CHP besucht Kuba
Kuba: Erdogans Opposition nimmt an Castro-Begräbnis teil

Während die US-Regierung angekündigt hat, dass sie am Castro-Begräbnis nicht teilnehmen werde, hat Erdogans Oppostionspartei angekündigt, am Wochenende dem verstorbenen kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro die letzte Ehre zu erweisen. Der langjährige sozialistische Staatschef war am Freitag im Alter von 90 Jahren verstorben.

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Havanna (nex) – Eine Delegation der oppositionellen türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP) wird am kommenden Sonntag an der Begräbniszeremonie für den verstorbenen kubanischen Ex-Präsidenten und Revolutionsführer Fidel Castro teilnehmen.

Der stellvertretende Parteivorsitzende Veli Ağbaba, der Abgeordnete für Istanbul zur Großen Nationalversammlung, Sezgin Tanrıkulu und der Abgeordnete für Kocaeli, Tahsin Tarhan, werden die Delegation anführen, gab die Partei am Dienstag bekannt. In Kommentarbereichen der Sozialen Medien fragen die Leser verwundert, wie es denn sein kann, dass die CHP und linke Kreise in der Türkei einerseits den demokratisch gewählten Erdogan, der noch dazu bei jeder Wahl seinen Stimmenanteil steigern konnte, einen Diktator nennen, aber andererseits den Diktator Castro als einen Helden verehren.

Am Tag davor werden die Vertreter der linken Oppositionspartei in Santiago de Cuba an einer Veranstaltung zu Ehren des Politikers teilnehmen, in der gleichen Stadt wird auch das Begräbnis stattfinden.

Der langjährige Führer des kommunistischen Kubas starb am Freitag im Alter von 90 Jahren. Im Jahr 2008 hat er die Regierungsgeschäfte an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raul übergeben. Exakt 60 Jahre zuvor hatten Castro und mehr als 80 seiner Anhänger auf dem Boot „Granma“ Mexiko verlassen, um den proamerikanischen Staatschef Fulgencio Battista zu stürzen.

Der Leichnam Castros wurde am Samstag eingeäschert. Die Urne wird in einer Prozession jenen Weg nachzeichnen, den er und seine Genossen 1959 nach ihrem Sieg durch Kuba gegangen waren, um ihre Macht zu festigen. Auf dem Platz der Revolution in Havanna erweisen seit Montag tausende Anhänger dem langjährigen Staatschef ihre letzte Ehre.

Die Reaktionen in der Welt blieben geteilt. Während zahlreiche Politiker die „antiimperialistische“ Haltung Castros würdigten und ihn als Vorbild im Streben nach einer multipolaren Weltordnung bezeichneten, wiesen andere darauf hin, dass die kubanische Revolution eine Einparteienherrschaft, massenhafte Fluchtbewegungen, Mangelwirtschaft und die Verfolgung politischer Gegner zur Folge hatte.

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