Ausland
Österreich: Politiker will türkische Häftlinge „zurückschicken“

Nach der Drohung des türkischen Präsidenten, ab Montag, IS-Mitglieder in ihre Heimatländer zu schicken, reagiert nun FPÖ-Klubobmann Kickl. 

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Wien – Nach der Drohung des türkischen Präsidenten, ab Montag, IS-Mitglieder in ihre Heimatländer zu schicken, reagiert nun FPÖ-Klubobmann Kickl.

„Die Türkei will uns Dschihadisten schicken? Dann schicken wir Österreicher ihnen doch gleich einmal alle in unseren Gefängnissen einsitzenden türkischen Häftlinge. Das wäre mal ein Anfang“, zitiert die österreichische Tageszeitung OE24 Kickl.
Einstellung von Förderungen türkischer Institutionen, wie beispielsweise Kultur- und Bildungsvereine, nennt Kickl als weitere Maßnahmen, sollte Erdogan und die Türkei ihre Drohung ernst machen und IS-Mitglieder in ihre Heimatländer zurückschicken. Außerdem könne man bis auf Weiteres keine österreichische Staatsbürgerschaft an Türken verleihen.
Die Türkei hatte in der vergangenen Woche angekündigt, in Syrien gefangen genommene ausländische IS-Kämpfer in ihre Heimatländer auszuweisen. Ab dem kommenden Montag werde Ankara die ersten 20 der 1.200 in der Türkei inhaftierten europäischen IS-Mitglieder „nach Hause schicken“, so Soylu
„Die PKK hat sie laufen gelassen, wir haben sie jedoch bereits wieder eingefangen“, sagte der türkische Innenminister.
„Die Europäer haben sie ausgebürgert und wollen sie nicht mehr haben, wir werden sie aber trotzdem in ihre Länder schicken“, so Soylu. Die Türkei werde sie ausliefern, egal was passiert.
Bereits am Montag sagte Soylu, dass gefangen genommene ausländische IS-Kämpfer samt ihren Familien ausgewiesen werden sollen.
Er reagierte damit auf Initiativen mehrerer europäischer Länder, islamistischen Kämpfern die Staatsbürgerschaft abzuerkennen oder die strafrechtliche Verfolgung in ihren derzeitigen Aufenthaltsorten vorzunehmen. Soylu sagte, das sei offenbar eine neue Methode, um die Menschen nicht zurücknehmen zu müssen. Die Türkei sei aber kein „Hotel für IS-Kämpfer“.

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