Brandstiftung
Berlin: PKK-Unterstützer drohen bis zu zehn Jahre Haft

Berlin – Der Weddinger Umzugshelfer Mehmet A. (24) steht wegen Beteiligung an einem Brandanschlag auf einen Türkischen Bildungsverein vor Gericht. Ihm drohen bis zu 10 Jahre Haft. Wie die Berliner Zeitung (BZ) weiter berichtet, entstand an den Erdgeschoss-Räumen in der Neuköllner Reuterstraße am 20. September 2018 mehrere Tausend Euro Sachschaden. Ein Nachbar konnte löschen, bevor Schlimmeres passierte. Ihn habe damals ein Knall geweckt. „Ich sah aus dem Fenster, von unten kam eine Stichflamme hoch. Ich rannte mit einer Gießkanne runter und löschte. Der Bildungsverein ist voller Bücher. Wenn es dort brennt, steht das ganze Haus in Flammen“, so Politikwissenschaftler Johannes S. (39) gegenüber der BZ. Vereinsvorsitzende Rüstü Kam im Gespräch mit der BZ: „Wir wollen den Bildungsstand der Neuköllner erhöhen. Bis 17 Uhr kommen Erwachsene, dann Kinder zur Nachhilfe. Freitags ist Frauentag. Einmal die Woche eine Lesung. Wir haben 12.000 Bücher, geben eine zweisprachige Zeitschrift heraus. Auf dem Bürgersteig vor dem Haus war ein Slogan aufgesprüht, demnach war das von der PKK. Wir sind seit 2000 dort. Pflegen gute Kontakte zur Nachbarschaft und zur Kirche.“ Laut dem Anwalt des Angeklagten habe A. in der Tatnacht im Restaurant gearbeitet. Der Chef des Lokals könne das bezeugen.

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– Justiz – Koblenz: Gefängnisstrafe für PKK-Führer

Die deutsche Justiz geht weiterhin mit voller Härte gegen die Terrororganisation PKK vor. Nach zahlreichen Festnahmen und Vereinsverboten in den letzten Jahren, wurde am Freitag ein weiteres Führungsmitglied zu einer Haftstrafe verurteilt.

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Demografischer Wandel
Bevölkerung Deutschlands im Jahr 2020 erstmals seit 2011 nicht gewachsen

Zum Jahresende 2020 lebten 83,2 Millionen Menschen in Deutschland. Damit ist die Einwohnerzahl Deutschlands im Vorjahresvergleich nahezu unverändert geblieben (-12 000 Einwohner/-innen), nachdem die Bevölkerung zwischen 2011 und 2019 kontinuierlich von 80,3 Millionen auf 83,2 Millionen gewachsen war. Die Entwicklung im Pandemiejahr 2020 resultiert aus zwei Faktoren: zum einem einer verminderten Nettozuwanderung, die nach vorläufigen Ergebnissen von 294 000 im Jahr 2019 auf 209 000 im Jahr 2020 zurückgegangen ist. Zum anderen erhöhte sich der Überschuss der Sterbefälle über die Zahl der Geburten von 161 000 auf 212 000. Somit konnte die gesunkene Nettozuwanderung das Geburtendefizit nur noch annähernd ausgleichen. Für eine Bevölkerungszunahme reichte sie aber nicht mehr aus. Zahl der Hochbetagten ab 80 Jahren steigt binnen Jahresfrist um 4,5 % Trotz der im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehenden erhöhten Sterblichkeit wuchs die Zahl der älteren Menschen im Jahr 2020 weiter: Am stärksten stieg die Zahl der Hochbetagten ab 80 Jahren mit einem Plus von 255 000 Personen oder 4,5 % auf 5,9 Millionen. Die Zahl der Seniorinnen und Senioren zwischen 60 und 79 Jahren erhöhte sich um 96 000 auf 18,2 Millionen (+0,5 %). Dagegen nahm die Bevölkerung in der Altersgruppe zwischen 20 und 59 Jahren um 367 000 Personen ab und umfasste Ende 2020 rund 43,7 Millionen Frauen und Männer (-0,4 %). Die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren blieb mit 15,3 Millionen nahezu unverändert (+4 000). Das Durchschnittsalter der Bevölkerung erhöhte sich wie im Vorjahr um 0,1 auf 44,6 Jahre. Bevölkerungszuwachs im Westen deutlich geringer als 2019, Rückgang im Osten leicht verstärkt In den Bundesländern zeigten sich 2020 folgende Entwicklungen: Berlin und Nordrhein-Westfalen verzeichneten im Vergleich zu 2019 einen Bevölkerungsverlust von 5 000 beziehungsweise 22 000 Personen, nachdem die Bevölkerung in den Vorjahren noch gewachsen war (2019: +25 000 bzw. +15 000). Neben der verminderten Zuwanderung aus dem Ausland war dabei für Berlin zusätzlich eine verstärkte Abwanderung in andere Bundesländer ursächlich. Umgekehrt ist die Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns aufgrund einer gestiegenen Zuwanderung aus dem Inland um 3 000 Personen gewachsen, nachdem sie 2019 noch zurückgegangen war (-2 000). Die größten absoluten Bevölkerungszunahmen im Jahr 2020 verzeichneten Bayern (+15 000) gefolgt von Niedersachsen (+10 000) und Brandenburg (+9 000). Neben Nordrhein-Westfalen und Berlin waren Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen von Bevölkerungsverlusten betroffen. Dabei haben sich die Bevölkerungsverluste in Thüringen und vor allem Sachsen gegenüber 2019 verstärkt. Insgesamt verzeichneten die westdeutschen Bundesländer (ohne Berlin) einen Bevölkerungszuwachs um 24 000 Personen auf 67,0 Millionen, der 2020 jedoch deutlich niedriger ausfiel als 2019 (+144 000). In Ostdeutschland (ohne Berlin) nahm die Bevölkerungszahl um 30 000 und damit im Vergleich zu 2019 (-21 000) noch weiter ab und betrug am Jahresende 12,5 Millionen. Bevölkerungszahlen auf Kreisebene: 178 Kreise mit Zuwächsen, 192 mit Rückgängen In der Corona-Pandemie kommen den Bevölkerungs- beziehungsweise Einwohnerzahlen auf Kreisebene eine besondere Bedeutung zu, da die Zahl der Corona-Neuinfektionen bei der Inzidenzberechnung ins Verhältnis zur jeweiligen Einwohnerzahl gesetzt wird. Im Jahr 2020 hat die Bevölkerung in 178 Kreisen zugenommen, in 192 Kreisen abgenommen und ist in 31 Kreisen nahezu konstant geblieben. Die Bevölkerungszahlen in den Landkreisen und kreisfreien Städten zum Jahresende 2020 sind in der Kreistabelle in der Datenbank GENESIS-Online verfügbar. Zahlen auf Kreisebene und nach Altersgruppen enthält auch die Kreiskarte im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes sowie im Statistikportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Methodische Hinweise: Die Entwicklung der Bevölkerungszahlen in einem Jahr ergibt sich zum einen aus den Geburten und Sterbefällen, zum anderen aus den Zu- und Fortzügen, die die Standesämter beziehungsweise Meldebehörden den Statistischen Ämtern mitteilen. Zudem fließen Korrekturen in die Berechnung ein. Korrekturen entstehen, wenn Meldebehörden oder Standesämter zuvor mitgeteilte Datensätze vervollständigen oder berichtigen. Die Bevölkerungszahlen sind endgültig. Der angegebene Wanderungsüberschuss und das Geburtendefizit für 2020 stellen aber vorläufige Ergebnisse dar (Informationen zur vorläufigen Zahl der Geburten- und Sterbefallzahlen im Jahr 2020 enthält die Pressemitteilung Nr. 200 vom 16. April 2021). In den endgültigen Ergebnissen kann es noch zu leichten Verschiebungen kommen, die jedoch keinen Einfluss auf die Bevölkerungszahlen haben. Die endgültige Wanderungsstatistik wird Ende Juni veröffentlicht, die Geburten- und Sterbefallstatistik Mitte Juli. Für die Darstellung der Entwicklungen im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr werden die vorläufigen Ergebnisse der Wanderungsstatistik beziehungsweise der Geburten- und Sterbefallstatistik 2019 herangezogen, da sie methodisch eine bessere Vergleichbarkeit ermöglichen.

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– Demografie – Türkei: Immer mehr Einpersonenhaushalte

Die durchschnittliche Haushaltsgröße der Türkei ist im vergangenen Jahr erneut gefallen.

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Türkei
Nach Mord an Teenager Berkin Elvan: Türkischer Polizist zu fast 17 Jahren Gefängnis verurteilt

Istanbul – Für den Mord an einem Teenager wurde ein türkischer Polizist zu fast 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Berkin Elvan wurde 2013 mit einer Tränengasgranate am Kopf getroffen. Der Polizeibeamte Fatih Dalgali stand vor Gericht, weil er den Tod des 14-jährigen Berkin Elvan verursacht haben soll, der 2013 in Istanbul durch eine Tränengasgranate am Kopf verletzt wurde, als in der Nähe die „Gezi Park“-Proteste gegen die Regierung stattfanden. Elvan lag 269 Tage lang im Koma. Nach Elvans Tod im März 2014 im Alter von 15 Jahren protestierten in mehreren türkischen Großstädten Hunderttausende, nach einigen Schätzungen bis zu zwei Millionen Menschen, wobei mindestens zwei Personen ums Leben kamen. Elvans Familie erklärte damals, Erkin sei unterwegs gewesen, um Brot zu kaufen, nicht um zu protestieren. Ein Gericht in Istanbul verurteilte Dalgali wegen „möglicher Mordabsicht“ zu 16 Jahren und 8 Monaten Gefängnis und verhängte eine Ausreisesperre, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet. Vor der letzten Anhörung des Falles am 18. Juni hielt die Familie von Elvan eine Presseerklärung vor dem Çağlayan-Gerichtsgebäude ab. „Nach 20 Anhörungen stehen wir kurz vor dem Ende des Falles unseres Berkin, Wir erwarten, dass die Mörder Rechenschaft ablegen. Während wir auf den Straßen, Plätzen und Gerichtsgebäuden unsere Forderung nach Gerechtigkeit für Berkin kund taten, machte der Polizist, der Berkin erschoss, seinen Job weiter“, so die Familie. Während der Anhörung bestritt der Polizeibeamte Dalgalı, dass er derjenige war, der Elvan erschossen hat, was die Opferanwälte mit Verweis auf das Gutachten zurückwiesen. „Fatih Dalgalı ist der Mörder von Berkin Elvan. Das besagen die [Sicherheits-]Aufnahmen und Berichte. Wir wollen nicht, dass Fatih Dalgalı nur wegen Berkin verurteilt wird, wir wollen, dass ein Polizist 1.000 Mal nachdenkt, bevor er den Abzug drückt. Wir wollen, dass Fatih Dalgalı wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt wird und ins Gefängnis kommt“, sagte Rechtsanwalt Yalçın Deniz Özen. Der Anwalt erklärte, dass nicht nur Dalgalı vor Gericht stehen sollte, sondern auch andere Polizeibeamte, die den Angeklagten bei seiner Tat unterstützt haben. „Fatih Dalgalı war nicht allein dort. Da war auch sein Vorgesetzter, der ihn instruierte. Und es gab einen weiteren Polizeibeamten, der Patronen zu ihnen trug“, sagte der Anwalt und forderte erneut, dass auch die anderen betroffenen Polizeibeamten in dem Fall vor Gericht gestellt werden. Das Gericht lehnte die Forderung der Staatsanwaltschaft ab, Dalgalı wegen „bewusster fahrlässiger Tötung“ zu verurteilen – worauf bis zu neun Jahre Gefängnis stehen – und befand den Polizisten der „vorsätzlichen Tötung“ für schuldig.

Weltflüchtlingstag
Pro Asyl: In Libyen werden viele Flüchtlinge gefoltert und misshandelt

Osnabrück – Zum Weltflüchtlingstag an diesem Sonntag und wenige Tage vor der zweiten Libyen-Konferenz in Berlin warnt Pro Asyl die EU-Staaten davor, die Genfer Flüchtlingskonvention immer weiter auszuhöhlen. „Staaten dürfen die Flüchtlinge an ihren Grenzen nicht zurückweisen, ohne zuvor ihre Schutzbedürftigkeit zu prüfen. Das heißt, Flüchtlinge haben ein Recht darauf, einen Antrag auf Asyl zu stellen. Die EU-Staaten drohen der Genfer Flüchtlingskonvention dieses Herzstück zu entreißen“, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das „Zurückschleppen von Booten in libysche Hoheitsgewässer, das Herbeirufen der libyschen Küstenwache zu Bootsflüchtlingen selbst in internationale Gewässer“ sei ein Anschlag auf die Menschenrechte der Geflüchteten, betonte Burkhardt. In Libyen würden viele Flüchtlinge gefoltert und misshandelt. „Heute werden die Verfolgten und Gefolterten aber mithilfe der EU-Staaten zu ihren Peinigern zurückgeschleppt, so landen sie in dem Elend, aus dem sie geflohen sind.“ Am kommenden Mittwoch will die internationale Gemeinschaft auf einer zweiten Libyen-Konferenz weitere Schritte für eine Stabilisierung des nordafrikanischen Landes einleiten, von dem aus viele Afrikaner den Weg über das Mittelmeer nach Europa suchen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und UN-Generalsekretär Antonio Guterres haben dazu die Staaten und Organisationen des Berliner Prozesses ins Auswärtige Amt nach Berlin eingeladen. Mit Blick auf die Libyen-Konferenz sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Burkhardt der „NOZ“ weiter: „Dass Europa versucht, einen Friedensprozess in Libyen einzuleiten und die Staatsruine zu stabilisieren, ist grundsätzlich richtig und zu begrüßen. Das darf aber nicht auf Kosten von Menschenrechten geschehen und zum Nachteil jener Menschen, die in Europa um Schutz nachsuchen.“ Deshalb müsse endlich Schluss sein mit der Push-back-Politik. „Die Kooperation mit der verbrecherischen libyschen Küstenwache muss aufhören. Deutschland bildet diese aus, Italien stellt Schiffe – die Europäer dürfen der Fluchtabwehr nicht alles unterordnen“, forderte Burkhardt und sagte: „An Europas Grenzen entscheidet sich, ob Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auch in Zukunft die Grundlage staatlichen Handelns sind. Schutzsuchende dürfen an Europas Grenzen nicht zurückgewiesen werden. Der Zugang zum Recht auf Asyl muss gewährleistet sein.“ Der Pro-Asyl-Geschäftsführer übte in der „NOZ“ auch Kritik an der dänischen Asylpolitik. „Dänemark hat einen neuen Vorstoß gestartet, um sich und auch die Europäische Union zur asylpolitischen Insel zu machen: Asylanträge sollen faktisch nicht mehr möglich sein. Schutzsuchende werden rechtlos gestellt und in schutzunfähige Drittstaaten zurückgewiesen“, mahnte Burkhardt: „So wird Schutzsuchenden ihr durch die Genfer Flüchtlingskonvention verbrieftes Recht, einen Asylantrag zu stellen, verweigert. So verabschieden sich die Staaten der EU von der uneingeschränkten Geltung der Menschenrechte.“

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– Folterlager in Libyen – Libyen: „Jungen werden gezwungen, ihre Schwestern zu vergewaltigen“

In Libyen werden immer mehr Migranten gefoltert und vergewaltigt – aus Geldgier, Sadismus und Machtstreben. Eine neue Studie belegt das Ausmaß.

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Bergkarabach
„Moskau beobachtet Pläne für türkische Militärbasis in Aserbaidschan genau“

Moskau – Moskau beobachte die Entwicklungen rund um eine potenzielle türkische Militärbasis in Aserbaidschan genau. Diese Pläne könnten erfordern, dass Russland selbst Schritte unternehmen müsse, um seine eigene Sicherheit und Interessen zu gewährleisten, sagte der Kreml am Freitag. „Die Stationierung von militärischen Einrichtungen der NATO-Länder in der Nähe der Grenzen Russlands ist ein Grund für besondere Aufmerksamkeit und notwendige Schritte zur Gewährleistung der Sicherheit“, so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Peskow erklärte weiter, dass Russland hinsichtlich der Situation im Südkaukasus und einer Stabilisierung des Gebietes im engen Kontakt mit NATO-Mitglied Türkei stehe. Ankara und Baku unterzeichneten am Dienstag in der aserbaidschanischen Stadt Schuscha eine Vereinbarung um die Zusammenarbeit im militärischen Bereich zu erhöhen. Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew sagte bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan, die Erklärung betreffe die Zusammenarbeit in politischen, wirtschaftlichen, Handels- und Energiefragen. „Aber am wichtigsten ist die Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und der Türkei im Bereich der Verteidigungsindustrie und der gegenseitigen militärischen Unterstützung“, sagte Alijew bei einer Pressekonferenz mit Erdogan. Erdogan erklärte, dass er eine türkische Militärbasis in Aserbaidschan nicht ausschließe. Der Südkaukasus, Teil der ehemaligen Sowjetunion, ist von besonderem Interesse für Russland, das ihn traditionell als seine eigene Einflusssphäre betrachtet. Russische Truppen sind seit dem Ende des Konflikts im letzten Jahr in Berg-Karabach stationier und Moskau hat auch eine Militärbasis im benachbarten Armenien. Der 44-tägige Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan um die von Armenien okkupierten sieben aserbaidschanischen Distrikte sowie Berg-Karabach endete am 9. November 2020. Der 30-jährige Konflikt um Bergkarabach war am 27. September erneut eskaliert. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld für die Kämpfe. Baku erklärte, die Armee habe eine „Gegenoffensive“ gestartet, „um Armeniens militärische Aktivitäten zu stoppen und die Sicherheit der Bevölkerung zu schützen“. Es handelte sich um die schwerste Eskalation seit Jahrzehnten. In Bergkarabach lebten überwiegend Armenier, die Region gehörte jedoch völkerrechtlich zu Aserbaidschan. Seit einem blutigen Krieg in den frühen 1990er Jahren, bei dem Zehntausende Aserbaidschaner von armenischen Milizen vertrieben wurden, wurde Bergkarabach von Armenien kontrolliert. Dabei kam es zu Massakern an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung, wie zum Beispiel in Chodschali am 25. Februar 1992, bei dem Hunderte Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet wurden.

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Aufgrund des starken Anstiegs der Corona-Fälle in der Türkei hatte Russland seit Mitte April Flüge in das Land ausgesetzt.

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Reisen
Tipps & Tricks für die Unterhaltung im Sauerland

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Das Sauerland gilt seit Jahren als einer der beliebtesten Urlaubsorte Deutschlands. Nicht nur Ausländer, sondern auch Einheimische sind an einen Urlaub in dieser Region interessant. Falls Sie aus dem Sauerland kommen und keine Ahnung über die TOP-Highlights für die Erholung haben, lohnt es sich, die Aufmerksamkeit auf unsere geheimen Tipps zu lenken. Mit unserem Plan haben Sie keine Langeweile auf einer Reise im Sauerland. Zudem teilen wir mit, welche Orte für die Touristen unbekannt sind. Folgenden Sie uns, um die besten Orten und Sehenswürdigkeiten vom Sauerland kennenzulernen. Sich im Sauerland nicht aktiv, sondern passiv erholen Die moderne Gaming-Welt verfügt über zahlreiche Möglichkeiten, die Freizeit interessant, spannend und gleichzeitig gewinnbringend gestalten. Obwohl die Casinos im Sauerland verboten sind, kann man auf den Spielportalen populäre Glücksspiele mit progressivem Jackpot oder Slotgames testen. Sein Glück kann man ab 18 Jahren auf der offiziellen Online Seite für Glücksspiel probieren und erste Gewinne erfolgreich erzielen. Ein virtuelles Spielhaus mit solidem Ruf hat zahlreiche Vorteile & Pluspunkte. Einerseits kann man überall online zocken. Andererseits sind manche online Spiele kostenlos. So können Sie online das beliebige Glücksspiel mitspielen. Auf diese Weise sammelt der Player praktische Erfahrung und kann sogar seine eigene Spielstrategie online einsetzen. Falls Sie sich für online Gaming interessieren, lohnt es sich weitere Information auf der Webseite des Anbieters zu bekommen. Das Land der 1000 Berge lädt zum schönen Spaziergang ein Für diejenigen, die von Casino-Spielen nicht begeistert sind, gibt es weitere Unterhaltungsangebote. Dank der wunderbaren Landschaft haben die Einheimischen und die Reisenden aus der ganzen Welt eine tolle Gelegenheit, im Winter und im Sommer die Freizeit spannend zu verbringen. Die Auswahl an Sommer- und Wintersportarten ist so groß, dass jeder Urlauber das gewisse Etwas findet. Für diejenigen, die vorhaben, den Urlaub im Winter zu verbringen, ist es empfehlenswert, die Wintersport-Arena Sauerland zu besuchen. Die Region befindet sich nördlich der Alpen und bietet den Großen und den Kleinen das größte Schneevergnügen. Zu den populärsten Sporttätigkeiten gehören:
  • Skifahren
  • Rodeln
  • Snowboarding
  • Langlaufen
  • Winterwandern
Dieses Jahr hat die Leitung der Wintersport-Arena Sauerland versprochen, etwas Neues und Spannendes vorzubereiten. Die besten Urlaubszeiten für die Einheimischen sind im Dezember und Ende März. In diesem Zeitraum kommen weniger ausländische Touristen an. Deshalb gibt es mehr freie Plätze, um die Sporttätigkeiten stressfrei und ohne lange Schlangen auszuüben. Falls Sie mit den Kindern in den Bergen wandern möchten und sie die meisten Wintersportarten öde finden bzw. dafür zu klein sind, gibt es ein paar geheime Tricks, mit denen Sie Ihren Urlaub erholsam weilen können. In erster Linie verpassen Sie bitte die Möglichkeit nicht, zahlreiche Erlebniswanderwege im Sauerland zu besteigen. Viele spannende Stationen bieten Ihnen und Ihren Kindern, einzigartige Vertreter der lokalen Flora und Fauna kennenzulernen. Den statistischen Angaben zufolge gehören das Baumtelefon, die Baumschaukel und die Insekten Herberge zu den beliebtesten Reiserouten für die Familien mit den Kleinkindern. Rund um die Preise oder aktuelle Wintersport-Arena-Card mit dem Rabatt besorgen Sind Sie ein echter Winterfan? Dann sollten Sie auf jeden Fall die Wintersport-Arena-Card im Voraus bestellen. Je früher wird die Karte gekauft, desto weniger Geld gibt man für sie aus. Auf der offiziellen Webseite des Anbieters können die Reisenden sich über aktuelle Preise informieren. Nach einer grundsätzlichen Analyse haben wir festgestellt, dass 7-Tageskarte für nur 320 Euro für Erwachsene und für die Kinder zahlt man nur 210 Euro die beste Wahl ist. Falls Sie noch mehr Geld sparen möchten, sollten Sie den aktuellen Rabatten folgen. Häufig werden Gutscheine zur Verfügung gestellt. Der Hennesee ist die nächste Reiseroute für die Einheimischen Der Hennesee ist ein idyllischer Ort für die Erholung im Sommer. Nicht jeder Einheimische weiß genau, dass man dorthin eine wunderbare Reise unternehmen kann. Reine Luft, unberührte Natur und seltene Tiere schaffen eine angenehme Atmosphäre. Wir empfehlen Ihnen, einen Zelt mitzunehmen und die ganze Nacht umgebend von dem Wasser und grünen Bäumen zu verbringen. Wer ein aufregendes Abenteuer erleben möchte, kann ein Boot mieten und den See entlang eine Fahrt machen. Ballonfahren über das Sauerland Der unendliche Spaß wartet auf Sie, wenn Sie sich für die Fahrt mit dem Ballon entscheiden. Im Sauerland ist die Landschaft so bezaubernd, dass es fast in der ganzen Region die Herrlichkeit der Natur von oben genießen kann. Die meisten Reisebüros raten, die Ballonfahrt über den Hennesee zu wählen. Trotzdem ist dieses Reiseziel nicht das einzige. Falls Sie wirklich atemberaubende Schönheiten und Blicke erleben möchten, sollte man über die Berge mit dem Luftballon zu schweben. Die Preise unterscheiden sich je nach dem Anbieter. Im Durschnitt braucht man für die Einzelfahrt mindestens 219 Euro auszugeben. Für die Gruppe aus drei Personen zahlt man 209 Euro. Wer mindestens mit acht Freunden eine Reise über das Sauerland unternimmt, wird nur 189 Euro bezahlen. Fazit Abschließend kann man zugeben, dass das grüne Sauerland ein toller Ort für die Erholung ist. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder haben zahlreiche Möglichkeiten, die Zeit interessant und spannend zu verbringen. Mit unseren Tipps & Tricks können Sie das kommende Wochenende ohne Langeweile gestalten und mit dem Freizeitangebot komplett zufrieden sein.

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Die Linke
Janine Wissler gegen Parteiausschluss von Sahra Wagenknecht

Berlin – Die Vorsitzende und Spitzenkandidatin der Linken, Janine Wissler, ist gegen den Parteiausschluss der umstrittenen ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht. Im phoenix-Interview sagt sie dazu: „Ich halte es grundsätzlich nicht für richtig, innerparteiliche Differenzen über Ausschlussverfahren zu klären.“ Sie erklärt, dass sich einzelne Mitglieder und nicht der Linken-Vorstand hier gegen Wagenknecht stellen. Wissler sei zuversichtlich, dass der Ausschlussantrag gegen Wagenknecht abgelehnt werde und die Linke geschlossen in den Wahlkampf gehe. „Sahra Wagenknecht ist Spitzenkandidatin in Nordrhein-Westfalen und ich bin zuversichtlich, dass dieser Ausschlussantrag nicht positiv beschieden wird“, so die Parteivorsitzende. Sie fordert nach der Pandemie eine neue Politik, die sich sozial und ökologisch an den Menschen ausrichte. Die Finanzierung der im Wahlprogramm angestrebten Ziele solle durch eine Umverteilung von Vermögen ermöglicht werden, so Wissler. „Es gibt ja in diesem Land Geld wie Heu. Man muss sehen, dass in der Corona-Krise zwar viele ärmer, aber wenige sehr viel reicher geworden sind“, so die Spitzenkandidatin der Linken. „Die Profiteure der Krise, also ein Konzern wie Amazon, könnten mal vernünftig Steuern zahlen in Deutschland. Oder schauen Sie sich die großen Einzelhandelskonzerne an, die große Gewinne machen und von den reichsten Familien des Landes besessen werden. Es kann nicht sein, dass die viel verdienen, aber eine Verkäuferin am Ende kaum über die Runden kommt und noch aufstocken muss, weil sie mit Niedriglöhnen abgespeist wird.“ Daher brauche es eine Umverteilung von oben nach unten, sagt Wissler. „Deshalb wollen wir die Vermögenssteuer wieder einführen. Wir wollen eine stärkere Besteuerung von hohen Einkommen und Unternehmen.“ Es dürfe nicht passieren, dass die Kosten der Krise auf die abgewälzt werden, die ohnehin schon wenig haben, so Wissler. „Deswegen fordern wir eine Umverteilung und schlagen zur Finanzierung der Corona-Kosten eine einmalige Vermögensabgabe vor, wo Superreiche und Supervermögende zur Kasse gebeten werden.“

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– Düsseldorf – Bundespolizei hindert Linken-Politiker an Reise in Kurdengebiete

Von der Schweiz bis Schweden: Die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK setzt auf die Solidarität der europäischen Handlanger in der Politik und Gesellschaft, auch in Deutschland. Politiker, Journalisten und Führer von Zivilorganisationen sollen nun die geschwächte PKK im Nordirak retten und werden von deutschen wie auch kurdischen Behörden daran gehindert.

Bundespolizei hindert Linken-Politiker an Reise in Kurdengebiete

Corona-Krise
Russland nimmt kommende Woche Flugverkehr mit der Türkei wieder auf

Moskau – Aufgrund des starken Anstiegs der Corona-Fälle in der Türkei hatte Russland seit Mitte April Flüge in das Land ausgesetzt. Bei 80 Prozent der Neuinfizierten, die aus dem Ausland zurückkehrten, handele es sich um Türkeibesucher, sagte die stellvertretende Premierministerin Tatjana Golikowa in einer im Fernsehen übertragenen Mitteilung damals. Wie Golikowa am gestrigen Freitag mitteilte, werden die Flüge ab kommenden Dienstag „in vollem Umfang“ wieder aufgenommen. Die Entscheidung sei nach einem Besuch russischer Experten in der Türkei getroffen worden, so Golikowa weiter. Diese hätten die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort bewertet. Der türkische Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy begrüßte den Schritt Russlands auf Twitter. „Russlands Wiederaufnahme der Flüge in unser Land ab dem 22. Juni ist ein Zeichen des Vertrauens in unser Land für sicheren Tourismus“, zitiert die englischsprachige Hürriyet Daily News den Minister. „Ich hoffe, dass wir in der kommenden Periode die Früchte unserer diplomatischen Schritte mit anderen Ländern ernten werden, so wie mit Russland“, fügte er hinzu. Auch der türkische Staatschef begrüßte die Entscheidung. „Mit den Fortschritten bei der Impfung in unserem Land bewegen wir uns allmählich aus den restriktiven Listen anderer Länder heraus. Wir bewerten die Entscheidung Russlands positiv“, erklärte Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede in Antalya. Er fügte hinzu, dass die Wiederaufnahme der Flüge mit Russland das Ergebnis der diplomatischen Kontakte und der erfolgreichen Arbeit des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus sei. Etwa 500.000 Russen hätten in dem Zeitraum des Flugverbots, der zwei Feiertage umfasste, Reisen in die Türkei gebucht. Die Türkei ist eines der beliebtesten Urlaubziele der Russen. Trotz der Coronavirus-Beschränkungen besuchten im vergangenen Jahr 2,13 Millionen Touristen aus Russland die Türkei. 2019 waren es sogar über sieben Millionen.

Zum Thema

– Ukraine-Krise – Nach Russlands Flugstopp: Selenskyj ruft Ukrainer zu Türkei-Urlaub auf

In der vergangenen Woche hatte Russland kurz vor der Urlaubssaison die meisten Charter- und Linienflüge in die Türkei ausgesetzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Bürger nun aufgerufen zur Unterstützung der Türkei ihren Urlaub dort zu verbringen.

Nach Russlands Flugstopp: Selenskyj ruft Ukrainer zu Türkei-Urlaub auf
   

Griechenland
Mufti von Xanthi wegen Rede zu Freiheitsstrafe verurteilt

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Die von einem griechischen Gericht verhängte Haftstrafe für den gewählten Mufti von Xanthi (İskece), Ahmet Mete, sorgt weiter für Empörung. Eine Strafkammer des Landgerichts von Thessaloniki verurteilte den Mufti am Donnerstag (17. Juni 2021) zu einer 15-monatigen Freiheitsstrafe auf 3 Jahre Bewährung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Mete während einer Rede auf dem Parteitag der DEP-Partei im Mai 2016 die „öffentliche Ordnung gestört und Zwietracht unter dem Volk geschürt“ habe. Der islamische Gelehrte hatte während des Parteitags den Ex-Vorsitzenden der DEP-Partei, Mustafa Aliçavuş, mit dem langjährigen Präsidenten der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ), Rauf Denktaş verglichen. Während der Urteilsverkündung im Gerichtsgebäude in Thessaloniki wurde Mete von seinen beiden Rechtsanwälten Ahmet Kara und Yannis Barkas verteidigt. Als Zeuge der Verteidigung trat der frühere stellvertretende DEP-Parteivorsitzende Ozan Ahmetoğlu auf. Nach dem Urteil kündigten die Verteidiger von Mete bereits an, in Revision zu gehen.
Mufti Mete (Foto: Birlik gazetesi)
Kritik von Parteien und NGOs Politische Parteien und NGOs, die der türkisch-muslimischen Minderheit im griechischen Westthrakien nahestehen, kritisierten die Entscheidung des Landgerichts in deutlicher Form. Der Vorsitzende der Föderation der Türken aus Westthrakien in Europa (ABTTF), Halit Habipoğlu, verurteilte die Gerichtsentscheidung in scharfer Form und nannte es „ungerecht“ und rief die griechische Regierung eindringlich dazu auf, die repressiven Maßnahmen gegen die türkisch-muslimische Minderheit zu beenden und die Religionsfreiheit zu respektieren. Die Türkische Union von Xanthi (Iskece) verurteilte ebenfalls die Gerichtsentscheidung und verwies auf die von den Türken in Westthrakien gewählten Muftis, die weiter vom griechischen Staat eingeschüchtert würden. „Bei diesem Prozess, in dem es im Wesentlichen um die Meinungsfreiheit ging und mit 15 Monaten Haft beendet wurde, stellen sich zu der Entwicklung der Grundrechtsbegriffe wie Demokratie und Meinungsfreiheit der Minderheit neue Fragezeichen.“ Auch die Partei für Freundschaft, Gleichheit und Frieden (DEP) kritisierte die Entscheidung des Landgerichts. Die Freiheitsstrafe von 15 Monaten zeige nicht nur, dass der griechische Staat die von der türkisch-muslimischen Minderheit in Westthrakien gewählten Vertreter nicht anerkenne, sondern auch die elementaren Grundrechte wie der Meinungsfreiheit ihnen wegnehme. Die Partei fordert die griechische Regierung dazu auf, die Repressionen und die Maßnahmen gegen die elementaren Grundrechte der türkisch-muslimischen Minderheit zu beenden. Die Missachtung der Rechte, die sich aus dem Vertrag von Lausanne ergeben, sollten, so die DEP-Partei, sofort eingestellt werden. Griechenland missachtet Lausanner Vertrag Die Politik aus Ignoranz und antidemokratischer Maßnahmen gegen die türkische Minderheit in Westthrakien wird seit Jahren auch gegen gewählte Gemeinde-Imame angewandt, die durch ernannte Imame des griechischen Staates ersetzt wurden. Durch den Lausanner Vertrag von 1923 erhielten auch die Schulen und ähnliche Einrichtungen der türkisch-muslimischen Minderheit im griechischen Westthrakien das Recht zur Kontrolle und Selbstverwaltung zugesichert. Die Rechte der türkischen Minderheit werden vom griechischen Staat regelrecht mit Füßen getreten, weil entgegen des Lausanner Vertrags Zwangsverwalter in den Minderheitenschulen eingesetzt werden.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
 

Gastbeitrag
Mord an Deniz Poyraz: Was wusste die HDP?

Nach Mord an Deniz Poyraz – Mevlüde Genç oder Fehime Poyraz? Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Am vergangenen Donnerstag ermordete der Waffennarr Onur Gencer in Izmir die junge Deniz Poyraz im Kreisbüro der völkisch-kurdischen Partei HDP mit mehreren Schüssen. Gencer erdreistete sich danach auch, ein Schnappschuss der Leiche zu machen und über WhatsApp zu teilen. Der Mord wird von Politik und Gesellschaft in der Türkei einhellig verurteilt. Daran gibt es keine Zweifel. Zweifel gibt es aber über den Zeitraum vor dem Mordanschlag, der gar nicht so gut ins vorgefasste Bild passt. So twitterte die HDP-Parteizentrale kurz nach der Bluttat, man habe ein zuvor anberaumtes Treffen von ca. 40 Personen in dem Kreisbüro eiligst und kurzfristig abgesagt. Das wirft die Frage auf, was der Grund der Absage war. Dass die türkischen Sicherheitsbehörden die HDP oder deren landesweiten Parteibüros beschattet bzw. polizeilich sichert, ist kein Geheimnis, zumal in der türkischen Gesellschaft Konsenz darüber herrscht, die HDP würde der Ableger einer Terrororganisation sein. Wurde die HDP etwa von der Polizei in Izmir rechtzeitig gewarnt und sagte sie deshalb das Treffen in Izmir kurzfristig ab? Ein Augenzeuge, ein streikender Kurde vor dem Gebäude, in dem das Kreisbüro im 3. Stock untergebracht ist, erklärte in einem TV-Interview, er habe an diesem Tag ungewöhnliche Bewegungen vor dem Eingang des Gebäudes ausgemacht. Drei Personen hätten das Gebäude kurz vor der Tat verlassen, zwei dieser Personen wären von der HDP gewesen, einer davon hätte das Gebäude tagsüber nie verlassen. Er habe erst nach der Bluttat erfahren, dass die junge Deniz Poyraz alleine im Büro gewesen sei, während der Mörder die Räumlichkeiten aufgesucht habe. Was wusste die HDP in Izmir, ja sogar die Parteizentrale in Ankara? Hatten sie keinen Kontakt zu der Mutter von Deniz Poyraz aufgenommen, die in dem Kreisbüro im Teeservice tätig ist und an diesem Bluttag erkrankte, weshalb ihre Tochter Deniz Poyraz für sie einsprang? War die Polizei davon ausgegangen, dass das Büro leer ist und wartete deshalb ab, bis der Täter im Büro gestellt wird? Der Verdacht, dass dem so war, erhärtet sich, zumal die Polizei schnell vor Ort war und das Gebäude umfangreich abriegelte und den Täter dann festnahm. Die völkisch-kurdische HDP hat den Mordfall nun zu einem Politikum gemacht. Weltweit inszeniert sich die HDP mit ihren Ablegern und dem Mordopfer Deniz Poyraz als eine verfolgte, unterdrückte kurdische Partei, die nur auf Frieden und Sicherheit im Land aus ist. Das Gegenteil ist aber der Fall. Vor dem Kreisbüro streiken seit Wochen – wie auch in anderen Städten der Türkei – kurdische Mütter und Väter, die die HDP auffordern, ihre Kinder von der Terrororganisation PKK zurückzubringen, die ja erst von der HDP rekrutiert, dann der PKK ausgehändigt worden sein sollen. Was einst in Diyarbakir von kurdischen Müttern und Vätern vor mehr als anderthalb Jahren begonnen wurde und bis heute anhält, hat sich landesweit, ja sogar bis nach Europa ausgeweitet. In Berlin kämpft seit mehreren Monaten Maide Töremis (54) für die Freilassung ihrer Tochter Nilüfer Töremis, die von einem völkisch-kurdischen Verein in Berlin rekrutiert und für den sogenannten Freiheitskampf der PKK eingespannt wurde. Die HDP will sich jedenfalls bis heute nicht von der Terrororganisation PKK und deren Terror distanzieren oder sich mit den Opfern der PKK solidarisieren. Will sie offensichtlich auch nicht, weil sie selbst der politische Ableger der PKK ist. Der ehemalige Investigativjournalist Ahmet Şık, der vor mehr als einem Jahr noch für die HDP als Abgeordneter zur Parlamentswahl angetreten war, gab erst vor wenigen Wochen entnervt das Parteibuch zurück und erklärte, die Partei sei organisch mit der Terrororganisation PKK verbunden. Was man unter „organisch“ verstehen muss, kann man an der Botschaft der Eltern von Deniz Poyraz erkennen. Vater Abdullah Poyraz gab nun nur einen Tag nach der schrecklichen Bluttat in einem Video folgendes Statement ab: „Haltet zusammen. Deniz ist nicht mein Deniz, sondern die von Kurdistan, von uns allen. Wir sind in der Schuld der in den Bergen Widerstand leistenden Löwen [PKK]. Gerade jetzt leisten sie Widerstand gegen die Feinde mit Panzern und Granaten [türkische Soldaten]. Wir können noch so viel Opfer erbringen, wir werden stets in deren Schuld sein. Ich sage, vereint euch. Meine Märtyrerin [Deniz Poyraz] ist unser aller Märtyrerin. Die Märtyrer in den Bergen sind auch unsere Märtyrer. Heval Sêvê Demir, Pakize Nayır, Mehmet Tunç, Lokman Birlik, sie alle wurden so zu Märtyrern.“ Wenn man das von Cem Özdemir verwendete Zitat während einer Berliner Rede nimmt und in diesem Zusammenhang nur gegen zwei Begriffe ersetzt, wird eins klar: „Frieden wird es erst geben, wenn die HDP-PKK [Araber] ihre Kinder mehr liebt, als sie Türken [uns] hassen. Ob Cem Özdemir sich jetzt bewusst wird, was er damals im baden-württembergischen Ludwigsburg während eines türkischen Wahlkampfspektakels der völkisch-kurdischen HDP unterstützt hat? Ich finde es bemerkenswert, wie schnell die Maskerade der HDP und deren Sympathisanten immer wieder fällt und das hässliche Gesicht der völkisch-kurdischen Terrororganisation PKK erscheint, die stets darum bemüht ist, das prägnante ultranationalistische Hintergrundrauschen mit Freiheits-, Gerechtigkeits- und Friedensfloskeln zu kaschieren. Da verneige ich mich inbrünstig vor der Großmutter, Mutter und Tante der Solinger Brandanschlagsopfer, Mevlüde Genç, die bis heute felsenfest davon überzeugt ist, Verständigung und Toleranz würden für ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft beitragen. Diese vorbildliche Haltung von Mevlüde Genç muss immer wieder in Erinnerung gerufen werden, damit solche Eltern sich in Grund und Boden schämen. Hass und Terror dürfen auch und trotz der Morde nicht toleriert oder befürwortet werden, nirgendwo!
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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