Edelsteine
Weltgrößter Diamant für 49 Millionen Euro verkauft

London (nex) – Der größte Diamant des Jahrhunderts fand am vergangenen Montag im Londoner Auktionshaus Sotheby’s für umgerechnet 49 Millionen Euro einen Käufer. Der 1.109 Karat große Edelstein „Lesedi La Rona“ („Unser Licht“) wurde im Jahre 2015 vom kanadischen Bergbauunternehmen „Lucara Diamond“ in der Karowe-Mine im afrikanischen Botswana gefunden. Nur der 1905 gefundene Cullinan-Diamant war mit über 3,106 Karat größer. Wie der britische Juwelier „Graf Diamonds“ am Dienstag mitteilte, habe man nach fast einjährigen Verhandlungen den „größten gefundenen Rohdiamanten seit 100 Jahren“ von „Lucara Diamond“ gekauft.

„Wir sind begeistert und geehrt, die neuen Hüter dieses unglaublichen Diamanten zu werden“, so Graff in der Mitteilung

„Der Stein wird uns seine Geschichte erzählen, er wird diktieren, wie er geschnitten werden will, und wir werden größtmögliche Sorgfalt nehmen, um seine außergewöhnlichen Eigenschaften zu respektieren.“ Ein Verkauf im Londoner Auktionshaus Sotheby’s scheiterte im Sommer 2016. Der geforderte Preis lag damals bei 70 Millionen US Dollar. https://twitter.com/GraffDiamonds/status/912585859668561921

Irak
Erdogan: Türkei wird neuen „Lawrence von Arabien“ nicht zulassen

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Ankara (nex) – Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum der nordirakischen Autonomieregierung sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, dass die Türkei einen neuen „Lawrence von Arabien“ und mehr Chaos in der Region unter keinen Umständen zulassen werde. „Genau wie wir das in Syrien brennende Feuer nicht erlaubten auf unser Land überzugreifen, werden wir auch die Versuche in Irak stoppen“, so Erdogan in einer Rede bei der Abschlussfeier im Präsidentenpalast für Absolventen einer Polizeischule. „Die neuen ‚Lawrence‘ werden diesmal nicht erfolgreich sein, ich möchte, dass ihr das alle wisst“, sagte Erdogan wobei er auf den britischen Spion Lawrence von Arabien Bezug nahm, der eine wichtige Rolle bei der arabischen Revolte gegen das Osmanische Reich im ersten Weltkrieg spielte. Mehr als 92 Prozent der Wähler in der kurdischen Autonomieregion haben am Montag trotz internationaler Proteste für eine Abspaltung vom Irak gestimmt. Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi will das Ergebnis des Referendums nicht anerkennen und drohte gar mit militärischer Intervention. Seit drei Tagen findet im Irak eine türkisch-irakische Miliärübung statt.

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Bundesliga
Bayern entlässt Trainer Ancelotti

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Dortmund (nex) – Nur ein Tag nach der Pleite gegen den französischen Meister Paris Saint Germain hat Bayern München Trainer Ancelotti entlassen. Wie „Sport Bild“ berichtet, übernimmt vorerst Ancelotti-Assistent Willy Sagnol als Interims-Trainer. Der Ex-Bayern-Profi wurde auf Wunsch der Klub-Bosse im Sommer für das Trainer-Team verpflichtet, war zuvor als Chef-Coach bei Girondins Bordeaux von 2014 bis 2016 tätig, schreibt „Sport Bild“ weiter. Medienberichten zufolge zählt Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel zu den Nachfolgekandidaten gezählt.

Flüchtlingslösungen
Weltbank: Türkei beherbergt mehr Flüchtlinge als jedes andere Land

Ankara (nex) – Die Weltbank gab am gestrigen Mittwoch den Beginn eines internationalen Projekts bekannt: Mehr als 50 Bildungseinrichtungen – vor allem für syrische Flüchtlinge – sollen in den südlichen Provinzen der Türkei gebaut werden. Das Ziel des von der Europäischen Union finanzierten und von der Weltbank verwalteten Education Infrastructure for Resilience Projects (Verbesserung der Bildungsinfrastruktur zur Erhöhung der Resilienz-Projekt) besteht laut einer Pressemitteilung darin, die Türkei bei der Ausbildung von Syrern unter vorübergehendem Schutz (SuTP) und die sie aufnehmenden Gemeinden zu unterstützen.
(Foto: AA)
Dabei würde die Projektfinanzierung in Höhe von rund 160 Mio. US-Dollar von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms „Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei“ bereitgestellt. „Die Türkei beherbergt aktuell mehr Flüchtlinge als jedes andere Land, und etwa 3,2 Millionen dieser Flüchtlinge sind Syrer“, sagt Johannes Zutt, Weltbank Country Director für die Türkei, in der Erklärung. „Auf der Grundlage unserer 25-jährigen Partnerschaft zur Verbesserung des gesamten Katastrophenrisikomanagements und zur Verringerung von Katastrophenrisiken in der Türkei freuen wir uns, dass mit dem Programm „Safe Schools“ (sichere Schulen) in der Türkei syrische Kinder dabei unterstützt werden, wieder zur Schule zurückzukehren“, so Zutt weiter. Von den weltweit 65 Millionen Flüchtlingen beherbergt die Türkei über drei Millionen, die laut einer Statistik vom vergangenen Jahr vor allem aus Syrien stammen. So soll die Zahl der irakischen Flüchtlinge in der Türkei bei 30,400 liegen. Pakistan belegt mit 1,4 Millionen Flüchtlingen den zweiten, der Libanon mit einer Million Flüchtlingen den dritten Platz. In den vergangenen 20 Jahren hat sich nach dem neuen “Global Trends“- Report von UNHCR die Zahl der Zwangsvertriebenen von 33,9 Millionen im Jahr 1997 auf 65,6  im Jahr 2016 verdoppelt. Demnach würden pro Minute 20 Menschen zur Flucht gezwungen. Lediglich 8 Prozent diese Flüchtlinge leben in den 26 für sie vorgesehenen Camps in der gesamten Türkei. Der Rest ist in Städte gezogen, wo sie sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben schlagen. Nach den Worten des türkischen Innenministers Süleyman Soylu habe die Türkei für die Beherbergung der Flüchtlinge bislang mehr als 25 Milliarden US-Dollar ausgegeben.  

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Wirtschaftskooperation
Niederländische Grenzgebiete und NRW planen gemeinsamen Wirtschaftsraum

Essen (ots) – Die niederländischen Grenzgebiete und das Land NRW wollen einen gemeinsamen Wirtschaftsraum bilden. Das sagte Theo Bovens, der Landeschef der niederländischen Provinz Limburg, der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung (NRZ). Bovens ist von Ministerpräsident Mark Rutte mit der Koordinierung beauftragt worden; auf deutscher Seite ist das NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner. Die Zusammenarbeit soll auf drei Feldern verstärkt werden: Einmal Sicherheit, Polizei, Datenaustausch und Justiz, weiterhin Verkehr und Infrastruktur und schließlich Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Konkret geht es um grenzüberschreitende Berufstätigkeit, die wechselseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen, Wirtschaftskooperationen oder auch darum, wie man Geldautomaten-Sprengern endlich das Handwerk legen kann. Theo Bovens: „Derzeit lassen wir noch so viele Chancen liegen. Beide Seiten können von Milliarden Euro Umsätzen profitieren, wenn wir vereint handeln.“

Berlin
AfD-Unterbringung außerhalb des Parlamentsviertels im Gespräch

Düsseldorf (ots) – Die Büros der AfD-Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter werden möglicherweise außerhalb des Berliner Parlamentsviertels untergebracht. Nach einem Bericht der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ unter Berufung auf Bundestags- und AfD-Kreise ist dafür das frühere Innenministerium im Spreebogen im Gespräch. Auch die Mitarbeiter des Petitionsausschusses könnten dorthin umgesiedelt werden. Während die meisten anderen Abgeordneten nur wenige Schritte zum Plenarsaal des Bundestages haben, müssten die AfD-Parlamentarier dann jedes Mal rund vier Kilometer zurücklegen. Weil der Bundestag von 630 auf 709 Abgeordnete gewachsen ist, müssen zusätzliche Liegenschaften angemietet werden.

Unabhängigkeitreferendum
Katalanische Polizei widersetzt sich Madrid

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Barcelona (nex) – Wenige Tage vor dem umstrittenen Unabhängiskeitsreferendum in der spanischen Region Katalonien legt sich die dortige Polizei mit der Regierung in Madrid an. Der katalanische Polizeidirektor teilte am Mittwoch nach einem Treffen mit der Generalstaatsanwaltschaft Kataloniens mit, dass die Beamten den Anweisungen aus Madrid, die Öffnungen der Wahllokale zu verhindern, nicht befolgen werden. Die Umsetzung dieser Forderung berge die Gefahr unerwünschter Folgen wie etwa die Sicherheit der Bürger und das Risiko, dass die öffentliche Ordnung gestört werde, twitterte die katalanische Polizei am Mittwoch. Polizeichef Campins twitterte: „Dass niemand sich irrt. Die Aufgabe der Polizei ist, die Rechte der Bürger zu garantieren, nicht deren Ausübung zu verhindern“. „Die katalanische Polizei will sich nicht der Befehlsgewalt der spanischen Behörden unterstellen“, sagte auch Joaquim Forn, Innenminister der Regionalregierung Kataloniens, bereits letzte Woche. Man wehre sich gegen den Versuch Madrids, die katalanische Polizei zu unterwandern, so Forn.

Justiz
Zahl der Kontoabfragen in NRW erreicht Rekordwert

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Köln (nex) –  Die Zahl der Abfragen von Kontodaten privater Person durch Finanzbehörden und Gerichtsvollzieher hat in Nordrhein-Westfalen einen Rekordwert erreicht. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Nach Auskunft des NRW-Finanzministeriums hat das Bundeszentralamt für Steuern (BZASt) in Bonn allein im ersten Halbjahr 2017 mehr als 25.300 Ersuchen von Finanzämtern bearbeitet. Im gesamten Jahr 2016 waren es 17.323, 2015 nur knapp 13.800. Mit der automatisierten Kontoabfrage erhoffen sich die Behörden, Sozial- und Steuerbetrügern schneller auf die Schliche zu kommen. „Die Steigerung zeigt, dass es für die Steuerbehörden ein erfolgreiches Mittel ist, um an Informationen über Schuldner zu kommen“, sagte Manfred Lehmann, NRW-Landesvorsitzender der deutschen Steuergewerkschaft. Doch nicht nur Finanzbehörden haben Zugriff auf die Kontodaten von säumigen Zahlern, seit 2013 sind auch Gerichtsvollzieher berechtigt, im Namen privater Gläubiger über die Kontenabfrage Geld einzutreiben. Auch hier schnellen die Zahlen nach oben. Allein 2016 haben Gerichtsvollzieher in NRW 58.530 Ersuchen beim BZASt zu Kontodaten von Privatpersonen gestellt, erfuhr der „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf Anfrage beim NRW-Justizministerium. Ein Jahr zuvor waren es 41.210. Die Zahlen würden in Zukunft weiter steigen, glaubt Frank Neuhaus, Vorsitzender des NRW-Landesverbands beim Deutschen Gerichtsvollzieherbund. „Immer mehr private Gläubiger haben gelernt, dass dies ein vielversprechender Weg ist, um doch noch an ihr Geld zu kommen“. Datenschützer beobachten die wachsende Neugier von Unternehmen, die ihr Geld mit Hilfe des Staats eintreiben wollen, dagegen mit Sorge. Im Jahr 2003 ursprünglich als Mittel zur Terrorbekämpfung eingeführt, wurde der Kreis von Personen, die am Kontoabrufverfahren teilnehmen dürfen, stetig erweitert. „Die Entwicklung und Ausweitung des Verfahrens ist bedenklich“, sagte die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in NRW. Der Zugang müsse „strikt auf das erforderliche Maß begrenzt bleiben“.

Geschichte
Türkei: 11500 Jahre alte Siedlung entdeckt

Istanbul (nex) – Eine 11.500 Jahre alte Siedlung  wurde auf dem Hasankeyf-Hügel am Tigrisufer in der fünften Phase der Archäologiearbeiten im Zuge des Ilisu-Staudamm-Projekts „Schutz und Rettung des Kulturerbes“ (HES) in der antiken Stadt Hasankeyf der südosttürkischen Provinz Batman entdeckt. Der Chef der Ausgrabungen in Hasankeyf, Assistant Professor Mevlüt Eliüsük sagte, dass auch 12 japanische Archäologen an den Arbeiten teilnähmen. „Vor den Funden dauerten die Ausgrabungen in der Siedlung bereits drei Monaten an“, so Eliüsük gegenüber türkischen Medien. Insgesamt sei das Team bereits seit 2009 vor Ort. Analysen zeigten, dass die Siedlung auf dem Hasankeyf-Hügel auf 9.500 v. Chr. zurückgeht, also vor 11.500 Jahren gegründet wurde, sagte er und ergänzte: „Die Menschen jagten zumeist Wildschafe. An Pflanzen entdeckten wir Wilderdnüsse, Mandeln und eine Art von Pistazien. Interessant ist, dass wir keine Spuren von Getreide oder Weizen gefunden haben. Dieser Ort war eine einfache Siedlung, bevor hier Landwirtschaft oder Zucht betrieben wurden“, sagte der japanische Archäolog Yutaka Miyake von der Tsukuba Universität. Die Siedlung auf dem Hügel ähnelt Miyake zufolge der Göbekli Tepe-Siedlung in der südöstlichen Provinz Sanliurfa.

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Freundschaftsspiel gegen Polen
Dortmund-Schalke gegen Polen: Niemand weiß von etwas

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Dortmund (nex) – Im nächsten Jahr sollten Spieler von BVB und FC Schalke 04 gemeinsam gegen die polnische Nationalmannschaft auf dem Rasen stehen. Das teilte der Chef der RAG-Kohlestiftung, Werner Müller, am Dienstag in Essen mit. Für Fußballfans im Revier dürfte das Freundschaftsspiel einer Dortmund-Gelsenkirchener Mannschaft gegen die polnische Nationalelf wohl das absolute Highlight sein. Wie Müller erklärte, soll im Mai oder im Herbst nächsten Jahres ein Freundschaftsspiel einer gemeinsamen Ruhrgebietsmannschaft unter Führung von Schalke 04 und Borussia Dortmund gegen die polnische Nationalmannschaft geplant sein.

Wie die „WAZ“ berichtet, wurde im Laufe des Dienstags aus „einer wunderbaren Geschichte“ allerdings eine „verwirrende Posse“.

Dem Bericht zufolge widersprach Schalke der Ankündigung der RAG-Stiftung, dass die Partie bereits unter Dach und Fach sei. Auch der BVB habe lediglich von einem „Wunsch“ seines Sponsors Evonik, dessen Hauptaktionär die RAG-Stiftung ist, gesprochen. Der polnische Fußballverband habe sogar betont, von solchen Plänen nichts zu wissen, so „WAZ“ weiter.

„Davon höre ich das erste Mal“, sagte Jakub Kwiatkowski, Pressesprecher des polnischen Fußballverbandes, der „WAZ“. Niemand sei von deutscher Seite an die Polen herangetreten. Er könne sich beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass es sich um die polnische A-Nationalmannschaft handeln soll. „Wir spielen eigentlich nur gegen andere Fußballnationen“, so Kwiatkowski gegenüber „WAZ“.

Auf Schalke herrsche Ratlosigkeit. Der Verein sei von der Mitteilung der RAG zu einem gemeinsamen Spiel überrascht, berichtet die „WAZ“ weiter.

Borussia Dortmund habe mitgeteilt, dass der Club „die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, am Spiel einer Ruhrgebietsauswahl mitzuwirken, sofern es terminlich passt. Darüber hinausgehend sind noch keine Vereinbarungen getroffen worden“.