Online-Meeting
Föderation der Westthrakien-Türken veranstaltet Zoom-Meeting

Dortmund – Die Föderation der Westthrakien-Türken in Europa (ABTTF) veranstaltet am Donnerstag ein Zoom-Meeting unter dem Titel „Fakten in unserem Land – Ist das Vertragsverletzungsverfahren der nächste Schritt in der Fallgruppe des Bekir Usta Rechtsstreits?“ Das Online-Meeting soll laut Veranstalter am kommenden Donnerstag den 10 März um 16 Uhr deutscher Zeit durchgeführt werden. In den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gingen griechische Behörden dazu über Vereine, die in ihrem Namen den Begriff Türkisch trugen, vor Gericht verbieten zu lassen. Gastredner des Online-Meetings Rechtsanwalt Ilker Çavuşoğlu Die zivilgesellschaftlichen Institutionen, die von einem Verbot betroffen waren, hießen unter anderem die Türkische Union von İskeçe/Xanthi, der Kulturverein der türkischen Frauen im Bezirk Rodop, der Jugendverein des Bezirks Meriç der Minderheit usw. Gastredner des Gesprächs ist der juristische Berater und Anwalt des Rechtsstreits Bekir Usta, Ilker Çavuşoğlu. Mit Rechtsanwalt Ilker Çavuşoğlu soll das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) von 2008 erörtert, bei dem das hohe Gericht Griechenland wegen Rechtsverstößen gegen die Vereinigungsfreiheit rechtskräftig verurteilte und eine juristische Bewertung vornehmen. Athen weigert sich seit 14 Jahren die entsprechenden Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte umzusetzen. Ferner soll der weitere nationale Rechtsweg der türkischen NGO in Griechenland besprochen und diskutiert werden. Die Teilnahme ist entgeltfrei. Teilnehmer können das Online-Meeting in englischer Sprache verfolgen.
Facebook: Facts About our Country: Is the Infringement Procedure Next Step in Bekir Ousta Group of Cases? Kemal Bölge/Dortmund  

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– Istanbul-Treffen – Griechenland: Mitsotakis kündigt Türkei-Besuch an

Premierminister Kyriakos Mitsotakis wird am Sonntag, den 13. März, in Istanbul mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammentreffen.

Griechenland: Mitsotakis kündigt Türkei-Besuch an
   

Türkei-Besuch
Ukraine-Konflikt: Bundeskanzler Scholz trifft Erdogan

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Ankara/Berlin – Bundeskanzler Olaf Scholz wird am 14. März zu einem eintägigen Besuch in die Türkei reisen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, wird der Kanzler mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zusammenkommen. Bei dem Treffen sollen diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine erörtert werden. Bei seinem ersten offiziellen Besuch der Türkei seit seinem Amtsantritt am 8. Dezember 2021 sollen mit Erdogan zudem die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie regionale Themen auf der Tagesordnung stehen. Kemal Bölge

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Ukraine-Krise
McAllister: EU-Beitritt von Ukraine noch „ein weiter Weg“

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Berlin – Der Vizepräsident der EVP im Europaparlament, David McAllister (CDU), schließt aus, dass die Ukraine schnell in die EU aufgenommen werden kann. McAllister sagte am Mittwoch im Inforadio vom rbb, für die EU-Mitgliedschaft gebe es ein klar geregeltes, mehrstufiges Verfahren. Er reagierte damit auf die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach einem Eilverfahren. McAllister: „Am Ende muss ein Land alle sehr anspruchsvollen wirtschaftlichen, finanziellen, politischen, rechtlichen Kriterien erfüllen. Die Europäische Union ist mit der Ukraine eng verbunden, viel enger als mit jedem anderen Land der östlichen Partnerschaft, aber vor uns liegt eben noch ein weiter Weg.“ Laut McAllister geht es jetzt erst einmal darum, darauf hinzuarbeiten, dass der Ukraine der Status eines EU-Beitrittskandidaten zuerkannt wird: „In der Zwischenzeit sollten wir uns darauf konzentrieren, zu überlegen, wenn dieser grausame Krieg vorbei ist, wie wir das Land nach dem Vorbild des Assoziierungsabkommens näher an die Europäische Union binden können. Dazu gehört beispielsweise, die Integration des Landes in den EU-Binnenmarkt voranzubringen. Kurzfristig geht es jetzt aber darum, die Ukraine politisch, finanziell, wirtschaftlich und militärisch in dieser dramatischen Lage zu unterstützen.“ Der CDU-Europaabgeordnete rief zu weiteren diplomatischen Bemühungen auf, um „dem russischen Überfall auf die Ukraine Einhalt zu gebieten und eine friedliche Lösung zu finden“. „Die kriegerischen Handlungen müssen sofort beendet werden, die russischen Truppen müssen aus der Ukraine abgezogen werden, das russische Kriegsgerät muss aus der Ukraine abgezogen werden“, so McAllister. Verantwortlich dafür sei ausschließlich der russische Präsident Wladimir Putin, betonte der CDU-Politiker. „Und deshalb gehen alle unsere Appelle in Richtung russischer Führung, aufzuhören mit diesem wahnsinnigen Krieg, der vollkommen ungerechtfertigt und unprovoziert erfolgt ist. Es handelt sich hier um eine lang geplante kriegerische Invasion. Das ist der massivste Bruch des Völkerrechts in Europa seit 1945.“ Dafür nannte McAllister neben Putin auch seinen Verbündeten Belarus als Mitschuldigen: „Wir sollten aber auch hervorheben, dass dieser Krieg in dieser jetzigen Form mit dem Angriff auf Kiew auch nur möglich war, weil Belarus ebenso eine Verantwortung trägt. Und deshalb wird auch Diktator Lukaschenko in Minsk für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden müssen.“

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Türkische Kampfdrohnen haben sich auch im aktuellen Ukraine-Konflikt als äußerst effektiv erwiesen. Medienberichten zufolge hat Kiew nun den Erwerb von weiteren Drohnen aus der Türkei angekündigt.

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Nordzypern
Lefkoşa: Zorlu Töre neuer Parlamentspräsident

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Lefkoşa – Die Abgeordneten des Parlaments in Nordzypern haben in einer Plenarsitzung Zorlu Töre zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Der 1956 in Akhisar/Larnaka geborene Politiker der Nationalen Einheitspartei (UBP) erhielt im fünften Wahlgang 27 von insgesamt 50 Sitzen des Parlaments. Dagegen stimmten 21 Abgeordnete, zwei Parlamentarier enthielten sich. Unmittelbar danach leistete Töre seinen Amtseid auf die Verfassung der TRNC. Nach seiner Wahl bedankte sich der neue Parlamentspräsident bei den Abgeordneten für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. Es sei ihm, so Töre, eine große Ehre zum Parlamentspräsidenten Nordzyperns gewählt worden zu sein. Der Delegierte aus Lefkoşa schaffte es bei den vorgezogenen Parlamentswahlen zum drittel Mal ins Parlament. Unter der Regierung von Ministerpräsident Irsen Küçük hatte Töre das Landwirtschaftsressort geleitet. Nach dem Abitur studierte Töre von 1974-1979 an der Çukurova-Universität in Adana Agrarwissenschaften, dass er als Agraringenieur abschloss. Bei den Parlamentswahlen 2018 wurde er Abgeordneter der Nationalen Einheitspartei und im Februar des gleichen Jahres zum stellvertretenden Parlamentspräsidenten bestimmt. Der Vater von fünf Kindern spricht fließend Englisch und Griechisch. Fazilet Özdenefe Vize-Parlamentspräsidentin Zur neuen Vize-Parlamentspräsidentin wählte das Parlament die Abgeordnete der oppositionellen Republikanisch-Türkischen Partei (CTP), Fazilet Özdenefe. Die 42-Jährige erhielt bei der Wahl 28 Stimmen. Mit Nein stimmten 18 Abgeordnete bei einer Enthaltung und zwei ungültigen Stimmen. Özdenefe erklärte nach ihrer Vereidigung, dass ein Parlament vor allem ein Haus der Demokratie wäre. Eine Demokratie zu verteidigen sei die Aufgabe aller Abgeordneten. Das Parlament gehöre keinem Individuum, sondern dem Volk. Dieses Volk werde sowohl seine Demokratie als auch sein Parlament verteidigen. Daran sollte, so Özdenefe, niemand Zweifel hegen. Die 1980 in Lefkoşa geborene Özdenefe schloss ihr Abitur am „Türk Maarif Koleji“ ab und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Großbritannien, das sie 2001 an der Warwick Universität abschloss. Nach dem Studium und dem Referendariat machte sie sich selbstständig und arbeitete in ihrer eigenen Kanzlei in Girne als Rechtsanwältin. Bei den letzten Parlamentswahlen schaffte sie es ebenfalls zum dritten Mal ins Abgeordnetenhaus und spricht fließend Englisch und verfügt über mittelmäßige Deutschkenntnisse. Kemal Bölge

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Am letzten Wochenende fand anlässlich des 30. Jahrestages des Chodchali-Massakers in Berg-Karabach eine internationale Konferenz an der Amerikanischen Universität in Girne statt.

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Los Angeles
Angriff auf türkisches Bistro: Haftstrafen für US-Armenier

Los Angeles – Im Zusammenhang mit dem Angriff auf ein türkisches Restaurant in Los Angeles im November 2020 wurden zwei US-Bürger armenischer Herkunft zu Haftstrafen verurteilt. Der 23-jährige William Stepanyan aus Glendale wurde nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft für den Central District of California zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der zweite Angeklagte,  Harutyun Harry Chalikyan (24), erhielt eine Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Die Männer wurden außerdem zu einer Entschädigungszahlung von 21.000 Dollar verurteilt, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Laut Anklageschrift sagte Stepanyan in einer Telefonnachricht am 4. November, dass er plane, „auf Türkenjagd“ zu gehen. Kurz darauf nahmen er und Chalikyan an einer Kundgebung mit anderen armenischen Amerikanern in Glendale teil, die sich auf den Konflikt in Bergkarabach bezog. Im Anschluss an die Kundgebung fuhren die Angeklagten und mindestens neun weitere Personen zu dem Restaurant, das sie auswählten, „weil sie das Restaurant als symbolisch für die Türkei betrachteten und glaubten, dass türkische Personen anwesend sein würden“, so die Staatsanwaltschaft. Dort seien Stepanyan und Chalikyan in das Restaurant gestürmt und griffen Eigentümer und Besucher an. Die beiden Verdächtigen, die während des Angriffs Masken trugen, sollen Stühle nach den Opfern geschleudert haben, während sie abfällige Beleidigungen über Türken riefen. Während des Angriffs hätten einer oder beide Angeklagte „Wir sind gekommen, um euch zu töten! Wir werden euch töten!“, geschrien. Vier der fünf Opfer waren türkischer Abstammung, darunter eine Person, die das Gefühl in den Beinen verlor und aufgrund der Verletzungen mehrfach zusammenbrach, so die Anklageschrift. Der Angriff am 4. November 2020 hatte nach Angaben der Behörden seine Wurzeln in einer „historischen Feindschaft zwischen der Türkei und Armenien“. Die Spannungen zwischen den türkischen und armenischen Gemeinschaften weltweit flammten im September 2020 auf, als die Türkei Aserbaidschan in seinem Grenzkrieg mit Armenien unterstützte. Die armenische Community in Los Angeles ist eine der größten in den USA. Laut BBC lebten im Jahr 2016 200.000 Armenier in Los Angeles.

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Heß: „Der vorzeitige Tod des großen armenischen Friedensaktivisten Georgi Vanyan, der als einer der ganz wenigen Armenier die Realität des Verbrechens von Chodschali anerkannt hatte, ist ein herber Rückschlag für die um Frieden und Aussöhnung zwischen Armeniern und Aserbaidschanern Bemühten gewesen.“

Zum 31. Jahrestag des Massenmords von Chodschali

Ukraine-Konflikt
Hardt: Putin wird scheitern

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Bonn – Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, zeigte sich im phoenix-Interview überzeugt, dass Wladimir Putin mit seinem Angriffskrieg die Annäherung der Ukraine an die Europäische Union vorangetrieben habe und dass der Kremlchef letztlich auch scheitern werde. „Putin hat, anders als erwartet, die Menschen nicht weggebracht von der Europäischen Union, sondern im Gegenteil, den Wunsch, westlich zu leben, demokratisch zu leben, gerade noch gestärkt. Und das ist sein großer Fehler, seine große Lebenslüge und daran wird Putin am Ende des Tages auch scheitern“, sagte Hardt. Eine „freie und demokratische“ Ukraine habe mittel- und langfristig eine Perspektive, EU-Mitglied zu werden. Trotzdem sei es auch in dieser Situation wichtig, dass die EU die notwendige Sorgfalt beim Beitrittsprozess walten lasse. „Ich glaube nicht, dass wir von den Anforderungen der EU an den Maßstab für die Beitrittsfähigkeit eines Landes Kompromisse machen können“, sagte Hardt. Dennoch sei er überzeugt, dass es schneller gehen könne als in früheren Beitrittsverfahren, die zum Teil Jahrzehnte andauerten. Die EU stelle bereits jetzt viel Geld für die ukrainische Wirtschaft zur Verfügung, und wenn das Land „tatsächlich ein freies und demokratisches bleibt, was wir alle hoffen, dann werden diese Hilfen mit Sicherheit intensiviert werden und die Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine werden enger“, so Hardt. Dafür habe Putin mit seinem Angriff gesorgt. „Eine der großen Erfahrungen Russlands muss ja sein, dass die Menschen in der Ukraine nicht von Moskau aus regiert werden möchten. Das ist eine katastrophale Fehleinschätzung des Kreml gewesen und diese Fehleinschätzung wird sich auf mittlere und lange Sicht für Putin brutal rächen. Ich glaube nicht, dass er das politisch überlebt“, bekräftigte Hardt.

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Die türkische Regierung wird laut Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag in Antalya ein Treffen zwischen den Außenministern Russlands und der Ukraine ausrichten.

Türkei: Russisch-ukrainisches Treffen in Antalya

Ukraine-Konflikt
Türkei: Russisch-ukrainisches Treffen in Antalya

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Ankara – Die türkische Regierung wird laut Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag in Antalya ein Treffen zwischen den Außenministern Russlands und der Ukraine ausrichten. Cavusoglu kündigte am Montag ein Dreiertreffen mit der Ukraine und Russland an, das noch in dieser Woche im Rahmen des Antalya Diplomacy Forum stattfinden soll. Beide Seiten hätten zugestimmt und würden am 10. März in Antalya erwartet, sagte Cavusoglu am Montag. „Auf Initiative von Präsident Erdogan und aufgrund unserer intensiven diplomatischen Bemühungen haben die Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, und der Ukraine, Dmytro Kuleba, beschlossen, sich mit mir am Rande des Antalya-Diplomatie-Forums zu treffen. Ich hoffe, dass dieser Schritt zu Frieden und Stabilität führen wird“, so Cavusoglu während einer Pressekonferenz. Erdogan habe seit Beginn des Krieges „insgesamt 19 Telefonate mit seinen Amtskollegen geführt“. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sakharova, bestätigte am Montag, dass Lawrow und Kuleba „ein Treffen“ in Antalya planen. Das Treffen sei von  Erdogan und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei ihrem jüngsten Telefongespräch vereinbart worden. Ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums sagte der Nachrichtenagentur Unian: „Die Möglichkeit eines solchen Treffens wird geprüft.“ Die Türkei sei bereit, so bald wie möglich zu einer friedlichen Lösung der Ukraine-Krise beizutragen, so Erdogan in einer Erklärung. Die Türkei hatte sich im Ukraine-Konflikt immer wieder als Vermittler angeboten.

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USA und Verbündete bereiten sich laut einem Bericht der Washington Times im Stillen auf eine ukrainische Exilregierung und einen langen Aufstand vor.

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Istanbul-Treffen
Griechenland: Mitsotakis kündigt Türkei-Besuch an

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Ankara/Athen – Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis wird am kommenden Sonntag (13. März) zu einem eintägigen Arbeitsbesuch in die Türkei reisen. Dort wird Mitsotakis mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zusammentreffen, um mit diesem über den Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen, regionale Themen sowie die türkisch-griechischen Beziehungen zu sprechen. Das Gespräch der beiden Spitzenpolitiker soll in Istanbul stattfinden, wo Mitsotakis auch an einem gemeinsamen Gottesdienst mit dem Patriarchen der griechisch- orthodoxen Kirche in Istanbul, Bartholomeos I., teilnehmen soll. Der türkische Präsident Erdoğan und der griechische Ministerpräsident Mitsotakis wollen sich Medienberichten zufolge zu einem gemeinsamen Mittagessen treffen. Kemal Bölge

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Während Politiker und zahlreiche Medien auf beiden Seiten auf Spannung setzen, möchte die Wirtschaft die Beziehungen stärken. Besonders der Tourismussektor bietet zahlreiche Möglichkeiten.

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Corona-Pandemie
Gesundheitspolitiker fordern repräsentative Corona-Studien

Köln –  Gesundheitsexperten von Union und Linken haben von der Bundesregierung neue Studien zur Entwicklung der Corona-Pandemie gefordert. „Es sollte mehr repräsentative Erhebungen geben, um einen konkreten Überblick zum Infektionsgeschehen zu erlangen“, sagte Tino Sorge (CDU), gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, der Kölnischen Rundschau. „Solide Daten sind eine unverzichtbare Entscheidungsgrundlage, um über Eindämmungsmaßnahmen zu entscheiden.“ Linken-Gesundheitsexpertin Kathrin Vogler kritisierte, Deutschland bleibe weit hinter seinen Möglichkeiten als einer der führenden Forschungsstandorte der Welt zurück. Die PCR-Testkapazitäten seien zu gering, bei der Sequenzierung von Virusvarianten trage Deutschland die „rote Laterne“. „Studien, die etwa einen repräsentativen Teil der Bevölkerung regelmäßig mit dem PCR-Verfahren testen würden, könnten einen Beitrag dazu leisten, das Infektionsgeschehen besser einschätzen und verstehen zu können.“ Dagegen meinte AfD-Gesundheitsexperte Martin Sichert, solche Erhebungen hätten beim Beginn der Pandemie Sinn gehabt, jetzt sei es zu spät. Gesundheitsexperten der Ampel-Koalition äußerten sich in einer Umfrage der Zeitung nicht. Der Kölner Statistiker Gerd Bosbach machte in der Kölnischen Rundschau konkrete Vorschläge für repräsentative Erhebungen mit 20 000 Teilnehmern. Er kritisierte, dass im Corona-Expertenrat der Bundesregierung kein Statistiker sitze. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), dessen Haus nicht auf die Frage nach repräsentativen Studien reagierte, warnte unterdessen vor einer möglichen Corona-Sommerwelle.

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Präsident Sager: Große Impflücke erzwingt stufenweises Vorgehen – Eindringlicher Booster-Appell.

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Energiepolitik
Kernkraftwerke: Laufzeitverlängerung nicht einfach und schnell umsetzbar

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Im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise und den daraus resultierenden Risiken hinsichtlich der Versorgungssicherheit mit Energie in Deutschland empfiehlt der VDI, den Ausbau der Erneuerbaren Energien und von Energieeffizienz massiv zu beschleunigen. Kurzfristig sollten mit Hilfe von Erdgas aus anderen Ländern die Gasspeicher aufgefüllt und bereits in Reserve befindliche Kohlekraftwerke für einen überschaubaren Übergangszeitraum genutzt werden. Diese Empfehlung erfolgt vor dem Hintergrund, dass derzeit über eine Verlängerung des Betriebs der drei noch aktiven Kernreaktoren Isar 2, Emsland und Neckarwestheim über den 31.12.2022 hinaus diskutiert wird. „Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage ist die Versorgungssicherheit auf einer kurzfristigen Zeitschiene bis nächsten Winter mit Hilfe von Alternativen zu russischen Energieimporten zu gewährleisten. Die Laufzeitverlängerung der deutschen KKW ist dafür keine Option,“ so die Einschätzung des Vorsitzenden der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt, Dr. Jochen Lambauer. Aus Sicht des VDI muss die Frage der Versorgungssicherheit aufgrund der derzeitigen geopolitischen Situation zwar tatsächlich dahingehend gelöst werden, dass Deutschland bis spätestens nächsten Winter unabhängiger von russischen Energieimporten sein muss. Allerdings würde eine Verlängerung des Betriebs der drei Kernkraftwerke eine Herausforderung in technischer, organisatorischer und regulatorischer Hinsicht darstellen, da:
  • die Betreiber die Reaktoren so gefahren haben, dass die Brennelemente bei einem Betrieb über die vorgesehene Laufzeit ausgetauscht werden müssen. Für die Beschaffung und Einsatzplanung neuer Brennelemente benötigt man unter normalen Umständen 18 bis 36 Monate.
  • die Personalplanungen im Hinblick auf das Ende der Laufzeit am 31.12.2022 so gestaltet wurden, dass über Regelungen zu Vorruhestand und Altersteilzeit bereits jetzt und insbesondere nach diesem Termin ein signifikanter Teil des Betriebs- und Schichtpersonals abgebaut werden. Inwieweit und bis wann vertragliche Änderungen oder Personalverschiebungen aus anderen Anlagen einschließlich notwendiger Aus- und/oder Weiterbildung möglich sind, wäre zu klären.
  • die für einen sicheren Betrieb über den 31.12.2022 hinaus notwendigen Anlagenrevisionspläne erst ausgearbeitet werden müssen und zurückgestellte nicht- sicherheitsrelevante Prüfungen, Instandhaltungsarbeiten sowie Um- und Nachrüstprojekte nachgeholt werden müssen.
  • die für die technischen Arbeiten notwendigen Dienstleister und Lieferanten ihrerseits im Hinblick auf den Stichtag 31.12.2022 ihre Kapazitäten entsprechend reduziert haben bzw. planen, diese zu reduzieren.