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Türkische Koç-Universität und BioNTech wollen kooperieren

Die renommierte türkische Koç-Universität und das deutsche Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Mainz, BioNTech, haben eine Kooperation angekündigt. 

BioNTech Hauptsitz in Mainz
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Istanbul – Die renommierte türkische Koç-Universität und das deutsche Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Mainz, BioNTech, haben eine Zusammenarbeit angekündigt.

Hierzu wurde am Samstag eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die eine Reihe von klinischen Forschungsprojekten, vor allem zur Krebsbehandlung, umfasst.

Gemäß der Vereinbarung wird die klinische Forschung zunächst in den Bereichen Krebs, neurologische Erkrankungen und Infektionskrankheiten durchgeführt. In der Folgezeit können sich Patienten freiwillig für die Erprobungsphasen bestimmter Medikamente melden, berichtet Hurriyet Daily News.

Anıl Özkan, der Geschäftsführer von BioNTech Türkiye, betonte, dass das Hauptaugenmerk der Zusammenarbeit auf Krebspatienten liegen wird und fügte hinzu, dass 24 ihrer klinischen Studien ebenfalls auf Krebs ausgerichtet sind. Neben Krebsbehandlungen werden sie sich auch auf infektiöse und neurologische Krankheiten konzentrieren.

Özkan wies darauf hin, dass die Vereinbarung mit der Koç-Universität die erste Kooperation in der Türkei sei, und erklärte, dass das Unternehmen in der kommenden Zeit gemeinsame Projekte mit anderen Universitäten durchführen wolle.

Am 12. Juni sah sich BioNTech in Deutschland mit der ersten Klage wegen angeblicher unerwünschter Wirkungen bei einigen Anwendern seiner Covid-Impfstoffe konfrontiert, mehr als zwei Jahre nach einer der schnellsten und umfangreichsten Impfkampagnen der Welt.

Zu der in Deutschland eingereichten Klage sagte Ruşen Oran, der medizinische Direktor von BioNTech Türkiye, gegenüber Hurriyet: „Wir nehmen jede Verantwortung ernst und bewerten die Angelegenheit entsprechend.“

„Wir wissen, dass weltweit mehr als 1,5 Milliarden Menschen geimpft sind, darunter allein in Deutschland mehr als 64 Millionen Menschen. Aufgrund der Datenlage gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und gesundheitlichen Problemen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Klage unbegründet ist“, sagte Oran.

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