Türkei
Türkische Lira und Aktien fallen nach Visa-Konflikt mit den USA

Der Visa-Konflikt zwischen der Türkei und den USA hat die türkischen Börsen und die Landeswährung auf Talfahrt geschickt.

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Istanbul (nex) – Der Visa-Konflikt zwischen der Türkei und den USA hat die türkischen Börsen und die Landeswährung auf Talfahrt geschickt.

Die Lira brach zum Dollar um bis zu sieben Prozent ein und stand am Montag bei 3,7 TL. Über Nacht sei die türkische Währung sogar auf 3,9223 gefallen. Gegenüber dem Euro sei die Lira zunächst auf ein Rekordtief von 4,49 gefallen, habe sich im Laufe des Tages aber auf 4,33 erholt.

Türkischen Medienberichten zufolge, sei zudem auch der Leitindex der Börse BIST 100 um 4 Prozent auf 100.000 Punkte gefallen. Das Vorzeigeunternehmen der Türkei, die halbstaatliche Turkish Airlines, habe an der Börse einen Verlust von acht und die Fluggesellschaft Pegasus Airlines um 6,8 Prozent zu beklagen.

Auslöser für die Verluste ist möglicherweise ein diplomatischer Streit mit den USA. Nach der Festnahme eines amerikanischen Konsulatsmitarbeiters, hatte die US-Botschaft in der Türkei am Wochenende die Vergabe von Visa ausgesetzt.

In einer Erklärung hieß es, dass die US-Regierung prüfen müsse, inwieweit die Regierung in Ankara sich der Sicherheit der US-Botschaft und ihres Personals verpflichtet fühle.
Die Türkei veröffentlichte nur wenig später eine nahezu wortgleiche Erklärung und legte ihrerseits die Visavergabe an US-Bürger auf Eis.

“Jüngste Ereignisse zwingen die türkische Regierung dazu, das Bekenntnis der US-Regierung zur Sicherheit der türkischen Vertretungen und ihres Personals neu zu bewerten”, hieß es.

 

 

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