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US-Wahlen 2028: Tritt Barack Obama erneut an?

Die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr von Barack Obama in das politische Geschehen der USA haben im Februar 2026 eine neue Stufe erreicht.

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Washington D.C. – Die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr von Barack Obama in das politische Geschehen der USA haben im Februar 2026 eine neue Stufe erreicht. Hintergrund sind jüngste Äußerungen von Präsident Donald Trump, der eine hypothetische Kampagne gegen seinen Amtsvorgänger begrüßen würde, sowie deutliche Worte der ehemaligen First Lady Michelle Obama.

Trumps Aussagen befeuern Spekulationen

In einem Interview mit NBC News und bei Pressegesprächen im Oval Office weigerte sich Präsident Donald Trump mehrfach, eine erneute Kandidatur für 2028 kategorisch auszuschließen, obwohl der 22. Zusatzartikel der US-Verfassung eine dritte Amtszeit untersagt.

Trump deutete an, es gebe „Methoden“, die Verfassungsregeln zu umgehen, und betonte: „Die Leute bitten mich, erneut zu kandidieren.“ Auf die Frage, ob dies den Weg für eine erneute Kandidatur von Barack Obama ebnen würde, zeigte sich Trump begeistert: „Das wäre eine gute Sache. Das würde mir gefallen.“

Die Republikaner haben Trumps Überlegungen weitgehend als unseriös abgetan. Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, sagte am Montag gegenüber Reportern, dass „er wahrscheinlich nur Spaß damit hat und euch auf den Arm nimmt“.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wies Fragen ebenfalls zurück und bezeichnete die Aussicht auf eine dritte Amtszeit als „nicht wirklich etwas, worüber wir nachdenken“.

Aber Verbündete von MAGA, darunter Steve Bannon, haben die Idee vorangetrieben, dass Trump die Verfassung umgehen könnte. Und am Montag haben weder Leavitt noch Trump sich dafür entschieden, dies auszuschließen

Michelle Obama erteilt Absage

Die Reaktion aus dem Lager der Obamas folgte prompt. In einem am 21. Januar 2026 veröffentlichten Interview im Podcast „Call Her Daddy“ stellte Michelle Obama klar, dass sie eine erneute Kandidatur ihres Mannes strikt ablehne.

„Ich würde aktiv dagegen arbeiten“, so die ehemalige First Lady. Sie betonte die Notwendigkeit für „neue Visionen“ und „neue Energie“ im Weißen Haus. Acht Jahre seien für jeden genug, um jungen Führungskräften Platz zu machen.

Die verfassungsrechtliche Realität

Trotz der politischen Rhetorik bleibt die rechtliche Hürde für beide Männer unverändert hoch. Der 22. Zusatzartikel besagt eindeutig: „Niemand darf mehr als zweimal in das Amt des Präsidenten gewählt werden.“ Experten betonen, dass eine Änderung dieses Artikels eine Zwei-Drittel-Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses sowie die Zustimmung von drei Vierteln der US-Bundesstaaten erfordern würde – ein Szenario, das in der aktuell tief gespaltenen politischen Landschaft der USA als unmöglich gilt.

Gesetzliche Gegenmaßnahmen

In Kalifornien hat der demokratische Senator Tom Umberg bereits reagiert und im Januar 2026 den Gesetzentwurf SB 46 eingebracht. Dieser würde den Secretary of State dazu verpflichten, die Wählbarkeit von Präsidentschaftskandidaten strikt anhand der Verfassung zu prüfen und verfassungsrechtlich ungeeignete Kandidaten – wie solche, die bereits zwei Amtszeiten absolviert haben – direkt vom Wahlzettel auszuschließen.

Während die politische Debatte und das gegenseitige Herausfordern der Kontrahenten für Schlagzeilen sorgt, halten Verfassungsrechtler fest: Ohne eine historisch beispiellose Änderung der US-Verfassung bleibt ein Duell Obama gegen Trump im Jahr 2028 eine rechtliche Unmöglichkeit.

Bannon hat das Thema in seinem Umfeld bereits Ende 2025 massiv gepusht. Die Strategie der MAGA-Unterstützer ist es, die 22. Verfassungsänderung als „veraltet“ oder durch „besondere Umstände“ (wie die Behauptung einer gestohlenen Wahl 2020) als nicht anwendbar darzustellen.

„Trump 2028“-Merchandise: Bereits Anfang 2025 tauchten bei MAGA-Events T-Shirts mit dem Slogan „Trump 2028 – Rewrite the Rules“ auf.

GOP-Reaktion: Republikanische Kollegen in Kalifornien bezeichnen SB 46 zwar als „redundant“ (da die Verfassung ohnehin klar sei), aber Umberg argumentiert, dass man Trumps eigene Aussagen ernst nehmen müsse („I take the president seriously“), um eine Verfassungskrise proaktiv zu verhindern.

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