Balkan
EU: Serbien muss das Abkommen mit der Eurasischen Union kündigen

Serbien muss ein neues Handelsabkommen mit der eurasischen Wirtschaftsunion Russlands kündigen, wenn es der Europäischen Union beitritt.

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Eine klare Botschaft der Europäischen Kommission an Serbien

Brüssel – Serbien muss ein neues Handelsabkommen mit der eurasischen Wirtschaftsunion Russlands kündigen, wenn es der Europäischen Union beitritt.

„Serbien kann vor dem EU-Beitritt Vereinbarungen mit anderen Staaten oder Organisationen treffen. Im Hinblick auf die Beitrittsverhandlungen hat sich Serbien jedoch verpflichtet, sich am Tag des EU-Beitritts aus allen bilateralen Handelsabkommen zurückzuziehen“, sagte die Kommission.

„Der Text des Freihandelsabkommens mit Russland sollte auch eine Ausstiegsklausel enthalten, die garantiert, dass Serbien nach seinem Beitritt zur EU aus dem Abkommen aussteigen kann“, warnte der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, David McAllister.

Die Europäische Kommission hat am Tag nach der Ankündigung des russischen Botschafters in Belgrad Alexander Bozan-Chartschenko, dass Serbien am 25. Oktober ein Handelsabkommen mit der eurasischen Wirtschaftsunion unterzeichnen wird, ihre Position klargestellt.

Serbien soll Eurasischer Wirtschaftsunion beitreten

In der vergangenen Woche kündigte der russische Botschafter in Belgrad, Bozan-Chartschenko, den Beitritt Serbiens in die Eurasische Wirtschaftsunion an.

„Ein Abkommen über die Einrichtung einer Freihandelszone zwischen Serbien und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) kann am 25. Oktober unterzeichnet werden“, zitierte die Nachrichtenagentur Sputnik den russischen Botschafter

Für Belgrad markiere die Umsetzung des Dokuments eine ganz neue Etappe der Präsenz im eurasischen Raum und den Eintritt in einen Markt, der 182 Millionen Verbraucher umfasst und dessen gesamtes Bruttoinlandsprodukt mehr als 1,9 Billionen US-Dollar beträgt, so Botschafter weiter.

Die Eurasische Wirtschaftsunion ist ein Zusammenschluss aus fünf Staaten im Nordosten Eurasiens zu einem Binnenmarkt mit Zollunion. Die Wirtschaftsunion ging mit Wirkung zum 1. Januar 2015 aus der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft hervor. Mitgliedsstaaten sind Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland  und Weißrussland.

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