Territoriale Integrität
Vertrag von 1926: Türkei hat das Recht auf Intervention im Irak

Die Türkei hat nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) Mehmet Günal bei Beeinträchtigung der territorialen Integrität Iraks das Recht auf Intervention. 

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Ankara (nex) – Die Türkei hat nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) Mehmet Günal bei Beeinträchtigung der territorialen Integrität des Irak das Recht auf Intervention.

Dies stehe, so der türkische Spitzenpolitiker, im Einklang mit dem Vertrag von Ankara aus dem Jahr 1926.

Dieser war zwischen der Türkei, Großbritannien und dem Irak zur Festlegung der neuen Grenzen zwischen der Türkei und Irak geschlossen worden. Die Türkei hatte den Vertrag unter der Bedingung des Schutzes der territorialen Integrität des Irak unterzeichnet.

Die Türkei sollte auch für die Sicherheit der Turkmenen in der Region sorgen, so der MHP-Vize in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu Agency weiter.

(Foto: AA)

„Jede Operation und jeder Einsatz dafür wird bedingungslos von der MHP unterstützt“, betonte Günal und ergänzte, dass seine Partei in dieser Frage von der Regierung Entschlossenheit erwarte.

Zu Beginn des Jahres hatte die Turkmenenfront des Irak, eine politische Bewegung im Nordirak, sich vehement gegen die Entscheidung des Provinzrats von Kirkuk gestellt, die Kurdenflagge vor staatlichen Gebäuden zu hissen.

Auch das für den 25. September geplante Referendum über die Loslösung von Bagdad lehnen die Turkmenen vehement ab.

Nach den Arabern und Kurden bilden die türkischsprechenden Turkmenen die drittgrößte ethnische Gruppe im Irak, wobei viele turkmenische Gemeinden in den umstrittenen Gebieten zwischen Bagdad und der nordkurdischen Region des Irak liegen.

Während es keine offiziellen Angaben Bagdads zu der Bevölkerungszahl der Turkmenen gibt, geben turkmenische Funktionäre eine Einwohnerzahl von etwa 2.2 Millionen an.

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