Jerusalem-Krise
Pink Floyd-Gründer Roger Waters fordert Sanktionen gegen Israel

In einem Interview mit dem Nachrichtensender RT, fordert Pink Floyd-Gründer Roger Waters ein Ende des "grausamen Angriffs" auf Gaza und den Stopp aller Militärhilfen an Israel.

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London – In einem Interview mit dem Nachrichtensender RT, fordert Pink Floyd-Gründer Roger Waters ein Ende des „grausamen Angriffs“ auf Gaza und den Stopp aller Militärhilfen an Israel.

„Solange kein Druck auf die israelische Regierung ausgeübt wird, ihren grausamen, mörderischen Angriff auf Gaza zu beenden, werden sie nicht von selbst aufhören. Ihr Wille wird nicht plötzlich verschwinden; sie werden nicht plötzlich ihre Politik ändern“, sagte Waters und fügte hinzu, dass die Einstellung militärischer Unterstützung durch ausländische Regierungen zu den ersten Maßnahmen gehören sollte. Die Angriffe würden nur unter Druck der internationalen Gemeinschaft enden.

Die internationale Gemeinschaft, vertreten durch ihre Regierungen – und ich spreche jetzt besonders von den westlichen Regierungen – sollte alle militärische Hilfe für Israel einstellen.

Die allgemeine Situation in Gaza werde sich unter der derzeitigen US-Regierung nicht ändern, da Joe Biden kein Interesse gezeigt habe, Washingtons überaus enge Beziehung zu Tel Aviv zu ändern, so Waters weiter.

„In der Minute, in der er als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, sagte er, dass er der größte Freund ist, den Israel je hatte“, so Waters über Biden. „Er wird ihnen weiterhin ihre 3,8 Milliarden Dollar Militärhilfe pro Jahr geben, und er wird die amerikanische Botschaft nicht von Jerusalem nach Tel Aviv verlegen, wo sie hingehört.“

Tatsächlich werde er überhaupt keine Veränderung vornehmen und auch keine Maßnahmen bezüglich der Siedlungen ergreifen.

Waters:

„Er hat einfach gesagt, dass es ein Freibrief ist. ‚Macht was ihr wollt, tötet sie alle, wenn ihr wollt.‘ Joe Biden hat kein Interesse an den Menschenrechten“.

Auf Twitter schrieb der Künstler an den US-Präsidenten:

Gaza? Hey Joe Biden, wann wurden Sie das letzte Mal aus Haus und Heim vertrieben oder ausgebombt? Wie würde es Ihnen gefallen?

In einem weiteren Tweet bezeichnete Waters Israel als Apartheidstaat.

Die Lage in Gaza und im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems ist seit Wochen angespannt. Die Zusammenstöße wurden durch die geplante gewaltsame Räumung mehrerer palästinensischer Familien aus dem Viertel Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem und die vorübergehende Schließung des Damaskustors in der Altstadt ausgelöst.

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– Jerusalem-Krise –
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