Autovermieter
CarJet: Ein weiterer Kunde beschuldigt das Unternehmen

0
Die Zahl der Beschwerden über Autovermieter nimmt wieder zu. In einem beunruhigenden Muster, das zunehmend ans Licht kommt, hat CarJet, ein internationaler Autovermietungsbroker, wieder einmal einen Kunden gestrandet und finanziell im Regen stehen lassen. Dieser Vorfall spiegelt zahlreiche Beschwerden wider, die über Online-Plattformen geteilt wurden, und wirft Fragen über die Betriebsethik und den Kundenservice des Unternehmens auf. Das jüngste Opfer des Service-Debakels von CarJet, Kamala Mammadova, hatte ein Fahrzeug für eine Woche reserviert und im Voraus per Kreditkarte bezahlt. Bei der Ankunft am vorgesehenen Abholort in Alanya weigerte sich der im Namen von CarJet handelnde Subunternehmer, die Buchung zu erfüllen, da es Probleme mit dem Führerschein des Fahrers gab, obwohl alle Unterlagen zum Zeitpunkt der Buchung in Ordnung waren. Der Kunde, der ohne das versprochene Fahrzeug zurückgelassen wurde, wurde daraufhin an CarJet verwiesen, um eine Erstattung zu erhalten. Die Kontaktaufnahme mit dem Kundendienst erwies sich jedoch als eine Herkulesaufgabe. Nach einer erschöpfenden Suche nach einer gültigen E-Mail-Adresse und mehreren Versuchen kam schließlich eine Antwort – allerdings nicht mit der erhofften Lösung. CarJet lehnte eine Rückerstattung ab und begründete dies mit nicht näher genannten Gründen, so dass die Zahlung des Kunden nicht zurückerstattet wurde und seine Reisepläne durcheinander gerieten. Dies ist kein Einzelfall. In Online-Foren und auf Bewertungsportalen finden sich zahlreiche ähnliche Geschichten von Kunden, die Probleme mit CarJet hatten. Ein Thread im Rick Steves Travel Forum mit dem Titel „CarJet storniert Buchung ohne Rückerstattung (CJT-34753383)“ beschreibt eine ähnliche Erfahrung, bei der die Buchung eines Kunden in letzter Minute storniert wurde, ohne dass eine Rückerstattung erfolgte. Auch auf einer anderen Plattform, Reviews.io, berichten zahlreiche Kunden von betrügerischen Praktiken, der Verweigerung von Rückerstattungen und Schwierigkeiten, den Kundenservice zu erreichen. Kritiker argumentieren, dass CarJet mit einem Geschäftsmodell arbeitet, bei dem der Profit Vorrang vor der Kundenzufriedenheit hat. Das Unternehmen agiert als Vermittler und nicht als direkter Autovermieter, was oft zu einem Mangel an Kontrolle über die Qualität der Fahrzeuge, die Verfügbarkeit und die Professionalität der lokalen Partner führt. Dies führt häufig zu Szenarien, in denen die Kunden mit den Folgen von Stornierungen in letzter Minute oder der Verweigerung von Dienstleistungen konfrontiert werden, ohne dass sie eine Entschädigung erhalten. Darüber hinaus scheint der Kundenservice von CarJet notorisch undurchsichtig und unempfänglich zu sein, was die Situation bei Streitigkeiten noch verschlimmert. Das Fehlen klarer Kontaktinformationen auf der Website und die mangelnde Bereitschaft, auf Kundenbeschwerden nach der Transaktion einzugehen, deuten auf ein System hin, das eher dazu dient, das Unternehmen vor der Verantwortung zu schützen, als dem Verbraucher zu dienen. Solche Praktiken haben weitreichende Folgen. Sie werfen nicht nur ein schlechtes Licht auf CarJet, sondern auch auf den Ruf der Autovermietungsbranche als Ganzes. Die Verbraucher sind zunehmend misstrauisch und teilen ihre Erfahrungen oft in sozialen Medien und auf Bewertungsportalen, was potenzielle Kunden abschrecken und die Glaubwürdigkeit der Branche beschädigen kann. Experten schlagen vor, dass die Aufsichtsbehörden Unternehmen wie CarJet genauer unter die Lupe nehmen sollten, insbesondere solche, die über Subunternehmer arbeiten. Es muss eine klarere Verantwortlichkeit geben, vielleicht durch obligatorische direkte Kommunikationslinien für den Kundendienst oder eine transparente Erstattungspolitik, die für alle Partner gilt. Für den Moment ist der Rat an die Reisenden klar: Seien Sie vorsichtig, wenn Sie über Drittanbieter wie CarJet einen Mietwagen buchen. Prüfen Sie die Bedingungen, vergewissern Sie sich, dass Sie die Stornierungs- und Rückerstattungsbedingungen verstehen, und entscheiden Sie sich vielleicht, wie viele es jetzt befürworten, für Direktbuchungen bei etablierten Mietwagenfirmen, um diese Fallstricke zu vermeiden. Diese Geschichte ist eine deutliche Erinnerung daran, wie wichtig die Wachsamkeit der Verbraucher in einer Zeit ist, in der Online-Dienste manchmal den Profit über den Menschen stellen können.  

Review
CarJet: Another customer scammed by the car rental broker

Complaints about vehicle rental firms are soaring once again. In a troubling pattern that has increasingly come to light, CarJet, an international car rental broker, has once again left a customer stranded and financially out of pocket. This incident mirrors numerous complaints shared across online platforms, raising questions about the company’s operational ethics and customer service.

A recent victim of CarJet’s service debacle reserved a vehicle for a week’s rental, fully prepaid via credit card. Upon arriving at the designated pick-up location in Alanya, the subcontractor, acting on behalf of CarJet, refused to honor the booking due to issues with the driver’s license, despite all documentation being in order at the time of booking. The customer, left without the promised vehicle, was then directed back to CarJet for a refund. However, securing customer service contact proved to be a Herculean task. After an exhaustive search for a valid email address and several attempts, a response finally came – but not with the resolution hoped for. CarJet declined to issue a refund, citing unspecified policy reasons, leaving the customer’s payment unreturned and their travel plans in disarray. This isn’t an isolated case. Online forums and review sites are rife with similar stories of customers facing issues with CarJet. A thread on the Rick Steves Travel Forum, titled „CarJet cancelled booking with no refund (CJT-34753383)„, details a similar experience where a customer’s booking was canceled at the last minute with no refund provided. Another platform, Reviews.io, echoes these sentiments, with numerous customers reporting deceptive practices, refusal to refund, and difficulties in reaching customer service. Critics argue that CarJet operates with a business model that prioritizes profit over customer satisfaction. The company acts as a broker rather than a direct car rental service, which often results in a lack of control over the vehicle quality, availability, and the professionalism of local partners. This setup frequently leads to scenarios where customers are left to deal with the fallout of last-minute cancellations or service denials without recourse. Moreover, CarJet’s customer service appears to be notoriously opaque and unresponsive, further aggravating the situation when disputes arise. The absence of clear contact information on their website and the reluctance to engage with customer complaints post-transaction indicate a system designed more to shield the company from accountability than to serve the consumer. The broader implications of such practices are significant. They not only reflect poorly on CarJet but also on the car rental industry’s reputation as a whole. Consumers are increasingly wary, often sharing their experiences on social media and review sites, which can deter potential clients and damage the sector’s credibility. Experts suggest that regulatory bodies should scrutinize companies like CarJet more closely, especially those operating through subcontractors. There needs to be clearer accountability, perhaps through mandatory direct lines of communication for customer service or a transparent refund policy enforced across all partners. For now, the advice to travelers is clear: be cautious when booking through third-party car rental brokers like CarJet. Verify the terms, ensure you understand the cancellation and refund policies, and perhaps, as many now advocate, opt for direct bookings with established rental companies to avoid these pitfalls. As this story unfolds, it serves as a stark reminder of the importance of consumer vigilance in an era where online services can sometimes prioritize profit over people

Afrika
Tschad: Türkei verdrängt Frankreich in Afrika

0
N’Djamena – Das türkische Militär wird die Kontrolle über den Militärstützpunkt Abéché im Tschad übernehmen, was eine bemerkenswerte Entwicklung in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern darstellt. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Rolle der Türkei als Sicherheitspartner in der Region und ihre wachsende militärische Präsenz in Afrika.

Tschad beendet die militärische Zusammenarbeit mit seiner ehemaligen Kolonialmacht

Im Januar dieses Jahres übergab Frankreich den Stützpunkt Abéché an die tschadischen Behörden, nachdem es aus dem Land vertrieben worden war. Dieser Schritt erfolgte, nachdem der Tschad die militärische Zusammenarbeit mit seiner ehemaligen Kolonialmacht im Jahr 2024 beendet hatte und die französischen Truppen im Dezember desselben Jahres mit ihrem Abzug begannen. Mit dem kürzlichen Abzug Frankreichs aus dem Tschad greift die Türkei in die Militärlandschaft des Landes ein, indem sie Drohnen einsetzt und strategische Stützpunkte in Abéché und Faya-Largeau sichert. Diese strategische Positionierung stellt wahrscheinlich eine Herausforderung für Russlands wachsenden Einfluss in Afrikas Sicherheitsangelegenheiten dar.

Türkei füllt strategische Lücke

Der Stützpunkt Abéché wurde zuvor von den französischen Streitkräften genutzt. Die Übernahme der Kontrolle über den Stützpunkt durch die Türkei füllt eine strategische Lücke, die Paris hinterlassen hat, nachdem Frankreich seine jahrzehntelange Militärpräsenz im Tschad beendet hat. Medienberichten zufolge hat die Türkei bereits Drohnen in der Nähe des Stützpunkts Faya-Largeau stationiert, der sich nahe der Grenze des Tschads zu Libyen befindet. Der türkische Nachrichtendienst TRT Haber berichtete außerdem, dass die tschadischen Behörden der Türkei im Rahmen eines Mitte Januar abgeschlossenen Abkommens offiziell die Kontrolle über den Stützpunkt Abeche übertragen haben. Das Abkommen wurde nach Verhandlungen zwischen dem türkischen Botschafter in N’Djamena und tschadischen Beamten geschlossen. Das verstärkte militärische Engagement der Türkei kommt kurz nachdem Frankreich seine letzten Truppen aus dem Tschad abgezogen hat. Seit Jahren kritisieren türkische Medien die Rolle Frankreichs in der Region und machen Paris für Instabilität und wirtschaftliche Probleme verantwortlich. Analysten vermuten, dass sich Ankara in Erwartung des französischen Rückzugs in Stellung gebracht hat, um die militärischen Partnerschaften des Tschad zu übernehmen. Experten sind der Ansicht, dass das Abkommen mit N’Djamena der Region Frieden und Stabilität bringen könnte, insbesondere im Osten des Tschad, der an den Sudan grenzt – ein Land, das derzeit aufgrund eines Konflikts zwischen der Armee und den Rapid Support Forces (RSF) in Aufruhr ist.

Beziehungen zwischen der Türkei und dem Tschad haben sich in den letzten Jahren verstärkt

Die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und dem Tschad haben sich in den letzten Jahren verstärkt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte zuvor die Bereitschaft Ankaras bekundet, die militärische und verteidigungspolitische Zusammenarbeit mit dem Tschad zu vertiefen, und die Bedeutung gemeinsamer Sicherheitsanstrengungen in der Sahelzone betont. Der tschadische Präsident Mahamat Idriss Déby Itno äußerte sich ebenfalls positiv über die wachsende Partnerschaft und erklärte, dass „Ankara und N’Djamena sich gegenseitig in internationalen Organisationen unterstützen“ und eine gemeinsame Vision zur Stärkung der bilateralen Beziehungen haben. Die Türkei hatte dem Tschad bereits leichte Angriffs- und Trainingsflugzeuge vom Typ HÜRKUŞ sowie Aksungur- und ANKA-Drohnen geliefert. Darüber hinaus wurden türkische Militärberater und Mitarbeiter türkischer Unternehmen auf dem Stützpunkt Faya-Largeau stationiert.

Bundestagswahl 2025
Topak: „Ich betrachte diese Wahl als Schicksalswahl“

Ein Gastkommentar von Zafer Topak Am 23-02-2025 finden die Bundestagswahlen statt. Ich betrachte diese Wahl als Schicksalswahl für unser Land, für Europa und für unsere Welt. Von 2001 bis 2016 war ich Mitglied der CDU und war auch einige Jahre aktiv im Vorstand. Auf Grund von Anfeindungen und Beschuldigungen von Kritikern der Türkei, wurde ich aus der Partei ausgeschlossen. So viel zum Thema Meinungsfreiheit. Ich durfte keine eigene Meinung zu Themen über die Türkei haben. Natürlich interessiere ich mich weiterhin für Politik, auch ohne Mitglied einer Partei zu sein. Derzeit sehe ich auch keine Partei, die mich anspricht. Diese Wahl betrachte ich, wie bereits erwähnt, als Schicksalswahl. Unsere Bundesregierung und auch die Union unterstützen die Ukraine mit Waffen und Geld. Die Union möchte sogar Taurusraketen in die Ukraine liefern, mit denen man Moskau treffen kann. Sie reden auch darüber, dass man unsere Bundeswehr in die Ukraine schicken möchte. Das Ganze wird keinen Frieden bringen, sondern einen echten Krieg und noch mehr Leid. Mit Diplomatie muss man wieder einen Dialog mit Russland führen und eine vermittelnde Rolle wie zB die Türkei übernehmen. Ich sage De-Eskalation statt Eskalation. Einen Krieg gegen Russland will ich nicht. Und ich muss auch ergänzen, dass man Russland bewusst seit Jahren provoziert hat. Wir sollten uns nicht in die Wahlen und in die Innenpolitik anderer Staaten einmischen. Auch müssen wir mit „Regime Change“ – Politiken aufhören. Genau das hat man mit „Euromaidan“ in der Ukraine 2013 und 2014 gemacht. Westliche Staaten haben prowestliche, antirussische Gruppen gegen den gewählten Präsidenten Wiktor Janukowitsch unterstützt. Auch faschistische Paramilitärs, die übrigens jetzt Teil der ukrainischen Armee geworden sind, haben mitgewirkt. Russland musste nach dem Sturz des rechtmäßig gewählten Präsidenten die russischsprachige Bevölkerung in der Ukraine schützen. So kam es dann zum russisch-ukrainischen Konflikt. Eigentlich sind Ukrainer genau so wie die Belarussen(Weißrussen) sowohl historisch, als auch sprachlich und kulturell gesehen Russen. Die Ukraine besteht erst seit der Oktoberrevolution. Die UdSSR hat auch ein eigenständiges Volk für die ukrainische SSR erschaffen. Das gleiche hat man auch damals übrigens bei den Türken der UdSSR getan. Aus den Türken der UdSSR hat man sogenannte neue „Turkvölker“ erschaffen. Das waren die Fehler aus der Sowjetzeit, deren Nachwirkungen wir noch heute spüren. Die NATO ist aus meiner Sicht ein Relikt des kalten Krieges und obsolet. Sie gehört aufgelöst. Zumindest sollten wir auch so schnell wie möglich aus diesem Bündnis rausgehen. Natürlich wünsche ich mir einen Frieden in Osteuropa. Es darf auch nicht zu einem Flächenbrand kommen. Dies kann man aber nicht mit der Dämonisierung und Kriminalisierung Russlands, des russischen Volkes und Präsident Putins erreichen. Wir müssen wieder miteinander reden. Wir müssen die Sicherheitsbedenken Russlands respektieren und akzeptieren. Eine weitere NATO – Osterweiterung darf auch nicht in Frage kommen. Auch dürfen wir nicht die Russinnen und Russen und Menschen mit Wurzeln aus Russland und der ehemaligen Sowjetunion, wie zB auch Deutsche, kriminalisieren und dämonisieren. Seit 2022 aber wird genau das in unserem Land getan. Viele Russinnen und Russen geben sich sogar aus Angst als Ukrainerinnen und Ukrainer aus. Wir dürfen nicht weiterhin die Ukraine mit Waffen und Geld unterstützen. Deshalb ist meine Empfehlung bei diesen Wahlen mit der Zweitstimme eine Partei zu wählen, die gegen die Unterstützung der Ukraine mit Waffen und Geld ist und die für einen Dialog mit Russland ist. Diese Partei sollte auch eine Partei sein, die eine Chance hat in den Bundestag gewählt zu werden. Mit der Erststimme empfehle ich den stärksten Kandidaten gegen die CDU zu wählen. Ein weiterer Aspekt ist natürlich auch die Tragödie in Gazza. Es herrscht dort eine Katastrophe. Ich kann auch keine Partei unterstützen, die auf Grund der sogenannten Staatsräson weiterhin Waffen an Israel liefert. Schauen Sie sich genau die Wahlprogramme und Parteiprogramme an und wählen sie bewusst. Wir müssen mit unseren Stimmen einen Beitrag zum Weltfrieden und für die Völkerverständigung leisten. Mir ist bewusst, dass wir allein mit unseren Stimmen und diesen Parteien keine „andere, friedlichere, gerechtere, bessere und lebenswertere Welt“ bekommen werden, aber unser Ideal sollte genau das sein.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Auch interessant

– Europawahl 2024 – Journalist Klaus Jürgens: Die EU-Wahlergebnisse sind ein Weckruf

Jürgens: „Die europäischen Polit-Eliten müssen endlich erkennen, dass das sogenannte ‚Haus Europa‘ nichts als ein Konstrukt für wohlhabende Europäer war“.

Journalist Klaus Jürgens: Die EU-Wahlergebnisse sind ein Weckruf

USA
US-Jude schießt auf Israelis, weil er sie für Palästinenser hält

Miami – Ein US-Jude aus Florida ist wegen versuchten Mordes angeklagt worden, nachdem er zwei israelische Touristen angeschossen hatte, die er für Palästinenser hielt. Einem Bericht der örtlichen Polizei zufolge sagte der 27-jährige Verdächtige Mordechai Bravman, er sei mit seinem Pickup in der Gegend von Miami Beach unterwegs gewesen, als er zwei Personen sah, die er für Palästinenser hielt. Daraufhin hielt er an und eröffnete das Feuer. Bravman wurde wegen zweifachen versuchten Mordes angeklagt, so ein Bericht von CBS News unter Berufung auf Verhaftungsunterlagen. Auf die beiden Opfer, einen Vater und einen Sohn, wurde 17 Mal geschossen, wie lokale Nachrichten berichteten. Einer wurde in die Schulter getroffen, der andere am Unterarm verwundet. Beide überlebten. Nach dem Vorfall behauptete eines der Opfer, Ari Rabey, in den sozialen Medien, der Angriff sei „antisemitisch“ gewesen, und postete die Botschaft „Tod den Arabern“, was breite Kritik auslöste.

CAIR verurteilt Tat

In einer Erklärung verurteilte CAIR, die größte muslimische Interessenvertretung in den USA, sowohl die Schießerei als auch den Beitrag von Rabey und bezeichnete ihn als Beispiel für „rassistische antipalästinensische Ansichten“. „Es ist zutiefst ironisch und bezeichnend, dass sowohl der mutmaßliche pro-israelische Täter als auch das pro-israelische Opfer der Schießerei in Miami Beach angeblich rassistische, anti-palästinensische Ansichten vertreten“, sagte CAIR National Executive Director Nihad Awad. „Dies ist nur das jüngste Beispiel für den Hass, der sich gegen die palästinensisch-amerikanische Gemeinschaft in diesem Land und die Palästinenser in ihrem Heimatland richtet.“ Die Schießerei fällt in eine Zeit, in der Interessengruppen davor warnen, dass antimuslimische und antisemitische Hetze seit dem Beginn des Gaza-Krieges am 7. Oktober 2023 zugenommen hat, einschließlich mehrerer gewalttätiger Angriffe auf palästinensische Amerikaner. Am 14. Oktober 2023 wurde der sechs Jahre alte Palästinenser Wadea al-Fayoume in einem Vorort von Chicago getötet, nachdem der Vermieter seiner Familie 26 Mal auf ihn eingestochen hatte. Bei einem anderen Vorfall soll eine 41-jährige Frau versucht haben, ein dreijähriges palästinensisch-amerikanisches Mädchen in Texas zu ertränken, während drei junge palästinensische Männer verletzt wurden, nachdem sie im November 2023 in der Nähe eines Universitätsgeländes in Vermont angeschossen worden waren.

Digital
App-Abonnements im Blick: Welche Services lohnen sich wirklich?

0

App-Abonnements erlangen grundsätzlich immer größere Beliebtheit. Musik- und Videostreaming, digitale Magazine, Cloud-Speicher, Fitness-Apps oder sogar mobile Spiele – fast jede digitale Dienstleistung gibt es mittlerweile als Abo-Modell.

Häufig stellt sich dabei die Frage: Lohnt sich das wirklich? Oder zahlen Nutzer oft mehr, als sie tatsächlich nutzen?

Deshalb setzen immer mehr Anbieter auf Abos

Früher konnte man eine App einmalig kaufen und sie dann unbegrenzt nutzen. Heute setzen vergleichsweise viele Entwickler auf das Abo-Modell. Der Grund ist einfach: Statt einmalig eine Zahlung zu erhalten, verdienen Unternehmen kontinuierlich an den Nutzern.

Das bringt ihnen somit langfristig mehr Einnahmen und sichert ihnen finanzielle Planbarkeit. Gleichzeitig profitieren viele Apps von regelmäßigen Updates und neuen Funktionen, die durch ein Abo-Modell leichter finanziert werden können.

Für die Nutzer hat das System Vor- und Nachteile. Einerseits gibt es Zugang zu vielen Diensten ohne hohe einmalige Kosten. Andererseits summieren sich jedoch die monatlichen Gebühren schnell zu einem beachtlichen Betrag.

Welche App-Abos sind besonders beliebt?

1. Streaming-Dienste für Musik und Video

Plattformen wie beispielsweise Spotify, Netflix, Disney-Plus und Amazon Prime Video gehören zu den bekanntesten Abonnement-Diensten. Sie bieten eine riesige Auswahl an Musik, Filmen und Serien – jedoch oftmals mit Einschränkungen.

  1. Kosten: Zwischen 5 und 20 Euro pro Monat
  2. Lohnt es sich? Wer regelmäßig Musik hört oder Serien streamt, profitiert selbstverständlich von den Abos. Wer jedoch nur gelegentlich Inhalte konsumiert, könnte mit günstigeren Alternativen oder Einzelkäufen besser fahren.

2. Gaming-Abos

Auch in der Gaming-Welt sind Abonnements auf dem Vormarsch. Xbox Game Pass, PlayStation Plus, Apple Arcade und Google Play Pass bieten Spiele gegen eine monatliche Gebühr.

  1. Kosten: 5 bis 15 Euro pro Monat
  2. Lohnt es sich? “Vielspieler” profitieren von einer großen Auswahl an Games ohne Zusatzkosten. Wer jedoch nur gelegentlich zockt, sollte sich gut überlegen, ob Einzelkäufe nicht günstiger wären.

3. Cloud-Speicher & Produktivitäts-Apps

Dienste wie beispielsweise Google Drive, Dropbox, Microsoft 365 oder auch Evernote ermöglichen es, Daten sicher zu speichern und von überall aus darauf zuzugreifen.

  1. Kosten: Zwischen 2 und 10 Euro pro Monat
  2. Lohnt es sich? Für Berufstätige, die viel mit digitalen Dokumenten arbeiten, kann es sich durchaus lohnen. Privatnutzer sollten lieber erst einmal prüfen, ob der kostenlose Speicherplatz ausreicht.

4. Fitness- und Meditations-Apps

Apps wie Headspace, Calm, Freeletics oder Gymondo bieten geführte Workouts oder Meditationen für einen gesunden Lebensstil.

  1. Kosten: 5 bis 15 Euro pro Monat
  2. Lohnt es sich? Wer regelmäßig trainiert und professionelle Anleitungen nutzen will, kann natürlich profitieren. Alternativ gibt es jedoch auch viele kostenlose Angebote.

5. Nachrichten & digitale Magazine

Viele Verlage setzen inzwischen auf digitale Abonnements, um Qualitätsjournalismus zu finanzieren. FAZ+, SZ+, Zeit Online oder internationale Magazine wie die New York Times bieten Inhalte gegen Bezahlung an.

  1. Kosten: 5 bis 20 Euro pro Monat
  2. Lohnt es sich? Diejenigen, die Wert auf hochwertige, werbefreie Nachrichten legen, können von einem Abo profitieren. Allerdings gibt es viele kostenlose Nachrichtenquellen.

Worauf sollte man achten?

Fakt ist: Nicht jedes Abo lohnt sich. Hier sind deshalb nun einige Tipps, um unnötige Kosten zu vermeiden:

  1. Regelmäßig überprüfen: Viele Nutzer zahlen für Abos, die sie kaum nutzen. Eine regelmäßige Kontrolle der eigenen Abonnements hilft, unnötige Ausgaben zu vermeiden.
  2. Kombinationen prüfen: Einige Anbieter bieten Familien- oder Kombi-Abos an, die günstiger sind. Beispielsweise kann ein Spotify-Familienabo für mehrere Personen billiger sein als Einzel-Abos.
  3. Gratis-Testphasen nutzen – aber rechtzeitig kündigen: Viele Apps bieten eine kostenlose Testphase. Wer ein Abo testet, sollte sich direkt eine Erinnerung zum Kündigen setzen, falls er es nicht weiter nutzen will.
  4. Alternative Finanzierungsmodelle prüfen: Manche Apps bieten Einmal-Käufe oder kostenlose Versionen mit Werbung an. Diese können eine günstige Alternative sein.
  5. App-Store-Abos im Blick behalten: Über den Google Play Store oder Apple App Store lassen sich aktive Abonnements verwalten. Dort kann man sehen, welche Abos laufen, und sie bei Bedarf einfach kündigen.

Braucht man nun wirklich so viele Abos?

App-Abonnements sind schließlich praktisch, aber sie können auch schnell teuer werden. Wer nicht aufpasst, zahlt am Ende für eine Vielzahl von Diensten, die kaum genutzt werden. Es lohnt sich daher, regelmäßig zu hinterfragen, ob ein Abo wirklich notwendig ist oder ob es günstige Alternativen gibt.

Besonders bei digitalen Gutscheinkarten, etwa für Google Play Guthaben, sollte man sich überlegen, ob man sie für ein Abo nutzen möchte oder lieber gezielt Apps oder einzelne Dienste kauft. Wer bewusst auswählt und seine Abos im Blick behält, kann also viel Geld sparen – ohne dabei auf wichtige digitale Inhalte verzichten zu müssen.

Auch interessant

– Türkei – Türkische Tarnkappendrohne ANKA-III wirft erfolgreich Waffe ab

Die türkische Tarnkappendrohen ANKA III hat erstmals Präzisionswaffe aus dem internen Waffenschacht abgeworfen.

Türkische Tarnkappendrohne ANKA-III wirft erfolgreich Waffe ab

Unternehmertum
Das ideale Pitch Deck: Welche Folien du in deine Vorlage aufnehmen solltest

Ein überzeugendes Pitch Deck ist entscheidend, um Investoren von deiner Geschäftsidee zu begeistern. Doch wie gestaltest du eine Pitch Deck Vorlage, die sowohl informativ als auch ansprechend ist? Die richtigen Folien sind der Schlüssel, um das Potenzial deines Unternehmens klar und prägnant zu präsentieren. Jede Folie sollte gezielt Informationen liefern, die Investoren interessieren – vom Problem, das dein Unternehmen löst, bis hin zur geplanten Finanzierungsstrategie. In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Folien unbedingt in eine professionelle Pitch Deck Vorlage gehören und wie du diese optimal nutzt, um deine Idee ins beste Licht zu rücken. So stellst du sicher, dass dein Pitch Deck nicht nur auf den Punkt kommt, sondern auch überzeugt.

Was ist ein Pitch Deck?

Ein Pitch Deck ist eine visuelle Präsentation, die Unternehmer und Gründer nutzen, um ihre Geschäftsidee potenziellen Investoren oder Partnern vorzustellen. Es dient als kompaktes, aber überzeugendes Verkaufsargument, das die wichtigsten Aspekte des Unternehmens klar und präzise darstellt. Ziel eines Pitch Decks ist es, das Interesse von Investoren zu wecken, um eine mögliche Finanzierung oder Partnerschaft zu sichern. Eine gute Pitch Deck Vorlage enthält in der Regel Informationen zu der zu lösenden Problemstellung, der angebotenen Lösung, dem Geschäftsmodell sowie Marktchancen. Zudem werden das Gründerteam, die Finanzprognosen und die Wettbewerbslandschaft dargestellt. Während der Fokus auf der Vision und dem Potenzial des Unternehmens liegt, sollte die Präsentation auch solide Daten und Fakten liefern. Ein gut gestaltetes Pitch Deck ist entscheidend für den Erfolg bei der Kapitalbeschaffung, da es potenziellen Geldgebern hilft, die Stärken und das Wachstumspotenzial des Unternehmens schnell zu erkennen.

Wichtige Folien in einem Pitch Deck

Ein Pitch Deck besteht aus mehreren Folien, die gezielt dazu dienen, Investoren von deinem Unternehmen zu überzeugen. Jede Folie sollte ein zentrales Thema abdecken, um eine klare und strukturierte Präsentation zu gewährleisten. Hier sind die wichtigsten Folien, die in keiner Pitch Deck Vorlage fehlen dürfen: Titelblatt: Diese Folie enthält den Namen des Unternehmens, den Slogan, das Logo und die Kontaktdaten der Gründer. Sie sollte professionell und einfach sein, um einen starken ersten Eindruck zu hinterlassen. Problemstellung: Hier erklärst du das Problem, das dein Unternehmen löst. Investoren müssen verstehen, warum dieses Problem relevant ist und wie groß der Bedarf an einer Lösung ist. Lösung: Zeige auf, wie dein Produkt oder Service das Problem löst. Diese Folie sollte klar und überzeugend darlegen, warum deine Lösung einzigartig und effektiv ist. Marktpotenzial: Investoren interessieren sich für den Markt, den du ansprechen möchtest. Hier gibst du Informationen zu Marktgröße, Wachstumspotenzial und Zielgruppen, um das wirtschaftliche Potenzial deiner Idee zu verdeutlichen. Geschäftsmodell: Erkläre, wie dein Unternehmen Geld verdient. Ob durch Abonnements, einmalige Zahlungen oder Lizenzmodelle – Investoren wollen wissen, wie die Monetarisierung funktioniert. Wettbewerbsanalyse: Auf dieser Folie zeigst du, wer deine Mitbewerber sind und wie du dich von ihnen abhebst. Eine klare Differenzierung ist entscheidend, um das Vertrauen der Investoren zu gewinnen. Go-to-Market-Strategie: Beschreibe, wie du Kunden gewinnen und deinen Marktanteil vergrößern willst. Welche Vertriebskanäle nutzt du und welche Marketingstrategien sind geplant? Finanzprognosen und KPIs: Investoren möchten sehen, wie du das Geschäft langfristig skalieren willst. Hier präsentierst du deine Umsatzprognosen, Kostenstruktur und die wichtigsten Kennzahlen, die den Erfolg des Unternehmens belegen. Team: Stelle das Gründerteam und Schlüsselpersonen vor. Investoren legen großen Wert auf die Kompetenzen und Erfahrungen deines Teams, da diese maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Finanzierungsbedarf und -strategie: Schließlich gibst du an, wie viel Kapital du benötigst und wofür es verwendet wird. Diese Folie sollte auch die geplante Verwendung der Mittel und mögliche Meilensteine enthalten, die mit der Finanzierung erreicht werden sollen. Die richtige Kombination dieser Folien macht dein Pitch Deck klar, strukturiert und überzeugend – und erhöht so die Chancen auf eine erfolgreiche Investorenakquise.

Design-Tipps für dein Pitch Deck

Das Design eines Pitch Decks spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie deine Präsentation wahrgenommen wird. Ein gut gestaltetes Deck ist nicht nur ansprechend, sondern auch funktional und unterstützt die klaren Botschaften, die du vermitteln möchtest. Hier sind einige Design-Tipps: Klarheit und Einfachheit: Vermeide überladene Folien. Nutze eine klare Struktur und konzentriere dich auf die wichtigsten Informationen. Jede Folie sollte eine zentrale Botschaft vermitteln. Visuelle Hierarchie: Setze Schriftgrößen und Farben gezielt ein, um wichtige Informationen hervorzuheben. Verwende größere Schriftarten für Überschriften und kleinere für Details. Einheitliches Farbschema: Wähle ein stimmiges Farbschema, das zu deinem Branding passt. Achte darauf, dass Kontraste stark genug sind, um Lesbarkeit zu gewährleisten. Weniger Text, mehr Bilder: Setze auf visuelle Elemente wie Diagramme, Grafiken und Bilder, um komplexe Informationen verständlich zu machen. Visualisierungen steigern das Interesse und erleichtern das Verständnis. Professionelle Schriftarten: Verwende gut lesbare Schriftarten und achte darauf, dass die Schriftgröße ausreichend ist, um eine angenehme Lesbarkeit zu gewährleisten. Ein aufgeräumtes, gut designtes Pitch Deck hinterlässt bei Investoren einen positiven Eindruck und hilft, deine Botschaft effektiv zu transportieren.

Auch interessant

– Türkei – Türkischer Drohnen-Mogul Bayraktar kauft Piaggio-Aerospace

In einem bedeutenden Schritt, der den wachsenden Einfluss türkischer Technologie auf den europäischen Verteidigungsmärkten unterstreicht, hat der türkische Drohnenhersteller Baykar offiziell das italienische Unternehmen Piaggio Aerospace übernommen.

Türkischer Drohnen-Mogul Bayraktar kauft Piaggio-Aerospace

Held von Villach
Villach-Anschlag: Syrer stoppt Messer-Attentäter

Villach – Der Syrer Allaaeddin Alhalabi hat mit seinem Einschreiten verhindert, dass noch mehr Menschen bei der Messerattacke in Villach verletzt oder getötet wurden. Der 42-Jährige ist mit dem Auto auf den Angreifer losgefahren, um ihn aufzuhalten. Alhalabi war mit seinem Auto gerade für den Lieferdienst Foodora unterwegs, als er auf der Draubrücke zwei verletzte Personen und viel Blut sah. An der Kreuzung zur Lederergasse bemerkte er einen Mann mit einem Messer. „In diesem Moment habe ich nicht nachgedacht. Ich bin einfach auf ihn losgefahren, um ihn zu stoppen“, so der Foodora-Fahrer. Laut Polizei wurden damit wohl weitere Angriffe verhindert. Der Angreifer wurde kurz darauf festgenommen. Er habe „sehr an meine Kinder gedacht“, wurde Alhalabi von der Kleine Zeitung zitiert. „Der Junge, der dort am Boden gelegen ist, hat ja auch Eltern, einen Vater und eine Mutter, das war sehr schlimm für mich“, so der 42-Jährige.

23-jähriger Mann sticht auf mehrere Passanten ein

Ein 23-jähriger Mann hatte auf mehrere Passanten eingestochen und einen von ihnen getötet. Laut Polizeiangaben starb ein 14-jähriger Jugendlicher, fünf Personen wurden verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um vier Österreicher – dazu zählt auch der getötete 14-Jährige – und einen irakischen Staatsbürger.

Auch interessant

– Botschaft an die Öffentlichkeit – München-Anschlag: Todesopfer waren Muslime

Nach dem Terroranschlag in München am Donnerstag sind eine 37-jährige Muslimin und ihre zwei Jahre alte Tochter ihren schweren Verletzungen erlegen.

München-Anschlag: Todesopfer waren Muslime

Botschaft an die Öffentlichkeit
München-Anschlag: Todesopfer waren Muslime

0
München – Nach dem Terroranschlag in München am Donnerstag sind eine 37-jährige Muslima und ihre zwei Jahre alte Tochter ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Familie der Todesopfer hat sich mit einer emotionalen Botschaft an die Öffentlichkeit gewandt. Ihr Tod solle nicht benutzt werden, um ihn für politische Zwecke zu missbrauchen oder Hass zu schüren, so die Familie der beiden. In der Botschaft, die in der Süddeutschen Zeitung (SZ) erschien, bedankte sich die Familie zudem bei den Rettungskräften, Pflegekräften und Ärzten für die Unterstützung und den emotionalen Beistand. Sie baten eindringlich, den Tod der beiden nicht für politische Zwecke zu missbrauchen oder Hass zu schüren. Die 37-jährige Frau, Amel, wurde nach Angaben der Familie in Algerien geboren und kam mit vier Jahren nach Deutschland. Sie studierte Umweltschutz und war seit 2017 bei der Stadt München als Ingenieurin beschäftigt. Sie arbeitete zuletzt als Sachgebietsleiterin bei der Münchner Stadtentwässerung, berichtet die SZ. Hafsa, war erst zwei Jahre alt. Amel wurde als eine Person beschrieben, die sich für Gerechtigkeit, Solidarität und Gleichheit einsetzte und gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung kämpfte.

Afghane rast mit Auto in Menschenmenge

Ein 24-jähriger Afghane war am Donnerstag in München mit einem Auto in eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi gerast und hatte mindestens 39 Menschen zum Teil schwer verletzt. Der Fahrer befindet sich in Untersuchungshaft. Bundeskanzler Olaf Scholz gab sich „tief erschüttert und traurig“. Es sei „unvorstellbar, was die Angehörigen durchmachen müssen“, schrieb er auf X. „Ihnen spreche ich mein tiefstes Beileid aus. Das ganze Land trauert mit ihnen.“
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in München kündigte er an, dass der Attentäter nach Verbüßung seiner Strafe abgeschoben werde. „Er wird in sein Herkunftsland zurückgeführt“, sagte der SPD-Politiker. Wer eine solche Tat begehe, habe „keinen Anspruch mehr auf irgendetwas“. Der 24-Jährige müsse für seine „unverzeihliche Tat“ zur Verantwortung gezogen werden.

Wirtschaft
Trumps Zölle: Stärkerer Dollar, schwächerer Aktienmarkt

Von Blerina Uruci

Die neue US-Regierung unter der Führung von Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit als Präsident plant, einigen der wichtigsten Handelspartner der USA umfassende neue Zölle aufzuerlegen.

Bisher ist unklar, ob weitreichende Zölle tatsächlich eingeführt werden oder ob es sich eher um eine Drohung handelt, um die Handelsbeziehungen neu auszubalancieren und Verhandlungsmacht in anderen Fragen zu erlangen (die jüngste Entscheidung, die Zölle auf Kanada und Mexiko für 30 Tage einzufrieren, während die Zölle auf China bestehen bleiben, hat diese Frage nicht geklärt).

Aber eines ist klar: Eine umfassende Zollrunde wird dem Welthandel schaden, wobei das verarbeitende Gewerbe besonders stark betroffen sein wird. Handelskriege schaden letztlich Unternehmen und Verbrauchern in allen beteiligten Ländern. Einige der Argumente, die zur Rechtfertigung von Zöllen angeführt werden, sind auf den Rückgang des verarbeitenden Gewerbes in den USA zurückzuführen.

Der Freihandel hat die Produktionsbasis der USA ausgehöhlt, mit unvermeidlichen Folgen für Arbeitsplätze, die nationale Sicherheit und einem Verlust von Fachwissen in einigen Bereichen. Gleichzeitig haben einige der größten Handelspartner der USA industrielle Praktiken angewandt, die ihnen in bestimmten Branchen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen sollen.

Während neue Zölle aus den USA höchstwahrscheinlich keine positiven wirtschaftlichen Auswirkungen haben werden, könnten sie aus politischer Sicht gerechtfertigt sein. Abgesehen von der Politik hat die Aussicht auf eine neue Zollrunde jedoch eine zusätzliche Variable in die globalen Wirtschaftsaussichten eingebracht.

Ohne die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Zöllen erscheint das Wachstumsbild gemischt, aber nicht übermäßig alarmierend: Die USA scheinen auf ein weiteres Jahr soliden Wachstums eingestellt zu sein, China hat einige Impulse zur Stützung seiner Wirtschaft gegeben, und obwohl Europa in der ersten Jahreshälfte möglicherweise eine Verlangsamung erleiden wird, ist die Europäische Zentralbank gut positioniert, um rasch mit Zinssenkungen zu reagieren.

Eine Erholung in Europa in der zweiten Jahreshälfte ist sehr wahrscheinlich, während langfristige strukturelle Entwicklungen, einschließlich des Vorstoßes in Richtung erneuerbare Energien und „Friendshoring“, die Weltwirtschaft weiter stützen dürften. Je nach Ausmaß könnten neue Zölle diesen relativ positiven Ausblick untergraben.

Wie bei jeder anderen Steuererhöhung ist eine Erhöhung von Zöllen einen Nachfrageschock dar. Sie verringert das Gesamteinkommen in der Wirtschaft (bekannt als Einkommenseffekt) und verzerrt die Nachfrage, indem sie den Verbrauch bestimmter Güter verringert und gleichzeitig den Verbrauch anderer erhöht (Substitutionseffekt), was zu ineffizienten Produktions- und Verbrauchsmustern führt. Insgesamt verliert die Wirtschaft.

Zölle führen auch zu Unsicherheit über zukünftige Ausgaben. Wenn ein europäisches Unternehmen plant, 1 Milliarde US-Dollar in den Bau einer Fabrik zu investieren, um Waren in die USA zu exportieren, möchte es wissen, unter welchen Bedingungen es mit amerikanischen Kunden Handel treiben darf.

Wenn es Zweifel an diesen Bedingungen gibt, ist es sinnvoll, die Investition aufzuschieben, bis die Handelsbedingungen geklärt sind. In gewisser Weise wirkt sich wirtschaftliche Unsicherheit ähnlich aus wie eine Zinserhöhung: Unternehmen schieben unregelmäßige Konsum- und Kapitalausgaben auf und stellen die Einstellung von Mitarbeitern zurück.

Warum Zölle schlecht für das globale Wachstum sind

Die Einführung von Zöllen wirkt sich nicht nur auf das Verhalten von Unternehmen und Haushalten aus, sondern erfordert auch eine Reaktion der Regierungen. Wenn die USA beispielsweise einen Zoll einführen würden, der den Verbrauch von im Ausland hergestellten Geräten reduziert, würde der Rest der Welt einen negativen Nachfrageschock.

Ein negativer Nachfrageschock vergrößert die Produktionslücke in der übrigen Welt und führt zu einem Überschuss an Arbeitskräften und Produktionskapazitäten. Wenn die Produktionslücke zunimmt, passt sich ein freier Markt und eine offene Wirtschaft auf zwei Arten an: Erstens verlangsamt sich die Inflation aufgrund der schwächeren Nachfrage und die Zinssätze sinken infolgedessen; zweitens wertet der Wechselkurs

ab, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht und die Auslandsnachfrage ankurbelt. Bei niedrigeren Zinssätzen und einem günstigeren Wechselkurs wird die Produktionslücke durch eine Kombination aus einer schwächeren Nettoauslandsnachfrage und einer stärkeren Inlandsnachfrage geschlossen.

Trotz der weit verbreiteten Auffassung, dass Zölle inflationär wirken, ist der Beweis dafür unklar. Per Definition ist Inflation ein anhaltender Anstieg der Geschwindigkeit, mit der Preise angepasst werden. Im Gegensatz dazu ist ein Zoll eine einmalige Erhöhung des Preisniveaus – keine anhaltende Verschiebung der Inflationsrate.

Zölle können inflationär wirken, wenn sie die Inflationserwartungen erhöhen, insbesondere in Zeiten, in denen die Inflation bereits hoch ist und die Wirtschaft nahe an der an der Kapazitätsgrenze arbeitet. Es gibt jedoch kaum Anhaltspunkte dafür, dass die Einführung eines einmaligen Zolls auf Waren langfristig inflationäre Auswirkungen hat. Die US-Wirtschaft hat von Zöllen wenig zu gewinnen.

Wie würden sich hohe Zölle also auf die US-amerikanische und die globale Wirtschaft auswirken? 

Nun, eines der Hauptargumente für die Einführung von Zöllen wäre der Versuch, das Handelsdefizit der USA zu verringern, das fast doppelt so hoch ist wie zu dem Zeitpunkt, als Trump vor acht Jahren sein Amt antrat. Ich glaube jedoch nicht, dass dies leicht zu erreichen sein wird.

Zum einen gibt es einen sehr guten Grund, warum die USA Waren aus der ganzen Welt importieren: Es wäre ineffizient und viel teurer, alles, was die USA benötigen, im Inland zu produzieren. Darüber hinaus bedeutet die relative Stärke der US-Wirtschaft im Vergleich zum Rest der Welt, dass sich die Amerikaner mehr ausländische Waren leisten können.

Wenn Trump sein Versprechen, das Einkommen der USA weiter zu erhöhen, einlöst, könnte das Handelsdefizit sogar noch höher ausfallen, da die Amerikaner noch mehr Waren aus dem Ausland kaufen werden. Obwohl US-Produzenten in geschützten Branchen von Zöllen profitieren dürften, wird dies nicht unbedingt einen positiven Nettoeffekt auf die US-Wirtschaft insgesamt haben. Die Vorteile, die diese Produzenten erhalten (höhere Preise und Umsätze), gehen zu Lasten der US-Verbraucher.

Welche Länder außerhalb der USA werden am stärksten betroffen sein?

Hier sind drei Hauptfaktoren zu berücksichtigen: Erstens werden Länder, die stark vom verarbeitenden Gewerbe abhängig sind, unter den geringeren Kapitalausgaben leiden; zweitens werden Länder, die stark vom Export abhängig sind, unter dem geringeren Welthandel leiden; und drittens werden Länder, die die Geldpolitik zur Abschwächung eines externen Nachfrageschocks einsetzen können, in der Lage sein, ihre Volkswirtschaften besser zu schützen als Länder, die dies nicht können.

Angesichts all dessen gehören zu den am stärksten gefährdeten Ländern die kleinen offenen Produktionszentren in Asien sowie in Mittel- und Osteuropa. Länder, die besonders stark von den USA abhängig sind, wie Mexiko und Kanada, könnten ebenfalls hart getroffen werden

Stärkerer Dollar, schwächere Aktienmärkte

Eine der unmittelbarsten Auswirkungen der neuen Zölle aus den USA auf die Anlageklassen wäre ein stärkerer US-Dollar (da Zölle auf Importe unweigerlich die heimische Währung aufwerten). Als Reaktion darauf werden ausländische Zentralbanken ihre Geldpolitik lockern, was zu einer Abwertung der Währung führt.

Selbst Länder, deren Zentralbanken die Zinsen nicht senken können, werden wahrscheinlich eine Abwertung ihrer Währungen erleben, da die Devisenmärkte dazu neigen, dem Wachstum hinterherzulaufen. An den Anleihemärkten haben die Zollerwartungen bisher zu höheren Inflationserwartungen und einem Anstieg der Renditen am langen Ende geführt.

Wenn sich der Fokus jedoch auf die negativen Auswirkungen der Zölle auf das Wachstum verlagern würde, würde sich die Zinsstrukturkurve wahrscheinlich versteilern, da geringere Wachstumserwartungen die Erwartungen an Zinssenkungen erhöhen würden.

Es ist erwähnenswert, dass die politische Reaktion in den USA zunächst von der im Rest der Welt abweichen wird: Da höhere Zölle nur das Preisniveau beeinflussen und wahrscheinlich nicht zu einer anhaltenden Inflation führen werden, wird die US-Notenbank (Fed) bei der Beobachtung der Auswirkungen auf die Inflationserwartungen wahrscheinlich vorsichtig bleiben.

Die anhaltende Widerstandsfähigkeit des US-Wachstums bedeutet auch, dass die Fed weniger unter Druck steht, die Zinsen zu senken. Ich glaube jedoch nicht, dass die Fed infolge neuer Zölle die Geldpolitik straffen wird: Zölle werden den amerikanischen Verbraucher wahrscheinlich ähnlich treffen wie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer (MwSt.) treffen.

Während Zölle die Inlandsnachfrage nach einigen in den USA hergestellten Waren und Dienstleistungen ankurbeln können, bedeutet eine Erhöhung der MwSt. eine Straffung der Finanzpolitik, und es kommt selten vor, dass eine Straffung der Finanzpolitik zu einer weiteren Überhitzung der Wirtschaft führt.

Da die Einführung von Zöllen das Wirtschaftswachstum beeinträchtigt, dürften wachstumsempfindliche Vermögenswerte wie Aktien unter einem Regime leiden, das auf den weit verbreiteten Einsatz von Zöllen setzt. Darüber hinaus dürfte die mit Zöllen verbundene Zunahme der wirtschaftlichen Unsicherheit die Risikoprämie erhöhen, die Anleger für das Halten riskanter Vermögenswerte verlangen – ein zusätzlicher Gegenwind für Aktien.

Sollte der Aktienmarkt als Reaktion auf die Einführung von Zöllen fallen, werden sich die finanziellen Bedingungen verschärfen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Zentralbanken gezwungen sind, ihre Politik zu lockern.

Einige dieser Auswirkungen auf US-Unternehmen könnten jedoch durch eine günstige Haushaltsvereinbarung und weitere Senkungen der Unternehmenssteuern ausgeglichen werden, die sich meiner Meinung nach in den Marktpreisen widerspiegeln. Die Reihenfolge der Umsetzung der Finanz- und Handelspolitik wird wichtig sein, um sicherzustellen, dass sich der positive Wachstumstrend in den USA fortsetzt.

Wir sollten uns noch einmal vor Augen führen, dass jegliche Diskussion über die letztendlichen Auswirkungen der noch laufenden Zollverhandlungen eher spekulativ ist. Eine wichtige offene Frage ist, ob neue US-Zölle zu einem umfassenden globalen Handelskrieg führen würden.

Wenn die USA einige kleinere, ausgewählte Länder ins Visier nehmen würden, könnte ein globaler Handelskrieg mit ziemlicher Sicherheit vermieden werden. Wenn die Trump-Regierung jedoch beschließen würde, einen Handelskrieg mit der ganzen Welt oder den größten Volkswirtschaften der übrigen Welt (China und die EU) vom Zaun zu brechen, wären hohe Zölle auf US-Exporte weitaus wahrscheinlicher und die Auswirkungen wären weltweit zu spüren.

Die Aussicht auf einen globalen Handelskrieg, der niemandem nützt, sollte in die Überlegungen der USA zu Zöllen einfließen. Ob dies der Fall ist, bleibt abzuwarten.


Blerina Uruci, US-Chefvolkswirtin bei T. Rowe Price