🚨🇧🇷 OFFICIAL: Brazil confirm Carlo Ancelotti will become the new head coach of the Seleçao.
Contract sealed, Ancelotti will leave Real Madrid and lead the Seleçao to the 2026 World Cup. pic.twitter.com/ovmbPGJGf8 — Fabrizio Romano (@FabrizioRomano) May 12, 2025
Fußball International
Ancelotti verlässt Real Madrid und wird Brasilien-Trainer
Türkei
PKK kündigt Waffenstillstand und Auflösung an
DEVELOPING: Kurdish PKK militant group announces historic decision to disband and disarm as part of a peace initiative with Turkey, media reports say.https://t.co/n8F3AIf8H9 pic.twitter.com/6FqtWR7W6K
— DW News (@dwnews) May 12, 2025
Türkei
Kappadokien: Platz 1 für den weltschönsten Sonnenuntergang
Studie kürt die Top 10 weltweit
Durchgeführt wurde das Ranking vom britischen Reiseversicherer AllClear Travel Insurance, der historische Wetterdaten und Social-Media-Trends ausgewertet hat. Anhand eines sogenannten „Sunset Scores“ wurden über 100 Orte weltweit analysiert.Die Top 10 der besten Orte für Sonnenuntergänge
1. Kappadokien, Türkei

2. Waikiki Beach, Hawaii, USA
3. Grand Canyon Nationalpark, Arizona, USA
4. Uluru (Ayers Rock), Australien
5. Grand-Teton-Nationalpark, Wyoming, USA
6. Taj Mahal, Indien
7. Piazzale Michelangelo, Florenz, Italien
8. Ipanema Beach, Brasilien
9. Haleakalā-Gipfel, Hawaii, USA
10. Arthur’s Seat, Edinburgh, Schottland
Was macht einen Sonnenuntergang besonders?
Ob ein Sonnenuntergang beeindruckt, hängt stark vom Zusammenspiel aus Licht und Atmosphäre ab. Wenn die Sonne tief steht, durchdringt ihr Licht mehr Luftschichten – dabei werden kurze Wellenlängen wie Blau gefiltert, während warme Töne wie Rot, Orange und Gelb dominieren. Diese Farbenpracht entsteht durch ein physikalisches Phänomen namens Streuung, das von Partikeln in der Luft beeinflusst wird. Doch kein Sonnenuntergang gleicht dem anderen. Faktoren wie 30–70 % Bewölkung, leichter Wind, trockene Luft und minimale Niederschläge schaffen die besten Bedingungen. Für das Ranking wurden all diese Wetterwerte mit der Instagram-Präsenz der Orte kombiniert – und daraus ein globaler Sonnenuntergangs-Index mit maximal 100 Punkten berechnet. Hierzu schreibt Allclear: „Experten sind sich im Allgemeinen einig, dass eine Bewölkung zwischen 30 und 70 % der ideale Ort für einen fantastischen Sonnenuntergang ist. Ruhige bis mäßige Winde, die schwere Wolken verlagern und Schadstoffe zerstreuen können, minimale Niederschläge und eine mäßige Luftfeuchtigkeit, die das Licht weiter streuen kann, sind weitere positive Anzeichen dafür, dass Sie ein beeindruckendes Schauspiel am Himmel erleben werden. Um herauszufinden, welche Orte auf der ganzen Welt im Durchschnitt die besten Wetterbedingungen für einen lebendigen Sonnenuntergang bieten, haben wir historische Wetterdaten für über 100 berühmte Sonnenuntergangsorte analysiert und sie anhand der oben genannten Kriterien sowie ihrer Verbreitung in den sozialen Medien als Indikator für ihre Beliebtheit bewertet. Alle Bewertungen wurden normalisiert und danach gewichtet, wie stark sie sich auf die Sonnenuntergänge auswirken, und es wurde eine Sonnenuntergangsbewertung von 100 vergeben (wobei 100 die höchste Bewertung ist).“
Tod von Margot Friedländer
Die Türkei und der Schutz verfolgter Juden
Retter in diplomatischer Mission
Türkische Diplomaten wie Selahattin Ülkümen auf Rhodos oder Necdet Kent in Marseille riskierten Karrieren, vielleicht auch ihr Leben, um jüdische Menschen vor der Deportation zu bewahren. Sie protestierten, argumentierten mit Staatsbürgerschaften und setzten die Macht des Passes gegen die Gewalt der Gestapo. Ülkümen rettete mindestens 50 Menschen vor dem sicheren Tod. Sein Name steht heute in Yad Vashem unter den „Gerechten unter den Völkern“.Zuflucht der Wissenschaft
Nach 1933 bot die Türkei jüdischen Wissenschaftlern und Intellektuellen aus Deutschland eine neue Heimat. Etwa 1000 Akademiker, unter ihnen Juristen, Ärzte, Architekten und Musiker, fanden an türkischen Universitäten nicht nur Arbeitsmöglichkeiten, sondern auch Anerkennung. Menschen wie Prof. Ernst Reuter, Eduard Zuckmayer oder Philipp Schwartz halfen beim Aufbau einer modernen Hochschullandschaft in Istanbul und Ankara.Licht und Schatten
Doch es ist auch eine Geschichte mit Brüchen. Die Tragödie des Flüchtlingsschiffs „Struma“ ist ein schmerzhaftes Beispiel dafür. Im Winter 1942 lag das Schiff wochenlang vor Istanbul fest, an Bord über 760 jüdische Flüchtlinge aus Rumänien, auf dem Weg nach Palästina. Unter internationalem Druck, vor allem aus Großbritannien, das die jüdische Einwanderung in das Mandatsgebiet einschränken wollte, wurde die “Struma” am 23. Februar ohne funktionierenden Motor zurück ins Schwarze Meer geschleppt. Nur einen Tag später torpedierte ein sowjetisches U-Boot das treibende Schiff. Alle bis auf einen Passagier kamen ums Leben. Die Sowjets hielten das Schiff offenbar irrtümlich für ein feindliches Versorgungsschiff. Die „Struma“ wurde so zum Symbol einer Flucht, die in einer globalen Gleichgültigkeit endete.Ein Vermächtnis des Erinnerns
Margot Friedländer, die mit 21 Jahren untertauchte, ihre Familie verlor und nur durch Zufall überlebte, verkörperte bis zuletzt die Hoffnung, dass Erinnerung Verantwortung gebiert. In ihrem Geiste ist es wichtig, auch jene Geschichten des Widerstands und der Hilfe zu erzählen, selbst wenn sie nicht vollkommen und nicht frei von Widersprüchen sind. Die Türkei hat in jener Zeit nicht laut gesprochen, dafür aber leise gehandelt. Und dieses leise Handeln rettete Leben.Zum Thema
– Selahattin Ülkümen – Geschichte: Wie die Türkei Juden vor Nazi-Deutschland rettete
Nach Ansicht des US-Historikers Stanford Shaw hat die Türkei während des Zweiten Weltkriegs durch die Erteilung von Einreise- und Transitvisa sowie der Duldung von nicht erlaubten Durchreisen mindestens 100.000 Juden aus Europa das Leben gerettet.
Geschichte: Wie die Türkei Juden vor Nazi-Deutschland rettete
Gastkommentar
Die Krise einer geteilten Zivilisation – Indien und Pakistan
Die Teilung als koloniale Hinterlassenschaft
Die Teilung Britisch-Indiens im Jahr 1947 war weniger ein natürlicher Prozess als vielmehr das Ergebnis gezielter imperialer Machtpolitik. Die britische Strategie des “Teile und Herrsche” (divide et impera) führte zur künstlichen Schaffung zweier Staaten entlang religiöser Linien – ein Hindu-dominiertes Indien und ein islamisch geprägtes Pakistan. Diese Grenzziehung erfolgte nicht im Geiste friedlicher Koexistenz, sondern als bewusst gesetzte geopolitische Sprengfalle, die bis heute nachwirkt. Indien etablierte sich als säkularer Staat mit einer hinduistischen Mehrheitskultur, während Pakistan ein islamisches Nationalnarrativ entwickelte. Trotz gemeinsamer zivilisatorischer Vergangenheit wurden so zwei antagonistische Identitäten konstruiert, die systematisch gegeneinander ausgespielt wurden – ein Erbe britischer Kolonialstrategie, das der Westen auch nach dem Rückzug aus der Region bewusst aufrechterhielt.Kaschmir – mehr als nur ein Brennpunkt
Die Region Jammu und Kaschmir stellt das Epizentrum dieses historischen Konflikts dar. Ihr strategischer Wert – sowohl geographisch als auch symbolisch – macht sie zu einem idealen Zankapfel für militärische, religiöse und ideologische Auseinandersetzungen. Immer wieder kommt es dort zu Anschlägen, militärischen Zusammenstößen und internationalen Spannungen. Die jüngsten Ereignisse, bei denen über zwanzig Menschen bei einer Explosion ums Leben kamen, zeigen, wie fragil die Situation ist. Dabei sind nicht nur indische und pakistanische Interessen im Spiel. Radikale Gruppierungen wie der sogenannte “Islamische Staat” und Al-Qaida, die beide in Russland als Terrororganisationen eingestuft werden, agieren in dieser Region. Ihre Präsenz wird durch die Aktivitäten westlicher Geheimdienste – insbesondere der CIA und des MI6 – flankiert, deren historische Praxis der kontrollierten Destabilisierung bekannt ist.Wasser als geopolitische Waffe
Ein zunehmend zentraler Aspekt des Konflikts ist die Kontrolle über Wasserressourcen. Der Indus, einer der wichtigsten Flüsse Pakistans, entspringt auf indischem Territorium. Indiens Ankündigung, den Wasserfluss zu regulieren oder einzuschränken, stellt einen strategischen Schritt dar, der tiefgreifende Auswirkungen auf Pakistans Landwirtschaft und Energieversorgung haben kann. Wasser wird damit zur geopolitischen Waffe – ein Instrument asymmetrischer Kriegsführung im 21. Jahrhundert.USA, China, Russland und die neue Ordnung
Die bilateralen Spannungen zwischen Indien und Pakistan sind längst eingebettet in eine größere, multipolare Auseinandersetzung. Indien orientiert sich zunehmend an den USA, was unter Premierminister Modi und der wachsenden Hindutva-Bewegung sichtbarer denn je ist. Diese geopolitische Annäherung dient nicht nur wirtschaftlichen Interessen, sondern ist Teil einer westlichen Strategie, Indien als Gegengewicht zu China und Russland zu positionieren. Pakistan hingegen profitiert von der engen Partnerschaft mit China. Der China-Pakistan Economic Corridor (CPEC), ein Schlüsselelement der Belt and Road Initiative, stellt nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine strategisch-militärische Verbindung dar, durch die China direkten Zugang zum Arabischen Meer erhält. Gleichzeitig existieren an der Grenze zwischen Indien und China – insbesondere in Ladakh – militärische Spannungen, die das Risiko eines Drei-Fronten-Konflikts erhöhen. In diesem Szenario versucht Russland, seine traditionellen Beziehungen zu Indien aufrechtzuerhalten, baut jedoch gleichzeitig seine Kontakte zu Pakistan aus. Als potenzieller Vermittler zwischen den regionalen Mächten und als Vertreter einer multipolaren Weltordnung besitzt Moskau das diplomatische Gewicht, um deeskalierend zu wirken. Die russische Außenpolitik verfolgt dabei eine Politik der Balance – im Gegensatz zu den häufig konfrontativen Taktiken des Westens.Kalkül des Westens – Instabilität als Strategie
Die Rolle westlicher Akteure – insbesondere globalistischer Netzwerke – darf in dieser Gemengelage nicht unterschätzt werden. Der wiederholte Verweis auf George Soros und seine ideologischen Einflusssphären ist Ausdruck einer tiefer liegenden Sorge: dass westliche Interessen nicht auf Stabilität, sondern auf gezielte Unordnung abzielen. Ein bewaffneter Konflikt zwischen Indien und Pakistan würde nicht nur regionale Ordnungen erschüttern, sondern auch China und Russland in sicherheitspolitische Dilemmata zwingen – ein strategischer “Gewinn” aus Sicht jener, die eine multipolare Weltordnung zu verhindern suchen. Gleichzeitig lenkt eine Eskalation auf dem indischen Subkontinent die internationale Aufmerksamkeit von anderen Konfliktherden ab – etwa im Nahen Osten, in Gaza oder in Syrien – und bietet somit eine willkommene Ablenkung von westlichem Versagen oder politischen Sackgassen.Zwischen Eskalation und Diplomatie
Der Indien-Pakistan-Konflikt ist ein historisch tief verwurzeltes Problem mit globaler Tragweite. Die britische Teilungsstrategie hat eine Region in permanente Instabilität gestürzt, deren Folgen bis heute von geopolitischen Akteuren instrumentalisiert werden. Doch jenseits kolonialer Altlasten und ideologischer Frontstellungen eröffnet sich auch ein diplomatischer Spielraum. Russland könnte, mit seiner ausgewogenen Position, eine Schlüsselfunktion bei der Eindämmung der Eskalation übernehmen. Eine nachhaltige Lösung kann jedoch nur gefunden werden, wenn die internationale Gemeinschaft – insbesondere der Westen – bereit ist, von hegemonialen Kontrollstrategien Abstand zu nehmen und regionale Eigenverantwortung zuzulassen. Der indische Subkontinent ist nicht nur ein geopolitisches Spannungsfeld, sondern das Herz einer geteilten Zivilisation, deren Wiedervereinigung in Frieden das größte strategische Ziel des 21. Jahrhunderts sein sollte.Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor
Özgür Çelik studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Fachgebiete sind die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen der EU und der Türkei, türkische Politik, die türkische Migration und Diaspora in Deutschland
Gesundheit
Sehen ist Gesundheit: Warum der Besuch beim Optiker so wichtig ist
Das Auge – ein Frühwarnsystem des Körpers
Augen sind weit mehr als nur das Fenster zur Welt. Sie sind auch ein Frühwarnsystem für andere gesundheitliche Probleme. Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder neurologische Störungen zeigen sich oft zuerst am Auge. Bei regelmäßigen Sehtests können Auffälligkeiten entdeckt werden, noch bevor die eigentliche Ursache bekannt ist. Hier lohnt sich ein genauer Blick – wortwörtlich. Die feinen Gefäße der Netzhaut lassen Rückschlüsse auf den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems zu. Bei einem routinemäßigen Check können zum Beispiel Mikroblutungen oder Gefäßveränderungen sichtbar werden, die auf systemische Erkrankungen hinweisen. In diesem Sinne sind Sehuntersuchungen nicht nur augenbezogen, sondern medizinisch vielschichtig relevant.Warum regelmäßige Sehtests keine Nebensache sind
Der Sehsinn verändert sich mit der Zeit – meist schleichend. Kleine Verschlechterungen bleiben oft unbemerkt, weil sich das Gehirn anpasst. Doch genau das macht regelmäßige Sehtests so wichtig. Bereits im Kindesalter können unerkannte Sehschwächen die Entwicklung beeinflussen – und im Erwachsenenalter wirken sich Sehprobleme unter anderem auf Konzentration, Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit aus. Im ersten Drittel des Lebens geht man oft nur zum Augenarzt, wenn Beschwerden auftreten. Dabei ist der Gang zum Optiker eine niedrigschwellige Möglichkeit, die Sehleistung unkompliziert und regelmäßig überprüfen zu lassen – auch ohne akute Probleme. Ein professioneller Sehtest dauert nur wenige Minuten, kann aber langfristig entscheidend sein. Und auch, wenn er keine ärztliche Diagnose ersetzt, ist er oft ein erster Impuls, dem eigenen Sehen wieder mehr Beachtung zu schenken.Bildschirmzeit und ihre Folgen fürs Auge
Smartphones, Tablets und Monitore gehören zum Alltag – beruflich wie privat. Doch der ständige Blick auf den Bildschirm hat Folgen: trockene Augen, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen. Der sogenannte „Digital Eye Strain“ ist längst eine verbreitete Belastung. Wer viel Zeit vor Displays verbringt, sollte den Augen regelmäßig Pausen gönnen – und auch abklären lassen, ob etwa eine Bildschirmarbeitsplatzbrille sinnvoll ist. Besonders betroffen sind Menschen, die mehrere Stunden täglich am PC arbeiten. Die sogenannte 20-20-20-Regel – alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas in 20 Fuß (etwa 6 Meter) Entfernung schauen – ist eine einfache, aber wirksame Maßnahme gegen visuelle Ermüdung. Zusätzlich helfen spezielle Beschichtungen auf Brillengläsern, Blaulicht zu filtern und die Augen zu entlasten. Auch hier lohnt sich der Blick ins Detail – und auf die persönliche Sehsituation.Unsichtbare Risiken erkennen: Grüner Star, Makuladegeneration & Co.
Viele Augenerkrankungen entwickeln sich über Jahre unbemerkt. Glaukom (Grüner Star), Makuladegeneration oder Netzhauterkrankungen zeigen oft erst Symptome, wenn bereits bleibende Schäden entstanden sind. Früh erkannt, sind die Chancen auf erfolgreiche Behandlung jedoch deutlich besser. Deshalb gilt: Nicht nur bei akuten Problemen zum Fachpersonal – sondern regelmäßig kontrollieren lassen. Das Tückische an vielen dieser Erkrankungen: Sie verlaufen lange ohne spürbare Einschränkungen. Gerade der Grüne Star wird deshalb oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium bemerkt. Wer seine Augen regelmäßig prüfen lässt, erhöht die Chancen, solche Entwicklungen rechtzeitig zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen.Sehprobleme im Alter: Keine Frage des „normalen“ Alterns
Schlechteres Sehen wird im Alter oft als selbstverständlich hingenommen – als natürlicher Teil des Alterns. Doch viele Einschränkungen sind vermeidbar oder behandelbar. Altersbedingte Veränderungen wie die Presbyopie (Alterssichtigkeit) lassen sich gut ausgleichen. Wichtig ist dabei: frühzeitig erkennen, was veränderbar ist – und nicht vorschnell von „normal“ sprechen.Kinderaugen brauchen besondere Aufmerksamkeit
Bei Kindern entscheidet gutes Sehen mit über die schulische und soziale Entwicklung. Konzentrationsprobleme, Unruhe oder Desinteresse am Lesen können ihre Ursache in unerkannten Sehproblemen haben. Eltern, Erzieher und Lehrkräfte sind hier wichtige Beobachter. Aber auch regelmäßige Sehtests ab dem Vorschulalter sollten zur Routine gehören – denn je früher ein Problem erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Korrektur. Ein Schielen, das sich im Alltag nicht bemerkbar macht, kann langfristig zu einer Schwachsichtigkeit führen. Deshalb gilt auch hier: Vorsorge statt Nachsorge. Viele Optiker bieten spezielle Kindersprechstunden oder spielerische Sehtests an, die auf die Bedürfnisse der Jüngsten abgestimmt sind.Augenpflege im Alltag: Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung
Es muss nicht immer gleich die große Umstellung sein. Schon kleine Veränderungen im Alltag können den Augen helfen: ausreichend blinzeln, bewusst Pausen bei Bildschirmarbeit machen, bei trockener Luft befeuchten, auf gute Beleuchtung achten. Auch die Ernährung spielt eine Rolle – Vitamine wie A, C und E sowie Omega-3-Fettsäuren gelten als augenfreundlich.Zwischen Technik und Verantwortung: Innovationen in der Augenoptik
Moderne Technik macht es einfacher denn je, die Augen regelmäßig zu überprüfen. Von digitalen Sehtests über 3D-Augenscans bis hin zu KI-gestützter Früherkennung – die Augenoptik entwickelt sich stetig weiter. Aber auch die beste Technologie ersetzt nicht das geschulte Auge von Fachkräften. Eine gute Kombination aus Technik und Erfahrung ist entscheidend. Auch die Vielfalt an Sehlösungen wächst. Von individuell angepassten Gleitsichtgläsern über spezielle Brillen für den Sport bis hin zu Smart Glasses mit integrierter Technik – wer sich beraten lässt, findet heute Lösungen, die nicht nur funktional, sondern auch alltagstauglich sind. Entscheidend ist, dass die eigene Sehbedürfnisse ernst genommen werden.
Gaza-Konflikt
Çelik: Kritik am Zionismus ist kein Antisemitismus
Netanjahu bricht Waffenruhe
Am 18. März brach Benjamin Netanjahu eine Waffenruhe, die wenige Tage vor Donald Trumps erneuter Amtseinführung in Kraft getreten war. Binnen Stunden wurden über 400 Menschen durch Bombenangriffe getötet. Die Motivation? Nicht militärische Notwendigkeit – sondern politisches Überleben. Netanjahu musste den Krieg verlängern, um seine Koalition mit rechtsextremen Partnern zu retten. Und die Welt schaute zu. Seither wurden Tausende weitere palästinensische Zivilisten getötet, überwiegend Frauen und Kinder. Die ohnehin verheerende humanitäre Situation hat sich zur Katastrophe ausgeweitet. Hunger, Krankheit, Tod – in Gaza fehlt es an allem: an Wasser, an Strom, an medizinischer Versorgung. Die letzte intakte Entsalzungsanlage ist zerstört. Ganze Stadtviertel sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Und niemand hält Israel auf.Palästina im Schatten der Macht
Wer politisch willens ist, könnte Leben retten. Doch der Wille fehlt. Stattdessen erleben wir ein perfides Kalkül: Israel wird freie Hand gelassen, weil es im Sinne amerikanischer Interessen agiert. Gaza ist zur geopolitischen Schachfigur geworden – nicht mehr Ort der Versöhnung, sondern Ventil geopolitischer Spannungen. Die USA konzentrieren sich auf den Pazifik, auf China – alles andere ist Nebenschauplatz. Die Ukraine, der Iran, der Nahe Osten – sie werden instrumentalisiert, nicht befriedet. Und Gaza wird zum Ort der „Machtdemonstration ohne Risiko“. In dieser zynischen Logik ist kein Platz für Empathie. „Es kommt keine Hilfe nach Gaza“, sagt Israels Verteidigungsminister. Ein Satz, der sich einreiht in eine Reihe erschütternder Aussagen und Entscheidungen.Größte ethnische Säuberung seit dem Zweiten Weltkrieg
Israels Regierung spricht offen über eine „freiwillige Umsiedlung“ der Bevölkerung – eine rhetorische Vernebelung für das, was in Wahrheit die größte ethnische Säuberung seit dem Zweiten Weltkrieg sein könnte. Die Armee hat weite Teile des Gazastreifens zu „No-Go-Zonen“ erklärt. Menschen fliehen – und werden wieder bombardiert. Der Internationale Strafgerichtshof hat Haftbefehle gegen Netanjahu und seinen früheren Verteidigungsminister erlassen. Der Vorwurf: Vernichtungsabsicht. Vergleichbar mit Srebrenica, mit Ruanda. Doch in Washington, in Budapest und anderswo wird Netanjahu weiterhin mit allen Ehren empfangen. Völkerrecht? Menschenrechte? Lippenbekenntnisse – solange sie politisch bequem sind. Auch im Westjordanland eskaliert die Lage. Dort betreibt Israel die größte Militäroffensive seit Jahrzehnten. Über 40.000 Menschen wurden bereits gewaltsam vertrieben. Neue Siedlungen entstehen – völkerrechtswidrig, aber offiziell „anerkannt“. Die Hoffnung auf einen palästinensischen Staat stirbt mit jedem dieser Schritte ein Stück mehr. Und Europa schweigt. Währenddessen sind es Bilder – ein amputiertes Kind, der Tod einer mutigen Fotografin –, die kurzzeitig aufrütteln. Doch sie bleiben vereinzelt. „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Das Grauen erreicht uns nicht mehr – oder wir lassen es nicht mehr zu. Der Krieg in Gaza ist längst ein Krieg gegen Kinder. Gegen ihre Körper. Gegen ihre Zukunft. Und gegen unser aller Gewissen. In den USA wird Kritik an Israels Politik zunehmend sanktioniert. Wer sich öffentlich für Palästina ausspricht, riskiert Job, Ruf, Karriere. Die Meinungsfreiheit, auf die man so stolz ist, wird zur Farce.Netzwerk aus politischen, wirtschaftlichen und medialen Interessen
Dahinter steht ein komplexes Netzwerk aus politischen, wirtschaftlichen und medialen Interessen, das jede echte Debatte unterdrückt. Wer den Mut aufbringt, die israelische Regierung zu kritisieren, wird diffamiert, zensiert, ausgegrenzt. Dabei wäre es gerade im Namen des Judentums notwendig, Netanjahus Kurs zu stoppen. Zionismus ist keine Religion. Kritik daran kein Antisemitismus. Und es ist ein Gebot der Menschlichkeit, jüdisches Leben zu schützen – auch vor einer Politik, die im Namen Israels Gräueltaten begeht. Europa steht an einem Scheideweg. Es hat Einfluss – wirtschaftlich, diplomatisch, moralisch. Doch es nutzt ihn nicht. Israels wichtigster Handelspartner ist die EU. Ein Drittel der Rüstungsgüter kommt von hier. Das Assoziationsabkommen verpflichtet zur Einhaltung des Völkerrechts. Doch statt zu handeln, schaut man weg. Spanien und einige wenige Staaten fordern Konsequenzen – der Rest schweigt. Was bleibt, ist ein erschütternder Befund: Die historische Schuld am Holocaust wird von manchen Staaten zur „Staatsräson“ erhoben – und zur Legitimation einer bedingungslosen Solidarität mit Israel. Doch ein historisches Verbrechen kann kein Freibrief für neue Verbrechen sein. Wer aus der Geschichte wirklich lernen will, muss heute handeln. Und sich klar gegen das Grauen von Gaza stellen. Denn Gaza ist nicht nur eine humanitäre Tragödie. Es ist ein moralisches Fanal. Ein Prüfstein für all die Werte, die der Westen so gern beschwört: Menschenrechte, Gerechtigkeit, Völkerrecht. All diese Prinzipien verkommen zur Phrase, wenn man sie selektiv anwendet – bei Russland konsequent, bei Israel schweigend. Diese Doppelmoral zerstört Vertrauen – in Europa, in Amerika, in der ganzen Welt. Die Welt taumelt von Krise zu Krise. Während der Nahe Osten brennt, richtet sich der geopolitische Fokus bereits wieder woandershin: Taiwan, Iran, Russland. Doch jeder Brandherd, den wir nicht löschen, brennt tiefer. Und Gaza steht in Flammen. Palästina ist die erste Währung, in der dieses System seine Rechnung begleicht. Doch es könnte auch der Ort sein, an dem die Menschlichkeit zurückkehrt – wenn wir es wollen. Wer heute zu Gaza schweigt, soll morgen nicht sagen, er habe es nicht gewusst – denn das, was dort geschieht, geschieht im grellen Licht unserer Gleichgültigkeit.Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor
Özgür Çelik studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Fachgebiete sind die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen der EU und der Türkei, türkische Politik, die türkische Migration und Diaspora in Deutschland
USA
100 Tage Donald Trump – so verlief der Start des 47. Präsidenten
Zahlreiche Dekrete wurden unterschrieben
Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus war von Beginn an von Tempo geprägt. In seinen ersten 100 Tagen setzte er zahlreiche Entscheidungen per Dekret um. Diese teils schnell, direkt und mit weitreichenden Folgen. Die Vorgehensweise erinnert in ihrer Dynamik an neue Online Casinos, denn auch die treten auf das Gaspedal, bringen neue Impulse und verändern gewohnte Strukturen. Auch bei Trumps Dekreten bleibt offen, wie nachhaltig die Wirkung tatsächlich ist. Zu den auffälligsten Maßnahmen gehören:- Grenzschutz: Der Weiterbau der Grenzanlage zu Mexiko wurde wieder aufgenommen.
- Wirtschaft: Einführung neuer Strafzölle und die Kündigung einzelner Handelsabkommen.
- Einwanderung: Wiederaufnahme von Reisebeschränkungen für bestimmte Herkunftsländer.
- Klimapolitik: Schritte zum erneuten Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen.
- Innenpolitik: Reformpläne für Bildungseinrichtungen und Justizorganisationen.
Beendigung der Ukraine-Unterstützung
In der Biden-Ära haben die USA der Ukraine Waffen im Wert von mehr als 64 Milliarden US-Dollar geliefert und waren mit Abstand der größte Unterstützer. Donald Trump hat die Hilfe jedoch ausgesetzt und setzt auf einen anderen Plan. Er will als Mediator an den Tisch gehen und einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine ausverhandeln. Da es bisher aber noch zu keiner Einigung kam und das Zeitspiel Russland in die Karten spielen dürfte, da der Ukraine der Nachschub fehlt, bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt. Auch der Austritt aus der NATO und die Aufnahme des Sicherheitsversprechens an die EU stehen im Raum. Das hat dazu geführt, dass die Bundesregierung ein Sondervermögen von fast einer Billion Euro beschlossen hat, welches zum Teil in die Aufrüstung der Bundeswehr fließen soll.Beginn eines weltweiten Börsen-Bebens durch den Handelskrieg
Die Zollpolitik Donald Trumps sorgte unter Unternehmern und Wirtschaftsexperten nicht nur für Unverständnis, sondern löste auch ein riesiges Börsen-Beben aus, welches Anlegern teils sehr hohe Verluste einbrachte. Das Hin und Her der neuen Regelungen sorgt zudem für Unsicherheit. Trump kehrte mehrfach von bereits verhängten Zöllen zurück, erlegte am nächsten Tag neue Zölle auf und pausierte sie darauf wieder. Aufgrund dieser Unsicherheit wissen viele Unternehmen nicht, wie die Zukunftsplanung ausfallen soll. Besonders betroffen waren folgende Sektoren:- Technologie-Konzerne, deren Lieferketten auf Asien ausgerichtet sind
- Automobilhersteller, vor allem mit Produktionsstandorten in Mexiko
- Landwirtschaftsbetriebe, die auf den Export nach China angewiesen sind
- Börsennotierte Unternehmen, deren Aktienkurse starken Schwankungen unterlagen
Vergleich zur ersten Amtszeit – Was ist diesmal anders?
Donald Trumps zweite Amtszeit unterscheidet sich in mehreren Punkten deutlich von seiner ersten. Während er 2017 noch als politischer Außenseiter antrat, der gegen das „Establishment“ kämpfte, agiert er heute mit der Erfahrung eines ehemaligen Präsidenten – und nutzt diese gezielt. Viele seiner Entscheidungen wirken strategischer, aber auch kompromissloser. Der Ton bleibt konfrontativ, doch die Umsetzung erfolgt oft schneller. Auch personell zeigt sich ein Wandel: In Schlüsselpositionen setzt Trump vermehrt auf loyale Vertraute mit klarer Agenda, was Entscheidungsprozesse verkürzt, aber interne Kritik reduziert. Anders als in der ersten Amtszeit verzichtet Trump bislang weitgehend auf spektakuläre Personalwechsel oder öffentliche Scharmützel mit Regierungsmitgliedern. Gleichzeitig ist der Fokus noch stärker auf Außenpolitik und Handelsfragen gerichtet, während Themen wie Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur aktuell kaum eine Rolle spielen. Insgesamt präsentiert sich Trump als gefestigter Machtpolitiker, der seine zweite Amtszeit konsequent für tiefgreifende Veränderungen nutzt.Auch interessant
– USA – Manipulationsvorwürfe: Trump beendet Beziehungen mit Netanjahu
Der israelische Armeerundfunk berichtet, dass Trump-Verbündete dem israelischen Minister Ron Dermer mitgeteilt haben, dass der US-Präsident die Nahost-Pläne ohne Abstimmung mit Netanjahu vorantreiben wird, und beschuldigten ihn der Manipulation.
Manipulationsvorwürfe: Trump beendet Beziehungen mit Netanjahu
Gazakrieg
Bericht: Donald Trump wird palästinensischen Staat anerkennen
Die Warnung eines US-Beamten
Am Mittwoch berichtete der israelische Sender Channel 12, dass ein hochrangiges Mitglied des amerikanischen Verhandlungsteams bei einem Treffen mit den Familien der Geiseln am Dienstagabend Israel dafür kritisiert habe, dass es die sich abzeichnende Vereinbarung mit Saudi-Arabien nicht genutzt habe. „Wenn Israel nicht zur Vernunft kommt, wird der Preis des Versäumnisses höher sein als je zuvor“, warnte der Beamte. Der Beamte erinnerte zudem daran, dass Trump nicht länger auf Israel warten werde und entschlossen sei, das strategische Abkommen voranzutreiben. Es war nicht klar, was der Beamte von Israel erwartete. „Das Waffenstillstandsabkommen mit den Houthis ist nur ein Vorspiel, und wenn Israel nicht aufwacht, wird der ‚Deal des Jahrtausends‘ auch ohne es abgeschlossen werden“, sagte der Beamte angeblich und fügte hinzu: „Wir hoffen, dass Israel auf diesen historischen Zug aufspringt, der den Bahnhof bereits verlassen hat.“ Die Warnung des Beamten vor einer Schwächung des Bündnisses zwischen Israel und den USA habe die Familien der Geiseln sehr beunruhigt, heißt es in dem Bericht, da die US-Vermittler eine wichtige Rolle bei den laufenden Verhandlungen über ein Geisel-Friedensabkommen spielen, das möglicherweise die Freilassung ihrer Angehörigen ermöglichen könnte.Auch interessant
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Der israelische Armeerundfunk berichtet, dass Trump-Verbündete dem israelischen Minister Ron Dermer mitgeteilt haben, dass der US-Präsident die Nahost-Pläne ohne Abstimmung mit Netanjahu vorantreiben wird, und beschuldigten ihn der Manipulation.
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8. Mai
Çelik: Hitler wurde zum Sündenbock gemacht
“Die europäischen Völker reden von Menschenrechten und Freiheit – aber das gilt nur für ihre eigenen Bürger. Für die Völker des Ostens sind sie entweder Sklaven oder Kunden.”Was wir heute erleben, ist die lebendige Bestätigung dieser Worte. Die Menschenrechte des Westens sind ein Maßstab, der sich nach seinen eigenen Interessen biegt. Ihre Gerechtigkeit kennt keine Grenzen – und ihr Gewissen wiegt niemals schwerer als Öl oder Gold. Deshalb dürfen wir am 8. Mai nicht nur den Nationalsozialismus verurteilen, sondern auch die vielen „stillen Nazis“ des Westens entlarven. Hitler wurde zum Sündenbock gemacht, um die eigenen Verbrechen zu vertuschen. Doch wir vergessen nicht: Neben den Opfern in Auschwitz, gab es Opfer in Algerien, verstümmelte Kinder im Kongo, verbrannte Körper in Vietnam, und erschossene Kinder in Palästina – alle sind Opfer der Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Heute führt Israel gegen das palästinensische Volk eine brutale Unterdrückungspolitik – mit Methoden, die denen der Nazis erschreckend ähneln. Wie kann eine Nation, die einst selbst Opfer eines Völkermords war, nun einen anderen begeht? Warum sieht die Weltgemeinschaft zu? Wer schweigt, macht sich mitschuldig. Attilâ İlhan fragte einst: “Welcher Westen? Immer wieder: welcher Westen?” Denn dieser Westen erzählt keine Geschichte – er schreibt sie. Mit Blut, Lügen und Waffen. Sadri Maksudi Arsal verteidigte das Konzept einer Nation als geistige und kulturelle Einheit – im Gegensatz zum westlichen Rassismus. Unser Nationalgefühl ist nicht auf Überlegenheit gegründet, sondern auf gemeinsamen Schmerz, gemeinsamen Stolz, gemeinsames Schicksal. Unsere Liebe zur Heimat ist keine aggressive Ideologie, sondern eine tiefe, menschliche Verbundenheit. Doch der Westen hat nicht nur kolonisiert – er ist in unsere Gedanken eingedrungen. Sultan Galiyev warnte früh:
“Die Völker des Ostens dürfen nicht den Intellektuellen des Westens vertrauen, sondern ihrer eigenen revolutionären Seele.”Was haben wir getan? Wir haben ihre „Intellektuellen“, ihre „Demokratie“, ihre „Modelle“ vergöttert. Und während sie in unsere Medien, unsere Bildung, unsere Häuser eindrangen, spalteten sie uns: in Aleviten und Sunniten, Türken und Kurden, Linke und Rechte. Sie säten Zwietracht und wir nannten es „Modernisierung“. Es ist Zeit zu erwachen! Es ist Zeit, diesem blutigen Spiel Einhalt zu gebieten. Die Stimme der unterdrückten Völker muss lauter werden. Unsere reine Liebe darf von diesen blutigen Händen nicht beschmutzt werden! Die Völker des Ostens sind Brüder. Horon und Halay, Semah und Zeybek, Trauer und Fest – all das sind unsere Formen des Miteinanders. Diese Erde gehört weder der westlichen Wut noch der östlichen Stille. Vergesst nie: „Das Licht kommt aus dem Osten.“ Gegen das trügerische Glitzern des Westens tragen wir das wahre Licht der Wahrheit. Das türkische Volk muss wachsam sein. Es ist an der Zeit, nicht nur Zuschauer zu sein – sondern Gestalter. Dieser Aufruf ist kein bloßer Zorn – Er ist der Ruf zum Erwachen. Er ist nicht nur Klage über die Vergangenheit – Er ist der Bauplan für die Zukunft. Türkisches Volk! Erhebe dich und kehre zu deinen eigenen Werten zurück! Erinnere dich an deine geschichtliche Verantwortung und deinen zivilisatorischen Auftrag! Vergiss nicht: Unsere Identität gründet sich nicht nur auf Herkunft, sondern auf einem gemeinsamen Schicksal! Jetzt ist der Moment gekommen: Die Welt braucht eine neue Stimme des Gewissens – und diese Stimme muss von uns kommen. Sei wachsam, sei standhaft – denn die Geschichte ruft uns erneut zur Verantwortung.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor
Özgür Çelik studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Fachgebiete sind die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen der EU und der Türkei, türkische Politik, die türkische Migration und Diaspora in Deutschland 
