Zeichen für religiöse Freiheit
USA: Präsident Obama besucht erstmals US-amerikanische Moschee in Baltimore

Am kommenden Mittwoch will US-Präsident Barack Obama die Leistungen muslimischer Amerikaner für die Nation würdigen und den Wert religiöser Freiheit betonen. Der Besuch in der Moschee der Islamischen Gesellschaft von Baltimore wäre der erste Besuch Obamas in einem muslimischen Gotteshaus seit seiner Visite in Indonesien 2010.

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Washington (nex) – Der Präsident der USA, Barack Obama, wird erstmals in seiner Zeit als Präsident eine US-amerikanische Moschee besuchen. Dies berichtet die Washington Post unter Berufung auf eine Ankündigung vonseiten des Weißen Hauses. Wie die Zeitung betonte, soll der Besuch ein demonstratives Zeichen der Toleranz in einer Zeit zunehmender Islamfeindlichkeit und zunehmender Versuche sein, den Islam in die Nähe von Terroristen zu rücken. Präsident Obama wird am kommenden Mittwoch die Einrichtungen der Islamischen Gesellschaft von Baltimore besuchen, ein Gemeindezentrum, das im Vorort Catonsville liegt und von der „größten islamischen Gemeinschaft“ des Staates Maryland genutzt werden soll. Der Selbstdarstellung auf der Webseite zufolge sieht sich die Gemeinde als „Ankerpunkt einer wachsenden muslimischen Community mit unterschiedlichen Gründen, demokratisch geführt, im Umgang inklusiv und tolerant und mit Nachbarn in einer vorbildlichen islamischen Weise interagierend“.

Im Rahmen seines Besuchs will Barack Obama nach Angaben des Weißen Hauses „die Beiträge muslimischer Amerikaner zu unserer Nation würdigen und die Wichtigkeit religiöser Freiheit für unsere Lebensart unterstreichen“. Obama wird im Zuge des Besuchs an einem Runden Tisch mit Gemeindemitgliedern teilnehmen, erklärte ein Offizieller des Weißen Hauses gegenüber der Washington Post. Bereits seit Jahren hatten sich amerikanische Muslime um einen Termin dieser Art bemüht, nicht zuletzt angesichts immer vehementer werdender islamfeindlicher Attacken vor allem republikanischer Politiker gegen die muslimische Community. Obama hatte 2010 die Istiqlal-Moschee in Indonesiens Metropole Jakarta besucht. Sein Vorgänger George W. Bush besuchte 2001, sechs Tage nach den Anschlägen vom 11. September, das Islamische Kulturzentrum im Washington, D.C., und stellte dort klar, dass „das Gesicht des Terrors nicht das wahre Gesicht des Islam“ sei. „Islam ist Frieden“, fügte Bush damals hinzu.

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