Friedensgespräche in Moskau
Nahostkonflikt: Netanjahu und Abbas grundsätzlich zu Treffen in Moskau bereit

Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat Moskau als Schauplatz neuer Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern vorgeschlagen. Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas sollen sich dem Grunde nach dazu bereiterklärt haben.

Teilen

Moskau (nex) – Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sollen sich „dem Grunde nach“ darauf geeinigt haben, in Moskau zusammenzutreffen, um dort die zuletzt 2014 abgebrochenen Friedensgespräche zwischen beiden Parteien wiederaufzunehmen.

Dies bestätigte die Sprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation, Maria Sacharowa in ihrer wöchentlichen Pressekonferenz. Die zuletzt 2013 auf Initiative des US-Außenministers John Kerry eröffnete Verhandlungsrunde, deren Ziel eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkonflikt ist, wurde abgebrochen, nachdem Israel Vorbehalte gegen eine palästinensische Einheitsregierung geäußert hatte, der auch die Hamas angehören soll. Diese hatte 2007 im Gazastreifen die Macht an sich gerissen und von dort aus wiederholt terroristische Aktivitäten gegen Israel organisiert.

Mahmoud Abbas wiederum zeigte keine Bereitschaft, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, nachdem Netanjahu einer Reihe neuer Bauprojekte jüdischer Siedler auf Territorien zugestimmt hatte, die vonseiten der Palästinenserbehörde als künftiges Staatsgebiet eines „Staats Palästina“ beansprucht werden, seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 jedoch von Israel besetzt sind.

Abbas fordert den Rückzug Israels auf die Grenzen von 1967 und das mehrheitlich arabisch bewohnte Ostjerusalem als Hauptstadt des künftigen Palästinenserstaates. Israels Regierung lehnt eine Teilung der Hauptstadt Jerusalem hingegen ab und macht hinsichtlich eines vollständigen Rückzugs aus den besetzten Gebieten Sicherheitsbedenken geltend.

Abbas erklärte, der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, habe bereits für den 9. September ein Treffen zwischen ihm un Netanjahu in Moskau angeregt. Netanjahu habe jedoch um eine Verschiebung des Termins gebeten. Nun soll ein neuer Termin gefunden werden. Abbas unterstrich, er sei jederzeit und an jedem Ort bereit, mit dem israelischen Regierungschef zusammenzutreffen.

 

 

Auch interessant

Israel: Linke Aktivisten demonstrieren gegen Siedlergewalt

Tel Aviv - In der israelischen Metropole Tel Aviv sind hunderte linke israelische Aktivisten auf die Straße gegangen, um ein unübersehbares Zeichen gegen die...

Thomas: Israelkritik muss lauter und kompromissloser werden

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Wir leben in einer ebenso erstaunlichen wie bedrohlichen und bedenklichen Zeit. Seit nunmehr sehr vielen Jahren hat sich der öffentliche Dialog...

Wenn jede Minute zählt: Warum digitale Einsatzplanung heute unverzichtbar ist

Von Helene Milde Wenn irgendwo der Strom ausfällt, eine Glasfaserleitung beschädigt wird oder eine Heizungsanlage streikt, erwarten wir schnelle Hilfe. Was dabei meist verborgen bleibt:...

Unterwäsche: Frauen wollen es schön, bequem und am liebsten schwarz oder weiß

Berlin-  „Welche Unterwäsche haben Sie eigentlich gerade an?“ Wer seiner Kollegin oder gar der Sitznachbarin in der Bahn eine solche Frage stellt, kommt schnell...

Ex-US-Stabschef Wilkerson: Israel wird als jüdischer Staat verschwinden

Washington - Lawrence „Larry“ Wilkerson, der ehemalige Stabschef des US-Außenministers Colin Powell, hat in einer viel beachteten geopolitischen Lageanalyse eine Prognose über die langfristige...

Headlines

Trump zu F-35 für die Türkei: „Niemand schreibt mir vor, was wir verkaufen“

Washington – Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen möglichen Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei seit Langem öffentlich ab....

Nach Mamdanis Wahlsieg: Befürchtete Millionärsflucht bleibt aus

New York - Vor dem Wahlsieg des demokratischen Sozialisten Zohran Mamdani warnten konservative Politiker, Unternehmer und Kommentatoren vor dramatischen...

Kinder in Gaza malen Pedro Sánchez – Spaniens Premier reagiert mit bewegender Botschaft

Madrid - Zwischen den Trümmern des Gazastreifens haben lokale Künstler gemeinsam mit Kindern ein großes Porträt des spanischen Ministerpräsidenten...

New York: Bürgermeister Mamdani will Grundnahrungsmittel dauerhaft günstiger verkaufen

New York – Mit kostenlosen abendlichen Betreuungsangeboten für Familien und dem Ausbau der Kinderbetreuung hat New Yorks Bürgermeister Zohran...

Meinung

Trump zu F-35 für die Türkei: „Niemand schreibt mir vor, was wir verkaufen“

Washington – Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen möglichen Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei seit Langem öffentlich ab. US-Präsident Donald Trump machte nun...

Nach Mamdanis Wahlsieg: Befürchtete Millionärsflucht bleibt aus

New York - Vor dem Wahlsieg des demokratischen Sozialisten Zohran Mamdani warnten konservative Politiker, Unternehmer und Kommentatoren vor dramatischen wirtschaftlichen Folgen für New York...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...

Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Almanya - Bochum Ruhr Üniversitesi (RUB) tarafından yürütülen güncel bir araştırma, dini inancın çocukların ve gençlerin ruh sağlığı için kritik bir koruyucu faktör olduğunu...

CHP: Vatandaşlar ile Parti Arasındaki Artan Kopuş

Nabi Yücel Vatandaşlarla partiler arasındaki giderek derinleşen kopuş, Türkiye'nin en köklü partisi CHP üzerinden somut biçimde gözlemlenebilir. Cumhuriyet Halk Partisi, 38. Olağan Kurultay'ın ardından ve...