Militäroperation Schutzschild Euphrat
Syrien: Fünf türkische Soldaten sterben bei IS-Autobombenanschlag in al-Bab

Gazianetep (nex) – Bei einem Autobombenanschlag der Terrororganisation IS (Daesh) in der Nähe der von dieser gehaltenen nordsyrischen Stadt al-Bab wurden am heutigen Freitag während der Militäroperation Schutzschild Euphrat fünf türkische Soldaten getötet und neun weitere verletzt. Dies wurde aus türkischen Militärkreisen bekannt. Der Generalstab teilte mit, dass der Anschlag sich im nordöstlich von al-Bab gelegenen Dorf Suflaniyah ereignet habe. Die verletzten Soldaten seien sofort in Krankenhäuser in den südosttürkischen Städten Gaziantep und Kilis verbracht worden. Heute Morgen hatte das türkische Militär bekannt gegeben, dass in den vergangenen 24 Stunden im Zuge der Operation 23 IS (Daesh)-Terroristen in Nordsyrien außer Gefecht gesetzt worden seien. Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat vor 150 Tagen, am 24. August, mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kommen.

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Internationale Union Muslimischer Gelehrter
Muslimischer Gelehrter warnt Trump vor Hetze gegen Muslime

Doha (nex) – Der Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (IUMS), Ali Al-Qaradaghi, hat den US-amerikanischen Präsidenten vor den Konsequenzen antimuslimischer und rassistischer Äußerungen gewarnt. Diese drohten, die amerikanische Gesellschaft zu polarisieren. Wenn Trump antimuslimische Maßnahmen ergreife, würden diese nach hinten losgehen, warnte al-Qaradaghi und erinnerte an das Schicksal von Adolf Hitler. Der IUMS-Chef, der nur wenige Stunden vor Trumps Amtseinführung via Twitter kommentierte, wies darauf hin, dass Trump nicht nur gegen Muslime gehetzt, sondern auch bei heiklen Themen, die die US-amerikanische Gesellschaft betreffen, die Stimmung noch weiter angeheizt habe. Er habe, so al-Qaradaghi weiter, Misstrauen zwischen den traditionellen Verbündeten Washingtons gesät. „Rassistische Propaganda gegen so genannten ‚islamistischen Terror‘ mag ihm zur Macht verholfen haben, später wird sie jedoch lediglich dazu dienen, die Amerikaner zu polarisieren“, unterstrich er und fügte hinzu: „Mit den Gefühlen der Öffentlichkeit zu spielen und rassistische Vorurteile wiederzubeleben werden Zerstörung zur Folge haben.“ Trump ist am heutigen Freitagnachmittag als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt worden. Trump erklärte, das Motto der USA müsse in Zukunft heißen: „America first, America first“. „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikalislamischen Terror vereinen und diesen vom Antlitz der Erde vollständig tilgen“, versprach er.

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Tansania
Sansibar: „Dr Izmir“ erwartet Erdogan

Sansibar-Stadt (nex) – Der bevorstehende Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Sansibar erinnert viele Menschen im tansanischen Archipel an ihre positive Beziehung zur Türkei. Viele Tansanier sehnen sich nach der Türkei – dem Land, in dem sie studiert haben. Nizar Abou Machano erzählt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu, dass er vor 12 Jahren an der Fakultät für Pharmazie der Ege-Universität in der westtürkischen Küstenstadt Izmir seinen Abschluss gemacht habe. Der 38-Jährige erhofft sich vom Besuch Erdogans am kommenden Sonntag eine größere Zusammenarbeit zwischen der Türkei und dem ostafrikanischen Staat. Nach seiner Rückkehr in seine Heimat eröffnete Machano eine Apotheke und nannte sie Izmir. Heute betreibt er eine ganze Ladenkette. Sogar sein Autokennzeichen lautet „Dr Izmir“. Ayse Makame hat 2006 ihr Studium an der Osmangazi Universität in Eskisehir absolviert. Sie schildert im Interview mit Anadolu die herzlichen Gespräche, die sie mit ihren Freunden in Eskisehir zu führen pflegte. Den Geschmack von Kumpir (Backkartoffeln) habe sie nie vergessen. Sie habe versucht, selber welche zuzubereiten, aber leider ohne Erfolg. Sie schmeckten bei weitem nicht so köstlich wie die in Eskisehir, so Makame. „Ich habe meinen Freunden in der Türkei am 15. Juli geschrieben und die ganze Zeit für die Türkei gebetet“, erzählt sie. Am 15. Juli vergangenen Jahres hat der vereitelte Putschversuch in der Türkei stattgefunden, bei dem 248 Menschen getötet und über 2.200 verletzt worden sind. Sansibar ist ein halbautonomer Teilstaat von Tansania. Es war im 19. Jahrhundert die Hauptstadt des Sultanats Oman. Sansibar hat etwa eine Million Einwohner. Die kleine Insel im Indischen Ozean wird jedes Jahr von Tausenden Touristen besucht.

Studie
Mehr psychische Erkrankungen durch hohe Arbeitsbelastung

Düsseldorf (ots) – Leistungsdruck und Arbeitsverdichtung haben für eine Zunahme psychischer Erkrankungen in deutschen Betrieben gesorgt. Das geht aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor, die der „Rheinischen Post“ vorab vorliegt. Für die Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Infas im Frühjahr 2015 insgesamt 2009 Betriebsräte aller wichtigen Branchen befragt. Rund 60 Prozent der Arbeitnehmervertreter gaben dabei an, dass die Beschäftigten ihres Unternehmens massiv unter Zeitdruck und hoher Arbeitsintensität litten. Von hohem Verantwortungsdruck berichten 44 Prozent. In 77 Prozent der Betriebe haben Termindruck und hohe Arbeitsintensität nach Angabe der Befragten in der jüngeren Vergangenheit zu mehr gesundheitlichen Beschwerden bei Beschäftigten geführt, in jedem zweiten ist die Zahl der Überstunden gestiegen. In 72 Prozent der Firmen ist der Stress schon auf Betriebsversammlungen zur Sprache gekommen oder Gegenstand von Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretung und Geschäftsführung. Als einen Hauptgrund für die gestiegene Belastung sieht das WSI eine zu geringe Personalstärke: 74 Prozent der Betriebsräte gaben demnach an, sie würden derzeit mit der Unternehmensführung über die zu geringe Personalausstattung sprechen.

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Business
Türkei: Izmir zieht immer mehr Investoren aus Japan an

Izmir (nex) – Nach Angaben der staatlichen Entwicklungsagentur Izmir (IZKA) hatten in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres 2.237 ausländische Unternehmen in Izmir einen Standort. Dieser deutliche Anstieg sei dem natürlichen Hafen und hohen Lebensstandard der westtürkischen Millionenmetropole zu verdanken. Immer beliebter wird Izmir auch unter japanischen Großunternehmen. „Japanische Unternehmen können bequem Izmir als eine Drehscheibe für den Transport ihrer Produkte in den Nahen Osten und nach Nordafrika nutzen“, erklärte Pigeon Corp-Chef Norimasa Kitawaza. Er wies darauf hin, dass auch Izmirs hochqualifizierte Arbeitskräfte der Anlass war, hier zu investieren. So befinden sich der Lebensmittelkonzernriese Nippon Ham, Automobilzulieferer Denso Corp, Yanmar Corp sowie Ajinomoto, der vor Kurzem ein Lebensmittelunternehmen von Yildiz Holding gekauft hat, in Izmir. Auch der japanische Chemiekonzern Sun hat im Landkreis Aliaga 30 Millionen Dollar in eine Fabrik für Verpackungsdruckfarbe investiert. Inci Holding, eine der größten Konglomerate der Ägäisregion, hat mit dem japanischen GS Yuasa Corp einen Vertrag zur Stärkung der Zusammenarbeit in Forschung, Entwicklung und Koproduktion von Autobatterien unterzeichnet.

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Hacker-Attacken
Russlandbeauftragter: „Cyber-Angriffe auch in Deutschland nicht ausgeschlossen“

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Russlandbeauftragter Erler warnt Moskau vor Folgen von Hacker-Attacken Osnabrück (nex) – Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), hat dazu geraten, sich zur Abwehr russischer Hacker-Attacken nicht nur auf technische Maßnahmen zu beschränken, sondern auch politisch in Moskau aktiv zu werden. Erler sagte in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, auch der neue US-Präsident Donald Trump räume inzwischen ein, dass an den Geheimdienstberichten über Hacker-Aktivitäten im US-Wahlkampf etwas dran sei. Solche Angriffe seien besorgniserregend und auch für die Bundesrepublik nicht auszuschließen. Deutschland verstärke deshalb jetzt zu Recht die Anstrengungen, solche Attacken abzuwehren. „Wir alle wissen aber, dass das hundertprozentig nicht möglich ist, so dass man auch politische Kontakte nutzen muss, um den Russen klarzumachen, welche Folgen Hacker-Attacken haben könnten. In den USA war das zum Beispiel die Ausweisung von Diplomaten.“

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Abgasskandal
EU-Abgasausschuss: Diesel-Problematik war Mitgliedstaaten bereits seit 2004 bekannt

Der Berichtsentwurf kritisiert zudem die „mangelnde fachliche Kompetenz in den Kommissionsdienststellen“. Arbeitsgruppen zu neuen Kontrollverfahren seien zu mehr als der Hälfte mit Teilnehmern aus der Autobranche besetzt gewesen. „Der Abgasskandal war ein Weckruf für uns. Viele Mitgliedstaaten haben geschlafen“, sagte Jens Gieseke (CDU), Berichterstatter im Abgasuntersuchungsausschuss des EU-Parlamentes, der Zeitung. Als die Verstöße öffentlich wurden, seien die ertappten Hersteller nicht bestraft worden. „Die gesetzlichen Regelungen sind da. Abschalteinrichtungen sind verboten“, erklärte Gieseke. Allerdings habe die EU-Kommission kein Instrument zur Kontrolle entwickelt und weder Kommission noch Mitgliedstaaten hätten Verstöße sanktioniert. In einem Empfehlungsentwurf des Ausschusses wird gefordert, Fahrzeug-Tests nach Vorbild der USA zu verschärfen. Der Ausschuss verweist dazu auf „die US-amerikanische Praxis zufälliger Prüfungen von Fahrzeugen, die unmittelbar aus der Produktion kommen oder sich im Fahrbetrieb befinden“. Der Forscherverbunds ICCT, der den Abgas-Skandal bei VW aufgedeckt hat, kritisiert, dass manche Autobauer auch bei Abgasmessungen im Verkehr weiter vorbereitete Prototypen einsetzen wollten. Das Papier soll im April dem Europäischen Parlament vorgelegt werden.

Tourismus
Die Russen kommen: Türkei 2017 wieder auf Platz 1 der Reiseziele

Moskau (nex) – Die Hälfte der russischen Urlauber hat die Türkei als bevorzugtes Urlaubsziel im Jahr 2017 gewählt. Dies geht laut der Nachrichtenagentur Anadolu aus einem von der Assoziation der Reiseveranstalter Russlands (ATOR) veröffentlichten Bericht hervor, der sich auf Schätzungen der Reiseunternehmen beziehe Frühe Reservierungen für Türkeireisen habe es bereits im September gegeben. „Die russischen Touristen haben die Türkei vermisst“, heißt es vonseiten der ATOR. „Die Menschen wollen von den Frühbucherrabatten profitieren. “ Dir Türkei sei infolge der positiven Entwicklung des Rubels sowie der starken Senkung der Hotelpreise zum Reiseziel Nummer eins der russischen Touristen avanciert, heißt es weiter in dem Bericht. Die Nachfrage nach Reisen in die Türkei habe sich im Vergleich zum Jahr 2015 verdoppelt, was bedeutet, dass die Hälfte aller russischen Touristen die Türkei als Urlaubsziel gewählt haben. Die andere Hälfte habe sich für Griechenland, Bulgarien, Spanien und Russland als Urlaubsort entschieden. Die Zahl der russischen Türkeibesucher sei von den letzten Monaten des vergangenen Jahres an von fast Null auf 800.000 gestiegen. Dies stimmt die Tourismusbranche des Landes für 2017 sehr positiv ein.

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Berlin
Bund erzielt 2016 Gewinn von 1,2 Milliarden Euro durch Negativzinsen

Düsseldorf (nex) – Für den Bund erweist sich die Aufnahme neuer Schulden im vergangenen Jahr als Milliardengeschäft. Deutsche Staatsanleihen waren bei Anlegern so gefragt, dass der Bund aufgrund der fälligen Negativzinsen knapp 1,2 Milliarden Euro verdienen konnte. Das geht aus Berechnungen des Bundesfinanzministeriums hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegen. „Im Jahr 2016 ergab sich für das Schuldenwesen des Bundes und seine Sondervermögen eine Entlastung aus negativen Zinsen in Höhe von knapp 1,2 Milliarden Euro“, sagte ein Ministeriumssprecher der Redaktion. Demnach errechnete sich das Plus vor allem, weil Banken bei Anleihe-Auktionen des Bundes bereit waren, erhöhte Aufschläge (Agio) zu bezahlen. Den Mehreinnahmen bei den Emissionen neuer Anleihen im Jahr 2016 seien die in den folgenden Jahren entstehenden Zinsausgaben gegenüber zu stellen, die der Bund den Anleihekäufern bezahlen müsse, sagte der Ministeriumssprecher. „In der Summe aller Jahre bis einschließlich 2046, in denen die im Jahr 2016 abgeschlossenen Transaktionen mit negativer Rendite Zahlungen nach sich ziehen, ergibt sich eine saldierte Entlastung von rund 66 Millionen Euro“, sagte der Sprecher. Würde man diese Einnahmen über alle Jahre gleichmäßig verteilen, betrüge die Zinsentlastung aus den negativen Marktrenditen rund 2,2 Millionen Euro pro Jahr.

"Manipulationsresistente Ausgestaltung"
Koalition schafft Gesetz gegen manipulierte Arzt-Diagnosen

Düsseldorf (ots) – Die große Koalition will gesetzlich gegen die Manipulation von Krankheitsdiagnosen durch Ärzte und Krankenkassen vorgehen. Dies geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der der „Rheinischen Post“ vorliegt. Damit reagiert die Koalition auf den Missstand, dass Kassen und Ärzte zum beiderseitigen finanziellen Vorteil die Patienten auf dem Papier kränker machen, als sie es in Wirklichkeit sind. Wie aus dem Gesetzentwurf hervorgeht soll die Abrechnung zwischen Ärzten und Kassen eine „manipulationsresistente Ausgestaltung“ erfahren. Dafür soll die „zusätzliche Vergütung von Diagnosen, nachträgliche Diagnoseübermittlung“ und die „Kodierberatung“ der Ärzte durch Krankenkassen verboten werden. Damit die Aufsichtsbehörden das Vorgehen der Kassen auch tatsächlich überprüfen können, werden die Kassen zur Zusammenarbeit verpflichtet. Kassen, die dem nicht nachkommen, sollen ein Zwangsgeld von bis zu zehn Millionen Euro zahlen müssen. Die Neuregelung soll an das geplante Heil- und Hilfsmittelgesetz angehängt und am 25. Januar in den Bundestag eingebracht werden.