Nordmazedonien
Türkei: Griechisches Verbot der Türkischen Union inakzeptabel

Der Präsident des türkischen Parlaments (TBMM), Mustafa Şentop, hat in Bezug auf Griechenland es als inakzeptabel bezeichnet, dass die Türkische Union von İskeçe (Xanthi) verboten worden sei, weil in ihrem Namen der Begriff Türkisch vorkomme.

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Skopje/Üsküp – Der Präsident des türkischen Parlaments (TBMM), Mustafa Şentop, hat in Bezug auf Griechenland es als inakzeptabel bezeichnet, dass die Türkische Union von İskeçe (Xanthi) verboten worden sei, weil in ihrem Namen der Begriff Türkisch vorkomme.

Şentop nahm mit einer Parlamentsdelegation an einer Rezeption von zivilgesellschaftlichen Institutionen anlässlich des türkischen Bildungstags in der Hauptstadt Nordmazedoniens, Skopje, teil.
Ankara lege großen Wert in die Bemühungen zur Stärkung der türkischen Sprache in Nordmazedonien.

Die Türkei glaube fest daran, dass die Fortsetzung des Türkischen als Unterrichtssprache in Nordmazedonien zur Stärkung der Brüderlichkeit in der Region beitragen und die kulturelle Vielfalt sowie die politische Macht des Landes erhöhen und daher von elementarer Bedeutung sei.

Während einer Rede betonte Şentop:

„Die Türkische Union von İskeçe zu verbieten, weil in ihrem Namen der Begriff Türkisch vorkommt und dies weiterzuführen, trotz der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) ist inakzeptabel“

Repressionen gegen türkische Sprache gehen weiter

Leider hielte sich die Unzufriedenheit und die Repressionen gegen die türkische Sprache gingen weiter, vordergründig in Griechenland und einigen anderen Ländern. Bei jeder Gelegenheit würden die Landsleute in Westthrakien daran gehindert, die türkische Sprache zu verwenden, und selbst der Gebrauch eines türkischen Wortes werde verboten.

Nach der Definition des griechischen Staates gibt es in Griechenland keine türkische Volksgruppe, sondern Griechen muslimischer Herkunft. Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der türkischen Minderheit in Westthrakien auf circa 150.000 Menschen.

Die Rechte der türkisch-muslimischen Minderheit waren im Lausanner Vertrag geregelt. Eines der größten Probleme der türkischen Minderheit ist die Weigerung Athens, deren ethnische Zugehörigkeit anzuerkennen und stattdessen den Begriff „muslimische Minderheit“ Verwendung findet. In den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als die griechisch-türkischen Beziehungen gut waren, verwendeten griechische Behörden die ethnische Titulierung „türkische Minderheit“, allerdings wurde diese Bezeichnung mit dem griechischen Militärputsch des Obristen-Regimes 1967 wieder abgeschafft.

Ab den 80er-Jahren wurden in Griechenland Vereine verboten, die in ihren Satzungen den Begriff „Türkisch“ enthielten, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem Urteil 2008 diese Praxis untersagte, haben griechische Behörden das Urteil des EGMR) bis heute nicht umgesetzt. Griechenland argumentiert, der Lausanner Vertrag beinhalte lediglich die Bezeichnung „muslimische Minderheit“ und daher sei sie nicht verpflichtet, einen ethnischen Begriff zu verwenden.

Kemal Bölge/Skopje

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