New York – Der US-amerikanische TV-Moderator und Polit-Kommentator Cenk Uygur (The Young Turks) hat Israel scharf kritisiert und die Türkei als deutlich besseren Verbündeten für die USA bezeichnet.
In einer viralen Diskussion auf X warf Uygur pro-israelischen Gruppen vor, Kritiker sofort als Antisemiten zu diffamieren, wenn diese weitere Milliardenhilfen ablehnen oder den Krieg in Gaza als Genozid bezeichnen.
Uygur verglich die Situation mit einem hypothetischen Szenario: Würde jemand behaupten, dass man nur dann kein „anti-türkischer Rassist“ sei, wenn man der Türkei 100 Milliarden Dollar zusätzlich zu früheren 300 Milliarden zahle, würde man ausgelacht werden.
„Aber wenn die pro-israelische Kult sagt, wir schulden Israel nochmal 100 Milliarden, dann ist es antisemitisch, wenn man widerspricht“, schrieb er.
Er betonte, dass kein anderes Land so vorgehe: Ständig enorme Summen fordern, Kriege im eigenen Interesse verlangen und Kritiker als Bigotte beschimpfen. „Stell dir vor, Norwegen, Mongolei, Peru oder Polen würden das versuchen“, so Uygur.
Auf die Frage eines Followers, wie man das Geld stattdessen der Türkei geben könne – „die Türken sind tolle und wertvolle NATO-Verbündete. Sie haben gemeinsam mit uns im Koreakrieg gegen die Kommunisten gekämpft“–, antwortete Uygur, die Türkei habe Kennedy aus der Kubakrise geholfen, besitze die zweitgrößte Armee in der NATO, sei ein Bollwerk gegen Iran und Russland – und nenne einen nicht rassistisch, wenn man nicht alles Geld abgebe. „A million times better ally for America than Israel.“
Hohe US-Hilfen für Israel seit Kriegsbeginn
Seit dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 haben die USA Israel nach einem Bericht des Quincy Institute for Responsible Statecraft und des Costs of War Project an der Brown University mindestens 21,7 Milliarden Dollar an militärischer Hilfe geleistet.
Zusammen mit Ausgaben für damit verbundene Operationen (z. B. in Jemen und Iran) belaufen sich die Gesamtkosten auf über 33 Milliarden Dollar. Experten sehen darin eine direkte Unterstützung für Israels Militäroperationen in Gaza, die von Menschenrechtsorganisationen und UN-Vertretern als Genozid bezeichnet werden.
Uygurs Äußerungen stoßen auf geteilte Reaktionen: Während viele seine Kritik an der US-Israel-Politik teilen, werfen andere ihm Antisemitismus vor. Der Moderator, bekannt für seine progressiven Positionen, bleibt bei seiner Haltung: Die Türkei sei strategisch und moralisch der überlegene Partner.
And Turkey helped Kennedy get out of the Cuban Missile Crisis. It’s the second largest army in NATO. It’s a bulwark against Iran and Russia. And they don’t call you racist if you don’t give them all your money. A million times better ally for America than Israel.
Jerusalem – Die Türkei hat in den letzten Wochen versucht, Radaranlagen auf syrischem Boden zu installieren, wie zwei westliche Geheimdienstquellen am Donnerstag gegenüber der Zeitung The Jerusalem Postberichteten. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer eskalierenden Konfrontation zwischen Israel und der Türkei wegen der Präsenz Ankaras in Syrien.
Die Installation von Radaranlagen auf syrischem Territorium würde die Handlungsfreiheit der israelischen Luftwaffe im syrischen Luftraum erheblich einschränken, wie dies bei den jüngsten Luftangriffen der Fall war, da türkische Radaranlagen die Aktivitäten israelischer Flugzeuge über dem Land erkennen könnten.
Ausländischen Berichten zufolge würde der Einsatz türkischer Radarsysteme in Syrien es der Türkei ermöglichen, die Bewegungen israelischer Flugzeuge im syrischen Luftraum zu verfolgen, selbst wenn diese auf dem Weg zu Einsätzen im Irak und im Iran sind. Diese Fähigkeit könnte die operative Freiheit der israelischen Luftwaffe erheblich einschränken.
Eine israelische Sicherheitsquelle erklärte gegenüber i24NEWS, dass die Möglichkeit der Errichtung einer Militärbasis durch die Türkei in Syrien eine „potenzielle Bedrohung” darstelle. Die Quelle fügte hinzu: „Die Errichtung einer türkischen Luftwaffenbasis würde die Handlungsfreiheit Israels in Syrien beeinträchtigen.”
Türkisches Personal werde weiterhin für den Betrieb der Systeme verantwortlich sein, wodurch es Zugang zu den gesammelten Informationen und Kontrolle darüber habe, fügte er hinzu.
Nach dem Zusammenbruch der Regierung des ehemaligen syrischen Präsidenten Bashar al-Assad im Dezember 2024 hat Israel seine Besetzung der syrischen Golanhöhen ausgeweitet, Luftangriffe im ganzen Land gestartet und dort Bodenoffensiven durchgeführt.
Zu den Zielen der israelischen Angriffe gehörten syrische Militäreinrichtungen, darunter der Luftwaffenstützpunkt Tiyas, auch bekannt als T-4, in der Provinz Homs.
Israel führte die Luftangriffe Berichten zufolge aus Sorge durch, dass die Türkei permanente Stützpunkte in den syrischen Militäranlagen errichten könnte.
Damals sagte ein israelischer Sicherheitsbeamter, die Möglichkeit, dass die Türkei einen Militärstützpunkt in Syrien errichtet, stelle eine „potenzielle Bedrohung” für das Besatzungsregime dar.
„Die Einrichtung eines türkischen Luftwaffenstützpunkts würde eine Verletzung der Handlungsfreiheit Israels in Syrien bedeuten”, fügte er hinzu.
Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei verschlechterten sich während des Völkermordkrieges Israels gegen den Gazastreifen, als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Israels Kriegsverbrechen gegen die Palästinenser in dem belagerten Gebiet scharf kritisierte.
JUST IN 🔴
Turkey has been seeking in recent weeks to deploy radar systems on Syrian territory, a move that would limit Israel’s freedom of operation in Syrian airspace. – JPost pic.twitter.com/vwjf6BlZzN
– Naher Osten –
Israel: Türkei stellt „größte Bedrohung“ dar
Ein israelischer Minister hat die Türkei als größte Sicherheitsbedrohung für den israelischen Staat bezeichnet und vor den strategischen Risiken gewarnt
Lagos – Nigerias Außenminister Yusuf Maitama Tuggar hat Präsident Donald Trumps Darstellung der jüngsten US-Luftangriffe gegen den IS in Nigeria scharf zurückgewiesen.
Tuggar betonte, es handele sich um eine gemeinsame Operation gegen Terroristen, die nichts mit Religion zu tun habe. Die nigerianische Regierung lehnt Trumps Behauptung ab, dass Christen besonders verfolgt würden – Gewalt treffe Muslime und Christen gleichermaßen.
US-Angriffe am Weihnachtstag
Die USA führten am 25. Dezember Luftangriffe gegen Ziele der Terrormiliz im Nordwesten Nigerias durch. Präsident Trump kündigte die Operation persönlich an und bezeichnete die ISIS-Kämpfer als „Terrorist Scum“, die vor allem unschuldige Christen brutal töten würden.
Das US-Militär (AFRICOM) bestätigte, dass mehrere Ziele in der Provinz Sokoto getroffen wurden, in Koordination mit nigerianischen Kräften.Trump drohte auf Truth Social mit weiteren Schlägen, falls die Gewalt anhält. Er hatte in den letzten Monaten wiederholt vor Christenverfolgung in Nigeria gewarnt und sogar mit einer Invasion gedroht.
Hintergrund und Kritik
Die Angriffe sind Teil einer Serie US-Operationen gegen den IS in Afrika. Experten sehen darin eine Eskalation im Kampf gegen den Terror in Westafrika, wo die Miliz Camps unterhält.Nigerias Regierung distanziert sich klar von Trumps religiöser Einordnung und betont die säkulare Natur des Anti-Terror-Kampfs.
Hintergrund: ISIS und Boko Haram in Nigeria
Die angegriffenen Gruppen sind Teil der Islamic State West Africa Province (ISWAP), einer Abspaltung von Boko Haram, die sich 2015 dem IS angeschlossen hat. Boko Haram, bekannt für Entführungen und Anschläge (z. B. Chibok-Mädchen 2014), ist seit Jahren für Tausende Tote verantwortlich und operiert vor allem im Nordosten Nigerias.
Die Gruppen teilen Ideologie und Ziele, weshalb US- und internationale Berichte oft „ISIS“ als Sammelbegriff nutzen. Die Gewalt trifft Muslime und Christen gleichermaßen, wie die nigerianische Regierung betont.
„Tonight, at my direction as Commander in Chief, the United States launched a powerful and deadly strike against ISIS Terrorist Scum in Northwest Nigeria, who have been targeting and viciously killing, primarily, innocent Christians…“ – President Donald J. Trump pic.twitter.com/AUUmTMABSs
Los Angeles – Der US-amerikanische Schauspieler Richard Gere hat die Situation im Gazastreifen als „verheerend“ bezeichnet und ein Ende der Gewalt gefordert. In einem Video für die UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees) betonte Gere, dass die Menschen in Gaza, vor allem Kinder und Frauen, einen „unerträglichen und ungerechten Preis“ zahlen.
„Was in Gaza passiert, ist herzzerreißend“, sagte Gere. „Gaza erlebt eine Tragödie, die jede Grenze der Menschlichkeit überschreitet: ganze Viertel zerstört, Familien auseinandergerissen und Kinder, die inmitten von Angst und Gewalt aufwachsen, statt Liebe und Hoffnung zu erfahren.“
Er lobte die Arbeit der UNRWA, die trotz der Zerstörung vor Ort bleibt und unterrichtet, heilt und hilft. „Keine andere Organisation kann ersetzen, was UNRWA leistet“, so Gere, und forderte ein sofortiges Ende der Gewalt sowie die Fortsetzung des Waffenstillstands.
Gere: Langjähriger Kritiker israelischer Politik
Richard Gere (76), bekannt aus Filmen wie „Pretty Woman“ und „Chicago“, engagiert sich seit Jahrzehnten für Menschenrechte und hat Israel wiederholt kritisiert.
Bereits 2017 nannte er die israelischen Siedlungen eine „absurde Provokation“ und „völlig illegal“ sowie die Besatzung „unverteidigbar“.
In den letzten Jahren ging er weiter: Gere warf Israel vor, einen Genozid in Gaza zu begehen, und kritisierte Premierminister Benjamin Netanyahu scharf.
„Wenn er nicht Premierminister wäre, säße er wegen Korruption im Gefängnis. Um sich davor zu schützen, führt er diesen Krieg weiter und tötet Zehntausende Menschen – unnötig, unschuldige Frauen und Kinder“, sagte Gere in einem früheren Statement.
Gere unterzeichnete auch offene Briefe, in denen Israel Apartheid und Genozid vorgeworfen wurde, und trat bei Pro-Palästina-Veranstaltungen auf. Seine aktuelle Äußerung passt in dieses Muster – er betont immer wieder die humanitäre Katastrophe in Gaza und die Rolle der UNRWA.
Das Video wurde von der UNRWA geteilt und sorgt international für Aufmerksamkeit. Gere ruft zur Unterstützung der Hilfsorganisation auf, die für Millionen palästinensischer Flüchtlinge essenziell ist.
Bei einer Benefizveranstaltung für Palästina im Wembley-Stadion im September nutzte Gere seine Zeit auf der Bühne, um scharfe Worte sowohl an die israelische Führung als auch an die US-Politik zu richten. Der Star kritisierte die „Beihilfegeber“ des Blutvergießens in Gaza und betonte, dass US-Präsident Donald Trump die Macht habe, dies sofort zu beenden.
„Natürlich muss Netanjahu gehen. Alle Unterstützer müssen ebenfalls gehen”, sagte Gere vor dem Publikum, wobei seine Äußerungen in dem Moment, als er Trumps Namen erwähnte, eine Welle von Buhrufen auslösten.
Gere ging noch weiter und behauptete, Trump könne die Gewalt im Alleingang beenden, wenn er sich dazu entschließen würde:
„Es gibt einen Mann, der diese Sache an einem Tag beenden könnte. Mein Präsident Trump. An einem Tag könnte er all diesen Wahnsinn beenden. Netanjahu braucht die USA, er braucht Trump so sehr. Wenn er eines Tages den Friedensnobelpreis haben will, dann ist das der Weg, ihn zu bekommen.“
#Gaza is facing a tragedy that surpasses any limit of humanity: entire neighbourhoods destroyed, families torn apart, and children growing up amid fear and violence. Nothing justifies the people in Gaza paying such a high and unjust price.
Amid this devastation, Richard Gere… pic.twitter.com/gvYH03LfdZ
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– Wirtschaft –
Türkei: Anteil von Hochtechnologieprodukten an den Gesamtexporten steigt
Die türkischen Exporteure erhöhen weiterhin den Anteil von Hochtechnologieprodukten an den Gesamtexporten dank der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) des Landes sowie der staatlichen Unterstützung.
Sydney – Der australische Pro-Palästina-Aktivist Robert Martin hat kürzlich den Islam angenommen. Seine Konversion, die er als tief persönlichen und herzlichen Wendepunkt beschreibt, inspiriert weltweit viele Menschen. Martin teilte mit, dass ihn die Botschaft des Glaubens von Frieden, Sinn und Klarheit über die Zeit immer näher gebracht hat.
Wer ist Robert Martin?
Robert Martin ist ein engagierter Aktivist aus Australien, der sich seit Jahren für die palästinensische Sache einsetzt. Seine Unterstützung begann vor etwa 15 Jahren, als er einen Palästinenser kennenlernte.
Zunächst skeptisch gegenüber Berichten über israelische Handlungen – aufgrund seines Vertrauens in westliche Medien und Regierungen – änderte sich seine Haltung durch persönliche Erfahrungen und Kontakte zu Muslimen, die er allesamt als friedliche und schöne Menschen beschreibt.
Beruflich ist Martin vor allem als Aktivist bekannt, der öffentlich für palästinensische Rechte eintritt. Privat hat er enge Beziehungen zu Muslimen gepflegt und betont, dass alle, die er kennt, Frieden fördern und die Befreiung Palästinas unterstützen, ohne zu Gewalt aufzurufen.
Die Konversion
Martin konvertierte in den letzten Monaten durch individuelles Studium und Unterricht. Bereits vor einem Jahrzehnt las er den Koran und beschrieb ihn als eines der profundesten Bücher, die er je gelesen hat.
„Wenn man die Bedeutung des Buches versteht, wenn man die Bedeutung des Korans versteht, wenn man seine Schönheit versteht, wenn man seine Flexibilität und Offenheit und seine Willkommenskultur gegenüber allen Menschen versteht, bin ich überrascht, dass nicht jeder Muslim ist.“, sagte Martin in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu.
Seine Nähe zu Muslimen über 15 Jahre hinweg spielte eine große Rolle: „Jeder Muslim, den ich kenne, ist ein wunderschöner Mensch, der sich auf Frieden konzentriert“, so Martin. Er plant, weiter öffentlich über den Islam und Palästina zu sprechen, da Schweigen keine Option mehr sei.
Ein Schlüsselerlebnis war seine Teilnahme an der Freedom Flotilla im Oktober, bei der er die israelische Blockade Gazas herausforderte. Das Schiff wurde von israelischen Kräften gestoppt, die Aktivisten – darunter Martin – wurden festgenommen und misshandelt.
Er berichtete von aggressiven Verhören, Strip-Searches und psychischer Belastung. Trotz australischem Pass wurde er nicht bevorzugt behandelt. Diese Erfahrung verstärkte seinen Glauben an die palästinensische Sache und brachte ihn dem Islam näher.
Martins Konversion unterstreicht einmal mehr, wie persönliche Erfahrungen und spirituelle Suche Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenführen können. Er betont: „Free Palestine“ – und sieht im Islam eine Quelle für Frieden und Gerechtigkeit.
Here’s a post from 2016 — shortly after my journey with Palestine began.
It was the moment I realised I hadn’t just been misled about Palestine…
I’d been misled about Islam and about Muslims as a whole.
– USA –
MMA-Kämpferin Amber Leibrock zum Islam konvertiert
Leibrock hatte bereits vor ihrem Übertritt zum Islam in den sozialen Medien das Vorgehen Israels in Gaza verurteilt und pro-palästinensische Beiträge geteilt.
Konya – In der türkischen Provinz Konya, dem „Brotkorb“ des Landes, breitet sich eine dramatische Umweltkatastrophe aus: Hunderte riesiger Senklöcher (Sinkholes) haben sich in den letzten Jahren in fruchtbaren Ackerflächen gebildet und verschlingen Weizen-, Mais- und Zuckerrübenfelder.
Allein in der Region Karapınar sind Felder mit mehr als zehn Löchern pro Parzelle übersät. Experten warnen vor den Folgen von Dürre, Klimawandel und übermäßiger Grundwasserentnahme.
Ursachen: Dürre und illegale Brunnen
Laut Berichten sind in der gesamten Türkei fast 700 Senklöcher entstanden – ein Anstieg, der durch sinkende Niederschläge und einen fallenden Grundwasserspiegel beschleunigt wird.
Der Geologie-Professor Fetullah Arik von der Technischen Universität Konya spricht von rund 120.000 illegalen Brunnen gegenüber nur 40.000 legalen.
„Die hohe Wassernachfrage im Becken ist extrem“, so Arik gegenüber Reuters. Die Löcher entstehen in karstigem Untergrund, wo lösliche Gesteine (z. B. Kalkstein) Hohlräume bilden. Bei sinkendem Grundwasser verlieren diese Stabilität und brechen ein.
In Karapınar haben sich allein 2025 über 20 neue große Löcher gebildet, einige über 30 Meter tief und 100 Meter breit. Bauern wie Mustafa Sık aus Karapınar berichten von Schreckmomenten: Innerhalb von zwei Jahren öffneten sich auf seinem Land zwei Löcher – eines mit „extrem lautem, furchterregendem Rumpeln“. „Wir sind sehr besorgt“, sagte Sık Reuters.
(Foto: afad)
Folgen für Landwirtschaft und Sicherheit
Die Konya-Ebene ist eine der wichtigsten Getreideregionen der Türkei. Tausende Hektar Ackerland sind bereits verloren oder gefährdet. Bislang gab es keine Todesopfer, doch die unvorhersehbarkeit der Einstürze bedroht Leben und Eigentum.
Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD hat 684 Löcher kartiert und Risikokarten erweitert. Experten sehen darin ein Warnsignal des Klimawandels: Weniger Regen und höhere Temperaturen verschärfen die Dürre. NASA-Daten zeigen, dass Stauseen in der Region auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren sind.
Maßnahmen der Behörden
Türkische Stellen haben Überwachung verstärkt und Programme gegen illegale Brunnen gestartet. Dennoch fordern Umweltexperten radikale Änderungen: Weniger Grundwasserentnahme und Anbau dürreresistenter Sorten. Der Vorfall erinnert an ähnliche Probleme weltweit – ein Mahnung für nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft.
Ähnliche Phänomene weltweit
Senklöcher wie in Konya sind kein isoliertes Problem – ähnliche Einstürze durch Grundwasserabsenkung, Dürre und Klimawandel treten global auf.
In Mexiko, etwa in Santa María Zacatepec (Puebla), entstand 2021 ein riesiges Loch (über 100 Meter breit), das durch Übernutzung von Grundwasser für Landwirtschaft verursacht wurde und weiter wächst, berichten National Geographic und Business Insider.
Am Toten Meer (Israel/Jordan) haben sich seit Jahren Tausende Senklöcher gebildet, da der sinkende Wasserspiegel Salzschichten auflöst – über 6.000 allein auf der israelischen Seite, wie The Guardiandokumentiert. In Guatemala City verschlangen dramatische Einstürze 2007 und 2010 ganze Stadtteile (bis 100 Meter tief), oft durch defekte Abwassersysteme und Starkregen verstärkt. Experten sehen darin ein globales Warnsignal: Übermäßige Grundwasserentnahme in karstigen Regionen birgt weltweit Risiken für Landwirtschaft und Siedlungen.
🌍 Sinkholes surge in Türkiye’s Konya
📊 Official data shows 684 sinkholes across Konya Closed Basin
⚠️ Experts warn count grows every year, linking surge to climate change, drought and uncontrolled groundwater extraction pic.twitter.com/FcujzrIhVG
— Anadolu English (@anadoluagency) December 11, 2025
Moskau – Zein al-Assad, die älteste Tochter des gestürzten syrischen Diktators Baschar al-Assad, hat im Juni 2025 ihren Abschluss an einer der renommiertesten Universitäten Russlands gemacht.
Während die Familie im Luxus-Exil in Moskau lebt, sorgt ihr neues Leben für Aufsehen – und erinnert an einen Skandal aus dem Jahr 2020, als ein Verehrer nach einem öffentlichen Heiratsantrag spurlos verschwand.
Luxus und Anpassung im Exil
Seit dem Fall des Assad-Regimes im Dezember 2024 lebt die Familie in einem abgeschotteten, luxuriösen Viertel Moskaus, wie The Guardian unter Berufung auf Personen aus dem Umfeld der Assads berichtet.
Zein al-Assad (heute 22 Jahre alt) hat am 30. Juni 2025 ihren Abschluss in Internationalen Beziehungen an der elite MGIMO-Universität (Moscow State Institute of International Relations) gefeiert – die einzige öffentliche Sichtung der Familie ohne Baschar al-Assad.
Fotos und Videos von der Zeremonie zeigen Asma al-Assad sowie die Brüder Hafez und Karim. Laut The Guardianund The Moscow Times, die sich auf Quellen nahe der Familie und leaked russische Daten berufen, passt sich Zein zunehmend an: Sie soll Designer-Klamotten kaufen, in teuren Pediküre-Salons und einem Elite-Fitnessstudio verkehren.
Die Familie richtet ihr Zuhause luxuriös ein und genießt finanzielle Sicherheit durch Vermögen, das vor Sanktionen nach Russland transferiert wurde. Baschar al-Assad selbst studiere Russisch und Ophthalmologie, berichten mehrere internationale Medien unter Berufung auf russische Insider.
Die Kinder seien „noch geschockt“ vom Regime-Sturz, aber bemüht, ein normales Leben zu führen – unter strenger Überwachung durch russische Behörden.
Zeins Zeit an der Sorbonne Abu Dhabi: Nicht überall willkommen
Kurz nach dem Regime-Sturz kehrte Zein al-Assad für ihren letzten Studienabschnitt an die Sorbonne Abu Dhabi zurück, wo sie zuvor eingeschrieben war.
Laut einem Bericht der New York Times unter Berufung auf zwei Zeugen wurde sie jedoch nicht von allen syrischen Kommilitonen willkommen geheißen. In einem Group-Chat soll ein Student Zein mitgeteilt haben, sie sei „not welcome“. Kurz darauf wurde der Chat geschlossen, der Student vom Campus entfernt und später von der Uni verwiesen – nach Verhör durch emiratische Behörden.
Die Sorbonne Abu Dhabi betonte in einer Stellungnahme, dass der Ausschluss rein akademisch begründet war (drei Verstöße, darunter Cheating) und „keine Verbindung“ zu Zein habe. Zein wurde auf dem Campus von Bodyguards begleitet, die nicht von den Emiraten bezahlt wurden.
Not all Syrian students welcomed Zein al-Assad’s return to Sorbonne Abu Dhabi. After one student told her she was “not welcome” in a group chat, the chat was shut down and the student later left campus after questioning by Emirati authorities. pic.twitter.com/Dc4QBGEpyH
Der Skandal von 2020: Verehrer spurlos verschwunden
Bereits vor fünf Jahren sorgte Zein al-Assad für Schlagzeilen: Ein syrischer Soldat machte 2020 öffentlich per Video einen Heiratsantrag an die damals 16-Jährige – und verschwand kurz darauf spurlos. Bis heute gibt es keine neuen Informationen zu seinem Schicksal – er gilt als Opfer des Regimes.
Der Fall wurde als Warnung vor dem Assad-Regime interpretiert. Zein al-Assads neues Leben in Moskau zeigt: Die Assad-Familie bleibt trotz Exil ein Thema – zwischen Luxus und den Schatten der Vergangenheit.
Bashar al-Assad spaziert zusammen mit seiner Frau Asma und ihren Kindern durch die Stadt Aleppo, 2022 (Facebook-Seite der ehemaligen syrischen Präsidentschaft)
Die Familie im Fokus: Asma al-Assad und die Kinder
Asma al-Assad, die britisch-syrische Mutter und ehemalige First Lady, hat eine zentrale Rolle im Familienleben. Sie soll nach ihrer Krebs-Erkrankung (Leukämie, die sie 2019–2020 überstanden hat) weiterhin im Mittelpunkt stehen, wie Al Arabiya unter Berufung auf syrische Exil-Quellen berichtet.
Asma, eine ehemalige Investmentbankerin aus London, war während der Herrschaft ihres Mannes für Image-Kampagnen bekannt und engagierte sich in Wohltätigkeitsprojekten, die oft als Propaganda kritisiert wurden. Im Exil organisiert sie nun den Alltag der Familie, inklusive Einkäufe und Reisen zwischen Moskau und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Nachdem sich Asmas Gesundheitszustand stabilisiert hat, ist der ehemalige Diktator bestrebt, seine Sicht der Dinge darzulegen. Er hat Interviews mit RT und einem beliebten rechtsgerichteten amerikanischen Podcaster vereinbart, wartet jedoch noch auf die Genehmigung der russischen Behörden, um in den Medien auftreten zu dürfen.
Russland scheint Assad jegliche öffentliche Auftritte untersagt zu haben. In einem seltenen Interview mit irakischen Medien im November über Assads Leben in Moskau bestätigte der russische Botschafter im Irak, Elbrus Kutrashev, dass dem gestürzten Diktator jegliche öffentliche Aktivität untersagt sei.
„Assad darf hier leben, aber er darf sich nicht politisch betätigen … Er hat kein Recht, sich in den Medien oder politisch zu engagieren. Haben Sie etwas von ihm gehört? Nein, denn das ist ihm nicht erlaubt – aber er ist in Sicherheit und am Leben“, sagte Kutrashev.
Die Söhne Hafez und Karim halten sich zurück: Hafez, der Älteste, studiert möglicherweise ebenfalls in Russland, während Karim sich auf Sport und Fitness konzentriert, berichten Newsweek und The Guardian unter Berufung auf Insider. Die Familie ist isoliert, hat begrenzte Kontakte und wird von Russland geschützt – ein Kontrast zu ihrem früheren Palast-Leben in Damaskus.
Bashar und Asma Assad an ihrem Hochzeitstag (Foto: Screenshot/Facebook)
Wer ist Baschar al-Assad?
Baschar al-Assad (geboren 1965 in Damaskus) war von 2000 bis 2024 Präsident und Diktator Syriens. Als zweiter Sohn von Hafez al-Assad, der 1971 durch einen Putsch an die Macht kam und bis 2000 regierte, war Baschar zunächst nicht für die Nachfolge vorgesehen.
Er studierte Medizin und arbeitete als Ophthalmologe in London. Nach dem Tod seines Bruders Bassel 1994 kehrte er nach Syrien zurück und übernahm 2000 die Präsidentschaft. Unter seiner Herrschaft wurde Syrien zu einem totalitären Polizeistaat mit systematischer Unterdrückung, Folter und Menschenrechtsverletzungen.
Der Arabische Frühling 2011 führte zu Protesten, die Assad brutal niederschlug – was in einen Bürgerkrieg mündete, mit Hunderttausenden Toten und Millionen Flüchtlingen. Unterstützt von Russland, Iran und der Hisbollah hielt er sich an der Macht, bis eine Rebellenoffensive im Dezember 2024 Damaskus eroberte. Assad floh mit seiner Familie nach Russland, wo er Asyl erhielt. Internationale Gerichte (z. B. ICC) werfen ihm Kriegsverbrechen vor, darunter Chemiewaffeneinsätze und Massenfolter.
Washington – Der Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein flammt erneut auf: Das US-Justizministerium (DOJ) hat in den letzten Tagen Tausende neue Dokumente aus den Ermittlungen freigegeben – doch mindestens 16 Dateien, darunter ein Foto mit Präsident Donald Trump, sind kurz darauf von der offiziellen Website verschwunden. Die Vorfälle sorgen international für Aufregung und Vorwürfe der Vertuschung.
Was ist passiert?
Seit Freitag (19. Dezember) veröffentlicht das DOJ schrittweise Akten zur Epstein-Untersuchung, darunter über 13.000 Dateien mit Fotos, Videos, E-Mails und Gerichtsunterlagen.
Am Montag (22. Dezember) tauchte ein neuer Datensatz mit Zehntausenden Dokumenten kurz auf – und verschwand wieder ohne Erklärung.
Unter den gelöschten Dateien: Ein Foto aus Epsteins Anwesen, das in einer Schublade Bilder von Trump (neben Epstein, Melania Trump und Ghislaine Maxwell) zeigt. Andere zeigten Gemälde nackter Frauen oder persönliche Aufnahmen.
Das DOJ erklärte später, das Trump-Foto sei aus „Vorsicht“ entfernt worden, um Opfer zu schützen – es wurde teilweise wieder hochgeladen, nachdem keine Betroffenen erkennbar waren.
Kritik aus Politik und Opfern
Das „Epstein Files Transparency Act“ (vom Kongress beschlossen und von Trump unterschrieben) forderte die vollständige Freigabe bis 19. Dezember – viele Abgeordnete (z. B. Ro Khanna und Thomas Massie) werfen dem DOJ Gesetzesbruch vor.
Opfer kritisieren starke Schwärzungen und das Verschwinden von Dateien: „Das ist ein Schlag ins Gesicht“, sagte eine Betroffene gegenüber Medien.
Vorwürfe der Vertuschung: Demokraten sehen politische Motive, da Trump-Bezüge rar sind, während Bill Clinton öfter erwähnt wird.
Die neuen Akten enthalten Fluglogs, FBI-Interviews und interne Memos, bieten aber bisher keine bahnbrechenden Enthüllungen. Das DOJ verspricht weitere Veröffentlichungen in den kommenden Wochen.Der Epstein-Skandal bleibt ein Politikum: Trump bestreitet jegliche Beteiligung, doch die verschwundenen Dateien nähren Spekulationen weltweit.
Wer war Jeffrey Epstein?
Jeffrey Epstein (1953–2019) war ein US-amerikanischer Finanzier und verurteilter Sexualstraftäter. Er begann seine Karriere als Lehrer, wechselte dann in die Finanzbranche und wurde Multimillionär, unter anderem durch Verbindungen zu reichen Klienten wie Leslie Wexner.
Epstein pflegte enge Kontakte zu Prominenten, Politikern und Wissenschaftlern – darunter Bill Clinton, Donald Trump, Prinz Andrew, Bill Gates und viele mehr. Viele dieser Bekanntschaften distanzierten sich später von ihm.
Epstein wurde 2008 in Florida wegen Prostitution mit Minderjährigen verurteilt und erhielt eine milde Strafe (13 Monate Haft, größtenteils mit Freigang). 2019 wurde er erneut verhaftet, diesmal wegen Sextrafficking von Minderjährigen. Er soll ein Netzwerk aufgebaut haben, in dem junge Mädchen (oft unter 18) rekrutiert, missbraucht und an mächtige Freunde weitergegeben wurden.
Epstein starb im August 2019 in Haft – offiziell Selbstmord, was Verschwörungstheorien anheizte. Seine langjährige Partnerin Ghislaine Maxwell wurde 2021 wegen Beihilfe zum Sextrafficking verurteilt und sitzt eine 20-jährige Haftstrafe ab.
Worum geht es bei den „Epstein Files“?
Die Epstein Files sind Tausende von Gerichts- und Ermittlungsdokumenten aus den US-Untersuchungen gegen Epstein und Maxwell. Sie enthalten:Fluglogs seines Privatjets („Lolita Express“)
E-Mails, Fotos, Videos und Zeugenaussagen
FBI-Interviews, Polizeiberichte und Beweise aus Razzien (z. B. in Epsteins Anwesen)
Die Dokumente wurden schrittweise freigegeben – teils durch Gerichtsentscheide (z. B. 2019–2024), teils durch ein neues Gesetz („Epstein Files Transparency Act“ 2025, von Trump unterschrieben).
Das DOJ (US-Justizministerium) musste bis 19. Dezember 2025 alles veröffentlichen.Aktuell (Dezember 2025) gibt es neue Tranchen mit Zehntausenden Seiten, aber viele sind stark geschwärzt. Bisher keine „Client List“ (keine offizielle Liste von Missbrauchstätern), aber Namen Prominenter tauchen auf (meist als Bekannte, nicht als Täter). Das Verschwinden von Dateien (inkl. Trump-Foto) hat Vorwürfe der Vertuschung ausgelöst.
🚨 EPSTEIN FILES: TRUMP LIED ABOUT NEVER BEING ON EPSTEIN’S JET.
Istanbul – Die Seestreitkräfte der Türkei werden mit ihrem neuen nationalen Flugzeugträger die französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle übertreffen, berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro.
Der türkiche Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in Istanbul den Bau eines großen Flugzeugträgers angekündigt.
Es ist der erste echte Träger der Türkei, größer als viele NATO-Schiffe (z. B. britische oder französische). Bau begann 2025, Inbetriebnahme vor 2030.
Der Flugzeugträger MUGEM (türkische Abkürzung für „Nationaler Flugzeugträger“) soll 2027–2028 vom Stapel laufen und bis 2030 in Dienst gestellt werden. Er wird Kampfflugzeuge und moderne unbemannte Kampfflugzeuge (UCAVs) transportieren.
Bei einer Rede in einer Werft in Istanbul Erdogan, dass der Bau des Flugzeugträgers bereits begonnen habe.
Erdogan beschrieb den Flugzeugträger als den „älteren Bruder“ des 80 Meter langen amphibischen Angriffsschiffs der türkischen Marine, der TCG Anadolu, und erklärte, dass die Länge des ersten Flugzeugträgers der Türkei nun voraussichtlich 300 Meter betragen werde, statt wie zuvor angenommen 285 Meter.
Die Länge des Trägers könnte entscheidend für die Größe seines Flugdecks sein, was einen großen Einfluss auf die Anzahl der Flugzeuge, die er aufnehmen kann, die Länge seiner Startbahn und den Startmechanismus haben kann.
So misst beispielsweise die USS Gerald R. Ford der US-Marine, derzeit der größte Flugzeugträger der Welt, etwa 337 Meter in der Länge. Gleichzeitig muss jedoch bedacht werden, dass die tatsächliche Größe eines Kriegsschiffes eher durch seine Verdrängung als durch seine Länge bestimmt wird.
Die MUGEM wird voraussichtlich eine Verdrängung von etwa 60.000 bis 70.000 Tonnen haben, was sie mit der britischen Queen-Elizabeth-Klasse (65.000 Tonnen) vergleichbar und deutlich größer als den bestehenden französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle (42.000 Tonnen) macht.
Die Türkei unterhält die zweitgrößte Streitmacht der NATO und liegt hinsichtlich der Zahl der aktiven Soldaten nur hinter den USA.
Das Schiff werde in der Lage sein, 10.000 Seemeilen zurückzulegen, also von Istanbul nach New York und zurück, ohne auftanken zu müssen, sagte ein Ingenieur während des Technologieveranstaltung TEKNOFEST bereits im August
Ingenieur-Lieutenant Commander Burhan Savran merkte an, dass sie das elektrische System des nationalen Flugzeugträgers entworfen hätten, und erklärte, dass sie bei der Konstruktion eine elektrische Infrastruktur geschaffen hätten, die alle Systeme und Geräte auf dem Flugzeugträger mit Strom versorgen könne, wie beispielsweise Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Klimaanlage, Kommunikations- und Waffensysteme.
„Wir haben die erforderliche Generatorleistung und -anzahl berechnet, indem wir eine Last- und Leistungsanalyse durchgeführt haben, um sicherzustellen, dass alle diese Lasten redundant versorgt werden können”, sagte Savran.
„Als Ergebnis der in dieser Richtung durchgeführten Berechnungen und Analysen beträgt die installierte Leistung unseres nationalen Flugzeugträgers 40 Megawatt. Dieser Wert entspricht etwa dem 3.000-fachen des Strombedarfs unserer Haushalte.“
Er fügte hinzu, dass das Schiff mit seiner installierten Leistung also 3.000 Haushalte gleichzeitig mit Strom versorgen könnte.
Globale Macht im Bereich der Waffenentwicklung
Der türkische Verteidigungssektor hat sich zu einer globalen Macht im Bereich der Waffenentwicklung und -herstellung entwickelt – eine Transformation, die aus der Not heraus entstanden ist.
Die Branche gewann nach den westlichen Waffenembargos infolge der Invasion Zyperns 1974 an Dynamik, die Ankara dazu zwangen, in heimische Kapazitäten zu investieren. Was als einfache Montagelinien begann, hat sich in den letzten zehn Jahren dank staatlicher Anreize und eines Booms in Forschung und Entwicklung explosionsartig entwickelt und die Türkei bis 2024 zum 13. größten Waffenexporteur der Welt gemacht.
Heute liefert sie Hightech-Ausrüstung wie Bayraktar TB2-Drohnen – die sich in der Ukraine und in Libyen im Einsatz bewährt haben – in über 30 Länder, neben Korvetten nach Pakistan und Indonesien und T129-Kampfhubschraubern auf die Philippinen und nach Nigeria, und festigt damit ihre Rolle als Brücke zwischen Ost und West in der Verteidigungsinnovation.