Not und Spiele
Berlin: Syrische Frau will sich von Tiger fressen lassen

Vor dem Berliner Gorki-Theater hat das „Zentrum für politische Schönheit“ eine Aktion in initiiert, bei der sich Flüchtlinge von Tigern fressen lassen wollen. Mit der Aktion will die Gruppe Änderungen in der Flüchtlingspolitik bewirken. Tierschützer protestieren indessen gegen die Instrumentalisierung der Tiger.

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Berlin (nex) – Eine umstrittene Kunstaktion findet derzeit vor dem Gorki-Theater in Berlin statt. Dort steht unter dem Titel „Flüchtlinge fressen“ ein Gehege mit lebendigen Tigern und eine syrische Schauspielerin droht damit, sich selbst den Tigern vor dem Theater zum Fraß vorwerfen zu lassen, sollte es nicht „in den nächsten acht Tagen in der Flüchtlingspolitik ein deutliches Zeichen“ vonseiten der Politik geben.

May Skaf, so der Name der Schauspielerin, berichtet dazu auch von ihrer Flucht und forderte die Politik dazu auf, das Sterben im Mittelmeer zu beenden. Hinter der Aktion steht das bereits mehrfach mit Aktionen aus dem Bereich der Flüchtlingspolitik in Erscheinung getretene „Zentrum für politische Schönheit“, das die Arena aufbaute und konkret die Bundesregierung dazu auffordert, 100 syrische Flüchtlinge aus der Türkei nach Deutschland einreisen zu lassen.

Die Gruppe wolle den Transport organisieren. Zudem wollen die Künstler eine Änderung im Aufenthaltsgesetz erreichen, das die Beförderung von Ausländern ohne Papiere verbietet. Aus den Reihen von Tierschützern kommt Kritik an der Aktion. Durch diese würden Tiere für politische Zwecke instrumentalisiert, klagte etwa der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin, Wolfgang Apel, am Montag gegenüber der „Berliner Morgenpost“.

„Der Zweck heiligt nicht die Mittel“, gab Apel zu bedenken. Die Aktivisten betonen hingegen, auf den Tierschutz wäre geachtet worden. Insgesamt gäbe es bislang bereits acht Flüchtlinge, die bereit wären, sich von den Tigern fressen zu lassen.

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