Iran
Teheran: Landesweite Pro-Regierungs-Kundgebungen

Nach den zwei Tage dauernden landesweiten Protesten gegen die Regierung sind am gestrigen Samstag Tausende Menschen in ganz Iran auf die Straße gegangen, um ihre Unterstützung für das Regime zu bekunden.

Teilen

Teheran (nex) – Nach den zwei Tage dauernden landesweiten Protesten gegen die Regierung sind am gestrigen Samstag Tausende Menschen in ganz Iran auf die Straße gegangen, um ihre Unterstützung für das Regime zu bekunden.

Laut lokalen Medienberichten forderten Regierungsanhänger in Großstädten einschließlich der Hauptstadt Teheran das Regime auf, den wirtschaftlichen Empfehlungen des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Khamenei zu folgen.

Mahmoud Araki, ein Mitglied des Expertenteams von Khamenei, sagte bei einer Zeremonie auf der Großen Musalla, dem großen offenen Gebetsplatz in Teheran, der Iran befinde sich in einem Wirtschaftskrieg mit dem Westen, und die Regierung von Präsident Hassan Rouhani solle Khameneis „Resistance Economy“-Programm entschlossener anwenden. Ähnliche Aufrufe waren auch auf regierungsfreundlichen Kundgebungen in der zweitgrößten iranischen Stadt Maschhad, dem Zentrum der Proteste gegen die Regierung, zu vernehmen.

Aufnahmen in lokalen Medien zeigten, dass die Teilnahme an Kundgebungen in Teheran, Maschhad und weiteren Städten zum Jahrestag des Endes der „Aufwiegelung“ – der letzten großen Unruhen nach den umstrittenen Wahlen im Jahr 2009 – deutlich unter den Erwartungen lag.

Unterdessen warnte der iranische Innenminister Abdulrahman Rahmani Fasli die Öffentlichkeit davor, sich an nicht genehmigten Demonstrationen zu beteiligen.

„Unsere Sicherheitskräfte und unsere Justiz versuchen mit maximaler Sensibilität, die Ereignisse zu bewältigen und zu verhindern, dass die Vorfälle größer werden“, sagte Rahmani in einer Erklärung gegenüber der Tageszeitung Javan.

Er wies auch darauf hin, dass Anträge für die Genehmigung aller Arten von Versammlungen über die Justiz und das Gouvernement gestellt werden sollten.

Auch interessant

– Cyber-Krieg gegen Boykottbewegung –
Israelischer General: „Das gefährlichste Land im Nahen Osten ist der Staat Facebook”

Die israelische Regierung hat angekündigt, einen „elektronischen Krieg“ gegen die Bewegung „Boykott, Desinvestition und Sanktionen“ (BDS) führen zu wollen. Dazu sollen eine Überwachung, Spurenverfolgung und Obstruktion der Online-Aktivitäten von BDS-Aktivisten ebenso gehören wie Attacken mittels „spezieller intelligenter Maßnahmen“.

Israelischer General: „Das gefährlichste Land im Nahen Osten ist der Staat Facebook“

Auch interessant

Norwegen: Gefängnisstrafe für Handel mit israelischen Siedlungen

Oslo - Oslo verschärft den Kurs: Norwegen erwägt ein Gesetz, das den Handel mit israelischen Siedlungen verbieten und bei Verstößen Haftstrafen von bis zu...

Wahlniederlagen der CDU: Prien stützt Merz – AfD zeigt sich gesprächsbereit

Berlin - In der CDU beginnt die Aufarbeitung der beiden Niederlagen des gestrigen Wahlsonntags. Bundesbildungsministerin und stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU Karin Prien gab sich...

Irland: Sportler rufen zum Israel-Boykott auf

Dublin - Mehr als 160 irische Athletinnen und Athleten haben sich in einem offenen Brief an die irische Fußball-Nationalmannschaft der Männer gewandt. Sie fordern...

Nach Wahlsieg in Berlin: Zentralrat der Juden warnt vor Linke-Regierung

Berlin – Die Linke ist bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September stärkste Kraft geworden. Nach dem Wahlsieg fordert der Präsident des Zentralrats der...

Von der Leyen will Kanada zum assoziierten EU-Mitglied machen

Brüssel - Die Europäische Union will ihre Beziehungen zu Kanada deutlich ausbauen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schlug am Mittwoch in ihrer Rede zur...

Headlines

Israel: Demonstranten fordern Todesstrafe für NAZA-Filmemacher

Tel Aviv - Aktivisten haben in der zentralisraelischen Stadt Savyon vor dem Haus der Eltern der Filmemacherin Rachel Szor...

Türkei entdeckt die Wirtschaftsmoral des Mittelalters neu

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Gewinn machen, aber nicht um jeden Preis: Die Türkei greift derzeit auf eine jahrhundertealte Tradition...

Bericht: Israel soll Türkei Aufteilung Syriens angeboten haben

Ankara - Israel soll der Türkei Berichten zufolge einen weitreichenden Deal zur Aufteilung von militärischen Einflusszonen in Syrien angeboten...

Von der Leyen will Kanada zum assoziierten EU-Mitglied machen

Brüssel - Die Europäische Union will ihre Beziehungen zu Kanada deutlich ausbauen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schlug am...

Meinung

Irland: Sportler rufen zum Israel-Boykott auf

Dublin - Mehr als 160 irische Athletinnen und Athleten haben sich in einem offenen Brief an die irische Fußball-Nationalmannschaft der Männer gewandt. Sie fordern...

After Election Victory in Berlin: Central Council of Jews Warns Against a Left-Wing Government

Berlin - Following the historic outcome of the Berlin state election on September 20, in which Die Linke emerged as the largest political force,...

CHP: Vatandaşlar ile Parti Arasındaki Artan Kopuş

Nabi Yücel Vatandaşlarla partiler arasındaki giderek derinleşen kopuş, Türkiye'nin en köklü partisi CHP üzerinden somut biçimde gözlemlenebilir. Cumhuriyet Halk Partisi, 38. Olağan Kurultay'ın ardından ve...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...