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Kurdische Mutter. „Warum ignorieren mich die Medien?“

Nach vielen Jahrzehnten der Angst und Drohungen sowie Einschüchterungen der PKK, trauen sich immer mehr Kurdischstämmige gegen die Terrororganisation offen Stellung zu beziehen.

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Berlin (nex) – Nach vielen Jahrzehnten der Angst und Drohungen sowie Einschüchterungen der PKK, trauen sich immer mehr Kurdischstämmige gegen die Terrororganisation offen Stellung zu beziehen.

Seit Wochen steht sie unermüdlich und unerschrocken vor dem Bundestag sowie dem Bundeskanzleramt und hofft bei der Suche nach ihrer Tochter auf die Unterstützung der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bisher jedoch vergebens.

Auch die Medien habe sie nicht erreichen können. Ihre zahlreichen Kontaktaufnahmen seien unbeantwortet geblieben, so die alleinerziehende kurdischstämmige Mutter gegenüber NEX24.

„Warum ignorieren mich die Medien bloß?“, fragt die 51-Jährige verzweifelt.

Die Terrororganisation PKK habe ihre Tochter Nilüfer einer Gehirnwäsche unterzogen und sie daraufhin ins Ausland verschleppt, so Maide T. Die PKK sei Deutschlandweit in sogenannten Kulturvereinen vertreten und locke junge Leute zuerst mit Kultur- Sprach- und Musikprogrammen.

Auch ihre Tochter habe vor ihrem Verschwinden angefangen, eine dieser Begegnungsstätten zu besuchen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit beginne man jedoch, auch politische Themen in den Mittelpunkt zu stellen. Nilüfer habe man eingeladen, an „Campingurlauben in den Bergen und freier Natur“ im Ausland teilzunehmen.

Die besorgte Mutter habe ihre Tochter immer wieder vor diesen Vereinen gewarnt und sie darum gebeten diese nicht mehr zu besuchen. Nilüfer habe sie jedoch beruhigt und ihr versichert, dass sie nicht auf diese Tricks reinfallen würde.

„Meine Tochter wollte studieren und hatte große Pläne für ihre Zukunft“, so T. Die Justiz habe sie mit Hinweis auf die Volljährigkeit ihrer Tochter „abgewimmelt“.

„Würde man bei Kindern von deutschen Politikern auch in dieser Weise reagieren?“, fragt die Mutter verzweifelt.

Es gebe sehr viele Betroffene wie sie, die sich aber nicht trauen würden, gegen die PKK anzutreten, sagt Maide weiter. Das wolle Sie nun ändern und hat wie in der Türkei die Hoffnung, dass viel mehr Mütter und Väter aufstehen und sich dieser Indoktrination ihrer Kinder entgegenstellen. Seit mehr als 290 Tagen sitzen vor der Parteizentrale der völkisch-kurdischen HDP Dutzende kurdische Eltern im Streik, um die Freilassung ihrer Kinder von der PKK zu erreichen.

Eine tragische Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, deren einziges Kind von einem kurdischen Kulturverein in Berlin indoktriniert wird, um im Südosten der Türkei für die sogenannten Rechte der „Kurden“ in den „bewaffneten Kampf“ einzutreten.

Maide T. kam 1997 aus der Türkei nach Berlin. Sie ist kurdischstämmig und wollte in Deutschland mit ihrem Ehemann einen Neuanfang beginnen. Aus der Ehe stammt die Tochter Nilüfer. Dann aber trennte sich das junge Paar. Sie arbeitete fortan als Altenpflegerin und zog das Kind alleine auf.

Ihre Arbeit als Altenpflegerin war hart und mühsam, aber die Fürsorge für die Tochter sollte darunter nicht leiden; dass betont Maide immer wieder. Nilüfer bekam Liebe und die Fürsorge, um es bis ins Gymnasium zu schaffen.

„Ich werde nicht aufgeben, bis meine Tochter zurückgekehrt ist“, so T.

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