Golf-Kooperationsrat
Saudi Arabien und Katar nehmen Handelsbeziehungen wieder auf

Doha – Der Warenverkehr zwischen Saudi-Arabien und Katar ist am Sonntag, 14. Februar, über den Grenzübergang Abu Samra wieder aufgenommen worden, teilte die Zollbehörde Katars mit. Der saudische Zoll nahm am Salwa-Grenzübergang zu Katar den Betrieb bereits am 9. Januar wieder auf. Vorausgegangen war das bahnbrechende Abkommen vom 5. Januar, mit dem das Königreich, die VAE, Bahrain und Ägypten nach einem über dreijährigen diplomatischen Streit die Beziehungen zu Doha wiederherstellten. Im Juni 2017 hatten die Golfstaaten gegen Katar eine Blockade verhängt, nachdem sie Doha unter anderem beschuldigt hatten, Terrorismus zu unterstützen und dem Iran nahe zu stehen. Katar hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und erklärt, dass es „keine legitime Rechtfertigung“ für den Abbruch der Beziehungen gebe. Die saudische Grenze, auf die Katar für den Import von Molkereiprodukten, Baumaterialien und anderen Gütern angewiesen war, wurde in den letzten drei Jahren kurzzeitig geöffnet, um Kataris die Einreise nach Saudi-Arabien zu ermöglichen, damit diese die islamische Hadsch-Pilgerfahrt durchführen können. Der diplomatische Durchbruch kam nach einem letzten Vorstoß der scheidenden Trump-Administration und Kuwait, um ein Ende der Krise zu vermitteln. Dies geschah kurz vor der Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Joe Biden, während sich Riad auf eine neue Regierung vorbereitet, von der erwartet wird, dass sie eine härtere Gangart gegenüber dem Königreich einschlagen wird.

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Die Türkei hat die Annäherung zwischen Katar und Saudi-Arabien begrüßt.

Türkei begrüßt Annäherung zwischen Katar und Saudi-Arabien

Krieg gegen den Terror
„Adlerkralle 2″: Türkische Militäroperation auf PKK-Stellungen im Nordirak

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Die türkischen Streitkräfte führen im Rahmen der Operation „Adlerkralle 2“ seit dem 10. Februar eine Militäroperation gegen vermutete Stellungen der Terrororganisation PKK in Gara/Nordirak durch.

Der Einsatz begann in der Nacht um 02:55 Uhr Ortszeit, an dem neben 41 Kampfflugzeugen, Aufklärungs- und Tankflugzeugen, Drohnen, auch ATAK-Kampfhubschrauber sowie Kommando Spezialkräfte (ÖKK) und Spezialeinheiten der Gendarmerie (JÖH) eingesetzt wurden. Seit Jahren unterhält die türkische Armee auch Stützpunkte auf nordirakischem Gebiet, um gegen PKK-Terroristen vorzugehen, die Angriffe auf türkisches Territorium planen. Es handelt sich beim Anti-Terror-Kampf der türkischen Armee um einen der umfangreichsten Einsätze seit Jahren.

Der türkische Nachrichtendienst hatte nach Medienangaben Hinweise erhalten, wonach eine PKK-Terrorgruppe von iranischem Gebiet der Kandil-Berge aus sich auf den Weg gemacht habe, um über Gara Anschläge in der Türkei zu verüben. In den letzten zwei Jahren haben die türkischen Streitkräfte ihre Präsenz im Nordirak noch einmal verstärkt, weil die PKK diese Region als Rückzugsgebiet für weitere Anschläge und Transport-Route von den Kandil-Bergen über Gara nach Sincar und von dort nach Syrien genutzt hatte.

Das weitläufige Areal, von dem hier die Rede ist, erstreckt sich von der iranischen Grenze bis nach Silopi/Türkei. Zum besseren geografischen Verständnis: Gara ist etwa 40 km von der türkischen Grenze entfernt, nach Dohuk sind es 20 km und zur syrischen Grenze 82 km Entfernung. Das Operationsgebiet hatte sich für die Terrororganisation zu einem Logistikzentrum entwickelt. Da jedoch die türkische Armee die Transportwege der Terroristen aus der Luft überwacht und auch Angriffe gegen Waffentransporte durchführt, wurde es für die Extremisten schwieriger, an Waffen und Munition zu gelangen.

Früher war es für die PKK einfach über den Iran und Irak Terroranschläge in der Türkei zu verüben, weil sich diese in den massiven Gebirgszügen mit über 2.000 Metern Höhe gut verstecken und unerkannt bleiben konnten. Die Satelliten- und Drohnenaufklärung kann PKK-Stellungen und Verstecke nun auch im Gebirge orten und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Nicht jede Armee wäre in der Lage, unter diesen extrem schwierigen Bedingungen im Winter eine derartige Militäroperation in den Bergen des Nordirak durchzuführen. Verteidigungsminister Hulusi Akar gab mit den Befehlshabern der anderen Waffengattungen in der Operationszentrale der Armee eine Pressekonferenz.

Nach dessen Angaben wurden beim Einsatz mehr als 50 Ziele aus der Luft zerstört, darunter Terrornester und Lager. 48 Terroristen seien getötet und zwei Extremisten auf der Flucht aus einem Höhlenversteck festgenommen worden. „Die Militäroperation ist abgeschlossen. Unsere Heeres- und Luftwaffeneinheiten sind sicher auf ihre Stützpunkte und Kasernen zurückgekehrt“, so Akar. Die Spezialeinheiten hätten bei ihrer Operation auch Verhör- und Folterzellen, die von der PKK errichtet wurden, zerstört.

Auch aus anderen Teilen des Iraks sollen Zivilisten von den Terroristen verschleppt und in diesen Folterzellen festgehalten werden. Damit zeigt die PKK ihr wahres Gesicht, denn Sicherheitsexperten verweisen seit Jahrzehnten auf die Skrupellosigkeit und Gefährlichkeit dieser Terrororganisation hin, die nicht nur Erwachsene verschleppt, sondern auch Kinder und Jugendliche. Seit über 500 Tagen protestieren kurdische Mütter und Väter gegen die dunklen Machenschaften der PKK vor der Parteizentrale der HDP in Diyarbakır. Die Eltern fordern die sofortige Freilassung ihrer Kinder und beschuldigen die HDP ihre Kinder entführt und der PKK zugeführt zu haben. Die HDP wird verdächtigt, der verlängerte politische Arm der Terrororganisation PKK zu sein.

PKK tötet 13 Zivilisten

Die Sicherheitskräfte hätten in einem von der PKK errichteten Höhlenversteck eine grausige Entdeckung gemacht. 13 Zivilisten, die von der Terrororganisation zuvor verschleppt wurden, seien Akars Angaben zufolge exekutiert worden. Erste Untersuchungen wiesen bei einem Opfer ein Einschussloch an der Schulter und bei den anderen 12 getöteten Kopfschüsse auf.

Die zwei festgenommenen Terroristen gaben bei ihrer Vernehmung an, dass die 13 festgehaltenen Zivilisten zu Beginn der Militäroperation auf Anweisung des Höhlenverantwortlichen der Terroristen getötet worden seien. Nach Informationen von Generalstabschef Yaşar Güler habe das Operationsgebiet eine Länge von 75 km und eine Breite von 25 km umfasst. Bei der „Feindberührung“, also dem ersten Gefechtskontakt mit den Terroristen, sind nach Angaben des Vier-Sterne-Generals drei türkische Soldaten gefallen und drei verletzt worden.

Proxy war gegen die Türkei

Der Twitter-Account der US-Botschaft in Ankara veröffentlichte wegen der drei gefallenen türkischen Soldaten am 12. Februar eine Kondolenz-Mitteilung. Die USA stünden an der Seite ihres „Verbündeten“ und drückten den Familien der gefallenen Soldaten gegenüber ihr Beileid aus.

Die Mitteilung der US-Vertretung ist an Dreistigkeit und Heuchelei kaum zu überbieten, da es die Vereinigten Staaten sind, die die Terrororganisation PKK/YPG mit allen Mitteln einschließlich Waffen, unterstützen. Die USA, Israel und andere „westliche Verbündete“ benutzen Terrororganisationen wie die PKK/YPG, DAESH/IS, FETÖ und andere extremistische Organisationen als Stellvertreter, um durch eine asymmetrische Kriegsführung gegen die Türkei ihre Politik aufzuzwingen. Es findet kein zwischenstaatlicher Krieg wie früher statt, sondern ein „Proxy war“, also ein Stellvertreterkrieg, der durch Terrororganisationen gegen die Türkei geführt wird.

Nach dem erfolgreichen Einsatz der türkischen Armee gegen PKK-Terrornester in Avaşin, Metina, Hakurk, Haftanin etc. auf irakischer Seite zog sich die Terrororganisation unter anderem nach Gara zurück, weil dieses schwer zugängliche gebirgige Areal als Rückzugsort und Logistikzentrum galt. Mit der Zerstörung von Gara richten sich die Blicke nun nach Kandil, Sincar und insbesondere nach Nordostsyrien, wo die Terrororganisation mit massiver Unterstützung der US-Armee etwa 30 Prozent von Syrien besetzt hält.


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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Türkei: Erdogan-Sprecher verurteilt „Schweigen der Welt“ zu PKK-Morden

Adlerklaue 2
Türkei: Erdogan-Sprecher verurteilt „Schweigen der Welt“ zu PKK-Morden

Ankara – Sie [PKK] greift türkische und irakische Sicherheitskräfte und Zivilisten an. Sie setzt ihre terroristischen Angriffe in Nordsyrien fort. Die Welt hat die Augen verschlossen und schweigt zu den blutigen Anschlägen der PKK-Terrorgruppe. Dieses Schweigen ist ein beschämender Akt der Komplizenschaft. Wir werden jedoch nicht schweigen, sagte Präsidentensprecher Ibrahim Kalın am Sonntag in einem Tweet. Laut einer Mitteilung des türkischen Verteidigungsministers am Sonntag, wurden während der Anti-Terror-Operationen im Nordirak in einer Höhle die Leichen von 13 türkischen Staatsbürgern gefunden. Zwölf seien durch Schüsse in den Kopf, einer durch einen Schuss in die Schulter getötet worden, sagte Hulusi Akar. „Nach ersten Informationen, die von zwei lebend gefangen genommenen Terroristen stammen, wurden unsere Bürger zu Beginn der Operation von dem für die Höhle verantwortlichen Terroristen erschossen“, sagte Akar im Kontrollzentrum der Operation nahe der irakischen Grenze. In der Höhle seien eine große Menge an Waffen und Munition sichergestellt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium in einer separaten Erklärung mit. Um grenzüberschreitende Terroranschläge der PKK zu unterbinden, starteten die türkischen Streitkräfte im Nordirak mit Zustimmung der Regierung in Bagdad am 10. Februar die Antiterroroffensive „Adlerklaue 2“.

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Essen
Thyssenkrupp-Stahlchef Osburg pocht auf zusätzlichen Stellenabbau

Essen – Thyssenkrupp-Stahlchef Bernhard Osburg pocht auf zusätzlichen Stellenabbau und stellt die bisher vereinbarte Beschäftigungssicherung in Frage. „Im letzten Sommer haben wir teilweise fünf Millionen Euro pro Tag verloren. Darauf haben wir reagiert und müssen das auch weiter entschieden tun“, sagte Osburg im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Geschieht das nicht, sehe ich kaum Chancen, die im Tarifvertrag vereinbarte Beschäftigungssicherung zu halten.“ Der Manager forderte die Arbeitnehmervertreter dazu auf, mit dem Management über zusätzlichen Stellenabbau zu verhandeln. Bislang plant Thyssenkrupp, 3000 Arbeitsplätze in der Stahlsparte abzubauen. „Es war und ist immer unser Anspruch, beim Stahl keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen“, sagte Stahlchef Osburg. „Ob wir das halten können, hängt aber auch von den Ergebnissen ab, die wir jetzt gemeinsam mit der Mitbestimmung erarbeiten müssen.“ Der Stellenabbau müsse unabhängig von einem möglichen Verkauf der Stahlsparte an den Unternehmer Sanjeev Gupta erfolgen, sagte Osburg. „So oder so: Wir müssen daran arbeiten, möglichst wettbewerbsfähig zu sein“, sagte er. Im März will die Thyssenkrupp-Spitze entscheiden, ob Gupta mit seinem Übernahmeangebot zum Zuge kommt.

Maastricht
Turkish Airlines: Blinder Passagier überlebt Flug im Fahrwerkschacht – Unterkühlung

Maastricht – In einem Airbus A330 F von Turkish Airlines, der von London kommend am Flughafen Maastricht/Aachen landete, wurde ein blinder Passagier gefunden. Dabei handelt es sich um einen 16-jährigen Jugendlichen aus Kenia. Wie das Luftfahrtmagazin Aerotelegraph berichtet, wurde der junge Mann mit massiver Unterkühlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die niederländische Polizei untersuche, ob Menschenschmuggler hinter der Tat stecken. „Für uns ist es ein Wunder“, sagte ein Sprecher der niederländischen Polizei gegenüber CNN. „Normalerweise, wenn Menschen so reisen, sterben sie wegen der Kälte oder Sauerstoffmangel“, so Marvin Engh. Er begann seine Reise in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, und flog von dort nach Istanbul in der Türkei, bevor er zum Londoner Flughafen Stansted weiterflog, so Engh weiter. Der einzige Flug, der am Donnerstag von Stansted aus in Maastricht landete, war die Turkish Airlines THY6305, Frachtmaschine A332, laut FlightAware, der weltweit größten Flugverfolgungsplattform. Er habe bereits um Asyl gebeten und sein Antrag werde von der niederländischen Einwanderungs- und Einbürgerungsbehörde (INS) bearbeitet, sagte Engh.

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Dubai
Salt Bae: 1000-Dollar Goldsteak für Conor McGregor

Dubai – MMA-Kämpfer Conor McGregor reiste für seinen mit Spannung erwarteten Leichtgewichtskampf gegen Dustin Poirier nach Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate. Und obwohl er den Kampf leider verlor, ließ sich McGregor von seiner Niederlage nicht unterkriegen und mampfte fröhlich ein Stück goldenes Steak, das der türkische Stargastronom Salt Bae für ihn zubereitet hatte, als er am Dienstag einen Abend im Nusr-Et Steakhouse in Dubai verbrachte. Der 32-jährige UFC-Star schien in bester Laune zu sein, als er sein Fleisch im Stil des türkischen Kochs, 37, in einem lustigen neuen Instagram-Video genüsslich würzte. In einem Video, das Gökce teilte, sieht man den Metzger wie er ein riesiges Stück mit Blattgold überzogenes Fleisch auf seine übliche Art und Weise in Scheiben schneidet, während Conor dabei zusieht.
(Screenshot/Instagram)
Der Starkoch nahm dann ein Stück Fleisch in die Hand und hielt es hoch, als Conor seinen Mund öffnete, um gefüttert zu werden. Zu dem Videoclip schrieb Salt Bae: „Er liebt mein Goldenes Steak“. Er teilte auch einen Schnappschuss von sich selbst, wie er mit Conor, seiner Verlobten Dee Devlin und ihren beiden Kindern Conor Jr und Croia posiert.
(Screenshot/Instagram)
Ein weiteres Bild, das er in seinen Stories teilte, zeigte ihn scherzhaft beim Sparring mit dem Sportstar. Der ehemalige UFC-Champion hält sich derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, wo er bisher das Jahr verbracht hat. Die letzten Wochen seines Trainingslagers vor UFC 257 war er in Dubai. Am 23. Januar verlor er dann seinen Leichtgewichtskampf gegen Dustin Poirier auf Fight Island, Abu Dhabi.

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Seit dieser gutaussehende Mann mit dem abgewinkelten Arm Salz wie Feenstaub über das Steak bei Nusr-Et verteilt, steht die Frage im Raum: Wer ist dieser Salt Bae?

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Türkei
Ankara: Russischer Botschafter Yerkhov besucht DEVA-Chef Ali Babacan

Ankara – Der russische Botschafter in der Türkei, Alexei Yerkhov, hat dem Chef der Oppositionspartei DEVA, Ali Babacan, in der Parteizentrale in Ankara einen Höflichkeitsbesuch abgestattet. In einem Tweet dankte Babacan dem Botschafter für seinen Besuch:
Der Botschafter der Russischen Föderation in der Türkei, Aleksei Erkhov, hat heute unsere Parteizentrale besucht. Wir haben uns über die Beziehungen zwischen der Türkei und der Russischen Föderation und aktuelle Themen ausgetauscht. Vielen Dank an Herrn Aleksei Yerkhov für seinen Besuch.
Babacan, der einst für die türkische Wirtschaft verantwortlich war und dem man den Verdienst zuschreibt, den Wirtschaftsboom des Landes in den 2000er-Jahren ausgelöst zu haben, gründete seine Partei im März. Auch der deutsch-türkische Abgeordnete Mustafa Yeneroglu, der wie zahlreiche andere im vergangenen Jahr aus der AKP ausgetreten war, gehörte zu den Mitgründern. Insgesamt gab es 90 Gründungsmitglieder. Babacan war Mitgründer der türkischen Regierungspartei AKP und arbeitete jahrelang eng mit Präsident Recep Tayyip Erdogan zusammen. Er war zudem Chefunterhändler für die EU-Beitrittsgespräche und wurde 2007 Außenminister und Stellvertreter des damaligen Ministerpräsidenten Erdogan.

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Der Chef der in diesem Jahr gegründeten Partei für „Demokratie und Aufschwung” (DEVA), Ali Babacan, hat sich in der Sendung „Çalar Saat” („Wecker”) des türkischen Senders Fox TV zu der wirtschaftlichen und politischen Situation im Land geäußert.

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Zeit nach Brexit
Großbritannien und Albanien unterzeichnen Wirtschaftsabkommen

Tirana – Zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen ihren Ländern unterzeichneten die albanische Außenministerin Olta Xhaçka und der britische Botschafter Duncan Norman in Tirana ein Abkommen. „Dies ist ein guter Tag für Handel und Beziehung zwischen Albanien und Großbritannien. Ich freue mich, mit Olta Xhaçka unser neues Abkommen zu unterzeichnen, das die Handelsbeziehungen stärken und es uns ermöglichen wird, unsere enge Zusammenarbeit in einer Vielzahl von Bereichen fortzusetzen und auszubauen, darunter Umwelt, Energie und Bildung“, schrieb Norman auf Twitter. Das Abkommen werde die „Wirtschaftsbeziehungen harmonisieren und Barrieren im Handel von Waren und Dienstleistungen beseitigen“, so die albanische Außenministerin. Mit dem Abkommen soll zudem die organisierte Kriminalität bekämpft werden. Hierzu die britische Regierung in einer Pressemitteilung:
Das unterzeichnete Abkommen legt die Ambitionen Großbritanniens und Albaniens für unsere zukünftigen Beziehungen fest, einschließlich der Stärkung der politischen, wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und kulturellen Beziehungen. Neben der Vertiefung unserer gemeinsamen Arbeit gegen das organisierte Verbrechen wird das Abkommen eine stärkere Zusammenarbeit im Bereich der guten Regierungsführung und der politischen Kooperation ermöglichen, um die Sicherheit auf dem westlichen Balkan zu verbessern und sowohl Albanien als auch Großbritannien sicherer zu machen.
Mit der Unterzeichnung des Abkommens bekräftige Großbritannien sein Bekenntnis zu einer engen Beziehung zu Albanien und zu einer weiterhin positiven Rolle auf dem westlichen Balkan.. Das Abkommen werde es dem Vereinigten Königreich und Albanien auch ermöglichen, ihre Handelsbeziehungen weiter auszubauen, so die Mitteilung.

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Wie das britische Handelsministerium am Sonntag mitteilte, werden Großbritannien und die Türkei bereits am Dienstag ein Freihandelsabkommen unterzeichnen.

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Corona-Pandemie
Bosnien beginnt mit Sputnik V-Impfung

Sarajevo – Bosnien und Herzegowina hat am Freitag damit begonnen, seine Bevölkerung mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen das neuartige Coronavirus zu impfen. Aufgrund der geringen Menge werde vorerst nur das medizinische Personal geimpft. „Wir haben fast ein Jahr lang auf den Impfstoff gewartet und ich vertraue darauf“, sagte Vlado Djajic, der Leiter eines Krankenhauses in der nördlichen Stadt Banja Luka, der als erster die Impfung erhielt, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.  Etwa 2000 Dosen wurden der Republika Srpska zugeteilt, Weitere 200.000 werden bis Ende des Monats erwartet und 200.000 im März, so die Behörden. Die Regierung hofft durch das Covax-Programm der Vereinten Nationen, Mitte Februar weitere 200.000 Dosen von Pfizer-BioNTech und AstraZeneca zu erhalten. Das Programm wurde eingerichtet, um einen fairen Zugang zu Corona-Impfstoffen für Länder mit niedrigerem Einkommen zu gewährleisten. Berichten zufolge hat Bosnien bisher 1,2 Millionen Dosen über Covax und 900.000 über die EU bestellt. Bei einer Bevölkerung von 3,5 Millionen Einwohnern seien in Bosnien bisher etwa 5000 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet und 125.000 Infizierte registriert worden. Beobachter gehen jedoch von höheren Zahlen aus, da ein großer Teil der Bevölkerung noch nicht getestet worden sei. Serbien ist in der Region führend, was die COVID-19-Impfung angeht. Im Rahmen des staatlichen Impfprogramms können die Serben nun entscheiden, ob sie mit den Impfstoffen von Pfizer / BioNTech, der chinesischen Sinopharm oder der russischen Firma geimpft werden wollen. Mit etwa acht Prozent der Bevölkerung, die mit mindestens einer Dosis des Anti-COVID-19-Impfstoffs geimpft worden sind, gehört Serbien nach Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien zu den Ländern mit der höchsten Impfrate der Welt, berichtet Exit News.  Diese Woche erhielt Serbien 500.000 Dosen des chinesischen Impfstoffs und 50.000 Dosen des russischen Impfstoffs.

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Über eine halbe Million Menschen wurden in Israel bereits zwei Mal geimpft und unter diesen ist gibt es keinen einzigen Toten.

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Corona-Krise
Corona: McFit öffnet Outdoor-Fitness-Studios in Deutschland

Wir bieten unseren Mitgliedern an zehn Standorten ab heute Trainingsmöglichkeiten im Freien an, sagt RSG Group-Chef Rainer Schaller Die größte deutsche Fitnessstudio-Kette McFit bietet ihren Mitgliedern ab heute wieder Trainingsmöglichkeiten an. Das bestätigte Rainer Schaller, Chef der RSG Group, zu der McFit gehört, in der Online-Talkshow „19 – die DUB Chefvisite“. Dazu werden, so Schaller, Geräte auf die eigens angemieteten Parkplätze vor ausgewählten Studios gebracht und auf einer Fläche von jeweils 200 bis 300 Quadratmetern aufgestellt. Aktuell gibt es zehn solcher Outdoorstudios in Deutschland – weitere sind geplant. „Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass Fitness für die Gesundheit der Menschen elementar wichtig ist. Nach 15 Wochen im zweiten Lockdown müssen sich die Menschen wieder bewegen und Fitness als Sportart Nummer 1 betreiben – und das in einem sicheren und verantwortungsvollen Umfeld im Umgang mit dem Virus“, begründet Schaller die Entscheidung. Weil bloßes Jogging auf Dauer eine einseitige Belastung sei und „die Möglichkeiten zuhause für ein ganzheitliches Training in den meisten Fällen nicht ausreichen“, habe man überlegt, wie eine temporäre Lösung aussehen könnte. Schaller: „Wir bieten unseren Mitgliedern deshalb jetzt die Möglichkeit, ihr Training bei uns an ausgewählten Standorten deutschlandweit wieder durchzuführen – allerdings draußen im Freien.“ Mit dem Infektiologen Prof. Dr. Klaus-Dieter Zastrow sei ein spezielles Hygienekonzept entwickelt worden. Dieses enthält strenge Regeln für den Ablauf: Um größere Ansammlungen zu verhindern, können sich die Mitglieder ausschließlich vorab und online für einen 45-minütigen Trainings-Slot anmelden. Nach der Einheit werden die Geräte 15 Minuten lang desinfiziert, ehe neue Kunden kommen. Fazit des Gutachtens von Professor Zastrow zu den Outdoor-Gyms ist: „Bei Beachtung und Einhaltung der obengenannten Funktions- und Organisationsabläufe ist eine Weiterverbreitung von Corona-Viren ausgeschlossen.“ Die Outdoorstudios von McFit werden an diesem Samstag in Berlin, Hamburg, Bremen, Rostock, Braunschweig, Mannheim, Wiesbaden, Mainz, Magdeburg und Neunkirchen errichtet und um 13 Uhr in Betrieb genommen. Öffnungszeit sei täglich von 6 bis 22 Uhr, wo keine Sperrstunde herrscht. In Bayern, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen habe McFit, so Schaller, aufgrund der aktuellen Rechtslage auf Outdoorstudios verzichtet. Schaller: „Als Marktführer sehen wir es als unsere Aufgabe an, mit dem Öffnen von aktuell zehn Outdoor Gyms eine Bewegung zu starten, um die Aufmerksamkeit auf uns als Branche und die Wichtigkeit von Fitness, Sport und Bewegung ins Bewusstsein der Politik zu rücken. Wir hoffen sehr, dass uns viele weitere Studiobetreiber folgen werden und ebenfalls individuelle Trainingsmöglichkeiten im Freien für ihre Mitglieder errichten.“