Am 28. April 2020 hat der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz mitgeteilt, dass die Vollziehung des Bescheids von 2012 zur Einrichtung eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts in Kooperation mit DITIB Hessen zum Ende des laufenden Schuljahres ausgesetzt werde
Hessen – Zugleich wurde mitgeteilt, dass der im Schuljahr 2019/2020 an sieben Schulen begonnene Schulversuch „Islamunterricht“ auf alle bisherigen 56 Standorte in der Grundschule sowie zwölf weiterführende Schulen, in denen der DITIB-Religionsunterricht erteilt wurde, ausgeweitet würde. Der staatliche „Islamunterricht“ soll nach wiederholten Bekundungen des Ministeriums ein „religiöses“, aber dennoch ein bekenntnisfreies Bildungsangebot für muslimische Schüler_innen sein.
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hatte diesen „Islamunterricht“ bereits bei seiner Einführung u.a. auf Grund der Verletzung der weltanschaulichen Neutralität des Staates und des Eingriffs in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als verfassungswidrig abgelehnt und den betroffenen muslimischen Eltern diesbezüglich empfohlen, ihre Kinder nicht anzumelden bzw. wieder abzumelden.
Zur vorgestrigen Entscheidung des hessischen Kultusministers sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen des ZMD, Said Barkan: „Die vorgestern verkündete Entscheidung stand nach meiner Auffassung politisch schon längst fest, so dass sie nicht überraschte. Das aber ändert nichts daran, dass die einstweilige Beendigung der Kooperation mit DITIB Hessen falsch ist und muslimische Kinder und Jugendliche in Hessen ab dem kommendem Schuljahr um ihr Grundrecht auf einen durch eine islamische Religionsgemeinschaft erteilten Religionsunterricht nach Art. 7 Abs. 3 GG beraubt werden.
Die Entscheidung ist sowohl politisch falsch als auch verfassungsrechtlich nicht haltbar. Der islamische Religionsunterricht ist selbst nach der Mitteilung des Ministeriums ohne jede Beanstandung von deutschen Lehrkräften erteilt worden. Die einseitige Stützung auf das Isensee-Gutachten ohne die Einbeziehung etwa auch der differenzierten Bewertung des Gutachters Rohe, zeigt, dass die Beendigung des islamischen Religionsunterrichts bereits beschlossene Sache der schwarzgrünen Landesregierung war.“
Neben der Beendigung des islamischen Religionsunterrichts ab dem nächsten Schuljahr ist auch der Ausbau des Schulversuchs „Islamunterricht“ ohne Beteiligung der islamischen Religionsgemeinschaften das denkbar schlechteste Modell. Hierzu sagte der Landesvorsitzende Barkan: „Wir haben schon beim Start des Schulversuchs gesagt, dass wir ein solches Modell eines durch den Staat erteilten ‚Islamunterrichts‘ für verfassungswidrig halten und nicht unterstützen werden.
Mal abgesehen davon, dass der ganze Prozess der Einführung des Islamunterrichts völlig intransparent sowie ohne Informierung und Beteiligung der islamischen Religionsgemeinschaften erfolgte, ist es auch inhaltlich eine Mogelpackung: Wie soll der Staat ein religiöses Angebot bekenntnisfrei unterrichten dürfen? Nach Art. 7 Abs. 3 GG wird der Religionsunterricht nur in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt, nicht vom Staat selbst. Unser Staat ist weltanschaulich neutral und darf keine Religion oder Weltanschauung unterrichten. Wir empfehlen allen muslimischen Eltern daher, ihre Kinder nicht für das Fach ‚Islamunterricht‘, sondern für das Fach Ethik anzumelden; entsprechend gilt diese Empfehlung auch an alle religionsmündigen muslimischen Jugendlichen.“
Barkan kritisierte auch den Zeitpunkt der Verkündung der Entscheidung: „Es ist für uns nicht überzeugend nachvollziehbar, wenn mit der Entscheidung solange zugewartet wurde, bis diese dann zum Beginn des für Muslime wichtigen Fastenmonat Ramadan verkündet wird. Bei allem Respekt vor schulverwaltungsorganisatorischen Aspekten: Das hätte der Minister auch einfach ein paar Tage vorher verkünden müssen!“
Der islamische Religionsunterricht ist seit nunmehr über 26 Jahren Gegenstand der öffentlichen und politischen Debatte. Bereits 1992 hat der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) den ersten Antrag auf den Weg gebracht und hierfür sodann ein Curriculum erstellt. Der ZMD wird sich daher weiterhin für einen von muslimischen Religionsgemeinschaften aus Deutschland verantworteten islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache an deutschen Schulen einsetzen.
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Istanbul – Der französische Basketballprofi Adrien Moerman fühlt sich angesichts der andauernden weltweiten Corona-Pandemie in der Türkei sicherer als in seiner Heimat.In einem Gespräch mit der Anadolu betonte Moerman, dass die Situation in Frankreich wesentlich schlechter sei als in der Türkei und erwähnte dabei die viel höheren Infektions- und Todeszahlen.
„Ich will die Türkei nicht verlassen, weil die Lage in Frankreich viel schlimmer ist als hier“, sagte er und fügte hinzu, dass er in der Türkei bleiben werde, da er seine Familie nicht in Gefahr bringen wolle. Er fühle sich in der Türkei wohl und betrachte mit seiner Familie das Land als seine zweite Heimat.
Moerman fügte hinzu, dass er nach Abschluss der Ligen in sein Land zurückkehren werde. „‚Ich fühle mich in Istanbul sicherer. Ich warte auf die endgültige Entscheidung der türkischen Liga und der EuroLeague“, sagte er.
(Screenshot/AA)
In der Corona-Pause setze der 31-jährige Spieler sein Training in den Einrichtungen des Vereins fort. Er gehe jeden Morgen zum Training, um seinen Körper in Form zu halten. Die Spieler seien während der täglichen Trainingseinheiten in zwei Gruppen aufgeteilt, so Moerman.
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Vorsitzender fordert mehr Unterstützung
Osnabrück – Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine stärkere Unterstützung des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie der Beschäftigten. NGG-Vorsitzender Guido Zeitler sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, über einen Rettungsschirm für die Branche „muss man ganz dringend nachdenken“.
„Konsumgutscheine auch für Urlaubseinrichtungen“
Als mögliche Unterstützung für Not leidende Unternehmen schlug Zeitler vor, „die Mehrwertsteuer im Sektor Hotellerie für ein halbes Jahr ganz zu streichen“. Auch staatliche Mietzuschüsse seien eine Möglichkeit, Not leidenden Unternehmen zu helfen. Die von den Grünen vorgeschlagenen Konsumgutscheine für jeden Bürger in Höhe von 250 Euro seien eine gute Idee, so Zeitler. „Auch Hotels und alle Urlaubseinrichtungen sollten davon umfasst sein.“
Der Gewerkschaftsvorsitzende geht nicht davon aus, dass sich die Lage in der Branche zeitnah normalisieren wird. Zeitler sagte: „Weder für Gäste noch für Beschäftigte darf im Fall einer Wiedereröffnung von Kneipen, Restaurants oder Hotels eine Gesundheitsgefährdung bestehen.“ Arbeits- und Gesundheitsschutz seien Pflicht. „Dem muss im Zweifelsfall die Wiedereröffnung untergeordnet werden.“ Zeitler rief zu einem Branchendialog mit Politik, Arbeitgebern, Gewerkschaft und Berufsgenossenschaft auf, um über den Weg zu Wiedereröffnungen zu sprechen. „Den müssen wir jetzt starten und die Zeit des Stillstandes nutzen.“
Der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern in der Corona-Krise schnell eine langfristige Planungssicherheit für die Sommerurlaubszeit zu geben und eine mögliche Reisewarnung über Mitte Juni hinaus frühzeitig anzukündigen.
Kunden hätten auch jetzt schon gute Chancen, Auslandsreisen, die bis Ende August gebucht seien, kostenlos zu stornieren, sagte Müller der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es durch die Corona-Pandemie weiterhin erhebliche Beeinträchtigungen gibt. Eine frühzeitige Reisewarnung wäre hilfreich.“ Verbraucher und Unternehmen bräuchten jetzt schnell Klarheit und Rechtssicherheit. „Natürlich wüssten wir alle gern, wie wir unsere Sommerferien 2020 verbringen werden.“
Die Bundesregierung fahre auf Sicht. „Für Verbraucher wäre eine längerfristige Planungssicherheit allerdings besser.“ Müller plädierte für einen Reisesicherungsfonds, aus dem die Erstattung der Kundengelder finanziert werden könnte. Dies würde auch die Liquidität der Unternehmen gewährleisten, sagte er. Dass bereits an Nord- und Ostsee für Urlaub massive Preissteigerungen zu beobachten seien, nannte er „unfair“. Damit würden die weltweiten Beschränkungen ausgenutzt.
Der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, Norbert Kunz, sagte der Zeitung, Bund und Länder müssten endlich einen Fahrplan für den „Neustart des Deutschlandtourismus“ vorlegen und den Akteuren vom Bootsverleiher über Gästeführer bis zum Vermieter einer Ferienwohnung eine Perspektive geben.
Die Kapazitäten in deutschen Hotels, Pensionen, Ferienhäusern und Campingplätzen seien in der Fläche ausreichend. „Allerdings brauchen viele existenzbedrohte Anbieter dringend Unterstützung durch Zuschüsse des Bundes, damit sie ihren Betrieb bis in den Sommer retten können. Sonst befürchten wir eine Pleitewelle.“
Kiew/Ankara – Ein ukrainisches Gericht in Kiew hat den verhängten Hausarrest gegen den mutmaßlichen Mörder von Dr. Necip Hablemitoğlu aufgehoben.
Nach ukrainischem Recht darf ein gerichtlich angeordneter Hausarrest 6 Monate nicht überschreiten. Nach einem Bericht der Zeitung Cumhuriyet, darf N.G.B. die ukrainische Hauptstadt nicht verlassen und ist verpflichtet eine elektronische Fußfessel zu tragen.
Der mutmaßliche Attentäter N.G.B., wurde am 10. Juli 2019 von ukrainischen Spezialeinheiten in Kiew überwältigt und festgenommen. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte mutmaßliche Schütze konnte sich in die Ukraine absetzen. Die Türkei verlangt seine Auslieferung.
Während eines Staatsbesuchs im Februar dieses Jahres in Kiew hatte auch der türkische Präsident Erdoğan die Überstellung des mutmaßlichen Attentäters an die Türkei gefordert. N.G.B. hat nach seiner Festnahme in Kiew einen Asylantrag gestellt.
Die Generalstaatsanwaltschaft in Ankara wirft dem mutmaßlichen Schützen vor, am 18. Dezember 2002 den Akademiker Dr. Necip Hablemitoğlu unweit seines Hauses ermordet zu haben.
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Das Attentat – Der Mord an Dr. Necip Hablemitoğlu
Ein Gericht ließ 2002 die Anklage gegen die deutschen Stiftungen in der Türkei zu und der Prozess sollte am 26. Dezember 2002 stattfinden. Genau 8 Tage vor Prozessbeginn, am 18. Dezember 2002, wurde Dr. Hablemitoğlu, der einen Bericht zu den Aktivitäten der deutschen Stiftungen verfasst hatte, ermordet.
Washington – Die NATO-Botschafterin der Vereinigten Staaten und das amerikanische Außenministerium haben der Türkei für ihre Hilfslieferungen an die USA gedankt.
„Wir danken der Türkei für ihre großzügige Spende von medizinischen Hilfsgütern und Schutzausrüstung, die uns im Kampf gegen #COVID19 in unseren am härtesten betroffenen Gebieten hilft“, sagte US-Außenminister Mike Pompeo auf Twitter. „Die Amerikaner sind dankbar für Ihre Freundschaft, Partnerschaft und Unterstützung“, fügte Pompeo hinzu.
Auch die Botschafterin der USA bei der NATO, Kathryn Ann „Kay“ Bailey Hutchison, dankte der Türkei für die Hilfen. Die Solidarität der NATO während der Pandemie unterstreiche die Stärke der transatlantischen Verbindung. „Ein ganz herzliches Dankeschön an die Menschen in der Türkei!“, sagte Hutchison am Mittwoch.
In einer Mitteilung sagte der US-Botschafter in Ankara, dass die Lieferungen ein Zeichen für die starken Beziehungen zwischen der Türkei und den USA seien. “Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der Türkei in Bezug auf diese und vielen anderen gemeinsamen Prioritäten“, so David Satterfield. “Im Namen der US-Regierung möchte ich unserem NATO-Verbündeten Türkei für die heutige großzügige Spende von medizinischem Versorgungsmaterial und anderen wichtigen Geräten danken“, fügte Satterfield hinzu.
During times of crisis, @NATO Allies must stand together. We thank Turkey for their generous donation of medical supplies and protective equipment to help us fight #COVID19 in our hardest hit areas. Americans are grateful for your friendship, partnership and support. pic.twitter.com/5ePVaRdMlf
https://twitter.com/USAmbNATO/status/1255094691009384450
Das militärische Frachtflugzeug A400M landete am Dienstagnachmittag auf der Joint Base Andrews außerhalb Washingtons, D.C.
Die Lieferung umfasst nach Angaben des türkischen Präsidialamtes 500.000 chirurgische Masken, 4.000 Schutzanzüge, 2.000 Liter Desinfektionsmittel, 1.500 Schutzbrillen, 400 N95-Masken und 500 Gesichtsschutzschilde.
Die Kisten mit den medizinischen Hilfsgütern enthielten eine Botschaft für die Bevölkerung der USA:
„Nach der Hoffnungslosigkeit gibt es soviel Hoffnung und nach der Dunkelheit so viel Sonne“, wurden die Worte des türkischen Gelehrten aus dem 13. Jahrhundert, Mevlana Jalaladdin Rumi, zitiert.
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Corona-Krise: Italien, Spanien und NATO danken Türkei für Hilfe
Zur Bekämpfung des Coronavirus hat die Türkei in die von der Pandemie hart getroffenen Länder Italien und Spanien Hilfscontainer geschickt. Die Außenminister Italiens und Spaniens haben der Türkei am Mittwoch dafür gedankt.
Gastbeitrag von Kemal Bölge –kboelge@web.de
Die syrische Stadt Afrin, am 24. April 2020, gegen 15:40 Uhr Ortszeit: Ein Dieseltanklaster fährt in die Stadt hinein und biegt dann in die Altstadt in Richtung Marktplatz ab. Der Selbstmordattentäter steuert den mit Sprengstoff beladenen LKW in die Menschenmenge auf dem Markt.
Eine gewaltige Explosion erschüttert den Markt in Afrin. Diesem Bombenanschlag fallen nach Angaben des Regierungspräsidiums von Hatay 42 Menschen zum Opfer, darunter 11 Kinder und 30 Personen werden zum Teil schwer verletzt. Für den Bombenanschlag machen die türkischen Behörden die Terrororganisation PKK/YPG verantwortlich.
Ich beschäftige mich heute mit der erwähnten PKK und deren syrischem Ableger YPG. In Deutschland ist die PKK seit 1993 offiziell verboten. Trotzdem haben sich nach dem Betätigungsverbot Vereine/Organisation gebildet, die der PKK nahestehen.
Der Bundesgerichtshof hatte in einem Urteil vom 28. Oktober 2010 festgestellt, dass es sich bei der PKK um eine terroristische Vereinigung im Ausland handelt (§§ 129a, 129b StGB). In der Berichterstattung der meisten deutschen Medien wird allerdings des Öfteren so getan, als ob es sich bei dieser Terrororganisation um eine unauffällig harmlose politische Organisation handelt.
Dass dem nicht so ist, belegt auch ein Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz von 2019. Durch den Krieg in Syrien und massiver US-amerikanischer Unterstützung, gelang es der PKK durch ihren Ableger PYD/YPG in Nordostsyrien etwa ein Drittel des syrischen Staatsterritoriums zu besetzen und die vor Ort lebende einheimische Bevölkerung aus Arabern, Turkmenen und Kurden mit Gewalt zu vertreiben. Die Schergen der PKK/YPG führten in den betroffenen Gebieten Nordostsyriens ethnische Säuberungen durch.
Eine gewisse Anzahl der deutschen Medien pflegt in Syrien das Image der YPG als „Kämpfer gegen die Terrororganisation IS“ und es wurde immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt. Tatsächlich haben die USA und andere westliche Staaten die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu Beginn des Syrienkrieges unterstützt, um Syriens Präsidenten Assad zu stürzen.
Das geht aus Unterlagen hervor, die in Washington vor ein paar Jahren freigegeben wurden. Darüber hatte ich letztes Jahr auch einen Leserbrief an die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) geschrieben. Es geht um die CIA-Unterlagen über die Operation „Timber Sycamore“, die die Waffenlieferungen an radikale Terroristen des IS betreffen.
Die westlichen Staaten wollten in Syrien Präsident Assad stürzen und in einem Teil von Syrien einen homogenen kurdischen Staat errichten. Das erste Ziel, der Sturz von Präsident Assad, wurde durch die militärische Intervention Russlands verhindert. Das zweite Ziel, die Errichtung eines kurdischen Staates, ist nach wie vor aktuell, da die Terroristen der PKK/YPG etwa 33 Prozent von Syrien besetzt halten und US-amerikanische Spezialeinheiten sich unterstützend vor Ort befinden. Gleichzeitig wird in den von der PKK/YPG besetzten Gebieten Syriens illegal Erdöl gefördert, das dem syrischen Staat bzw. der syrischen Bevölkerung gehört, und anschließend verkauft.
Warum habe ich das mit der Terrororganisation PKK und deren syrischen Ableger erzählt? Der Shutdown dieser Tage trägt so manch seltsame Früchte. Während viele Sektoren vor einer Pleitewelle historischen Ausmaßes stehen, reiben sich andere Unternehmen gierig die Hände. So beflügelt die Kontakt- und Ausgangssperre den Onlinehandel und versetzt Stakeholdern von Amazon, eBay & Co in gute Laune. Gegen einen freien und fairen Handel ist im Prinzip nichts einzuwenden – gerade in unserer heutigen Zeit sollte es doch erfreulich sein, dass wenigstens einige Unternehmen noch Umsatz machen.
Die Betonung liegt allerdings auf dem Prädikat „sollte“, denn es scheint so, dass der Handel in Zeiten des virtuellen Kaufrauschs jegliche Hemmschwelle überwunden hat und fern jeder Ethik und Political Correctness nach mehr Umsatz schielt. Ausgerechnet an dem gestiegenen Umsatz scheinen auch Terrororganisationen wie die YPG/ PKK kräftig mitzuverdienen, sodass sich in die Riege der triumphierend dreinschauenden CEOs und Finanzvorstände führender Handelsplattformen auch die hässliche Fratze des Terrorismus dazugesellt.
Durch den Hinweis eines Freundes bin ich auf der Website von eBay auf Utensilien der PKK/YPG gestoßen, dass ich mir genauer angesehen habe. Es geht um einen Schmuckanhänger mit der Aufschrift „YPG“. Mancher wird sich vielleicht fragen was daran auszusetzen ist. Wie ich zu Beginn schon erläutert habe, handelt es sich bei der PKK um eine Terrororganisation und die YPG ist deren Ableger in Syrien.
(Screenshot/Ebay)
Bei blutigen Anschlägen auf unschuldige Zivilisten und türkische Sicherheitskräfte hat diese extremistische Organisation über 40.000 Menschen auf dem Gewissen. Wer diesen Schmuckanhänger kauft, legalisiert Terrorismus und macht sich mitschuldig am Tod von unschuldigen Kindern, Erwachsenen, Senioren, Soldaten, Polizisten etc. Viele werden es wissen: Als eBay-Käufer hat man die Möglichkeit einen Artikel zu melden. Meine Bitte wäre, Terrorismus keine Plattform zu bieten und diesen Artikel zu melden. Es bleibt aber jedem selbst überlassen, ob er/sie das macht oder nicht.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Kemal Bölge ist Politologe, Historiker, Verleger und freier Journalist
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Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“
Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.
Spahn: Gleichzeitiges Hochschnellen von Corona- und Grippe-Infektionen im Herbst verhindern
Osnabrück – Der Bund beschafft 4,5 Millionen Impfstoff-Dosen gegen Grippe, um ein gleichzeitiges Hochschnellen von Corona- und Influenza-Infektionen im Herbst und Winter zu verhindern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Gleichzeitig viele Grippe- und Corona-Kranke zu versorgen könnte unser Gesundheitssystem überfordern. Mit Blick auf die nächste Grippe-Saison ermöglichen wir es den Ärzten, mehr Impfdosen zu bevorraten, und wir beschaffen erstmalig direkt als Bund zusätzlich 4,5 Millionen Impfdosen gegen Grippe.“
Die Corona-Pandemie werde mit hoher Wahrscheinlichkeit kommenden Winter noch nicht vorbei sein, erklärte Spahn. „Also bereiten wir uns rechtzeitig darauf vor.“
In einem Beschluss des Corona-Kabinetts vom Montag, der der „NOZ“ vorliegt, heißt es, die Dosen müssten „zügig in den nächsten Tagen“ bestellt werden, da die Hersteller derzeit ihre Kapazitäten und die Verteilung an die Länder planten und beschlössen. Spahns Ministerium hat demnach schon Angebote für insgesamt 4,65 Millionen Dosen von drei Herstellern eingeholt. Das Bundeskabinett soll an diesem Mittwoch grünes Licht für höhere Impfstoff-Vorräte der Ärzte und eine Ausweitung der Impf-Erstattung durch die Kassen geben.
Grippe-Impfpflicht aber „kein Thema“
Geschützt werden sollen vor allem Risikogruppen wie Ältere und Vorerkrankte, die durch Covid-19 und die Grippe „gleichermaßen besonders bedroht“ seien, heißt es im Beschluss des Corona-Kabinetts. Damit das Gesundheitssystem nicht überlastet werde, müsse daher „eine deutlich umfassendere Durchimpfung der Bevölkerung gegen Grippe als in den Vorjahren“ erreicht werden.
Neues „Impfkonzept“ angekündigt
Für das Ziel wurde das Gesundheitsministerium mit der Erstellung eines „ergänzenden Impfkonzeptes“ beauftragt. Die Einführung einer Grippe-Impfpflicht zumindest für Risikogruppen sei dabei aber „kein Thema“, sagte ein Ministeriumssprecher.
Nach Angaben der Techniker-Krankenkasse vom vergangenen Herbst hat sich in der Saison 2017/2018 nur jeder zehnte Bürger gegen Influenza impfen lassen. Bei den über 60-Jährigen, für die die Impfung ausdrücklich empfohlen wird, waren es nur 33,4 Prozent. Das lag deutlich unter dem EU-Ziel von 75 Prozent für diese Gruppe.
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Osnabrück – Die Polizei sucht nach 13 Erntehelfern, die von einem Spargelhof in Niedersachsen verschwunden sind. Laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) kamen die Arbeiter vor wenigen Tagen in einem der Erntehelfer-Flieger aus Rumänien nach Deutschland. Aufgrund der gültigen Corona-Verordnungen hätte sich die Gruppe zunächst für 14 Tage auf dem Betrieb in Quarantäne begeben müssen.
Nach Streit mit Landwirt im Landkreis Nienburg
Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg bestätigte, dass sich die Gruppe daran nicht gehalten und nach einem Streit mit dem Landwirt den Hof am 23. April verlassen hat. Nun sind die 13 Erntehelfer „aus Gründen der Gefahrenabwehr“ zur Fahndung ausgeschrieben.
Ein Sprecher der Polizei sagte der „NOZ“, es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Arbeiter an Corona erkrankt seien. Die Fahndung laufe bis einschließlich Samstag, 2. Mai. Dann ende die 14-tägige Quarantäne-Frist. Zuvor hatte eine Kontrolle des Betriebes durch den Landkreis Nienburg ergeben, dass Quarantäne-Vorschriften nicht erfüllt worden waren. So wurde angeordnet, mindestens die Hälfte der Erntehelfer neu unterzubringen. Dem sei der Landwirt nachgekommen, so der Kreis auf Nachfrage der „NOZ“.
Die Sportministerkonferenz hat sich für eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga ab Mitte bis Ende Mai ausgesprochen. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Runde hervor, über die am Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten der Bundesländer abstimmen werden.
In dem Papier, das der in Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch) vorliegt, heißt es: „Die Fußball-Bundesliga hat ein erkennbares Interesse an der Fortsetzung ihres Spielbetriebes auch unter Ausschluss anwesender Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion (sogenannte Geisterspiele).
Die SMK hält die Fortsetzung des Spielbetriebes und mithin die Begrenzung des ansonsten entstehenden wirtschaftlichen Schadens in der 1. und 2. Fußballbundesliga für die dort startberechtigten 36 Vereine auf deren Kosten ab Mitte/Ende Mai für vertretbar. Soweit sich die Konzepte bewährt haben und eine entsprechende Wirtschaftlichkeit für die betroffenen Vereine gegeben ist, kann dies mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Frauen-Bundesliga und den DFB Pokal ausgeweitet werden.“
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Auch der Sport- und Trainingsbetrieb im Breitensport soll schrittweise wieder erlaubt werden. Es geht nur um Angebote, die an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen stattfinden. Es muss unter anderem gewährleistet sein, dass das Sportangebot kontaktfrei durchgeführt wird, die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, konsequent eingehalten werden. Eine Differenzierung nach bestimmten Sportarten oder Altersgruppen wird von der Sportministerkonferenz nicht gemacht.