Syrien
Damaskus: Israelische und türkische Geheimdienste plündern syrische Synagogen

Die syrische Regierung habe diese Woche eine offizielle Beschwerde bei den Vereinten Nationen eingereicht und Israel beschuldigt, in einer geheimen Operation mit der Türkei Thora-Bücher und wertvolle Artefakte aus der Eliyahu-Hanavi-Synagoge in Damaskus geschmuggelt zu haben.

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Damaskus (nex) – Die syrische Regierung wirft der Türkei und Israel vor, aus einer historischen Synagoge Artefakte gestohlen zu haben.

Der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen habe behauptet, dass „terroristische Gruppen mit den türkischen und israelischen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben, um Artefakte und Manuskripte aus historischen Synagogen zu plündern“. Wie das israelische Nachrichtenportal Ynet berichtet, habe der israelische Botschafter die Anschuldigungen als „einen weiteren Versuch des syrischen Regimes, die Aufmerksamkeit von den schrecklichen Gräueltaten, die es begeht, abzulenken“, zurückgewiesen.

Die syrische Regierung habe dem Bericht zufolge diese Woche eine offizielle Beschwerde bei den Vereinten Nationen eingereicht und Israel beschuldigt, in einer geheimen Operation mit der Türkei Thora-Bücher und wertvolle Artefakte aus der Eliyahu-Hanavi-Synagoge in Damaskus geschmuggelt zu haben.

Bashar Jaafari, Syriens Botschafter bei der UNO, habe in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat mitgeteilt, dass seine Regierung im Besitz glaubwürdiger Informationen sei, dass „die im Gebiet von Jobar in der Nähe von Damaskus tätigen Terroristengruppen mit den türkischen und israelischen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben, um Artefakte und Manuskripte aus der alten Synagoge zu schmuggeln“.

Die Gegenstände seien dann über in- und ausländische Zwischenhändler nach Istanbul gebracht und dort Antiquitätenexperten übergeben worden. Nachdem diese die Echtheit und Wert der Artefakte überprüft und bescheinigt hätten, seien die Gegenstände anschließend nach New York weitergeschmuggelt worden.

Wie Ynet weiter berichtet, habe Israels Botschafter bei der UNO, Danny Danon, die Anschuldigungen als „einen weiteren Versuch des syrischen Regimes, die Aufmerksamkeit von den schrecklichen Gräueltaten abzulenken, die es gegen sein eigenes Volk begeht“, bezeichnet.

Die türkischen Streitkräfte hatten derartige Vorwürfe bereits zurückgewiesen und in einer Stellungnahme mitgeteilt, dass historische Artefakte und religiöse oder kulturelle Gegenstände „unantastbar“ seien und einen besonderen Schutz genössen.

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