Ankara – Die mutmaßliche türkische Tochter des US-Präsidenten Donald Trump hat sich erneut an die Kriegsparteien gewandt.
In einem Video auf ihren Social-Media-Kanälen wandte sie sich direkt an die USA, Israel und den Iran und bot sich als Vermittlerin im Streit um die Straße von Hormus an.
„Ich kann den Streit zwischen euch um die Straße von Hormus lösen. Das ist keine unlösbare Angelegenheit und wird auch nicht länger als einen Tag dauern“, erklärte Özmen in ihrer Botschaft. „Wenn ich an den Verhandlungen teilnehmen könnte, kenne ich den gemeinsamen Nenner, den beide Seiten akzeptieren würden. Ich könnte sie sehr gut miteinander versöhnen.“
Wer ist Necla Özmen?
Bei der 55-jährigen Özmen handelt es sich um eine türkische Social-Media-Persönlichkeit, die seit längerer Zeit behauptet, die leibliche Tochter Donald Trumps zu sein und vor türkischen Gerichten um ihre Anerkennung kämpft. Laut ihren Schilderungen wurde sie 1970 in einem Krankenhaus geboren und einer US-Bürgerin namens „Sophia“ abgenommen, die zu dieser Zeit eine Affäre mit Donald Trump gehabt haben soll.
Ihre im Jahr 2017 verstorbene Ziehmutter habe ihr auf dem Sterbebett gestanden, nicht ihre biologische Mutter zu sein.
Auf juristischer Ebene hatte das 27. Familiengericht in Ankara die Vaterschaftsklage gegen Donald Trump in erster Instanz abgewiesen — mit der Begründung, es lägen keine hinreichenden Beweise vor, die einen erzwungenen DNA-Test rechtfertigen würden.
Özmen hat Berufung eingelegt und strebt in der höheren Instanz eine genetische Untersuchung an. Das Weiße Haus und die US-Botschaft in Ankara haben sich zu dem Verfahren bislang nicht offiziell geäußert.
Parallel zu ihren juristischen Bemühungen äußerte Özmen wachsende Sorge um ihre persönliche Sicherheit. Sie gab an, zu befürchten, aufgrund ihrer behaupteten Identität als Präsidententochter Ziel von Entführungen oder Lösegeldforderungen zu werden, und forderte die US-Behörden auf, ihr Schutz zu gewähren.
Ein Muster direkter Appelle an Trump
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Özmen öffentlich direkt an Donald Trump wendet. Die Türkin hat in der Vergangenheit mehrfach für Schlagzeilen gesorgt — etwa als sie Trump mit den Worten „Vater, bitte lass Maduro frei!“ zu einer Kehrtwende in der Venezuela-Politik aufforderte, oder zuletzt als sie in einer Videobotschaft appellierte: „Bitte verlängert den Krieg nicht.“
Özmen betont dabei stets, dass sie als seine Tochter wolle, dass er als „gütiger Anführer“ agiere und kein Blut vergossen werde.
Ob ihre neueste Botschaft mehr Gehör findet als die vorangegangenen, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Necla Özmen lässt nicht locker.
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