Bombenanschlag in Dresden
Zentralrat der Muslime verurteilt Anschlag in Dresden als Terroranschlag

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Vorsitzender Mazyek mahnt: Wehrhaft gegen Rechtsextremismus sein Osnabrück (ots) – Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat die jüngsten Bombenanschläge in Dresden als politisch motivierte Terroranschläge verurteilt. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Vorsitzende Aiman Mazyek: „Wir werten die Bombenanschläge kurz vor den Feierlichkeiten des Tages der Deutschen Einheit und vor dem gleichzeitig stattfindenden Tag der Offenen Moschee als politisch motivierte Terroranschläge.“ Mazyek warnte davor, dass bei dem Moschee-Anschlag auch Menschen hätten sterben können. Der Zentralratsvorsitzende rief die Bürger dazu auf, sich gegen Rechtsextremismus zu stellen. Mazyek sagte: „Terroristen wollen die Gesellschaft spalten und Hass in unsere Bevölkerung bringen.“ Er fügte hinzu: „Machen wir ihnen klar, dass wir gleichsam ob Jude, Christ, Muslim oder mit keiner Religion, keinen Millimeter davor zurückweichen und dass wir uns wehrhaft gegenüber dem ansteigenden Rechtsextremismus und der Islamfeindlichkeit in Deutschland zeigen.“

Kampf gegen den Terror
Türkei: HDP-Büro in Van rekrutiert Kinder für die PKK

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Van (nex) – In der osttürkischen Provinz Van ist es der türkischen Polizei am Dienstag gelungen, drei weibliche Teenager aus den Fängen der terroristischen PKK zu befreien. Die jungen Frauen zwischen 16 und 18 wurden während einer Anti-Terror-Operation gerettet. Die PKK war, so teilte eine Quelle türkischen Medien unter Zusicherung der Anonymität mit, im Begriff, die Mädchen in eine Gebirgsgegend zu bringen, wo diese für die Terroristen rekrutiert werden sollten. Die Operation war von der örtlichen Staatsanwaltschaft angeordnet worden, eine Antiterroreinheit der Polizei machte sich auf die Suche nach den drei Verschleppten. Die Aussagen der Mädchen wurden vor einem örtlichen Gericht aufgenommen, anschließend wurden sie freigelassen und nach Hause gebracht. Eine der jungen Frauen erstattete eine Anzeige gegen eine Person, die versucht haben soll, sie für die Terroristen zu gewinnen. Eine Schlüsselrolle soll dabei das Büro der „Demokratischen Partei der Völker“ (HDP) im Bezirk Ercis (Provinz Van) gespielt haben. Eines der Mädchen erklärte, eine Person namens V.A. habe dort mit ihnen gesprochen und versucht, sie für die PKK zu werben. Sie hätte anschließend auch ihre Freundinnen in das Büro eingeladen. In der Aussage heißt es: „Als meine Freundin und ich darüber sprachen, sagte sie, sie würde ins HDP-Büro gehen. Ich wusste nicht, dass sie in die Partei involviert wäre. Meine Freundin sprach dann dort mit einem Mann. Wir gingen raus und weiter. Sie war in keiner guten Laune. Als ich fragte, was passiert sei, antwortete sie: ‚Sie wird der PKK beitreten‘. Ich wusste nicht, dass sie in die Berge gehen wird. Ich sagte ihr, wir sollten unsere Ausbildung beenden und sie solle nicht gehen. Als wir am Abend texteten, schrieb sie, sie würde gehen. Ich sagte dann, ich würde sie nicht alleine lassen und mit ihr kommen.“ Dann habe das Mädchen die Person kontaktiert, mit der sie im Büro der HDP gesprochen hatte. Eine weitere Person sei auf dem Weg noch zugestiegen. Während der Operation nahm die Polizei zwei Personen fest, die im Verdacht stehen, Kinder für die PKK zu rekrutieren. Die Ermittlungen dauern an.

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Israel
Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres tot

Dortmund (nex) – Der ehemalige israelische Präsident und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres ist tot. Wie sein persönlicher Arzt und Schwiegersohn mitteilte, sei der 93-Jährige am Morgen gestorben. Peres hatte vor zwei Wochen einen Schlaganfall erlitten. Er soll seine letzten Stunden mit seiner Familie verbracht haben. Sein Büro hatte noch am Tag zuvor seinen Zustand als stabil beschrieben. Anfang des Jahres hatte der ehemalige Politiker einen Herzinfarkt erlitten und bekam in diesem Monat einen Herzschrittmacher eingesetzt. Wie das israelische Ministerium bestätigte, soll die Beerdigung am Freitagvormittag um 11 Uhr Ortszeit in Jerusalem stattfinden. Am morgigen Donnerstag soll sein Sarg in der Knesset, dem israelischen Parlament, aufgebahrt werden. Schimon Peres wurde am 2. August 1923 als Sohn eines Getreide- und Holzhändlers im damaligen Osten Polens (heute Weißrussland) geboren. Bis 2006 war er mehrmals Vorsitzender der israelischen Arbeiterpartei Awoda. Er hatte mehrere Ministerämter inne. Von 1984 bis 1986 und von 1995 bis 1996 war er Ministerpräsident sowie von 2007 bis 2014 Staatspräsident. Im Jahr 1994 erhielt er zusammen mit Yitzhak Rabin und Jassir Arafat den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen im Nahen Osten. Seine Anhänger sahen in ihm einen Fürsprecher für Frieden und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern. Seine Gegner werfen ihm vor, den Bau der ersten jüdischen Siedlungen im Westjordanland veranlasst zu haben und der Vater des israelischen, mit französischer Unterstützung eingefädelten und bis heute geheimen Atomprogramms gewesen zu sein.

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Syrienkrieg
SOS-Kinderdorf Damaskus von Granaten getroffen

München / Damaskus (ots) – Das SOS-Kinderdorf in Damaskus wurde von zwei Mörsergranaten getroffen. Vorausgegangen waren schwere Gefechte in der Nähe des Kinderdorfs. Nach den Explosionen wurden alle Kinder und Mitarbeiter sofort evakuiert. Laut der Direktorin der SOS-Kinderdörfer im Mittleren Osten und Nordafrika, Alia Al-Dalli, wurde niemand verletzt: „Wir sind alle zutiefst getroffen und schockiert. Zum Glück war niemand in der Nähe der Einschläge. Es wird jetzt alles in unserer Macht Stehende getan, um für die Sicherheit der Kinder und SOS-Mitarbeiter zu sorgen“, so Al-Dalli. Die 156 SOS-Kinder und 46 SOS-Mitarbeiter des Kinderdorfs wurden in eine sichere Unterkunft gebracht. Die SOS-Direktorin betont, dass SOS trotz der schwierigen Situation die Nothilfe in Syrien fortsetzen wird. „Wir rufen erneut alle Konfliktparteien dazu auf, die Gewalt endgültig zu stoppen. Unser Team und zahlreiche Freiwillige werden weiter alles tun, um Kinder, junge Menschen und Mütter zu unterstützen. Es ist großartig, mit welchem Engagement unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz schwierigster Umstände Hilfe leisten.“ Alleine in und um Aleppo versorgt SOS in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen täglich bis zu 12.000 Kinder und Erwachsene mit einer warmen Mahlzeit. Neben Nahrung und Trinkwasser verteilt SOS auch Babynahrung und bietet medizinische Hilfe. In den Übergangsheimen kümmert sich SOS um hunderte unbegleitete Flüchtlingskinder und Bürgerkriegswaisen. Dort finden die Kinder ein geschütztes und vorübergehendes Zuhause. Schon jetzt arbeitet SOS an verschiedenen Programmen für die Zeit nach dem Bürgerkrieg, um hunderten traumatisierten Kindern eine langfristige Perspektive im Leben zu geben.

Leviathan-Feld
Israel und Jordanien unterzeichnen Mega-Erdgas-Deal über 10 Milliarden US-Dollar

Israel: Nach Milliardendeal mit Jordanien über Erdgas aus dem Leviathan-Feld auch Vertrag mit Türkei beabsichtigt Amman (nex) – Das US-geführte Konsortium, das mit der Entwicklung der Offshore-Gasreserven Israels betraut ist, hat am Montag bekanntgegeben, dass der erste Erdgasdeal aus dem Leviathan-Feld mit dem Nachbarland Jordanien unter Dach und Fach ist. Das Unternehmen Noble Energy, der größte Shareholder innerhalb des Projekts, erklärte, man habe mit der staatlichen jordanischen Energiegesellschaft (NEPCO) einen 15-Jahres-Vertrag über die Lieferung von 300 Millionen Kubikfuß täglich geschlossen. Es gäbe eine Option zur Erweiterung auf 50 Millionen Kubikfuß, was einer Tageslieferung von 350 Millionen entsprechen würde. „Die Bruttoerträge aus dem Vertrag werden auf 10 Milliarden US-Dollar geschätzt“, heißt es in einer Erklärung. Der CEO der Ölexplorer Delek Drilling und Avner, Yossi Abu, sprach von einem „historischen Tag“. Abu machte deutlich, dass auch mit anderen Akteuren ähnliche Verträge angestrebt werden, darunter Ägypten, die Türkei und die Palästinensische Autonomiebehörde. Israels Oberster Gerichtshof hatte das Projekt ursprünglich blockiert, weil die Energiegesellschaften zu vorteilhaft weggekommen seien, nach einer Revision auf der Basis des Urteils gab die Regierung jedoch grünes Licht. Leviathan ist das größte der Offshore-Erdgasfelder vor der israelischen Küste, mit ausreichend Reserven, um das rohstoffarme Land zu einem wichtigen Player im Energiesektor zu machen. Seit 1994 gibt es zwischen Israel und Jordanien einen Friedensvertrag.

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"Die Kälte von Kalandar"
Oscars: Türkischer Film „Kalandar Soğuğu“ als Beitrag für Academy Awards eingereicht

Istanbul (nex) – Der Film „Die Kälte von Kalandar“ (Kalandar Soğuğu) des Regisseurs Mustafa Kara wurde am Dienstag als türkischer Beitrag für die Fremdsprachenwertung im Rahmen der begehrten Academy Awards nominiert. Das Komitee für künstlerische Aktivitäten erklärte in einer Stellungnahme, dass ein 17-köpfiger Ausschuss, dem auch Vertreter des Kulturministeriums und der türkischen Kinovereinigungen angehörten, den Film aus neun Produktionen auswählten, um im nächsten Jahr als türkischer Beitrag zu den 89. Oscar-Verleihungen zu fungieren. Das von Kara und Bilal Sert geschriebene Drama „zeichnet das naive Bild eines berührenden Lebens, des Kampfes und der Beziehung zwischen Natur, Tier und Mensch“, heißt es auf der offiziellen Webseite zu dem Film. Hauptdarsteller des preisgekrönten Films, der seine Premiere 2015 auf dem Filmfestival von Tokio hatte, sind Haydar Sisman, Nuray Yesilaraz und Hanife Kara. Bis zum Gewinn des Oscars ist es für den türkischen Film aber noch ein langer Weg. Jedes Land ist jährlich dazu eingeladen, einen Film an die in den USA beheimatete Akademie für  Filmkunst und Filmwissenschaften zu senden. Das Komitee für die Preisverleihung an Filme in fremden Sprachen wertet die Einsendungen anschließend aus und nominiert fünf Kandidaten, aus denen am Ende einer die Auszeichnung als bester fremdsprachiger Film erhält. Im Vorjahr hatte es der türkische Beitrag, der Film „Sivas“ von Kaan Müjdeci, nicht unter die fünf Nominierten für die Academy Awards geschafft.

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US-Wahlen
SPD-Generalsekretärin: Trump bedient sich gleicher Methoden wie AfD

„Clinton hat ihn vorgeführt“ – Barley warnt vor „Spaltung durch Hetzer und Vereinfacher“

Osnabrück (ots) – SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sieht nach dem TV-Duell der US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump die Demokratin als Gewinnerin.

„Hillary Clinton weiß, wovon sie redet. In vielen Situationen des TV-Duells hat sie Trump regelrecht vorgeführt“, sagte Barley der „Neuen Osnabrücker Zeitung. Trump habe sich wieder einmal „als gnadenloser Populist“ gezeigt.

„Er redet von einfachen Lösungen, wo es keine geben kann“, kritisierte die SPD-Politikerin. Der Republikaner versuche mit der Angst und der Verunsicherung der Menschen Politik zu machen. Das sei “ schäbig und gefährlich“. Nach den Worten Barleys bediene sich Trump der gleichen Methoden wie der Front National in Frankreich oder die AfD in Deutschland.

Rechter Populismus sei in vielen demokratischen Staaten auf dem Vormarsch. „Wir müssen jetzt aufpassen, dass diese Vereinfacher und Hetzer nicht unsere Gesellschaft spalten“, sagte die SPD-Generalsekretärin

Drittgrößte Möbelmesse der Welt
Istanbuler Möbelmesse ISMOB öffnet ab dem 10. Januar 2017 ihre Tore

Bad Salzuflen (PRN) – Für die durch TÜYAP Fairs in Zusammenarbeit mit dem Verband türkischer Möbelhersteller (MOSDER) organisierte Möbelmesse ISMOB zur Förderung der türkischen Möbelindustrie sind zahlreiche internationale Werbeaktivitäten in vollem Gange.

Nachdem die ISMOB 2016 in Istanbul eine Rekordteilnehmerzahl von 132.000 Branchenvertretern aus 107 Ländern erreicht hat, hat sich die Veranstaltung dieses Jahr mit internationalen Branchenvertretern und Messeteilnehmern der Möbelmesse M.O.W. in Bad Salzuflen, Deutschland, zusammengeschlossen. „25 Prozent des Exportziels haben wird dank der ISMOB erreicht“ In Hinblick auf die in der italienischen Modehauptstadt Mailand sowie in Moskau und Dubai durchgeführten Werbeaktivitäten merkt Ilhan Ersozlu, General Manager von TÜYAP, an: „Wir haben bereits mit den Werbeaktivitäten begonnen, um unseren vorherigen Rekord zu schlagen und 1,5 Milliarden Verbraucher auf der ganzen Welt zu erreichen. Die ISMOB ist die drittgrößte Möbelmesse weltweit und die größte derartige Fachmesse im europäischen Raum und wir möchten sie in die zweitgrößte Messe der Welt verwandeln, die es mit der chinesischen und italienischen Vorherrschaft in der Branche aufnehmen kann. Während der ersten acht Monate des Jahres belief sich das Herstellungsvolumen der Branche auf 6,25 Milliarden US-Dollar. Mithilfe der Werbeaktivitäten für die ISMOB 2017 wollen wir unseren Beitrag auf 25 Prozent des Exportziels ausweiten. Die Anzahl ausländischer Teilnehmer ist von 10 Prozent in den Vorjahren mittlerweile auf 30 Prozent angestiegen.“ „Mit der ISMOB werden wir unsere Ziele für 2023 erreichen“ Ismail Dogan, Chairman von MOSDER, kommentierte, dass die Messe 25 % zum Exportziels für die türkische Möbelindustrie in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar beiträgt. Herr Dogan unterstrich den bedeutenden Beitrag der ISMOB für die Branche weiter: „Wir Möbelhersteller haben uns bis 2023 ein Exportziel von 10 Milliarden US-Dollar gesetzt. Allerdings können wir dieses Ziel nur erreichen, indem wir neue Märkte erobern.“ 120.000 m² bieten Fläüche für über 1.000 Marken

– Die ISMOB findet vom 10. bis 15. Januar 2017 zum 13. Mal im TÜYAP Fair and Convention Center statt.

– Auf der Messe präsentieren mehr als 1.000 Marken in 14 Hallen mit einer Fläche von 120.000 m² Produkte für Kunden.

– Im „Trend Field“ werden Aktivitäten stattfinden, die verdeutlichen sollen, welche große Rolle Handwerkskunst in der Branche spielt, wie etwa Marmorierung, Vergoldung und Holzkunst.

FAKT-Recherche
BND gab Wissen um amerikanische Spionagetätigkeit in Deutschland nicht weiter

Leipzig (nex) – Nach Recherchen des ARD-Magazins „FAKT“ (produziert vom MDR) hat ein US-Sicherheitstechnikhersteller geheime Zugänge für US-Geheimdienste in seine Kameraüberwachungssysteme eingebaut. Dies belegt ein als geheim klassifizierter Bericht des Bundesnachrichtendienstes aus dem Jahre 2005. Nach FAKT-Recherchen handelt es sich dabei um die Firma NetBotz. Eine Quelle hatte den BND bereits 2004 auf diesen Vorgang hingewiesen. Eine technische Überprüfung eines der Geräte durch den Bundesnachrichtendienst ergab, dass das System verdeckt eine Verbindung mit einem amerikanischen Militärserver herzustellen versuchte. NetBotz Überwachungssysteme werden vor allem in hochsensiblen Sicherheitsbereichen wie Serverräumen installiert, so etwa am Frankfurter Flughafen, der koreanischen Raumfahrtuniversität oder einem Datenzentrum der thailändischen Regierung. Die Information über die manipulierte Sicherheitstechnik erreichte die zuständige Spionageabwehr im Bundesamt für Verfassungsschutz offensichtlich nicht. Die zuständige Abteilung des BND verzichtete nach dem Bericht aus dem Jahr 2005 darauf, diese Information in die BND-Berichterstattung aufzunehmen. Der Grund war die Befürchtung möglicher politischer Implikationen bei Offenlegung dieser Information. Recherchen von „FAKT“ belegen nun erstmals, dass die zuständige Abteilung Spionageabwehr des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) tatsächlich nicht informiert wurde. Stattdessen erfuhr das BfV erst durch Ermittlungen der Bundesanwaltschaft im Jahre 2015 von dem Vorgang. Martina Renner, Obfrau der Linken im NSA-Untersuchungsausschuss dazu gegenüber „FAKT“: „Der normale Weg wäre, das BfV zu informieren, möglicherweise Strafanzeige zu stellen. Es geht ja hier um geheimdienstliche Agententätigkeit, da hätte man frühzeitig die Strafverfolgungsbehörden einschalten können und dann hätte man prüfen müssen, ob diese Technik in Ministerien oder Behörden oder in kritischen Bereichen der Industrie eingesetzt ist.“ Offensichtlich prüft der Generalbundesanwalt den Vorgang Der BND beobachtete bereits 2005, dass NetBotz massiv an Kunden wie Regierungsstellen, z.B. das Auswärtige Amt und Kunden im Bereich der High-Tech- und Rüstungsindustrie herantrat. Im Bereich der deutschen High-Tech-Industrie wurden Überwachungssysteme verkauft. Dabei bot NetBotz die Überwachungslösungen offenkundig unter Wert an und lehnte eine umsatzstärkere Anfrage einer Einzelhandelskette ab. Seit 2007 ist NetBotz Teil des französischen Großkonzerns Schneider Electric. Aus dem BND-Papier geht hervor, dass der Hersteller der Sicherheitstechnik vor der Übernahme durch Schneider Electric sich gezielt von einer deutschen Firma übernehmen lassen wollte, um die amerikanische Herkunft der Technologie zu verschleiern. So sollte der Zugang zu Kunden aus sicherheitsrelevanten Bereichen erleichtert werden. Ob diese Strategie auch bei dem Verkauf an Schneider Electric verfolgt wurde, dazu hat „FAKT“ die französischen Sicherheitsbehörden und Schneider Electric angefragt. Schneider Electric äußerte sich dahingehend, dass der Konzern weder von deutschen, noch französischen Behörden über diesen Vorgang informiert worden sei. Die französische Cyber-Defense-Behörde ANSSI hat auf Anfrage von „FAKT“ eingeräumt, die Geräte bisher nicht untersucht zu haben. Konstantin von Notz, Obmann der Grünen im NSA-Untersuchungsausschuss: „Wenn der BND die Franzosen nicht gewarnt hat, dann hätte man einen engen Partner in Europa bewusst in Unkenntnis gelassen, das wirft zumindest in Hinblick auf das Vertrauensverhältnis von Frankreich und Deutschland im Hinblick auf geheimdienstliche Kooperation doch einige Fragen auf.“ Alle von „FAKT“ angefragten deutschen Behörden wollten sich zu dem Vorgang inhaltlich nicht äußern. Darunter das Kanzleramt, der BND, das BfV, das Innenministerium und der Generalbundesanwalt.

Ausführlichere Präsentation im Oktober
Medizinische Sensation: Baby mit drei Eltern geboren

Dortmund (nex) – Wissenschaftler teilten mit, dass erstmals ein Baby geboren sei, das das Erbgut von drei Menschen in sich trage. Ziel der Behandlung sei der Schutz des Kindes vor einer Erbkrankheit der Mutter gewesen. Bei der hier eingesetzten DNA-Technik, die 2015 in Großbritannien zugelassen wurde, sollte sichergestellt werden, dass das Baby nicht das Leigh-Syndrom von der Mutter erbte, das eine tödlich verlaufende Krankheit ist und infolgedessen die Eltern bereits zwei Kinder verloren hatten. Die Geburt des Knaben wurde in einem Forschungsbericht in der Fachzeitschrift Fertility&Sterility vorgestellt. Wissenschaftler planen eine ausführlichere Präsentation während eines Gipfels im Oktober. Dem Magazin New Scientist war zu entnehmen, dass das Baby vor fünf Monaten zur Welt gekommen sei und die Eltern aus Jordanien stammten. Bei der in diesem Fall angewandten Technik wird aus einer Eizelle der Mutter die DNA entnommen, wobei die krankheitserregende DNA zurückgelassen wird. Die gesunde DNA wird in die Eizelle der Spenderin gespritzt, die dann befruchtet wird. So erbt das Baby dann die DNA sowohl der Eltern als auch der Spenderin.