Angriffe auf Wohngebiete
Bergkarabach-Konflikt: „Armenien begeht Kriegsverbrechen“

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Das Kalkül hinter den armenischen Angriffen auf Wohngebiete Seit der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan wieder ausgebrochen ist, hat Armenien mit ballistischen Raketen zivile Ziele in Aserbaidschan angegriffen, die nicht in der umkämpften Region Berg-Karabach liegen. Die Angriffe Armeniens auf zivile Ziele verstößt gegen Artikel 3 Absatz 1 der Genfer Konvention von 1949 über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten. Obwohl unter der Vermittlung von Russland zwischen Armenien und Aserbaidschan ein Waffenstillstand vereinbart wurde, hat sich Eriwan nicht an die Vereinbarung gehalten und die zweitgrößte Stadt Aserbaidschans, Gandscha sowie Berde, Terter und Mingeçevir mit Raketen angegriffen. Dabei starben nach Medienangaben 11 Zivilisten, darunter zwei Kinder und 35 wurden verletzt, sechs davon schwer. Seit Beginn der armenischen Angriffe mit ballistischen Raketen wurden über 40 aserbaidschanische Zivilisten getötet. Angriff auf Wohngebiete ist ein Akt der Barbarei Die Angriffe der armenischen Streitkräfte gegen aserbaidschanische Wohngebiete ist ein Akt der Barbarei und Armenien begeht damit Kriegsverbrechen. Jetzt bleibt die Frage, warum Armenien es für notwendig erachtet, unschuldige Zivilisten anzugreifen. Um diese Frage richtig zu beantworten, ist zunächst ein Blick auf den Kriegsverlauf erforderlich. Wie der russische Präsident Putin vor einigen Tage sinngemäß richtig formuliert hatte, befinden sich die armenischen Streitkräfte außerhalb des Staatsterritoriums von Armenien oder anders ausgedrückt in Aserbaidschan. Armeniens Unterstützer Sie okkupieren seit fast 30 Jahren aserbaidschanisches Staatsgebiet und setzten sich über die vielen UN-Resolutionen hinweg. Die Besetzung konnte Armenien bisher durchhalten, weil wichtige Staaten wie Russland, die USA oder auch Frankreich über die Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Armenien den Rücken gestärkt und auch unterstützt haben. Es kommt noch hinzu, dass Armenien in großen Teilen der westlichen Medien große Unterstützung erfährt und damit die öffentliche Meinung in diesen Ländern beeinflussen kann. Mögliche Szenarien Aserbaidschan hatte am 27. September auf den anhaltenden armenischen Beschuss reagiert und eine Offensive auf seinen von Armenien besetzten Gebieten begonnen. Die aserbaidschanische Armee ist auf dem Vormarsch und es ist nur eine Frage der Zeit, wann Berg-Karabach von der armenischen Besetzung befreit wird. Das weiß die armenische Seite und versucht, mit dem Angriff auf zivile Ziele in Aserbaidschan Baku zu provozieren, damit es armenisches Territorium angreift. Armenien ist Mitglied in der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS). In diesem Fall, das hat Russland schon angekündigt, würde der Verteidigungsfall eintreten, und Russland müsste Armenien militärisch beistehen. Russland unterhält in Armenien mehrere Stützpunkte und mehrere Tausend Soldaten. Die armenische Armee wird unter anderem auch von russischen Militärs ausgebildet. Ein Eingreifen Russlands in diesen Konflikt könnte eine Auseinandersetzung mit der Türkei nach sich ziehen, was jedoch weder im Interesse von Moskau noch von Ankara wäre. Ein weiterer Aspekt, der zu berücksichtigen ist: Die Mitgliedstaaten der Minsk-Gruppe sind alle im UN-Sicherheitsrat vertreten. Wenn Aserbaidschan sich auf den Verteidigungsfall beruft und armenisches Territorium angreift, würden die erwähnten Staaten in einem solchen Fall womöglich Sanktionen gegen Aserbaidschan verhängen lassen, als auch eine Flugverbotszone über Berg-Karabach in Betracht ziehen und Armenien mit allen Mitteln unterstützen. Aber all das sind mögliche Szenarien, die aber nicht zwangsläufig eintreten müssen. Die internationale Staatengemeinschaft und insbesondere die Staaten, die Armenien unterstützen, müssen Eriwan unmissverständlich deutlich machen, dass ein Beschuss von zivilen Zielen ein Kriegsverbrechen ist und nicht toleriert wird. Da dieser Fall als sehr unwahrscheinlich gelten dürfte und Armenien nicht von selbst die besetzten Gebiete räumen wird, bleibt Aserbaidschan nichts anderes übrig, als seine besetzten Territorien selbst zu befreien.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Bergkarabach-Konflikt – Aserbaidschan: Wieder hat Putin Armenien gerettet

Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew hat den Premierminister von Armenien, Nikol Paschinjan, aufgefordert, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für die „Rettung seines Landes“ zu danken.

Aserbaidschan: Wieder hat Putin Armenien gerettet

Bergkarabach-Konflikt
Aserbaidschan: Wieder hat Putin Armenien gerettet

Baku – Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew hat den Premierminister von Armenien, Nikol Paschinjan, aufgefordert, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für die „Rettung seines Landes“ zu danken. „Er soll Putin einfach dafür danken, dass Russland Armenien wieder einmal gerettet hat“, sagte Alijew in einem Interview mit dem russischen Nachrichtensender RBK. Wie Sputnik berichtet, habe sich Alijew während der Kämpfe wiederholt mit der Bitte an Moskau gewandt, auf Armenien einzureden. Jerewan „hänge zu 100 Prozent von Russland ab“, habe der aserbaidschanische Präsident gesagt. „Russland, als unser Nachbar und als Land, das eine gemeinsame Geschichte mit Aserbaidschan und Armenien hat, spielt natürlich eine besondere Rolle“, zitiert Sputnik Alijew weiter. „Sie beruht auf der Geschichte und der Zusammenarbeit unserer Völker sowie auf dem Gewicht und der Rolle Russlands in der Welt und natürlich in unserer Region“, betonte der Präsident. Nach wochenlangen Kämpfen in Bergkarabach, haben sich Samstagnacht Armenien und Aserbaidschan in Moskau auf einen Waffenstillstand geeinigt. Dieser gilt seit Samstagmittag. Am Freitag kamen die beiden Konfliktparteien auf Einladung Russlands in Moskau zusammen. Wie der russische Außenminister Sergei Lawrow am Samstag mitteilte, haben sich Armenien und Aserbaidschan auf eine Waffenruhe bei den Kämpfen in Bergkarabach geeinigt.

Lawrow gab die Erklärung nach zehnstündigen Gesprächen mit seinen armenischen und aserbaidschanischen Amtskollegen in Moskau gegen 3.00 Uhr morgens Ortszeit ab. Er sagte auch, dass Armenien und Aserbaidschan sich bereit erklärt hätten, Gespräche über die Beilegung des Konflikts aufzunehmen.

Wie die Tageszeitung die Zeit berichtet, nannte Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev das Treffen in Moskau die „letzte Chance“ auf eine friedliche Lösung. Der Konflikt solle jedoch zuerst militärisch beendet werden. Erst später könne man über eine dauerhafte politische Lösung sprechen. Armenien müsse Bergkarabach aufgeben, berichtet die Zeit weiter.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Konfliktparteien zur Vereinbarung einer Waffenruhe aufgefordert und die Vermittlung seines Landes angeboten. Moskau bemüht sich um Deeskalation im Bergkarabach-Konflikt. Noch am Donnerstag hatte Putin erneut mit seinen Kollegen, Präsident Ilham Alijew in Aserbaidschan und dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan, telefoniert.

Russlands Verpflichtungen gegenüber Armenien als Teil eines von Moskau geführten regionalen Sicherheitsblocks schließen nicht die umstrittene Region Bergkarabach ein, in der die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan wüten, sagte Putin jedoch am Mittwoch. Der Konflikt mit Aserbaidschan werde nicht auf armenischem Territorium ausgetragen, so Putin. In einem Interview mit dem russischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk TASS wiederholte Putin auch seine Forderung nach einem Waffenstillstand und fügte hinzu, dass die Ereignisse eine Tragödie seien und dass Moskau nichtsdestotrotz tief besorgt sei.

In seinen ersten öffentlichen Kommentaren zu dem Konflikt seit seinem Ausbruch am 27. September nannte Putin den zehntägigen Ausbruch der Kampfhandlungen eine „Tragödie“, deren Ende „noch in weiter Ferne“ liege. Russland ist auf einem schmalen Grat zwischen den ehemaligen sowjetischen Nachbarn Eriwan und Baku gegangen und hat beim jüngsten Aufflammen des Konflikts einen Waffenstillstand gefordert, aber keine der beiden Seiten öffentlich unterstützt.

„Es sterben Menschen, es gibt schwere Verluste auf beiden Seiten, und wir hoffen, dass dieser Konflikt so bald wie möglich beendet wird“, sagte Putin. Der russische Staatschef unterstrich, dass Armenien Mitglied der Collective Security Treaty Organization (CSTO) ist, einem von Russland geführten Militärbündnis zwischen sechs ehemals sowjetischen Staaten Aserbaidschan und Bergkarabach sind es nicht. „Wir haben bestimmte Verpflichtungen als Teil dieses Vertrags“, sagte Putin gegenüber dem Sender Rossia 24. „Russland hat seine Verpflichtungen immer eingehalten und wird dies auch weiterhin tun“. Bergkarabach ist seit Jahrzehnten umkämpft. Die Region wird mehrheitlich von armenisch-stämmigen Menschen bewohnt, gehört völkerrechtlich aber zu Aserbaidschan. Aserbaidschan wird von Israel, der Türkei und der Ukraine unterstützt, Armenien von Russland, Frankreich und Deutschland.

USA
Tesla-Gründer Elon Musk isst in Deutschland am liebsten Döner

Palo Alto – Ein weiterer Tweet des Tesla-Gründers Elon Musk wird in der Türkei gefeiert und geht viral. Auf die Frage, was er in Deutschland am liebsten esse, antwortet der Multimilliardär mit „Döner Kebab“. Der Tech-Blogger Whole Mars Catalog twitterte am Mittwoch – vermutlich mit einem Wink an die neue Tesla-Fabrik in Berlin Brandenburg -„Ich bin ein Berliner, vor allem, wenn sie die neuen Batterien bekommen“. Daraufhin antwortete ein Twitteruser auf Englisch, dass es, wenn schon, „ich bin ein Brandenburger“, heißen müsste. Bei „Berliner“ handele es sich um eine Gebäck mit Marmelade. Auf ein Foto  eines Berliner-Gebäcks (in Berlin auch Berliner Pfannkuchen genannt) twitterte Musk mit „das sieht lecker aus!“.
(Screenshot/Twitter)
„Deutschland hat einige der besten Kuchen und Gebäckstücke. Was ist deine bevorzugte Leckerei, wenn du nach Deutschland kommst?“, fragte ein weiterer Twitteruser ihn daraufhin. Die Antwort des US-Milliardärs war überraschend für diejenigen, die eine Empfehlung für ein deutsches Gericht erwarteten. „Döner-Kebab“, antwortete Musk.
(Screenshot/Twitter)
„Gutes, schmackhaftes Gericht“ Die ersten Erwähnungen des beliebten türkischen Gerichts gehen ins 19. Jahrhundert zurück, wie etwa im Tagebuch von Helmuth von Moltke, seinerzeit deutscher Militärberater des Osmanischen Reiches, vom 16. Juni 1836:
„Unser Mittagsmahl nahmen wir ganz türkisch beim Kiebabtschi ein. […] Dann erschien auf einer hölzernen Scheibe der Kiebab oder kleine Stückchen Hammelfleisch, am Spieß gebraten und in Brotteig eingewickelt, ein sehr gutes, schmackhaftes Gericht.“
Auf Wikipedia ist hierzu zu lesen: In der Bundesrepublik Deutschland wurde in den frühen 1970er Jahren begonnen, das vom Bratenkegel abgeschnittene Fleisch nicht mehr mit Beilagen nur auf einem Teller anzubieten, sondern alternativ in einer Teigtasche und damit auch zum Mitnehmen. Döner in Gobit-Brot Wann der erste Döner-Imbiss in Deutschland eröffnete, ist unklar. Einer Legende nach soll es Anfang der 1970er Jahre in Berlin am Kottbusser Damm gewesen sein. Nach einer anderen Darstellung, die durch den Verein türkischer Döner-Hersteller bestätigt wird, soll der Döner – damals als Grillfleisch im Fladenbrot bloß mit Zwiebeln – einschließlich seiner Zubereitung am rotierenden Metallspieß vom türkischen Einwanderer Kadir Nurman erfunden und nie patentiert worden sein; sein erster Döner-Imbiss sei Anfang der 1970er Jahre am Bahnhof Zoo gewesen. Nevzat Salim behauptet, den Döner Kebab bereits 1969 in Reutlingen angeboten zu haben. Der Döner Kebab verbreitete sich erst in Städten mit einem hohen migrantischen Bevölkerungsanteil, wurde aber schnell zu einem Gericht in den Universitätsstädten und erlebte nach 1990 in Ostdeutschland und schließlich auch in der westdeutschen Provinz einen (neuerlichen) Boom. Zunächst in Berlin, später in ganz Deutschland, wurde Döner zu einem beliebten Imbissgericht. Täglich werden etwa 200 bis 300 Tonnen produziert; der Umsatz betrug 1998 umgerechnet etwa 1,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 gab es in Deutschland über 16.000 Dönerbuden und der Umsatz der Dönerindustrie betrug etwa 3,5 Milliarden Euro.[Seit Mitte der 1990er Jahre ist Döner Kebab auch in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz als Kebab erhältlich.

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Der in Deutschland für Häme und Spott sorgende Plan der Türkei, ein eigenes Auto herzustellen, scheint bereits im vollen Gange zu sein.

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Brücke der Freundschaft -2020
Russland und Ägypten planen Militärmanöver im Schwarzen Meer

Moskau – Die russische und die ägyptische Marine werden noch vor Ende dieses Jahres gemeinsame militärische Übungen in den Gewässern des Schwarzen Meeres abhalten, hieß es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. Die Delegationen trafen sich in der russischen Stadt Noworossijsk und einigten sich auf Vereinbarungen für die Übungen. Die Übungen zielten auf die Stärkung und Verbesserung der militärischen Zusammenarbeit zwischen der ägyptischen und der russischen Marine ab, so die Mitteilung der Pressestelle der russischen Schwarzmeerflotte.
„In Noworossijsk hielten die Delegationen der russischen Marine und der Marine der Arabischen Republik Ägypten eine dreitägige Konferenz zur Vorbereitung und Durchführung der gemeinsamen Übung Brücke der Freundschaft -2020 ab. Das Hauptziel des Treffens der Marinesoldaten beider Länder war die Ausarbeitung und Genehmigung eines Plans für die Übungen, die zum ersten Mal im Schwarzen Meer stattfinden werden“.
Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass werden die Kriegsschiffe der Schwarzmeerflotte der russischen Marine und der ägyptischen Marine während der Übungen mit Unterstützung von Flugzeugen Maßnahmen zur Verteidigung der Seewege gegen verschiedene Bedrohungen üben.

Klimaschutz
Frühere Anti-Atomkraft-Aktivistin wirbt aus Klimaschutzgründen für längere Meiler-Laufzeiten

Osnabrück – Die Kernenergie-Forscherin und frühere Anti-Atomkraft-Aktivistin Anna Veronika Wendland hat „Fridays for Future“ vorgeworfen, aus ideologischen Gründen die Kernenergie zu verteufeln. Durch eine Verlängerung der Laufzeit deutscher Meiler könnten „Dutzende Millionen Tonnen CO2 und Luftschadstoffe eingespart werden“, sagte Wendland im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Doch Fridays for Future schweigt dazu. FFF-Sprecherin Luisa Neubauer und andere setzen eine altgrüne Agenda durch.“ Wendland forscht für die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung über Kernkraft in Osteuropa. Wegen des Atomausstiegs müsse viel länger auf fossile Energie gesetzt werden, um die Lücke bei Wind- und Wasserkraft zu schließen, das sei „die Lebenslüge der Energiewende“, so die Expertin. „Und Fridays for Future spinnt sie fort. Wer ,alles fürs Klima‘ ruft, muss sich fragen lassen, ob er wirklich alles will. Alles wäre ein extrem schlagkräftiger Mix aus Kernenergie und Erneuerbaren. Das meint auch der Weltklimarat“, erklärte Wendland in der NOZ. „Das Hauptproblem der Menschheit ist ganz klar der Klimawandel“, sagte die Expertin. „Die Gefahren, die von der Atomkraft ausgehen, sind im Vergleich dazu marginal.“ Die deutschen Atomkraftwerke seien „sicherheitstechnisch extrem robust“ aufgestellt und nicht mit Tschernobyl und Fukushima gleichzusetzen. Bezogen auf andere Industrien, an denen Deutschland festhalte, seien „Opfer und Umweltbelastungen aus Kernenergie vergleichsweise gering“.

Bergkarabach-Konflikt
Russland: Armenien und Aserbaidschan einigen sich auf Waffenruhe

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Moskau – Im Konflikt um die Kaukasus-Region Bergkarabach kamen auf Einladung Russlands am Freitag Armenien und Aserbaidschan in Moskau zusammen. Wie der russische Außenminister Sergei Lawrow am Samstag mitteilte, haben sich Armenien und Aserbaidschan auf eine Waffenruhe bei den Kämpfen in Bergkarabach geeinigt. Sie solle bereits Samstagmittag beginnen. Moskau zufolge haben die Länder „ernsthafte Verhandlungen“ vereinbart. Lawrow gab die Erklärung nach zehnstündigen Gesprächen mit seinen armenischen und aserbaidschanischen Amtskollegen in Moskau gegen 3.00 Uhr morgens Ortszeit ab. Er sagte auch, dass Armenien und Aserbaidschan sich bereit erklärt hätten, Gespräche über die Beilegung des Konflikts aufzunehmen. Wie die Tageszeitung die Zeit berichtet, nannte Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev das Treffen in Moskau die „letzte Chance“ auf eine friedliche Lösung. Der Konflikt solle jedoch zuerst militärisch beendet werden. Erst später könne man über eine dauerhafte politische Lösung sprechen. Armenien müsse Bergkarabach aufgeben, berichtet die Zeit weiter.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Konfliktparteien zur Vereinbarung einer Waffenruhe aufgefordert und die Vermittlung seines Landes angeboten. Moskau bemüht sich um Deeskalation im Bergkarabach-Konflikt. Noch am Donnerstag hatte Putin erneut mit seinen Kollegen, Präsident Ilham Alijew in Aserbaidschan und dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan, telefoniert.

Russlands Verpflichtungen gegenüber Armenien als Teil eines von Moskau geführten regionalen Sicherheitsblocks schließen nicht die umstrittene Region Bergkarabach ein, in der die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan wüten, sagte Putin jedoch am Mittwoch. Der Konflikt mit Aserbaidschan werde nicht auf armenischem Territorium ausgetragen, so Putin. In einem Interview mit dem russischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk TASS wiederholte Putin auch seine Forderung nach einem Waffenstillstand und fügte hinzu, dass die Ereignisse eine Tragödie seien und dass Moskau nichtsdestotrotz tief besorgt sei.

In seinen ersten öffentlichen Kommentaren zu dem Konflikt seit seinem Ausbruch am 27. September nannte Putin den zehntägigen Ausbruch der Kampfhandlungen eine „Tragödie“, deren Ende „noch in weiter Ferne“ liege. Russland ist auf einem schmalen Grat zwischen den ehemaligen sowjetischen Nachbarn Eriwan und Baku gegangen und hat beim jüngsten Aufflammen des Konflikts einen Waffenstillstand gefordert, aber keine der beiden Seiten öffentlich unterstützt.

„Es sterben Menschen, es gibt schwere Verluste auf beiden Seiten, und wir hoffen, dass dieser Konflikt so bald wie möglich beendet wird“, sagte Putin. Der russische Staatschef unterstrich, dass Armenien Mitglied der Collective Security Treaty Organization (CSTO) ist, einem von Russland geführten Militärbündnis zwischen sechs ehemals sowjetischen Staaten Aserbaidschan und Bergkarabach sind es nicht. „Wir haben bestimmte Verpflichtungen als Teil dieses Vertrags“, sagte Putin gegenüber dem Sender Rossia 24. „Russland hat seine Verpflichtungen immer eingehalten und wird dies auch weiterhin tun“. Bergkarabach ist seit Jahrzehnten umkämpft. Die Region wird mehrheitlich von armenisch-stämmigen Menschen bewohnt, gehört völkerrechtlich aber zu Aserbaidschan. Aserbaidschan wird von Israel, der Türkei und der Ukraine unterstützt, Armenien von Russland, Frankreich und Deutschland.

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Armenien hat Israel vorgeworfen, Waffen an seinen Erzfeind Aserbaidschan zu verkaufen.

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Erdoğan in Katar
Erdoğan: Wir beabsichtigen nicht, für immer in Syrien zu bleiben

Doha – Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte, die Türkei beabsichtige nicht, für immer in Syrien zu bleiben, berichtet die katarische Zeitung „The Peninsula“. In einem Interview mit der Zeitung sagte Erdogan am Donnerstag, dass die Türkei das am stärksten vom Krieg in Syrien betroffene Land sei und aufgrund von Sicherheitsrisiken an ihren Grenzen gezwungen sei, in diesen Krieg einzugreifen. Er fügte hinzu, dass sich die türkischen Truppen aus Syrien zurückziehen werden, sobald eine nachhaltige Lösung für den Krieg gefunden ist. Er warnte davor, dass die Militäroperationen entlang der syrischen Grenze fortgesetzt werden, wenn Versprechungen zur Räumung der Terrorgruppen nicht eingehalten werden. Erdoğan verwies auch auf die drei militärischen Interventionen seines Landes in Syrien in den letzten Jahren, darunter die „Operation Euphratschild“ 2016, die „Operation Olivenzweig“ 2018 und die „Operation Friedensfrühling“ 2019. Ankara sagte, die Interventionen seien mit dem Ziel durchgeführt worden, die türkisch-syrische Grenzregion von militanten kurdischen Gruppen zu säubern, die mit der Terrorgruppe PKK in Verbindung stünden. In seinem Interview sagte Erdogan, die Türkei werde keine Maßnahmen akzeptieren, die zu einer weiteren humanitären Krise in der nordwestsyrischen Provinz Idlib führen, die die letzte große Hochburg der syrischen Opposition bleibt. Im Rahmen eines im Oktober vergangenen Jahres unterzeichneten Abkommens, haben die Türkei und Russland im November mit gemeinsamen Patrouillen an der türkisch-syrischen Grenze begonnen.

Dem Abkommen nach sollten sich Kämpfer der YPG, welche ein verlängerter Arm der Terrororganisation PKK in Syrien ist und von Menschenrechtsorganisationen für Gewalt gegen christliche Minderheiten in Nordsyrien verantwortlich gemacht wird, auf 30 Kilometer von der türkischen Grenze zurückziehen. Christliche Minderheiten wie Assyrer und Aramäer begrüßten das Abkommen.

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Der bilaterale Handel zwischen Katar und der Türkei wird trotz COVID-19 weiter expandieren, sagte ein offizieller Vertreter am Mittwoch auf einem Webinar des Finanzzentrums von Katar (QFC).

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Corona-Krise
Spanien: Menschen überstehen Corona-Pandemie mit türkischen TV-Serien

Madrid – Türkische Produktionen gehören schon seit vielen Jahren zu den beliebtesten weltweit und in den Studios am Bosporus werden nach den USA die meisten TV-Serien produziert. Sie haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der lukrativsten Exportgüter der Türkei entwickelt. Während der Corona-Einschränkungen finden Menschen in Spanien in den Serien sogar „Trost und Stressabbau“. Immer mehr Fans der türkischen TV-Produktionen wenden sich in Briefen, E-Mails, und Telefonanrufen an die türkische Botschaft in Madrid oder sie kommen sogar persönlich vorbei, um auszudrücken, wie die Serien während der Corona-Pandemie für sie zu einer „Quelle des Stressabbaus geworden“ sind. Mit der Erlaubnis von Botschafter Cihad Eringay, hat die Nachrichtenagentur Anadolu Kopien einiger E-Mails und Briefe veröffentlicht. In diesen haben viele Spanier ihre Liebe zu den Serien zum Ausdruck gebracht.
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„Die traurige Situation, die wir aufgrund der COVID-19-Pandemie in der Welt durchmachen, verursacht bei vielen von uns einen enormen emotionalen Stress. Als ich die türkischen Fernsehserien sah, erlebte ich eine große Erleichterung, indem sie uns das Drama, das wir durchmachen, vergessen ließen. Einige mögen dies als bedeutungslos empfinden, aber türkische Fernsehserien helfen mir, diese Krise zu überwinden“, schreibt ein 70-jähriger Spanier in einem Brief an den Botschafter. „Ich wurde Zeuge der unerreichbaren Qualität türkischer Fernsehserien.“ Auch in anderen Briefen und E-Mails wurde ähnlich argumentiert und gleichzeitig ein neues Verständnis gegenüber der türkischen Bevölkerung unterstrichen. „Mir wurde klar, dass wir viele Vorurteile gegenüber der Türkei haben“, sagte ein anderer Spanier. „Auch wenn ich Ihre Sprache und Ihr Land nicht kenne, kann ich dank der türkischen Fernsehserien mit der Quarantäne umgehen“, so ein Fan in einem weiteren Brief.

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– Fernsehserien – „Die Türken sind zurück, und sie haben ganz Israel abhängig gemacht“

Das weltweite Interesse für türkische TV-Serien ist ungebrochen. Nach den arabischen Ländern, Russland, Polen, dem Balkan und weit entfernten Orten wie Südamerika, wächst auch in Israel eine immer größer werdende Anhängerschaft.

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Bergkarabach-Konflikt
Moskau: Aserbaidschan und Armenien verhandeln über Waffenstillstand

Moskau – Im Konflikt um die Kaukasus-Region Bergkarabach kamen auf Einladung Russlands am Freitag Armenien und Aserbaidschan in Moskau zusammen. Dort verhandeln Aserbaidschans Außenminister Jeyhun Bayramow und sein armenischer Amtskollege Zohrab Mnatsakanyan über einen Waffenstillstand. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Konfliktparteien zur Vereinbarung einer Waffenruhe aufgefordert und die Vermittlung seines Landes angeboten. Moskau bemüht sich um Deeskalation im Berg-Karabach-Konflikt. Noch am Vortag hatte Putin erneut mit seinen Kollegen, Präsident Ilham Alijew in Aserbaidschan und dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan, telefoniert. Russlands Verpflichtungen gegenüber Armenien als Teil eines von Moskau geführten regionalen Sicherheitsblocks schließen nicht die umstrittene Region Berg-Karabach ein, in der die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan wüten, sagte Putin jedoch am Mittwoch. Der Konflikt mit Aserbaidschan werde nicht auf armenischem Territorium ausgetragen, so Putin. In einem Interview mit dem russischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk TASS wiederholte Putin auch seine Forderung nach einem Waffenstillstand und fügte hinzu, dass die Ereignisse eine Tragödie seien und dass Moskau nichtsdestotrotz tief besorgt sei.

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Frankreich sieht Fortschritte in Richtung einer baldigen Waffenruhe für die Konfliktregion. „Wir bewegen uns bald auf einen Waffenstillstand zu, auch wenn die Lage immer noch fragil ist“, hieß es am Freitag aus Kreisen des Élysée-Palasts. Präsident Emmanuel Macron habe sich erneut mit Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev beraten, berichtet das Handelsblatt.

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– Bergkarabach-Konflikt –  Kommentar: Bergkarabach-Konflikt ist nicht „Erdogans neuer Krieg“

Seit dem 27. September 2020 herrscht zwischen Armenien und Aserbaidschan Krieg, nicht an der Grenze, wie man meinen könnte, sondern auf aserbaidschanischem Boden. Dabei handelt es sich um einen politischen Konflikt, dessen Ursachen hauptsächlich in der Vergangenheit liegen, allerdings in keinster Weise einen religiösen Konflikt darstellen.

Kommentar: Bergkarabach-Konflikt ist nicht „Erdogans neuer Krieg“
   

Bergkarabach-Konflikt
Kommentar: Bergkarabach-Konflikt ist nicht „Erdogans neuer Krieg“

Ein Gastbeitrag von Alexija Kraft Deutsche Medien über Berg-Karabach  Es ist Morgen in Berlin, 9:20, um genau zu sein. Im Inforadio läuft ein Nachrichtenbericht und nachdem Corona und die Antipathien dem russischen Mörder eines Kaukasiers betont und abgehandelt worden sind, wendet der Beitrag sich Berg-Karabach zu. 300 Tote, sagt die Sprecherin und gibt dabei an, die Zahl käme durch die armenische Obrigkeit. Sie betont, dass Aserbaidschan sich nicht äußern wolle. Auch sonst wird überaus Armenien-affin berichtet, das Inforadio hält sich dabei noch in Grenzen. Dennoch wird die Aussage getroffen, dass es sich bei dem Konflikt um die christlichen Armenier gegen die muslimischen Aserbaidschaner handele. Mit dieser harmlos erscheinenden Aussage wird bereits in eine gewisse Richtung der Berichterstattung gelenkt. Seit dem 27. September 2020 herrscht zwischen Armenien und Aserbaidschan Krieg, nicht an der Grenze, wie man meinen könnte, sondern auf aserbaidschanischem Boden. Dabei handelt es sich um einen politischen Konflikt, dessen Ursachen hauptsächlich in der Vergangenheit liegen, allerdings in keinster Weise einen religiösen Konflikt darstellen. Dennoch verweisen deutsche Medien gerne darauf, wenn auch nur indirekt. Es werden unbestätigte Behauptungen, fast schon willkürliche Mutmaßungen angestellt, wie die, dass Dschihadisten auf aserbaidschanischer Seite kämpfen würden. Offensichtlich scheint ein religiös motivierter Konflikt überaus interessant und berichtenswert, während die reale Darstellung der Situation um Berg-Karabach dies nicht ist. Um es noch besser zu vermarkten, wird nun eine dritte Partei in den Krieg involviert: die „Republik Berg-Karabach“ oder auch „Republik Arzach“ genannt. Obwohl das eigentlich schon die vierte Partei ist, auch die Türkei bzw. das Osmanische Reich, und die Massenvertreibungen der Armenier von 1915/16 finden ständige Erwähnung, dazu jedoch später mehr. Die weltweit nicht anerkannte Republik Berg-Karabach, welche eine Hauptstadt besitzt, so die deutschen Medien, ist nun also zwischen den Armeniern und Aserbaidschanern gefangen, vor allem der aserbaidschanische, muslimische Staat scheint das friedliche Leben der Karabacher zu bedrohen.
Zum Thema: Konflikt um Bergkarabach: Auch Kurden waren Opfer
Berg-Karabach ist jedoch eine Region und diese Region gehört rechtmäßig zum Territorium Aserbaidschans, was diverse Berichterstattungen nicht für erwähnenswert befinden. Zugegeben, da die postsowjetische Geschichte durchaus kompliziert sein kann, wäre vielleicht ein Exkurs angebracht. Denn der Begriff einer Republik Berg-Karabach ist tatsächlich nicht erfunden und hat eine Berechtigung zu existieren. Die letzte Verfassung der UdSSR tritt 1977 in Kraft, Artikel 72 betrifft dabei auch die fragliche Region und erlaubt allen Unionsrepubliken sich abzuspalten, allerdings gab es auch Republiken, welche autonome Gebiete darstellten. So stellt beispielsweise Tschetschenien auch heute noch ein autonomes Gebiet innerhalb Russlands dar. Ähnlich verhielt es sich mit Berg-Karabach. Zum Zeitpunkt des Zerfalls der UdSSR befand sich Berg-Karabach völkerrechtlich betrachtet auf dem Gebiet Aserbaidschans und blieb somit Teil des Staates. Das bedeutet, dass Berg-Karabach geschichtlich gesehen durchaus eine Autonomie hatte, aber eben historisch und auch nur autonom. Wie bereits erwähnt, dieser Fakt ist wenig hilfreich bei der armenienaffinen Argumentation, daher wird er ignoriert und aufgrund ihrer Komplexität nicht weiter ausgeführt, so möchte man meinen. Und erlogen ist die „Republik Berg-Karabach“ nun offensichtlich auch nicht, es mangelt ihr lediglich an Existenz. Ebenso irrelevant für die Majorität der deutschen Medien scheint zu sein, dass Armenien bereits seit 30 Jahren völkerrechtlich aserbaidschanisches Gebiet besetzt und es dadurch zu Vertreibungen und Fluchtbewegungen kam, welche in ungefähr einer Million Geflohenen resultiert sind. Wenn auch das ZDF in seinem Erklär-Betrag für Kinder betont, dass es den Armeniern gelungen sei, Aserbaidschaner aus ihrem Gebiet zu vertreiben und sie in Frieden leben konnten. Aus Angriff wird also Abwehr… die Wahrheit wäre offensichtlich zu grausam, da wird das ZDF selbstverständlich nur an die armen Kinder gedacht haben1. Aber Armenien ist schließlich sowieso das Opfer der Aggressionen seitens Aserbaidschan und verdient Solidarität, wie es in einem Artikel von „Die Presse“ heißt2. Mit der fehlerhaften und teilweise lückenhaften Berichterstattung ist die offensichtliche anti-islam Rhetorik jedoch noch nicht hinreichend bedient. Wie bereits erwähnt, ist auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan -und damit die Türkei- zum Thema gemacht worden. Und nach dem langen Hin und Her bezüglich der Anerkennung des Massakers an Armeniern, sollte man auch diesen konfliktbehafteten und komplizierten sowie einheitlich ungeklärten Teil der kaukasischen Geschichte erwähnen. Schließlich hat sich dieser schon einmal als äußerst medientauglich erwiesen. Ja, das Massaker wurde anerkannt und ja, die Tode sind nicht wegzudenken. Und es waren vor allem tote Armenier, aber was hat dieser Armenien-Türkei Konflikt nun mit dem aktuellen Aserbaidschan-Armenien Konflikt genau zu tun? Gar nichts. Es wird lediglich eine Verbindung aufgebaut, um den Leser zu verwirren, denn Erdogan verteidigt und unterstützt heute tatsächlich die Aserbaidschaner, aber eine Erwähnung des Massakers wäre nur dann sinnvoll, wenn Erdogan auch den Konflikt provoziert hätte und die Aliyev-Regierung zu einem Gegenangriff in Form eines Aggressors leiten würde. De facto lässt sich jedoch festhalten, dass Aserbaidschan bisher gegen kein Recht verstoßen hat und lediglich aus Selbstverteidigung agiert. Es werden keine neuen Territorien erobert, sondern das eigene und die Bürger geschützt. Aserbaidschan geht also konform mit der Charta der Vereinten Nationen UN, welche jedem Staat das Recht auf Selbstschutz gewährt. Aber wenn der Selbstschutz wie bei ZDF verstanden wird, wo aus Abwehr Angriff gemacht wird, scheint die Auffassung nach deutscher Berichterstattung, Armenien sei das Opfer gar nicht mehr so verkehrt. Leider wird es problematisch, sobald über einen Krieg verkehrt berichtet wird. Die Gefechte werden auf aserbaidschanischem Boden ausgetragen, zivile Objekte sowie unschuldigen Menschen werden unfreiwillig involviert und müssen leiden, wobei die aserbaidschanischen Verluste wenig beleuchtet werden. „Erdogans neuer Krieg“ Opfer gibt es auf beiden Seiten, aber wie kann es sein, dass die Berichterstattung so vorurteilsbehaftet ist und dem aserbaidschanischen Volk vorwirft, Aggressor und Schuldiger zu sein? Dass der Berg-Karabach nur als „Erdogans neuer Krieg“ (Spiegel) bezeichnet wird und der Journalismus so mediengeil wird, Tatsachen bewusst zu verdrehen? Die einseitige Berichterstattung ist offensichtlich und ihr Resultat können fatale -aber vor allem vermeidbare- Folgen sein.
  1. https://www.zdf.de/kinder/logo/erklaerstueck-bergkarabach-100.html 2. https://www.diepresse.com/5878174/armenien-ist-das-opfer-einer-aggression-und-verdient-solidaritat

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– Bergkarabach-Konflikt – Medien: Deutsch-Aserbaidschaner kritisieren „einseitige Berichterstattung“

Seit dem 27.9. 2020 tobt im Südkaukasus erneut ein Krieg. Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach gilt seit dem Waffenstillstand von 1994 als ungelöst. Im Zuge dieses Konfliktes kam es zu einer humanitäre Katastrophe, bei der in beiden südkaukasischen Ländern ein großer Flüchtlingsstrom entstand.

Medien: Deutsch-Aserbaidschaner kritisieren „einseitige Berichterstattung“