PBS-Interview
Erdogan-Sprecher: Trump hat sich nicht bei Erdogan entschuldigt

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Ankara (nex) – Der türkische Präsident hat nicht behauptet, dass US-Präsident Donald Trump sich für die Vorgehensweise der US-Sicherheitskräfte gegen Erdogans Bodyguards entschuldigt habe. Das teilte der Sprecher des türkischen Präsidialamts am Donnerstag mit. Nach einem übersetzten Interview mit dem US-Nachrichtenskanal PBS hatte der Sender am Dienstag berichtet, Erdogan habe behauptet, dass Trump sich für den Fall entschuldigt und gesagt habe, „dass es ihm leid tut“. Nach der PBS-Sendung dementierte das Weiße Haus in einer Stellungnahme, dass Präsident Trump während eines Telefongesprächs mit seinem türkischen Amtskollegen so eine Entschuldigung getätigt habe. „Präsident Erdogan hat nicht gesagt, dass ‚Präsident Trump sich bei mir entschuldigt hat‘, sondern er hat gesagt, ‚er [Präsident Trump] ist traurig über das, was passiert war‘. Das ist die korrekte Übersetzung“, so Erdogan-Sprecher Ibrahim Kalin in einer Twitter-Mitteilung. Nach der Prügelei zwischen den Leibwächtern und Gegnern Erdogans vor dem Anwesen des türkischen Botschafters am 16. Mai wurden 19 Personen, darunter 15 türkische Sicherheitskräfte angeklagt, weil sie „friedliche Demonstranten angegriffen und niedergeprügelt“ haben sollen. Türkischen Medienberichten zufolge sei dem eine Provokation seitens der Demonstranten vorausgegangen. Erdogan-Anhänger seien mit Gegenständen beworfen worden.

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Karriere
„Flache Hierarchien“: Diese Floskeln nehmen Bewerber Unternehmen nicht ab

Düsseldorf (ots) – Um passende Talente zu finden, müssen Unternehmen ihr Angebot an potenzielle Bewerber präzise und attraktiv beschreiben. Das gilt ganz besonders für alle Aspekte, die die Unternehmenskultur des Arbeitgebers betreffen. Die Online-Jobplattform StepStone hat nun in einer Studie unter 25.000 Fach-und Führungskräften herausgefunden, welche Aussagen Bewerber in Stellenanzeigen für glaubwürdig halten und welche eher nicht. Hier sind fünf Floskeln, deren Authentizität Fachkräfte unterschiedlich bewerten. „Bei uns bekommen Sie beides: die Vorteile eines Großkonzerns und den Unternehmergeist eines Start-ups“ Dieser Behauptung halten nur 25 Prozent aller Fachkräfte in Deutschland für glaubwürdig. Großkonzerne scheinen für Jobsuchende einfach zu klar strukturiert und etabliert zu sein, um mit der kreativen Startphase junger Unternehmen vergleichbar zu sein. Doch auch Großkonzerne können mit ihrer Unternehmenskultur punkten. Ehrliche Beschreibungen und praktische Beispiele dafür, wie neue Kollegen schnell Verantwortung übernehmen können, kommen bei Bewerbern beispielsweise besser an als beliebige Floskeln. „Wir vereinen hohe Leistungsorientierung und gelebte menschliche Werte“ 30 Prozent der Jobsuchenden setzen bei dieser Aussage das Lesen eines Stellenangebots ohne Mistrauen fort. Der Rest fragt sich, ob diese Beschreibung wirklich der Wahrheit entspricht. Das heißt aber nicht unbedingt, dass Leistungsorientierung und menschliche Werte für Fachkräfte nicht zusammenpassen. Diese Aspekte der Unternehmenskultur ohne Belege in einem Atemzug zu nennen, kann aber schnell unglaubwürdig wirken. „Bei uns stoßen Sie auf flache Hierarchien“ Über die Hälfte der befragten Fachkräfte (57 Prozent) schenkt dieser Aussage Glauben. Doch warum bleiben die übrigen 43 Prozent skeptisch? Die Behauptung allein macht gerade im Fall von größeren Unternehmen wenig Eindruck. Konkret zu beschreiben, wie Entscheidungen im Unternehmen schnell und unabhängig von Positionen zustande kommen, bietet Lesern des Stellenangebots hingegen einen echten Mehrwert. „Unsere Belegschaft zeichnet sich durch Freundlichkeit, Flexibilität, Hilfsbereitschaft und hohe Motivation aus“ Auch diese Beschreibung ist für die Mehrheit der Teilnehmer (57 Prozent) an der StepStone Befragung glaubwürdig. Das ist viel wert, da die maßgeblich von den Kollegen beeinflusste Unternehmenskultur eine besonders hohe Bedeutung für Fachkräfte hat. 97 Prozent der Befragten halten die Kultur bei einem Arbeitgeber für wichtig. Wer den potenziellen neuen Kollegen dennoch skeptisch gegenübersteht, den überzeugen Arbeitgeber am besten mit einem persönlichen Kennenlernen. Immerhin möchten vier von zehn Fachkräften im Vorstellungsgespräch ohnehin die neuen Kollegen kennenlernen. „Wir sind ein inhabergeführtes, sozial engagiertes Unternehmen“ Drei von vier Befragten geben an, dass sie diese Aussage in einem Stellenangebot für glaubwürdig halten. Doch welche Inhalte machen gerade diese Beschreibung so authentisch? Zum einen gehört sie nicht ins Reich der Floskeln, denn durch das konkrete Nennen der Unternehmensstruktur grenzt sich der Arbeitgeber klar und faktenbasiert ab. Zum anderen lässt sich das soziale Engagement eines Unternehmens meist an gut sichtbaren Projekten nachvollziehen. Über die Studie Für die Studie „Recruiting mit Persönlichkeit“ hat StepStone im Sommer 2017 eine Online-Befragung unter 25.000 Fach- und Führungskräften und rund 4.000 Recruitern oder für Personalbeschaffung zuständigen Führungskräften durchgeführt. Die Studie thematisiert die Einstellung von Fachkräften zum Thema Unternehmenskultur und die Relevanz des Cultural Fit bei der Jobsuche. Daneben beleuchtet StepStone aus Sicht der Unternehmen den Status Quo hinsichtlich der Überprüfung des Cultural Fit.

Bundestagswahl 2017
Grüne: Eine Regierungs-FDP bringt die Eurokrise zurück

Giegold warnt vor den Liberalen als „AfD light“ und einem Finanzminister Christian Lindner Osnabrück (ots) – Die Grünen im Europäischen Parlament haben vor einer etwaigen Übernahme des Finanzressorts durch den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner nach der Bundestagswahl gewarnt. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der finanzpolitische Sprecher seiner Fraktion, Sven Giegold, „die Politik der FDP würde dazu führen, dass die Eurokrise zurückkommt“. Die Eurozone brauche „starke gemeinsame Investitionen und eine gemeinsame Steuerpolitik. Aber ich höre nur ständiges Griechenland-Bashing und sehe einen Christian Lindner, der auf ,AfD light` macht“, sagte Giegold, der auch Sprecher der Delegation der deutschen Grünen in Brüssel ist. „Wir brauchen keine Debatte über den Ausschluss Griechenlands. Das ist unverantwortlich. Eine solche Politik wird es mit Bündnis 90/Die Grünen nicht geben“, sagte Giegold. Es spreche Bände, dass etwa der NRW-Vorsitzende der AfD, Marcus Pretzell, den Frontmann der Liberalen in Interviews für seine politischen Vorstellungen lobe. „Wer den Aufstieg der AfD bremsen will, muss grün wählen“, so der Europapolitiker. Im Falle einer Regierungsbeteiligung der FDP hat es Lindner bisher offengelassen, ob er ein Ministeramt oder den Fraktionsvorsitz bevorzugen würde. Immer wieder genannt wird allerdings sein Interesse an einer Nachfolge von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Er wisse um den Einfluss dieses Amtes, sagte Lindner jüngst in einem NOZ-Interview auf eine entsprechende Frage.

"Radikal zunehmendes Problem"
Drohnen-Vorfälle an Flughäfen nehmen drastisch zu

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Düsseldorf (ots) – Flugzeugpiloten wurden im deutschen Luftraum bis Ende August deutlich häufiger durch Drohnen behindert als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Zahlen der Deutschen Flugsicherung hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegen. Demnach meldeten Piloten im Umfeld großer Flughäfen bis Ende August 60 Zwischenfälle. Im gesamten Jahr 2016 waren es 64, nach nur 14 Vorfällen in 2015. Den Angaben zufolge wurden die meisten Behinderungen im Großraum des Flughafens Frankfurt gemeldet, dort waren es in diesem Jahr bisher elf. Neun Meldungen machten die Piloten im Raum Berlin-Tegel und fünf in Düsseldorf. Auf andere große Flughäfen entfielen drei oder weniger Meldungen. Angesichts dieser Zahlen schlägt der Vorsitzende der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle, Alarm. „Wir haben hier ein radikal zunehmendes Problem und rechnen für das gesamte Jahr mit einer Verdopplung der Behinderungen gegenüber dem Vorjahr“, sagte Scheurle und fügte hinzu: „Wir müssen Drohnen für die Flugsicherung sichtbar machen.“ Bisher sind Hobby-Drohnen für das Radar nicht zu erkennen. Gleichzeitig forderte Scheurle eine Registrierungspflicht, um die Fluggeräte und ihre Besitzer künftig eindeutig identifizieren zu können. In der von der Bundesregierung geschaffenen Drohnen-Verordnung ist ab 1. Oktober lediglich eine Kennzeichnung der Drohnen ohne Überprüfung der Angaben verpflichtend.

Berlin
Bundesinnenminister de Maizière: Kein Ende der Grenzkontrollen in nächster Zeit

CDU-Politiker zuversichtlich, dass EU-Kommission Verlängerung genehmigt: „Es gibt schon Bewegung“ Osnabrück (ots) – Trotz Kritik aus Brüssel ist Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zuversichtlich, dass Deutschland die wegen der Flüchtlingskrise eingeführten Grenzkontrollen auch über November hinaus fortsetzen kann. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte de Maizière: „Wir führen dazu schon länger Gespräche mit unseren europäischen Partnern und mit Brüssel und es gibt auch schon Bewegung.“ Die EU-Kommission drängt darauf, dass Deutschland ebenso wie Österreich die Kontrollen an seinen Grenzen schrittweise auslaufen lässt und auf Alternativen setzt wie etwa verstärkte Überprüfungen auf Autobahnen. Minister de Maizière hofft, dass Deutschland die Genehmigung für eine Verlängerung der Grenzkontrollen erhält: „Kontrollen an den EU-Binnengrenzen werden so lange erforderlich bleiben, bis der Außengrenzschutz wirklich zuverlässig funktioniert.“ Das sei nicht nur wegen der Zuwanderung so, sondern vor allem aus Sicherheitsgründen. Es habe sich zwar schon einiges beim Schutz der europäischen Außengrenzen getan: „Aber das reicht noch nicht.“ Der Innenminister sagte: „Ein Ende der Kontrollen halte ich daher auf Sicht nicht für möglich.“ De Maizière verteidigte die von der Union im Wahlprogramm enthaltenen Pläne zum Aufbau von 15.000 zusätzlichen Stellen bei der Polizei in Bund und Ländern. Kritiker wie die Polizeigewerkschaften verweisen darauf, dass damit gerade mal ein jahrelanger Stellenabbau ausgeglichen wird. Der Minister sagte: „Im Bund hat es den beschriebenen Abbau doch gar nicht gegeben.“ Im Gegenteil seien „in einzigartigem Umfang“ zusätzliche Stellen geschaffen worden. Inzwischen folgten diesem Beispiel auch viele Länder: „Und das ist auch unbedingt notwendig.“ Eine bürgernahe Polizei brauche Präsenz auf der Straße: „Das ist sowohl ein Beitrag zur Sicherheit als auch zum Sicherheitsgefühl der Menschen.“ Mit mehr Personal können auch islamistische Gefährder – also Verdächtige, denen ein Terroranschlag zugetraut wird – besser überwacht werden.

Krieg gegen den Terror
Syrien: USA liefern weiterhin schwere Waffen an PKK-Ableger PYD

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Rakka (nex) – Die USA setzt die Bewaffnung des PKK-Ablegers in Syrien mit der Begründung den IS zu bekämpfen weiter fort. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf einen Korrespondenten vor Ort berichtet, seien seit dem 10. September über 200 LKW in Richtung der PYD-Stellungen gefahren. Auch gepanzerte Fahrzeuge seien darunter gewesen. Etwa 100 dieser LKW seien aus dem Irak über den Semelka-Grenzübergang in die von der PYD/PKK kontroliierte Al-Hasakah-Provinz in Syrien eingefahren, so Anadolu weiter. Auch das russische Nachrichtenportal Sputnik berichtet von US-Waffenlieferungen an die PYD in Syrien. „Unter den Waffen, die wir von den USA bekommen haben, sind Raketen mit Ultrarotlenkung, Maschinengewehre, schwere großkalibrige Maschinengewehre, Ferngläser und Mörser“, so ein namentlich nicht genannter Vertreter der PYD gegenüber Sputnik. Waffen und Panzertechnik wurden demnach zunächst aus dem Nordirak über den Grenzkontrollpunkt Semelka nach Rojava gebracht, und von dort aus mit Lastkraftwagen zu den PYD-Stellungen östlich und südlich von Rakka. Damit bestätigte der PYD-Vertreter  den Bericht des Anadolu-Korrespondenten. Insgesamt hätten 120 LKW die Grenze passiert. Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA waren zur Zeit der Obama-Administration in eine Spannungsphase eingetreten, da diese die PKK-/PYD-Terroristen in Syrien im Kampf gegen den IS (Daesh) unterstützte Die Türkei hat wiederholt darauf hingewiesen, dass sie die Gründung eines unabhängigen Terrorstaates entlang ihrer Grenzen nicht zulassen werde und startete am 24. August 2016 die Militäroperation Schutzschild Euphrat zur Bekämpfung der PKK/PYD und des IS (Daesh) in Syrien. Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen. Seitdem wurden bei PKK-Anschlägen tausende Menschen getötet. Während die Türkei die PYD als eine Terrorgruppe einstuft, betrachtete die vorhergehende US-Administration unter Barack Obama diese als einen „vertrauenswürdigen Partner“ im Kampf gegen den IS (Daesh) in Syrien. Diese Politik wird auch unter Präsident Donald Trump fortgeführt.

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Ex-CIA-Chef: Syrische PYD ist „Cousine der PKK“
   

Rosch ha-Schana
Türkei: Erdogan gratuliert Juden zum Neujahrsfest

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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat in seiner Grußbotschaft zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana betont, dass alle türkischen Staatsbürger das Recht hätten, im Einklang mit ihrem Glauben zu leben. „Wir sind der Überzeugung, dass es das Grundrecht all unserer Staatsbürger ist, frei und im Einklang mit seiner Kultur, Religion und Tradition zu leben“, unterstrich er in seiner am Mittwoch veröffentlichten Botschaft. Erdogan wies darauf hin, dass die Türkei sehr bedacht darauf sei, dass alle ihre Staatsbürger ungeachtet ihrer Religion, Sprache, Rasse, Ethnie und ihres Glaubens in Frieden zusammenlebten. Nach jüdischem Glauben steht Rosch ha-Schana für den Beginn der Weltschöpfung und den Jahrestag der Geburt Adams und Evas, der ersten Menschen auf der Erde. In der Türkei leben etwa 18.000 Bürger jüdischen Glaubens, hauptsächlich in den Großstädten Istanbul und Izmir.

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USA
New York: Türkisches Wirtschaftszentrum wird planmäßig eröffnet

New York (nex) – Die Eröffnung des Türkischen Wirtschaftszentrums (Turkish Trade Center) in New York findet wie geplant am morgigen Donnerstag statt. Das Zentrum werde für die Türkei und die türkischen Exporteure die „wichtigste Brücke“ sein, um den US-Markt zu erschließen, so Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu in New York. Zeybekci wird das neue Zentrum nahe des weltbekannten Empire State Buildings morgen eröffnen. Unternehmen, die nicht die Möglichkeit haben, im Ausland selbst Zweigniederlassungen zu eröffnen, könnten in Zukunft ihre Geschäfte von diesen Zentren tätigen, so Zeybekci. Auch in anderen wichtigen Standorten wie etwa Chicago seien weitere Wirtschaftszentren geplant. Viele türkische Unternehmen hätten aufgrund von hohen Kosten, bürokratischer Hürden oder aus Sicherheitsgründen Schwierigkeiten, in ausländische Märkte einzutreten, so der Minister weiter.

„Wirtschaftszentren tragen nicht nur zur Optimierung des weltweiten Handels eines Landes bei, sondern auch dessen Image“, fügte er hinzu.

Laut Zeybekci werde das Zentrum in Manhattan 24 Unternehmen aus verschiedenen Sektoren wie etwa der Textilbranche beherbergen.

Das türkische Handelszentrum werde auch verschiedenen Ministerien und Organisationen der Zivilgesellschaft Möglichkeiten bieten, Aktivitäten und Veranstaltungen durchzuführen.

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Ratgeber
Mit der beruflichen Fahrgemeinschaft Steuern sparen

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Neustadt a. d. W. (nex) – Sie schonen die Umwelt und meist auch den eigenen Geldbeutel: Fahrgemeinschaften für den werktäglichen Weg zur Arbeitsstätte sind eine gute Sache. Doch wie kann man dabei Steuern sparen? Welche Punkte muss man in Sachen Entfernungspauschale bei Fahrern und Mitfahrern beachten? Und was ist, wenn sich die Berufstätigen mit ihren jeweiligen Autos abwechseln? Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) liefert Antworten und Rechenbeispiele. „Egal, ob Fahrer oder Mitfahrer: Jeder Teilnehmer einer beruflichen Fahrgemeinschaft kann die Entfernungspauschale als Werbungskosten steuerlich geltend machen, was übrigens auch für zusammenfahrende Eheleute und eingetragene Lebenspartner gilt“, so die Experten der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH). Generell wird die Entfernungspauschale folgendermaßen berechnet: [0,30 Euro x Entfernungskilometer der einfachen Strecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte x Arbeitstage, an denen die Strecke tatsächlich zurückgelegt wurde.] Wichtig dabei ist, dass das Finanzamt nur den kürzesten Weg von der jeweiligen Wohnung zur ersten Arbeitsstätte anerkennt, wie die VLH-Steuerexperten anmerken. Ein Umweg wird nur akzeptiert, wenn er in Bezug auf die Strecke zwischen Wohn- und Arbeitsstätte verkehrsgünstiger ist und regelmäßig genutzt wird, zum Beispiel wegen des heftigen Berufsverkehrs oder einer Großbaustelle. Das bedeutet, dass der Fiskus für jedes Fahrgemeinschaftsmitglied den jeweils kürzesten bzw. verkehrsgünstigsten Weg berechnet. Die Umwege, die durch das Abholen oder das Nachhause-Bringen der Mitfahrer entstehen, zählen nicht. Mitfahrer müssen Obergrenze von 4.500 Euro pro Jahr beachten Auf der dargestellten Grundlage muss man nun verschiedene Fälle unterscheiden: Wenn kein Fahrgemeinschaftsmitglied in Sachen Entfernungspauschale den Betrag von 4.500 Euro im Kalenderjahr übersteigt, ist es unwichtig, ob und in welchem Umfang ein einzelner Teilnehmer den eigenen Pkw für die Fahrten genutzt hat. Sobald die Obergrenze von jährlich 4.500 Euro allerdings überschritten wird, interessiert sich der Fiskus den VLH-Experten zufolge dafür, wer sein eigenes Fahrzeug wie oft eingesetzt hat. Der Grund: Als Mitfahrer einer Fahrgemeinschaft darf man nur maximal 4.500 Euro Fahrtkosten im Jahr von der Steuer absetzen. Fahrer, die ihren eigenen Wagen bzw. einen zur eigenen Nutzung überlassenen Wagen einsetzen, können hingegen Fahrtkosten in unbegrenzter Höhe geltend machen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich recht einfach, wie die Rechenbeispiele der VLH-Steuerfachleute zeigen. Beispiel 1: Fahrgemeinschaft mit nur einem Fahrer Wolfgang und Paul sind Nachbarn. Sie arbeiten bei einem großen deutschen Autobauer. Deshalb bilden sie eine Fahrgemeinschaft, bei der aber nur der leidenschaftliche Fahrer Wolfgang seinen Wagen einsetzt. Paul ist hingegen stets Mitfahrer. Die Fahrgemeinschaft fährt die 80 Kilometer lange Strecke von den Wohnungen zur ersten Tätigkeitsstätte an insgesamt 210 Arbeitstagen im Jahr. Was bedeutet das steuerlich?

Für den Mitfahrer Paul ergibt sich laut VLH-Experten folgende Rechnung: [0,30 Euro Entfernungspauschale x 80 Kilometer x 210 Arbeitstage = 5.040 Euro.] Da der absetzbare Betrag für Mitfahrer aber auf 4.500 Euro im Jahr begrenzt ist, kann Paul nicht 5.040 Euro, sondern nur die besagten 4.500 Euro geltend machen.

Wolfgang errechnet für sich genau dieselben Zahlen. Als Fahrer kann er aber den vollen Betrag in Höhe von 5.040 Euro in seine Steuererklärung eintragen. Beispiel 2: Fahrgemeinschaft mit wechselnden Fahrern Nehmen wir wieder den oben beschriebenen Fall von Wolfgang und Paul mit einem einzigen Unterschied: Diesmal wechseln sich die beiden regelmäßig ab. Konkret: Wolfgang nutzt an 105 Arbeitstagen den eigenen Pkw, an den anderen 105 Tagen ist er Mitfahrer. Dasselbe gilt spiegelbildlich für Paul. Für Wolfgang ergeben sich dann folgende Zahlen: Zunächst berechnen die VLH-Profis die Entfernungspauschale für die Tage, an denen er Mitfahrer ist: [0,30 Euro Entfernungspauschale x 80 Kilometer x 105 Arbeitstage = 2.520 Euro.] Dieser Betrag liegt unterhalb der Mitfahrer-Obergrenze von 4.500 Euro im Jahr und kann somit komplett angegeben werden. Hinzukommen die Tage, an denen er den eigenen Pkw eingesetzt hat. Die Rechnung auch hier: [0,30 Euro Entfernungspauschale x 80 Kilometer x 105 Arbeitstage = 2.520 Euro.] Zusammengerechnet ergibt sich folgende Summe: [2.520 Euro (als Mitfahrer) + 2.520 Euro (als Fahrer) = 5.040 Euro (insgesamt).] Letztlich kann Wolfgang also 5.040 Euro an Fahrtkosten eintragen. Genau dieselbe Rechnung trifft auch auf Paul zu, der somit auch 5.040 Euro bei den Werbungskosten geltend machen kann. Fazit: Bei beruflichen Fahrgemeinschaften, die größere Entfernungen zurücklegen, kann es für den Einzelnen steuerlich von Vorteil sein, wenn sich die Mitglieder mit ihren jeweiligen Pkw beim Fahren abwechseln. Grund: Durch das Abwechseln wird die für Mitfahrer geltende Begrenzung des abzugsfähigen Betrags auf jährlich 4.500 Euro umschifft.

Beben in Mexiko
Ausnahmezustand: Zahl der Toten nach Erdeben in Mexiko steigt auf 224

Mexiko-Stadt (nex) – Nach genau 32 Jahren erschütterte gestern ein weiteres heftiges Erdbeben das Land. Damals starben über 9.000 Menschen. Wie beim jetzigen Beben wurde auch damals besonders Mexiko-Stadt getroffen. Das Erdbeben von 1985 zählt zu den schwersten in der Geschichte Mexikos Innerhalb von zwei Wochen ist Mexiko nun zum zweiten Mal von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht worden. Mit der Stärke 7,1 erschütterte das Beben am gestrigen Dienstag das Gebiet rund um die Hauptstadt. In Mexiko-Stadt sind unzählige Gebäude eingestürzt. Rettungskräfte bargen aus einem zerstörten Schulgebäude mehr als 20 tote Kinder. Nach offiziellen Zahlen kamen mindestens 226 Menschen ums Leben. Die Zahl der Todesopfer steigt allerdings stündlich. Wegen der vielen eingestürzten Gebäude wird noch mit weiter steigenden Opferzahlen gerechnet, so ein Sprecher des Innenministeriums. Auf das Erdbeben folgten mehrere Nachbeben. In der 20-Millionen-Metropole spielten sich Berichten zufolge chaotische Szenen ab. Menschen schrien und rannten zwischen den Autos herum, Sirenen heulten und Ampeln vielen aus. „Ich kann nicht aufhören zu weinen, es ist der gleiche Albtraum wie 1985“, so eine Überlebende gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Bereits vor zwei Wochen waren bei einem Erdbeben im Süden des Mexikos über 90 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben mit der Stärke 8,2 war der heftigste in Mexiko seit 100 Jahren.