Essen – Die FDP-Fraktion im NRW-Landtag hat sich für eine weitgehendere Lockerung der Corona-Quarantäneregeln ausgesprochen.
„Ich würde mir persönlich noch mehr Mut wünschen. Wer symptomfrei ist, sollte sich bereits nach drei Tagen freitesten können“, sagte Fraktionschef Christof Rasche der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Dies sei ein Mittelweg zwischen den im europäischen Vergleich sehr strengen deutschen Regeln und der in einigen Ländern bereits geltenden Praxis, auf Quarantäne zu verzichten.
„Über nächste Schritte bis zur völligen Aufhebung der Quarantäneregeln sollten wir zügig sprechen und die Entwicklung auch in den Nachbarländern aufmerksam beobachten“, forderte Rasche weiter. Das Bundesgesundheitsministerium hat den Ländern vorgeschlagen, die Dauer der Absonderungen generell auf fünf Tage zu verkürzen. Zudem soll Infizierten empfohlen werden, freiwillig Kontakte zu reduzieren und nach fünf Tagen wiederholt Tests zu machen.
Bislang dauert die Isolation in der Regel zehn Tage und kann mit einem negativen Test frühestens nach sieben Tagen beendet werden. Dies hatte trotz oftmals milder Krankheitsverläufe zu erheblichen Personalausfällen auch in der kritischen Infrastruktur geführt. Rasche lobte, dass sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und das Robert-Koch-Institut (RKI) nun neu positionierten: „Es ist gut, dass sich Gesundheitsminister Lauterbach und das RKI bei der Quarantäne bewegen.“
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Soziale Netzwerke in Corona-Krise Umschlagplatz für gefährliche Desinformation
Soziale Netzwerke und Messengerdienste spielen eine wichtige Rolle für die politische Meinungsbildung in der digitalisierten Gesellschaft. Doch gerade in der Corona-Krise sind sie zunehmend zu einem Umschlagplatz für gefährliche Desinformation und Verschwörungerzählungen geworden.
Berlin – Verbraucher müssen damit rechnen, dass Brot und Brötchen noch teurer werden. Die steigenden Personal-, Rohstoff- und Energiekosten „zwingen die Bäckereien dazu, ihre Kalkulation zu überprüfen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Daniel Schneider, dem „Tagesspiegel„.
Von Preisen wie zehn Euro für ein Brot, die aus den Reihen des Bauernverbands genannt worden waren, sei man „aber noch ein gutes Stück entfernt“, betonte Schneider. Zudem rechnet der Verband damit, dass sich der Wettbewerb zwischen handwerklichen Bäckern und industriell arbeitenden Betrieben weiter verschärft.
Neben den steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe machen den Bäckern vor allem die höheren Personalkosten zu schaffen. Diese sind schon durch den neuen Mindestlohn im Januar gestiegen, im Oktober steht eine weitere Anhebung auf zwölf Euro in der Stunde an.
Das, so Schneider, führe insgesamt zu steigenden Löhnen, da auch die Löhne für die Fachkräfte im Bäckerhandwerk erhöht werden müssten, um den Abstand zu ungelernten Kräften zu wahren.
Darunter litten vor allem die Handwerksbäcker. Der Wettbewerb mit den industriell produzierten „Käfigbrötchen“ werde sich verschärfen, fürchtet Schneider. „Die Industrie spürt, weil es eben keine Handarbeit ist, den Druck aus den Personalkosten nicht.“
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Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent
Die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya sind seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges in die Höhe geschnellt, da Russen und Ukrainer, die aus ihren Ländern fliehen mussten, dort Immobilien erwerben.
Budapest – Bei der Ringer-EM in Ungarn hat der türkische Freistil-Ringer Taha Akgül im Schwergewicht am Mittwoch Gold gewonnen und wurde somit zum neunten Mal Europameister.
Olympiasieger Akgül setzte sich in der ungarischen Hauptstadt Budapest in der Klasse bis 125 kg Freistil gegen seinen georgischen Gegner Geno Petriashvili mit 5:2 durch und holte sich seinen neunten EM-Titel.
Mit 141 Punkten und sechs Medaillen beendete die Türkei das Turnier als Zweiter hinter Aserbaidschan, das 159 Punkte und sieben Medaillen holte.
Akgül does it again!! 🥇
Taha Akgül defeats Georgia’s Geno Petriashvili 5-2 in the freestyle 125kg final at the European Wrestling Championships.
That’s a NINTH European title for our European, World and Olympic champion wrestler Taha Akgül
Congrats! 👏🇹🇷 pic.twitter.com/zTG9ycTN1w
Baku – Heute vor 104 Jahren, am 31. März 1918, verübten russische Bolschewiki und armenische Milizen in Baku und in anderen Städten Aserbaidschans zahlreiche Massaker an aserbaidschanischen Zivilisten, bei dem nach offiziellen Angaben alleine in der Hauptstadt Baku 12.000 und insgesamt mehr als 50.000 unschuldige Menschen zum Opfer fielen. Die Massaker gingen als „März-Ereignisse“ in die Geschichte ein.
Von März – April 1918 wurden durch Gewaltexzesse in Baku, Schemacha, Guba, Mugan und Lenkoran mehrere Zehntausend Aserbaidschaner bestialisch getötet. Systematisch wurden in Schemacha 53 Dörfer, im Kreis Guba 167, in Berg-Karabach 150, in Sangesur 115, in der Region Eriwan 211 und in Kars 92 Ortschaften vollkommen zerstört.
Der ethnische Armenier Stepan Shaumian, der außerordentlicher Kommissar für den Kaukasus war, gab zu, dass 6.000 bewaffnete Soldaten des Baku-Sowjets und 4.000 Mitglieder der Dashnaksutjun-Partei an den Massakern gegen das aserbaidschanische Volk beteiligt waren. [«Шаумян С.Г Избранные произведения», том 2, Москва 1978, стр. 259-260]
Seit 1998 gedenkt die aserbaidschanische Bevölkerung am 31. März als Gedenktag der Toten von vor 104 Jahren, das sich tief in das Bewusstsein des aserbaidschanischen Volkes eingegraben hat.
Die 1890 in Tiflis gegründete Armenische Revolutionäre Föderation (ARF) der Daschnaken, die für die Ermordung von Zehntausenden von türkischen und aserbaidschanischen Zivilisten verantwortlich gemacht wird, nutzte den Ersten Weltkrieg und die russische Oktoberrevolution von 1917, um unter dem Vorwand „revolutionärer Ideen“ ein Großarmenien zu gründen.
Unter dem Deckmantel der „Bekämpfung konterrevolutionärer Elemente“, entwickelte das Bakuer Sowjet einen Plan, das von Armeniern dominiert wurde, die die Eliminierung der aserbaidschanischen Bevölkerung in der Provinz Baku vorsah. In der aserbaidschanischen und türkischen Geschichtswissenschaft hat sich der Begriff Mezalim als Fachtermini durchgesetzt, das massenhafte Gewaltverbrechen an Zivilisten umschreibt und auch für den Genozid vom 31. März 1918 benutzt wird.
Die Regierung Aserbaidschans richtete 1918 eine außerordentliche Untersuchungskommission ein, um die schweren Verbrechen zu untersuchen. Die Untersuchungskommission bestand aus verschiedenen Nationalitäten – Russen, Juden, Polen, Georgiern und sogar Armeniern. Sie hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Beweise zu diesen Ereignissen zu bewahren und die Weltgemeinschaft über diese Gräueltaten zu informieren.
Die Untersuchungskommission leitete auf der Grundlage der Beweise Strafverfahren gegen 194 Personen ein, denen verschiedene Verbrechen gegen die friedliche Bevölkerung vorgeworfen wurden. 24 Personen in Baku und etwa 100 Personen in Shamakhi wurden damals festgenommen.
Am 26. März 1998 unterschrieb der damalige Präsident der Republik Aserbaidschan, Heydar Aliyev das Dekret „Über den Völkermord an den Aserbaidschanern“. Mit diesem Erlass wurde der 31. März offiziell zum Tag des Genozids an den Aserbaidschanern erklärt.
Kemal Bölge/pka
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– Schwarzer Januar –
20. Januar 1990: Der Tag, an dem die Sonne in Aserbaidschan nicht aufging
Einunddreißig Jahre sind seit den Ereignissen des 20. Januar 1990 vergangen, die in die Geschichte des aserbaidschanischen Volkes als die Tragödie des blutigen Januars eingegangen sind.
Die Niedrigzinsphase scheint sich dem Ende zuzuneigen. Seit einigen Wochen steigen die Zinsen für Baudarlehen rapide an.
Wer jetzt eine Wohnung kauft, muss für die Darlehensrückzahlung mehrere hundert Euro pro Monat mehr bezahlen als noch Anfang des Jahres. Eine immoweltAnalyse zeigt für die 14 größten deutsche Städte, wie stark sich die Annuitätenrate beim Kauf einer 80 Quadratmeter großen Bestandswohnungen erhöht hat.
Zinsanstieg von 1,38 Prozent Anfang Januar auf derzeit 2,05 Prozent: Die monatliche Belastung von Wohnungskäufern erhöht sich um bis zu 430 Euro
Am stärksten ist der Einfluss in den teuersten Städten. Bei Angebotspreisen von aktuell 764.000 Euro für eine 80-Quadratmeter-Wohnung in München und einer Tilgungsrate von 2,5 Prozent belief sich die monatliche Belastung Anfang des Jahres auf 2.470 Euro. Im Januar wurden 10-jährige Baudarlehen allerdings noch zu einem Zinssatz von 1,38 Prozent angeboten. Nur rund drei Monate später liegt dieser bereits bei 2,05 Prozent.
Das hat Folgen: Die Annuität erhöht sich auf 2.900 Euro, also 430 Euro mehr pro Monat. Für viele Deutsche dürfte der Traum von den eigenen vier Wänden dadurch nicht mehr leistbar sein. Denn aufgrund der hohen Kaufpreise waren bereits in der Vergangenheit viele Finanzierung mit wenig finanziellem Spielraum angelegt.
In München (430 Euro), Hamburg (300 Euro) und Frankfurt (290 Euro) sind die Mehrkosten am stärksten
In München sind die Mehrkosten am größten, da Immobilien mit Abstand am teuersten sind. Doch auch in den anderen Städten müssen Käufer jetzt deutlich mehr bezahlen. Wohnungskäufer in Hamburg mussten Anfang des Jahres noch 1.730 Euro für die eigene Wohnung zahlen, aktuell sind es schon 2.030 Euro. Das sind monatliche Mehrkosten von 300 Euro.
In Frankfurt fallen inzwischen 1.980 Euro monatlich an, was zusätzliche Kosten von 290 Euro sind. Auch in Stuttgart (250 Euro), Köln (240 Euro), Düsseldorf (230 Euro) und Berlin (220 Euro) steigt die Belastung deutlich.
Szenario: Über 1.000 Euro Mehrkosten bei 3 Prozent Zinsen
Es ist möglich, dass die Zinsen noch stärker steigen – vor allem dann, wenn die Europäische Zentralbank zusätzlich den Leitzins anheben sollte. So ist im Laufe des Jahres ein Zinssatz von 3 Prozent für Darlehen mit 10 Jahren Sollzinsbindung durchaus denkbar. Falls dieses Szenario eintritt, erhöht sich die Annuitätenrate nochmals deutlich. Für Käufer in München würde das Mehrkosten von 1.030 Euro pro Monat im Vergleich zum Januar dieses Jahres bedeuten. In Hamburg (720 Euro), Frankfurt (700 Euro) und Stuttgart (610 Euro) würde die Belastung auch stark steigen.
Bei monatlichen Kosten von über 2.000 Euro oder gar über 3.000 Euro im Fall von München dürfte die Nachfrage deutlich nachlassen. Denn immer weniger Deutsche können sich dann die hohen Kaufpreise gepaart mit den hohen Zinszahlungen leisten. Auch wer in der Vergangenheit gekauft und eine Anschlussfinanzierung benötigt, steht möglicherweise vor finanziellen Schwierigkeiten.
Wie stark der Einfluss der gestiegenen Zinsen auf die Immobilienpreise letztlich ist, bleibt abzuwarten. Es sind verschiedene Möglichkeiten denkbar: So könnte es sein, dass die Kaufpreise auf ein Plateau zusteuern und letztlich stagnieren. Je nachdem wie stark die Nachfrage aufgrund der mangelnden Finanzierbarkeit zurückgeht, kann es aber auch zu sinkenden Preise kommen. Besonders dann, wenn viele Anschlussfinanzierungen nicht mehr leistbar sind und Objekte verkauft werden müssen.
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Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent
Die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya sind seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges in die Höhe geschnellt, da Russen und Ukrainer, die aus ihren Ländern fliehen mussten, dort Immobilien erwerben.
Virtuelle Realität ist eine moderne Technologie, von der schon viele Bereiche und Gebiete des menschlichen Lebens geprägt sind. Virtuelle Realität wird in zahlreichen Branchen und Industrien eingesetzt wie zum Beispiel im Sport, Bildung, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Logistik, Medien und Unterhaltung.
Virtuelle Realität beeinflusst allerdings vor allem die Entertainment-Branche: Softwareentwickler integrieren VR-Technologien in moderne Spiele und Anwendungen. Man kann nicht nur interaktiv an Fussball Wetten online teilzunehmen, sondern auch ein immersives Spielerlebnis zu genießen
SPORT UND VIRTUELLE REALITÄT
Um das Sporterlebnis zu verbessern und eine große Zahl von Zuschauern anzulocken, arbeitet die Sportbranche mit vielen Softwareentwicklern zusammen und macht sich aktiv Gedanken über die Einführung von AR- und VR-Technologien. VR-Technologien ermöglichen die Übertragung von Live-Sportveranstaltungen.
Virtuelle Realität ermöglicht es Sportexperten und Fans auch, wichtige Echtzeitinformationen über das Stadion, den Tennisplatz, den Golfplatz usw. zu erhalten. Solche Informationen können viele Parameter wie Geschwindigkeit und Flugbahn des Balls, Wetterdaten, Biografie und Erfolgsbilanz des Spielers oder andere wichtige Informationen erfassen. Sicherlich kann die AR/VR-Technologie die Emotionen eines echten Zuschauers während eines Spiels nicht ersetzen, aber sie kann für viele eine gute Alternative dazu sein.
VIRTUELLE REALITÄT UND JOBSSUCHE
Und was ist mit Jobsuche? Metro-Goldwyn-Mayer bereitet sich auf die Eröffnung eines großen Unterhaltungskomplexes in Japan vor und wird eine neue Technologie zur Auswahl von Mitarbeitern einsetzen. Die Basis bilden Virtual-Reality-Headsets, mit denen die Atmosphäre am Arbeitsplatz mit all ihren Vor- und Nachteilen geschildert werden kann. Die Arbeitssuchenden können sich aus erster Hand ein Bild von allen Nuancen machen, bevor sie eine Entscheidung treffen.
Dieser Idee liegt ein Gedanken zugrunde, es müssen verschiedene Tricks angewandt werden, um Leute zur Arbeit zu locken. Die Arbeit mit Hotel- und Kasinogästen bedeutet viele schwierige Situationen, unangenehme Dialoge und die Notwendigkeit, widersprüchliche Kundenwünsche zu erfüllen. Und die neuen Mitarbeiter können damit alle Einzelheiten der neuen Jobs mit Hilfe der Virtual-Reality-Software lernen. Diese Technologie hat sich bereits in anderen Industrien bewährt, so dass man sich entschlossen hat, die auf die Personalabteilung auszuweiten.
AUSTRALIEN, VR UND SONDERPÄDÄGOGIK
Die Jackson School in Victoria, Australien, hat einen Weg gefunden, das Lernen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen einfacher und interaktiver zu gestalten. Sie benutzten ein Oculus-Rift-Headset, um bestimmte Lektionen zu visualisieren und den Kindern ein besseres Verständnis für das zu vermitteln, was sie lernen.
So können moderne Schulen für Schüler mit besonderen Bedürfnissen ihre therapeutischen Aktivitäten in der VR durchführen, wodurch sie mehr nützliche Informationen lernen können. Und diese Technologie wird langsam zum Mainstream.
VIRTUELLES LABOR UND VIRTUELLE REALITÄT
Einige Unternehmen bieten eine sichere Umgebung für die Erkundung von technischen Fächern an, indem die neuen virtuellen Labore für Praktikanten und Mitarbeiter schaffen. Auch Chemielehrer können von dieser Innovation stark profitieren. Indem die Schülerinnen und Schüler in einer sicheren virtuellen Umgebung frei an ihren Experimenten arbeiten können, können sich die Lehrkräfte stattdessen auf die Präsentation des Materials konzentrieren.
Virtuelle Realität kann auch den Schülern eine Möglichkeit geben, die Bildungseinrichtungen zu bewerten, für die sie sich interessieren. Einige Institutionen haben bereits damit begonnen, ihre eigenen Touren durch das VR-Gebiet anzubieten. Mit 360-Grad-Bildern und -Videos vom Campus können Studierende ganz einfach potenzielle Universitäten virtuell erkunden.
So kann die VR-Technologie, wie Sie sehen, in einer Vielzahl von Bildungsbereichen eingesetzt werden. Diese innovative Technologie kann Schülern, Lehrern und Schulen helfen, ein höheres Bildungsniveau zu erreichen. Die Technologie wird vielleicht nicht gleich morgen in jedem Klassenzimmer zum Einsatz kommen, aber in naher Zukunft kann es mit Sicherheit passieren.
SCHLUSSFOLGERUNG
Virtuelle Realität scheint enorme Vorteile für verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens zu bringen. So können zum Beispiel die Inhaber von Unterhaltungsunternehmen, die ein neues Publikum anziehen und ihre Interaktion verbessern möchten, Integration von neuen digitalen Technologien in bestehende Spiele in Betracht ziehen. Arbeitgeber können Ihre Unternehmen viel attraktiver für Arbeitssuchende machen. Sonderpädagogie profitiert davon auch. Virtuelle Realität ist also nicht mehr eine Zukunft, die ist ein Teil unserer Realität.
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– Videospiele –
Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen
Die Gaming-Industrie der Türkei wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Das Land will ihren Anteil an der weltweit 150 Milliarden Dollar schweren Industrie von derzeit einer Milliarde Dollar auf 10 Milliarden erhöhen.
Düsseldorf – Der Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM) hat einen weiteren juristischen Erfolg gegen das umstrittene Neu-Rechte Medium „Tichys Einblick“ erringen können.
„Wir hoffen mit diesem Schritt auch anderen muslimischen Vereinen Mut zu machen, keine juristische Auseinandersetzung zu scheuen“, so ein KDDM Vorstandsmitglied gegenüber NEX24.
Das Landgericht Frankfurt untersagte dem Onlinemagazin des Journalisten und Publizisten Roland Tichy bereits im Juli 2021 ein Vorstandsmitglied des KDDM als „mutmaßlich islamistischer Akteur“ zu bezeichnen und stufte die Bezeichnung als „eine rechtswidrige Meinungsäußerung“ ein, wie auch die NRZ berichtete. Im selben Artikel behauptete das Magazin fälschlicherweise zudem, dass Mitglieder der Gruppe vom Verfassungsschutz als extremistisch eingeschätzt würden.
Tichy war jedoch der Auffassung, dass sie nicht verpflichtet seien eine Richtigstellung abzudrucken. Das LG Frankfurt folgte nun der Rechtsauffassung der Rechtsanwälte und verurteilte Tichy zum Abdruck der Richtigstellung. Denn die Aussage sei „eine deutlich unwahre Tatsachenbehauptung, die auf eine erhebliche und fortdauernden Rufbeeinträchtigung für den KDDM abziele“. Das Landgericht Frankfurt teile insbesondere nicht die Auffassung der Gegenseite, wonach die aufgestellte Behauptung mehrere Interpretationsweisen zulasse und sie deshalb als Meinungsäußerung gewertet werden könne.
Hierzu die Anwaltskanzlei der KDDM:
Durch die Berichterstattung wurde das engagierte Mitglied des KDDM massiv in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt, weil über ihn identifizierend im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Islamismusvorwürfen berichtet wurde. Er ist jedoch, anders als durch das Online-Magazin behauptet, weder ein islamistischer Akteur noch steht er dieser Ideologie nahe. Vielmehr setzt er sich für Werte ein und vertritt eine Auffassung, die auch für gemäßigte Muslime als ungewöhnlich liberal bezeichnet werden kann.
Zudem setzt er sich auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung für interreligiöse Zusammenarbeit zwischen Christen, Juden und Muslimen ein – um bestehende wechselseitige Vorurteile abzubauen – sowie für die Förderung der Demokratie in Deutschland ein. Zahlreiche Medien berichten regelmäßig positiv über diese Bemühungen und das ehrenamtliche Engagement. Dies hindert Tichy jedoch nicht, dies falsch und verzerrt darzustellen.
In der NDR-Sendung Zapp „Wie Medien die Stimmung anheizen“ hat man sich u.a. mit Tichys Methoden kritisch auseinandergesetzt.
Shitstorm statt Debatte: Wie Medien die Stimmung anheizen | ZAPP
Corona, Klimawandel, Verkehrspolitik: Bei vielen Themen ist die Stimmung in den sozialen Netzwerken schnell aufgeheizt. Häufig kommt es zu Shitstorms und sogar zu Morddrohungen. Diese Polarisierung wird offenbar auch von einigen Medien befeuert. Vor allem von jenen, die sich bewusst als „Gegenstimme“ zum geschmähten „Mainstream“ sehen. Warum wird so stark polarisiert? Welche Rolle spielen dabei die sozialen Netzwerke? Und wie finden wir zurück zu einer besseren Streitkultur?
Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel
Eine Anerkennung russischer Gebietsgewinne über den Kopf der Ukraine hinweg scheidet auf der Grundlage des geltenden Völkerrechts ebenso aus wie ein vertraglicher Gebietsverzicht der Ukraine aufgrund völkerrechtswidriger Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Es ist ermutigend, dass es bislang kein Anzeichen dafür gibt, dass Drittstaaten, vor allem Europa oder die USA, die Ukraine aufgrund der russischen Aggression zu einer Preisgabe eigenen Staatsgebiets drängen.
Bergkarabach – aserbaidschanisches Staatsgebiet
Das wirft aber die Frage auf, wie diese Staaten zu anderen Konflikten – wie etwa zum Konflikt in Bergkarabach – nun völkerrechtlich betrachtet stehen.
Derzeit fallen im Schatten des Ukraine-Konflikts Schüsse in Bergkarabach – aserbaidschanisches Staatsterritoriums – die von Armenien unter dem Schutzschirm Putins nach wie vor völkerrechtswidrig besetzt gehalten wird. Russische „Friedenstruppen“ positionierten sich seit dem Waffenstillstandsabkommen vom November 2020 dazwischen und versuchen seither die derzeitige Lage nicht weiter eskalieren zu lassen.
Die USA und Frankreich sowie die Mitglieder der Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa verurteilten erstaunlicherweise die jüngsten Bestrebungen Aserbaidschans, und nicht wie angenommen Armenien, die fremdes Staatsterritorium weiterhin besetzt hält und nicht gewillt ist, es aufzugeben.
Die USA und die gesamte Europäische Union haben die russischen Separatistengebiete in der Ukraine – Oblast Donezk und der Oblast Luhansk – nicht anerkannt. Der Westen hat die Ukraine sogar darin ermutigt, sich der völkerrechtswidrigen Besetzung und Besatzungsmacht entgegenzustellen, liefert seit Jahren Waffen an die Ukraine, damit das Land die separatistischen Gebiete zurückerobern kann.
#standwithukraine / #standwithazerbaijan
Im Gegenzug verurteilen dieselben Staaten nun erneut Aserbaidschan in ihrem Versuch, völkerrechtswidrig besetzte Gebiete von armenischen Separatisten und armenischen Militärs zu befreien, die völkerrechtlich weiterhin besetzt gehalten wird! Wie geht das zusammen?
Das geht, wenn man das Völkerrecht nach Gutdünken verbiegt, die Macht dazu hat. Wie man mit Gewalt erfolgreich weitermachen kann, haben die USA und etliche europäische Staaten in etlichen Angriffskriegen bewiesen. Aber nicht nur das. Die USA bewiesen auch, wie erfolgreich „Verhörmethoden“ wie Waterboarding sein können, die im Westen bis auf wenige Proteste anstandslos durchgingen. Einer derjenigen, der diese Methoden an den Pranger stellte, war Julian Assange, der seit mehr als 10 Jahren Opfer dieser westlichen Heuchelei ist und seither von westlicher Solidarität nur träumen kann.
Syrische, libysche und kurdische Folter
Deutschland ist nicht minder involviert, hat es aber bislang gekonnt geschafft, sich mit raffinierten Taschenspielertricks stets außen vorzuhalten. 2005 wies z.B. das Oberlandesgericht Stuttgart den Klageerzwingungsantrag auf Auftrag von 17 irakischen Folteropfern und einer Menschenrechtsorganisation ohne politische oder mediale Gegenwehr ab, die gegen US-Militärangehörige vorgehen wollten.
Offenbar hatte man Angst, wie das Internationale Strafgericht sanktioniert zu werden. Noch Jahre später wurden deshalb über Rammstein Gefangene nach Guantanamo verfrachtet, ohne dass die Politik dem ein Riegel vorschob. 2022 verurteilte ein anderes deutsches Gericht diesmal mit großem medialen Interesse einen Syrer wegen „Staatsfolter“ in Syrien. Das wurde von der Politik und den Medien diesmal als ein deutliches Signal für ähnliche Fälle im In- wie Ausland gewertet, was zu weiteren Anklagen gegen Syrer allein in Deutschland führte.
Würden dieselben deutschen oder europäischen Gerichte auch Anklagen gegen Separatisten und Terroristen wegen Menschenrechtsverletzungen erheben, die in Libyen, in Nordsyrien oder im Nordirak nach wie vor begangen werden? Die Europäische Union oder die USA haben dem Generalissimus Haftar oder dem Terrorfürsten Murat Karayilan (kurdische PKK) erst ermöglicht, gegen Tripolis vorzugehen bzw. kurdische Separatistengebiete in Nordsyrien entstehen zu lassen und damit Fluchtbewegungen zu erzeugen.
Diese westliche Nationen lieferten entgegen aller Logik und entgegen dem Völkerrecht Waffen oder hielten und halten bislang schützend die Hand über diese Warlords und Terrororganisationen, wohlgemerkt in einem fremden Staatsgebiet – zusammen mit Putin.
Weshalb giften also deutsche Politiker die türkische Regierung für ihre Sicherheitspolitik an der syrisch-türkischen Grenze oder für ihre libysche oder aserbaidschanische Unterstützung an, die ihr eigenes und andere Staatsterritorien nach dem Völkerrecht der Vereinten Nationen zu verteidigen versucht?
Weshalb ermuntert man aber im selben Atemzug die Ukraine darin, der Aggression die Stirn zu bieten? Diese und viele Fragen häufen sich, womit auch die Frage erlaubt sei, ob denn das Völkerrecht der Vereinten Nationen nur auf 5 Nationen beschränkt bleiben kann und alle anderen Nationen dieser Welt Statisten sind!
Die Türkei wird ihr Staatsterritorium zu schützen wissen und auch ihre geopolitischen Interessen nach geltendem Völkerrecht auf diplomatischen Wege oder in einem bewaffneten Konflikt durchsetzen; so wie die USA oder Europa es seit Jahrzehnten vorgelebt haben.
Kritik am US-Militarismus scheint jedenfalls jetzt in Europa passé zu sein, denn jetzt hat man gemerkt, dass Sicherheit nicht geschenkt wird und Wohlstand dem Militarismus zu verdanken ist. Das gilt um so mehr für den türkischen Militarismus, einem Land, das zwischen zwei Kontinenten und mehreren Konfliktregionen steckt.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar
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– NEX24 Interview –
Sozialwissenschaftler Mammadov: Wir wünschen ein friedliches Miteinander mit Armenien
Ein Interview mit Nurlan Mammadov, Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen. Er hat in Fulda studiert und arbeitet aktuell im Bereich Migration und Integration.
Bonn – Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter spricht sich angesichts der Bedrohungssituation durch Russland für die Anschaffung des israelischen Raketenabwehrsystems Arrow 3 aus. Am Montag hatte sich Kiesewetter jedoch gegen den Kauf des israelischen Systems „Iron Dome“ ausgesprochen.
„Anstatt Milliarden in einen ‚Iron Dome‘ zu stecken, den unsere Nachbarländer viel dringender brauchen, sollten wir die Bundeswehr und den Zivilschutz finanziell besser ausstatten“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
„Arrow 3 ist geeignet, aber nicht Iron Dome und ich habe sehr deutlich angemahnt, dass wir etwas brauchen, das gegen Mittelstreckenraketen und ballistische Raketen geeignet ist und das ist Arrow 3, aber eben nicht Iron Dome“, so Kiesewetter im phoenix-Interview. „Deutschland und Polen könnten dies gemeinsam für die NATO machen, aber es muss in das integrierte Luftverteidigungssystem eingebunden werden“, betonte Kiesewetter. „Bloß keine nationalen Alleingänge wie bei Nord Stream 2 und Nord Stream 1, sondern in der Verteidigung müssen wir eng abgestimmt mit NATO und EU vorgehen.“
Dabei könne die Bundesrepublik „als Anlehnungspartner für die kleineren Staaten, insbesondere die mittel- und osteuropäischen Staaten dienen“ und „wirklich einen Mehrwert leisten, weil Arrow 3 eine Reichweite von über 2.000 Kilometern hat“, so der Unions-Bundestagsabgeordnete. „Damit könnte Deutschland gemeinsam mit Polen die gesamte Luftverteidigung für Osteuropa übernehmen, den Schutz des Baltikums bis hin zu Bulgarien und Rumänien. Das ist genau das, was wir brauchen.“
Angesichts der potentiellen Bedrohung der Bundesrepublik durch russische Raketen seien Abwehrsysteme für eine glaubwürdige Verteidigung notwendig.
„Jetzt sehen wir, in welcher Weise Russland zum Beispiel die SS-26, eine Mittelstreckenrakete – nicht ganz 500 Kilometer weit reicht sie – einsetzt. Oder wir haben in Kaliningrad Nuklearraketen, die auf Deutschland gerichtet sind, mit Flugzeiten von drei Minuten bis Berlin. Das ist eine reale Bedrohung und gegen solche Raketen brauchen wir im Rahmen einer Erpressung natürlich Abwehrmöglichkeiten, damit unsere Verteidigung auch glaubwürdig ist“, so das Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages.
„Es ist gut, dass jetzt die Bundesregierung das Zwei-Prozent-Ziel anstrebt und deutlich mehr Geld in Verteidigung investieren will.“ Dies habe „sie früher unter anderer Konstellation, auch durch den Finanzminister seinerzeit, eben nicht gemacht“, so Kiesewetters Kritik am bisherigen Finanzminister und heutigen Bundeskanzler Olaf Scholz.
Deutschland erwägt den Kauf des israelischen Raketenabwehrsystems Arrow 3, um sich gegen die Bedrohung durch russische Raketen zu schützen.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Sonntagabend Überlegungen bestätigt, angesichts der Bedrohung durch Russland Raketenabwehrsystem anzuschaffen.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz, der im Haushaltsausschuss des Bundestages sitzt, bestätigt das Interesse Berlins an dem Raketenabwehrsystem. Es sei eine „gute Lösung“ sagte Schwarz gegenüber der BILD-Zeitung und merkte an, dass die leistungsstarken Radarsysteme von Arrow 3 bei der Verteidigung der Nachbarländer helfen könnten.
Arrow 3 oder Hetz 3 ist eine antiballistische Hyperschall-Rakete, die gemeinsam von Israel und den Vereinigten Staaten finanziert, entwickelt und produziert wird.
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– Istanbul –
Ukraine will Deutschland und Türkei als Schutzmacht
In die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine kommt Bewegung.
Istanbul – Die ukrainischen Unterhändler forderten bei den Verhandlungen in Istanbul als Bedingung für eine Neutralität Kiews, Sicherheitsgarantien unter anderem von der Türkei und Deutschland.
In einem Gespräch mit Reportern sagte der ukrainische Unterhändler David Arakhamia, man strebe ein internationales Abkommen an, in dem die Länder als Garanten für die Sicherheit der Ukraine fungieren würden. Die Vertreter aus Kiew nannten außer der Türkei und Deutschland, Frankreich, USA, Kanada, Italien, Polen und Israel als mögliche Schutzstaaten.
Mykhailo Podolyak, ein weiterer hochrangiger ukrainischer Unterhändler und Berater von Präsident Volodymyr Zelenskyy, erklärte in einem Tweet, die Ukraine schlage einen Vertrag über Sicherheitsgarantien „mit einem erweiterten Analogon von Artikel 5 der NATO“ vor.
Briefly. Security guarantees treaty with an enhanced analogue of Article 5 of NATO. Guarantor states (USA, UK, Turkey, France, Germany etc.) legally actively involved in protecting 🇺🇦 from any aggression. Implementation through a referendum & parliaments of the guarantor states.
Der NATO-Bündnisfall wird in Artikel 5 des Nordatlantikvertrags von 1949 definiert. Darin vereinbaren die Vertragsparteien, „dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird“.
Es waren die ersten direkten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau seit dem 10. März. Bei diesen Gesprächen, die im türkischen Antalya stattfanden, wurden allerdings keine konkreten Fortschritte im Bemühen um eine Waffenruhe in der Ukraine erzielt.