Terrorismus
Bericht: Amri wurde mehrfach von Beamten gewarnt

Dortmund (nex) – Im Fall des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri hat es offenbar weitere schwere Behördenpannen gegeben. Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, warnten Beamte den Tunesier mehrfach, dass er überwacht würde. Dadurch wurden weitere Terroristen aus Amris Umfeld gewarnt und Ermittlungen des Generalbundesanwalts gefährdet. Amri fuhr im Februar 2016 mit dem Bus von Dortmund nach Berlin. Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt bat die Polizei in Berlin, ihn auf keinen Fall merken zu lassen, dass er überwacht wird. Entgegen dieser Bitte habe die Berliner Polizei den Verdächtigten bei der Ankunft nicht verdeckt observiert, sondern ihn mit aufs Präsidium genommen. Dort hätten sie auch Amris Handy beschlagnahmt, obwohl die Kollegen aus NRW ausdrücklich darauf hingewiesen hätten, dass das Gerät überwacht wird. Dem „Spiegel“-Bericht zufolge zeigten bisher unbekannte Ermittlungsakten die Folgen dieses Fehlers. Demnach meldete sich Amri noch am selben Abend bei einem mutmaßlichen IS-Unterstützer aus Dortmund. Die Polizei habe in Berlin auf ihn gewartet und ihn „direkt gepackt“, berichtete Amri dem Spiegel-Bericht zufolge: „Sie haben mir das Telefon weggenommen, sie haben alles von mir beschlagnahmt.“ Der „Bruder“ solle besser alles löschen. Sein Kontaktmann habe daraufhin in Dortmund andere IS-Symphatisanten ermahnt, noch vorsichtiger zu sein und die Telefone nicht mehr mitzunehmen, wenn sie irgendwo hingingen. Amri soll bereits im März 2016 von Beamten gewarnt worden sein, so der Spiegel weiter. Ein V-Mann der nordrhein-westfälischen Polizei habe ihn begleitet. Dabei habe eine Mitarbeiterin der Stadt erzählt, dass Amri aufpassen müsse. Das Landeskriminalamt verdächtige ihn, Leistungen zu erschleichen.

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Warnung vor AfD
Koordinierungsrat ruft Muslime in Deutschland zur Teilnahme an Bundestagswahl auf

Rund 1,5 Millionen Stimmberechtigte islamischen Glaubens Osnabrück (ots) – Der Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat die rund 1,5 Millionen in Deutschland stimmberechtigten Muslime dazu aufgerufen, an der Bundestagswahl an diesem Sonntag teilzunehmen. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Mazyek, „gerade in Anbetracht des zunehmenden Einflusses rechtspopulistischer und rechtsradikaler Parteien, die durch Hetze und Ressentiments gegenüber Minderheiten in Deutschland auf Stimmenfang gehen, ist jeder gefragt, sich gegen eine Abkehr von den Grundwerten unserer Demokratie zu wenden“. Der Zentralrat der Muslime (ZMD), dessen Vorstandsvorsitzender Mazyek ist, hatte seinen Mitgliedsgemeinden darüber hinaus eine Musterpredigt für das Freitagsgebet in Deutsch und anderen Sprachen zur Verfügung gestellt. „Das Recht zu wählen ist eine Bürgerpflicht“, heißt es darin, und weiter: „Dies gilt umso mehr, wenn wir uns vor Augen halten, dass es Millionen von Menschen weltweit entweder verwehrt ist, frei zu wählen, oder die sich ein solches Mitbestimmungsrecht erkämpfen mussten bzw. immer noch müssen. Wie viele von den in Deutschland lebenden Muslimen stammen aus Ländern, in denen sie keine faire Chance hatten, um politisch mitzubestimmen?“ Mazyek wies darauf hin, dass die muslimische Gemeinschaft in Deutschland in besonderer Weise von der bevorstehenden Wahl betroffen sei, weil die AfD und andere rechte und extreme Parteien Islam- und Fremdenfeindlichkeit schürten. „Wir sagen unmissverständlich, dass die Wahlbeteiligung für uns eine gesellschaftliche Pflicht ist“, und „wer nicht wählt, hat andere für sich wählen lassen, und im Zweifel das Falsche“, erklärte Mazyek. Dem Koordinierungsrat der Muslime gehören die vier größten islamischen Verbände in Deutschland an, neben dem ZMD die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR).

Mega-Deal mit Boeing
„Guter Freund geworden“: Turkish Airlines bestellt Boeing-Jets im Wert von 11 Milliarden

Istanbul (nex) – „Erdogan ist mein Freund geworden. Er bekommt sehr gute Noten“, sagte Trump am Rande der UN-Vollversammlung gestern in New York. „Ich glaube, wir stehen uns jetzt so nah wie noch nie.“ Nur einen Tag nach dem Treffen zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und US-Präsident Donald Trump gab heute die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines den beabsichtigten Auftrag von 40 Boeing 787-9 Dreamliner Jets im Wert von rund 11 Milliarden US-Dollar bekannt. Die türkische Fluggesellschaft nahm sich für den Vergleich von Airbus A350-900 und Boeing 787-9 viel Zeit. Nun hat also Boeing das Rennen gemacht. Somit ist Turkish Airlines nach Malaysia Air die zweite Fluggesellschaft, die sich gegen Airbus und für Boeing entscheidet. Mit dem Kauf werde die Fluggesellschaft die Nachfrage nach Großraumflugzeugen am dritten Flughafen von Istanbul befriedigen können, ihre Flottenkapazität stärken und die Passagierzufriedenheit erhöhen, so Turkish Airlines-Chef Ilker Ayci. Durch den Kauf werde Boeing seinem langfristigen Ziel, in der Türkei zu expandieren, näher kommen, sagte Boeing Vizepräsident Ray Conner in der Stellungnahme. „Wir wissen diesen Auftrag, den wir gemeinsam mit Turkish Airlines bekannt gegeben haben, sehr zu schätzen und planen, diese erfolgreiche Zusammenarbeit in der Zukunft voranzutreiben“, so Conner. „Das ist ein sehr spannendes Thema für sie und wird viele neue Strecken öffnen“, sagte Marty Bentrott, Boeing Verkaufsleiter für die Region. Turkish Airlines ist bereits im Besitz von 75 Boeing 737 MAX. Die neuen Dreamliner werde die Fluggesellschaft am neuen Großflughafen von Istanbul stationieren, so Ilker Ayci. Das Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines wurde 1933 mit einer Flotte von fünf Flugzeugen gegründet und ist heute eine 4-Sterne-Fluglinie mit einer Flotte von 333 Flugzeugen (Passagier- und Frachtmaschinen), die 300 Zielorte weltweit anfliegt, darunter 251 internationale und 49 nationale Destinationen. Laut der Skytrax-Umfrage 2017 wurde Turkish Airlines zwischen 2011 und 2016 sechs Mal in Folge als “Beste Fluglinie in Europa”und gegenwärtig zum neunten Mal in Folge als “Beste Fluglinie in Südeuropa” ausgezeichnet. Turkish Airlines erhielt 2010 den Preis für das “Beste Catering in der Economyklasse”. 2013, 2014, 2016 und 2017 wurde ihr weltweit das Prädikat “Beste Catering der Businessklasse” zuerkannt. Darüber hinaus wurde der globalen Fluglinie in den Jahren 2015 und 2017 die Auszeichnung für die “Beste Businessklasse-Lounge der Welt” verliehen, und sie erhielt laut den diesjährigen Umfrageergebnissen im dritten Jahr in Folge den Preis für das “Beste Business Class Lounge Dining”.

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Flughafen Berlin-Brandenburg
5,4 Milliarden Euro Kosten: Piratenpartei startet Kampagne gegen BER

Berlin (ots) – Die Piratenpartei Deutschland präsentiert die Kampagnenseite www.ber-stoppen.de – zur Veranschaulichung der Steuerbelastungen durch das Milliardengrab des geplanten Flughafens BER. Du bist ein Berliner – zumindest beim Bezahlen Jeder, der in Deutschland Steuern zahlt, finanziert über den Länderfinanzausgleich den Berliner Flughafen mit. Seit 2006 regionale Baustelle und seit Jahren internationale Lachnummer. Ein „Fluchhafen“, wie er im Buche steht. Unabhängige Experten sind sich einig: Es wäre günstiger, den Bau zu stoppen und anderswo einen komplett neuen Flughafen aufzubauen, als diese Baustelle weiter zu subventionieren. Nun hat es auch noch die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft AIR Berlin erwischt, ein Drehkreuz wird der BER also nicht mehr, wozu also noch an einem Masterplan 2040 festhalten, der mit 2,3 Mrd Euro zu Buche schlägt? Warum den vielen Steuergeldern noch weitere Euros hinterherschicken? Weil Deutschlands Politiker nichts tun, verbrennen täglich 1,1 Millionen Euro für einen Flughafen, der noch viele Jahre eine Baustelle bleibt, jetzt schon zu klein dimensioniert ist – und evtl. nie fertig wird, so die Piratenpartei weiter. Es geht auch anders: BER stoppen Martin Haase, Spitzenkandidat der Berliner Piraten zur Bundestagswahl, dazu: „Bereits zur Abgeordnetenhauswahl 2016 stellten die Berliner PIRATEN fest: Das Single-Airport Konzept ist gescheitert. Konsequente Forderung: Das sofortige Einstellen der Baumaßnahmen. Das noch vorhandene Geld wird für Lärmschutzmaßnahmen im erweiterten Lärmschutzbereich von Tegel und Schönefeld verwendet.“ Ein anderer Standort im nördlichen Brandenburg wird gesucht. Das geht schneller, da mit weniger Einsprüchen zu rechnen sein wird. Berlin braucht zwei Flughäfen. Schönefeld existiert bereits, ein weiterer kann hinzukommen. Tegel bleibt so lange geöffnet. Ein neuer Flughafen im nördlichen Brandenburg hat sehr viele Vorteile: Er fördert durch seine Existenz die Infrastruktur in der Region durch eine gute, schnelle Bahnanbindung an Berlin; er bedeutet schnelles Internet für eine ländliche Region und trägt damit zu größerer Wirtschaftsleistung dieser Region bei. Letztlich gibt es ein bewährtes Motto: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

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(Foto: BER 2010, Wikimedia)  

Digitale Transformation
Digitalisierung: Bereits jeder sechste Media Worker in branchenfremden Bereichen beschäftigt

Hamburg (ots) – Im Rahmen der Initiative #dasmitmedien legen nextMedia.Hamburg, Deloitte und XING die erste Studie zur Bestandsaufnahme der Media Worker in Deutschland vor. Im Spannungsfeld von Digitalisierung, Information und Öffentlichkeit bietet die Initiative eine Plattform zur zukünftigen Positionierung der Medien und ihrer Akteure in einem digitalen Umfeld. Denn die Studie zeigt: Die Zahl der Medienschaffenden in Deutschland nimmt zu: 2017 sind bei XING 528.000 Media Worker registriert – 8% mehr als noch 2015. Und jeder sechste Media Worker arbeitet nicht mehr in der Medienbranche. Kaum eine Branche wird derzeit so stark vom Sog der digitalen Transformation erfasst wie die Medienindustrie. Sie ist heute ein dynamisches Netzwerk mit vielen Schnittmengen zu anderen Branchen und Medienschaffende sind heute längst nicht mehr nur in Verlagen, Rundfunkanstalten oder Agenturen beschäftigt. In branchenfremden Bereichen ist die Zahl der Media Worker seit 2015 um 50% gestiegen, jeder sechste Medienschaffende ist bereits in einer anderen Branche beschäftigt. Insgesamt steigt die Zahl Media Worker in Deutschland: So sind beim beruflichen Netzwerk XING in diesem Jahr fast 528.000 Media Worker registriert – acht Prozent mehr als noch 2015. Das belegt die bundesweite Studie „#dasmitmedien – Media Worker Report“, die gemeinsam von der Medien- und Digitalinitiative nextMedia.Hamburg, Deloitte und XING durchgeführt wurde. Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien: „Die Studie zeigt, was für eine große Rolle Media Worker in den unterschiedlichsten Branchen spielen. Das ist für Hamburg besonders wichtig, denn die Hansestadt ist laut Studie die beliebteste Medienmetropole Deutschlands. Technologie und Inhalte wachsen immer enger zusammen. Von der Medienindustrie wurden die Zeichen der Zeit erkannt und so sitzen digitale Experten und IT-Profis in den großen Verlagshäusern mittlerweile Schreibtisch an Schreibtisch mit den Redakteuren.“ Felix Altmann, Manager Corporate Communications bei XING: „Der digitale Wandel der traditionellen Medienindustrie und der häufig damit verbundene Abbau von Arbeitsplätzen ist nur die eine Seite der Medaille. Gleichzeitig ist über alle Branchen hinweg ein starker Anstieg von XING-Mitgliedern zu verzeichnen, die einer Medientätigkeit nachgehen. Das legt den Schluss nahe, dass die Bedeutung von Medienexpertise in den letzten Jahren sogar zugenommen hat und jenseits der angestammten Branchengrenzen neue Tätigkeitsfelder für Medienschaffende entstehen können.“ Egbert Wege, Lead Partner Retail der Deloitte Consulting GmbH: „Die Zeiten des nine-to-five-Arbeitstages sind vorbei: Die Zukunft ist agil und flexibel. Gerade Media Worker profitieren von maßgeschneiderten Arbeitsmodellen, von variabler Arbeitszeit und der Möglichkeit auch mal aus dem Home Office zu arbeiten.“. Die Fähigkeiten von Media Workern sind heute überall gefragt – besonders in der IT-Wirtschaft: Der Anteil der Medienexperten ist hier in den vergangenen zwei Jahren um 39 Prozent gestiegen. Gleichzeitig arbeiten auch immer mehr Digitalexperten in der Medienindustrie – seit 2015 ist die Anzahl der IT- und Software-Spezialisten in klassischen Medienunternehmen um 121 Prozent gestiegen. Ein knappes Drittel (31 Prozent) der Media Worker arbeitet entweder in Berlin, Hamburg oder München – die meisten von ihnen in der größten Stadt Deutschlands, Berlin. Die beliebteste Metropole für Media Worker aber ist Hamburg: 31 Prozent bezeichnen die Hansestadt als attraktivsten Standort, gefolgt von Berlin (23 Prozent) und München (15 Prozent). Bei der Standortwahl sind nicht nur die reinen Job-Inhalte, sondern das Gesamtpaket der Stadt als Lebensraum relevant. Dabei zahlen vor allem bezahlbarer Wohnraum (23 Prozent) und gute Freizeitmöglichkeiten (22 Prozent) auf die Attraktivität des Standorts ein. Die Digitalisierung und der damit verbundene Veränderungsdruck ist in allen Sektoren das zentrale Thema, das Media Worker derzeit am meisten beschäftigt. 85 Prozent von ihnen nehmen eine stark oder sehr stark fortschreitende Digitalisierung an ihrem Arbeitsplatz wahr. Als Treiber der Entwicklung werden dabei, auch innerhalb der Medienbranche, die großen IT-Konzerne (45 Prozent) sowie Startups (37 Prozent) gesehen. Medienunternehmen selbst gehören nur für 14 Prozent der Befragten zu den Innovationstreibern. Die Trendthemen sind dabei vielfältig und reichen von „User-generated Content“ über „Automatisierung“ und „personelle Werbung“ bis hin zu „Artificial Intelligence“. Bei den zu erwartenden Content-Formaten liegen aus Sicht der Media Worker „Shortform-Video“, „Video-on-demand“ sowie „Virtual-“ und „Augmented Reality“ vorne. E-Books und E-Paper werden dagegen in Zukunft kaum noch eine Rolle spielen. Flexible Arbeitszeiten sind für Media Worker Standard, auch beim Arbeitsort nimmt die Agilität zu: Mehr als 80 Prozent der Media Worker arbeiten ohne feste Arbeitszeiten. Zudem sind 55 Prozent der Befragten auch bei der Wahl des Arbeitsorts flexibel. Vier von zehn Medienschaffenden (39 Prozent) arbeiten auch in flexiblen Teamkonstellationen. Zwei von drei Befragten sehen das als Trend und geben an, dass Flexibilität in den Arbeitsverhältnissen deutlich zunehmen wird. Für die Studie hat XING im August 2017 eine anonymisierte Auswertung der XING-Profile von 528.000 Media Workern durchgeführt, die entweder in einem Medienunternehmen tätig sind (in den Branchen Marketing, PR und Design; Medien und Verlage) oder als Tätigkeitsbereich in anderen Branchen die Funktion eines Medienschaffenden angeben (Tätigkeitsbereich Grafik, Design, Marketing und Werbung; PR, Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus). Parallel dazu hat Deloitte rund 1.000 Personen befragt, die sich im Selbstverständnis als Media Worker bezeichnen. Als „Media Worker“ definiert die Studie die Gesamtheit der Beschäftigten einer vielfältigen Medienszene jenseits einer statischen Clusterlogik: Menschen, die #dasmitMedien machen. Sie arbeiten an der Schnittstelle von Content und Technologie – in der Medienindustrie ebenso wie in Unternehmen anderer Branchen.

Islam
Türkei: Propheten-Geburtstag von nun an nach islamischem Kalender

Ankara (nex) – Die Muslime in der Türkei werden die Geburt des Propheten Muhammad in der Woche ab dem 29. November dieses Jahres begehen. Dies teilte der neue Präsident des türkischen für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Prof. Dr. Ali Erbas, mit. „Die Veranstaltungen zum besseren Verständnis der Entwicklung einer Kultur durch den Propheten, die mit seiner Auswanderung [von Mekka nach Medina] begann, werden in der Türkei und auch im Ausland an Mawlid [dem Geburtstag des Propheten Muhammad] stattfinden“, gab Erbas am 21. September bekannt. Mawlid ist die Feier anlässlich des Prophetengeburtstages, der in den dritten Monat des islamischen Kalenders fällt. Die „Woche der Heiligen Geburt“ hatte seit 2008 in der zweiten Aprilwoche stattgefunden. Mit dieser Neuregelung wird die Türkei des Lebens des Propheten nach dem Mondkalender anstatt des gregorianischen Kalenders markieren. Erbas wurde am 18. September zur obersten religiösen Autorität des Landes ernannt. Er ist der Nachfolger von Prof. Dr. Mehmet Görmez.

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"Fehlentwicklung"
NRW will Schwarzfahren entkriminalisieren

Düsseldorf (ots) – Schwarzfahren soll nach Ansicht von NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) nicht länger als Straftat geahndet werden. Biesenbach bezeichnete es als „Fehlentwicklung“, dass ins Gefängnis gehen könne, wer keine Kurzstreckenfahrtkarte für 1,50 Euro kaufe. „Würde es hier nicht reichen, wenn wir Schwarzfahren als Ordnungswidrigkeit und erst bei hartnäckigen Wiederholungstäter als Straftat behandeln würden?“, sagte Biesenbach der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Schwarzfahrer beschäftigen die Justiz bundesweit umfänglich. Nach Angaben der NRW-Landesregierung sitzen deutschlandweit aktuell rund 5000 Menschen eine Ersatzfreiheitsstrafe ab, von denen der überwiegende Teil verurteilte Schwarzfahrer sind. In NRW sind es 1215 Gefangene. Jeder Hafttag koste den Steuerzahlen pro Gefangenem rund 131 Euro. „Wir haben also allein am Montag in NRW rund 160.000 Euro dafür ausgegeben, dass Menschen inhaftiert sind, die das Gericht überhaupt nicht inhaftieren wollte“, sagte Biesenbach. „Sie sollten eine Geldstrafe zahlen.“ Von einer Reform verspricht sich der NRW-Justizminister eine umfassende Entlastung der Behörden. „Wir würden als erstes die Polizei entlasten, die die Anzeigen nicht mehr aufnehmen müsste. Dann würden wir Staatsanwaltschaften und Gericht gleichermaßen entlasten, die die Fälle nicht erledigen müssten.“ Und schließlich würden auch die Justizvollzugsanstalten entlastet, betonte Biesenbach. Der NRW-Justizminister kündigte an, mit den Justizministern anderer Bundesländer darüber zu beraten.

Kriminalität
Polizei Berlin sucht Zeugen: Fahrkartenkontrolleure verletzen Seniorin

Berlin (nex) – Wie die Berliner Polizei berichtet sollen Fahrkartenkontrolleure  die ca. 70-Jährige am U-Bhf. Weinmeisterstr. bedrängt, gepackt & beleidigt haben. Der Vorfall wurde kürzlich angezeigt, soll sich aber bereits am 14. August 2017 zugetragen haben. Die Polizei Berlin sucht Zeugen zu einem Vorfall, der sich im vergangenen August in Mitte zugetragen haben soll. Wie erst in der vergangenen Woche angezeigt wurde, sollen zwei Fahrscheinkontrolleure am Montag, dem 14. August 2017, gegen kurz vor halb 9, auf dem U-Bahnhof Weinmeisterstraße eine ältere Frau bedrängt haben. Sie sollen sie umstellt, angeschrien und mit Gewalt am Arm gepackt haben. Des Weiteren sollen sie weiter an ihrem Arm und ihrer Geldbörse gezogen haben, so dass sie vor Schmerz geschrien haben und daraufhin von dem Mann und der Frau auch noch beleidigt worden sein soll. Die Polizei bittet und fragt:
  • Die Betroffene der Straftat, die etwa 70 Jahre alt sein soll, wird gebeten, sich umgehend mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
  • Wer ist Zeuge des Vorfalls geworden und kann Angaben dazu machen?
Hinweise nimmt der Polizeiabschnitt 31 in der Brunnenstraße 175 in Berlin-Mitte unter den Rufnummern (030) 4664-331610 oder (030) 4664-331700 sowie auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Bundestagswahl 2017
Cem Özdemir als Außenminister: „Wir würden Erdogan wirklich wehtun“

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Berlin (nex) – Cem Özdemir gilt als potenzieller Außenminister einer schwarz-grünen Koalition. Im Interview mit n-tv spricht er über mögliche Maßnahmen, die er als Außenminister umsetzen würde, um Erdogan „wehzutun“. Die Bundesregierung prüfe momentan die Aussetzung von Hermes-Bürgschaften, Reisewarnungen oder das Einfrieren von Rüstungsexporten. Aber die Zeit des Prüfens müsse endlich zu Ende sein, so Özdemir gegenüber n-tv. Wenn die Grünen mitregieren, würden sie sich dafür einsetzen, die Maßnahmen zu ergreifen, die Präsident Erdogan „wirklich wehtun“. „Als die Bundesregierung angekündigt hat, sie könnte bei der Aussetzung der Hermes-Bürgschaften Ernst machen, hat Erdogan innerhalb von 24 Stunden reagiert und die Terrorliste, auf der auch deutsche Unternehmen standen, zurückgezogen. Erdogan hört auf diesem Ohr gut. Ich würde deutlicher in dieses Ohr sprechen, gerne auch auf Türkisch“, so Özdemir weiter. Bei einer schwarz-grünen Koalition würden Grüne auch klar sagen, „dass der lange Arm des Präsidenten in der deutschen Politik nichts verloren hat.“ Laut Özdemir sei es ein untragbarer Zustand, dass Erdogan in Deutschland mit viel Geld „Parallelstrukturen und ein Spitzelsystem“ errichte.

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Iran
Ali Khamenei: Elite der USA sollte sich für Trump schämen

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Teheran (nex) – „Die Elite der USA sollte sich für diesen Präsidenten schämen“, sagte Khamenei laut seiner Website in einer Rede vor dem iranischen Expertenrat. „Die gleichermaßen sinnlose wie bedrohliche, beleidigende und konfuse Rede des US-Präsidenten in der Sprache eines Gangsters und Cowboys erklärt sich aus dem Hass sowie der Inkompetenz der Regierenden in den USA“, so Khamenei am Donnerstag. Das geistliche Oberhaupt des Iran reagierte damit auf die Rede von Trump vor der UN am Dienstag, in der er den Iran „ausgebrannten Schurkenstaat“ und „korrupte Diktatur“ nennt und das Atomabkommen mit Teheran in Frage gestellt hatte.