"Komplizierte politischen Situation"
Bericht: Russische Charterflüge in die Türkei könnten gestoppt werden

Russische Fluggesellschaften haben von der russischen Luftfahrtbehörde Rosaviatsia per Telegramm eine Warnung vor einer möglichen Suspendierung von Charterflügen in die Türkei erhalten. Das würde ein endgültiges Aus für die diesjährige Tourismusbranche der Türkei bedeuten. Dieser Schritt könnte auch als eine an Ankara gerichtete Warnung interpretiert werden. Die Türkei hatte gemeinsam mit den USA die Assad-Regierung für den Giftgasangriff in der letzten Woche verantwortlich gemacht.

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Moskau (nex) – Russische Fluggesellschaften haben von der russischen Luftfahrtbehörde Rosaviatsia per Telegramm eine Warnung vor einer möglichen Suspendierung von Charterflügen in die Türkei erhalten. Dies teilte eine anonyme Quelle aus Fluggesellschaftkreisen der russischen Nachrichtenagentur TASS mit.

Eine mögliche Streichung der Charterflüge hänge mit der komplizierten politischen Situation in der Türkei zusammen, so die Quelle weiter. Dieser Schritt könnte auch als eine an Ankara gerichtete Warnung interpretiert werden. Die Türkei hatte gemeinsam mit den USA die syrische Assad-Regierung für den Giftgasangriff in der letzten Woche verantwortlich gemacht.

In dem der Nachrichtenagentur TASS vorliegenden Telegramm heißt es, dass erforderliche Maßnahmen ergriffen werden müssten, wenn bestehende Charterflüge geplant würden. Unterschrieben hat es der stellvertretende Behördenvorsitzende Oleg Kim.

Russland hatte bereits im Oktober 2015 Charterflüge in die Türkei gestrichen. Damals hatte die türkische Luftwaffe einen russischen Kampfjet, der sich während seines Einsatzes in Syrien im türkischen Luftraum befand, abgeschossen.

Nachdem im August vergangenen Jahres sich Erdogan wegen des Vorfalls entschuldigt hatte und die beiden Staatschefs mit Verhandlungen begonnen hatten, beschlossen beide Parteien die Wiederherstellung der Beziehungen. Experten des russischen Ministeriums für Verkehr überprüften die Sicherheit türkischer Flughäfen und erstellten für die russische Regierung einen Bericht.

Am 28. August 2016 unterzeichnete schließlich der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew ein Dekret über die Aufhebung des Verbots des Charterluftverkehrs zwischen Russland und der Türkei.

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