EU-Türkei-Abkommen
Weniger Flüchtlinge nach Türkei-Abkommen: Mieterin darf Wohnung behalten

Eine Frau aus Nieheim (NRW), die ihre Wohnung nach 16 Jahren bis Ende Mai für Flüchtlinge freimachen sollte, darf nun doch dort wohnen bleiben.

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Bielefeld (nex/ots) – Eine Frau aus Nieheim (NRW), die ihre Wohnung nach 16 Jahren bis Ende Mai für Flüchtlinge freimachen sollte, darf nun doch dort wohnen bleiben.

„Ich freue mich, dass es so gekommen ist“, sagte die alleinerziehende Mutter zweier Kinder dem WESTFALEN-BLATT. Der Fall hatte im vergangenen Jahr über Deutschland hinaus Schlagzeilen gemacht. Bürgermeister Rainer Vidal (parteilos) hatte die 90 Quadratmeter große Wohnung im September per Einschreiben gekündigt und Eigenbedarf als Grund angegeben.

Er wollte das dreigeschossige Haus in der Innenstadt als städtische Flüchtlingsunterkunft nutzen. Der öffentliche Aufschrei gipfelte in Drohungen und Hass-Mails gegen den Bürgermeister.

Jetzt die Wende: „Ich habe von der Stadt einen Brief bekommen, mit dem die Kündigung zurückgenommen wurde. Ich brauchte noch nicht einmal vor Gericht zu gehen“, sagte die Krankenschwester.

Bürgermeister Rainer Vidal sagte dem WESTFALEN-BLATT: „Die Situation hat sich geändert. Es kommen weniger Flüchtlinge, und wir haben andere Unterkünfte gefunden. Ich bin zufrieden, dass sich die Angelegenheit so geklärt hat.“


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Das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen wurde mit dem Ziel abgeschlossen, die Flüchtlingskrise, der die EU gegenübersteht, abzumildern. „Wir erleben einen Rückgang“, sagte etwa Griechenlands Migrationsminister Yannis Mouzalas der Süddeutschen Zeitung.

Auch der erste Vizepräsident der Europäischen Kommission Frans Timmermanns  hatte letzte Woche darauf hingewiesen, dass durch das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei die Zahl der Menschen, die beim Versuch ertränken, von der türkischen Küste aus die griechischen Inseln zu erreichen, abgenommen habe.

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