NATO-Beitritt
„Türkei sollte Schweden und Finnland beobachten“

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Beim NATO-Gipfel in Madrid erklärte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, „wir sind stark, wir schützen einander, wir stehen zueinander.“ Die Türkei fordert genau das seit Jahren in Syrien und im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Die Bundesverteidigungsministerin Lambrecht (SPD) erklärte während des NATO-Gipfeltreffens in Madrid, „wir sind stark, wir schützen einander, wir stehen zueinander.“ Diese hehren Ziele sind nachgewiesenermaßen Wunschdenken, um in der aktuellen Krise Solidarität und Einigkeit zu demonstrieren.

Bereits zu Beginn der Beitrittsgespräche mit Schweden und Finnland hatte die Türkei mit ihren NATO-Bündnispartnern erhebliche Differenzen in Bezug zum Grenzschutz im syrischen Grenzgebiet, im internationalen Kampf gegen den Terrorismus. Seit Jahren fordert die Türkei von ihren Bündnispartnern, dass ihre Sorgen und Nöte wahrgenommen und entsprechende Bitten umgesetzt werden.

Bis heute hat sich zum Beispiel in Zusammenhang mit der völkisch-kurdischen Terrororganisation PKK nichts getan. In etlichen Bündnisländern kann die PKK mit ihren örtlichen Stellvertreterorganisationen ungehindert und ungeniert weiter agieren. Zuletzt reichte die Terrororganisation vor dem Europäischen Gerichtshof eine Klage ein, um sich aus der europäischen Liste der Terrororganisationen streichen zu lassen.

Die Stärke eines Bündnisses, die schützende Hand übereinander, die Solidarität untereinander, kann an ihren Taten ermessen werden. Und leider versagte die NATO in Zusammenhang mit der PKK dabei grandios.

Hat das Verteidigungsbündnis nun überhaupt das Gesicht dafür, von der Türkei Stärke, Einigkeit und Solidarität einzufordern? Mitnichten! Die NATO-Anwärter Schweden und Finnland tun sich innerpolitisch immer noch schwer damit, die Kuh vom Eis zu holen. Die NATO selbst vermeidet es derzeit tunlichst, sich mit der Türkei zu verscherzen. Aber das sind nur Momentaufnahmen.

Noch immer unterstützen die Staaten der Anti-IS-Koalition die Stellvertreterorganisationen der PKK in Nordsyrien, um mit ihrer Hilfe den IS zurückzudrängen. Dabei wird der Eindruck erweckt, dass die Türkei nicht in der Lage wäre, diese Aufgabe als legale Ordnungsmacht zu übernehmen. Stattdessen setzt man weiterhin auf eine – völkerrechtlich betrachtet – illegale Organisationsstruktur, finanziert diese und bewaffnet sie mit schwerem Gerät.

Man bewaffnet quasi eine illegale Struktur entlang der türkischen Grenze und ist davon überzeugt, damit eine andere Terrororganisation zu bändigen, während man geradezu offen zugibt, dieser illegalen Struktur Namen verpasst zu haben, damit die Türkei nicht auf die Idee kommt, dass es sich dabei um die terroristische PKK bzw. deren Ableger im Ausland handelt.

Türkei sollte Schweden und Finnland bis zur Ratifizierung der Beitrittswünsche beobachten

Die Türkei täte gut daran, Schweden und Finnland bis zur Ratifizierung der Beitrittswünsche – was von allen Parlamenten der NATO-Mitglieder noch vorgenommen werden muss – genauestens zu beobachten. Sollte Schweden und Finnland, ihr Memorandum mit 10 klaren Punkten die nächsten Wochen und Monate nicht komplett umsetzen, muss das türkische Parlament in der Konsequenz die Ratifizierung ablehnen.

Zwar hat die schwedische Außenministerien deutlich gemacht, dass die Schweden sich an Abmachungen halten, aber letztendlich müssen sich auch die Skandinavier an ihren Taten messen lassen. Man kann Schweden nicht dazu zwingen, aufgrund eines Auslieferungsersuchens der Türkei, eigene Staatsbürger auszuliefern. Man kann die schwedische oder europäische Rechtssprechung nicht in Abrede stellen, um Auslieferungen zu erzwingen. Die Türkei kann aber auf dem Rechtsweg alles unternehmen, um die Auslieferung nach nationaler oder europäischer Rechtssprechung zu fordern.

Ob die NATO-Mitglieder die Hürden der Türkei gegenüber Schweden und Finnland als Erpressung betrachten, als innerpolitische Machtdemonstration Erdogans verklären, ist dabei unerheblich. Letztendlich geht es um den Satz von Lambrecht, die nur so von Stärke, Schutz und Solidarität protzt, aber letztlich nur eine leere Satzhülse bleibt. Jetzt ist die Zeit gekommen, diese NATO mit ihren hehren Zielen zu einigen, diese Hülse zu füllen.

Die Anti-IS-Koalition muss aufhören, die PKK in Nordsyrien zu decken, zu unterstützen oder zu bewaffnen. Die NATO-Mitglieder müssen die PKK in ihren Ländern konsequent verfolgen. Schweden und Finnland müssen ihre Haltung zur PKK, PYD, YPG oder SDF überdenken und daraus ihre Lehren ziehen sowie handeln. Zumindest Einsicht und entsprechenden Willen zeigen. Ansonsten muss das türkische Parlament in der Konsequenz die Ratifizierung ablehnen.


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NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg wies darauf hin, dass die Türkei bei der Sicherheit Europas eine Schlüsselrolle innehabe.

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Internetmarketing
Darum ist eine SEO-Sichtbarkeit wichtig

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Wer sich mit Internetmarketing befasst, hört immer wieder, eines der wichtigsten Ziele sei, bei Google auf den Suchergebnislisten möglichst weit nach vorne zu kommen. Nicht jeder schafft es ganz nach oben, doch die erste Seite sollte auf jeden Fall erreicht werden. Der Aufwand, um dieses Ziel zu erreichen, lohnt sich.

Mit einer guten Sichtbarkeit zu mehr Besucher

Jeder Webseitenbetreiber merkt die Auswirkungen der SEO Sichtbarkeit sofort an seinen Verkaufszahlen. Befindet sich die Website des Unternehmers auf Seite zwei oder drei hat das kaum Auswirkungen auf den Umsatz. Klettert die Homepage im Google Ranking nach oben und erreicht eine der drei vordersten Plätze, ändert sich die Situation. Plötzlich steigen die Seitenzugriffe an und damit auch die Verkaufszahlen.

Eine gute SEO-Sichtbarkeit ist günstig und nachhaltig

Nach dem Erstellen einer Webseite und deren Freischaltung kommen anfangs keine Besucher. Erst durch geeignete SEO-Maßnahmen wie

  • Onpage-Optimierung
  • Content-Management
  • Link-Building
  • Regelmäßige Analyse und Verbesserung der Seite

klettert die Seite im Ranking höher. Das erfordert ein wenig Zeit und Arbeit. Ist erst einmal das Ziel erreicht, geht die gute Platzierung nicht von heute auf morgen verloren. Natürlich muss immer noch Arbeit investiert werden, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass nicht für jeden Besucher bezahlt werden muss. Dadurch sparen sich Unternehmer viel Geld an Provisionen und Werbung.

Eine gute SEO-Sichtbarkeit erhöht das Vertrauen der Kunden

Beim Onlinehandel ist Verbrauchervertrauen besonders wichtig. Der Gemüsehändler an der Ecke verdient es sich durch persönliche Beratung und ein freundliches Wesen. Um einen guten Händler zu finden, suchen manche Verbraucher sogar eine Verbraucherzentrale auf.

Der Online-Händler kann durch eine gute Platzierung das Verbrauchervertrauen steigern. Viele Kunden gehen davon aus, dass eine Firma weit oben in den Ergebnislisten vertrauenswürdig und seriös ist. Das gibt einen Vertrauensvorschuss, den der Händler natürlich auch wieder verlieren kann, wenn dieser nicht kundenorientiert handelt.

Eine gute SEO-Sichtbarkeit wirkt sich auf andere Marketingmaßnahmen aus

Ein wichtiger Bestandteil von Suchmaschinenoptimierung ist die Verbesserung der Internetseite. Nur wenn diese eine schnelle Ladezeit aufweist, sich der Besucher sofort zurechtfindet und die Seite für mobiles Internet optimiert ist, erhöht sich auch die SEO-Sichtbarkeit.

Eine gute Internetseite hat Einfluss auf das gesamte Marketing. Es kommen nicht nur mehr Besucher, sie bleiben auch auf der Seite und kaufen dort ein oder tätigen eine Aktion. Dadurch werden auch die anderen Werbeaktivitäten des Webseitenbetreibers effektiver.

Eine gute SEO-Sichtbarkeit ist kein Ziel, sondern ein Prozess

Wer einen guten Platz bei Google erzielt hat, kann sich über hohe Umsätze freuen. Diese können jedoch auch wieder zurückgehen, wenn der Webseitenbetreiber keine Maßnahmen mehr durchführt. Wichtig ist vor allem die regelmäßige Analyse und Verbesserung der Internetseite.

Google honoriert aktuelle Inhalte auf der Homepage, deshalb ist es wichtig, ständig neue und aktuelle Texte zu erstellen. Das kostet Zeit und Geld, ist aber immer noch billiger als Werbung zu schalten und für jeden Besucher auf der Internetseite zu bezahlen.

Fazit: Mit Internetmarketing an einem Wachstumsmarkt teilhaben

2022 befindet sich die Wirtschaft in unsicheren Zeiten, die meisten Analysten gehen von einer Rezession aus. Der Online-Handel hingegen widersetzt sich diesem Trend und erzielt nach wie vor gute Umsätze. Unternehmer sollten diese Chance nutzen und verstärkt auf das Internet setzen. Die SEO-Sichtbarkeit ist eine wichtige Voraussetzung dafür.

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Bundeskanzler Olaf Scholz ist am Montag zu seinem ersten offiziellen Besuch seit seinem Amtsantritt in der Türkei eingetroffen.

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Kosmetik
Rascher Anstieg bei der Verwendung von CBD Creme

In den letzten Jahren gab es in der alternativen Gesundheits- und Wellnessbranche eine regelrechte Explosion von Produkten, die CBD als primären und aktiven Inhaltsstoff enthalten.

Diese Produkte reichen von CBD Creme, Ölen und Tropfen bis hin zu Esswaren, Mundsprays und Flüssigkeiten zum Verdampfen und versprechen eine breite Palette von Vorteilen, die von der Verringerung von Angstzuständen und Depressionen über die Unterstützung eines guten Schlafs bis hin zur Hilfe bei Hauterkrankungen reichen.

Eine der vielversprechendsten Kategorien von CBD-Produkten ist die CBD-Hautpflege, für die bis 2026 ein Wachstum von fast 3,5 Mio. USD erwartet wird, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von sehr ermutigenden 24,8 Prozent. Bei so viel Potenzial in diesem Marktsegment lohnt es sich, einen Blick auf die Gründe zu werfen, warum CBD als Teil einer Hautpflege so beliebt geworden ist.

CBD als Inhaltsstoff in kosmetischen Produkten

CBD, oder Cannabidiol, hat auf dem Wellness-Markt, auch im Hautpflegesektor, große Aufmerksamkeit erregt, so dass viele Hersteller diesen Inhaltsstoff in ihre allgemeinen Formulierungen aufnehmen.

Immer mehr Studien über CBD als Nahrungsergänzungsmittel weisen auf die starken entzündungshemmenden Eigenschaften der chemischen Verbindung hin, und genau diese Wirkung macht sie als Inhaltsstoff in Hautpflegeprodukten und Kosmetika besonders wertvoll.

Bei jeder Art von Hautentzündung, einschließlich Rötung, Empfindlichkeit und Reizung infolge von Umwelteinflüssen oder Umweltgiften, können CBD-Hautpflegeprodukte die Entzündung lindern und reduzieren. Es gibt auch Hinweise auf die Wirksamkeit von CBD-Kosmetika bei der Behandlung von Symptomen im Zusammenhang mit Hautproblemen wie Akne.

CBD-Creme und medizinische Eigenschaften

Eine weitere Anwendung der Wirkung von CBD in Hautpflegeprodukten ist in Form von Cremes mit medizinischen Eigenschaften. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD spielen in solchen Cremes bereits eine Rolle, neben anderen potenziellen Vorteilen. CBD ist auch dafür bekannt, dass es Schmerzempfindungen lindert und eine beruhigende Wirkung hat. Das bedeutet, dass Cremes, die CBD als Wirkstoff enthalten, eine Rolle bei der ortsspezifischen Schmerzbehandlung spielen und bei der Behandlung von Muskelkater sehr effektiv sein können.

Es gibt immer mehr Belege für das EndocannabinoidSystem und seine Rolle bei der Zellreparatur und -erneuerung, was CBD-Cremes zu einer wertvollen Ergänzung von Narbenbehandlungsprogrammen sowie bei der Behandlung von Schürfwunden und blauen Flecken macht.

CBD-Extrakttypen verstehen

CBD-Hautpflegeprodukte werden mit verschiedenen CBD-Extrakttypen formuliert, und jeder hat seine Vorteile. Die drei wichtigsten Arten von CBD-Extrakten sind CBD-Isolat, CBD-Vollspektrum und CBD-Breitband. CBD-Isolat ist die reinste Form von CBD, da die CBD-Verbindung von allen anderen Cannabinoiden der Hanfpflanze isoliert wurde.

CBD-Isolatprodukte werden wegen ihrer sehr geringen Konzentration an THC, dem psychoaktiven Cannabinoid der Cannabispflanze, geschätzt. Vollspektrum- und Breitspektrum-CBD-Produkte enthalten das gesamte Spektrum an Cannabinoiden, wobei Vollspektrumprodukte bis zu 0,3 Prozent THC enthalten, während bei Breitspektrumprodukten das THC vollständig entfernt wurde.


Die auf dieser Website enthaltenen Informationen sind als allgemeine Auskunft und Informationsquelle gedacht. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung oder ärztliche Anweisungen zur Verwendung von Produkten. Es ist wichtig, dass Sie den Rat Ihres Arztes und anderer medizinischer Fachkräfte hinsichtlich Ihrer individuellen medizinischen Gesundheitsversorgung befolgen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder an eine medizinische Fachkraft, bevor Sie Arzneimittel oder eine Behandlungsmethode nutzen.
 

Chameria-Massaker
Gedenkkundgebung zum Massaker an Chameria-Albanern

Edirne – Bei einer Gedenkveranstaltung zum 78. Jahrestag des griechischen Massakers an den Chameria-Albanern (27. Juni 1944) während des Zweiten Weltkriegs erinnerten in Edirne Vertreter zivilgesellschaftlicher Institutionen.

Die Föderation der Rumelien-Türken (Balkan Rumeli Türkleri Konfederasyonu) möchte mit der Gedenkveranstaltung an die Massaker und Vertreibungen der albanischen Zivilbevölkerung durch griechische Einheiten während des Zweiten Weltkriegs erinnern.

Albanische Besiedlung seit 13. Jahrhundert

Im Gebiet Chameria in den Küstenregionen des Epirus lebten bereits seit dem 13. Jahrhundert eine albanische Bevölkerung. Bei den Chameria-Albanern handelt es sich mehrheitlich um Muslime, aber es gibt auch eine kleine Minderheit christlich-orthodoxen Glaubens. Chameria ist eine Küstenregion im Epirus, die sich in unserer heutigen Zeit in Südalbanien und Nordwestgriechenland befindet.

1994 verabschiedete das albanische Parlament ein Gesetz, das die Ereignisse vom 27. Juni 1944 als „Völkermord“ einstuft. An dem Jahrestag des Massakers an den Chameria-Albanern finden in Albanien Märsche, Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen statt. Die Organisatoren erhoffen sich mit der Abhaltung an die Leiden der Chameria-Albaner aufmerksam machen zu können.

„Chameria ist unsere blutende Wunde“

Nach dem Gedenken an die Opfer des Gewaltverbrechens liefen die Teilnehmer der Kundgebung zum griechischen Generalkonsulat in Edirne und legten aus Protest vor der diplomatischen Vertretung Athens einen schwarzen Kranz mit der Aufschrift „Chameria ist unsere blutende Wunde“ nieder.

Rıfat Sait: „Wir verurteilen diesen Völkermord“

Zum Abschluss der Versammlung verlas der Ex-Abgeordnete der AK Partei, Rıfat Sait, eine Presseerklärung und verurteilten die massenhaften Gewaltverbrechen an der albanischen Bevölkerung. Der Ex-Parlamentarier aus Izmir erklärte:

„Wir haben uns hier wegen der vom 27. Juni 1944 – März 1945 in der Region Chameria durch Griechenland begangenen großen Massaker zusammengefunden. Die Aktivitäten richteten sich gegen die dort lebenden Albaner. Bei den Massakern wurden 2.900 Männer, 214 Frauen und 96 Kinder massakriert, 745 Frauen vergewaltigt sowie in 68 Dörfern 5.800 Häuser in Brand gesteckt. Über 2.000 Menschen haben wegen der Unterdrückung und Erniedrigungen auf der Flucht ihr Leben verloren. So wie es nicht möglich ist, Navarino, Tripolitsa und Srebrenica zu vergessen, vergessen wir auch nicht den Chameria-Völkermord und werden ein Vergessen nicht zulassen. Das albanische Parlament hat 1994 den 27. Juni als gegen Albaner gerichteter Völkermord anerkannt.“

Zeitzeugenbefragung von Überlebenden der Chameria-Massaker

Dem Schriftsteller und Kulturforscher Enver Kushi, der ursprünglich aus der Region Chameria entstammt, gelang es durch Zeitzeugenbefragungen (Oral-History) neue Erkenntnisse von Überlebenden der Massaker während des Zweiten Weltkriegs zu gewinnen. Die Ergebnisse seiner Zeitzeugenbefragung hatte der Kulturforscher Kushi zum Jahrestag der Massaker am 27. Juni 2021 („Chameria-Woche“) in Tirana der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mezalim ist der Fachterminus für massenhafte Gewaltverbrechen an Muslimen In Bezug auf die an der türkisch-muslimischen Zivilbevölkerung in Anatolien begangenen massenhaften Gewaltverbrechen und Massakern an Muslimen insgesamt hat sich in der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft der Fachterminus Mezalim durchgesetzt. Zur Erläuterung: Der Begriff Mezalim ist aus dem Arabischen entlehnt und steht für Gräueltaten, Ungerechtigkeiten und Massaker.

Kemal Bölge/Edirne

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– 1915-Geschehnisse – Erdogan kondoliert Armeniern

Auch in diesem Jahr hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Nachfahren der 1915 zu Tode gekommenen Armenier kondoliert.

Erdogan kondoliert Armeniern

Trauer um Yeşilçam-Star
Türkei: Schauspieler Cüneyt Arkin gestorben

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Istanbul – Der türkische Schauspieler Cüneyt Arkin ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren. Als Todesursache wurde Herzstillstand genannt. Der große Gentleman des türkischen Kinos hatte erst im Januar nach dem Tod von Fatma Girik, ebenfalls ein großer Star der türkischen Filmindustrie, erklärt, ‚Warte auf mich Fatma, ich komme mit dir.‘ Der mit bürgerlichen Namen Fahrettin Cüreklibatır heißende Star des türkischen Kino wurde am 8. September 1937 als Sohn krim-tatarischer Auswanderer in der westtürkischen Provinz Eskişehir geboren. Das Gymnasium absolvierte er in Eskişehir. Anschließend studierte Arkin in Istanbul Medizin. Nach erfolgreichem Abschluss im Jahr 1961 kehrte er nach Eskişehir zurück und praktizierte dort als Arzt. 1968 erhielt Arkin das Angebot, in einem Film die Rolle eines Arztes zu spielen. Durch die Verkörperung von Helden wie Kara Murat, Malkoçoğlu, Seyyid Battal Ghazi und Köroğlu erlangte er Berühmtheit. Dabei spielte er fast immer alle körperlich herausfordernden und mit etlichen Kampfkünsten durchsetzten Stuntszenen selbst. In der Quadrilogie Battal Gazi kämpft Cüneyt Arkın in der Rolle des legendären Battal Gazi als Umayyade gegen die Kreuzritter. Er trat auch in Koproduktionen mit ausländischen Regisseuren und Darstellern seiner Zeit auf, unter anderem mit Bolo Yeung. Insgesamt spielte Arkin in über 300 Filmen mit. Für die Vermarktung im Ausland benannte man ihn in Steve Arkin oder George Arkin um. Einige seiner Titel wie Lionman oder Kara Murat sind auch in deutschsprachiger Fassung erhältlich. In Deutschland und weiteren Teilen Nordeuropas wurde Arkın erst bekannt, als er den ersten türkischen Science-Fiction-Streifen Dünyayı Kurtaran Adam (Der Mann, der die Welt rettet) drehte.    

Ukraine-Krieg
Henry Kissinger spricht sich gegen Putin-Sturz aus

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New York – Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger hat sich in einem stern-Gespräch für einen weiteren Dialog mit Russland und auch mit dessen Präsidenten Wladimir Putin ausgesprochen. Kissinger sagte:
„Eines Tages wird der Krieg beendet sein. Und nach diesem Krieg wird die Beziehung zwischen der Ukraine und Russland neu definiert werden. Auch Europa wird seine Beziehung mit Russland neu definieren müssen, denn Russland wird weiterhin ein wichtiger Faktor in den internationalen Beziehungen sein. Sollte Russland als Resultat des Krieges auseinanderbrechen, würde das zu Chaos in Zentralasien und im Mittleren Osten führen.“
Auf die Frage, ob Frieden erst nach Putins Absetzung möglich sei, sagte Kissinger: „Es ist wahrscheinlich, dass ein Friedensvertrag mit Putin gemacht werden muss. Sollte er gestürzt werden, würde das die Verhandlungen sicherlich erleichtern. Aber sollten alle Ziele erreicht sein, hätte eine Fortsetzung des Krieges, nur um Putin zu stürzen, sicherlich keine öffentliche Unterstützung, egal, wie unbeliebt Putin gerade ist.“ Der Politikwissenschaftler, der zahlreiche US-Präsidenten in führender Position beriet, warb zudem für ein umfangreiches neues Hilfsprogramm für die Ukraine:
„Nach dem Krieg ist ein Wiederaufbauplan für die verwüstete Ukraine essenziell. Ich hoffe, dass die Staaten der Atlantischen Allianz dabei zusammenarbeiten. In diesem Sinn brauchen wir einen Marshallplan. Und in einem tieferen Sinn könnte ein hoffnungsvolles Experiment entstehen: Russland wird verstanden haben, dass ein Angriff auf Europa das Ziel verfehlt. Die Nato tritt geschlossen auf, mit der Unterstützung der USA. Da wird sich Europa fragen müssen: Wie soll die langfristige Beziehung mit Russland aussehen? Muss sie allein auf militärischer Abschreckung basieren – oder ist ein Miteinander auf Grundlage kühler Entscheidungen möglich?“
Zur Frage, ob die Ukraine EU-Mitglied werden solle, sagte Kissinger: „2014 schrieb ich einen Artikel in der „Washington Post“, in dem ich davor warnte, die Ukraine zum Nato-Mitglied zu machen. Damals dachte ich, die Ukraine könnte eine Brückenfunktion zwischen Russland und der EU einnehmen. Ich dachte, sie könnte eine Rolle wie Finnland spielen – mit einem starken Bekenntnis zur eigenen Verteidigung, aber auch einer Bereitschaft zum Dialog. Das ist nun nicht mehr möglich. Die Ukraine ist praktisch gesehen ein Nato-Mitglied, und es wird schwer, das rückgängig zu machen. Eine Lösung, die mir vorschwebt, wären Rüstungsbeschränkungen entlang der Grenzen zwischen der EU und Russland, verbunden mit einem Bekenntnis zu gegenseitiger Zurückhaltung, aber das bedarf einer großen intellektuellen Anstrengung.“ Freilich rief Kissinger auch zu entschiedenem Widerstand gegen russische Atom-Drohungen auf: „Es ist eine sehr fragile Lage, wenn Atommächte sich im Konflikt befinden über ein nichtnukleares Land. Was die atomaren Drohungen Russlands angeht – da dürfen wir auf keinen Fall klein beigeben. Aus zwei Gründen. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass seit dem Zweiten Weltkrieg Unmengen ausgegeben wurden, um die Atomwaffen zu verbessern, und trotzdem hat kein Land sie seither eingesetzt, denn niemand sieht sich in der Lage, die Folgen zu kontrollieren. Sollte Putin diese Grenze überschreiten, muss er zurückgewiesen werden. Einem Friedensvertrag zuzustimmen, der unter der Drohung des Einsatzes atomarer Waffen zustande kommt, ist undenkbar. Das würde die Welt verändern.“

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NATO-Gipfeltreffen
NATO: Türkei kündigt Treffen mit Schweden und Finnland an

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Istanbul – Der türkische Präsident Recep Tayyip wird am Dienstag in Madrid mit dem NATO-Chef und den Staats- und Regierungschefs von Schweden und Finnland zusammentreffen, so Präsidentensprecher İbrahim Kalin in einem Interview mit dem TV-Sender Haber Türk.

Bereits gestern kündigten auch Schwedens Premierministerin Magdalena Andersson und NATO-Chef Jens Stoltenberg ein Treffen mit Erdogan in Madrid in der kommenden Woche an.

„Ich hatte heute ein gutes Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Erdogan über den schwedischen NATO-Beitritt. Wir waren uns einig, dass es wichtig ist, im Vorfeld des NATO-Gipfels nächste Woche in Madrid Fortschritte zu erzielen. Ich freue mich auf das Treffen mit Präsident Erdogan und anderen führenden Vertretern der Alliierten“, so Anderson in einem Tweet am Samstag. Am selben Tag schrieb Stoltenberg auf Twitter:
Gutes Gespräch mit Präsident @RTErdogan unseres geschätzten Verbündeten #Türkei, um die #NATO-Bewerbungen von #Finnland und #Schweden zu besprechen. Wir haben vereinbart, die Gespräche nächste Woche in Brüssel und Madrid fortzusetzen.
Schweden und Finnland haben im vergangenen Monat als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in der Ukraine den Beitritt zum Verteidigungsbündnis beantragt, sind aber auf den Widerstand der Türkei gestoßen, die sie der Unterstützung terroristischer Gruppen beschuldigt. Damit Schweden und Finnland Teil der Militärallianz werden, müssen alle 30 bisherigen Mitgliedsstaaten einer Aufnahme zustimmen. Die Türkei wirft Finnland und Schweden vor, nicht entschlossen genug gegen die PKK-Terrororganisation im skandinavischen Exil vorzugehen. „Die NATO ist eine Sicherheitsorganisation, keine terroristische Organisation“, so der türkische Staatschef. „Die Türkei kann Schwedens NATO-Bewerbung nicht unterstützen, während ihr staatliches Fernsehen Interviews mit Terroristenführern ausstrahlt, und dasselbe gilt für Finnland“, fügte er hinzu. Die Türkei ist seit 1952 Mitglied der NATO und unterhält nach den USA die zweitgrößte Armee des Militärbündnisses. Im Nahen Osten ist das Land der wichtigste strategische Partner der USA.

Gastbeitrag
„Die Türkei hat uns sehr viel zu verdanken“

Ein Gastbeitrag von M. Teyfik Oezcan

In den letzten Tagen registrieren wir erneut verbale Giftpfeile aus der Türkei, die das Ziel haben, „Avrupali Türkleri“ zu dämonisieren und eine immer wiederkehrende Neiddebatte loszutreten. Kennt Ihr den Film „Dağ sıçanı her gün selamlıyor”, auf Deutsch “Täglich grüßt das Murmeltier”? So fühlt es sich permanent an.

Bevor ich auf die Kernpunkte eingehe, möchte ich vorab mit einem Missverständnis aufräumen:

Wir, in Europa geborene Menschen mit türkischen Wurzeln, entsprechen nicht mehr Euren gängigen Klischees und Stereotypen. Wir verstehen uns weder als „Gurbetci“, noch „Almanci“ oder „Diaspora Türkleri“. Das entspricht nicht unserem Selbstverständnis. „Diaspora Türkleri“ waren wir zu keinem Zeitpunkt, und „Gurbetci“ oder „Almanci“ sind Relikte aus dem letzten Jahrtausend.

Ihr könnt uns respektvoll als „Avrupali Türkler“ klassifizieren!

Wir interpretieren unsere Identität auf der Grundlage unseres aktuellen Lebensmittelpunktes und unserer historischen Wurzeln, was uns im Gegensatz zu vielen Menschen in der Türkei mit Stolz erfüllt.

Eure herablassenden Gedankengänge tangieren uns nicht und sind für uns ein unerschütterlicher Beweis für unser Lebenswerk. Euer Neid ist der Schatten, den unser Erfolg wirft.

Anstatt darüber nachzudenken, wo die Türkei heute wäre ohne die „Avrupali Türkler“, werdet ihr von Eurer persönlichen Unzufriedenheit getrieben.

Die Türkei hätte sich ohne uns in vielen Bereichen, wie Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik, Sport sowie Kunst und Kultur nicht so weit entwickelt. Seit über 60 Jahren hat der direkte und indirekte Kapitalfluss von Europa in die Türkei die 1.000 Milliarden Euro Schallmauer durchbrochen und dadurch Eure Lebensqualität signifikant verbessert.

Ferner hat der Brain-Drain von Europa in die Türkei Eure Wirtschaft und Wissenschaft massiv gefördert und damit die wirtschaftliche Kompetenz sowie Wettbewerbsfähigkeit gesteigert und in der Konsequenz eine große Anzahl an Arbeitsplätzen in der Türkei geschaffen, was man nicht monetär in Euro und TL aufwiegen kann.

Es gibt noch eine Vielzahl an relevanten Themen, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte.

Fakt ist, dass die Türkei und ihre Bewohner uns sehr viel zu verdanken haben. Wir erwarten keine Ehrerbietung, aber wir erwarten Respekt, Anstand und Wertschätzung für unsere bisherigen Leistungen, insbesondere die der ersten Generation.


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Beim Supersport-Rennen auf dem Lausitzring durfte der Kawasaki-Fahrer Kenan Sofuoglu erneut als Erster die Zielflagge erblicken. Somit hat Sofuoglu den dritten Sieg in Folge und den fünften Sieg dieser Weltmeisterschaftssaison geholt.

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Energiepolitik
Energiesicherheit: Probleme in Deutschland sind hausgemacht

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Russland hat seine Drohung wahr gemacht und liefert zurzeit 60 Prozent weniger Erdgas durch die Pipeline Nord Stream 1. Eine weitere Drosselung hätte dramatische Folgen für die deutsche Wirtschaft und die Verbraucher.

Durch Ostseepipeline fließt deutlich weniger russische Gas

Für Deutschland zählt die Energiesicherheit zu den wesentlichen Eckpfeilern einer wachstumsorientierten Wirtschaft, die hierzulande nicht umsonst als Staatspolitik gilt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Donnerstag die zweite Krisenstufe im Notfallplan Gas ausgerufen.

Als Gründe gelten die seit Juni durch Russland gedrosselten Gaszufuhren und die enorm gestiegenen Preise am Gasmarkt. Der russische Energiekonzern Gazprom hatte seine Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert.

Durch die Gaspipeline fließen zurzeit etwa 40 Prozent der Maximalkapazität. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die daraufhin verhängten Sanktionen gegen Moskau haben die Energieabhängigkeit Europas von russischem Erdgas, insbesondere Deutschlands, deutlich werden lassen.

Gelingt die Energieunabhängigkeit von Russland?

Die Bundesregierung hat zwar konkrete Gespräche mit Vertretern anderer Staaten und Gasunternehmen geführt und Vereinbarungen getroffen, um unabhängiger von russischen Gasimporten zu werden, aber es darf ernsthaft bezweifelt werden, dass beispielsweise Gasimporte aus Norwegen, Katar oder den USA den Gasbedarf Deutschlands decken können.

2021 bezog Deutschland etwa 55 Prozent seiner Gaslieferungen aus Russland, die im April 2022 auf 35 Prozent sank. Durch Gaslieferungen aus anderen Ländern, insbesondere durch den Kauf von verflüssigtem Erdgas (LNG), will die Ampel-Koalition die Abhängigkeit von russischem Erdgas bis Jahresende auf 30 Prozent verringern.

Hat die Bundesregierung die Energiekrise nicht vorausgesehen?

Die berechtigte Frage wäre, wie es so weit kommen konnte, dass der Bundeswirtschaftsminister die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen hat.

Denn vor wenigen Tagen hatte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, in einer eindringlichen Botschaft die Reduzierung der Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 um 60 Prozent als „dramatisch“ bezeichnet und vor Lieferengpässen gewarnt, die für deutsche Wirtschaft und die Verbraucher „schwere Folgen“ haben könnten.

Es war vorhersehbar, dass Russland im Rahmen des Ukraine-Krieges die Energieabhängigkeit Europas und vor allem Deutschlands als Instrument einsetzt, um diese Länder zu schwächen oder zu Zugeständnissen zu bewegen.

Ölkrise von 1973 zeigte die Energiedependenz der Industriestaaten

Bereits die Ölkrise von 1973 hatte den Industrieländern ihre Abhängigkeit vom „schwarzen Gold“ aufzeigt, als die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) eine Drosselung der Erdölproduktion ankündigte und infolgedessen die Preise enorm anstiegen und die Wirtschaft in eine Rezession stürzte.

Spätestens seit der erwähnten Ölkrise von 1973 sollte den Regierungen klar geworden sein, dass die Energiesicherheit von strategischer Bedeutung ist und vor allem eins ist, eine Sicherheitspolitik.

Hausgemachte Probleme zur Energiesicherheit

Die Probleme wegen der Energiesicherheit in Deutschland sind hausgemacht, denn die früheren Bundesregierungen haben sich durch langfristige Verträge und dem Bau von Pipelines in Energieabhängigkeit von Russland begeben.

Selbst wenn es Deutschland in ein paar Jahren gelingen sollte, auf russisches Erdgas ganz zu verzichten, müssen die Steuerzahler für die Zahlungsverpflichtungen aus den langfristigen Verträgen aufkommen.

Energiewende wurde verschlafen

Aus Bequemlichkeit und vor allem wegen der günstigen Anschaffung von fossilen Energien wie Gas und Kohle haben die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft jahrzehntelang es versäumt, die Energiewende einzuleiten.

Apropos Kernenergie: Es kommt noch hinzu, dass unter der Regierung von Angela Merkel voreilig der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde, obwohl schon damals klar war, dass diese Entscheidung ernsthafte Risiken wegen der Stromversorgung mit sich bringt, denn noch immer importieren deutsche Energieversorger Atomstrom aus den Nachbarländern Deutschlands.

Bei der Stromversorgung lag der Anteil von Nuklearenergie in Deutschland 2021 bei 12,1 Prozent, Kohle 29 Prozent, Erdgas 15,2 Prozent und von erneuerbaren Energien 40,4 Prozent.

Kann Kohle eine Alternative zu Erdgas sein?

Die Gasspeicher in Deutschland sind im Augenblick zu 56 Prozent gefüllt, was nach Ansicht von Energieexperten für 4-6 Wochen ausreicht. Der eigentliche Plan der Bundesregierung bestand darin, die Gasspeicher im Herbst auf 80-90 Prozent zu füllen, aber dieses Vorhaben dürfte angesichts reduzierter Gaslieferungen aus Russland nicht zu bewerkstelligen sein.

Wirtschaftsminister Habeck hat zum Energiesparen aufgefordert und wegen der gedrosselten Gaslieferungen sollte mehr Kohle verfeuert werden, um damit Strom zu erzeugen. Die Grünen waren es, die den Ausstieg aus der Kohleverstromung vehement eingefordert haben und ausgerechnet der grüne Wirtschaftsminister fordert als Alternative zum Gas die Verfeuerung von Kohle.

Die Kohleverstromung mag eine Möglichkeit sein, um die derzeitige Energiekrise zu verringern, aber sie gilt vor allem als klimaschädlichster Energieträger.

Bundesregierung ist gefordert

Deutschland hat sich durch langfristige Energielieferverträge in Abhängigkeit zu Russland begeben, weil die Lieferkonditionen für die fossilen Brennstoffe günstig waren, wovon deutsche Unternehmen als Wettbewerbsvorteil profitiert haben.

Aber auch für die Verbraucher hatten davon einen Nutzen. Durch den Russland-Ukraine-Krieg hat sich die Sicherheitsarchitektur in Europa verändert und dies hat auch Auswirkungen auf die Energiesicherheit in Deutschland und Europa. Die Energieknappheit führt zu höheren Preisen, was die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland ein großer Nachteil ist.

Bundeskanzler Scholz und seine Regierung sind in der Pflicht, Deutschlands Energiesicherheit weiterhin zu gewährleisten, damit es hier nicht zu ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten für Unternehmen und Verbraucher kommt.

Erschienen auf TRT Deutsch


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar


Kemal Bölge, studierter Politologe und Historiker. Er schreibt als freier Autor für verschiedene Online-Publikationen. Seine Schwerpunkte sind die Außen- und Sicherheitspolitik, die Beziehungen EU-Türkei, die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei, Südosteuropa, die Kaukasusregion sowie die deutsche Innenpolitik.


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– Oleg Kuznetsov – „Türkei kann Transitland für russisches Gas nach Europa werden“

Ankara, vertreten durch Präsidenten Erdogan und seine engsten Verbündeten, hat sich trotz des auf sie ausgeübten Drucks von außen wiederholt geweigert, eine Wahl zwischen Moskau und Kiew zu treffen, und sowohl Russland als auch die Ukraine als ihre Partner bezeichnet.

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Mögliche Corona-Herbstwelle
Mehrheit für Maskenpflicht in Innenräumen ab Herbst

Berlin – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält sich offen, ab Herbst wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen einzuführen. Derzeit spricht sich eine Mehrheit (63 Prozent) der Bundesbürger:innen für diese Maßnahme aus. Die Anhänger:innen der Regierungsparteien sind sich bei dieser Frage uneinig. Den größten Zuspruch für eine Maskenpflicht gibt es unter den Anhänger:innen der Grünen (82 Prozent) und der SPD (78 Prozent). Unter den Anhänger:innen der FDP unterstützen 43 Prozent diese Maßnahme. Den geringsten Zuspruch hat eine Maskenpflicht ab Herbst in Innenräumen unter den Anhänger:innen der AfD (30 Prozent). Während sich 77 Prozent der über 65-Jährigen für eine Maskenpflicht in Innenräumen ab Herbst aussprechen, sind es in der untersten Altersgruppe (18-34-Jährige) nur 48 Prozent, so die Umfrageergebnisse des DeutschlandTrend. Länder drängen Bund zur Vorbereitung Angesichts einer möglichen Corona-Welle im Herbst haben mehrere Länder die Regierung aufgefordert die gesetzlichen Voraussetzungen für schärfere Schutzmaßnahmen zu schaffen. Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern drängen den Bund angesichts einer drohenden Corona-Welle im Herbst, schnell die gesetzlichen Voraussetzungen für schärfere Schutzmaßnahmen zu schaffen. Noch vor der Sommerpause müsse die Regierung eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorlegen, heißt es in einem Beschlussentwurf, berichtete die tagesschau.  Dies sei nötig, um auf einen Anstieg der Infektionen im Herbst mit geeigneten Gegenmaßnahmen reagieren zu können. „Dazu zählen insbesondere Maskenpflicht in Innenräumen, 3G/2G-Zugangsregeln, Testpflichten, Personenobergrenzen und Kontaktbeschränkungen“, heißt es in dem Vorschlag der vier Länder, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.