Corona-Krise
Laschet sieht eine breite Zustimmung in der Regierung für einen Bundesliga-Neustart Mitte Mai

In der Diskussion um den möglichen Neustart der Fussball-Bundesliga hat der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Armin Laschet, CDU, die Zustimmung der Regierung für Mitte Mai signalisiert. Das Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für einen Spielbetrieb ohne Zuschauer habe „Markus Söder und mich überzeugt, inzwischen auch andere Ministerpräsidenten und die Bundesregierung“, so Laschet im Interview mit Moderatorin Susann Reichenbach im ARD-Mittagsmagazin. Zudem gäbe es „auch viele Fussballfans, die froh sind, wenn wir auch dort ein bisschen Normalität unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erleben.“ Die positiv getesteten Sportler des 1. FC Köln sieht Laschet als „Beleg, dass das Sicherheitskonzept funktioniert, parteiübergreifend“ und folgt damit der Stellungnahme des DFL. Das RKI hatte sich zuletzt kritisch gegenüber einem Bundesliga-Spielbetrieb gezeigt. Die finale Entscheidung falle aber am Mittwoch, den 6. Mai „gemeinsam, und nicht vorher“.

Sportminister für Bundesliga-Fortsetzung Mitte Mai

Auch die Sportministerkonferenz hatte sich Ende vergangenen Monats für eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga ab Mitte bis Ende Mai ausgesprochen. „Die Fußball-Bundesliga hat ein erkennbares Interesse an der Fortsetzung ihres Spielbetriebes auch unter Ausschluss anwesender Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion (sogenannte Geisterspiele). Die SMK hält die Fortsetzung des Spielbetriebes und mithin die Begrenzung des ansonsten entstehenden wirtschaftlichen Schadens in der 1. und 2. Fußballbundesliga für die dort startberechtigten 36 Vereine auf deren Kosten ab Mitte/Ende Mai für vertretbar. Soweit sich die Konzepte bewährt haben und eine entsprechende Wirtschaftlichkeit für die betroffenen Vereine gegeben ist, kann dies mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Frauen-Bundesliga und den DFB Pokal ausgeweitet werden“, so die SMK. Auch der Sport- und Trainingsbetrieb im Breitensport soll schrittweise wieder erlaubt werden. Es geht nur um Angebote, die an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen stattfinden. Es muss unter anderem gewährleistet sein, dass das Sportangebot kontaktfrei durchgeführt wird, die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, konsequent eingehalten werden. Eine Differenzierung nach bestimmten Sportarten oder Altersgruppen wird von der Sportministerkonferenz nicht gemacht.

Corona-Krise
Massenandrang in NRW: Ikea will Sicherheitskonzept prüfen

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Düsseldorf – Nachdem es am Wochenende bei mehreren Ikea-Märkten in NRW zu einem großen Menschenandrang gekommen ist, will der Möbelriese Ikea das eigene Konzept überprüfen. „Obwohl gestern weniger Kunden als an einem normalen Samstag in unsere Einrichtungshäuser gekommen waren, hatten wir tatsächlich zeitweise Warteschlangen vor einigen unseren Häusern in NRW. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass wir strenge Zugangsbeschränkungen haben und umsetzen“, sagte eine Ikea-Sprecherin der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Wir werden selbstverständlich analysieren, wie sich die Situation vor den einzelnen Einrichtungshäusern dargestellt hat und prüfen, ob wir Anpassungen am Sicherheitskonzept für die Situation außerhalb der Häuser vornehmen können.“ Vor dem Ikea-Markt in Köln-Godorf hatten sich am Samstag lange Schlangen gebildet, Kunden mussten bis zu einer Stunde warten. Der Rückstau beim Ikea in Düsseldorf-Reisholz war so groß, dass er zeitweise bis auf die Autobahn A46 reichte. Nordrhein-Westfalen hatte vor knapp zwei Wochen als einziges Bundesland in Deutschland eine vollständige Öffnung von Möbelhäusern erlaubt. Der Verband der deutschen Möbelindustrie drängt auf weitere Lockerungen in weiteren Bundesländern nach dem Vorbild von NRW.

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– Corona-Krise – Türkei kündigt gemeinsame Impfstoffentwicklung mit der EU an

An den Bemühungen der EU, einen Fonds zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus und der Entwicklung eines Impfstoffes aufzulegen, werde sich auch die Türkei anschließen, sagte Ibrahim Kalin, Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Türkei kündigt gemeinsame Impfstoffentwicklung mit der EU an

Essen
Maskierter Raubüberall: Netto-Mitarbeiter gingen von Kunden aus

Essen – Am Samstagabend gegen 20:55 Uhr raubten zwei bewaffnete Männer einen Netto-Supermarkt in Essen aus. Die  Unbekannten konnten mitsamt der Beute fliehen. Wie die Essener Polizei am Sonntag mitteilte, wollte das Supermarkt-Personal den Laden schließen und glaubte, die beiden Männer mit Mundschutz seien die letzten Kunden – also baten die Mitarbeiter sie zur Kasse zu kommen und zu zahlen. Doch stattdessen zog einer der Männer eine Waffe und forderte Geld. Anschließend flohen die Unbekannten mit der Beute. Die zu Hilfe gerufene Polizei habe daraufhin sofort eine Fahndung nach den beiden Männern eingeleitet, sowohl ein Hubschrauber als auch ein Diensthund unterstützten die Suche, allerdings erfolgslos. Ein Autofahrer gab kurze Zeit später gegenüber der Polizei an, er habe um kurz nach 21:00 Uhr zwei schwarz gekleidete Männer in Richtung Kanal rennen sehen. Der erste Täter ist etwa 1,85 Meter groß und schlank. Er trug eine dunkle Jeans und eine schwarze Jacke (vermutlich Wellensteyn). Der zweite Unbekannte war sehr schlank und etwa 10 Zentimeter kleiner, er trug eine dunkle Jeans und einen schwarzen Kapuzenpullover. Er hatte einen südländischen Akzent und klang recht jung. Beide Männer hatten ihre Kapuzen über den Kopf gezogen und trugen einen Einmal-Mundschutz. Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zur Tat machen können oder möglicherweise die beiden Männer bei der Flucht beobachtet haben, sich unter der zentralen Rufnummer 0201/829-0 zu melden.

Tierschutz
Vorerst keine Videoüberwachung in deutschen Schlachthöfen

Osnabrück – In Deutschland wird es vorerst keine verpflichtende Kameraüberwachung in Schlachthöfen geben. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Demnach kommt die Bundesregierung der Aufforderung der Bundesländer vorerst nicht nach, die rechtlichen Voraussetzungen für eine obligatorische Videoaufzeichnung in den Betrieben zu schaffen. Zudem scheint eine entsprechende freiwillige Vereinbarung in Niedersachsen zwischen Landesregierung und Vertretern der Schlachtbranche gescheitert. Der Verband der Fleischwirtschaft (VdF), dem die 16 größten Schlachtunternehmen in dem Bundesland angehören, teilte auf Anfrage der „NOZ“ mit: „Leider mussten die Kameras in fast allen Betrieben wegen datenschutzrechtlicher Unstimmigkeiten inzwischen wieder abgeschaltet werden. Die Beschwerden wurden sowohl von in den Betrieben eingesetztem, amtlichem Überwachungspersonal als auch betriebseigenen Mitarbeitern eingelegt.“ Man habe sich von der Vereinbarung mit der Ministerin erhofft, dass datenschutzrechtliche Bedenken ausgeräumt werden könnten, so der VdF. „Das ist der Ministerin leider nicht gelungen.“ Die Forderung des Bundesrates und die Vereinbarung in Niedersachsen waren eine Reaktion auf heimlich gedrehte Aufnahmen in Schlachthäusern. Tierrechtsaktivisten hatten in mehreren Betrieben mutmaßliche Tierquälereien dokumentiert und öffentlich gemacht. In Niedersachsen ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg derzeit deswegen im Umfeld von fünf Betrieben. Die Bundesregierung wies die Bundesländer in der Replik zum Antrag darauf hin, dass Tierschutz Ländersache sei. Es müsse geklärt werden, inwieweit Missstände in Schlachthäusern durch intensivere Vor-Ort-Kontrollen verhindert werden können. Schlachthof-Kontrollen in Niedersachsen: Viele Mängel bei Tierschutz und Hygiene entdeckt Bei unangekündigten Kontrollen in niedersächsischen Schlachtbetrieben haben Behörden in fast jedem Unternehmen Probleme im Bereich Tierschutz und Hygiene festgestellt. Auf Anfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit, das seit dem 12. November 2018 insgesamt 62 Schwerpunktkontrollen bis Ende März 2020 stattgefunden haben. Bei den unangekündigten Überprüfungen „wiesen 58 Betriebe in Bezug auf tierschutzrechtliche Vorgaben Auffälligkeiten auf“, so das Ministerium. In 49 Fällen bemängelten die Kontrolleure auch die Hygiene in den Produktionsstätten. Zehn Betriebe wiesen demnach „schwerwiegende Mängel in der Betriebshygiene auf“. Wie die „NOZ“ berichtet, entdeckten die Kontrolleure besonders im Bereich der Betäubung und Schlachtung Mängel. Sie reichten von fehlender Dokumentation über mangelnde Sachkunde beim Personal bis hin zu ernsthaften technischen Schwierigkeiten. So war in einigen Fällen laut „NOZ“ nicht sichergestellt, dass Schweine vor der Schlachtung ausreichend betäubt waren. Zwei Betriebe mussten kurzfristig nach den amtlichen Kontrollen die Schlachtungen einstellen, sind nach Behebung der Mängel aber wieder am Produzieren. Landesweit zugelassen sind 320 Schlachtbetriebe. Vor allem kleine und mittlere Betriebe fielen negativ auf, so das Ministerium. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast teilte der „NOZ“ mit: „Die Ergebnisse zeigen, dass kontrollierte Betriebe die tierschutzrechtlichen Vorgaben nicht eingehalten haben. Das ist nicht akzeptabel.“ Sie kündigte an, dass die Kontrollen – derzeit wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt – künftig fortgesetzt werden sollen. Auslöser für die Überprüfungen waren heimlich von Tierrechtsaktivisten gedrehte Videos aus vier Schlachthöfen in Niedersachsen. In allen Fällen dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg an.

Boxsport
Boxer Ünsal Arik unterstellt Promoter Özen-Otto Nähe zur PKK

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Hamburg – Profi-Boxer Ünsal Arik hat dem Chef des Universum Boxstalls, Ismail Özen-Otto, eine Nähe zur Terrororganisation PKK unterstellt. „Er hat mich angerufen und sich beschwert, dass ich schlecht über ihn spreche. Aber wenn mich die Leute auf ihn angesprochen haben, habe ich gesagt, dass ich mit Terroristen nichts zu tun haben will“, sagte Arik gegenüber der BILD. Damit spiele er auf Özen-Ottos angebliche Sympathien für die PKK an. In Deutschland wird sie als Terror-Organisation eingestuft. Nach einem Box-Kampf hatte sich Özen-Otto mit Kurdenpolitiker Selahattin Demirtas ablichten lassen. Die türkische Regierung wirft dem heute inhaftierten Politiker eine Nähe zur PKK vor.
(Screenshot)
Wie die BILD weiter berichtet, schreibt Arik auf türkisch auf Twitter:
„Es besteht nun die Möglichkeit, gegen Ismail Özen, der für seiner Nähe zur PKK bekannt ist, zu boxen. Wenn die Formalitäten geklärt sind, wird das ganze sportlich im Ring geklärt!“
Özen-Ottos Antwort lässt nicht lange auf sich warten:
„Er stellt mich politisch in eine Ecke, in die ich nicht gehöre. Leider haben seine Worte im Netz dazu geführt, dass es anschließend auch Beleidigungen gegen meine Familie gab. Das will ich nicht auf mir sitzen lassen. Wenn er sportlich kommt, boxe ich ihn. Egal wo, auch in einer Telefonzelle.“
Ünsal daraufhin gegenüber BILD:
„Es reicht ihm offenbar nicht, dass er in eine Milliardärs-Familie eingeheiratet hat. Er braucht Aufmerksamkeit und die versucht er, über mich zu bekommen. Weil er sie mit Geld nicht kaufen kann. Wenn er unbedingt will – wir sind bereit für ein gutes Angebot und freuen uns über einen geschenkten Gegner. Bis dahin soll er lieber weiter brav Sitz bei seiner Frau machen und um mehr Taschengeld betteln.“
  Bemerkenswert an der BILD-Meldung ist, dass für Arik Begriffe wie „pöbelt“ benutzt werden, wo er doch in der Vergangenheit als Held gefeiert wurde, als er Erdogan-Wähler kritisierte. Arik hatte 2017 in Jan Böhmermanns „Neo Magazin Royal“ den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisiert. Arik, der Erdogan ein kleines Ego unterstellte und als einen Feigling bezeichnete, behauptete, dieser traue sich nur mit seinen „500 Bodyguards“ aus dem Haus. Auch Hitler durfte in der Sendung nicht fehlen. Adolf sei cool gewesen, erklärte Arik, „weil er hat Adolf umgebracht.“ 2015 hatte der bekennende Kemalist nach einem Kampf ein T-Shirt mit der Aufschrift: „Bu ülke Atatürk’ün, Tayyip’in değil“ – zu Deutsch: „Dieses Land gehört Atatürk, nicht Tayyip“ – angezogen. 2016 war er kurz nach dem vereitelten Putschversuch in der Türkei im Sat1 Frühstücksfernsehen aufgetreten, wo er Erdogan als Hitler 2.0 bezeichnet und auf die Frage der Moderatorin, warum Erdogan noch so beliebt bei den AKP-Anhängern sei, erwidert hatte, dass „99 Prozent des türkischen Volkes dumm ist“. In der ZDF-Sendung „Neo Magazin Royal“ sagte er: „Ich bin sehr enttäuscht von allen Türken, die hier leben und Deutschland gegenüber keinen Respekt zeigen“, bedauerte er „Wir leben hier und haben Deutschland sehr viel zu verdanken.“ Gegenüber der Bild erklärte er später: „Jeder Türke, dem es hier nicht passt, weiß doch, wo der Flughafen ist. Wenn es so toll in der Türkei unter Erdogan ist, sollen die Türken hier doch Deutschland verlassen und uns in Ruhe lassen.“ In seiner Anmoderation hatte Böhmermann seine Bewunderung für den Boxer ausgesprochen. Sein Auftritt sei mutig, denn nur noch wenige Erdogan-Gegner trauten sich öffentlich, sich gegen den türkischen Staatschef zu äußern.

Corona-Krise
Türkei kündigt gemeinsame Impfstoffentwicklung mit der EU an

Ankara – An den Bemühungen der EU, einen Fonds zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus und der Entwicklung eines Impfstoffes aufzulegen, werde sich auch die Türkei anschließen, sagte Ibrahim Kalin, Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. „Nächste Woche werden unter Beteiligung unseres Präsidenten [Recep Tayyip Erdogan] Anstrengungen unternommen, um einen gemeinsamen Impfstoff-Fonds unter Führung der EU einzurichten“, sagte laut der Nachrichtenagentur Anadolu Ibrahim Kalin in einem Gespräch mit dem Nachrichtensender TV24. Zu aktuellen weltweiten Studien für einen möglichen Impfstoff sagte Kalin, dass ein „Mechanismus diese Bemühungen zusammenbringen sollte“. Seit dem Ausbruch der ansteckenden Krankheit in Wuhan, China, im Oktober vergangenen Jahres, sind weltweit bisher mehr als 246 000 Personen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, knapp 3,5 Millionen Menschen sind seitdem positiv getestet worden. Betroffen sind fast alle Länder der Welt.        

Corona-Pandemie
Grüne fordern weltweites Verbot von Wildtiermärkten

Der Co-Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, hat als Konsequenz aus der weltweiten Corona-Krise von der Gruppe der 19 größten Industrie- und Schwellenländer und der EU (G20) ein generelles Verbot von Wildtiermärkten gefordert. Habeck sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“, auch wenn der Ursprung des Coronavirus nicht sicher sei und die Welt hier Aufklärung brauche, sei Corona tierischen Ursprungs. Schon bei Ebola, Sars und Mers seien es Viren aus dem Tierreich gewesen, die die Artengrenze übersprungen hätten. „Biologen warnen, dass die Gefahr vor solchen Virusinfektionen größer wird, je mehr Menschen in Bereiche vordringen, die bisher nicht von Menschen berührt waren.“ Der Schutz des tropischen Regenwaldes oder des Amazonas-Gebietes habe mit Gesundheitsschutz zu tun. „Wir sollten die wilde Natur in ihrer Wildheit unberührt lassen. Der Mensch kann nicht alles jagen, was Eiweißträger ist. Insofern bin ich sehr dafür, wenn etwa die G20 eine Initiative für ein generelles Verbot von Wildtiermärkten starten würden“, sagte Habeck den Zeitungen vor dem Grünen-Länderrat an diesem Samstag, dem ersten digitalen Parteitag in der deutschen Parteiengeschichte.

Philanthropie
Ramadan: Mesut Özil spendet 101.000 Dollar an Türkischen Roten Halbmond

Istanbul – Wieder einmal hat der deutsch-türkische Ex-Nationalspieler Mesut Özil die Herzen der Menschen erobert. Der für seine Wohltätigkeitsaktionen bekannte Arsenal-Star spendete in dem für Muslime heiligen Monat Ramadan dem Türkischen Roten Halbmond 101.000 Dollar. Wie die Hilfsorganisation gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte, sollen mit dem Geld Nahrungsmittelpakete für das abendliche Fastenbrechen angeschafft werden. Insgesamt sollen in der Türkei, in Syrien und in Somalia 114.000 Hilfsbedürftige mit Mahlzeiten versorgt werden. Der Chef des Türkischen Roten Halbmondes, Kerem Kinik, dankte dem Fußballprofi. „Dank unseres Bruders Mesut werden wir in der Lage sein, Pakete an bedürftige Menschen zu liefern – und zwar so schnell wie möglich“, so Kinik. Operationen für Kinder Özil und seine Frau Amine Gülşe spendeten im vergangenen März zudem erneut an die „Big Shoe“-Stiftung, diesmal um lebenswichtige Operationen für 40 Kinder in Myanmar zu ermöglichen Die Familien der Kinder sagten, dass sie dem vorbildlichen Paar dankbar seien. Auch das Big Shoe-Team dankte Özil auf seiner offiziellen Twitter-Seite und teilte mehrere Fotos von ihrer Arbeit in Myanmar. Dr. Herbert Bauer und sein Team von der Interplast-Sektion Stuttgart-Münster waren für die Durchführung der Operationen verantwortlich. Özil unterstützt „Big Shoe“ bereits seit 2014. Die während der WM 2006 in Wangen im Allgäu gegründete Organisation sammelt Spenden für deutsche und schweizer Ärzte, damit sie weltweit Kinder aus sozial benachteiligten Familien operieren können. Özil bezahlt 1.000 Operationen für Kinder Zu seiner Hochzeit mit der ehemaligen türkischen Schönheitskönigin Amine Gülşe im vergangenen Sommer, kündigte der Mittelfeldstar an, die Kosten für 1.000 Operationen für hilfsbedürftigen Kinder weltweit zu übernehmen.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir hier in Istanbul heiraten werden. Dieses Glück möchten wir mit Kindern teilen, denen es nicht so gut geht. Wir werden 1.000 Kindern eine bessere Zukunft schenken, indem wir Ihnen notwendige Operationen ermöglichen, die sich Ihre Familien sonst nicht leisten könnten“, schrieb Özil auf seinem Twitter-Account.

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– Özil-Hochzeit – Kommentar: Mesut Özil, meinen Respekt hast du!

„Als alle dachten, dass sie dich klein gekriegt haben und du jetzt vernünftig geworden bist, stehst du da mit deiner schönen Model-Braut und machst Erdogan zum Trauzeugen.“ Ein Kommentar.

Kommentar: Mesut Özil, meinen Respekt hast du!

Irak
Beobachter gehen von einem türkisch-kurdischen Angriff auf die PKK aus

Erbil (nex) – Nêçîrvan Barzanî, Präsident der kurdischen Autonomieregion (KRG), verurteilte in einer Rede die Präsenz der Terrororganisation PKK in der Region. „Wir halten die Präsenz der PKK in der gesamten Autonomieregion nicht für rechtmäßig“, sagte Barzanî laut der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw während einer Rede. Die Präsenz der Terrororganisation schaffe Probleme für die gesamte Autonomieregion. Die Region Kurdistan sei nicht das Tätigkeitsgebiet der PKK und würde es auch nie werden, so Barzanî weiter. Die KRG sei Teil des Irak und die Region Kurdistan werde in diesem Rahmen niemals eine andere Macht akzeptieren, „die Probleme für ihre Nachbarn schafft“,  sagte Barzani. Barzanîs Äußerungen folgten auf einen Bombenangriff türkischer Kampfflugzeuge auf einen Stützpunkt der PKK in der Zini Warte Region im Nordirak. Beobachter gehen von einer baldigen gemeinsamen Militäroperation der Türkei und den Streitkräften der kurdischen Autonomieregion gegen die Terrororganisation PKK aus, berichtet das Nachrichtenmagazin Middle East Eye. Kurden-Präsident Barzanî, ein enger Verbündeter der Türkei, hat die PKK wiederholt aufgefordert, Angriffe gegen die Türkei einzustellen und die Region zu verlassen. „Einige Gruppen berücksichtigen nicht den Frieden und die Sicherheit unseres Volkes und nutzen unsere Gebiete für Angriffe gegen andere. Wo um alles in der Welt würde jemand diese Art von Handlung akzeptieren? Sie kommen hierher, trainieren und greifen andere an, und die KRG und ihre Mitarbeiter zahlen dafür“, zitiert das kurdische Nachrichtenportal Rudaw den Premierminister im vergangenen Jahr. „Sie müssen diese Tat stoppen und wir meinen es ernst“, sagte Barzani.

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– Antiterroroffensive Olivenzweig – Kurdischer Premierminister Barzani: PKK muss Angriffe auf Türkei einstellen

Der Premierminister der kurdischen Autonomieregion des Irak, Nechirvan Barzani, forderte am Mittwoch in einer Pressekonferenz die Terrororganisation PKK dazu auf, ihre Angriffe gegen die Türkei einzustellen.

Kurdischer Premierminister Barzani: PKK muss Angriffe auf Türkei einstellen
     

Musikgeschichte
Ahmet Ertegün: Der Türke hinter Atlantic Records

Der letzte Sultan der Musikindustrie von Kemal Bölge Im Alter von 9 Jahren sah er sich ein Jazzkonzert im Londoner Palladium Theatre an und mit 14 bekam er von seiner Mutter ein Album von Cootie Williams sowie einen Plattenspieler mit Aufnahmefunktion geschenkt. Schon recht früh interessierte sich Ahmet Ertegün für Musik, schrieb seine eigenen Texte und nahm diese anschließend auf. Mit seinem Bruder hörte er im gemeinsamen Zimmer stundenlang Lieblingssongs. Sein Großvater war einst Scheich des usbekischen Derwisch Klosters in Üsküdar/Istanbul. In der Metropole am Bosporus wurde Ertegün am 31. Juli 1923 geboren. Sein Vater war Rechtsberater von Präsident Mustafa Kemal Atatürk, bevor er als Botschafter in den verschiedenen Hauptstädten Europas arbeitete. Ertegün besuchte fortan ausländische Schulen, was seiner späteren Entwicklung nicht schaden sollte. Als Jugendlicher hatte er schon eine gewaltige Schallplattensammlung angelegt und mit seinem Bruder freundeten sie sich in den USA mit Musikern wie Lena Horne, Duke Ellington und Jelly Roll Morton an.
Seine Begeisterung für Musik kannte im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen. Er wollte den Jazz und Blues in den Vereinigten Staaten etablieren, was damals schwierig war, weil die schwarze Musik bis dahin, ein Schattendasein fristete. Sein Studium der Philosophie brach er ab, um mit Herb Abramson 1947 das Jazz- und Soullabel Atlantic Records zu gründen. Ein befreundeter Zahnarzt der Familie lieh Ertegün dafür 10.000 US-Dollar. Der Sitz der Plattenfirma Atlantic Records bestand aus einem spärlich eingerichteten kleinen Raum, das der Gründer einmal folgendermaßen umschrieb: „Für eine Plattenfirma ist es das kleinste Büro der Welt.“ Durch die guten Beziehungen zu afroamerikanischen Jazzmusikern unterzeichneten viele dieser Künstler einen Vertrag bei Atlantic Records. Ertegün setzte sich zeit seines Lebens gegen die Diskriminierung von schwarzen Menschen in den USA ein. Die türkische Botschaft in Washington D.C. lud schwarze Jazzmusiker zu einem Event in die diplomatische Vertretung ein. Es kam zu diplomatischen Verwicklungen und das US-Außenministerium erklärte den türkischen Diplomaten afroamerikanische Gäste nur durch den Hintereingang Zutritt zu gewähren. Die türkische Botschaft verwies auf die Gleichberechtigung aller Gäste und lehnte das Ansinnen des State Departments ab. Die Jazzmusiker und Begleiter gelangten über den Haupteingang in die Botschaft. Das erste Album, das Atlantic Records 1947 veröffentlichte, war „Rose of the Rio Grande“ und das bis dahin erfolgreichstes Album von Stick Mcghee „Drinkin’ Wine Spo-Dee-O-Dee“ mit über einer Million verkaufter Schallplatten. Ertegün war nicht nur ein begeisterter Musikinteressierter, sondern hatte auch ein Gespür für Musiktalente. Er gilt als der Entdecker der britischen Rockband Led Zeppelin. Nachdem er eine Demoversion auf Kassette sich anhört, ist er voll auf begeistert. Es gibt eine lustige Anekdote zu einer zum damaligen Zeitpunkt unbekannten Musikerin: Ertegün weilt im türkischen Badeort Bodrum im Urlaub, als ein Anruf seines Stellvertreters ihn erreicht. Ein unansehnliches Mädchen sei gerade ins Büro gekommen. Sie könne nicht gut singen, aber schön tanzen. Der Musikmanager hat keine Zeit sich um die Angelegenheit zu kümmern. Das erwähnte Mädchen nimmt zu einer anderen Plattenfirma Kontakt auf und unterschreibt dort einen Vertrag. Das Mädchen sollte später zu einem großen Star der Popmusik werden und ist keine geringere als Madonna. Es war in den sechziger Jahren, als Ahmet Ertegün in einer Bar sitzt und dort Eric Clapton sieht, der dort gerade ein Konzert gibt. Clapton unterschreibt bei Atlantic Records. Wer kennt sie nicht, The Rolling Stones. Auch bei Mick Jagger und Band erkennt der fleißige Musikmanager großes Talent und engagiert sie. Es waren große Künstler wie Ray Charles, Ruth Brown, The Drifters, John Contrane, Ben E. King, Aretha Franklin, Wilson Pickett, Bette Midler, Stevie Wonder oder Phil Collins. Über das Leben des großen Soul-Sängers Ray Charles drehte Taylor Hackford 2004 einen Film. Charles wird ziemlich eindrucksvoll von Jamie Foxx verkörpert. Ertegün wird in dem US-Drama von Curtis Armstrong dargestellt. 2005 wurde dieser Film für den besten Hauptdarsteller und den besten Ton mit einem Oscar ausgezeichnet.
Es gibt noch viele andere Künstler, deren Namen ich hier nicht aufführen konnte. Ahmet Ertegün war ein begnadeter Musikmanager seiner Zeit und die Musik gehörte zu seinem Leben. Am 29. Oktober 2006 gaben die Rolling Stones ein Konzert in New York. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich hinter der Bühne. Er rutschte aus und stürzte unglücklich auf den Kopf. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und anschließend auf die Intensivstation verlegt. Am 14. Dezember erliegt Ertegün seinen schweren Verletzungen, die er sich beim Sturz zugezogen hatte. Mit seinem tragischen Tod verlor die Musikwelt einen großen Entdecker, Förderer, Macher und Organisator hinter den Kulissen.

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Als die türkische Botschaft in Washington in den 1950er Jahren Afroamerikaner zu einem gesellschaftlichen Ereignis einlud, löste dies eine diplomatische Krise zwischen Ankara und Washington aus.

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