darauffolgenden Jahrhunderten zum Allgemeinwissen wurde.

Der Historiker Michael A. Köhler gibt dafür ein interessantes Beispiel, wo die Erinnerung an die Verwandtschaft zwischen den Türken und Franken den Kriegsverlauf entscheidend prägte:

Die Hypothese einer genealogischen Verwandtschaft zwischen Türken und Franken fand im Abendland im Anschluß an den Kreuzzug weite Verbreitung […]. Daß das Bild ritterlicher Ebenbürtigkeit nicht allein ein literarischer Topos, sondern Communis opinio unter den Führern des in Antiochia/Anṭākiya belagerten Kreuzzuges war, beweist, dass Peter der Eremit und sein Dolmetscher Herluin am 27. Juni 1098 als Gesandte der Kreuzfahrerfürsten dem Befehlshaber der türkischen Entsatzarmee, Kırbōġā, antrugen, durch ritterliche Zweikämpfe über den zukünftigen Besitzer der Stadt zu entscheiden. Zuvor hatte der Türke das Angebot zu konvertieren abgelehnt.iv

Der Historiker und Richter Niels Brandt hat ein spannendes Sachbuch über das Türkenbild auf den Kreuzzügen geschrieben, mit dem Titel „Gute Ritter, böse Heiden“ (Vandenhoeck & Ruprecht 2016). Auch die Mittelalterhistorikerin Kristin Skottki hat sich in ihrer Doktorarbeit u. a. den Türkenlobpassagen in den Kreuzzugschroniken gewidmet (Christen, Muslime und der Erste Kreuzzug: Die Macht der Beschreibung in der mittelalterlichen und modernen Historiographie, Waxmann Verlag 2015).

Türken und Franken sind „cousin german“

Der Philologe Hartmut Kugler schreibt in seinem Aufsatz „Das eigene aus der Fremde“, dass Türken und Franken in der mittelalterlichen Grandes Chroniques de France ausdrücklich „cousin german“ genannt werden:

Was aus moderne Sicht kaum denkbar erscheint, wurde im Mittelalter fest geglaubt. Bereits bei Fredegar ist ein Turcoy oder Turcus als Angehöriger des trojanischen Königshauses genannt. Die „Grandes Chroniques de France“ nennt Turcus und Francio ausdrücklich cousin german. Diese Verwandtschaftsbeziehung wurde als eine zwar zunehmend lästige, aber unbezweifelte bis ins 16. Jahrhundert fortgeschleppt und fiel erst dann einer neu orientierten Herkunftsforschung zum Opfer.v

Wiederentdeckung der Verwandtschaft der Völker

Erst in unserer Zeit werden die alten Verwandtschaftssagen und realhistorischen Beziehungen zwischen den Völkern und Kulturen wissenschaftlich wiederentdeckt.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Autor

Çağıl Çayır studierte Geschichte und Philosophie an der Universität zu Köln und ist als freier Forscher tätig. Çayır ist Autor von „Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der alttürkischen und ‚germanischen‘ Schrift‘“ und ist Gründer der Kultur-Akademie Çayır auf YouTube. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Fach- und Massenmedien veröffentlich
i Bernd Schneidmüller, Grenzerfahrung und monarchische Ordnung. Europa 1200-1500, München 2011, S. 18.
ii Eugen Ewig, Trojamythos und fränkische Frühgeschichte, in: Geuenich, Dieter (Hrsg.), Die Franken und die Alemannen bis zur “Schlacht bei Zülpich“ (496/97) (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 19), Berlin/New York 1998, S. 1-30, S. 27.
iii Walter Pohl, Die Awaren. Ein Steppenvolk in Mitteleuropa 567– 822 n. Chr., 2. Auflage, München 2002, S. 66f.

iv Köhler, M. A. (1991). Allianzen und Verträge zwischen fränkischen und islamischen Herrschern im Vorderen Orient: Eine Studie über das zwischenstaatliche Zusammenleben vom 12. bis ins 13. Jahrhundert. Berlin & New York: Walter de Gruyter, S. 38.

v Kugler, H. (1995). Das Eigene aus der Fremde: Über Herkunftssagen der Franken, Sachsen und Bayern. In Kugler, H. (Ed.), Interregionalität der deutschen Literatur im europäischen Mittelalter (pp. 175-193). Berlin & New York: Walter de Gruyter, S. 185.

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