Glücksspiel
Rückblick auf die neuen Online Casinos im deutschen Unterhaltungsmarkt im Jahr 2021

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Top 10 der neuen Online Casinos in Deutschland im Jahr 2021 Die weltweite Pandemie Covid-19 ging auch an Deutschland nicht spurlos vorüber. Klassische Casino-Einrichtungen verzeichneten erhebliche Umsatzeinbußen, so dass junge Online Casinos in Deutschland mittlerweile boomen. Aufgrund der enormen mobilen Technologie und des überall zur Verfügung stehenden Breitband-Internets, avancieren die neuen Online Casinos 2021 zu einer sehr populären Freizeitaktivität. Neue Online Casinos 2021 tragen dem Wettbewerb Rechnung und bieten großzügige Boni, Freispiele oder andere Belohnungen an. Zur weiteren Attraktivität gibt es erhebliche Gewinne und progressive Jackpots. Einen guten Ruf erwerben die neuen Online-Casinos in Deutschland z.B. durch Verzicht auf eine Registrierung. Wie wählt man das beste neue deutsche Online Casino aus Neues Online Casino sollte u.a. Angebote den Neukunden mit Bonus anbieten. Lesen Sie das Kleingedruckte und informieren Sie sich über die Bonusarten. Das beste Online Casino sollte Sicherheit, Fairness und die europäische Lizenz zur Legalisierung gewährleisten. Was können Sie vom neuen deutschen Online Casino erwarten? Der Markt der neuen Online Casinos in Deutschland ist ständig in Bewegung. Die steigende Geschwindigkeit der Datenübertragung erlaubt zunehmend innovative Designs mit leichter Navigation. Außerdem profitieren Sie von zahlreichen Werbeaktionen, Boni, und neuen Technologien hinsichtlich Fairness, Sicherheit, Service und Geldtransfer. Playdingo Online Playdingo erschien 2020 und bietet einen coolen Cartoon-Look mit einem Dingo-Hund. Es gibt über 2.000 Spiele von über 40 Spiele Anbietern wie u.a. Microgaming, NetEnt, Quickspin, Wazdan oder Relax. Nach der Registrierung stehen Ihnen 50 Freispiele, drei unterschiedliche Willkommensboni und ein VIP-Programm mit fünf Stufen zur Verfügung. Die mobile Version erlaubt einen Betrieb auf allen gängigen Geräten wie IPad oder Smartphone mit iOS oder Android. Zur Zahlung stehen Ihnen sechs Möglichkeiten zur Verfügung:
  • Paysafecard
  • Flexepin
  • Neosurf
Kryptowährung:
  • Bitcoin
  • Jeton
  • CashtoCode
Neben der sicheren SSL-Verschlüsselung unterliegt das System einer entsprechenden Regulierungskommission und iTech Labs sorgt für unabhängige Tests. Spin Samurai Das neue Online Casino von Dama N.V. punktet mit einem strukturierten Design und einer leichten Bedienbarkeit. Die von den Studios Play´n GO und Betsoft über 3000 betriebenen Spiele beinhalten Online Slots oder Klassiker wie Blackjack. Bei den ersten vier Einzahlungen kommen Ihnen Willkommensboni, Extraguthaben und Freispiele zugute. Zahlungsmöglichkeiten:
  • eco Payz
  • eco Voucher Gutscheine
  • Neosurf
  • MiFinity
  • Bitcoin
Das Casino lässt sich problemlos per Touch-Eingabe auf dem Smartphone oder Tablet nutzen. Es verfügt über eine gültige Lizenz der Regulierungsbehörde Curaçao eGaming und Zufallsgeneratoren überprüfen regelmäßig die RTP-Werte. Außerdem erfolgt die verschlüsselte SSL-Datenübertragung über das Transferprotokoll von Cloudflare. Heavy Chips Das seit 2018 existierende Online-Casino kooperiert mit etablierten Anbietern wie Microgaming, iSoftBet und NextGen und bietet Ihnen zahlreiche Video-Slots, Poker Varianten und Spiele wie Blackjack oder Roulette. Bei der englischsprachigen Oberfläche stehen Ihnen über 1600 Spiele zur Verfügung. Nach der Anmeldung bekommen Sie 50 Freispiele, später profitieren Sie von vier verschiedenen Einzahlboni oder Cashback. Mögliche Zahlungsmöglichkeiten:
  • Click&Buy
  • Mastercard
  • Neteller
  • Visa Electron
  • Visa, Skrill
  • Direct Bank Transfer
  • Webmoney
Heavy Chips kann problemlos auf Tablets und Smartphones in einem tollen Design betrieben werden. Es ist mit einer in Europa eher unbekannten Lizenz von HighWeb Ventures N.V. in Curacao ausgestattet. Divas Luck Casino Divas Luck wurde im März 2021 von der Famagousta B.V. Gesellschaft gegründet. Über das moderne Design lässt das Casino sich leicht navigieren und bietet über 600 Spiele. Anbieter wie 1×2 Gaming, Evoplay, Booongo und TVBet bieten einen Willkommensbonus an und der Promo-, Cashback- und Kryptobonus sind ebenfalls interessant. Über den Browser Ihres mobilen Endgeräts stehen Ihnen sämtliche Aktionen und Funktionen zur Verfügung. Einzahlungsmethoden:
  • Bitcoin-Bargeld
  • Äther
  • Banküberweisung
  • MasterCard
  • Maestro
  • Visa
  • Bitcoin
  • Welligkeit
  • Litecoin
Divas Luck ist von Curacao offiziell lizenziert, Ihre ID ist unveränderbar und ein 128-bit SSL Protokoll verschlüsselt jede Operation. Pino Casino Es wurde 2021 von dem etablierten Unternehmen N1 Interactive Ltd. gegründet. Momentan gibt es ca. 2000 Spiele von 30 Anbietern wie NetEnt, Microgaming und Quickspin. Es gibt Klassiker oder moderne Video Slots zu bekannten Serien. Profitieren Sie von den Willkommens- und Ersteinzahlungsboni, Freispielen, regelmäßigen Verlosungen, Geldgeschenke, einem VIP-Club und Cashback Angeboten. Zahlungsarten:
  • MasterCard
  • Maestro
  • Bank- oder Sofortüberweisung
  • Trustly
  • Neteller
  • Skrill
  • ecoPayz
  • iDebit
  • Instadebit
  • Neosurf
Die meisten Spiele bietet Pino Casino über alle üblichen Browser mobil an. Moderne Verschlüsselungstechnik und die Lizenzierung durch die Malta Gaming Authority sorgen für Sicherheit. Dinospin Das Design des seit 2020 existierenden Casinos orientiert sich am Jurassic World-Thema. Es bietet neue Slots, Live-Spiele wie Roulette und die Auswahl zwischen über 2500 Spielen der Anbieter wie MrSlotty, Endorphina oder Gamomat. Als Boni stehen Spin & Chil, vier Einzahlungen, Live-Casinos, Reload-Freispiele, Jackpot-Wochenende, wöchentliche 2000€ Rennen, Lucky Egg und wöchentliche Freispiel-Drops zur Verfügung. Einige Zahlungssysteme:
  • Visa
  • MasterCard
  • Neteller
  • Paysafecard
  • Banküberweisung
  • Bitcoin
Eine mobil optimierte Webseite lässt Sie auf dem Handy und Tablet nicht nur spielen, sondern alle Vorgänge auch verwalten. Das Dinospin Casino verfügt über eine Curacao Lizenz und die Daten unterliegen einer SSL-Verschlüsselung. Turbico Die rasante Casino-Action von N1 Interactive Ltd. gibt es seit 2019. Als Willkommensbonus gibt es bis zu 333 Euro und maximal 300 Freispiele. Profitieren Sie von weiteren Vorteilen wie wöchentliche Freispiele, Reload-Boni u. ä. Insgesamt stehen Ihnen über 800 Spiele von Unternehmen wie NetEnt, Play’n GO oder Quickspin zur Verfügung. Über Ihren Browser können Sie auf Ihrem Smartphone und Tablet mobil spielen. Sämtliche Kontrollelemente sind auf dem kleinen Bildschirm gut zu erkennen. Zahlungsarten:
  • MasterCard
  • Bank- od. Sofortüberweisung
  • Trustly
  • Paysafecard
Für die Sicherheit sorgen moderne Verschlüsselungssysteme und die Lizenz der Malta Gaming Authority. OG Casino Das neue Online Casino wurde 2020 gestartet und das Design erinnert an Mafia-Filme. Für den Betrieb zeigt sich HighWeb Ventures N.V. verantwortlich, für die über 2500 Spiele über 40 Softwarehersteller wie Mr. Slotty, iSoftBet, oder Pragmatic Play. Nach der Registrierung erhalten Sie 50 Freispiele und einen Willkommensbonus. Später profitieren Sie von Einzahlboni, Cashback Aktionen, Freispielen, wöchentlichen Slot- Turnieren und einem VIP-Programm. Die Seite (HTML5) lässt sich über jedes Tablet oder Smartphone mobil nutzen. Zahlungsmöglichkeiten:
  • Neosurf
  • Paysafecard
  • Flexepin
  • Bitcoin
Moderne Verschlüsselungstechnologien, die Lizenzierung durch Curacao èGaming und regelmäßige Test von z.B. iTech Labs gewährleisten eine erhebliche Sicherheit. Boka Casino Das Casino startete im März 2021 mit lustigen Charakteren, viel Musik und kräftigen Farben. Der Willkommensbonus beinhaltet bis zu 500€ und 200 Freispiele, später Bonus-Spins, VIP-Systeme und Cashback Aktionen. Für ungetrübten Spielspaß sorgen über 2500 Spiele wie die goldenen Siebener aus Las Vegas von über 25 Anbietern. Boka Casino läuft samt Navigation problemlos auf Android, iOS oder Windows auf dem installierten Browser. Zahlungsmethoden:
  • Visa
  • Mastercard
  • Klarna
  • Trustly
  • Banküberweisung
  • ecoPayz
Zur Sicherheit wurde das Casino von der Malta Gaming Authority lizenziert und läuft mit einer 128 Bit SSL-Verschlüsselung. Vegaz Casino Im Jahr 2020 erschien das leicht navigierbare Casino von Mirage in Blau und Weiß. Es gibt über 3.000 Spiele der Kategorien Automaten, Tischspiele oder Video Slots von ca. 50 Anbietern wie NetEnt oder Play’n GO. Der Willkommensbonus hält insgesamt 1.000 Euro und 150 Freispiele für die ersten drei Einzahlungen bereit sowie Sonderaktionen wie das VIP Programm. Zahlungsmethoden (u.a.):
  • Visa und Master- oder Paysafecard
  • Neteller
  • Giropay
  • Sofort Überweisung
  • EcoPayz
Mobil lassen sich alle Spiele über Ihr Smartphone oder Tablet problemlos steuern. Eine Lizenz aus Curacao und modernste SSL-Verschlüsselungstechnik sorgen für perfekte Sicherheit. Fazit Generell sollten Sie Ihr neues Online-Casino sehr verantwortungsbewusst auswählen. Besonders als Neuling sollten bei Ihrer Entscheidung Kriterien wie Boni, Spielesammlung, Lizenzierung und Zahlungsalternativen eine wesentliche Rolle spielen. Werden zum Beispiel Kryptowährungen akzeptiert? Achten Sie auf jeden Fall darauf, ob ein neues Online-Casino von den obersten Aufsichtsbehörden lizenziert wurde.

Gastbeitrag
Bergkarabach: Warum kam es zum 44-Tage-Krieg?

Ein Gastkommentar von Gurban Mammadov Der Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Region Berg-Karabach ist nach wie vor eines der umstrittensten Themen in der modernen Geschichte des Südkaukasus. Berg-Karabach ist ein historisches Territorium Aserbaidschans und die Mehrheit der Bevölkerung war in den vergangenen Jahrhunderten ethnisch aserbaidschanisch. Die armenische Bevölkerung konnte sich erst in den letzten beiden Jahrhunderten durchsetzen, nachdem sich die Armenier aufgrund der Verträge zwischen dem Russisch-Persischen und dem Russisch-Osmanischen Reich zu Beginn des 19. Jahrhunderts niederließen. Obwohl die Friedenskonferenz von Versailles Berg-Karabach als Teil der Demokratischen Republik Aserbaidschan von 1918-1920 anerkannte, gab Armenien seine Ansprüche auf dieses Gebiet nicht auf. Nach zweijährigen Kontroversen zwischen Aserbaidschan und Armenien, als die Länder des Südkaukasus Anfang der 1920er Jahre Teil des Sowjetimperiums wurden, wurde Berg-Karabach erneut zum Diskussionsthema. Daher beschloss das Plenum des Kavbüro RCP(b) (Kaukasusbüro des Zentralkomitees der Russischen Kommunistischen Partei der Bolschewiki) unter Verweis auf die bereits bestehende Realität, Berg-Karabach gemäß dem Dekret vom 5. Juli 1921 im Gebiet der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik zu belassen. Im Jahr 1923 wurde dem Land ein autonomer Status zuerkannt. Am Vorabend des Zusammenbruchs der Sowjetunion Ende der 1980er Jahre beschloss der Regionalsowjet von Berg-Karabach, die Region der Souveränität Armeniens zu unterstellen, was nicht nur von der Aserbaidschanischen SSR, sondern auch vom Obersten Sowjet der UdSSR und dem Zentralkomitee der KPdSU unter Hinweis auf Artikel 78 der Verfassung der UdSSR abgelehnt wurde. Artikel 78 besagte eindeutig, dass territoriale Veränderungen ohne die Zustimmung der betroffenen Unionsrepublik nicht akzeptabel waren. Trotz dieser Tatsache verfolgten die Armenier von Berg-Karabach eine Sezessionspolitik und begannen mit direkter Unterstützung der Armenischen SSR, ihre politischen Strukturen aufzubauen. Darüber hinaus nutzte die armenische Seite das sowjetische Gesetz vom 3. April 1990 „über die Verfahren zur Lösung von Fragen im Zusammenhang mit der Abspaltung von Unionsrepubliken von der UdSSR“ als Rechtsgrundlage, um ihre separatistischen Aktionen zu rechtfertigen. Diese Bestrebungen verstießen nicht nur gegen den oben genannten Artikel der sowjetischen Verfassung, sondern auch gegen das Gesetz vom April 1990 selbst. Auf das Ende der UdSSR im Jahr 1991 folgten mehrere ethnische Konflikte und Kriegseskalationen in ihrem ehemaligen Grenzgebiet. Das Ergebnis war der Berg-Karabach-Konflikt, eine der umstrittensten Fragen in der modernen Geschichte des Südkaukasus, der sich aus den territorialen Ansprüchen Armeniens auf historisches aserbaidschanisches Land ergab und von 1991 bis 1994 in einem heißen Krieg ausgetragen wurde. Die Auswirkungen des Krieges waren für Aserbaidschan erschreckend, da die Militäroperationen mit unverhältnismäßigen Kapazitäten durchgeführt wurden und die Streitkräfte der ehemaligen UdSSR die Armenier dabei offensichtlich unterstützten, die territoriale Integration Aserbaidschans durch die Besetzung von 20 % seines Landes zu verletzen. Die militärischen Aggressionen bedeuteten nicht nur einen territorialen Verlust für Aserbaidschan, sondern zerstörten auch sein kulturelles Erbe, verursachten die Flüchtlings- und Vertriebenenkrise und hatten verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens zwischen Aserbaidschan und Armenien im Mai 1994 gab es verschiedene Friedensvorschläge für die Beilegung des Konflikts. Seit der Einbindung der Minsk-Gruppe in den Verhandlungsprozess setzten die Konfliktparteien große Hoffnungen in dieses Verhandlungsinstitut, da es nicht nur aus Ländern der Region, wie Russland und der Türkei, sondern auch aus europäischen und nordamerikanischen Ländern besteht, was den Glauben weckte, dass eine solch breite Vertretung den Konflikt friedlich beenden würde. Die armenische Seite hat jedoch nie einen konstruktiven Ansatz für eine friedliche Beilegung des Konflikts vorgelegt und das Waffenstillstandsabkommen von 1994 konsequent verletzt, indem sie Zivilisten entlang der Grenzlinien ins Visier nahm. Die armenischen Grausamkeiten und die Willkür erreichten in den letzten drei Jahren ihren Höhepunkt, was eine friedliche Beilegung des Berg-Karabach-Konflikts erheblich behinderte. Die aggressiveren und unnachgiebigeren Maßnahmen der armenischen Regierung, wie die Absicht, den Erwerb der besetzten Gebiete jenseits von Berg-Karabach dauerhaft zu zementieren, sowie die Ablehnung der „Grundprinzipien“, die von der Minsk-Gruppe der OSZE initiiert und von beiden Konfliktparteien akzeptiert wurden, der Plan, das Verwaltungszentrum der so genannten Republik Berg-Karabach von Chankendi nach Schuscha, der kulturellen Hauptstadt Aserbaidschans, zu verlegen, die illegale Ansiedlung von Armeniern aus verschiedenen Teilen der Welt in den international anerkannten Gebieten Aserbaidschans sowie die Änderung der Toponymik und die Fälschung historischer Denkmäler haben die Spannungen zwischen den beiden Seiten ausgelöst. Zu allem Überfluss erklärte der armenische Premierminister Nikol Pashinyan am 5. August 2019 auf einer Kundgebung in Chankendi: „Artsach ist Armenien, und damit basta“. Damit wurde die Möglichkeit weiterer ernsthafter Verhandlungen zunichte gemacht. Darüber hinaus erklärte der armenische Verteidigungsminister David Tonoyan im März 2020 in New York, dass die Politik „neuer Krieg für neue Gebiete“ die Politik „Territorium für Frieden“ ersetzt habe, was jede friedliche Lösung noch weiter unterminiert. Der Angriff auf die Region Tovuz im Sommer 2020, die außerhalb der Konfliktzone liegt und seither die international anerkannten Grenzen Aserbaidschans verletzt, war jedoch der letzte Tropfen, der den Status quo in der Region brach. In der Folge wurden aserbaidschanische Soldaten und ein Zivilist durch Artilleriebeschuss in Richtung Tovuz an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze getötet. Im August startete Armenien eine weitere militärische Provokation. Diesmal wurde eine Sabotagegruppe nach Aserbaidschan entsandt. Der Leiter der Sabotagegruppe wurde vom aserbaidschanischen Militär festgenommen und machte Aussagen. Aus seinen Aussagen geht eindeutig hervor, dass diese Sabotagegruppe mit dem Plan nach Aserbaidschan kam, Terroranschläge zu verüben. Die Angriffe auf Öl- und Gasexportpipelines, die durch den Bezirk Tovuz führen, bedrohten die europäische Energiesicherheit. In diesem Zusammenhang wurde ein brüchiger Waffenstillstand geschlossen, der jedoch in den folgenden Monaten von Armenien häufig gebrochen wurde. Am 27. September 2020 haben die armenischen Streitkräfte unter eklatanter Verletzung des Waffenstillstandsregimes eine weitere Aggression gegen Aserbaidschan gestartet, indem sie die Stellungen der aserbaidschanischen Streitkräfte entlang der Frontlinie intensiv angegriffen und Wohngebiete in den Bezirken Tartar, Aghdam, Fuzuli und Jabrayil gezielt mit Artillerie beschossen haben. An den folgenden Tagen wurden dicht besiedelte Wohngebiete – Schamkir, Beylagan, Aghdam, Fuzuli, Jabrayil, Goranboy, Tartar, Barda, Aghjabadi und die Stadt Ganja – schwer bombardiert, auch mit Mittelstreckenraketen. Die neue Aggression Armeniens gegen Aserbaidschan war eine weitere eklatante Verletzung grundlegender Normen und Grundsätze des Völkerrechts, des humanitären Völkerrechts, einschließlich der Genfer Konventionen von 1949 und ihrer Zusatzprotokolle, sowie der Resolutionen 822, 853, 874 und 884 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen von 1993, in denen der sofortige, vollständige und bedingungslose Rückzug der armenischen Streitkräfte aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans gefordert wird. Als Gegenmaßnahme zur armenischen Aggression gegen Aserbaidschan begann die aserbaidschanische Armee am 27. September mit einer Gegenoffensive auf der gesamten Front mit der Befreiung der Gebiete, die im Zuge des Ersten Karabach-Krieges Anfang der 1990er Jahre von Armenien besetzt worden waren. Der Krieg, der 44 Tage dauerte und als „Vaterländischer Krieg“ bezeichnet wurde, zeigte die Stärke der glorreichen aserbaidschanischen Armee und endete mit dem entscheidenden Sieg Aserbaidschans. Am 1. Dezember hat Aserbaidschan seine territoriale Integrität wiederhergestellt. Dies ist das Ergebnis des trilateralen Waffenstillstandsabkommens zwischen Aserbaidschan, Armenien und Russland, das am 10. November 2020, unmittelbar nach der Befreiung von Schuscha, der kulturellen Hauptstadt Aserbaidschans, durch die glorreiche aserbaidschanische Armee unterzeichnet wurde. Dieser 44-tägige Krieg beendete die jahrelange Besatzung aller besetzten Gebiete Aserbaidschans und stellte seine Souveränität über diese Gebiete wieder her. Das aserbaidschanische Außenministerium erklärte zum Gedenktag der Republik (27. September), dass die aserbaidschanische Regierung Wiederherstellungs- und Wiederaufbauarbeiten in den befreiten Gebieten durchführt und konsequente Maßnahmen ergreift, um die sichere und würdige Rückkehr von fast einer Million vertriebener Aserbaidschaner sowie die Wiedereingliederung dieser Gebiete zu gewährleisten. Das Ende der Besetzung der aserbaidschanischen Gebiete hat das ganze Ausmaß der jahrzehntelangen illegalen Aktivitäten Armeniens offenbart. Dazu gehören der umfangreiche Bergbau, die vorsätzliche Zerstörung und Unterschlagung des historischen, kulturellen und religiösen Erbes Aserbaidschans, die Plünderung der natürlichen Ressourcen, die Zerstörung der Infrastruktur und andere Verstöße gegen das Völkerrecht. Außerdem wurden Beweise für die zahlreichen Kriegsverbrechen Armeniens aufgedeckt. Um Armenien für seine Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte zur Rechenschaft zu ziehen, reichte Aserbaidschan zwischenstaatliche Klagen gegen Armenien vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und dem Internationalen Gerichtshof ein. Der zweite Karabach-Krieg veränderte die geopolitische Landschaft des Südkaukasus. Nachdem Aserbaidschan seine territoriale Integrität wiederhergestellt hat, spielte es eine zentrale Rolle bei der Einleitung einer neuen Ära im Südkaukasus: einer Ära der Chancen für Frieden und Entwicklung. Da der 44-Tage-Wat den Karabach-Konflikt beendet hat, sollte das Hauptziel der Parteien in der Nachkriegszeit darin bestehen, die Wiederherstellung der Wirtschaftsbeziehungen durch die Öffnung der Verkehrsverbindungen und die Demarkation/Delimitation der Staatsgrenzen zu unterstützen, um einen nachhaltigen Frieden zu schaffen. Aserbaidschan hat bereits ein umfangreiches Programm zur Wiederherstellung seiner befreiten Gebiete und zur Entwicklung der gesamten Infrastruktur in der Region gestartet. Viele internationale Unternehmen sind an diesem Prozess beteiligt. Diese Unternehmen arbeiten am Wiederaufbau aller notwendigen Autobahnen, Eisenbahnlinien und anderer Infrastrukturen, die Schlüsselelemente für eine vollständige wirtschaftliche Integration sind. Es gibt jedoch noch Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung aller Klauseln der trilateralen Erklärung vom November, einschließlich der Artikel 4 und 9, die für die Sicherheit und die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit wichtig sind. Es sei darauf hingewiesen, dass Artikel 9 des Abkommens vom November vorsieht, dass alle Kommunikationsverbindungen in der Region freigegeben werden, auch zwischen Aserbaidschan und seiner Region Nachitschewan. Vor diesem Hintergrund muss die Bedeutung der Provinz Syunik/Zangezur hervorgehoben werden. Die russischen Grenzsoldaten, die die armenisch-iranische Grenze schützen, werden die Sicherheit der Verkehrsverbindungen zwischen den westlichen Regionen Aserbaidschans und der Autonomen Republik Nachitschewan gewährleisten. Die Wiederherstellung aller Straßen und die Einrichtung des Zangezur-Korridors bieten Armenien erhebliche Vorteile. Die Wiedereröffnung der Verkehrsverbindungen in der Region wird auch eines der wichtigsten wirtschaftlichen Probleme Eriwans lösen, nämlich das Fehlen einer Landverbindung zu den Märkten der von Russland geführten Eurasischen Wirtschaftsunion. Aserbaidschan ist bereit, die Beziehungen zu Armenien auf der Grundlage der strikten Einhaltung der Grundsätze des Völkerrechts, insbesondere der Souveränität, der territorialen Integrität und der Unverletzlichkeit der internationalen Grenzen, zu normalisieren. Die internationalen Akteure müssen Armenien auffordern, diese Grundprinzipien zu respektieren, um Frieden, Sicherheit und Wohlstand in der Region zu gewährleisten und seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
 

Meinung
Kommentar: Mission „Erdogan verhindern!“

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die türkische Opposition steht vor großen Herausforderungen, um die nächste anstehende Parlaments- und Präsidentschaftswahl im Jahre 2023 für sich zu entscheiden. Die große Herausforderung besteht darin, die Wiederwahl des türkischen Präsidenten Erdogan zu verhindern. Ob das mit einem Oppositionskandidaten gelingt, der mehrmals in Folge Wahlen verloren hat? Welche Chancen kann man den Splitterparteien einräumen, die sich von der CHP, MHP und der AKP heraus gebildet haben? Erdogan und seine größten Widersacher Erdogan hat drei große Gegner: die Pandemie, die Folgen der Pandemie und Materialermüdung. Seit Anfang 2020 versucht Erdogan mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die grassierende Pandemie in den Griff zu bekommen. Sinkende Wirtschaftskraft war die Folge, die gegenwärtig aufgehalten zu sein scheint. Die Nachwehen der Krise werden die Türkei aber noch lange beschäftigen, zumal die weltweite Krise auch auf die Türkei zurückfällt. Zudem gehen 18 Jahre Amtsgeschäfte nicht spurlos vorüber, weshalb die Opposition dazu übergegangen ist, das als Metallermüdung beim Namen zu benennen. Inönü und Ecevit sowie die Konjukturbedingungen Die Opposition wirft in diesem Zusammenhang dem türkischen Präsident Erdogan vor, vormals die ehemaligen Ministerpräsidenten Inönü und Ecevit aufgrund ihres Alters zum Rücktritt aufgefordert zu haben. Erdogan müsse, wenn er zu seinen Aussagen von damals stehe, nun selber seinen Rücktritt in Erwägung ziehen. Beide ehemaligen Ministerpräsidenten, die vor allem von der Oppositionspartei CHP vor Anfeindungen von AKP-Anhängern geschützt werden, hatten in ihrer Endphase Krisen von bedeutender Größe zu bewältigen. Gegenwärtig steht Erdogan vor der großen Aufgabe, die gegenwärtigen schweren Konjunkturbedingungen zu meistern, die einst auch Inönü oder Ecevit zu bewältigen hatten. Was damals Erdogan als Oppositioneller den Regierenden vorhielt, halten nun die damaligen Regierenden Erdogan vor. Das wirft in diesem Lichte betrachtet die Frage auf, welche Ziele die Opposition selbst verfolgt. Will sie zu jedem Preis Erdogan vom Thron stürzen, das Land aus der Krise führen oder beides zugleich? Zu welchem Preis? Der Preis, den die Oppositionspartei CHP zu zahlen bereit wäre, verschreckt aber einen großen Teil der eigenen Wählerschaft. Die vormals hinter verschlossenen Türen mit Vertretern der völkisch-kurdischen Partei HDP abgehaltenen Runden um die türkische Verfassung sind noch nicht vergessen. Auch jetzt noch jagt der eine oder andere Politiker der HDP dieselbe Sau immer wieder durchs Dorf; wohl in der Hoffnung, diese Dauerschleife löse eine Gewohnheit und damit Akzeptanz aus. Zudem werden auch die Rezeptoren der türkischen Bevölkerung immer wieder gereizt; wohl in der Hoffnung, diese würden abstumpfen und die eigene wie auch die Position der Oppositionspartei CHP verbessern. Reizüberflutung Mittwochvormittag trat zu bester Zeit die Ehefrau des inhaftierten ehemaligen Co-Vorsitzenden der HDP Selahattin Demirtas, Basak Demirtas, vor die Kameras des türkischen Oppositionssenders Fox TV. Moderator İsmail Küçükkaya leitete die Sendung „Çalar Saat“ wie gewohnt mit einem Porträt des türkischen Republikgründers Atatürk. Hinter dem Bild von Atatürk stand Basak Demirtas, die die Not der Familie Demirtas aufgrund der Inhaftierung des Familienoberhaupts zur Aussprache brachte. Anhand der nachfolgenden Reaktionen kann man die Gereiztheit der Mehrheit der Gesellschaft geradezu messen: Rufe nach Schließung des TV-Senders wurden laut. İsmail Küçükkaya wird als Vaterlandsverräter beschuldigt. Die Regulierungsbehörde für den privaten Rundfunk in der Türkei (RTÜK) hat angekündigt, die Sendung in Augenschein nehmen zu wollen. Was war der Auslöser dieser Gereiztheit? Es trafen heute viele Faktoren zusammentreffen: Am 6. Oktober 2014, also vor 7 Jahren, wurden im Südosten des Landes Unruhen losgetreten, die zur mehr als 50 Todesopfern, Hunderten Verletzten und einem Schaden von über 300 Millionen TL führten sowie bis zum 8. Oktober anhielten. Der Auslöser dieser Unruhen war der Aufruf von Selahattin Demirtas zum Ungehorsam gegen den Staat. Am 7. Oktober 2014 starb der damals 16-jährige Yasin Börü, der an diesem späten Nachmittag zum Opferfest von Haus zu Haus Spenden verteilte und mit einer Brutalität ermordet wurde, die bis heute nachhallt. Sein einziges Vergehen: diesem Aufruf nicht gefolgt zu sein. Erschwerend kommt hinzu, dass der TV-Sender bis heute weder die Eltern von Yasin Börü geladen haben, geschweige denn irgend einen Hinterbliebenen von Terroropfern. Nimmt man all diese Faktoren zusammen, kommt man als Betrachter kaum umhin, dem Auftritt von Basak Demirtas im TV-Sender Fox TV zumindest Pietätlosigkeit vorzuwerfen. Vor allem das Wirken des TV-Senders Fox TV, die mit ihrer Nähe zur Oppositionspartei CHP brilliert, kommt dabei gar nicht gut weg, zumal Atatürks Porträt so deplatziert auf dem Pult steht wie Abdullah Öcalans Porträt in der Fraktionssitzung der CHP an der Wand hängt. Mission um jeden Preis? Die türkische Opposition ist sich sehr wohl bewusst, dass die Abwahl von Erdogan vor allem in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl kaum zu stemmen ist. Erst mit der zweiten Wahlrunde hätte ein von allen Oppositionsparteien aufgestellter Kandidat eine höhere Chance, Erdogan vom Thron zu stürzen. Das liegt vor allem an der Wählerschaft der amtierenden AKP-Partei, deren Zweidrittelmehrheit aus national-konservativen besteht. Nur ein letzter Drittel sind konservativ-islamische Wähler, die auch bis zum bitteren Ende ihr Kreuz unbeirrt auf die AKP setzen würden. Das einzige, was die Mehrheit der AKP-Wähler zum Umdenken bewegen würde, wäre, dass die anhaltende Krise weiter anhält und die eigenen Verhältnisse über die Gebühr hinweg strapaziert. Letztlich bewegt die Menschen noch immer ihr eigener Wohlstand und Sicherheit. Ist diese in Gefahr oder wird immer weiter ausgedünnt, besteht für die Opposition die Hoffnung, diese Wähler an sich zu binden. Kampfansage gegen Erdogan Auf der einen Seite wird wie schon angedeutet derzeit eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben, um die Menschen abzustumpfen. Das Gerede um die ersten Verfassungspunkte, die zuvor von der Opposition ins Gespräch bzw. hinter verschlossenen Türen mit der HDP besprochen wurden, kann die AKP zum Teil dadurch kompensieren, in dem sie dieses Gerede ebenfalls anspricht und damit den nationalen Flügel aller Parteien aufrüttelt. Ein gewagtes Spiel, jedoch wohlkalkuliert und überaus effektiv. Die technologischen Fortschrittserfolge des Landes werden von der Opposition kaum erwähnt oder aufgegriffen, obwohl sie das Land vorantreiben, neue Märkte erschlossen werden. Stattdessen hat die Opposition die Flüchtlinge zum Spielball ihrer Politik auserkoren. Wenn es nach der Opposition geht, würden die 3,5 Millionen Flüchtlinge lieber heute als morgen abgeschoben werden. Ob das politisch und vor internationaler Bühne durchsetzbar ist, steht jedenfalls in Frage. Auch das ständige Aufgreifen der zum Teil heftig umstrittenen Wirtschaftszahlen zielt darauf ab, die Regierung selbst für den Zustand verantwortlich zu machen, obwohl die Krise der Pandemie nicht nur die Türkei fest im Griff hat, sondern Schwellenländer und Industrienationen weltweit. Zuletzt greift die Opposition auch auf die Unterstützung des Westens zurück, was aber ein schmaler Grat ist, auf dem sie sich bewegt. Die Basis der Opposition verstehen sich als Antiimperialisten, die sich von fremden Ländern nicht bevormunden lassen wollen. Dennoch greift man beherzt diese vom Westen ausgestreckte Hand und versteht es als Bereicherung im weitesten Sinne, was die Basis zu der Annahme verleiten könnte, sich zu sehr vereinnahmen zu lassen. Was hat Erdogan im Ärmel, um den Kampf aufzunehmen? Erdogan sitzt an der Spitze des Staatsapparats und kennt das einmal eins der Politik von der Pike auf. Es wäre keine Überraschung, wenn Erdogan über Dritte Kanäle kurz vor den anstehenden Wahlen die eine oder andere Hiobsbotschaft hinausposaunen lässt, in der die Opposition so gar nicht gut wegkommt. Welche Skandale dabei die Oppositionsparteien durchrütteln werden, steht noch im Raum, aber wer am Schalthebel der Macht sitzt, hat auch entsprechende Informationen, die nur darauf warten, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Auf der anderen Seite hat Erdogan die Möglichkeit, durch Durchimpfen der Bevölkerung, die Folgen der Pandemie auf ein Minimum zu reduzieren. Keinen Einfluss hat Erdogan jedoch auf die weltweit grassierende Krise, die auch die heimische Exportwirtschaft in Mitleidenschaft zieht, vor allem den Tourismus. Gravierender erscheint da die Beziehung zu den USA zu sein, die mit immer neueren Drohgebärden Erdogans Ambitionen zu bremsen versuchen. Ob Washington damit Erfolg haben wird, bleibt fraglich, zumal die einstigen Gönner, das Militär, sich vom Pentagon und Washington völlig abgewendet hat und damit ein Druckmittel von innen heraus ausfällt. Erdogan kann nur versuchen, Washingtons Strafmaßnahmen abzufedern, ohne dabei die Interessen der Türkei aufzugeben. Dafür sorgt im Hintergrund der Koalitionspartner MHP, die die Interna des Landes sicherstellen. Ohne die MHP würde die AKP jedenfalls sang- und klanglos die Wahl verlieren, weshalb die MHP sicherstellt, dass die nationalen Reizthemen ständig wachgehalten werden. PKK und ihr Ende Eines dieser Reizthemen, die schon angesprochen wurde, die auch die völkisch-kurdische Partei HDP betreffen, ist die Terrororganisation PKK. Die MHP versucht beständig, die Terrororganisation PKK nicht nur im eigenen Land auszumerzen, sie ist auch Antreiber der militärischen Operationen im benachbarten Ausland. Mit einer nie erlebten Vehemenz haben die türkischen Sicherheitskräfte den Bewegungsspielraum der PKK und weiterer linksextremer Gruppen im Inland auf ein Minimum reduziert. Seit Jahren setzt man diese strenge Politik auch im Ausland fort und hat sich in den Nachbargrenzen tief ins Nachbarland eingegraben, um jedwede Bewegung der Terrororganisationen im Keim zu ersticken. Man hat nun auch verstanden, dass dieses Pressing, Konzentrationen von Top-Figuren der Terrororganisationen nach sich zieht, die mit gezielten Schlägen ausgeschaltet werden können. Beinahe täglich melden derzeit türkische Medien Erfolge im Kampf gegen Terrororganisationen wie der PKK, DHKP-C oder TIKKO, deren Führungsriege damit beständig ausgedünnt wird. Das hat auch zur Folge, dass die Reihen innerhalb der PKK erste Auflösungserscheinungen zeigen. Immer öfter stellen sich „Kämpfer“ der PKK den türkischen Sicherheitsbehörden oder lassen ihre Waffen fallen und tauchen im Nordirak unter. Dieses Pressing hat auch zur Folge, dass die PKK nach Auswegen sucht, um sich aus diesem Klammergriff zu retten. Immer wieder bringen Führer der PKK nun die Wiederaufnahme der Friedensinitiative zur Aussprache, wobei der in Imrali einsitzende Abdullah Öcalan hierbei als Vermittler zwischen „Kurden“ und dem „Staat“ vorgestellt wird. Auf diese Aussprache hin steigen dann PolitikerInnen der HDP ein, um die Notwendig eines Friedens zwischen „Kurden“ und der „Türkei“ zu unterstreichen. Ob diese Initiative, die von der PKK ausgeht, Erfolg haben wird, steht in den Sternen, solange die türkische Opposition nicht auf diesen letzten Strohhalm greift. Denn, dieses Thema geht im Kern an der Realität vorbei. Es gibt keine „kurdische Frage“ oder ein „kurdisches Problem“, die gelöst werden müsste, so die Überzeugung innerhalb der Gesellschaft. Die letzte Friedensinitiative, die im Häuser- und Straßenkampf endete, hat innerhalb der Bevölkerung einen bleibenden negativen Eindruck hinterlassen, dass mit den „Kurden“ an sich wenig zu tun hat, so die Grundmeinung. Man ist geneigt zu behaupten, die Gesellschaft würde seitdem kalten Joghurt pustend und vorsichtig in den Mund nehmen, so heiß ist das Thema und so frisch das Erlebte. Das erkennt man auch an den jetzigen Reaktionen zur TV-Sendung von Fox TV.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Chemie-Nobelpreisträger Prof. Benjamin List aus Mülheim von der Entscheidung „völlig überrascht“

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Essen – Den neuen Nobelpreisträger für Chemie, Prof. Benjamin List, hat die Entscheidung des Stockholmer Nobelpreiskomitees „völlig überrascht“. Das sagte der Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Der Anruf des Nobelpreiskomitees habe ihn am Mittwochmorgen beim Frühstück in einem Amsterdamer Café erreichte. Seine Frau und er hätten das zunächst für einen Witz gehalten, so List. „Ich habe nicht im Traum damit gerechnet, schon gar nicht in meinem Alter“, spielte der 53-Jährige auf das meist fortgeschrittene Alter vieler Nobelpreisträger an. Am Telefon habe er dann aber die Stimme des Komitee-Präsidenten erkannt. „Da wusste ich dann doch: Es ist ernst“, sagte er. Wie der Mülheimer der WAZ weiter berichtete, hatten die Vertreter der Schwedischen Akademie der Wissenschaft zuvor zunächst vergeblich versucht, Lists Forscherkollegen David MacMillan in den USA zu erreichen und baten den Deutschen, ihnen bei der Kontaktaufnahme zu helfen. „Ich habe dann Dave angerufen und ihm gesagt: Dave, wach auf, wir haben den Nobelpreis gewonnen. Doch er wollte es mir nicht glauben.“ Benjamin List ist seit 2005 Direktor der renommierten Mülheimer Forschungsstätte. Der gebürtige Frankfurter und sein US-Kollege MacMillan erhalten den Chemie-Nobelpreis zu gleichen Teilen für die Entdeckung so genannter organischer Katalysatoren. Katalysatoren können chemische Reaktionen steuern und beschleunigen. Sie sind für die Entwicklung neuer Produkte in vielen Lebensbereichen wichtig, besonders in der Arzneimittelforschung. „Mit Hilfe unserer Forschung konnte zum Beispiel ein neues antivirales Medikament für die HIV-Behandlung entwickelt werden, das den Patienten hilft. Ich bin stolz und dankbar, dass ich dazu beitragen konnte“, sagte List der WAZ. NRW-Innovationsminister Pinkwart freut sich über Chemie-Nobelpreisträger aus dem Ruhrgebiet NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart (FDP) hat am Mittwoch dem neuen Chemie-Nobelpreisträger Prof. Benjamin List gratuliert. „Das ist eine großartige Auszeichnung für exzellente Forschung und Innovationen, die Chemie und Pharma umweltfreundlicher und wirksamer machen können“, sagte Pinkwart der WAZ. So trage die von Benjamin List entwickelte Organokatalyse dazu bei, Moleküle schneller herzustellen, die dazu benötigt werden, um Licht in Solarzellen einzufangen. „Lists herausragendes Wirken am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr strahlt in beispielgebender Weise auf den Forschungs- und Innovationsstandort Nordrhein-Westfalen aus“, so Pinkwart. NRW-Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen: Nobelpreis stärkt die Forschung an der Ruhr NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) hat Prof. Benjamin List zum Chemie-Nobelpreis gratuliert. „Der Preis ist eine großartige Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftlichen Arbeit: Benjamin List ist ein Vorreiter in einem neuen Forschungsfeld der Chemie und trägt so zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen bei“, sagte Pfeiffer-Poensgen der WAZ. Lists Entdeckung, dass kleine organische Moleküle hervorragende Katalysatoren sein können, eröffne weitreichende Möglichkeiten für die Arzneimittelforschung und eine umweltfreundlichere Chemie. „Die Arbeit von Prof. List und seinem Team am Max-Planck-Institut (MPI) für Kohlenforschung in Mülheim kommt damit nicht nur der Wissenschaft selbst, sondern den Menschen weltweit zu Gute“, so die Ministerin. „Dass der Chemie-Nobelpreis an einen Wissenschaftler geht, der seit mehr als 15 Jahren am MPI in Mülheim arbeitet, unterstreicht die hervorragende Forschung, die dort geleistet wird und stärkt zugleich die Wissenschaftsregion Ruhr.“

Meinung
Kommentar: Eine Facebook-Alternative könnte aus der Türkei kommen

Ein Gastkommentar von Hakan Işık Kundig ist sich die Welt noch nicht ganz über Facebook, wie egoistisch, destruktiv, asozial und undemokratisch die übergroße gewollte Krake Facebook ist. Das gestrige Down führte bei den Junkies der sozialen Netzwerke lediglich einen kalten Entzug von mehreren Stunden, die Whistleblowerin Frances Haugen hingegen sprach heute vor dem US-Kongress über die menschenfeindliche Krake Facebook. Ihre schweren Vorwürfe zeichnen ein ganz anderes Bild der Company Facebook, wir ahnten es bereits, denn wir spürten das bereits länger. Die PR gegen Hassreden, Fakenews und für die Einhaltung der Menschenrechte sind lediglich Marketing. Die Realität ist die gnadenlose Gewinnmaximierung und das Ausbeuten der User. Mit deren unveräußerlichen Werten erwirtschaftet diese Company Gewinne, Zuckerberg spielt währenddessen Dagobert Duck und schwimmt in Milliarden. Was tatsächlich Menschenrechte für ihn bedeuten, glauben nur politische Narren, die Realität gibt eine andere Kunde darüber. Wie schnell dieser Dagobertsche Moneypool kleiner werden kann, zeigen die Verluste gestern an der Börse. Hier ihn zu treffen, ist jedoch eine zeitintensive Sache. Wo er getroffen werden kann, ist sein Pool an Usern, hier wäre ein massiver Verlust lethal. Lethal weil die Welt größer als Facebook ist und allemal als Zuckerberg. Seit die Whistleblowerin Frances Haugen den Fangarmen der Krake Facebook entwischt ist und ein Fangarm abgeschlagen hat, wird diese Krake mit ihrem Handicap weniger Beute finden. Facebook hat ein Monopol aufgebaut, nur durch unsere Ignoranz bleibt Facebook mächtig Ignorant sind hingegen verwegene Companies wie Hepsiburada, Trendyol, BIP, Wise usw. nicht, sie haben sich gegen andere Monopole aufgelehnt und machen Business. Ja sie machen Business im digitalen Netz, auch sie streben nach Gewinnen, aber ihnen fehlt diese Charakterschwäche stetig zu leugnen, dass die Gewinne wichtig sind, sie leugnen nicht, sie sind transparent und müssen dieses Streben nicht durch Scheinbekenntnisse zu Menschenrechten, Fakenews und Hassreden kaschieren. Sie geben keinen Anlass hierzu. Start-ups wie Getir und Gorilla haben klare Konzepte, sie setzen diese Konzepte frischer und schneller um, sie liefern Ware gegen Geld. Das gilt für die oben genannten Companies auch, bis auf BIP. BIP ist ein Messengerdienst ähnlich wie WhatsApp, auch unentgeltlich dennoch unterscheidet sich BIP. BIP gehört Türkcell also einem Telekommunikationsanbieter, ihre Gewinne folgen auch dem ökonomischen Schema Ware gegen Geld. Damit ist BIP transparenter als WhatsApp., der Mutterkonzern Türkcell erwirtschaftet real Umsätze und gewinne. WhatsApp kann mit diesem ökonomischen Muster nicht dienen, sie dient Facebook. Als Randbemerkung ist zu erwähnen, während Facebook down war, ploppte auf BIP die Pushnachricht, wir sind nicht down. Was liefert Facebook? Ist Facebook dieses ökonomische Muster Ware gegen Geld eigen? Nein! Wir liefern uns selbst als User Facebook aus und Facebook macht daraus Geld. Das hier die Welt Facebook dieses Modell weiterhin legitimiert ist das eigentliche Down der demokratischen Werte. Facebook hat sich zu einem Perpetuum mobile mit Zustimmung der sogenannten „freien Welt“ etabliert. Dabei hat sich dieses Schema der facebookschen Geldvermehrung aus Vermehrung von Usern und das Sammeln ihrer Daten zur Gewinnerwirtschaftung nunmehr zu einem selbstständigen und autarken System gewandelt. Die User sind betriebswirtschaftlich mit geringen Investitionen und Aufwänden angeschafft worden, eigentlich hat Facebook für keinen User direkt die Anschaffungskosten bezahlt, selbst für eine Immobilie sind die Anschaffungskosten zu erbringen, bevor die Miete erwirtschaftet werden kann. Nicht bei Facebook, unsere Ignoranz ist das magische Antriebsmittel für das Perpetuum mobile, wir sind die Aktiva um es in der Sprache der Betriebswirtschaft zu formulieren. Wir tragen aktiv und somit ignorant zu dieser Facebookschen Geldvermehrung bei. Was wir aktiv aber wünschten, war ein soziales Netz. Das Verbunden zu sein stand und steht im Vordergrund, ohne dabei auf die linke Seite der Bilanz zu geraten. Das nunmehr seit einiger Zeit auf Facebook politische Contents zunehmen, darf nicht verwundern, Politik ist ein Teil des sozialen Daseins und das schmeckt diesem autarken und selbstständigen System Facebook nicht. Hierzu jedoch hört man auch bei der Whistleblowerin Frances Haugen nichts, stattdessen werden die mexikanischen Auftragskiller erwähnt und die Gewalt. Wir wissen aber wie die Politik seitens Facebook kontrolliert wird und nur die erlaubte Meinungsfreiheit geteilt werden kann. Wir gewöhnliche Nutzer haben durch Sperren dies leidvoll erfahren müssen. Ein prominenter Staatspräsident auch, das haben wir eindrucksvoll vorgelebt bekommen, Wenn nun die Whistleblowerin Frances Haugen die Causa Auftragskiller vor dem US-Kongress darstellt, rückt der weitaus wichtigere Teil des Unbehagens gegen Facebook aus dem Blickfeld. Die Normierung unserer politischer Ideen und Ansichten durch Facebook muss gestoppt werden. In diesem Kontext ist auch erneut Frances Haugen zu zitieren, sie sagte inhaltlich, dass das soziale Netzwerk Facebook sich aus eigenem Antrieb nicht ändern wird und daher besser kontrolliert werden muss. Somit wird die Betriebspolitik und die Interessenpolitik von Facebook deutlicher, eine Kontrolle seitens des Staates oder Staaten respektive Öffentlichkeit verhindert Facebook und ihrer Interessenpolitik entspricht keine Veränderung. Damit steht fest, die User sind eigentlich nicht ignorant, denn sie erahnen und spüren das Facebook mittlerweile eine digitale Diktatur errichtet hat. Die User sind eher ohnmächtig, weil ihren Bedürfnissen nach alternativen – also anderen – sozialen Netzwerken nicht entsprochen wird. Die Ohnmacht der Facebook-User kann nur durch soziale Netzwerke außerhalb der USA beendet werden! Hierzu wären Unternehmer in der Lage, welche nicht aus den Staaten der 5 ständigen Mitglieder der UN stammen. Die USA schaut zu lange passiv dem Treiben bei Facebook tatenlos zu, England unterscheidet sich diesbezüglich nicht. Frankreich hat sich ins abseits gespielt, zugleich ist Frankreichs kulturelles Auftreten auf der Weltbühne stetig elitär und ausgrenzend. Russland fehlt das einigende Element um Massen zu verbinden. Ein chinesisches soziales Netzwerk ist noch gefährlicher als das Facebooksche 1984. Eine sinnvolle Alternative könnte aus der Türkei kommen, deren Unternehmer verstehen es ökonomisch zu Handeln und Verbinden und zugleich agieren diese Unternehmer nicht losgelöst von moralischen Werten. Geopolitisch ist die Türkei eine Brücke, ein Drehkreuz, Hub und eine Membran, vor allem die geopolitische Membranfunktion der Türkei würde sich für ein soziales Netzwerk adaptieren lassen, schädliche, undemokratische und kriminelle Aktivitäten könnten durch eine Membran geregelt werden. Diese Eigenschaften sprechen für ein soziales Netzwerk aus der Türkei. Ebenso gleichwertig zu den geopolitischen Faktoren sprechen die Qualitäten der türkischen digitalen Industrie hierfür auch. Der Drive der türkischen Unternehmer aus der digitalen Szene würde die Gründung ein neuen soziales Netzwerkes gewaltig zum Erfolg verhelfen. Zugleich könnten Kapitalkreise aus dem persischen Golf hinzugezogen werden, welche solch einer Unternehmung das notwendige Spielgeld bereitstellen könnten. Warum ein weiteres soziales Netzwerk auch eine Marktlücke ist, zeigt die fehlende Bereitschaft Washingtons Facebook zu ändern und kontrollieren. Eine Kontrolle und Veränderung heißt auch, die digitale Hegemonie amerikanischer Unternehmen einzuschränken. Schränkt und kontrolliert Washington nicht Facebook ein, so hat Washington längerfristig mit kontraproduktiven Effekten zu rechen, da ohnehin das Heer der unzufriedenen User stetig anwächst. Amerika muss sich der tatsächlichen freien Marktwirtschaft stellen und in Kauf nehmen, dass weitere Marktteilnehmer die Chancen für weitere soziale Netzwerke ausgemacht haben. Wie solch ein soziales Netzwerk aussehen und transparenter gestaltet werden könnte, sollten die türkischen Unternehmer angehen und durch ein frisches und gerechtes Konzept ermöglichen. In diesem Kontext wäre auch aus der Perspektive der User, eine konstruktive Debatte diesbezüglich dringend notwendig und unumgänglich.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Griechenland
Rassistischer Abgeordneter aus griechischer Parlamentsfraktion der Regierungspartei ausgeschlossen

Athen – Der wegen umstrittener Aussagen und eines rassistischen Retweets in die Kritik geratene Abgeordnete der konservativen Nea Dimokratia (Νέα Δημοκρατία), Konstandinos Bogdanos, ist auf Anweisung des griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis aus der Parlamentsfraktion ausgeschlossen worden. Während einer Parlamentssitzung über die griechisch-französische Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen sprach Bogdanos im Plenum von einer „kommunistischen Bedrohung“, was von der anwesenden Kommunistischen Partei (KKE) und Außenminister Dendias kritisiert wurde, der die Äußerungen des Parteikollegen missbilligte. Im Parlament kam es zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen Bogdanos und dem Abgeordneten der Kommunistischen Partei, Thanasis Pafilis. Ressentiments gegen Briten, Türken und griechische Kommunisten In Anlehnung an den Anführer der griechisch-zyprischen Terrororganisation EOKA und Vertreter des Enosis-Gedankens (Vereinigung mit Griechenland), Georgios Grivas, hatte Bogdanos erklärt: „Grivas sagte, wir hätten drei Feinde. Briten, Türken und Kommunisten. Unser größtes Kopfzerbrechen waren die Kommunisten.“ Bogdanos wurde von der Regierung, den Oppositionsparteien und zivilgesellschaftlichen Institutionen dafür kritisiert, weil er in den sozialen Medien die Namen von Flüchtlingskindern geteilt hatte, die in der griechischen Hauptstadt einen Kindergarten besuchen. Kritiker warfen dem Abgeordneten der Regierungspartei Rassismus vor. Jüngst hatte sich der Zentralrat der jüdischen Gemeinde in Griechenland besorgt über die Ernennung des früheren Mitglieds der extrem-nationalistischen LAOS-Partei, Thanos Plevris, zum neuen Gesundheitsminister im Kabinett von Ministerpräsident Mitsotakis geäußert. Plevris werden antisemitische Aussagen im Zusammenhang mit dem NS- Vernichtungslager Auschwitz vorgeworfen. Kemal Bölge/Athen

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Europäische Westthrakien-NGO fordert Wiedereinbürgerung von 60.000 Bürgern der türkischen Minderheit in Griechenland. NGO-Vorsitzender Habiboğlu: „Bürger der türkischen Minderheit, denen die Staatsbürgerschaft zu Unrecht entzogen wurde, müssen wieder eingebürgert werden“.

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Türkei
Türkisches E-Auto TOGG soll bereits 2022 in Serienproduktion gehen

Bursa – Mit der Serienproduktion des türkischen Elektroautos TOGG wird nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Mehmet Gürcan Karakaş gegen Ende 2022 begonnen. Bei einem Festakt zum neuen akademischen Jahr der Uludağ-Universität in Bursa erklärte Karakaş, dass die ersten E-Autos im vierten Quartal 2022 vom Band rollen sollen. Der Vorstandsvorsitzende und ehemalige Bosch-Manager sagte: „In unserer Anlage gibt es nicht nur eine Produktion, das möchte ich unterstreichen. Wir hatten während der Bauphase gesagt, ein Automobil benötigt mehr als nur eine Produktionsstätte. Wir sehen das Design Center als ein Zentrum, in dem unsere Prototypen getestet werden können. Wir betrachten es als einen Ort, an dem wir alle unsere Kompetenzen unter einem Dach bündeln. Man sieht, dass das Dach und die Seitenwände der Lackiererei sich langsam schließen. In den kommenden Tagen wird die technische Ausstattung der Anlage fertiggestellt. Unser Plan hier ist wie folgt: Bis Ende des Jahres wird der Bereich für Fertigungsteile abgeschlossen sein. Nach Abschluss der Ausrüstung bis Mitte nächsten Jahres bleibt nur noch unser Fahrzeug anhand von Stationen und Linien für die Produktion vorzubereiten. Auch hier läuft alles nach Plan. Wir werden gegen Ende nächsten Jahres mit der Massenproduktion beginnen.“ Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es in seinem Unternehmen keinen Bedarf an Uniabsolventen, aber das werde sich in puncto Akademikern und Praktikanten im Laufe der Zeit  ändern, so Karakaş. Türkisches E-Auto Am 27. Dezember 2019 stellte die Türkei ihren ersten einheimischen Automobilprototypen vor, der innerhalb von 18 Monaten von der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), einem Konglomerat von Industriegiganten wie der Anadolu-Gruppe, BMC, Kök-Gruppe, Turkcell und Zorlu Holding sowie einer Dachorganisation, der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei, entworfen und hergestellt wurde. TOGG-Fabrik Im Juli 2020 legte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan  den Grundstein für das erste einheimische Autowerk des Landes.

„Wir planen, den [Bau des] Werks in 18 Monaten abzuschließen und unser [erstes] Fahrzeug im letzten Quartal 2022 vom Band laufen zu lassen“, sagte Erdogan bei der Grundsteinlegung in der nordwestlichen Provinz Bursa.

Insgesamt sollen drei verschiedene Modelle entstehen, die fünf unterschiedliche Plattformen umfassen: Sedan (Limousine), Hatchback (Kombilimousine), Station Wagon (Kombi), Sports (Roadster) und Crossover (SUV). Am Freitag wurde neben der SUV-Variante auch eine Limousine vorgestellt. Der elektrische Antriebsstrang soll rund 400 PS leisten und je nach Version Heck- oder Allradantrieb ermöglichen, berichtet Focus.  Kemal Bölge/Bursa  

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– Auto-News – Türkisches E-Auto TOGG kommt nach Deutschland

Die türkische E-Automarke TOGG, hierzulande auch als „Erdogan-Auto“ bezeichnet, kommt nach Deutschland.

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Bundestagswahlen
Niedrige Wahlbeteiligung von Ärmeren: „Verheerend für die Demokratie“

Berlin – Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hat die niedrige Wahlbeteiligung insbesondere von ärmeren Menschen als „verheerend für die Demokratie“ bezeichnet. Das Problem sei nicht, dass sich gut 23 Prozent der Wahlberechtigten bei der Bundestagswahl der Stimme enthalten haben, sagte der Kölner Politikwissenschaftler „nd.DieWoche“, der Wochenendausgabe des „nd“. Das Problem sei vielmehr, dass sich die Wahlbeteiligung nach Schichten sortiere. Ärmere, Arbeitslose und Prekarisierte wählten seltener, Reichere öfter. „Sinn der parlamentarischen Demokratie ist, dass alle Bevölkerungsschichten repräsentiert sind. Doch genau das ist längst nicht mehr der Fall“, so Butterwegge. Viele Arbeitslose, Arme und sozial Abgehängte hätten das Gefühl, dass sie politisch keine Einflussmöglichkeit haben. „Die Menschen werden sozial ausgegrenzt und verweigern darum den Repräsentanten dieses politischen Systems ihre Zustimmung.“ Butterwegge plädierte dafür, die Belange dieser Menschen stärker zu berücksichtigen, etwa durch eine bessere Grundsicherung und eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns. Dies könne dazu beitragen, dass diese Menschen sich wieder stärker an Wahlen beteiligen. Studien aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Wahlbeteiligung in ärmeren Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit oft deutlich geringer ist als in wohlhabenden Regionen. Erste aktuelle Analysen weisen darauf hin, dass dies auch für die jetzige Bundestagswahl gilt. So hat der Politikwissenschaftler Armin Schäfer von der Universität Münster auf Twitter Daten für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, nach denen eine hohe Arbeitslosenquote in einer Region oft einher geht mit einer geringen Wahlbeteiligung. Insgesamt gab es bei der Bundestagswahl am Sonntag rund 14,3 Millionen Nichtwählerinnen und Nichtwähler.

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Die Gespräche für eine Visaliberalisierung für türkische Staatsbürger sollen in diesem Monat fortgesetzt werden, so der stellvertretende türkische Außenminister Faruk Kaymakcı am Mittwoch. Hierfür werde die Türkei in den kommenden zwei Wochen mit Vertretern der EU zusammenkommen.

Visafreiheit für Türken: Minister erwartet über 20 Millionen Reisende

EU-Türkei Treffen
Visafreiheit für Türken: Minister erwartet über 20 Millionen Reisende

Ankara – Die Gespräche für eine Visaliberalisierung für türkische Staatsbürger sollen in diesem Monat fortgesetzt werden, so der stellvertretende türkische Außenminister Faruk Kaymakcı am Mittwoch. Hierfür werde die Türkei in den kommenden zwei Wochen mit Vertretern der EU zusammenkommen. Dem Minister zufolge würde die Visafreiheit zwischen der Türkei und den EU-Ländern mehr als 20 Millionen Bürgern aus der Türkei erlauben, zu touristischen Zwecken in die EU zu reisen und sich in anderen Sektoren wie dem Dienstleistungs-, Geschäfts- und Transportsektor zu engagieren. Auf der Podiumsdiskussion „Deik EU Talks“ erklärte Kaymakcı, dass das Treffen den Startschuss für den hochrangigen Dialogmechanismus zwischen der Türkei und der EU in den Bereichen visumfreies Reisen, innere Angelegenheiten, Migration, Terrorismusbekämpfung und Sicherheit geben wird. Am 16. Dezember 2013 wurde der Dialog über die Visaliberalisierung zwischen der EU und der Türkei im Anschluss an das Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und der Türkei eingeleitet. Der Prozess der Visaliberalisierung zielt darauf ab, die Visumspflicht für türkische Staatsbürger abzuschaffen und ihnen die Einreise in die Länder der Schengen-Zone für kurze Aufenthalte zu ermöglichen, insbesondere für bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Um diesen Prozess abzuschließen, haben die türkischen Behörden kontinuierlich versucht, die von der Europäischen Kommission geforderten Bedingungen zu erfüllen, aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Letztes Jahr sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu, dass die EU die Visumspflicht für türkische Staatsbürger, die EU-Länder besuchen wollen, abschaffen müsse, wenn sie die Flüchtlings- und Migrantensituation an der türkisch-griechischen Grenze lösen wolle. Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan betont, dass die Visaliberalisierung mit den Ländern der Schengen-Zone zu den obersten Prioritäten des Landes gehöre. Zuvor hatte Çavuşoğlu erklärt, dass die Regierung das 2016 mit der EU beschlossene Migrationsabkommen aussetzen werde, wenn die EU türkischen Bürgern keinen visafreien Zugang zu den Ländern der Schengen-Zone gewähre.

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Seit gestern Morgen können türkische und ukrainische Staatsangehörige ohne Reisepass in das jeweils andere Land einreisen.

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Erdogan-Putin Treffen
Türkei will Milliarden-Entschädigung für Ausschluss aus Kampfjet-Projekt

Ankara – Die Türkei beabsichtigt, eine Entschädigung für ihren Ausschluss aus dem von den USA geführten Tarnkappen-Kampfflugzeugprogramm zu fordern, möglicherweise bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden am Rande eines Treffens der Gruppe der 20 im nächsten Monat, so der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Erdogan, der am Mittwoch auf dem Rückflug von einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Journalisten sprach, sagte auch, dass es kein „Zurück“ von der Vereinbarung mit Russland über den Erwerb der S-400-Raketenabwehrsysteme durch die Türkei geben werde. Diese Vereinbarung führte dazu, dass die Türkei, die Mitglied der NATO ist, aus dem internationalen Programm zur Herstellung von F-35-Kampfjets ausgeschlossen wurde. Erdogan sagte, er hoffe, Biden auf dem G-20-Treffen in Rom zu treffen, um das F-35-Projekt zu besprechen, einschließlich einer Zahlung von 1,4 Milliarden Dollar, die die Türkei vor ihrem Ausschluss aus dem Programm geleistet hatte. Ein weiteres Treffen zwischen der türkischen und der US-amerikanischen Führung könnte auch am Rande einer Klimakonferenz im November in Glasgow, Schottland, stattfinden, sagte Erdogan. „Wir haben 1,4 Milliarden Dollar gezahlt, was wird daraus?“, sagte Erdogan. „Wir haben dieses Geld nicht leicht verdient – und tun es auch jetzt nicht. Entweder werden sie uns unsere Flugzeuge geben oder sie werden uns das Geld geben.“ Auf die Frage nach den Plänen der Türkei, trotz der Androhung weiterer US-Sanktionen weitere S-400-Systeme zu kaufen, antwortete Erdogan: „Der S-400-Prozess geht weiter. Es gibt kein Zurück mehr.“ Über seine Äußerungen berichteten der private türkische Nachrichtensender NTV und andere Medien. Die russische S-400 „Triumf“ (NATO-Bezeichnung: SA-21 Growler) ist das neueste Boden-Luft-Raketensystem mit langer und mittlerer Reichweite Russlands, das 2007 in Dienst gestellt wurde. Es ist für die Zerstörung von Flugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen ausgelegt und kann auch gegen Bodeneinrichtungen eingesetzt werden. Die S-400 kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 400 km und in einer Höhe von bis zu 30 km unter intensivem feindlichem Beschuss und Störfeuer bekämpfen. Die Türkei wurde aus dem F-35-Programm ausgeschlossen und ihre Verteidigungsbeamten wurden mit Sanktionen belegt, nachdem das Land vor zwei Jahren das russische Raketenabwehrsystem S-400 gekauft hatte. Die USA lehnen die Verwendung des russischen Systems durch NATO-Mitglieder strikt ab, da es eine Sicherheitsbedrohung für die F-35 darstelle. Die Türkei betont jedoch, dass die Komponenten des S-400 unabhängig eingesetzt werden könnten, ohne in NATO-Systeme integriert zu werden, und stellten daher kein Risiko dar. Die Türkei besteht darauf, dass sie gezwungen wurde, das russische System zu kaufen, nachdem Washington sich geweigert hatte, ihm das US-Patriot-System zu verkaufen. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu kritisierte die Position der USA zu dem Geschäft und wies darauf hin, dass Ankara das Raketensystem brauche. „Wenn die Vereinigten Staaten wollen, dass die Türkei Waffen von ihnen kauft, sollten sie diese zu vernünftigen Preisen und mit besseren Bedingungen anbieten“, so Cavusoglu. Die USA sanktionierten die Türkei für den Kauf im Rahmen eines Gesetzes von 2017, das den russischen Einfluss zurückdrängen soll. Es war das erste Mal, dass das als CAATSA bekannte Gesetz zur Bestrafung eines Verbündeten der USA eingesetzt wurde. Bei den Gesprächen Erdogans mit Putin im Schwarzmeerort Sotschi ging es um Schritte zur Vertiefung der Verteidigungszusammenarbeit zwischen der Türkei und Russland, einschließlich Partnerschaften für Flugzeugtriebwerke, Kampfjets und U-Boote, sagte der türkische Staatschef. Russland könnte sich auch am Bau des zweiten und dritten türkischen Kernkraftwerks sowie einer Weltraumstartplattform beteiligen, sagte er. Erdogan war nach Sotschi gereist, um die Lage in Syrien zu erörtern, wo die Türkei und Russland in dem Konflikt gegnerische Seiten unterstützen. Russland ist der wichtigste Verbündete der syrischen Regierung, während die Türkei Gruppen unterstützt, die für den Sturz des syrischen Präsidenten Bashar Assad gekämpft haben. Russische und türkische Truppen haben jedoch in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib – dem letzten Rückzugsgebiet der Rebellen – und bei der Suche nach einer politischen Lösung im Land zusammengearbeitet. Erdogan sagte, er und Putin seien übereingekommen, weiterhin zusammenzuarbeiten, um die Ruhe in Idlib wiederherzustellen.

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Russland und die Türkei wollen bald eine neue Vereinbarung über die Lieferung von S-400 treffen. Nach Angaben des Geschäftsführers des staatlichen Waffenexporteurs Rosoboronexport, Alexander Mikheyev, gehen die Konsultationen weiter und befinden sich in der Endphase.

Russland und Türkei unterzeichnen bald Abkommen für weitere S-400-Raketensysteme