Berlin
CDU: „Gendern hat im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nichts zu suchen“

Der Generalsekretär der CDU, Mario Czaja, kritisiert im phoenix-Interview das Gendern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und fordert mehr Transparenz im Auftrag der öffentlichen Sendeanstalten.

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Bonn – Der Generalsekretär der CDU, Mario Czaja, kritisiert im phoenix-Interview das Gendern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und fordert mehr Transparenz im Auftrag der öffentlichen Sendeanstalten.

„Wir erleben einen öffentlichen Rundfunk, der eine Reihe an Strukturbedarf hat“, erklärt Czaja am Rande des CDU-Parteitags. „Es ist notwendig, dass der Auftrag des öffentlichen Rundfunks klar ist und wie es hier bei phoenix klar ist: Wofür ist der öffentliche Rundfunk eigentlich im Wesentlichen da? Dass Doppelstrukturen vermieden werden, dass man darüber nachdenkt, ob man die Dinge, die wahnsinnig teuer sind, ein, zwei oder drei Mal braucht oder ob es nicht ein Mal reicht.“

Das Gendern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk lehnt der Generalsekretär der Christdemokraten ab. „Wir sind der Auffassung, dass die Regeln der deutschen Sprache gelten und dass das Gendern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nichts zu suchen hat, sondern dass man da nach den Regeln agiert und nach den Regeln spricht, die auch die deutsche Sprache derzeitig vorgibt.“

Die Aufgabe der neugewählten stellvertretenden Generalsekretärin Christina Stumpp sieht Czaja insbesondere in der Stärkung der Partei im kommunalen Bereich. „Christina Stumpp leitet das Kommunalbüro, wir sind die kommunal starke Partei. Deswegen ist dieses Thema so wichtig“, so Czaja. Die aus Waiblingen stammende CDU-Politikerin kenne den ländlichen Raum gut und bringe im Umgang damit große Erfahrungen ein, so der Generalsekretär weiter.

Zum Thema Deutschlandjahr, bei dem die CDU noch um ein Für und Wider ringe, stehe auf dem Parteitag eine inhaltliche Auseinandersetzung bevor. „Wir haben eine Diskussion um das Deutschlandjahr. Da geht es um die Frage, wie können wir das Freiwillige Soziale Jahr, was nach Wehrpflicht und Zivildienst entstanden ist, wie können wir das stärken? Die einen sagen: Durch mehr Unterstützung nach Freiwilligkeit, beispielsweise Rentenpunkte oder besseren Zugang zur Universität, wenn man es auf den Numerus Clausus anrechnet. Die anderen sagen: Lasst es uns verpflichtend machen, dass alle dabei sind. Dass man einmal im Leben ein Jahr für die Gemeinschaft, für den Staat da ist.“ Mit einem Antrag, der beide Varianten zulasse, um keine Vorgabe zu machen, können diese inhaltliche und fachliche Diskussionen nun auf dem Parteitag geführt werden, so Czaja bei phoenix.

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