63 Milliarden Kubikmeter jährlich
Turkish Stream: Moskau und Ankara unterzeichnen Gaspipeline-Deal

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Istanbul (nex) – Die Türkei und Russland haben am gestrigen Montag in Istanbul am Rande des 23. World Energy Congress ein Regierungsabkommen über das Gaspipeline Turkish Stream-Projekt unterzeichnet. Der türkische Energieminister Berat Albayrak und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak unterzeichneten das Abkommen nach einem 140-minütigen Treffen der Präsidenten beider Staaten, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin. Das Projekt war im Dezember 2014 von Putin während eines Türkeibesuchs angekündigt worden. Vier Stränge auf dem Grund des Schwarzen Meeres sollen Erdgas ins türkische Thrakien transportieren. Die Kapazität soll bis zu 63 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich betragen, mit dem sowohl die Türkei als auch europäische Länder versorgt werden sollen. Im vergangenen Monat hatte Gazprom den Baubeginn – für den Fall, dass im Oktober dieses Jahres ein Regierungsabkommen unterzeichnet werden sollte, – mit Ende 2017 angegeben. Bis Ende 2019 soll die Pipeline fertiggestellt sein. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Normalisierungsprozess zwischen der Türkei und Russland zügig weitergehen wird“, erklärte Erdogan, der mit Putin eine gemeinsame Pressekonferenz abhielt und wies darauf hin, dass das neue Abkommen die Durchführung des Turkish Stream-Projekts beschleunigen werde. Der türkische Präsident fügte hinzu, dass die Verhandlungen über das Atomkraftwerksprojekt Akkuyu ebenfalls wie geplant fortgesetzt würden. Putin erklärte, dass das Kraftwerk nicht nur als ein Mittel zur Kernenergiegewinnung, sondern auch zur Vermittlung von Technologiewissen sowie Ausbildung des türkischen Personals dienen werde. Das Atomkraftwerksprojekt Akkuyu, das in der südtürkischen Provinz Mersin errichtet werden soll, wird das erste Kernkraftwerk der Türkei sein. Der russische Präsident Putin teilte mit, dass die russische Regierung in der Frage der gegen türkische Exporte verhängten Sanktionen eine Entscheidung getroffen habe: „Wir lassen viele zuvor verbotene türkische Exporte wieder zu. Wir werden dem russischen Markt vor allem Zitrusfrüchte und weiteres frisches Obst, Gemüse und landwirtschaftliche Produkte zuführen. Dies ist eine zum Vorteil beider Parteien getroffene Entscheidung. Die russische Landwirtschaft produziert diese Art Ware nicht. Wenn diese Produkte aus der Türkei nach Russland exportiert werden, werden unsere Preise sinken“, so Putin weiter. Die Türkei hatte Ende November 2015 einen russischen Kampfjet im Grenzgebiet zu Syrien abgeschossen. Moskau hatte daraufhin Sanktionen gegen Ankara verhängt. Unter anderem hatte Russland seine Staatsbürger zum Boykott der Türkei als Reiseziel aufgerufen. Ende Juni hatte Erdogan schließlich sein Bedauern geäußert und damit den Weg für ein Ende der Eiszeit bereitet. In der Syrienfrage äußerte sich Erdogan mit folgenden Worten: „Sicher, es ist ein sehr sensibles Thema. Wir haben die Syrienfrage detailliert besprochen. Wir sprachen über die Militäroperation Schutzschild Euphrat. Wir wogen ab, welche Art der Zusammenarbeit wir realisieren können und welche Strategie wir bei der humanitären Hilfe anwenden können, vor allem im Hinblick auf die Entwicklungen in Aleppo, so dass die Menschen so bald wie möglich Frieden haben werden.“ „Sowohl die Türkei als auch Russland sind dafür, das Blutvergießen in Syrien schnell zu beenden. Wir wollen eine politische Lösung in Syrien, und zwar auf die schnellste Weise.“ Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat am 24. August mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kamen. Die Türkei hat erklärt, dass das Ziel der Operation die Sicherung der Grenze, die Unterstützung der Koalitionskräfte und die Eliminierung der von Terrororganisationen, insbesondere dem IS (Daesh) ausgehenden Bedrohung sei. Die Operation steht im Einklang mit dem Selbstverteidigungsrecht des Landes, das sich aus internationalen Verträgen sowie einem den türkischen Streitkräften vom Parlament verliehenen Mandat im Jahr 2014 herleitet, das im September 2015 für ein weiteres Jahr verlängert worden war.

"Migrationsdruck"
Bundesentwicklungsminister Müller fordert Marshall-Plan für Afrika

Bonn (ots) – Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat davor gewarnt, Afrika neben den Konfliktherden im Nahen Osten zu sehr aus den Augen zu verlieren. „Afrika ist die Herausforderung der Zukunft, insbesondere für Europa“, sagte der CSU-Politiker dem Fernsehsender phoenix (Ausstrahlung: „Der Tag“ ab 23 Uhr). Bis 2050 werde sich die Bevölkerung des Kontinents verdoppeln, der Migrationsdruck nehme zu. „Ignorieren wir Afrika, werden sich Millionen Menschen aufmachen Richtung Europa“, sagte Müller weiter. Er bekräftigte erneut seine Forderung nach einem Marshall-Plan. Die Hilfeleistung dürfe jedoch nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ erfolgen: „Hier ein Projekt und da ein Projekt, sondern in Form eines Gesamtkonzeptes, hinter dem Deutschland und die gesamte Europäische Union stehen.“

Türkei
Gegen Terror: Kurdenführer solidarisieren sich mit türkischer Regierung

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Ankara (nex) – Lokale Stämme aus der Südosttürkei haben am gestrigen Sonntag eine gemeinsame Erklärung gegen den Terror abgegeben. Die Oberhäupter von über 181 Stämmen mit kurdischen, türkischen und arabischen Wurzeln aus 16 Provinzen kamen im Distrikt Edremit in der südosttürkischen Provinz Van zusammen. Die Familienoberhäupter, die Einfluss über zwei Millionen Menschen in der Ost- und Südosttürkei haben, gaben eine Erklärung ab, in der sie ihre Unterstützung für die Regierung in deren Kampf gegen alle Terrorgruppen sowie die Bedeutung der Einheit zum Ausdruck brachten. „Wir sind gegen jede Art von Terror, Putsch und Gewalt“, heißt es in der Erklärung. „Als öffentliche Intellektuelle und Oberhäupter der Stämme der Region sind wir bereit, unseren Beitrag für den Frieden zu leisten. Wir stehen im Kampf gegen den Terror an der Seite unserer Regierung.“ Die Nachrichtenagentur Anadolu sprach mit Iskender Ertosi, dem Oberhaupt einer der größten Familien in der Region, der Berichte über einen zweiten Staatsstreich, der von den Familien in der Region durchgeführt werden solle, zurückwies und mitteilte, dass sie eine Erklärung abgeben würden, in der sie die Behauptungen dementieren, ihre Haltung gegen jede Art von illegalen Strukturen sowie ihre Unterstützung der Regierung noch einmal bestätigen würden. Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen. Seitdem wurden bei PKK-Anschlägen mehr als 600 Sicherheitskräfte sowie zahlreiche Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet, während bei Anti-Terror-Einsätzen über 7.000 PKK-Terroristen eliminiert wurden.

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"Der XXL-Ostfriese"
NDR trauert um Tamme Hanken

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Hamburg (ots) – Die Nachricht vom Tod Tamme Hankens ist im NDR mit großer Bestürzung aufgenommen worden. Der langjährige Protagonist der NDR Reihe „Der XXL-Ostfriese“ starb am Montag, 10. Oktober, im Alter von 56 Jahren. Tamme Hanken war seit Januar 2008 im NDR Fernsehen als „Der XXL-Ostfriese“ präsent und fand von Anfang an ein großes TV-Publikum. Mit seinen Fähigkeiten im Umgang mit Tieren besaß der auch als „Knochenbrecher“ bekannte Hanken eine einzigartige Begabung. In knapp 80 Folgen erzählte die Reihe Geschichten rund um den Hanken-Hof im ostfriesischen Filsum. Unvergessen sind zudem Tamme Hankens zahlreiche Auftritte in verschiedenen Talksendungen im NDR Fernsehen. Auch bei den „Landpartie“-Festen des NDR war Hanken seit Jahren der Publikumsmagnet. NDR Intendant Lutz Marmor: „Tamme Hanken war ein typischer Ostfriese – frei im Geist, dem Leben zugewandt, unabhängig, neugierig auf Mensch, Tier und Natur, dabei friesisch herb und urkomisch. Er wird uns fehlen.“ Das NDR Fernsehen wird am Mittwoch, 12. Oktober, ab 20.15 Uhr an Tamme Hanken erinnern. Der Abend beginnt mit „Unvergessen – Tamme Hanken. Erinnerungen an den XXL-Ostfriesen“. Um 21.00 Uhr folgt „Der XXL-Ostfriese / Folge 1: Hausbesuche und Hoftag“. Am Sonnabend, 15. Oktober, zeigt das NDR Fernsehen ab 21.45 Uhr eine „Lange Nacht zur Erinnerung an Tamme Hanken“. https://youtu.be/hJVS3wPVE40

„Energie für Frieden“
Türkei: Weltgrößte Energiekonferenz hat in Istanbul begonnen

Istanbul (nex) – Der türkische Energieminister Berat Albayrak erklärte am gestrigen Sonntag, der World Energy Congress 2016 werde, kombiniert mit dem Motto der Türkei „Energie für Frieden“, neue Horizonte zur Bildung einer nachhaltigen globalen Energiezukunft öffnen. Die weltweit größte Energiekonferenz, die alle drei Jahre stattfindet, hat am Sonntag im Istanbul Congress Valley begonnen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, erklärte Albayrak auf einer Pressekonferenz, dass die Türkei im Lichte ihres Mottos „Energie für Frieden“ ihren Beitrag für den globalen und regionalen Frieden leisten werde. „Wir freuen uns, diesen Kongress in Istanbul abhalten zu dürfen, wo hochrangige Repräsentanten des Energiesektors zusammenkommen und versuchen werden, die Zukunft der Energiemärkte aufzubauen“, so Albayrak. „Der Kongress wird ein Umfeld für neue Kooperationen in Form einer Plattform bieten, auf der das Gleichgewicht zwischen der globalen und regionalen Nachfrage sowie die Energielieferung erörtert werden. Wir werden laufende Gemeinschaftsprojekte sowie mögliche Gelegenheiten für Zusammenarbeit mit den Teilnehmern bewerten. Eine positive Synergie wird durch die Zusammenkunft aller Interessenvertreter des Energiesektors geschaffen werden.“ Albayrak wies darauf hin, dass der Kongress einen Grundstein für eine faire globale Energiezukunft bilden werde, indem er den Ländern ein Mitspracherecht einräumen werde, um ganzheitliche Lösungen für bestehende Probleme zu finden. „Die Türkei ist nicht nur ein Gebiet, das den Osten mit dem Westen verbindet, sondern auch eine stabile Energiebrücke für die Region“, betonte er. An dem Kongress nehmen aus 130 Ländern vier Staatspräsidenten sowie über 250 Sprecher teil.

"Weitergabe militärischer Geheimnisse"
USA: Drei Türken wegen Spionageverdacht festgenommen

Dortmund (nex) – Drei Türken wurden am gestrigen Sonntag in den Vereinigten Staaten wegen Spionageverdacht festgenommen. Der Vorwurf lautet „Weitergabe militärischer Geheimnisse ins Ausland“, nachdem sie mehrere Verträge mit dem Pentagon an Land gezogen hätten. Wie das US-Verteidigungsministerium in einer Erklärung mitteilte, seien zwei von ihnen amerikanische Staatsbürger. Die drei Männer hätten ein Technologieunternehmen in den USA gegründet, um sich Verträge im Verteidigungsbereich zu sichern. Das Trio gewann Verträge für Raketenabschusssysteme an Kampfflugzeugen, Teilefertigung für U-Boot-Torpedos sowie für Granatwerfer. Als jedoch das US-Verteidigungsministerium feststellte, dass die Teile illegal in der Türkei hergestellt würden, seien die Männer wegen „Weitergabe militärischer Geheimnisse ins Ausland“ festgenommen worden. Die drei Festgenommenen, unter denen sich auch eine Frau befinde und die die vorgeworfenen Tatbestände gestanden habe, erwartet eine Haftstrafe von 20 Jahren.  

Nach Akku-Vorfall
Vodafone stoppt Vorverkauf von Galaxy Note 7

Düsseldorf (ots) – Der Mobilfunk-Anbieter Vodafone hat nach dem Bekanntwerden des Produktionsstopps bei Samsung den Vorverkauf des Smartphones Galaxy Note 7 eingestellt.
„Für uns hat die Sicherheit der Kunden im Umgang mit unseren Diensten und Produkten oberste Priorität. Daher haben wir die Vorbestellmöglichkeit des Galaxy Note 7 seit heute – und damit unmittelbar nach Bekanntwerden des neuen Akku-Vorfalls – erst einmal gestoppt“, sagte ein Sprecher der „Rheinischen Post“.
Einen späteren Verkauf der Geräte, bei denen zuletzt auch einige der Austauschgeräte Feuer gefangen hatten, will das Unternehmen nicht ausschließen: „Wir sind in enger Abstimmung mit dem Hersteller und prüfen, ob der aktuelle Fall mit einem Galaxy Note 7 Auswirkungen auf einen späteren Verkauf des Gerätes hat.“

Siemens Stiftung
200.000 Euro für innovative Erfindungen aus aller Welt

München (ots) – Mit 200.000 Euro Preisgeld wurden am 6. Oktober die innovativsten technischen Erfindungen, die das Leben der Menschen in Entwicklungsregionen auf nachhaltige Weise zu verbessern helfen, in Berlin prämiert. Eine internationale Expertenjury hat die drei erfolgversprechendsten Projekte und Lösungen des empowering people. Award ausgewählt und während der Preisverleihung in Berlin verkündet: Der erste Preis ging an BEMPU Health, eine Organisation aus Indien, für ein Armband, das gefährliche Hypothermie rechtzeitig anzeigt und so das Leben von Neugeborenen retten kann. Den zweiten Preis erhielt Indonesia Medika für eine integrierte Lösung zur Bekämpfung von zwei gravierenden Problemen Indonesiens: dem Müllproblem und der fehlenden Gesundheitsversorgung vieler Menschen. Mit dem dritten Preis zeichnete die Siemens Stiftung das Unternehmen aQysta aus, das mithilfe seiner Barsha-Pumpe ausschließlich mit der Kraft des Wassers die Bewässerung von Feldern ermöglicht. WAFFCO, der Biomasse-Verbrennungsofen der Fraunhofer-Gesellschaft aus Deutschland, war der Gewinner des Publikumspreises, über den die weltweite Netz-Community des empowering people. Network im Online-Voting entschieden hat. Mehr als 800 Einreichungen aus 88 Ländern gingen bei der Siemens Stiftung ein, die den empowering people. Award im vergangenen Jahr zum zweiten Mal ausgerufen hat. Eine internationale Jury hat die drei Hauptgewinner aus einer Shortlist der 23 besten Erfindungen ausgewählt. Kriterien waren unter anderem die Fragen, wie innovativ die jeweilige Lösung ist und ob sie auch in finanzieller Hinsicht auf längere Sicht bestehen kann. Während der Preisverleihung in Berlin zeichnete die Siemens Stiftung alle Gewinner mit Preisgeldern in Höhe von 200.000 Euro aus. Die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten erhielten je 50.000, 30.000 bzw. 20.000 Euro. Der Gewinner des Publikumspreises durfte sich auf technisches Equipment für sein Projekt im Wert von 3.000 Euro freuen. Die 20 übrigen Erfinder erwartete ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro. Mit den Preisgeldern unterstützt die Siemens Stiftung die Einreicher bei der Weiterentwicklung und Implementierung ihrer Projekte. Darüber hinaus erhalten alle 23 Finalisten die Möglichkeit, sich dem empowering people. Network anzuschließen.

Kampf gegen den Terror
London: Iraker rufen Türkei zur Intervention in Mossul auf

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London (nex) – Eine Gruppe von Menschen mit Türkeiflaggen und Fotos des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan riefen die Türkei zur direkten Intervention in Form einer Offensive zur Rückeroberung der Stadt auf. Mossul und seine Umgebung sind seit 2014 vom IS (Daesh) besetzt. Eine Militäroperation wird in den kommenden Wochen erwartet. „Wir sind hier, um unsere Unterstützung für die Haltung und den Willen der Türkei zu demonstrieren, in der Mossulfrage zu intervenieren“, sagte Rabee al-Hafidh von der Protect Mosul-Bewegung, dem Organisator der Demonstration, und fügte hinzu: „Diese Rolle [des Intervenierenden] ist frei und muss von einer Macht besetzt werden, die den Willen und die Fähigkeit hat, dies zu tun. Die Intervention der Türkei in Mossul und dessen Schutz durch sie ist von enormer Bedeutung.“ Die Bedingungen in der vom IS (Daesh) besetzten Stadt seien sehr hart und das Leben sei zum Erliegen gekommen, machte al Hafidh gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu deutlich. „Die Menschen warten mit Skepsis ab, was geschehen wird“, so al-Hafidh weiter. „Sie erwarten, dass der Stadt etwas Dramatisches widerfahren wird, wissen aber nicht, wie sie aus der Situation herauskommen sollen. Die einzige Hoffnung für die Menschen in Mossul ist die Türkei“, betonte er. Türkische Soldaten im Nordirak bilden lokale Kräfte für den Kampf gegen den IS (Daesh) aus. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim erklärte am vergangenen Donnerstag, dass die militärische Präsenz in Baschika trotz der Äußerung des irakischen Parlaments, die türkischen Truppen im Land seien „Besatzer“, fortgesetzt würde.

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Begrüßung mit Folgen
Berlin: Iraner halten deutsche Politikerin für einen Mann

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Dortmund (nex) – Ein unschuldiger Handschlag zwischen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der iranischen Vizepräsidentin Massumeh Ebtekar sorgte in den iranischen Medien und sozialen Netzwerken für Aufruhr – man hielt nämlich die deutsche Ministerin mit der Kurzhaarfrisur für einen Mann. Unterdessen sorgte ebendieser Handschlag in Deutschland wiederum für Empörung, da die Vizepräsidentin Ebtekar in die Geiselnahme von Teheran im Jahr 1979 involviert war. Nach einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kamen die Gerüchte zustande, nachdem der staatliche Fernsehsender IRIB über die Zusammenkunft zwischen Ebtekar und Hendricks in Berlin berichtete, bei der sie sich die Hand gaben. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hätten die Meldung und Aufnahmen von IRIB zu Mutmaßungen und der Empörung darüber geführt, dass Ebtekar einem Mann die Hand geschüttelt habe, so die dpa. Der Handschlag mit einem fremden Mann ist für gläubige Musliminnen im Iran tabu und eine solche Handlung hätte Ebtekar, die auch Leiterin der iranischen Umweltbehörde ist, das Amt gekostet, heißt es in der dpa-Meldung weiter. Tasnim hat laut dpa am vergangenen Freitag klargestellt, dass es sich bei Hendricks um eine Frau handelt, wenn sie auch „wie ein Mann aussieht“. Das IRIB-Studio in Berlin habe ebenfalls darauf hingewiesen, dass im TV-Bericht nicht davon die Rede gewesen sei, dass Ebtekar einem Mann die Hand gegeben habe und man deshalb für die wegen der Aufnahmen hergestellten falschen Zusammenhänge nicht verantwortlich sei. Nach ihrer Wahlniederlage bei den iranischen Parlamentswahlen im Februar seien die Konservativen in Sorge wegen einer möglichen Wiederwahl Ruhanis im Mai des kommenden Jahres, heißt es weiter. Ebtekar ist eine Vertraute Ruhanis. So nutzten sie mit ihnen nahestehenden Medien wie IRIB jede Gelegenheit, um den Präsidenten und seine Regierung zu diskreditieren. Bei der Geiselnahme von Teheran im Jahr 1979 hatte eine Gruppe iranischer Studenten die US-amerikanische Botschaft in Teheran besetzt und 52 US-Staatsbürger als Geiseln gehalten. Die Sprecherin der Geiselnehmer war Massumeh Ebtekar.