Kampf gegen den Terror
Türkische Kampfflugzeuge bombardieren PKK-Stellungen im Nordirak

Ankara – Bei einem groß angelegten Angriff der türkischen Luftwaffe gegen Stellungen der Terrororganisation PKK im Nordirak wurden nach Informationen des türkischen Verteidigungsministeriums 28 Terrorziele bombardiert. An der Attacke gegen Stellungen der Terrororganisation PKK im Nordirak, die in Koordination mit dem türkischen Nachrichtendienst MIT erfolgt sei, sollen nach Ministeriumsangaben mehr als 20 Kampfflugzeuge teilgenommen haben. Die bombardierten Ziele der Extremisten sollen sich am Asos-Gebirge, nördlich von Suleymaniyah, befinden. Verteidigungsminister Hulusi Akar, Generalstabschef Yaşar Güler sowie die Kommandeure der drei Waffengattungen verfolgten die Angriffe vom Operationszentrum der türkischen Luftwaffe in Ankara. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.

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– Irak – Kurdischer Minister Lazgin: Die PKK ist eine Bedrohung für Zivilisten

In der kurdischen Autonomieregion (KRI) des Irak wurde erneut ein Soldat der Peschmerga durch eine PKK-Mine verletzt.

Kurdischer Minister Lazgin: Die PKK ist eine Bedrohung für Zivilisten

Syrien
Terrororganisation PKK verschleppt Lehrer und Kinder

Diyarbakır – Die Terrororganisation PKK hat Medienberichten zufolge in den von ihr besetzten Gebieten Syriens einen Lehrer und zwei Jugendliche im Alter von 13 und 16 Jahren verschleppt. Demnach wurden der arabisch-stämmige Klassenlehrer Eymen Hasan am Sonntag (22. August) in Manbidsch sowie der 13-jährige Veil Adnan Ibrahim und der 16-jährige Ibrahim Caver aus Qamischli von Extremisten der PKK/YPG entführt. Seit Jahrzehnten verschleppt die PKK Kinder und Jugendliche, um sie anschließend in Terrorcamps politisch zu indoktrinieren und im Krieg einzusetzen. Am 20. August fielen PKK/YPG Terroristen über der syrischen Ortschaft Mansura/Rakka her und verschleppten 28 Bewohner, die später in den erwähnten Terrorlagern ausgebildet werden sollten. UN-Bericht: Die PKK/YPG hat in Syrien die meisten Kinder verschleppt Nach einem Bericht der Vereinten Nationen („Children and armed conflict“) von 2019 hat der syrische Ableger der PKK, die YPG, die meisten Kinder in Syrien zwangsrekrutiert. Allein 2018 habe die Terrororganisation in Syrien 700 Kinder von ihren Familien verschleppt, um sie im Krieg einzusetzen, wobei die meisten dieser verschleppten Kinder noch nicht einmal kurdischer Abstammung seien. Ferner weist der Bericht auf Angriffe der PKK/YPG auf Schulen und das Verbot der arabischen Sprache in mehr als 250 Schulen hin, die sich in den von der PKK okkupierten Gebieten in Syrien befinden. Die Vereinten Nationen schätzen, dass 2018 zirka 60.000 Schülerinnen und Schüler von der Terrororganisation daran gehindert wurden eine Schule zu besuchen. Mütter von Diyarbakır weiten Sitzstreik gegen PKK auf 24 Stunden aus Die seit dem 3. September 2019 vor der Provinzdirektion der HDP in Diyarbakır protestierenden kurdisch-stämmigen Mütter haben während ihres Sitzstreiks mitgeteilt, dass sie den Protest gegen die HDP auf 24 Stunden am Tag ausgeweitet hätten. Die Mütter protestieren mit der Aktion gegen die Verschleppung ihrer Kinder durch die Terrororganisation PKK. Die am Sitzstreik teilnehmenden Eltern betrachten die HDP als den politischer Arm der PKK. Kemal Bölge/Diyarbakir

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– Berlin – Kurdische Mutter: „Warum ignorieren mich die Medien?“

Nach vielen Jahrzehnten der Angst und Drohungen sowie Einschüchterungen der PKK, trauen sich immer mehr Kurdischstämmige gegen die Terrororganisation offen Stellung zu beziehen.

Kurdische Mutter: „Warum ignorieren mich die Medien?“

Russlandsanktionen
AfD-Chef Meuthen hält Sanktionen gegen Russland für falsch

In Bezug auf das angespannte deutsch-russische Verhältnis hat der Co-Vorsitzende der AfD Jörg Meuthen der Bundesregierung „Versagen“ vorgeworfen: „Am Ende der Ära Merkel steht ein hochgradig belastetes Verhältnis zu Russland. Das sollten wir korrigieren.“ Die russlandfreundliche Haltung seines Co-Vorsitzenden Tino Chrupalla kommentierte Meuthen mit einer „differenzierten Position“: „Ich halte zunächst einmal daran für richtig, dass wir ein Interesse an gut nachbarschaftlichen Beziehungen zu Russland haben müssen. Und ich halte auch die Sanktionen für falsch, die wir da haben, weil die nichts bringen und weil sie die Beziehungen dauerhaft belasten.“ Gleichzeitig distanzierte sich Meuthen von seinem Co-Chef. Zu einigen Einzelheiten habe er „etwas zurückhaltendere Positionen als Herr Chrupalla. Das klären wir aber intern“, so Meuthen. Eine Lösung des Ost-Ukraine-Konflikts auf diplomatischem Weg sieht Meuthen kritisch. Die Verhandlungen gingen bereits auf das Minsker Abkommen im Jahr 2014 zurück. „Dass das erfolglos verlief, wird auch Frau Merkel nicht ernsthaft bestreiten. Das hat bis jetzt nichts gebracht“. Dennoch sollte man versuchen, den Konflikt immer wieder auf diplomatischem Weg beizulegen. „Zur Ehrlichkeit gehört aber auch, zu sagen: Das war bis jetzt völlig erfolglos“. Er sei daher „nicht sehr optimistisch, dass das Normandie-Format da wirklich etwas erreichen wird.“

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– Raketendeal – Russland und Türkei unterzeichnen bald Abkommen für weitere S-400-Raketensysteme

Russland und die Türkei wollen bald eine neue Vereinbarung über die Lieferung von S-400 treffen. Nach Angaben des Geschäftsführers des staatlichen Waffenexporteurs Rosoboronexport, Alexander Mikheyev, gehen die Konsultationen weiter und befinden sich in der Endphase.

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Antisemitismus
Mehr als 200 antisemitische Straftaten in NRW im ersten Halbjahr 2021

Im ersten Halbjahr 2021 wurden in Nordrhein-Westfalen 206 antisemitische Straftaten begangen. Dies geht aus einem Bericht der Landesregierung hervor, der dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. Dabei ging es vor allem um Volksverhetzungs-, Beleidigungs- und Propagandadelikte, aber auch um Sachbeschädigung, Bedrohung und in drei Fällen um Körperverletzung. Etwa die Hälfte der Taten sei von Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum verübt worden, 70 Fälle seien dem „Phänomenbereich ausländische Ideologie“ zuzuordnen, heißt es in der Antwort des NRW-Innenministeriums auf Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag. Im gesamten Vorjahr hatte die Zahl der Fälle bei 276 gelegen. Im Mai dieses Jahres hatte es in Deutschland in mehreren Städten antisemitische und anti-israelische Ausschreitungen gegeben. Zuvor war der Gaza-Konflikt zwischen militanten Palästinensern und Israel wieder eskaliert. Vom 10. bis zum 21. Mai wurden in NRW in diesem Zusammenhang etwa 90 antisemitische Straftaten gemeldet, teilte das Innenministerium mit. Die 276 Fälle im Jahr 2020 hatten einen Rückgang bedeutet, es waren 39 Straftaten weniger als im Vorjahr.

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– Islam – Angriffe auf Muslime auf niedrigstem Stand seit Jahren

Die Zahl der Übergriffe auf Muslime und Moscheen in Deutschland ist so niedrig wie seit Beginn dieser Zählung 2017 noch nie. So wurden im zweiten Quartal, also von April bis Juni, insgesamt 99 islamfeindliche Straftaten verzeichnet – das ist ein überraschend starker Rückgang.

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Luftfahrt
Turkish Airlines bietet ab September Direktflüge nach Dallas an

Istanbul –Turkish Airlines, die Fluggesellschaft, die mehr Ziele als jede andere Airline der Welt anfliegt, baut ihr Flugnetz weiter aus. Ab dem 24. September wird die Fluggesellschaft vier Direktflüge pro Woche von Istanbul nach Dallas, Texas, anbieten – am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag. Für die Flüge von Sofia nach Dallas können Turkish Airlines-Passagiere von Vorzugspreisen für Hin- und Rückflugtickets ab 600 Euro inklusive aller Gebühren profitieren. Turkish Airlines nimmt zudem ihre Flüge in verschiedene Teile der Welt wieder auf und baut ihr Flugnetz weiter aus. Mit der Ankündigung des neuen Ziels stellt die Fluggesellschaft den elften amerikanischen Standort vor, den sie anfliegen wird. Seit dem 24. September dieses Jahres ist Dallas eines von insgesamt 215 Zielen, die Passagiere von Turkish Airlines derzeit besuchen können. Die türkische Fluggesellschaft werde die Reise mit einer Boeing 787-9 Dreamliner durchführen. Laut SeatGuru.com verfügt dieses Flugzeug über etwa 300 Sitzplätze. Die Flüge von Dallas nach Istanbul Airport sollen etwa 14 Stunden dauern. Dallas, die drittgrößte Stadt des Bundesstaates Texas, bietet mit ihren Sehenswürdigkeiten und Attraktionen wie dem Dallas Museum of Art, dem Themenpark Six Flags Over Texas, dem Dallas World Aquarium und vielen anderen beliebten Museen und Stadien ein beeindruckendes Erlebnis für Touristen. Nach dem Abflug vom Flughafen Sofia müssen die Passagiere nicht länger als drei Stunden auf den Anschlussflug Istanbul – Dallas warten.

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– Reisen – Turkish Airlines gewinnt prestigeträchtigen World Travel Awards

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines ist bei den World Travel Awards für ihre branchenführende Economy Class ausgezeichnet worden. Die Airline hat sich den ersten Platz für das Jahr 2020 gesichert und damit die Konkurrenz einer Vielzahl von europäischen Full-Service-Airlines geschlagen.

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Irak
Kurdischer Minister Lazgin: Die PKK ist eine Bedrohung für Zivilisten

Erbil  – In der kurdischen Autonomieregion (KRG) des Irak wurde erneut ein Soldat der Peschmerga durch eine PKK-Mine verletzt. Wie die Regierung mitteilte, war die Bombe im Amedi Bezirk der Duhok Provinz an einer Landstraße gelegt worden. Der Sprengsatz explodierte demnach, als ein Peshmerga-Fahrzeug passierte. Bei der Explosion wurde ein Soldat verletzt. Wie der stellvertretende Minister Sarbast Lazgin mitteilte, wird die Straße sowohl von Soldaten als auch von Zivilisten genutzt. Er bezeichnete die PKK „als Bedrohung für Zivilisten und Streitkräfte“. „Die PKK setzt ihre zerstörerische Arbeit fort, indem sie Bomben gegen Peschmerga-Kräfte und Zivilisten legt“, twitterte Lazgin.

Die Spannungen zwischen den kurdischen Streitkräften und der PKK sind in den letzten Monaten wieder eskaliert. Die PKK beschuldigt die Peschmerga und die Regierung der kurdischen Autonomieregion des Irak, mit der Türkei zusammenzuarbeiten. Im Dezember wurden bei Zusammenstößen zwischen den beiden Seiten im Bezirk Amedi in Duhok ein Peschmerga getötet und drei PKK-Kämpfer schwer verletzt, von denen einer später verstarb. Zwei Peschmerga starben zudem im November bei weiteren Zusammenstößen im selben Gebiet.

Die Regierung der kurdischen Autonomieregion hat die PKK wiederholt aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.

„Einige Gruppen berücksichtigen nicht den Frieden und die Sicherheit unseres Volkes und nutzen unsere Gebiete für Angriffe gegen andere. Wo um alles in der Welt würde jemand diese Art von Handlung akzeptieren? Sie kommen hierher, trainieren und greifen andere an, und die KRG und ihre Mitarbeiter zahlen dafür“, zitiert das kurdische Nachrichtenportal Rudaw Präsident Nechirvan Barzani im Dezember 2019. Barzani sagte zudem, dass die Terrororganisation PKK auch für die Kurden eine Sicherheitsbedrohung darstelle.

„Wir haben versucht zu kommunizieren, dass sie [die PKK] für unsere Geschwister in Nordsyrien eine Gefahr sind“, so Barzani. „Mein einziger Wunsch ist es, dass sich die Kurden von der PKK distanzieren. Die PKK hat versucht, sich über die syrischen Kurden zu legitimieren.

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– Terrorismus – Kurden-Präsident Barzani: Die Türkei hat kein Problem mit Kurden

Der Präsident der „Autonomen Irakischen Region Kurdistan“ (KRG), Necirvan Barzani, hat sein Volk dazu aufgerufen, sich von der Terrororganisation PKK zu distanzieren.

Kurden-Präsident Barzani: Die Türkei hat kein Problem mit Kurden

Raketendeal
Russland und Türkei unterzeichnen bald Abkommen für weitere S-400-Raketensysteme

Moskau – Ein neuer Vertrag mit der Türkei über die Lieferung von russischen Flugabwehrraketensystemen mittlerer bis großer Reichweite vom Typ S-400 könnte bald unterzeichnet werden, sagte der Vorstandsvorsitzende des staatlichen Waffenexporteurs Rosoboronexport (Teil des staatlichen Technologiekonzerns Rostec) Alexander Mikheyev am Montag auf dem internationalen militärtechnischen Forum Army-2021. „Die Konsultationen gehen weiter und befinden sich in der Endphase. Wir werden bald mit der Ausarbeitung eines Vertrags mit unseren Partnern beginnen“, zitiert die russische Nachrichtenagentur TASS Mikheyev. Die russische S-400 „Triumf“ (NATO-Bezeichnung: SA-21 Growler) ist das neueste Boden-Luft-Raketensystem mit langer und mittlerer Reichweite Russlands, das 2007 in Dienst gestellt wurde. Es ist für die Zerstörung von Flugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen ausgelegt und kann auch gegen Bodeneinrichtungen eingesetzt werden. Die S-400 kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 400 km und in einer Höhe von bis zu 30 km unter intensivem feindlichem Beschuss und Störfeuer bekämpfen. Washington lehnt Kauf der S-400 ab

Washington lehnte die Übernahme des russischen Fliegerabwehrsystems durch die Türkei entschieden ab und suspendierte die Türkei von ihrem Hi-Tech-Kampfjetprogramm F-35, da die S-400 eine Bedrohung für die Stealth-Kampfjets darstelle. Die US-Regierung hatte Ankara auch davor gewarnt, dass es US-Sanktionen nach dem Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act riskiert, wenn das S-400-System aktiviert wird. Die Türkei besteht darauf, dass sie gezwungen wurde, das russische System zu kaufen, nachdem Washington sich geweigert hatte, ihm das US-Patriot-System zu verkaufen.

Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu kritisierte die Position der USA zu dem Geschäft und wies darauf hin, dass Ankara das Raketensystem brauche. „Wenn die Vereinigten Staaten wollen, dass die Türkei Waffen von ihnen kauft, sollten sie diese zu vernünftigen Preisen und mit besseren Bedingungen anbieten“, so Cavusoglu. Ausschluss aus dem F-35-Programm

Nachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte, gab Ankara 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner aus dem gemeinsamen F-35-Entwicklungsprogramm ausgeschlossen. Die Türkei ist Mitentwickler und Lieferant von  etwa 900 Bauteilen.

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– Russland – S-400-Deal: Moskau lobt „harte Haltung“ Erdogans gegenüber den USA

„Der Druck war in der Tat beispiellos. Wir begrüßen die ziemlich harte und kategorische Haltung von Präsident Erdogan. Wir glauben, dass nur diese Position es uns ermöglicht, tatsächlich einen freien und souveränen Dialog aufzubauen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Sendung „Moskau. Kreml. Putin“ des russischen TV-Kanals Rossiya-1TV.

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Türkei
PCR-Testpflicht beginnt am 6. September

Ankara – In der Türkei müssen ungeimpfte Personen ab dem 6. September einen negativen PCR-Test vorweisen, wenn sie an gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Konzerten teilnehmen oder öffentliche Veranstaltungsorte wie Kinos und Theater betreten wollen. Die Organisatoren dieser Veranstaltungen und das Personal an diesen Orten werden anhand des HES-Codes der Besucher, einem System zur Ermittlung von Coronavirus-Kontakten, überprüfen, ob sie geimpft oder genesen sind oder spätestens in den letzten 48 Stunden einen negativen PCR-Test vorweisen können, berichtet Hürriyet Daily News. Laut dem Rundschreiben des Innenministeriums tritt die PCR-Testpflicht für innerstädtischen Reisen mit Flugzeugen, Bussen, Zügen oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, ausgenommen Privatfahrzeuge, für nicht geimpfte Personen ebenfalls am 6. September in Kraft. Bereits in der vergangenen Woche hatte der türkischee Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, dass PCR-Tests im Rahmen der Bemühungen der Regierung, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, obligatorisch werden sollen. Nach diesen Plänen müssen sich auch ungeimpfte Lehrer, Angestellte und Universitätsstudenten PCR-Tests unterziehen, da sich die Schulen auf die Wiederaufnahme des Unterrichts am 6. September vorbereiten. Trotz der beschleunigten Impfkampagne liegt die Zahl der täglichen COVID-19-Fälle seit Juli letzten Jahres bei über 20.000, und die Zahl der Todesfälle steigt weiter. Laut Professor İsmail Balık, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten an der Universität Ankara, bilden ungeimpfte Menschen die größte Gruppe unter denjenigen, die wegen des Coronavirus auf Intensivstationen behandelt werden. „Die zweitgrößte Gruppe sind diejenigen, die nur eine Dosis des COVID-19-Impfstoffs erhalten haben, gefolgt von den Patienten, die beide Dosen erhalten haben, aber noch keine vollständige Immunität entwickelt haben. Die vierte Gruppe besteht aus Personen, die zwar vollständig geimpft sind, bei denen aber mehr als drei Monate seit der letzten Impfung vergangen sind“, erklärte er gegenüber Hürriyet.

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– Corona-Pandemie – Türkei: Eigener Corona-Impfstoff soll „Turkovac“ heißen

Im November vergangenen Jahres teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Entwicklung eines eigenen Impfstoff mit. Am heutigen Dienstag kündigte Erdogan nun an, dass in einem Krankenhaus in Ankara die dritte Phase der Tests begonnen habe und der Impfstoff „Turkovac“ heißen werde.

Türkei: Eigener Corona-Impfstoff soll „Turkovac“ heißen
 

Afghanistan-Krise
Linke für Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan

Osnabrück – Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, hat sich für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan ausgesprochen. „Es ist noch völlig offen, wie viele Menschen fliehen werden. Als Deutschland haben wir nach 20 Jahren Militäreinsatz im Land jedoch eine Verantwortung, der wir gerecht werden müssen“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung„. Das beinhaltet für die Linken-Politikerin neben schneller Hilfe vor Ort auch, „dass man Menschen nach Deutschland kommen lässt“. Allerdings warnte Mohamed Ali den Staat davor, die Verantwortung für Flüchtlinge auf Ehrenamtliche abzuwälzen. „Was sich nicht wiederholen darf, ist, dass man die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer alleinlässt. 2015 ist vom Staat viel zu viel nur auf freiwillige Helfer gesetzt worden, die zu wenig Unterstützung bekamen“, so die Fraktionsvorsitzende. Mohamed Ali kritisierte zudem die „brachiale Fehleinschätzung der Lage vor Ort“ und wies darauf hin, dass bis vor zwei Wochen noch Menschen aus Deutschland nach Afghanistan abgeschoben wurden. „Dass die Evakuierung trotz rechtzeitiger Hinweise so spät stattfindet, dafür fehlt mir das Verständnis.“

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– Flüchtlingskrise – Erdogan: Die Türkei kann die zusätzliche Belastung durch die Migration nicht tragen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Sonntag mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, telefoniert. In dem Gespräch ging es um regionale Angelegenheiten, insbesondere um die Entwicklungen in Afghanistan und die Migrationsfrage.

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Afghanistan-Krise
Anti-Taliban-Kommandeur Ahmad Massoud fordert Hilfe von Deutschland

Ahmad Massoud, Kommandeur der Anti-Taliban-Koalition „Nationale Widerstandsfront von Afghanistan“, fordert im Interview mit dem ARD-Politikmagazin Kontraste vom Westen, und insbesondere von Deutschland Unterstützung. „Der Westen sollte Druck auf die Taliban ausüben, damit sie die Gewalt sofort beenden und eine breit angelegte, inklusive Regierung akzeptieren. Sie müssen akzeptieren, dass es viele Veränderungen gegeben hat und dass sie Frauenrechte, Menschenrechte respektieren müssen. Sie können auch keine fanatische, extremistische Ideologie etablieren“, so Massoud. Daran sollte ganz besonders Deutschland ein Interesse haben, betont Massoud mit Verweis auf eine drohende Flüchtlingswelle. „Wir haben gerade Hunderttausende in Kabul gesehen, aber es sind Millionen, die aus Afghanistan über die Landesgrenzen nach Iran, nach Pakistan und in andere Gebiete fliehen werden. Und sie sind auf dem Weg in den Westen und nach Europa“. „Mit einem Bruchteil der Mittel, die sie für die Flüchtlinge in ihrem Land ausgeben, mit etwas politischem Druck und mit der Unterstützung des Widerstands können sie tatsächlich einen dauerhaften Frieden erreichen“, so Massoud zu Kontraste. Die „Nationale Widerstandsfront von Afghanistan“ sammelt sich derzeit im Pandschir-Tal, rund 150 Kilometer nordöstlich der afghanischen Hauptstadt Kabul. Angeführt wird die Truppe von Ahmad Massoud, dessen gleichnamiger Vater bereits als Kommandeur der Nordallianz gegen die Taliban gekämpft hat. Unter seinen Kämpfern, so Massoud Junior, seien auch Angehörige der afghanischen Armee und ihrer Spezialeinheiten. Unterdessen meldet der arabische Nachrichtensender Aljazeera, dass die Taliban bekannt gegeben haben, sie hätten mehrere Hundert Kämpfer zum Pandschir-Tal beordert, um dort die Kontrolle zu übernehmen. Ob es ihnen gelänge, das Tal zu verteidigen und weite Teile des Landes zu befreien sei unklar, wie Massoud gegenüber Kontraste einräumt. In dem Tal sollen rund 150.000 Menschen leben, die meisten davon gehören wie auch Massoud der ethnischen Minderheit der Tadschiken an, während die Mehrheit der Taliban ethnische Paschtunen sind. Das Pandschir-Tal war auch während der ersten Herrschaft der Taliban nicht unter deren Kontrolle.

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– Afghanistan-Krise – Taliban-Gegner Ahmad Massoud: „Bereit zu kämpfen“

Der Sohn von Ahmad Schah Massoud, der in den 1980er-Jahren einer der wichtigsten Anführer des antisowjetischen Widerstands in Afghanistan war, erklärte, er werde die von ihm kontrollierten Gebiete nicht an die Taliban abtreten.

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