Corona-Krise
Lidl kündigt Verkauf von Schutzmasken an

Der Discounter-Riese Lidl hat den Verkauf von Einwegmasken zum Selbstkostenpreis angekündigt. Ab dem 30. April werde Lidl Einwegmasken in 50er-Verpackungen für je 33 Euro anbieten. Weitere Mund-Nasen-Bedeckungen sowie Stoffmasken zur Mehrfachverwendung sollen folgen . Dies gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Pro Einkauf und Kunden werde eine Packung ausgegeben. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation biete Lidl die Vorratsverpackungen zum Selbstkostenpreis an. Übergeordnetes Ziel sei es, möglichst zügig vielen Menschen einen Zugang zu Masken zu ermöglichen. Zusätzlich zu weiteren Lieferungen von Einwegmasken werde Lidl in den nächsten Wochen weitere Mund-Nasen-Bedeckungen wie beispielsweise Stoffmasken zur Mehrfachverwendung anbieten. Insgesamt seien in der ersten Etappe 14 Millionen Einwegmasken in den Lidl-Filialen verfügbar. Eine Bewerbung der Produkte findet nicht aktiv statt, Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden und den Schutzabstand einhalten zu können, werde eine Bewerbung der Produkte findet nicht aktiv stattfinden, so das Unternehmen. Lidl appelliert grundsätzlich an jeden Einzelnen, verantwortungsvoll mit der aktuellen Situation umzugehen. Die Maskenpflicht gilt seit dem 27. April fast bundesweit. Wegen des Coronavirus müssen Bürger den Mundschutz im öffentlichen Nahverkehr sowie in Geschäften, Bank- und Postfilialen tragen. Die Corona-Maskenpflicht soll dazu dienen, die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen. Vor allem in Supermärkten und den Bussen, Zügen und Bahnen ist das wichtig.

Geschichte
Kommentar: Manipulationen der armenischen Diaspora am Fallbeispiel eines Bildes

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Viele werden sich an den Spiegel Skandal von 2018 erinnern, als publik wurde, dass der frühere Journalist Claas-Hendrik Relotius für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel und andere Medien viele seiner verfassten Reportagen frei erfunden oder in Teilen manipuliert hatte.  Der Journalist Juan Moreno war der Whistleblower, der diesen ungeheuerlichen Presseskandal beim Spiegel öffentlich machte. Moreno fielen bei der Recherche für eine aufwendige Reportage mit Relotius Ungereimtheiten bei der Vorgehensweise des damaligen Kollegen auf. Sein Misstrauen wuchs und er ging damit an die Verantwortlichen des Magazins, die ihn jedoch anscheinend nicht ernst nahmen. Er schrieb darüber sogar ein Aufsehen erregendes Buch mit dem Titel „Tausend Zeilen Lüge“, der Rest ist bekannt. Dieser Manipulations-Skandal erschütterte den Spiegel in seinen Grundfesten. Es war allerdings nicht der erste und wird auch nicht der letzte Fälschungs-Skandal in der deutschen Pressegeschichte bleiben. Ein anderer Presseskandal trug sich 1983 ab, als der „Stern“ in seiner Ausgabe 18/83 von angeblich entdeckten Hitler-Tagebüchern berichtete und Auszüge daraus im „Stern“ veröffentlichte. Das Bundesarchiv und das Bundeskriminalamt wurden eingeschaltet und um Echtheitsprüfung gebeten. Das Ergebnis war eindeutig. Es handelte sich um plumpe Fälschungen. Beim Betrüger handelte es sich um den Kunstfälscher Konrad Kujau. Die zwei Fallbeispiele habe ich erwähnt, weil die Verfechter der armenischen Genozid-These bei ihrer Argumentation vor Manipulationen nicht zurückschrecken. Der Historiker Isa Ak hatte es vor ein paar Tagen in seinem wertvollen Beitrag erwähnt und auf unwissenschaftliche Methoden und Praktiken der armenischen Diaspora und ihrer Unterstützer hingewiesen. Beim vorliegenden Fall geht es um eine Bild-Manipulation, die der australische Historiker Prof. Dr. Jeremy Salt aufgedeckt hatte. Salt fiel dieses Foto auf, als er das Buch des britischen Historikers Donald Bloxham „The Great Game of Genocide: Imperialism, Nationalism, and the Destruction of Ottoman Armenians“ las. Es geht um das Bild, das aus der Kollektion von Lazar Mkhitarian entstammen soll und in Armenien in einem Museum ausgestellt ist.
(Foto: Wikimedia)
In diesem Bild ist ein scheinbar osmanischer Offizieller zu sehen, der hungernden armenischen Kindern mit der rechten Hand ein Stück Brot hochhält und damit wedelt. Salt sah sich das Foto in Bloxhams Buch genauer an und sein Misstrauen wurde immer größer. Zunächst einmal sei das Buch von Bloxham sehr einseitig verfasst worden. Er habe sich gewundert, dass auf dem Bild ein Mann mit Anzug und Krawatte sowie Kinder mit zerrissener Kleidung abgebildet seien. Der Mann halte ein Stück Brot in der Hand und die Kinder versuchten nach dem Brot zu greifen. Das sei eine sehr herzzerreißende Szene. Allerdings, so Salt, stand unter dem Foto eine Bildinformation, in dem ein türkischer Offizieller die hungernden armenischen Kinder verspottet habe. „Wenn dieses Foto, wie behauptet, während des Ersten Weltkriegs entstand, handelt es sich bei dieser Person um einen osmanischen Beamten und nicht, um einen türkischen Offiziellen. Der Mann auf dem Bild trägt einen Anzug und Krawatte. Trug ein osmanischer Beamter nicht eine Uniform mit einem zugeknöpften kragenlosen Hemd und einem Fez?“
„Während ich das Bild weiter betrachtete, fiel mir eine Linie auf, die sein ganzes Jackett durchzog. Ich knickte das Bild und führte es unter das Licht. Ich bemerkte zwischen der linken und der rechten Seite der Person eine unebene Linie. Die eine Seite des Jacketts war dunkler als die andere. Dann schaute ich mir die übrigen Stellen des Fotos an. Die Mauer, die sich hinter der Person befand, wird dann zu einer weißen Lücke. Ich schaute weiter aufmerksam auf das Bild und mir fiel auf, dass bei einem Jungen, der am Boden lag, die eine Hand hager war und die andere normal aussah.“
Das Zitat ist eine Übersetzung ins Deutsche und die Erläuterungen zum gefälschten Bild sind aus dem Interview der Tageszeitung Habertürk mit Prof. Jeremy Salt vom 13.01.2010, vgl. ebd. Nachdem sich seine Zweifel an der Echtheit des Bildes erhärtet hatten, entschloss sich Prof. Salt das Bild einem Fotoexperten vorzulegen. Im Labor wurde das Bild mit 2.400 Pixel genauer untersucht und analysiert. Das Fotolabor erklärte, das Bild sei aus vielen Einzelteilen zusammengesetzt worden. Die männliche Person auf dem Foto sei aus anderen Bildteilen zusammengefügt worden. Bei einem der Kinder, die auf dem Boden saßen, habe es zunächst den Anschein gehabt, als ob dieser etwas in den Händen hielt, was sich jedoch nach der Bildanalyse als falsch herausgestellt habe. Ich fasse das ganze kurz noch einmal zusammen. Prof. Salt hegte Zweifel an der Echtheit des Bildes aus dem Buch des britischen Historikers Donald Bloxham und beauftragt ein Fotolabor mit der Echtheitsprüfung. Das Labor kommt zum Ergebnis, dass das verwendete Foto eine Zusammensetzung aus vielen einzelnen Bildern ist und damit als Fälschung einzustufen ist. Nach dem Befund des Fotolabors schrieb Prof. Salt einen Brief an den damaligen Herausgeber der Oxford University Press für Geschichte, Christopher Wheeler, und bat um eine Stellungnahme. Wheeler schrieb in einem Antwortschreiben, das angesprochene Foto sei aus dem Buch der beiden französischen Autoren Gerard Chaliand und Yves Ternon, das 1980 unter dem Titel „Le Genocide des Armeniens“ erschienen sei. Prof. Salt stellte sich berechtigterweise die Frage, wie es sein kann, dass ein offensichtlich gefälschtes Bild dem Oxford University Press nicht auffallen konnte. Salt gab sich mit der Antwort von Oxford University Press nicht zufrieden und kontaktierte eine britisch-türkische Nichtregierungsorganisation (NGO). Diese wiederum setzte sich mit dem Verantwortlichen des Verlags, Christopher Wheeler in Verbindung. In seiner Antwort räumte Wheeler Fehler ein und bestätigte, dass es sich beim verwendeten Foto um eine Fälschung handelt. Der Verlag habe, so Wheeler, alle im Bestand sich befindenden Bücher vernichtet. Ob das stimmt, was Wheeler gegenüber der britisch-türkischen NGO-Vertreterin erklärt hat, sei erst einmal dahingestellt, aber später teilte der Verlag mit, in der neuen Druckausgabe werde das Buch mit dem gefälschten Bild abgedruckt, allerdings mit dem Zusatz „Wir veröffentlichen dieses Bild, um den Manipulationen beider Seiten ein Exempel zu statuieren.“ Das britisch-türkische NGO protestierte gegen diese Entscheidung, da bekannt sei welche Seite den Fake betrieben habe und verlangte eine sofortige Änderung des Zusatztextes. Das manipulierte Bild in dem Buch von Donald Bloxham ist leider kein Einzelfall, wie mancher vielleicht vermuten mag. Es reiht sich ein in eine Fülle von gefälschten Dokumenten und in diesem Fall ist es ein Foto gewesen. Blicken wir etwas zurück: Die armenische Diaspora hatte sich viele Jahre auf die sogenannten „Andonian Papers“ berufen, bis ein Forscherteam um Şinasi Orel und Süreyya Yuca die „Talat Pascha Telegramme“ als plumpe Fälschungen entlarvte. In Deutschland ist der Name des evangelischen Theologen Johannes Lepsius ein Begriff. Dieser armenophile Kirchenmann hat die in seiner Aktenedition „Deutschland und Armenien 1914-1918 – Sammlung diplomatischer Aktenstücke“ aufgeführten Archivmaterialien aus den Aktenbeständen des Auswärtigen Amtes systematisch manipuliert.1 Ich könnte noch einige Beispiele von Manipulationen der armenischen Diaspora aufführen, aber mir geht es um die Aufklärung der breiten Öffentlichkeit. Leider wird in den deutschen Medien über die methodisch fragwürdige Herangehensweise der armenischen Diaspora bei ihren Publikationen nicht berichtet. 1 Özgönül, Cem (2006): Der Mythos eines Völkermordes, Köln: Önel Verlag.

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– NEX24 Interview – Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“
   

Köln
Nach tödlichem Angriff: Melderegister soll Leben retten

Nachdem ein Mitarbeiter der Kölner Stadtverwaltung bei einem Außentermin getötet worden war, planten Oberbürgermeisterin Henriette Reker und die Stadtverwaltung ein neuartiges Melderegister, um solche Fälle künftig zu verhindern. Jetzt ist das Register einsatzbereit. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Es heißt „Zemag“ und soll Leben retten. Zumindest aber sollen städtische Mitarbeiter künftig vor Verletzungen und gefährlichen Situationen bewahrt werden. Das „Zentrale Melde- und Auskunftssystem bei Gefährdungen von Mitarbeitern“ ist nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ die Antwort der Stadt auf den tödlichen Messerangriff eines mutmaßlich psychisch kranken Mannes. Der hatte vor vier Monaten in Dünnwald einen Mitarbeiter der Stadtkämmerei getötet, der ihn zuhause aufgesucht hatte, um Schulden bei ihm einzutreiben. Kurz nach der Tat hatte Reker angekündigt, ein internes und ämterübergreifendes Meldesystem einführen zu wollen, um solche Vorfälle künftig zu verhindern. „Zemag“ sei nun „eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Mitarbeitersicherheit“, sagte Reker. Stadtdirektor Stephan Keller betont, das System ergänze bereits bestehende Vorkehrungen wie die Besuchersteuerung, Sicherheitsschulungen oder Abfragen bei der Polizei. Hätte es ein System wie „Zemag“ schon gegeben, hätte sich der getötete Außendienstler vor seinem Einsatz in Dünnwald informieren können, ob der betreffende Schuldner in der Vergangenheit bereits aggressiv oder handgreiflich gegenüber Mitarbeitern der Stadt geworden war. In diesem Fall wäre der Kämmereimitarbeiter fündig geworden: Der mutmaßliche Täter aus Dünnwald hatte Monate vor der tödlichen Attacke mit einem Schraubendreher einen psychiatrischen Sachverständigen und eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes angegriffen. Der Außendienstler wäre gewarnt gewesen und hätte zum Beispiel die Polizei um Begleitung bei dem Hausbesuch bitten können. „Zemag“ ist eine Datenbank, in die sämtliche Mitarbeiter der Stadt Köln Informationen über gefährlich verlaufene Einsätze und mutmaßlich gefährliche Personen einspeisen können. Erfasst werden sollen solche Ereignisse, bei denen das Gegenüber mindestens mit einer Sachbeschädigung, mit Bedrohung, körperlicher Gewalt oder Nötigung aufgefallen ist. Ausschließlich verbal aggressives Verhalten, eine Beleidigung etwa, oder schlicht distanzloses Verhalten wie Duzen liegen dagegen unterhalb der Eintragungsschwelle und werden somit nicht eigens erfasst. Vorgesetzte sollen die Eingaben ihrer Mitarbeiter prüfen, um einerseits informiert zu sein über die jeweiligen Vorfälle, um aber andererseits auch das Meldesystem vor leichtfertiger Nutzung zu schützen. Das bei der Stadtverwaltung angesiedelte Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit ist für die Qualitätssicherung verantwortlich. Die Datenschutzrichtlinien würden streng beachtet, heißt es. Zugriff auf die „Zemag“-Daten haben alle Mitarbeiter von Ämtern mit Kundenkontakt.

Ratgeber
Corona und Kurzarbeit: Wann Sie eine Steuererklärung abgeben müssen

Höher, schneller, leichter: Aufgrund der Corona-Pandemie verbessert die Bundesregierung das Kurzarbeitergeld. Aber: Wer Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro im Jahr erhalten hat, für den besteht die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung. Außerdem erhöht sich durch den Bezug von Kurzarbeitergeld der Progressionsvorbehalt. Die wichtigsten Informationen samt einem Rechenbeispiel zeigt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) in einem Überblick. Schneller und einfacher zum Kurzarbeitergeld Bislang waren es 30 Prozent der Beschäftigten, die in einem Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sein mussten, jetzt wird Kurzarbeit bereits bei einem Anteil von lediglich zehn Prozent betroffener Beschäftigter anerkannt. Arbeitnehmer sind außerdem derzeit nicht verpflichtet, die ausgefallene Arbeitszeit auf einem Arbeitszeitkonto zu sammeln („negatives Arbeitszeitsaldo“), bevor Kurzarbeit ermöglicht wird. Die dritte entscheidende Erleichterung ist, dass die Sozialversicherungsbeiträge, wie sie auch bei Kurzarbeit zu entrichten sind, den Arbeitgebern in voller Höhe erstattet werden. Antrag auf Kurzarbeit stellt der Arbeitgeber Unternehmern erhalten Kurzarbeitergeld zu den leichteren Bedingungen dann, wenn ihnen wirtschaftliche Einbußen wegen des Coronavirus und der damit zusammenhängenden Einschränkungen entstehen. Die Beantragung ist Sache des Arbeitgebers. Dieser muss die Details mit der Agentur für Arbeit klären. Arbeitnehmer müssen also nicht aktiv werden. Das Kurzarbeitergeld kann rückwirkend zum 1. März 2020 beantragt und kurzfristig ausbezahlt werden. So viel Kurzarbeitergeld gab es bis dato Für Arbeitnehmer bringt das Kurzarbeitergeld finanzielle Einbußen mit sich. Die Agentur für Arbeit übernimmt bislang nur 60 Prozent des entgangenen Lohns, bei Arbeitnehmern mit einem oder mehreren Kindern zahlt sie bis dato 67 Prozent für maximal zwölf Monate. Die Mitgliedschaft in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung bleibt erhalten und die gesetzlichen Urlaubsansprüche bestehen. Neu: Anhebung des Kurzarbeitergeldes Die Koalitionsspitzen heben das Kurzarbeitergeld gestaffelt an. Wer das Kurzarbeitergeld für eine um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit bezieht, erhält ab dem vierten Monat des Bezugs 70 Prozent. Für Haushalte mit Kindern sind es 77 Prozent. Ab dem siebten Monat des Bezuges bekommen Arbeitnehmer ohne Kinder 80 Prozent und Haushalte mit Kindern 87 Prozent – und zwar längstens bis Ende 2020. Außerdem: Für Arbeitnehmer in Kurzarbeit, die sich etwas hinzuverdienen, werden ab 1. Mai bis Ende 2020 bereits bestehende Hinzuverdienstmöglichkeiten erweitert. Nebenbeschäftigung während Kurzarbeit möglich Bisher galt: Hatten Arbeitnehmer vor ihrer Kurzarbeit eine Nebenbeschäftigung, wurde der Lohn aus dieser Nebenbeschäftigung nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Wer allerdings während der Kurzarbeit eine neue Nebenbeschäftigung anfing, musste damit leben, dass dieses Einkommen in voller Höhe auf die Lohnersatzleistung angerechnet wurde. Das Kurzarbeitergeld fiel entsprechend geringer aus. Im Zuge der Corona-Krise hat die Bundesregierung nun diese Regelung vorübergehend fallen gelassen. Ab sofort haben Kurzarbeiter die Möglichkeit, zusätzliches Geld zu verdienen, ohne dass es sich auf das Kurzarbeitergeld auswirkt. Kurzarbeitergeld erhöht den Progressionsvorbehalt – ein Rechenbeispiel Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, da es durch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung getragen wird. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Lohnersatzleistung – die allerdings dem steuerlichen Progressionsvorbehalt unterliegt. Dadurch erhöht sich der persönliche Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert wird. Ein Rechenbeispiel: Ein Arbeitnehmer ist kinderlos und verdient netto normalerweise 1.332 Euro. Sein Arbeitgeber beantragt für einen Monat Kurzarbeit und streicht die Hälfte der Arbeitszeit auf 20 Stunden pro Woche. Der Nettolohn des Arbeitnehmers sinkt damit auf beispielsweise 777 Euro, also 555 Euro weniger. Die Bundesagentur übernimmt 60 Prozent des entgangenen Nettolohns, also 333 Euro. Zusammen kommt der Arbeitnehmer auf 1.110 Euro. Somit verdient er 222 Euro weniger. Ohne Kurzarbeitergeld würde er 555 Euro weniger verdienen.Zusammen kommt der Arbeitnehmer auf 1.110 Euro, also dank Kurzarbeitergeld auf 222 Euro weniger, statt 555 Euro. Die 333 Euro Kurzarbeitergeld aus dem Rechenbeispiel sind für den Arbeitnehmer steuerfrei. Aber der persönliche Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert werden muss, erhöht sich. Je nachdem, wie lange und wie viel ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld bezieht, können für ihn dadurch mehr Steuern anfallen als vorher – obwohl er Kurzarbeitergeld erhalten hat, statt den vollen Lohn. Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) ist mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Gegründet im Jahr 1972, stellt die VLH außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater. Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Corona-Krise
Pathologen wollen für Corona-Obduktionen bessere Bezahlung

Deutschlands Pathologen dringen darauf, die derzeit anfallenden Obduktionen von verstorbenen Corona-Patienten den Kliniken schneller und besser zu vergüten. In einem Schreiben an die Spitzenverbände der Krankenkassen, das der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag) vorliegt, fordert der Bundesverband Deutscher Pathologen, die Vergütungshürde in Form unverhältnismäßig hoher Obduktionsquoten abzuschaffen. „Die Pathologie vermag im Allgemeinen und auch bei dieser neuen Viruserkrankung über die Obduktionen einen wichtigen Beitrag zur strukturierten Aufschlüsselung der Pathogenese dieser Krankheit zu leisten und somit die Grundlage für neue Impulse in der Therapie zu liefern“, heißt es. Dies gelinge aber nur, wenn die Obduktionsquoten vorübergehend ausgesetzt würden. Erst seit 2018 können Kliniken einen Zuschlag für Obduktionen von den Krankenkassen erhalten. Zuvor mussten sie die Kosten stets selbst tragen. Die Obduktionszahlen gehen seit Jahren zurück. Karl-Friedrich Bürrig, Präsident des Bundesverbands Deutscher Pathologen, kritisiert: „Die Fallzahl, die es benötigt, um den Zuschlag zu erhalten, wurde 2018 so hoch angesetzt, dass nahezu keine Klinik diese erreicht. Wir haben die Spitzenverbände der Krankenkassen daher aufgefordert, diese Praxis gerade in der Corona-Krise doch noch einmal zu überdenken.“ Die Obduktionsquote, ab der Geld von den Kassen fließt, liegt bei 12,5 Prozent. In den Kliniken würden aber nur ein bis vier Prozent der Verstorbenen obduziert, sagt Bürrig. Die Häuser blieben also weiterhin auf den Kosten sitzen. Die Pathologen fordern zudem, den derzeitigen Zuschlag von 750 Euro pro Obduktion anzuheben.

Corona-Krise
Corona-Krise: China kontaktiert heimlich deutsche Beamte

Berlin – Mit der Zielsetzung, dass deutsche Beamte sich öffentlich positiv über das Corona-Management Chinas äußern, haben Diplomaten der Volksrepublik diese kontaktiert. Laut einem Medienbericht bestätigte dies die Bundesregierung. Wie die „Welt am Sonntag“ berichtet, erklärte Berlin, auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Margarete Bause, Kenntnis von Kontaktaufnahmen chinesischer Diplomaten zu deutschen Beamten zu haben. Die Kontaktversuche aus China erfolgten demnach „mit dem Zweck, öffentliche positive Äußerungen über das Coronavirus-Management der Volksrepublik China zu bewirken“. Hierfür wurden unter anderem Beamte und Mitarbeiter in Bundesministerien kontaktiert. Allerdings seien die deutschen Ministerialbeamten der Aufforderung „nicht nachgekommen“, schrieb das Innenministerium an Bause. Bause kritisierte in der „Welt am Sonntag“ den Umgang der Bundesregierung mit China: „Die Antwort des Innenministeriums zeigt einmal mehr die Leisetreterei der Bundesregierung gegenüber China.“ Die chinesische Botschaft in Berlin hatte Vorwürfe abgestritten und den Bericht öffentlich als „unwahr“ und „verantwortungslos“ genannt.

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– NRW – Chinesische Bauteile für Leverkusener Brücke mit Hunderten Fehlern behaftet

Die Stahlbauteile aus chinesischer Produktion, die für den Neubau der Leverkusener A1-Brücke über den Rhein gefertigt wurden, sind nach Angaben des nordrhein-westfälischen Straßenbaubetriebs (Straßen NRW) mit Hunderten von Fehlern und Mängeln behaftet.

Chinesische Bauteile für Leverkusener Brücke mit Hunderten Fehlern behaftet
     

Corona-Pandemie
Töchter danken Erdogan: Türkei lässt Corona-Patient aus Schweden holen

Malmö – Obwohl bei ihm ein symptomatisch schwerer Verlauf der Corona-Infektion und auch ein positiver Test vorlag, schickte ein Krankenhaus in Schweden den 47-jährigen Türken wieder nach Hause. Daraufhin wandten sich die beiden Töchter des Schwerkranken, Leyla und Samira Gülüsken, über Twitter an die türkische Regierung und baten um Hilfe.
„Helft uns, dass unsere Stimme gehört wird, unser Vater ist in einem schlimmen Zustand, er muss schnellstmöglich behandelt werden!“.
Und tatsächlich antwortete der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf den verzweifelten Hilferuf der Töchter und kündigte an, für den erkrankten Vater ein Flugzeug zu schicken.
„Liebe Leyla, wir haben dich gehört. Unser Ambulanzflugzeug wird um 6 Uhr starten, wir kommen nach Schweden. Die ganze Türkei ist traurig, dass ihr in einer solchen Zeit in der Ferne seid. Unsere Krankenhäuser und Ärzte warten schon auf deinen Vater. Ich möchte ihm von unserem Präsidenten und dem ganzen Volk unsere Genesungswünsche ausdrücken.“
Das Ambulanzflugzeug mit dem schwerkranken Mann landete bereits am heutigen Sonntag um 13.30 Uhr Ortzeit in der türkischen Hauptstadt Ankara. Nach routinemäßigen Gesundheitskontrollen wurden Gülüsken und seine Kinder ins Stadtkrankenhaus von Ankara gebracht. Die Töchter sprachen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dem Gesundheitsminister Koca und der Regierung auf Twitter ihren Dank aus. Sie seien sehr stolz auf die Türkei. https://twitter.com/KoronaReport/status/1254244672496717824 https://twitter.com/kubragulusken/status/1254399138361458690 https://twitter.com/ley1aa/status/1254248615867904000 Auch der Pressesprecher der schwedischen Provinz Skane habe sich zu dem Vorfall geäußert. Man habe Routine-Behandlungen für Covid-19-Patienten und es werden jeweils medizinische Bewertungen vorgenommen. „Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass die meisten Fälle in Krankenhäusern nicht behandelt werden“, sagte Jimmy Gottfridsson, Pressesprecher der Region Skane, laut der österreichischen Kronenzeitung. 

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– Corona-Pandemie – Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr

Der ehemalige Axel-Springer-Mitarbeiter Holger Vorbeck (73) aus Hamburg schildert in einem Kommentar seine Eindrücke zur deutschen Berichterstattung über die Türkei. Es werde massiv gegen die Türkei Stimmung gemacht. Das meiste davon sei „schlicht die Unwahrheit und frei erfunden“.

Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr
 

Türkei
Glaubensfreiheit: Erdogan schickt Brief an armenischen Patriarchen

Ankara – Der türkische Präsident schickte am Freitag einen Brief an das Oberhaupt des armenischen Patriarchats, in dem er Gleichbehandlung unabhängig von Glauben und Identität im Land zusichert. In einem Brief an den Patriarchen Sahak Mashalian gedachte Recep Tayyip Erdogan der im Ersten Weltkrieg gefallenen osmanischen Armenier und übermittelte ihren Nachkommen sein Beileid, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. „Bei dieser Gelegenheit wünsche ich allen osmanischen Bürgern, die in dieser schmerzlichen Zeit ihr Leben verloren haben, Gottes Gnade“, sagte Erdogan und fügte hinzu, dass die Türkei niemals zulassen würde, dass jemand im Land „aufgrund seines Glaubens und seiner Identität anders behandelt wird“. Erdogan unterstrich, dass die Türkei eine Zukunft der „Einheit, des Wohlstands und des Friedens“ anstrebe und sagte, dass die Solidarität in der Türkei während „dieser schwierigen Tage“ inmitten der neuartigen Coronavirus-Pandemie auf der ganzen Welt zunehme. „Mit diesen Worten gedenke ich wieder aller osmanischen Armenier, die wir im Ersten Weltkrieg verloren haben, mit Respekt und Barmherzigkeit“, so der türkische Staatschef. Maschalian ist seit dem 11. Dezember 2019 der 85. Patriarch von Istanbul der Armenischen Apostolischen Kirche. Ereignisse von 1915 Die Türkei erkennt die Tragödie hinter den Todesfällen Hunderttausender Menschen an, die von 1915 an im Zusammenhang mit den Ereignissen in Ostanatolien während des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren hatten. Allerdings verwahrt sich die Türkei gegen die Beurteilung der Ereignisse als „Völkermord“ und spricht von einer beiderseitigen Tragödie. Ankara hat wiederholt die Bildung einer gemeinsamen internationalen Historikerkommission angeregt, um die Ereignisse vom Grunde her aufzuarbeiten und historisch zu bewerten. Die Regierung des Osmanischen Reiches hatte 1915 die Deportation armenischer Bevölkerungsteile aus der Region beschlossen, nachdem sich armenische Terrormilizen und Teile der Bevölkerung mit der russischen Armee verbündet hatten, die im Osten an der Kaukasusfront in osmanische Gebiete vorrückte.

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– Demokratiepaket – Türkei: Erster Neubau einer Kirche in Istanbul seit Republiksgründung

Noch nie in der Geschichte der Türkischen Republik hat es so viele Sanierungen und Instandsetzungen von Gotteshäusern der Minderheiten gegeben, wie in der Regierungszeit der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegründeten islamisch-konservativen AKP.

Türkei: Erster Neubau einer Kirche in Istanbul seit Republiksgründung
   

Corona-Pandemie
Jugendpsychiater fordert, Kindergärten so schnell wie möglich wieder zu öffnen

Osnabrück – Der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Michael Schulte-Markwort, Direktor am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, schaltet sich in die Debatte um Corona-Lockerungen ein und fordert, die Kindergärten so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Das sollte „lieber heute als morgen“ geschehen. „Für mich gibt es keinen Grund, das nicht zügig anzugehen“, sagte Schulte-Markwort im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die immer wieder geäußerten Ängste, Kinder könnten Hygiene- und Abstandsregeln nicht ausreichend einhalten, würden sich infizieren und das Virus nach Hause tragen, stehen laut Schulte-Markwort „in keinem Verhältnis dazu, dass die Betreuung der Kleinen uns besonders am Herzen liegen sollte“. Das mit den Kita-Öffnungen drohende Risiko einer Durchseuchung halte er für handhabbar. Weder die Todesrate der Infizierten noch die Inanspruchnahme von Intensivbetten würden derzeit Anlass zur Sorge geben. Der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, der auch Mitglied im Beirat der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft ist, wirft der Politik vor, im Kampf gegen die Corona-Pandemie übervorsichtig zu agieren. Die Frage müsse erlaubt sein, wie gefährlich das Virus tatsächlich ist. Schulte-Markwort verweist darauf, dass in Hamburg noch niemand an Covid-19 gestorben sei, der keine Vorerkrankung gehabt habe. „Wir hatten 2017/2018 die große Influenza-Epidemie mit 25.000 Toten. Es gibt keine Hinweise darauf, dass wir diese Todeszahl mit Covid-19 in Deutschland erreichen werden“, betonte der gebürtige Osnabrücker, der als einer der renommiertesten Experten für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland gilt.

Gesundheit
Studie: Impfungen erhöhen das Risiko für Autismus nicht

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Eine neue Analyse unter mehr als einer Million Kindern zeigt, dass Schutzimpfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken nicht mit einem erhöhten Risiko für Autismus einhergehen: Diagnostizierte Fälle von Autismus traten bei geimpften und nicht geimpften Kindern in ähnlicher Anzahl auf. Gleiches gilt auch für bestimmte Krankheiten. Wie Aponet weiter berichtet, hat ein internationales Forscherteam 138 Studien zu Nutzen und Risiken von Schutzimpfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken ausgewertet. Dabei habe sich gezeigt, dass zwei Impfungen gegen Masern einen 96-prozentigen Schutz vor den Krankheitserregern erzeugen. Aufgrund falscher Behauptungen über einen angeblichen Zusammenhang zwischen Schutzimpfungen und Autismus, die viele Eltern verunsicherten, legten die Wissenschaftler bei Risiken ihr Augenmerk besonders auf Autismus. Die Überprüfung der Ergebnisse aus zwei Studien mit 1.194.764 Kindern habe gezeigt, dass es keinen Unterschied der Autismus-Diagnosen bei geimpften und nicht geimpften Kindern gibt. Schutzimpfungen erhöhten das Risiko für andere Krankheiten nicht Zwei weitere Studien mit mehr als einer Million Kindern ergaben zudem keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Kombi-Impfstoffen gegen Masern, Mumps und Röteln mit Entzündungen des Gehirns, der Haut oder des Darms, Morbus Crohn, geistigen Entwicklungsstörungen, Typ-1-Diabetes, Asthma, Heuschnupfen, Leukämie, Multipler Sklerose, Gangstörungen und bakteriellen oder viralen Infektionen, berichtet Aponet weiter. „In Bezug auf die Sicherheit wissen wir aus Studien auf der ganzen Welt, dass die Risiken dieser Krankheiten die der zur Vorbeugung verabreichten Impfstoffe bei weitem überwiegen“, stellte der italienische Epidemiologe Dr. Di Pietrantonj fest, der die Studie geleitet hat.

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– Medizin – „Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam

Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.

„Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam