Istanbul (nex) – Unter den vielen Toten und Verletzten des Anschlags auf den Istanbuler Club „Reina“ sind auch eine große Anzahl von Menschen aus dem Nahen Osten und Nordafrika.
Libyer, Marokkaner, Libanesen und Saudis seien unter den Toten, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf eine Stellungnahme der Familienministerin Betül Kaya.
Wie das israelische Außenministerium mitteilte, befindet sich auch eine israelische Staatsbürgerin unter den Opfern. Drei Todesopfer stammten zudem aus Jordanien. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf eine Stellungnahme des jordanischen Außenministeriums.
„Es gibt türkische und ausländische Opfer, die Mehrzahl sind aber Ausländer verschiedener Nationen wie Saudi Arabien, Marokko, Libanon oder Libyen“, so Familienministerin Kaya gegenüber türkischen Medien.
Medienberichten zufolge sollen mindestens zwei Angreifer mit Kalaschnikows bewaffnet in Weihnachtsmann-Kostümen den Club betreten und das Feuer eröffnet haben. Zum Tatzeitpunkt sollen sich fast 800 Personen im Club aufgehalten haben.
Reina-Besitzer Mehmet Kocarslan hatte gegenüber der türkischen Tageszeitung Hürriyet erklärt, dass ihn der US-amerikanische Geheimdienst vor einem Anschlag gewarnt hätte. Wie die US-Amerikaner zu diesen Informationen kamen, äußerte Kocarslan gegenüber der Zeitung nicht.
“Es gab Hinweise vom amerikanischen Geheimdienst. Sieben bis zehn Tage lang wurden hier in der Umgebung Vorkehrungen getroffen. Sogar im Wasser. Und was hat es gebracht? Der Angriff fand trotzdem statt”, so Kocarslan gegenüber Hürriyet.
Mindestens ein Täter ist noch auf der Flucht.
Istanbul (nex) – Staats- und Regierungschefs sowie führende Persönlichkeiten aus aller Welt haben den Terroranschlag auf den Nachtclub Reina im Stadtteil Ortaköy in Istanbul verurteilt. Bei der Attacke wurden mindestens 39 Menschen getötet und 69 verletzt.
Das pakistanische Außenministerium hat den abscheulichen Terroranschlag aufs Schärfste verurteilt. „Wir sind zutiefst erschüttert, dass Terror und Tragödie erneut unseren Bruderstaat Türkei getroffen haben“, erklärte es in einer Erklärung am heutigen Sonntag.
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew verurteilte den Terroranschlag in einer Erklärung auf seiner Website und wünschte den Verletzten schnelle Genesung.
„Wir sind äußerst wütend wegen dieses heimtückischen Anschlags auf Zivilisten“, schrieb Alijew. „Wir unterstützen die kontinuierliche Bekämpfung des Terrors auf die härteste und entschiedenste Weise.“
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Bahram Qasemi teilte in seinem Statement mit, dass „die Einheit aller Staaten der Welt der einzige Weg zur globalen Bekämpfung der Gewalt und des Terrors“ sei.
Obama bekräftige „die Unterstützung der USA für die Türkei, unsere NATO-Partnerin, unser gemeinsames Ziel, jeder Form des Terrors zu gegenüberzutreten und diese zu bezwingen“, erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats (NSC), Ned Price.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg beklagte in seinem Twitterpost den „tragischen Start in das Jahr 2017 in Istanbul“. Weiter heißt es:
„Meine Gedanken sind bei den von dem Anschlag Betroffenen, die das Neue Jahr begingen, und beim türkischen Volk“.
„Es hätte eine Nacht des Feierns sein sollen: Terroristen verwandelten sie in eine Nacht der Gewalt, des Todes, der Verzweiflung“, schrieb EU-Parlamentspräsident Martin Schulz auf Twitter. „Meine Gedanken sind in Istanbul, Türkei.“
Der britische Botschafter in der Türkei, Richard Moore, schrieb ebenfalls auf Twitter: „Ich bin betrübt und entsetzt mitanzusehen, dass die Türkei beim Übergang ins Neue Jahr von noch mehr Schmerz und Kummer heimgesucht wird.“
Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sprach in seinem Tweet seine Solidarität mit der Türkei aus: „Wir sind mit ganzem Herzen mit der Türkei, die in dieser symbolträchtigen Nacht auf schreckliche Weise getroffen wurde.“
„Kanada spricht den Familien der Opfer sein Beileid aus und wünscht den bei diesem entsetzlichen Anschlag in der heutigen Nacht in Istanbul Verletzten baldige Genesung“, twitterte der kanadische Außenminister Stéphane Dion.
„Ein schrecklicher Neujahrsbeginn in Istanbul. Mein aufrichtiges Beileid den Freunden und Familien der Opfer“, erklärte der österreichische Außenminister Sebastian Kurz.
Das Deutsche Auswärtige Amt teilte auf Twitter mit: „Reina-Anschlag: Wir sind zutiefst entsetzt und trauern mit den Menschen in Istanbul, Türkei.“
Der Nationale Exekutivdirektor und Mitbegründer des Council on American-Islamic Relations in den Vereinigten Staaten von Amerika (CAIR), Nihad Awad, twitterte: „Unsere Herzen sind bei den Familien der zivilen Opfer, die von Terroristen getötet und verletzt wurden, sowie denen, die ihnen nahestanden.“
Apple-Chef Tim Cook schrieb auf Türkisch: „Wir teilen deinen Schmerz und deine Traurigkeit, liebe Türkei. Istanbul, unsere Herzen sind mit euch.“
Drei Wochen zuvor waren bei einem Doppelanschlag in Istanbul 45 Menschen, die meisten unter ihnen Polizisten, gestorben.
Istanbul (nex) – Mindestens 35 Tote und Dutzende Verletzte hat der bewaffnete Angriff auf den Edel-Nachtclub am Bosporus bereits gefordert.
Türkischen Medienberichten zufolge sollen mindestens zwei Angreifer mit Kalaschnikows bewaffnet in Weihnachtsmann-Kostümen den Club betreten und das Feuer eröffnet haben. Zum Tatzeitpunkt sollen sich fast 800 Personen im Club aufgehalten haben.
Reina-Besitzer Mehmet Kocarslan sagte gegenüber der türkischen Tageszeitung Hürriyet, dass ihn der US-amerikanische Geheimdienst vor einem Anschlag gewarnt hätte. Wie die US-Amerikaner zu diesen Informationen kamen, äußerte Kocarslan gegenüber der Zeitung nicht.
„Es gab Hinweise vom amerikanischen Geheimdienst. Sieben bis zehn Tage lang wurden hier in der Umgebung Vorkehrungen getroffen. Sogar im Wasser. Und was hat es gebracht? Der Angriff fand trotzdem statt“, so Kocarslan gegenüber Hürriyet.
Istanbul (nex) – Bei einem Angriff auf einen Nachtclub in Istanbul sind türkischen Medienberichten zufolge viele Menschen verletzt worden. Der türkische Nachrichtensender NTV berichtet von 35 Toten.
Bei einem Angriff in einem Nachtclub im Zentrum Istanbuls sind in der Silvesternacht Medienberichten zufolge dutzende Menschen verletzt und mindestens 35 getötet worden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Kranken- und Polizeiwagen zum Tatort fuhren.
Der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge sei ein Bewaffneter in den Club eingedrungen und habe das Feuer eröffnet.
Unklarheit herrscht noch über die genaue Anzahl der Täter. Laut NTV sollen mindestens zwei Angreifer mit Kalaschnikows bewaffnet in Weihnachtsmann-Kostümen den Club betreten und das Feuer eröffnet haben.
Ankara (nex) – Der kosovarische Fußballspieler Vedat Muriqi vergleicht seine Kindheitserinnerungen an den Kosovokrieg von 1998-1999 mit dem syrischen Bürgerkrieg und hebt die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Tragödien hervor.
„Ich kann am besten verstehen, was momentan in Syrien geschieht, wenn wir es im Fernsehen sehen“, sagt der 22-Jährige in einem Exklusiv-Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu und fügt hinzu: „Und nur die Türkei empfängt die Syrer mit offenen Armen.“
Der Stürmer, der beim türkischen Erstligisten Ankara Genclerbirligi unter Vertrag steht, spricht über seine Erinnerungen als fünfjähriges Kind an den Kosovokrieg. Er wisse noch genau, wie er mit seinen Eltern sein Zuhause habe verlassen müssen:
„Wir hatten während des Krieges mit 50-55 Leuten in einem Haus gelebt, aber nachdem wir weggehen mussten, teilten wir uns mit 50-55 Leuten ein einziges Zimmer. Zwei Tage lang haben wir in einem Keller auf Flaschen geschlafen.“
In dem Kosovokrieg zwischen Kosovo-Albanern und Serben, der vom 28. Februar bis zum 11. Juni 1999 dauerte, wurden Schätzungen zufolge über 10.000 Albaner von jugoslawischen Kräften getötet. 1.700 Albaner werden noch immer vermisst.
„Wir bekamen täglich zwei Liter Milch für 50 Personen“, erinnert sich Muriqi. „Wir waren Kinder, und wenn ich Hunger hatte und nach Essen fragte, weinte meine Mutter, weil sie mir nichts zu essen geben konnte.“
Syrien befindet sich seit 2011 in einem Bürgerkrieg. Das Assad-Regime hatte damals die Demonstrationen für Demokratie, die als Teil der Aufstände im „Arabischen Frühling“ entstanden waren, mit unerwarteter Brutalität und unverhältnismäßiger Gewalt niedergeschlagen.
Seitdem wurden nach Angaben der UNO im ganzen Land mehr als 250.000 Menschen getötet und mehr als zehn Millionen Menschen vertrieben.
New York (nex) – Der UN-Sicherheitsrat hat sich einstimmig hinter die Bemühungen Russlands und der Türkei zur Beendigung des fast sechsjährigen Konflikts in Syrien und die Friedensinitiative der beiden Länder gestellt.
In einer an den Sicherheitsrat gerichteten Erklärung beklagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin „ein schwieriges Jahr“, lobte jedoch die Bemühungen, dieses mit einer internationalen Vereinbarung für Syrien zu beenden. Tschurkin dankte der Türkei für ihren „wesentlichen Beitrag“.
Die am 31. Dezember 2016 verabschiedete Resolution sieht die „schnelle sichere und ungehinderte“ Lieferung humanitärer Hilfe in ganz Syrien sowie ein Treffen für Friedensgespräche im Januar von Vertretern der syrischen Regierung und der Opposition in der kasachischen Hauptstadt Astana vor.
Westliche Mitglieder des Sicherheitsrates strebten Änderungen an dem von Russland und der Türkei vorgelegten Resolutionsentwurf zur Klärung der Rolle der UNO und die Bedeutung der von Russland und der Türkei initiierten Vereinbarung während der Beratungen an. Die bereits in Kraft getretene Waffenruhe bezeichnet die Resolution 2336 nun als wichtigen Schritt zu Verhandlungen unter UN-Vermittlung in Genf.
Dortmund (dtn) – Der syrische Unternehmerverband (SIAD), der sich aus syrischen Geschäftsleuten zusammensetzt, die vor dem Syrien-Konflikt geflohen sind, hat im Rahmen einer symbolischen Solidaritätsaktion eine Million Dollar in Türkische Lira gewechselt.
Die SIAD-Mitglieder besuchten anschließend die Oberbürgermeisterin von Istanbul, Fatma Şahin, um ihr den Beleg feierlich zu überreichen. SIAD-Chef Khaled Bablli sagte der Zeitung Yeni Şafak, dass die Syrer in der Türkei in der Putschnacht des 15. Juli auf der Seite des türkischen Volks standen und auch weiterhin die Türkei unterstützen werden.
Zuvor waren bereits Deutsch-Türken dazu übergegangen, Euro-Scheine in Türkische Lira zu wechseln, um die türkische Währung auf dem Devisenmarkt zu verknappen, und den Wert der Lira somit zu steigern.
Auch der japanische Konzern Toshiba verkündete, seine Auftragstätigkeiten in Türkische Lira umzustellen.
Nach Angaben von Gölcük Medya haben türkische Bürger in der Türkei bisher über zehn Milliarden Dollar in Türkische Lira umgetauscht. Yeni Şafak berichtet, dass eine Gruppe von 300 Türken aus Frankreich vergangene Woche in die Türkei eingeflogen sei, um vor Ort Euro-Summen in die Türkische Lira zu wechseln. Die Aktion der 300 Personen soll die Bürger dazu motivieren, an der Kampagne zur Stützung der Lira mitzuwirken.
Urla (nex) – Ein 13-jähriges kurdisches Mädchen wurde von PKK-Terroristen entführt und in den Nordirak gebracht. Nachdem sie fliehen konnte und Schutz bei türkischen Sicherheitskräften fand, erzählt sie von ihren Erfahrungen und den Lebensbedingungen in den Terrorcamps.
Medienberichten zufolge wurde K. Y. in der südosttürkischen Provinz Hakkari von nicht identifizierten bewaffneten Männern entführt, als sie sich am Tag des Opferfests auf den Weg zu einem Lebensmittelgeschäft in der Nähe ihres Hauses machte.
Das Mädchen erzählt, dass sie große Angst gehabt habe, als sie die Waffen der Terroristen sah, nachdem sie sie in ein Auto gezwungen hätten. Man habe ihr gesagt, sie solle sich nicht fürchten, und ihr den Mund zugeklebt, als sie angefangen habe zu schreien.
Sie sei in ein Dorf in der Nähe gebracht worden, wo ein weiterer ihr unbekannter Mann ins Auto zugestiegen sei. Anschließend seien sie zum Hakurk-Camp, einem der Hauptstützpunkte der PKK im Nordirak, gefahren. Danach habe man sie zum Kandil-Camp, dem Hauptquartier der PKK im Nordirak, gebracht. Y. beschreibt das Leben in den PKK-Camps und erzählt, dass ihr Codename Heval Berfin gewesen sei. Sie sei gezwungen worden, altes Essen zu essen, die Uniform der Terroristen zu tragen. Man habe ihr mit dem Tode gedroht, wenn sie sich geweigert habe.
„Ich hasse die PKK“, ruft sie. „Sie haben mich gezwungen, ihre Uniform zu tragen und haben Fotos gemacht. Ich hatte so Angst, dass ich anfing zu weinen, und ich sagte zu ihnen, dass ich meine Familie vermisse, aber sie hörten nicht auf mich.“
Die Teenagerin berichtet, dass neu rekrutierte Kämpfer gezwungen worden seien, an einem Ideologietraining teilzunehmen und einer Hirnwäsche mit der Terrorpropaganda der PKK unterzogen worden seien.
Auf die Frage, ob die Lebensbedingungen in den PKK-Camps angemessen seien, antwortet sie, dass sie das Leben dort gehasst und es an Essen, Wasser und Strom gemangelt habe. Die Terroristen hätten monatelang wegen des Wassermangels nicht duschen können.
Wenn türkische Jets, die PKK-Stellungen bombardierten, zu hören gewesen seien, hätten die Terroristen vor Angst gezittert, so die 13-Jährige weiter.
„Alle waren still und keiner bewegte sich, bis der Lärm der Jets aufhörte“, erklärt sie.
Sie habe auch Menschen gesehen, die in den PKK-Camps Englisch gesprochen hätten.
Y. weist darauf hin, dass sie niemals gezwungen worden sei, zu den Camps der Volksverteidigungseinheiten in Syrien (YPG) zu gehen. Sie sei nachts, als alle schliefen, geflohen, so das Mädchen weiter.
Sie habe auf die Freundlichkeit der türkischen Sicherheitskräfte vertraut und gewusst, dass sie gut behandelt würde. Sie ruft die PKK-Terroristen auf, es ihr gleichzutun und sich zu ergeben.
In der vergangenen Woche hatte die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch (HRW) einen Bericht veröffentlicht, wonach die PKK kurdische und jesidische Kinder rekrutiere und diese schwer misshandle, wenn sie versuchten, die Terroreinheiten zu verlassen.
Die Menschenrechtsorganisation hat eigenen Angaben zufolge 29 Fälle im Nordirak dokumentiert, in denen kurdische und jesidische Kinder von zwei bewaffneten Gruppen entführt und als Kindersoldaten eingesetzt worden seien.
Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen, bei dem bislang über 800 Sicherheitskräfte und über 300 Zivilisten ihr Leben verloren haben sowie über 4.000 Sicherheitskräfte und über 2.000 Zivilisten verletzt worden sind. Seitdem wurden im Zuge von Anti-Terror-Einsätzen über 10.000 PKK-Terroristen tot oder lebendig gefasst und etwa 5.500 Waffen, Munition, 142 Tonnen Sprengsätze sowie 15.000 Bomben konfisziert.
DIG-Präsident Königshaus wirft UN-Sicherheitsrat Einseitigkeit vor
Osnabrück (ots) – In der internationalen Debatte über die Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen den israelischen Siedlungsbau hat die israelische Botschaft in Deutschland Kritik an US-Außenminister John Kerry geübt.
Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Gesandte der Botschaft des Staates Israel, Avraham Nir-Feldklein: „Wir bedauern, dass US-Außenminister Kerry seine letzte Rede dafür genutzt hat, sich auf Israel zu konzentrieren und nicht auf die wirklich drängenden Probleme im Nahen Osten.“
Der Gesandte verwies auf die Reaktion der britischen Premierministerin Theresa May auf Kerrys Rede. Diese habe argumentiert, dass eine Fokussierung allein auf den Siedlungsbau für Friedensverhandlungen nicht förderlich sei.
Lobend äußerte er sich über Deutschlands Rolle: „Wir schätzen den deutschen Einsatz für den Frieden und das Wohlergehen Israels als jüdischen und demokratischen Staat.“ Auf die Äußerungen von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zu der Resolution ging der Diplomat nicht ein. Steinmeier hatte die von Israel abgelehnte Resolution begrüßt und Kerry gegen heftige israelische Kritik verteidigt.
Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Hellmut Königshaus, warf den Vereinten Nationen und dem UN-Sicherheitsrat Einseitigkeit vor. „Die UN und der Sicherheitsrat blicken mit schon fast manischem Blick auf Israel „, sagte Königshaus der NOZ. Man könne durchaus Kritik an der israelischen Siedlungspolitik äußern, aber es falle auf, dass der Sicherheitsrat zu anderen Konflikten in der Region weniger Resolutionen verabschiede.
Königshaus sagte, dass die Frage nach Sicherheitsgarantien für Israel in der Debatte nach wie vor nicht beantwortet sei. Radikale palästinensische Gruppen, so Königshaus, forderten weiterhin offen die Vertreibung der Israelis.
Ankara (nex) – PKK-Anführer Murat Karayilan, der auch Mitglied der Verwaltungsorganisation (KCK) der Terrororgruppe ist, hat Berichten zufolge angekündigt, dass die PKK sich aus der Sindschar-Region im Irak zurückziehen werde.
Kurz zuvor hatte die Regierung der autonomen kurdischen Gebiete (KRG) mit Gewaltanwendung gedroht, sollte die PKK sich aus dem Gebiet nicht zurückziehen.
Das der KRG nahestehende kurdische Mediennetzwerk Rudaw hat am vergangenen Donnerstag eine Meldung des PKK-nahen Fernsehsenders Sterk TV zitiert, derzufolge Karayilan in einer Erklärung betont habe, dass es keinen Anlass für die KRG gebe, Gewaltandrohungen im Hinblick auf die Präsenz seiner Kämpfer in Sindschar auszusprechen. Er habe darauf hingewiesen, dass der Meinungsverschiedenheiten auch mit Dialog und Verhandlungen gelöst werden könnten.
„Wir befinden uns in einer wichtigen Phase, in der das Schicksal unseres Volkes sich entscheiden wird“, habe Karayilan in seiner Erklärung unterstrichen. Weiter heiße es: „In einer solchen Zeit ist die Einheit des kurdischen Volkes wertvoller denn je. Wir betrachten die Angelegenheit aus einer strategischen Perspektive. Deshalb möchten wir alle bestehenden Probleme im Dialog lösen.“ In der vergangenen Woche hatte der Ministerpräsident der Kurdischen Autonomiegebiete (KRG),
Nechirvan Barzani, bekanntgegeben, dass die Regierung der Kurdischen Autonomiegebiete militärische Gewalt anwenden werde, wenn die Terrororganisation PKK darauf bestehen sollte, den Distrikt Sindschar in der nordirakischen Provinz Mossul zu besetzen.
In einem Exklusiv-Interview mit der Nachrichten-Website al-Monitor hatte Barzani betont, dass die einheimischen Jesiden den PKK-Ableger Widerstandseinheit YBS nicht willkommen hießen und ihre Anwesenheit für Instabilität in der Region sorge.
„Die Präsenz der PKK hält die Menschen davon ab, in ihre Häuser zurückzukehren“, hatte Barzani erklärt und hinzugefügt: „Sie zögern, in ihre Häuser zurückzukehren aus Angst vor einem neuen Konflikt und aus Sorge vor einer ungewissen Zukunft, und nicht weil, wie manche behaupten, wir diejenigen sind, die nach ihrem Leben und ihren Häusern trachten. Wir teilen ihre Sorgen, deshalb sind wir fest davon überzeugt, dass die PKK Sindschar verlassen muss.“
Die mehrheitlich von Jesiden bewohnte Stadt Sindschar und ihre Umgebung waren im August 2014 von IS (Daesh)-Terroristen eingenommen worden, infolgedessen sie die Kontrolle über weite Gebiete in Mittel- und Nordwestirak übernahmen. Auch Mossul, die zweitgrößte Stadt des Landes, befindet sich noch in der Hand des IS (Daesh).
Nach der Befreiung der Sindschar-Region vom IS (Daesh) nutzte die PKK die Situation aus und ließ sich auf dem Sindschar-Gebirge nieder. Die Türkei hat wiederholt gewarnt, dass sie die dauerhafte Anwesenheit der PKK auf Sindschar sowie die Errichtung eines zweiten Hauptquartiers in der Bergregion nicht dulden werde. Die Türkei spielt damit auf das Hauptquartier der Terrorgruppe im Kandil-Gebirge an der irakisch-iranischen Grenze an.