Fall Khashoggi
Trotz Khashoggis Ermordung: Trump will am Waffen-Deal festhalten

In einem Gespräch mit Reportern in Arizona sagte der US-Präsident, dass er die neue Version Riads für glaubwürdig halte. Gleichzeitig erinnerte Trump daran, dass er den bevorstehenden Waffen-Deal mit Saudi-Arabien auf keinen Fall stoppen werde. 

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Washington – (nex) – Saudi-Arabien hat zugegeben, dass der Kolumnist der US-Zeitung Washington Post Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul getötet wurde.

Laut der neusten Darstellung Riads sei es bei „einer Diskussion“  zwischen ihm und mehreren Person zu einem Faustkampf gekommen, der zu seinem Tod geführt habe, meldet die staatliche saudische Nachrichtenagentur Spa mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft am Freitagabend.

Bisher hatte Saudi-Arabien eine Beteiligung an der Tötung Khashoggis stets abgestritten und behauptet, dass der Journalist das Konsulat lebendig verlassen habe.

Der sonst so Twitter-freudige US-Präsident Donald Trump blieb nach Bekanntwerden der Tat zunächst verdächtig ruhig. Erst eine Stunde später veröffentlichte das Weiße Haus eine Stellungnahme. Man nehme die neuesten Ermittlungsergebnisse aus Saudi-Arabien zur Kenntnis und werde die internationalen Untersuchungen weiterhin genau verfolgen.

Am späten Abend (Ortszeit) äußerte sich Trump dann doch noch. In einem Gespräch mit Reportern in Arizona sagte der US-Präsident, dass er die neue Version Riads für glaubwürdig halte. Es sei nur ein Schritt aber ein großer Schritt. Gleichzeitig erinnerte Trump daran, dass er den bevorstehenden Waffen-Deal auf keinen Fall stoppen werde. „Das letzte, was ich tun will, ist ihnen zu sagen, dass wir nicht liefern werden“, so Trump.

Er werde jetzt nicht Milliarden von Dollar aufs Spiel setzen, sagte Trump. „Die Russen hätten diesen Auftrag gerne gehabt, ebenso die Chinesen“, betonte Trump.

Am 20. Mai 2017 unterzeichneten US-Präsident Donald Trump und Saudi-Arabiens König Salman bin Abdulaziz Al Saud eine Reihe von Absichtserklärungen für das Königreich Saudi-Arabien, Waffen aus den USA im Wert von 110 Milliarden US-Dollar sofort und 350 Milliarden US-Dollar über die nächsten zehn Jahre zu kaufen.

 

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