Istanbul
Türkei: Ausreisesperre für Ehefrau des Weißhelme-Gründers Le Mesurier

Die türkischen Behörden haben der Ehefrau des am Montag in der Millionenmetropole Istanbul tot aufgefundenen britischen Mitbegründers der Zivilschutzorganisation Weißhelme eine Ausreisesperre verhängt. 

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Istanbul – Die türkischen Behörden haben der Ehefrau des am Montag in der Millionenmetropole Istanbul tot aufgefundenen britischen Mitbegründers der Zivilschutzorganisation Weißhelme eine Ausreisesperre verhängt. 

Wie türkische Medien berichten, dürfe Emma Hedvig Christina Winberg, die schwedische Staatsbürgerin ist, bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht das Land verlassen.

Die Leiche des ehemaligen Agenten des britischen Geheimdienstes MI6 und Gründer der syrischen Rettungsorganisation Weißhelme, James Gustaf Edward Le Mesurier (48), wurde in den frühen Morgenstunden des 11. November von Passanten, die zum Morgengebet in die Moschee gingen, tot auf der Straße im Istanbuler Stadtteil Beyoglu entdeckt. Die türkischen Ermittler gehen von Selbstmord aus. 

Seine Frau sagte am Montag gegenüber der Polizei aus, dass ihr Mann kürzlich begonnen habe, Psychopharmaka einzunehmen. 15 Tage vor seinem Tod habe er ihr gesagt, dass er daran denke, sich umzubringen. Laut Winberg seien sie in das Haus in Beyoglu umgezogen, um in der Nähe der Kliniken zu sein. Le Mesurier habe aufgrund von posttraumatischen Belastungsstörungen eine Psychotherapie und medikamentöse Behandlung begonnen.

Am Abend nahmen sie und ihr Mann Schlaftabletten und sie schlief, als der Vorfall früh am Morgen stattfand. Sie sagte auch, dass am Abend zuvor keine Fremden ins Haus kamen.

Vertreter der Weißhelme äußerten gegenüber der BBC die Mutmaßung, dass es sich um einen Mord handeln könne und verdächtigten „einen Staatlichen Akteur“ hinter Le Mesuriers Tod.

Moskau erklärt Le Mesurier zum „Terroristen“

Nur drei Tage vor seinem Tod hatte das russische Außenministerium Le Mesurier zum Terroristen erklärt.

„Der Mitbegründer der ‚Weißhelme‘, James Le Mesurier, ist ein ehemaliger Agent des britischen MI6, der auf der ganzen Welt gesichtet wurde, unter anderem auf dem Balkan und im Nahen Osten. Seine Verbindungen zu terroristischen Gruppen wurden schon während seiner Mission in Kosovo gemeldet“, zitiert die Berliner Morgenpost eine Ministeriumssprecherin in Moskau.

 

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