Gefangenenlager Guantanamo Bay
Guantanamo: Neun jemenitische Häftlinge nach Saudi-Arabien entlassen

Neun im US-amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo Bay festgehaltene Jemeniten wurden nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums am heutigen Samstag nach Saudi-Arabien entlassen.

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Washington (nex) – Neun im US-amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo Bay festgehaltene Jemeniten wurden nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums am heutigen Samstag nach Saudi-Arabien entlassen.

Mit diesem Transfer, der einmal mehr den Willen der US-Regierung zur Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers vor dem Abschied des Präsidenten Barack Obama im Januar nächsten Jahres zeigt, verbleiben nunmehr 80 Häftlinge in dem Gefängnis, das einst 780 Insassen hatte.

„Die Vereinigten Staaten von Amerika danken der Regierung des Königreichs Saudi-Arabien für seine humanitäre Geste und seine Bereitschaft, uns bei den Bemühungen zur Schließung des Gefangenenlagers zu unterstützen“, erklärte das Pentagon in einem Statement.

Dies ist das erste Mal, dass Saudi-Arabien, das am kommenden Mittwoch Präsident Obama zu einem Besuch erwartet, Gefangene von Guantanamo aufnimmt.

Washington hat in den vergangenen Monaten in immer kürzeren Abständen Gefangene entlassen. Der am heutigen Samstag durchgeführte Transfer ist der bislang bedeutendste; der letzte große hatte im Januar dieses Jahres stattgefunden, als zehn Jemeniten in den Oman entlassen worden waren.


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Das Pentagon teilte mit, dass die Häftlinge am Samstag in Saudi-Arabien angekommen seien. Die meisten dieser Gefangenen befanden sich ohne Gerichtsverfahren und oft auch ohne Anklage in Haft. Einige waren unmenschlichen Behandlungen ausgesetzt.

Von den verbleibenden 80 Häftlingen haben 26 die Genehmigung erhalten, in ein anderes Land verbracht zu werden, doch müssen sie viele Monate warten, bevor sie das Gefängnis tatsächlich verlassen können.

Obama stellte Ende Februar seinen Plan für die Schließung des Gefängnisses in der Hoffnung, sein Versprechen noch einhalten zu können, vor. Doch der von den Republikanern dominierte Kongress wird wohl schwer zu überzeugen sein.

Während seines Wahlkampfes im Jahre 2008 hatte der US-amerikanische Präsident versprochen, das Gefängnis zu schließen, das die Welt verurteile. Aber während seiner mittlerweile siebenjährigen Amtszeit war er nicht in der Lage, etwas in dieser Richtung in Bewegung zu bringen.

Die Präsidentschaftskandidaten der Republikaner im aktuellen Wahlkampf versprechen gar, noch mehr Terrorverdächtige nach Guantanamo zu schicken.

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