Grenzschmuggel
258 Smartphones dabei: Türkische Polizei nimmt Schmuggler fest

Ankara (nex) – Die Polizei hat am gestrigen Samstag in der südosttürkischen Provinz Bitlis zwei Schmuggler, die 258 Smartphones an ihrem Körper befestigt hatten, festgenommen. Die beiden wurden in einem Bus gefasst, als die Polizei eine Sicherheitskontrolle zur Vorbeugung von Schmuggel, bei dem Ware nach Bitlis geliefert und von dort aus in die westlichen Provinzen des Landes gebracht wird.
(Foto: AA)
PKK-Mitglieder treiben an der irakischen Grenze aktiven Schmuggel zur Finanzierung ihrer Terrororganisation. Trotz Maßnahmen zu seiner Eindämmung und Versuchen der Legalisierung bestimmter Handelsformen stellt der Schmuggel auch für Menschen, die in den Grenzgebieten leben, nach wie vor eine wichtige Einkommensquelle dar. Die Polizei teilte in einer Erklärung mit, dass die Schmuggler unter Auflagen bis zur Gerichtsverhandlung wieder freigelassen worden seien, gab aber nicht bekannt, ob sie die Ware zur Finanzierung der PKK schmuggeln wollten.

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Annexion von Bergkarabach
Aserbaidschan: Menschen gedenken an Massaker durch Sowjettruppen

Baku (nex) – Aserbaidschan hat am vergangenen Freitag der Opfer des in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 1990 von Truppen der UdSSR in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku gewaltsam niedergeschlagenen Protests gegen die Annexion von Bergkarabach durch Armenien am 9. Januar 1990 gedacht. 130 aserbaidschanische Zivilisten wurden bei dem in Aserbaidschan als Qara Yanvar (Schwarzer Januar) bezeichneten Ereignis getötet. Am vergangenen Freitag um Mitternacht Ortszeit wurde im ganzen Land eine Schweigeminute eingelegt. Autofahrer und Fußgänger blieben stillstehen, während überall Sirenen heulten. Die Flaggen an Regierungsgebäuden, Kasernen sowie ausländischer Vertretungen wurden am nationalen Trauertag zum Gedenken an die Opfer auf Halbmast gesetzt.

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Verfassungsreform
Türkei: Erdogan fordert Bevölkerung zur Unterstützung der Verfassungsreform auf

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Istanbul (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am heutigen Samstag seine Anhänger in Istanbul aufgefordert, die Verfassungsänderung im anstehenden Referendum zu unterstützen. Erdogan, der bei der Eröffnungszeremonie einer neuen Metrolinie im Istanbuler Landkreis Pendik sprach, sagte: „Ich glaube, dass ihr die Zukunft in eure Hände nehmen werdet, indem ihr Tag und Nacht für diese Kampagne zum Referendum arbeitet.“ Das türkische Parlament hat am heutigen Samstag der Verfassungsreform zugestimmt. Ein Referendum darüber soll nach der in den kommenden Tagen erwarteten Zustimmung des Präsidenten Anfang April stattfinden. „Ich hoffe nun, dass das Volk eine echte Entscheidung treffen wird“, so Erdogan weiter. Die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen erfordern eine einfache Mehrheit beim Referendum. Das Volk soll darüber entscheiden, ob das parlamentarische Regierungssystem durch das Präsidialsystem ersetzt wird. Erdogan und seine Anhänger sprechen sich für die Verfassungsreform aus, da die Türkei ein starkes Präsidialsystem zur Verhinderung einer schwachen Regierungsführung sowie erfolgreichen Bewältigung einer Reihe von Herausforderungen wie die Terroranschläge des IS (Daesh), der PKK und des Gülen-Netzwerks (FETO) brauche. Die Gegner behaupten, dass das Präsidialsystem die demokratischen Kontrollmöglichkeiten schwächen und das Land zum Autoritarismus führen werde.

Transfer
Werder Bremen: Janek Sternberg wechselt nach Ungarn

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Bremen (nex) – Abwehrspieler Janek Sternberg verlässt den SV Werder und wechselt mit sofortiger Wirkung zum ungarischen Erstligisten Ferencváros Budapest. Der 24-Jährige wird beim Hauptstadtklub Ungarns auf den deutschen Trainer Thomas Doll sowie auf Ex-Werderaner Oliver Hüsing treffen, der bereits im Sommer von der Weser an die Donau gewechselt war. „Wir sind froh, nun auch bei Janek eine Lösung gefunden zu haben, die für alle Parteien passt. Er hat sich hier stets professionell verhalten, wir wünschen ihm für die Zukunft viel Erfolg“, so Frank Baumann, Geschäftsführer Sport. Sternberg wechselte im Sommer 2013 vom Hamburger SV in die U 23 der Grün-Weißen. Durch gute Leistungen in der 3. Liga schaffte der in Bad Segeberg geborene Linksverteidiger in der Saison 2014/15 den Sprung in den Bundesliga-Kader. In dieser Spielzeit brachte es Sternberg dann nur noch auf zwei Einsätze im deutschen Oberhaus.

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Syrienkrieg
Türkei: Über 700 Hilfs-Lkw nach Syrien in zwei Monaten

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Kilis (nex) – Die Türkei hat in den vergangenen zwei Monaten im Rahmen einer Hilfskampagne über 700 Lkw nach Syrien geschickt. Dies teilte die Diyanet-Stiftung Türkei (TDV) am gestrigen Freitag mit. So seien seit November 2016 im Rahmen der vom türkischen Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet Isleri Baskanligi) und der Diyanet-Stiftung ins Leben gerufenen Kampagne „Lass die Menschlichkeit in Aleppo nicht sterben“ 707 Hilfs-Lkw in die an Syrien in die an der syrischen Grenze liegenden Städte Hatay, Gaziantep und Kilis im Südosten der Türkei geschickt worden, gab der stellvertretende Vorsitzende TDV-Kuratoriums, Mazhar Bilgin, gegenüber Reportern in Kilis bekannt. „Wir haben fast 38 Millionen US-Dollar als Geld- und Sachspenden erhalten“, so Bilgin weiter. Zusätzlich zu dieser Hilfe seien täglich 100.000 Laibe Brot für Syrien gebacken worden. „60.000 Laibe Brot wurden in Kiliser Bäckereien, 40.000 in verschiedenen angemieteten Bäckereien in Syrien gebacken“, erläuterte Bilgin und fügte hinzu: „Wir bieten täglich 15.000 Menschen frisch zubereitetes Essen an. Jedes Essenspaket besteht aus zwei verschiedenen Gerichten. Und es gibt auch Frühstück.“

Wirtschaft
Türkei: Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung investiert 2 Milliarden Euro

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Ankara (nex) – Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) hat, wie sie am vergangenen Donnerstag in einer Erklärung mitteilte, im vergangenen Jahr 1,9 Milliarden Euro in der Türkei bei gleichbleibendem Finanzierungsniveau investiert. Die EBWE hat laut ihrer Erklärung in den letzten acht Jahren über 8,57 Milliarden US-Dollar in 207 türkische Projekte angelegt. Dabei machten im vergangenen Jahr die türkischen Projekte 20 Prozent der gesamten EBWE-Investitionen in Höhe von 9,4 Milliarden US-Dollar aus. 2015 hatte die Bank 43 Projekte finanziert, 13 davon in Türkischer Lira. Die öffentlich-privaten Partnerschaftsprojekte wie der Bau von Krankenhäusern und die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen wie dem Aufzugskomponentenhersteller Arkel, der Feuchttücherfabrik Sapro sowie dem Automobilzulieferer TKG bildeten den Schwerpunkt der Investitionen. Die Bank hat der südosttürkischen Stadt Gaziantep einen Kredit und eine Beihilfe in Höhe von jeweils fünf Millionen Euro für den Erwerb von 50 Bussen angeboten. Gaziantep ist eine der Städte in der Türkei, die die meisten syrischen Flüchtlinge aufgenommen haben.

Mikrotechnologie
USA: NASA bestellt türkisches Super-Mikroskop

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Ankara (nex) – Das türkische Nanotechnologie-Unternehmen Nanomanyetik hat mit dem Verkauf eines starken Mikroskops an die US-amerikanische Nationale Aeronautik- und Raumfahrtbehörde (NASA) angefangen. Dies teilte der Generaldirektor des Unternehmens, Prof. Dr. Ahmet Oral, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu am vergangenen Donnerstag mit. Oral, der auch an der renommierten Technischen Universität des Nahen Ostens (ODTÜ) in Ankara Physik unterrichtet, erklärte, Nanomanyetik habe ein Mikroskop mit der Fähigkeit entwickelt, Oberflächen im Nanometerbereich, auf atomarer Ebene und weitere extrem kleine Partikel abzubilden. Für die ausländischen Kunden von Nanomanyetik ist das Mikroskop wegen seines Preis-Leistungs-Verhältnisses interessant: Verglichen mit seinen Konkurrenten weist es eine höhere Qualität bei einem niedrigen Preis auf. Elektroriese Samsung zählt ebenfalls zu den Kunden Oral erklärt, wofür Samsung das Produkt verwendet: „Es gibt in den Smartphone-Displays Pixel. Diese werden von Jahr zu Jahr kleiner. Momentan beträgt die kleinste Pixelgröße 15×10 Mikrometer. Zum Vergleich: Das menschliche Haar ist zehn bis hundert Mikrometer dick. Das Mikroskop wird bei der Optimierung der Funktionsfähigkeit der Pixel eingesetzt.“ Die Mikroskope von Nanomanyetik stellten, so Oral weiter, Bilder von guter Qualität mit hoher Auflösung und könnten sogar die Atome eines Objekts wie auch DNA-Faser sichtbar machen.

EU-Türkei-Beziehungen
Türkischer Minister: „Die EU ist der Türkei zehnmal wichtiger als die USA“

Davos (nex) – Die Europäische Union spielt als Handelspartner eine zehnmal bedeutendere Rolle für die Türkei als die USA. Dies erklärte der stellvertretende türkische Ministerpräsident Mehmet Simsek am vergangenen Donnerstag in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz. „Was die Türkei betrifft, ist die EU als Handelspartner zehnmal wichtiger als die USA“, betonte Simsek und wies darauf hin, dass die EU etwa 50, die USA lediglich rund fünf Prozent des Handels der Türkei ausmachten. „Deshalb ist die EU für uns wichtiger“, stellte er fest. Zu den Gerüchten über die Einführung des Protektionismus unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump sagte Simsek: „Protektionismus ist schlecht für die globale Wirtschaft. Er ist schlecht für die Wachstumsmärkte.“ Die Türkei sei darüber erfreut, dass die EU-Kommission grünes Licht für die Erweiterung der Zollunion gegeben habe. Diese umfasst die Ausweitung auf landwirtschaftliche Produkte und öffentliche Auftragsvergabe. „Dies könnte im Laufe eines Jahrzehnts das Handelsvolumen zwischen der Türkei und der EU mit Leichtigkeit von 150 Milliarden US-Dollar auf 300 Milliarden verdoppeln“, stellte der stellvertretende Vizepremier fest und fügte hinzu: „Das ist gut für die EU und die Türkei. Deshalb sind wir auch nicht beunruhigt über die verlautbarten protektionistischen Tendenzen.“  

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Terrorismus
Reina-Attentäter bereut Tat nicht: „Ich würde es wieder tun“

Istanbul (nex) – Der IS-Terrorist, der in der Neujahrsnacht den Anschlag auf den Istanbuler Edel-Nachtclub Reina verübt hat, hat gegenüber der Polizei erklärt, dass er seine Tat nicht bereue. „Ich würde es wieder tun“, habe der IS-Terrorist Abdulgadir Masharipow während seiner Vernehmung gesagt und hinzugefügt, dass er den Befehl zur Durchführung des Anschlags, bei dem 39 Menschen getötet und 65 weitere verletzt worden waren, über die App Telgram aus Raqqa erhalten habe. Masharipow wurde am vergangenen Dienstag im Istanbuler Landkreis Esenyurt gefasst. „Als ich in Silivri war, kamen Leute zu mir und sagten: ‚Du wirst überall gesucht. Das Kind wird für dich ein Hindernis darstellen, wir nehmen es mit‘, sagten sie. ‚Wir werden es dir zurückgeben, wenn du Istanbul verlässt‘“, soll Masharipow türkischen Medienberichten zufolge bei seiner Vernehmung gesagt haben. Wie die Behörden mitteilten, habe Masharipow um aktuelle Angaben über seinen Sohn gebeten. Sollte man sein Kind finden, wäre er bereit, der Polizei mehr Informationen über die IS-Verbindungen zu geben. Die Polizei teilte des Weiteren mit, dass das im Zuge der Anti-IS (Daesh)-Razzien konfiszierte Bargeld in Höhe von 197.000 Dollar nicht nur an Masharipows Wohnort entdeckt worden sei. Vielmehr sei es die Gesamtsumme des bei allen Razzien zusammen beschlagnahmten Geldes, so die Polizei weiter.

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Biologie
Neopalpa donaldtrumpi: Neue Mottenart wird nach US-Präsident benannt

Dortmund (nex) – Eine kleine Motte mit gelblich-weißen Schuppen auf dem Kopf wurde nach dem Immobilienmagnaten und frisch vereidigten US-Präsidenten Donald Trump benannt. Die neue Spezies, die den Namen Neopalpa donaldtrumpi erhielt, lebt in Südkalifornien und im mexikanischen Baja California. Der Evolutionsbiologe Vazrick Nazari entdeckte die neue Art durch einen Vergleich und gab den Namen der neuentdeckten sogenannten Palpenmotte im Fachjournal ZooKeys bekannt. Das Insekt, das zunächst für die Mottenart Neopalpa neonata gehalten wurde, könne von Letzterer laut ZooKeys durch die gelblich-weißen Schuppen auf dem Kopf der erwachsenen Männchen unterschieden werden. Weitere Besonderheit der Motte: die männlichen Genitalien. Diese seien im Vergleich zu anderer Arten viel kleiner und gekrümmt. Für den Namen habe er sich wegen der Ähnlichkeit des Kopfes der Motte mit Trumps Frisur entschieden, schrieb Nazari in dem am Dienstag veröffentlichten Artikel. „Der Grund für diese Namenswahl liegt darin, die öffentliche Aufmerksamkeit stärker auf die Notwendigkeit, fragile Lebensräume in den USA zu schützen, zu lenken“, erklärte Nazari und wies darauf hin, dass es in den USA noch viele unentdeckte Arten gebe.