Diagnovir
Türkei: Neuer Corona-Test könnte unangenehme Nasenabstriche bald überflüssig machen

Ankara – Die äußerst unangenehmen Nasen- und Rachenabstriche der PCR-Tests könnten bald der Vergangenheit angehören. Türkische Wissenschaftler der Bilkent Universität in Ankara haben einen neuen superschnellen Coronatest entwickelt, der innerhalb von nur 10 Sekunden Ergebnisse liefern soll und für diesen nur ein Mundabstrich benötigt werde. Nach bestandenen Sicherheitstests wurde Diagnosesystem nun für den öffentlichen Gebrauch zugelassen. Auch Euronews berichtete bereits über das neue System. Das vom National Nanotechnology Research Center (UNAM) der Bilkent Universität entwickelte Gerät mit der Bezeichnung Diagnovir mache die bei PCR-Tests verwendeten Nasenabstriche überflüssig und liefere bereits in den ersten Phasen der Krankheit genaue Ergebnisse Deutsche Fußball-Bundesliga zeigt Interesse Das auf Nanotechnologie basierende System habe eine Genauigkeit von mindestens 99 Prozent, so die Wissenschaftler. Diagnovir könne die langsameren, konventionellen Polymerase PCR-Tests ersetzen. „Dies ist ein komplett lokal hergestelltes System und eine einzigartige Technologie“, sagte Professor Abdullah Atalar, Rektor der Bilkent Universität. „Das Coronavirus ist ein 150 Nanometer großes Teilchen, und unsere UNAM-Forscher arbeiten seit Jahren mit Nanopartikeln. Es fällt in den Bereich der Nanotechnologie“, betont Atalar. Die durch einen Mundabstrich vom Patienten entnommene Probe lieferten schon innerhalb von 5-10 Sekunden Ergebnisse wenn sie positiv sind, und innerhalb von 20-30 Sekunden, wenn sie negativ sind. „Es gibt bereits ein sehr großes Interesse an dem System. Große Flughäfen, große Fabriken auf der ganzen Welt gehören zu den potenziellen Kunden. Auch die Deutsche Fußball-Bundesliga hat Interesse gezeigt. Es ist ein einzigartiges System und kann an Orten eingesetzt werden, an denen ein hohes Risiko einer Coronavirus-Infektion besteht, aber auch ein Bedarf an Schnelltests besteht“, erklärte Atalar weiter. Die Wissenschaftler der Universität hätten mit der Entwicklung des Diagnosesystems begonnen, nachdem im März 2020 die ersten Fälle in der Türkei gemeldet wurden. Professor Bülend Ortaç, einer der Entwickler von Diagnovir, erklärte, dass sie den Test zuletzt bei Hunderten von Studenten und ihren Familien eingesetzt haben, die sich auf dem Universitätscampus zur Abschlussfeier versammelt hatten, um eine sichere Umgebung zu gewährleisten. „Jede Person erhielt einen Ausweis, der ihren Test als negativ auswies, so dass es eine sichere Veranstaltung wurde“, sagte er. Laut Ortaç haben PCR-Tests eine hohe Fehlermarge und für die Ergebnisse würde bis zu drei Tage benötigt. „Aber unser System arbeitet innerhalb von Sekunden und in einem frühen Stadium der Krankheit, nachdem man sich infiziert hat“, sagte er. Ein positives Ergebnis dauere nur 10 Sekunden, ein negatives Ergebnis könne innerhalb von 30 Sekunden festgestellt werden, wobei zusätzliche Kontrollen durchgeführt würden.

Auch interessant

– Corona-Pandemie – Türkei: Eigener Corona-Impfstoff soll „Turkovac“ heißen

Im November vergangenen Jahres teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Entwicklung eines eigenen Impfstoff mit. Am heutigen Dienstag kündigte Erdogan nun an, dass in einem Krankenhaus in Ankara die dritte Phase der Tests begonnen habe und der Impfstoff „Turkovac“ heißen werde.

Türkei: Eigener Corona-Impfstoff soll „Turkovac“ heißen
   

Corona-Pandemie
Epidemiologe Lauterbach: Es gibt Morddrohungen gegen mich und meine Familie

Karl Lauterbach ist Bundestagsabgeordneter, Arzt, Epidemiologe – und einer derjenigen, die sich in den vergangenen anderthalb Jahren unermüdlich mit der Pandemie beschäftigt haben. Dabei wurde ihm – vor allem durch die Medien – häufig eine ganz bestimmte Rolle zugeschrieben: die des „Corona-Mahners“ und des „ewigen Erklärers“. Schon früh war dem Politiker klar, dass es sich bei Sars-CoV-2 um ein Virus handelt, das sich auf der ganzen Welt verbreiten wird, erklärt Karl Lauterbach in der aktuellen Folge des Expert:innen-Podcasts der Apotheken Umschau „Klartext Corona“. Und wagt darin auch einen Ausblick auf den kommenden Herbst. Bereits im Februar 2020 wusste Karl Lauterbach, dass wir es nicht mit einer Epidemie zu tun haben – sondern mit einer weltweiten Pandemie. „Es gab keine Immunität, keine Voraussetzungen, das Virus zu stoppen. Mir war sofort klar, dass sich dieses Virus weltweit verbreiten wird“, sagt Karl Lauterbach im Apotheken Umschau-Podcast „Klartext Corona“. Doch wie kam es dazu, dass der Politiker in den Medien stets als Mahner und Warner der Corona-Pandemie gilt? „Ich habe nicht nur gemahnt, sondern auch Ratschläge gegeben, was man machen könne“, erklärt er. So habe er etwa schon früh darauf hingewiesen, dass Produktionskapazitäten für Impfstoffe aufgebaut werden müssen und in vielen Fällen versucht, Hilfe zu geben, wie es funktionieren könnte. Hass und Bedrohungen in gravierendem Ausmaß Die Folge waren zum Teil Hass und Bedrohungen in einem Ausmaß, das Lauterbach überrascht hat. „Es gibt Menschen, die mich und meine Familie bedrohen, die sogar Morddrohungen artikulieren, meine Wohnung mit Steinen bewerfen“. Das habe, so der Politiker, „ein gravierendes Ausmaß angenommen.“ Danach gefragt, was man in Sachen Pandemiebekämpfung aus heutiger Sicht hätte anders machen können, ist Lauterbach überzeugt: In der zweiten Welle hätte man konsequenter in den Lockdown gehen müssen. „Da sind uns ein paar Zehntausend Menschen unnötigerweise gestorben.“ Kinder durch Delta-Variante gefährdet Was Kinder und Jugendliche angeht, meint Lauterbach, man hätte die Schulen fast komplett offenlassen können, wäre man früher zu der Kombination aus Tests und Wechselunterricht übergegangen. Doch in den kommenden Herbst blickt er aufgrund der sich verbreiteten Delta-Variante eher besorgt:
„Die Kinder sind in den Schulen gefährdet, denn die Delta-Variante ist auch für sie sehr ansteckend. Ich würde es begrüßen, wenn mehr Kinder geimpft würden. Ich glaube, dass die Delta-Variante Kinder mehr gefährdet als die Impfung.“
Der Experte ist sich sicher, dass viele Eltern das bald genauso sehen und ihre Kinder impfen lassen. Normalität im nächsten Jahr Was meint Karl Lauterbach, wann wir wieder zurück zur Normalität kehren werden? „Das dauert noch etwas“, glaubt der SPD-Gesundheitsexperte und macht Hoffnung auf das nächste Jahr. Trotzdem ist er sich sicher: „Covid wird nie vergleichbar sein mit der Grippe.“ Vor allem für ältere Menschen bleibe das Virus gefährlicher. Und – auch wenn er nicht als Mahner gelten möchte – wüssten wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, ob es nicht Varianten geben wird, die den Impfschutz komplett durchbrechen können.

Technik
So verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Smartphones

Früher war es keine Seltenheit, dass man über Jahre oder gar ein Jahrzehnt hinweg das gleiche Handy hatte. Man denke nur an das Klischee des berüchtigten Nokia-Taschen-Handys, dem kein Sturz etwas anhaben konnte. Heute ist das allerdings anders. Die Smartphones halten meist nur wenige Jahre, in manchen Handyverträgen ist sogar jährlich ein neues Telefon inkludiert. Darunter leidet nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Weil im Schnitt jeder Deutsche nach 18 Monaten sein altes Smartphone gegen ein Neues austauscht, werden auch stetig mehr Handys produziert. Elektrogeräte gehören zu jenen Dingen, die letztes Jahr online am meisten gekauft wurden. Zwar ist es hip, immer das aktuellste Modell zu besitzen, gleichzeitig werden jedoch auch wertvolle Ressourcen verschwendet und Unmengen an Müll produziert. Nur ein Bruchteil der Überreste der alten Elektronik kann wirklich recycelt werden. Aus diesem Grund möchten viele Nutzer Ressourcen schonen, indem sie die Lebensdauer Ihrer Smartphones erhöhen. Doch wie kann das funktionieren? Schützen Sie Ihren Bildschirm Einer der häufigsten Gründe dafür, dass ein Smartphone nicht mehr funktioniert, ist ein zerbrochener Bildschirm. Dabei handelt es sich um ein Problem, das oft schon nach Stürzen aus geringer Höhe auftreten kann. Der einfachste Schutz ist hier eine praktische Handyhülle. Diese ist online in vielen Formaten und mit zahlreichen Motiven erhältlich. Außerdem ist es ratsam, immer darauf zu achten, wie das Smartphone verstaut ist. Liegt es in der gleichen Tasche wie Schlüssel, Münzen oder andere spitze Gegenstände, kann es schnell zu unschönen Kratzern kommen. Um das Display zu schützen, kommt außerdem eine praktische Schutzfolie zum Einsatz. Diese verhindert nicht nur Kratzer und Schrammen, sie sorgt auch dafür, dass sich weniger Schmutz und Staub anlagern. Gereinigt werden sollte das Display übrigens niemals mit einem kratzigen Küchentuch. Besser ein sanftes Mikrofasertuch oder ein Brillenputztuch verwenden. Die Akkulaufzeit verlängern Vermutlich kennen Sie das Problem: Anfangs hält der Handyakku noch mehrere Tage. Irgendwann wird die Zeit, in der Sie das Smartphone benutzen können, kürzer und kürzer, bis Sie es mehrmals pro Tag aufladen müssen. Dem können Sie mit einigen Vorsichtsmaßnahmen entgegenwirken. Versuchen Sie zum einen, das Gerät weder allzu lange in der prallen Sonne, noch bei eiskalten Temperaturen liegen zu lassen. Wenn Sie es stets dicht am Körper tragen, können Sie im Winter verhindern, dass es vollständig auskühlt. Achten Sie zum anderen auf die korrekte Spannung des Netzteils. Wird das Handy oft über Nacht am Netzteil gelassen, wird der Akku zu voll und nimmt auf Dauer Schaden. Besser ist es, stets auf einen mittleren Ladebereich zwischen 30 und 75 Prozent zu achten. Es strapaziert den Akku nämlich auch, wenn er häufig vollständig geleert ist. Outdoor-Handys sind besonders langlebig Manche Smartphones sind einfach widerstandsfähiger als andere. Das ist wichtig für Menschen, die sich viel in der Natur aufhalten und Tätigkeiten nachgehen, bei denen das Handy auch einmal aus der Tasche fällt. Beim Wandern, Radfahren oder Kajak-Fahren ist es äußerst unpraktisch, wenn das Smartphone bei jedem Sturz droht, kaputt zu gehen. Auch bei der täglichen Joggingrunde zum Erreichen der Sommerfigur will das Telefon gegen Stürze geschützt sein. Die meisten modernen Smartphones haben allerdings andere Qualitäten: leistungsstarke Kameras, extragroße Displays zum Filme-Schauen und ein stylisches Design. Bei noch dazu Anschaffungskosten im drei- oder vierstelligen Preissegment ist man stets um sie besorgt. Outdoor-Handys hingegen haben eine extra stabile Außenhülle, der nichts so schnell etwas anhaben kann. Obwohl es sich um ein Nischenprodukt handelt, ist die Auswahl groß. Eine Hilfe zur Kaufentscheidung finden Sie daher hier. Die meisten Outdoor-Handys sind mit einem modernen Android-Betriebssystem ausgestattet. Es gibt jedoch auch Retro-Modelle, die wirklich nur die nötigsten Funktionen bedienen. Software und Nutzung Probleme können auch auftauchen, wenn es Sicherheitslücken gibt, die vom Hersteller nicht schnell genug geschlossen wurden. Die Betriebssysteme werden ständig durch Updates optimiert. Finden diese Updates nicht mehr statt, kann es passieren, dass ein Gerät gegenüber Sicherheitslücken ungeschützt ist. Das passiert oft bereits nach wenigen Wochen. Hier gilt es, besonders vorsichtig zu sein – immerhin sind im Smartphone oft besonders sensible Daten gespeichert. Zum anderen wird die Langlebigkeit dadurch beeinflusst, wie ein Gerät genutzt wird. Apps, die mehr Rechenleistung beanspruchen, strapazieren auch den Akku mehr als leistungsärmere Programme. Mit der Zeit kommt es zu einem schnelleren Verschleiß der Hardware. Wer auf einem hohen Niveau mit dem Smartphone spielen möchte, sollte daher am besten in ein Gerät investieren, das speziell für das Gaming entwickelt wurde.

Auch interessant

– Corona-Krise – Russland nimmt kommende Woche Flugverkehr mit der Türkei wieder auf

Aufgrund des starken Anstiegs der Corona-Fälle in der Türkei hatte Russland seit Mitte April Flüge in das Land ausgesetzt.

Russland nimmt kommende Woche Flugverkehr mit der Türkei wieder auf

Türkei
Scharfe Kritik an Prügelattacke auf IHA-Reporter in Dilova

Der Angriff auf den Journalisten der Nachrichtenagentur Ihlas Haber Ajans (IHA) Mustafa Uslu in Dilova/Kocaeli stößt auf scharfe Kritik der türkischen Regierung und der im Parlament vertretenden Parteien. Der Reporter war am Dienstag bei Recherchen zu den Abrissarbeiten auf dem illegal errichteten Gutshof des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der IYI Partei, Lütfü Türkkan, von vier Personen körperlich angegriffen und verprügelt worden. Nach dem tätlichen Angriff wurde Uslu in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Nachrichtenagentur IHA erklärte nach dem Vorfall, bei den vier Angreifern handle es sich um Mitarbeiter des Politikers, bei dem einer sein Fahrer sei. Vier Verdächtige wurden nach Eintreffen der Gendarmerie festgenommen. Bei drei der vier Beschuldigten wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt und unter Auflagen freigelassen. Gegen den vierten Verdächtigen erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl. Der Journalist erklärte nach dem Angriff: „Sie sagten zu mir Dinge wie ‘Wir schlagen dich und deine Drohne kaputt’. Da hatten sie bereits angefangen, auf mich einzuschlagen. Obwohl ich auf dem Boden lag, traten sie weiter auf mich ein.“ Kommunikationsdirektor Altun: Angriff ist Barbarei Der Kommunikationsdirektor des Präsidialamts, Fahrettin Altun, verurteilte die Prügelattacke auf den Journalisten in deutlicher Form. „Ich wünsche dem IHA-Reporter Mustafa Uslu baldige Genesung, der während seiner Arbeit angegriffen und schwer verprügelt worden ist. Wir verurteilen diese Barbarei.“ Türkischer Journalistenverband fordert gerechte Bestrafung der Täter Deutliche Kritik kam auch vom Vorstand des Türkischen Journalistenverbands (TGC), der die Prügelattacke auf den Medienvertreter ebenfalls verurteilte.
„Gerade jetzt macht die Türkei eine schwierige Zeit durch und es wird mit unterschiedlichen Mitteln versucht, die Journalisten an der Ausübung ihres Berufes zu hindern. Das jüngste Beispiel ereignete sich in der Ortschaft Dilova/Kocaeli. Wir wünschen dem beim Angriff verletzten Mustafa Uslu, dem auch seine Kamera und Ausrüstung zerstört wurde, baldige Genesung.“
Der Journalistenverband forderte eine gerechte Bestrafung der Täter. Kemal Bölge/Kocaeli

Auch interessant

– Hessen – Türkisch und Griechisch an Schulen: Grüne und Union lehnen SPD-Forderung ab

Die schwarz-grüne Mehrheit in Hessen hatte in der vergangenen Woche einen Antrag der SPD, Türkisch und Griechisch als Fremdsprachen zu unterrichten, abgelehnt. Polnisch, Chinesisch, Portugiesisch und Arabisch sollen jedoch unterrichtet werden. Das sorgt für Unmut in der türkeistämmigen Community.

Türkisch und Griechisch an Schulen: Grüne und Union lehnen SPD-Forderung ab
   

Türkei
MIT tötet PKK-Attentäter Ulaş Doğan im Nordirak

Ein führender PKK-Terrorist, Ulaş Doğan, ist bei einem Luftangriff am 13. Juni im Nordirak getötet worden. Berichten zufolge galt er als einer der meistgesuchten PKK-Terroristen, der auf der Fahndungsliste von Interpol und des türkischen Innenministeriums (Kategorie Rot) aufgeführt war. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen soll er verantwortlich sein für blutige Anschläge auf Zivilisten und türkische Sicherheitskräfte, bei dem Dutzende Menschen ihr Leben verloren hätten. Der PKK-Anführer habe Terroranschläge auf türkische Einrichtungen im Nordirak angeordnet. Wie die türkische Zeitung Sözcü berichtet, wurde der Extremist am 13. Juni in der nordirakischen Ortschaft Kaladize/Suleimaniya durch einen gezielten Luftangriff außer Gefecht gesetzt. Ein veröffentlichtes Foto zeigt einen ausgebrannten Pick-up, was auf einen Luftangriff mit einer Angriffsdrohne schließen lässt.
(Screenshot/Twitter)
Verteidigungspolitikexperte Oğuz: Die Art und Weise der Operation deutet auf Angriffsdrohnen hin Der Experte für Verteidigungspolitik, Turan Oğuz, hält es nach Auswertung der veröffentlichten Bilder für sehr wahrscheinlich, dass der Terroristen-Anführer durch einen gezielten Drohnenangriff des türkischen Geheimdienstes getötet wurde. Zur Ausschaltung betonte Oğuz:
„Man sollte diesen Sachverhalt im Zusammenhang mit den anderen durchgeführten Fällen sehen. Diese Operation ist im Rahmen der Möglichkeiten des MIT erfolgt. Die Schlussfolgerung besteht darin, dass die Aktion durch bewaffnete Drohnen durchgeführt wurde. Sowohl das Einschlagsfeld als auch die begrenzte Wirkung im Umkreis deuten darauf hin. Ich persönlich glaube an den Einsatz von Angriffsdrohnen. Anders ausgedrückt, bei dieser Operation sind Aufklärungs- und Angriffsdrohnen des MIT zum Einsatz gekommen“, so der Experte für Verteidigungspolitik.
Sicherheitsbehörden erhielten Hinweise auf bevorstehende Terroranschläge Die türkischen Sicherheitsbehörden hatten nach dem Zeitungsbericht Hinweise, dass die PKK als Reaktion auf die Liquidierung ihrer Anführer in Syrien und im Irak Doğan damit beauftragt haben soll, Informationen über türkische Staatsbürger im Nordirak zu sammeln und dieser in Vorbereitung von Anschlägen gewesen sei. Die Ortschaft Kaladize im Nordirak ist etwa 115 km von der türkischen Grenze entfernt. Die separatistische PKK, die neben der Türkei auch in den USA und der EU als terroristische Organisation geführt wird, ist für den Tod von etwa 40.000 Menschen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, verantwortlich. Kemal Bölge/Ankara

Auch interessant

– Brandstiftung – Berlin: PKK-Unterstützer drohen bis zu zehn Jahre Haft

Der Weddinger Umzugshelfer Mehmet A. (24) steht wegen Beteiligung an einem Brandanschlag auf einen Türkischen Bildungsverein vor Gericht. Ihm drohen bis zu 10 Jahre Haft.

Berlin: PKK-Unterstützer drohen bis zu zehn Jahre Haft

Hessen
Türkisch und Griechisch an Schulen: Grüne und Union lehnen SPD-Forderung ab

Wiesbaden – Die schwarz-grüne Mehrheit in Hessen hatte in der vergangenen Woche einen Antrag der SPD, Türkisch und Griechisch als Fremdsprachen zu unterrichten, abgelehnt. Polnisch, Chinesisch, Portugiesisch und Arabisch sollen jedoch unterrichtet werden. Das sorgt für Unmut in der türkeistämmigen Community. Fraktionsvorsitzende Nancy Faeser hält das für „nicht hinnehmbar“, wie sie am Dienstag sagte. Die SPD-Politikerin bezeichnete es als absurd, wenn die im Alltag meistgesprochene Fremdsprache Türkisch auf der Strecke bleibe. Sie kündigte an, den abgelehnten Antrag immer wieder einzubringen. Es wäre wichtig gewesen Türkisch einzuführen und somit den Menschen zu sagen, dass sie dazugehören und ein Teil der Gesellschaft sind, so Faeser. Den Antrag der SPD, dass neben Arabisch auch andere häufig gesprochene Herkunftssprachen wie Türkisch und Griechisch dauerhaft als zweite oder dritte Fremdsprache und versetzungsrelevantes Wahlpflichtfach an allgemeinbildenden Schulen im Regelunterricht angeboten werden, lehnten Grüne, AfD und CDU ab. Die SPD, die Linke und die FDP stimmten dafür. SPD-Integrationspolitiker Turgut Yüksel in einer Stellungnahme:
Ich bedauere sehr, dass Schwarzgrün diesbezüglich zu zaghaft ist und die Nachfrage der Schülerinnen und Schüler ignoriert, indem scheinbar willkürlich bestimmte Sprachen gefördert werden. Den Bemühungen beim Ausbau von Portugiesisch, Arabisch, Chinesisch und Polnisch steht leider entgegen, dass die Förderung von klassischen Gastarbeiter-Sprachen wie Türkisch und Griechisch völlig ausgeblendet wird.
Wie die Tageszeitung Gießener Allgemeine(GA) berichtet, fordern viele Verbände, darunter die Türkische Gemeinde Hessen, die Einführung des Türkischunterrichts als zweite und dritte Fremdsprache. Eine Petition, die Arif Arslaner, Geschäftsführer des Frankfurter Bildungsträgers Kubi (Gesellschaft für Kultur und Bildung) und andere vor drei Jahren betrieben, sammelte demnach mehr als 20 000 Unterschriften ein. Verwirklicht wurde sie nicht. „Seit Jahren werden wir vertröstet“, zitiert GA Arslaner. Die Entscheidung, nun andere Sprachen anzubieten, löse bei vielen türkeistämmigen Menschen Empörung aus. „Sie verstehen das so, dass sie hier nicht willkommen sind.“      

Corona-Pandemie
Türkei: Eigener Corona-Impfstoff soll „Turkovac“ heißen

Ankara – Im November vergangenen Jahres teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Entwicklung eines eigenen Impfstoff mit. Am heutigen Dienstag kündigte Erdogan nun an, dass in einem Krankenhaus in Ankara die dritte Phase der Tests begonnen habe und der Impfstoff „Turkovac“ heißen werde. Der türkische Staatschef habe die ersten Tests per Videokonferenz mitverfolgt, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Erdogan erklärte, dass die Türkei ihre Bemühungen zur Massenimpfung zwar mit aus Deutschland und China importierten Impfstoffen verstärkt habe, ein einheimischer Impfstoff jedoch helfen würde, die Infektion in Zukunft besser zu kontrollieren. „Es ist entscheidend, dass wir unseren eigenen Impfstoff haben, um unser Land so schnell wie möglich aus dem Griff der Pandemie zu retten und die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Nation zu sichern. Mit dieser Entwicklung haben wir nun den endgültigen Wendepunkt erreicht, um unseren eigenen Impfstoff zu haben“, sagte Erdogan.
(Screenshot/Twitter)
Gesundheitsminister Fahrettin Koca und die Entwickler des Impfstoffs, Aykut Özdarendeli von der Erciyes-Universität der Provinz Kayseri sowie Dr. Serhat Ünal, waren persönlich vor Ort, als die ersten Freiwilligen geimpft wurden. Die Türkei hat das Tempo der im Januar mit den Impfstoffen von BioNTech und Sinovac begonnene Impfkampagne zuletzt stark erhöht. In dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern haben nach offiziellen Angaben rund 34 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten.

Auch interessant

– Wissenschaft – Biontech plant Forschungszentrum in der Türkei

In Zusammenarbeit mit Biontech könnte in der Türkei bald ein Krebsforschungszentrum entstehen. Zudem habe die türkische Regierung eine gemeinsame Impfstoffproduktion vorgeschlagen.

Biontech plant Forschungszentrum in der Türkei
   

Corona-Pandemie
Türkei hebt ab 1. Juli Corona-Einschränkungen auf

Ankara – Angesichts eines landesweiten Rückgangs der COVID-19-Fälle wird die Türkei ab dem kommenden Donnerstag, dem 1. Juli, die Ausgangssperren für die Pandemie aufheben, kündigte Staatschef Recep Tayyip Erdogan am Montag an. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, werden am selben Tag auch die innerstädtischen Reisebeschränkungen und die Beschränkungen für den öffentlichen Nahverkehr aufgehoben, erklärte Erdogan nach einer dreistündigen Kabinettssitzung im Präsidialkomplex in der Hauptstadt Ankara. Dank des Rückgangs der Infektionszahlen wird in der Türkei ab dem 1. Juli wieder ein normaler Arbeitsablauf in öffentlichen Einrichtungen und Organisationen möglich sein, sagte er gegenüber Reportern. Das Land meldete am Montag 5.294 neue Coronavirus-Fälle, darunter 429 symptomatische Patienten, sowie 51 neue Todesfälle und 5.093 Genesungen in den letzten 24 Stunden. Am 1. Juni hatte die Türkei einige Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus gelockert, als die Zahl der Virusfälle im Land nach einem 17-tägigen Lockdown zurückging. Erdogan betonte auch, wie wichtig es für jeden ist, sich im Rahmen der Impfkampagne des Landes impfen zu lassen, wenn er an der Reihe ist. Er forderte die Öffentlichkeit auf, keine Rücksicht auf „Manipulationen“ zu nehmen und stattdessen auf Wissenschaftler und Ärzte zu hören, wenn es um die Notwendigkeit von Impfungen geht, berichtet Anadolu weiter. Harter Lockdown Nachdem die Türkei wochenlang alarmierende Corona-Zahlen vermeldete, sah sich die Regierung gezwungen eine Notbremse zu ziehen. Ende trat daraufhin ein Lockdown in Kraft. Alle öffentlichen Gebäude und Schule blieben geschlossen. Reisen zwischen Städten waren in dieser Zeit nur noch mit Sondergenehmigung möglich.

Auch interessant

– Corona-Pandemie – Türkei: Diese Länder brauchen zur Einreise keinen Corona-Test mehr

Ab dem 15. Mai benötigen Bürger aus zahlreichen Ländern zur Einreise in die Türkei keinen PCR-Test mehr.

Türkei: Diese Länder brauchen zur Einreise keinen Corona-Test mehr

Anti-muslimische Kommentare
Modelabel Zara distanziert sich von israelischer Designerin Vanessa Perilman

Madrid – Der spanische Modekonzern Zara hat die Äußerungen der leitenden Mitarbeiterin Vanessa Perilman im Online-Streit mit dem palästinensischen Model Qaher Harhash scharf verurteilt. Perilman habe im Streit mit dem aus Ost-Jerusalem stammenden Model auf Instagram unter anderem geschrieben, dass „sein Volk ungebildet sei und Krankenhäuser in die Luft“ sprenge. Harhash seinerseits bezeichnete Israel zuvor als bösartig. Israel gewähre den Arabern in Ost-Jerusalem kein Trinkwasser, während es „den Juden bereitwillig zur Verfügung gestellt“ werde, so Harhash. In einer privaten Nachricht, die Harhash später veröffentlichte, schrieb Perilman: „Vielleicht, wenn Ihre Leute gebildet wären, dann würden sie nicht die Krankenhäuser und Schulen in die Luft jagen, die Israel in Gaza mitfinanziert hat. Die Leute in meiner Branche kennen die Wahrheit über Israel und Palästina und ich werde NIEMALS aufhören, Israel zu verteidigen und Leute wie Sie kommen und gehen am Ende“, schrieb Perilman. „Israelis lehren Kinder nicht zu hassen oder Steine auf Soldaten zu werfen, wie es Ihre Leute tun.“ Die Designerin schloss ihre antipalästinensische Tirade mit einer islamfeindlichen Bemerkung ab. „Ich finde es auch lustig, dass Sie ein Model sind, denn in Wirklichkeit ist das gegen den muslimischen Glauben und wenn Sie sich in einem muslimischen Land outen würden, würden Sie gesteinigt werden“, so Perilman. In einer Erklärung sagte Inditex, das Unternehmen dem die Marke Zara gehört, dass es „keinen Mangel an Respekt gegenüber einer Kultur, Religion, einem Land, einer Rasse oder einem Glauben“ akzeptiere. „Zara ist ein vielfältiges Unternehmen und wir werden niemals Diskriminierung jeglicher Art tolerieren“, so das Unternehmen weiter. „Wir verurteilen diese Kommentare, die nicht unsere Grundwerte des gegenseitigen Respekts widerspiegeln, und wir bedauern die Beleidigung, die sie verursacht haben.“ Perilman schien einen Rückzieher zu machen, nachdem ihre anfänglichen Kommentare viral gingen, und schrieb an Harhash, dass es ihr leid tat. „Nun, ich denke, es geht zurück zu dem alten Sprichwort, das meine Großmutter sagte, nämlich ‚Wut ist der Anfang eines schlechten Urteils'“, schrieb sie in einer privaten Nachricht, die Harhash auf Instagram teilte. „Es tut mir so unendlich leid. Ich hoffe wirklich, du kannst mir verzeihen. Perilman hat seitdem ihren Instagram-Account und andere Social-Media-Seiten gelöscht. Harhash forderte die Modeindustrie auf, sich gegen antipalästinensische Stimmungen zu erheben.
„Normalerweise sehen wir Marken, die sich gegen Antisemitismus stellen, aber es ist auch an der Zeit, dass wir Marken sehen, die sich gegen Antipalästinismus stellen. Und das ist etwas, das angesprochen werden sollte.“
Zara könne diese Gelegenheit nutzen, um die Palästinenser und die größere muslimische Gemeinschaft zu erreichen. „Wenn es um Zara geht, würde ich wirklich hoffen, dass sie eine Erklärung abgeben, die nicht nur an mich gerichtet ist, sondern auch an Muslime, die sie beleidigt haben, und an Palästinenser, die sie beleidigt haben“, sagte er am Mittwoch.
Qaher Harhash (Foto: Screenshot/Instagram)
„Ich denke, das ist etwas, das wirklich wichtig ist, denn sie könnten sich bei mir entschuldigen, und ich könnte das akzeptieren, aber dann gibt es noch viele Menschen – wie eine riesige Menge von Arabern und Muslimen – die durch das, was sie gesagt hatte, verletzt sind.“ Zara müsse auch „chinesischen Konzentrationslager in Xinjiang“ und Islamophobie verurteilen, fuhr Harhash fort. „Als bestimmte Modedesigner antisemitische Dinge sagten, wurden sie gefeuert“, fügte er hinzu.          

Bundestagswahl
Linkspartei kritisiert Programm der Union zu Bundestagswahl als „Mogelpackung“

Osnabrück – Als „Mogelpackung“ kritisiert die Linkspartei das Programm der Union zur Bundestagswahl, aus dem am Wochenende erste Details durchgesickert sind. „Das einzige deutliche Versprechen sind Steuersenkungen für Gutverdiener und das Versprechen, keine Vermögensteuer einzuführen. Damit sind Sozialabbau und Rentenraub in eine etwaige CDU-Kanzlerschaft bereits eingepreist“, sagte die Co-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Und statt eines Finanzkonzepts gebe es „einen klein gedruckten Finanzierungsvorbehalt“. Das Unionswahlprogramm soll an diesem Montag offiziell vorgestellt werden. Die Linken-Chefin betonte in der „NOZ“, das Angebot von Armin Laschet sei „Armut als Programm. Die CDU lässt die Gesellschaft im Stich. Das geht so nicht, sondern ein soziales Fundament ist die beste Versicherung, damit unsere Gesellschaft die Zukunft solidarisch gestalten kann.“ Deutschland brauche nach 16 Jahren „endlich mal eine Bundesregierung ohne die CDU. SPD und Grüne sollten ehrlich sein und sich hier klar positionieren“, sagte Hennig-Wellsow.

Auch interessant

– Jerusalem-Krise – Nach Israel-Kritik: CDU-Politikerin Ayten Erdil zurückgetreten

Die türkischstämmige Politikerin Ayten Erdil, Vorstandsmitglied der Berliner CDU, ist nach einem Beitrag, in dem sie die gewaltsame Vorgehensweise der israelischen Sicherheitskräfte gegen palästinensische Demonstranten verurteilte, zurückgetreten.

Nach Israel-Kritik: CDU-Politikerin Ayten Erdil zurückgetreten