New York
Mamdani nennt Netanjahu „Architekt eines schrecklichen Völkermordes“

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani nennt Israels Premier Netanjahu den „Architekten eines Völkermordes“ und erhält Rückhalt von US-Juden.

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New York – Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat seine Kritik an der israelischen Regierung drastisch verschärft. In einem viel beachteten Interview bezeichnete er den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu als „Architekten eines schrecklichen Völkermordes“.

Mamdani äußerte sich in einem Interview im Podcast This Past Weekend sichtlich emotional über die anhaltende Gewalt im Nahostkonflikt. „Wenn Sie mich nach Netanjahu fragen, dann sprechen wir über den Architekten eines schrecklichen Völkermordes“, so der Bürgermeister wörtlich.

Kritik an anhaltendem Militäreinsatz trotz Waffenstillstandsdebatten

Der New Yorker Politiker zog in diesem Zusammenhang die internationalen Bemühungen um eine Befriedung der Region in Zweifel. Während weltweit über einen Waffenstillstand verhandelt werde, halte das Sterben der Zivilbevölkerung unvermindert an.

Als konkretes Beispiel führte Mamdani einen Vorfall an, bei dem das israelische Militär im Gazastreifen einen elfjährigen palästinensischen Jungen getötet habe – und das in einem Gebiet, das offiziell als humanitäre Schutzzone ausgewiesen war.

„Das geht immer weiter“, betonte Mamdani mit Blick auf die fortlaufenden Militäroperationen.

Rückhalt von jüdischen Gruppen in den USA

Während Netanjahu bei seinem UN-Auftritt Ende September behauptete, unter Mamdani würden sich Juden in New York „nicht mehr sicher fühlen“, formiert sich in den USA deutliche jüdische Unterstützung für den Bürgermeister. Progressive jüdische Organisationen weisen Netanjahus Vorwürfe entschieden zurück.

Aktivisten der Organisation Jewish Voice for Peace (JVP), die parallel zu Netanjahus UN-Rede massive Blockaden und Proteste in New York organisierten, sprachen Mamdani ihr Vertrauen aus. Sie betonten, dass die Kritik an der israelischen Kriegsführung notwendig sei und nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden dürfe.

Auch die landesweite progressive jüdische Vereinigung Bend the Arc: Jewish Action stellte sich hinter den Bürgermeister. Die Organisation erklärte, dass Mamdanis Vision einer multireligiösen und multikulturellen Koalition der beste Schutz gegen Hass und Faschismus sei.

Unterstützer aus der jüdischen Gemeinde hoben hervor, dass Mamdanis Fokus auf bezahlbaren Wohnraum und soziale Gerechtigkeit für viele jüdische New Yorker oberste Priorität habe, während Netanjahu versuche, von der Verantwortung für die humanitäre Katastrophe in Gaza abzulenken.

Zuspitzung einer monatelangen Debatte

Die jüngsten Äußerungen markieren einen vorläufigen Höhepunkt in den Spannungen zwischen dem New Yorker Rathaus und der israelischen Führung. Bereits im Juli hatte Mamdani Netanjahu als „Kriegsverbrecher“ bezeichnet und die US-Regierung aufgefordert, die Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) zu vollstrecken.

Um den Vorwürfen konservativer Rabbiner entgegenzuwirken, stellte Mamdani zeitgleich einen millionenschweren kommunalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Antisemitismus vor, der unter anderem den Schutz von Synagogen finanziert. Mamdani stellte jedoch klar, dass seine Pflicht zum Schutz jüdischer Bürger in New York nichts an seiner scharfen Verurteilung der israelischen Regierungspolitik ändern werde.

 


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