Antiterroroffensive Olivenzweig
Kurdischer Premierminister Barzani: PKK muss Angriffe auf Türkei einstellen

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Erbil (nex) – Der kurdische Premierminister der autonomen Region im Irak, Nechirvan Barzani, macht die Terrororganisation PKK für die türkische Militäroffensive im Norden Syriens und Iraks verantwortlich. In einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch fordert er die PKK auf, grenzüberschreitende Angriffe auf die Türkei aus „kurdischen Gebieten“ einzustellen. „Warum hat die Türkei die Grenze verletzt? Was ist der Grund? Es sollte einen Grund geben“, zitiert das kurdische Nachrichtenportal „Rudaw“ Barzani. „Es gibt einen Grund, warum das passiert. Dieser Grund muss zuerst geklärt werden. Solange dieser Grund nicht geklärt ist, können Sie nicht darüber sprechen“, so Barzani. Wie Rudaw weiter berichtet, sagte Barzani, dass die Territorien der kurdischen Autonomieregierung in keiner Weise dazu benutzt werden dürften, Angriffe durchzuführen, die zu Gewalt gegen die Nachbarn führten. Das sei der Grundsatz der Regierungspolitik der kurdischen Autonomieregion und gelte für die Türkei, den Iran und auch Syrien. Die Regierung werde es nicht akzeptieren oder erlauben, dass andere Länder von ihrem Territorium aus angegriffen würden. Die kurdische Regierung habe mehrfach versucht, die PKK davon zu überzeugen, die Türkei nicht mehr anzugreifen, aber diese Bemühungen seien „leider gescheitert“. „Es ist nicht akzeptabel, dass die PKK militärische Operationen von den kurdischen Gebieten aus startet und dann in die Region zurückkehrt“, zitiert Rudaw den kurdischen Politiker weiter. Die türkische Regierung hat eine Militäroperation gegen die PKK im Nordirak angedroht, sagte aber, dass sie dies nur tun werde, wenn Bagdad sich mit dem türkischen Militär abstimmt. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar diesen Jahres Stellungen der YPG/PKK im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. Türkische Streitkräfte übernahmen am frühen Sonntagmorgen des 19. März gemeinsam mit der syrischen FSA die vollständige Kontrolle über das Stadtzentrum von Afrin. Die von den USA, der Türkei und den USA als Terrororganisation eingestufte PKK nahm im Juli 2015 ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf. Seitdem sind Tausende Menschen bei PKK-Anschlägen in der Türkei gestorben. Der ehemalige deutsche Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte im Juli vergangenen Jahres Fehler Deutschlands bei der Bekämpfung der Propaganda der Terrororganisation PKK eingeräumt.

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– Antiterroroffensive Olivenzweig –

Kurdischer Politiker: „Die PYD vertritt nicht die Interessen der syrischen Kurden“

Laut dem Vorsitzenden der „Kurdische Zukunftsbewegung Syriens“ hat die PYD im Norden des Landes eine Baath-Regime-ähnliche Diktatur etabliert. Die PYD/YPG vertrete die Interessen der PKK und nicht die der Kurden, so der Aktivist.

Kurdischer Politiker: „Die PYD vertritt nicht die Interessen der syrischen Kurden“
 

Facebook-Datenaffäre
Datenskandal: Zuckerberg wird auch vor dem Kongress aussagen

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Nach dem Senat nun auch vor dem Kongress: Facebook CEO Zuckerberg will vor dem Kongress aussagen Washington (nex) – Zwei Tage nach seiner Anhörung vor dem Ausschuss des amerikanischen Senats, plant Zuckerberg nun auch vor dem Kongress auszusagen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Vertreter des Kongresses am Dienstag berichtet, werde Zuckerberg voraussichtlich am 12. April vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses erscheinen. Die Kommunikationsstrategie für die am 12. April angesetzte Anhörung, sei bereits in Planung. In Zusammenhang mit dem Cambridge-Analytica-Skandal war der Druck auf Facebook immens gewachsen.  Mark Zuckerberg wolle vorbeugend und beruhigend auf die Situation einwirken. Zuckerbergs Entscheidung bedeutet auch, dass Washington und nicht London zum Austragungsort der öffentlichen Durchleuchtung des Medienkonzerns sein wird. Dem Gesuch des britischen Parlaments einer Anhörung wird ein hochrangiger Stellvertreter nachkommen, da Zuckerberg ein persönliches Erscheinen ablehnte. Mit Zuckerbergs Offensive stehen nun auch Googles CEO Sundar Pichai und Twitter CEO Jack Dorsey unter Druck ihm folge zu leisten. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses des amerikanischen Senats, Chuck Grassley, hatte eine öffentliche Einladung an die drei Konzernführer ausgesprochen, gemeinsam am 10 April einer Anhörung bezüglich Datensicherheit und Privatrecht beizuwohnen. Rechtspolitiker der großen Koalition haben in der Facebook-Datenaffäre eine Bestrafung des Internet-Konzerns gefordert. „Die Datenschutzbehörden sollten auf jeden Fall eine Sanktion für Facebook prüfen“, sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Wenn Facebook wusste, dass millionenfach Daten entgegen der Einwilligung der Facebook-Nutzer abgeschöpft wurden, trifft Facebook eine Mitschuld an diesem Datenskandal“, sagte Fechner. Die CDU-Rechtspolitikerin Elisabeth Winkelmeier-Becker forderte die konsequente Anwendung der ab 25. Mai geltenden, neuen EU-Datenschutzgrundverordnung. „Gerade Facebook würde hierdurch ein Bußgeld in Höhe von mehreren Milliarden drohen, was nicht nur weh tun würde, sondern gegebenenfalls sogar existenzbedrohend sein könnte“, sagte Winkelmeier-Becker. „Es gibt auch noch andere Möglichkeiten für empfindliche Sanktionen gegenüber solchen Unternehmen“, sagte sie. „So können die Gewerbeämter die Zuverlässigkeit von Unternehmen im Hinblick auf ihre Rechtstreue insgesamt überprüfen und ihnen gegebenenfalls die Ausübung ihres Gewerbes untersagen“, sagte die CDU-Politikerin. Treffen mit Facebook-Vertretern: NRW-Justizminister fordert Barley zu harter Gangart auf Angesichts des Datenmissbrauchs bei Facebook hat der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU) die Bundesregierung zu einer harten Gangart aufgefordert. Peter Biesenbach: Ich erwarte konkrete Konsequenzen statt leere Phrasen „Der Facebook-Skandal bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass wir dringend den Schutz des digitalen Persönlichkeitsrechts brauchen“, sagte Biesenbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ . Mit Blick auf das Gespräch von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) mit ranghohen Facebook-Vertretern sagte der Landesjustizminister: „Auf jeden Fall haben wir jetzt keine Zeit mehr, um mit Facebook Kaffee zu trinken. Ich erwarte daher konkrete Konsequenzen statt leerer Phrasen.“ Barley trifft am Montagnachmittag unter anderem den Europa-Cheflobbyisten von Facebook, Richard Allen. Dabei soll laut einem Ministeriumssprecher erörtert werden, inwieweit deutsche Nutzer von dem Skandal um den Missbrauch von Facebook-Daten durch die britische Firma Cambridge Analytica betroffen sind. Engin Kara  (cnn/ots/rp)  

Türkei
Deutscher Ex-Soldat an syrischer Grenze festgenommen

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Ankara (nex) – Wie türkische Medien berichten, wurde ein 28-jähriger deutscher Staatsbürger mit dem Namen Patrick Kraicker bereits am 14. März in der Provinz Şırnak im Südosten der Türkei nahe der syrischen Grenze in einer „militärischen Verbotszone“ festgenommen. Er habe versucht, über die Grenze nach Syrien zu gelangen. Bei Vernehmungen durch die türkische Polizei habe Kraicker ausgesagt, vier Jahre bei der Bundeswehr gedient zu haben. Die Behörden hätten bei der Festnahme Fotografien und digitales Material, das zur YPG beziehungsweise PKK gehöre, beschlagnahmt. Er habe der Polizei zudem gestanden, sich der YPG in Syrien anschließen zu wollen. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar diesen Jahres Stellungen der YPG/PKK im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”.  

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– Analyse – Polit-Experte: Rückkehrende westliche PKK-Kämpfer könnten Anschläge verüben

Viele Ausländer haben sich der PKK/YPG angeschlossen, um gegen den IS (Daesh) zu kämpfen. Manche mögen diese Menschen dafür respektieren, die Realität ist aber, dass sie einer Terrororganisation beigetreten sind, um eine andere zu bekämpfen.

Polit-Experte: Rückkehrende westliche PKK-Kämpfer könnten Anschläge verüben

"Juristischer Skandal"
Bayern-Partei stellt Strafanzeige wegen Festnahme von Puigdemont

München (nex) – Der katalanische Ex-Präsident Carles Puigdemont war am Sonntag aufgrund eines von Spanien ausgestellten europäischen Haftbefehls bei der Einreise aus Dänemark in Schleswig-Holstein festgenommen worden. Puigdemont war Medienberichten zufolge mit dem Auto auf dem Weg von Dänemark nach Hamburg, von wo aus er nach Belgien zurückkehren wollte. Dort hatte er sich nach seiner Flucht aus Spanien im Oktober vergangenen Jahres abgesetzt. Puigdemont und weiteren katalanischen Politikern drohen in Spanien wegen Rebellion, Volksverhetzung und Unterschlagung 30 Jahre Gefängnis. Wie die Bayernpartei am Montag mitteilte, habe Parteivorsitzender Florian Weber nun „gegen alle Beteiligten wegen Verschleppung“ eine Strafanzeige gestellt. Es bestünden erhebliche Zweifel, ob eine nicht gewaltsame Unabhängigkeitserklärung überhaupt einen Strafbestand des spanischen Strafgesetzes erfüllten. Ein europäischer Haftbefehl müsse sich auch an deutschem Verfassungsrecht messen lassen. Es widerspräche „dem demokratischen Gedanken des Grundgesetzes, dass die Ausübung der Volkssouveränität strafbar sein soll“. Der Haftbefehl sei in seiner Begründung mit tragenden Überzeugungen der deutschen Rechts- und Verfassungsordnung unvereinbar und verstöße gegen die öffentliche Ordnung. Florian Weber: „Carles Puigdemont wird in Spanien offenbar aus politischen Gründen verfolgt. Der internationale Strafbefehl dient offenkundig lediglich dazu, einen prominenten Verfechter der katalanischen Demokratiebewegung unschädlich zu machen. Weder akzeptiert die spanische Justiz das Selbstbestimmungsrecht des katalanischen Volkes, noch werden rechtsstaatliche Grundsätze beachtet. Sollte die Bundesrepublik Herrn Puigdemont, anders als beispielsweise Belgien oder Dänemark, an Spanien ausliefern, wäre das nicht nur ein politischer, sondern auch ein juristischer Skandal.“ Dröhnen sei das Schweigen Brüssels zu den Vorgängen in Katalonien, so die Bayernpartei in einer Stellungnahme am Sonntag. „Wir erklären unsere Solidarität mit Katalonien, mit der katalanischen Republik. Und wir fordern die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen und die Einstellung aller Verfahren. Denn die Inhaftierten und Exilierten haben nichts anderes getan als friedlich ihre demokratischen Rechte wahrzunehmen. Überfällig ist die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Madrid“, so Weber. Das Amtsgericht Neumünster entschied am Montagabend, dass Puigdemont weiterhin in Gewahrsam bleiben muss. „Diese Entscheidung wird wohl vor Ostern nicht mehr ergehen“, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft gestern. Regierungssprecher Steffen Seibert betonte, dass der Katalonien-Konflikt „innerhalb der spanischen Rechts- und Verfassungsordnung“ gelöst werden müsse. Spanien sei ein demokratischer Rechtsstaat. In Katalonien halten indes die Proteste und das unverhältnismäßige Vorgehen der spanischen Polizei weiter an. Bereits am Sonntag kam es nach dem Protestmarsch von zehntausenden Befürwortern der Unabhängigkeit zu Straßenschlachten. Fast hundert Menschen wurden verletzt.  

Handelsstreit
Altmaier setzt im Handelsstreit mit den USA weiter auf Dialog

Berlin (ots) – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) setzt im Handelsstreit mit den USA weiter auf den Dialog. Bei seinem Besuch in Washington sei es darum gegangen, überhaupt im Gespräch zu bleiben, sagte Altmaier am Montag im Inforadio vom rbb. „Ich habe mich dafür eingesetzt, dass nicht alle Seiten jetzt in einen Handelskonflikt hineinstolpern, ohne es zu wollen – und dass am Ende die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Zeche zahlen, in Deutschland wie auch in den USA.“ Er habe aber keine konkreten Angebote unterbreitet. Das könne er auch gar nicht, so Altmaier, das mache Europa nur gemeinsam. „Nicht ein einziges Land verhandelt, sondern die EU gemeinsam. Meine Aufgabe in Washington war auch, dafür zu sorgen, dass die EU nicht auseinander dividiert wird. Deshalb habe ich weder Angebote gemacht noch Angebote angenommen.“ Man sei sich mit den USA einig, dass der Welthandel nur dann frei sein könne, wenn er fair ist. Darum sei es in Washington gegangen. „Über diese Fragen ist Europa bereit, mit den USA zu reden. Aber wir wollen das nicht unter Zeitdruck tun. Jetzt ist die Kommission in Brüssel am Zug – und Deutschland wird versuchen, dabei hilfreich zu sein.“

Facebook-Datenaffäre
Koalitionspolitiker fordern harte Bestrafung für Facebook

Koalitionspolitiker fordern harte Bestrafung für Facebook Düsseldorf (ots) – Rechtspolitiker der großen Koalition haben in der Facebook-Datenaffäre eine Bestrafung des Internet-Konzerns gefordert. „Die Datenschutzbehörden sollten auf jeden Fall eine Sanktion für Facebook prüfen“, sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Wenn Facebook wusste, dass millionenfach Daten entgegen der Einwilligung der Facebook-Nutzer abgeschöpft wurden, trifft Facebook eine Mitschuld an diesem Datenskandal“, sagte Fechner. Die CDU-Rechtspolitikerin Elisabeth Winkelmeier-Becker forderte die konsequente Anwendung der ab 25. Mai geltenden, neuen EU-Datenschutzgrundverordnung. „Gerade Facebook würde hierdurch ein Bußgeld in Höhe von mehreren Milliarden drohen, was nicht nur weh tun würde, sondern gegebenenfalls sogar existenzbedrohend sein könnte“, sagte Winkelmeier-Becker. „Es gibt auch noch andere Möglichkeiten für empfindliche Sanktionen gegenüber solchen Unternehmen“, sagte sie. „So können die Gewerbeämter die Zuverlässigkeit von Unternehmen im Hinblick auf ihre Rechtstreue insgesamt überprüfen und ihnen gegebenenfalls die Ausübung ihres Gewerbes untersagen“, sagte die CDU-Politikerin. Treffen mit Facebook-Vertretern: NRW-Justizminister fordert Barley zu harter Gangart auf Angesichts des Datenmissbrauchs bei Facebook hat der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU) die Bundesregierung zu einer harten Gangart aufgefordert. Peter Biesenbach: Ich erwarte konkrete Konsequenzen statt leere Phrasen „Der Facebook-Skandal bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass wir dringend den Schutz des digitalen Persönlichkeitsrechts brauchen“, sagte Biesenbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ . Mit Blick auf das Gespräch von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) mit ranghohen Facebook-Vertretern sagte der Landesjustizminister: „Auf jeden Fall haben wir jetzt keine Zeit mehr, um mit Facebook Kaffee zu trinken. Ich erwarte daher konkrete Konsequenzen statt leerer Phrasen.“ Barley trifft am Montagnachmittag unter anderem den Europa-Cheflobbyisten von Facebook, Richard Allen. Dabei soll laut einem Ministeriumssprecher erörtert werden, inwieweit deutsche Nutzer von dem Skandal um den Missbrauch von Facebook-Daten durch die britische Firma Cambridge Analytica betroffen sind.    

Türkei
Minister: Erstes türkisches Auto könnte bereits auf der IAA 2019 vorgestellt werden

Ankara (nex) – Die Markteinführung des ersten vollständig in der Türkei produzierten Fahrzeugs könnte bereits auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt im September 2019 stattfinden, sagte der Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Faruk Özlü, in einem Interview mit dem Moderator Hakan Çelik auf CNN Türk. „Wir planen die Herstellung von drei Modellen mit fünf verschiedenen Karosserietypen, nämlich Limousine, Fließheck, Kombi, Sport und Crossover. Der Investitionswert wird auf etwa drei Milliarden Dollar geschätzt“, so Özlü. Die Türkei startete im November vergangenen Jahres ein Joint Venture mit fünf lokalen Industriegiganten, namentlich Anadolu Group, BMC, Kıraça Holding, Turkcell und Zorlu Holding, um ihr erstes einheimisches Auto zu produzieren. Elektroauto mit 500 km Reichweite Das Joint Venture arbeite derzeit an drei Elektrofahrzeugmodellen, heißt es in einer Erklärung vom 16. Februar. „Reichweite, Ladezeit und Ladestationen sind die Hauptprobleme aller Hersteller, uns eingeschlossen. Geplant sind auch Ladestationen. Wir haben eine Reichweite von 400-500 Kilometern für das einheimische Auto prognostiziert“, sagte der Minister und wies darauf hin, dass die Kosten für Akkus in den kommenden Jahren mit dem technologischen Fortschritt sinken würden. Die türkische Regierung arbeitet seit geräumiger Zeit an verschiedenen Anreiz- und Förderprogrammen für das erste einheimische Fahrzeug und bietet den Herstellern wie etwa bei der Forschung und Entwicklung finanzielle Unterstützung an. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte im vergangenen November die Produktion des ersten vollständig in der Türkei produzierten Fahrzeugs angekündigt. Nicht einmal eine Woche darauf sorgte Tesla-Chef Elon Musk mit einem Türkei-Besuch für eine große Überraschung. Bei dem Treffen im Präsidialpalast in Ankara sei die bevorstehende Produktion des geplanten Autos besprochen worden. Weitere Themen seien die neueste Generation von Akkus, Wind- und Sonnenenergie, aber auch Verkehrsprobleme in Ballungsräumen und das Graben von Verkehrstunneln gewesen.
(Archivfoto: AA)

Krise in Spanien
Barcelona: Polizei gibt Warnschüsse ab – viele Verletzte

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Barcelona (nex) – Nach der heutigen Festnahme des katalanischen Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont in Deutschland gingen in Barcelona am Sonntagabend Zehntausende Demonstranten auf die Straßen. „Befreit unseren Präsidenten. Seid nicht Mithelfer!“, ist auf einigen Schildern auf Deutsch zu lesen. Wie spanische Medien berichten eskalierte nach kurzer Zeit die Lage und es kam zu teils heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Laut Augenzeugen sollen Polizeibeamte dabei Warnschüsse abgegeben haben. Es wird von mindestens 59 Verletzten berichtet. Auch zwischen den Unterstützern des spanischen Staates und Unabhängigkeitsbefürwortern soll es zu Zusammenstößen gekommen sein. In diesem Video scheinen Polizeifahrzeuge gezielt auf Demonstranten zu fahren.  

Balkan
Serbien: 84 Prozent gegen NATO-Beitritt

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Belgrad (nex) – Laut einer repräsentativen Umfrage sind 84 Prozent der Serben gegen eine Mitgliedschaft Serbiens in der NATO. Das berichtet die serbische Nachrichtenagentur BETA unter Berufung auf eine Umfrage, die vor dem 19. Jahrestag des Beginns der NATO-Bombardierung des Landes durchgeführt wurde. Die vom Institute for European Affairs durchgeführte Umfrage zeige auch, dass 62 Prozent der Bürger eine Entschuldigung der NATO für die Angriffe gegen das damalige Jugoslawien von 1999 nicht akzeptieren würden. Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, würde ein Drittel der Befragten eine Entschuldigung akzeptieren, während sieben Prozent unentschlossen seien. Rund zehn Prozent befürworteten eine NATO-Mitgliedschaft, während sechs Prozent unentschlossen seien. Auf die Frage nach „den Gründen für die Aggression“, gaben dem Bericht zufolge 17 Prozent die Politik des damaligen Präsidenten, Slobodan Milosevic, an. 15,2 Prozent nannten „Interessen und politische Gründe der USA und des Westens“ und 12,6 Prozent „die ethnische Säuberung des Kosovos von Serben“ als Gründe. Etwa zwei Drittel der Bürger seien gegen jede Art der Zusammenarbeit zwischen Serbien und der NATO, während 26 Prozent der Befragten diese unterstützten. Die Umfrage wurde vom 16. bis 20. März mit 1.203 Teilnehmern aus ganz Serbien, mit Ausnahme des Kosovo, durchgeführt.

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– Währungspolitik – Serbien: Zentralbank kündigt Handel mit Türkischer Lira an

Wie bereits Moskau im vergangenen Monat gab am Freitag nun auch die serbische Zentralbank die Einführung des Handels mit der Türkischen Lira bekannt. Als Starttermin wurde der erste Dezember genannt.

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Rüstungsindustrie
Türkei: Eigener Flugzeugträger soll bereits 2019 vom Stapel laufen

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Istanbul (nex) – Der Bau des ersten einheimischen Flugzeugträgers, der TCG Anadolu, gewinnt an Fahrt, so der Leiter der türkischen Schifffahrtskammer. „Etwa 90 Prozent der 114 Blöcke wurden bereits fertiggestellt“, sagte Metin Kalkavan, Vorsitzender der türkischen Schiffahrtskammer gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Das Schiff werde die Kapazität der türkischen Seestreitkräfte enorm erhöhen, so Kalkavan. „Wir werden der zehnte Staat sein, der ein solches Schiff hat. Es gibt nur fünf oder sechs Produzenten auf der Welt“, betonte er. Das „mit Spannung erwartete Angriffsschiff“ werde die Einsatzfähigkeit der türkischen Marine erhöhen. Das Schiff bestehe zu 68 Prozent aus einheimischen Teilen und werde schon im Februar nächsten Jahres vom Stapel laufen und nicht wie zuvor angekündigt 2021. „Danach werden wir die Tests abschließen und ausliefern. Der Wert des Projekts liegt bei über einer Milliarde Euro“, fügte Kalkavan hinzu. TCG Anadolu kann als Mehrzweckkriegsschiff sowohl in der Rolle eines Flugzeugträgers wie auch eines amphibischen Angriffsschiffs eingesetzt werden. Das Schiff wird gegenwärtig von der Sedef Werft in Istanbul in Kooperation mit dem spanischen Hersteller Navantia gebaut. TCG Anadolu wird das größte und am besten bewaffnete Kampfschiff, das „Mutterschiff“ der türkischen Marine.  (Foto: Türkische Marine) Das Schiffsbauunternehmen Sedef wird von der türkischen Marine und dem Unterstaatssekretariat für Verteidigungsindustrie (SSM) unterstützt. Im Interview mit der türkischen Tageszeitung Milliyet drückte Sedef-Vorstandsmitglied Orkun Kalkavan seinen Stolz über „die verantwortungsvolle Aufgabe“ aus, an diesem weitreichenden Militärunterfangen mitwirken zu dürfen. „Wir sind stolz, die Möglichkeiten unseres Landes in der Verteidigungsindustrie durch den Bau eines hochgerüsteten Schiffes mit transkontinentalen Fähigkeiten zu präsentieren“, sagte Kalkavan. Die TCG Anadolu wird 225 Meter lang und 32 Meter breit sein. Die Wasserverdrängung des Schiffes wird ein totales Gewicht von 28,000 Tonnen ausweisen und eine Fahrgeschwindigkeit von 20 bis 21 Knoten (37 bis 39 Kilometer pro Stunde) erreichen können. Die Landungsplattform wird den Anforderungen des modernen Kampfjets vom Typ F-35B Lightning angepasst. Bis zu acht Kampfhubschrauber vom Typ ATAK und ein 700 Mann starkes amphibisches Bataillon sowie mehrere Panzer finden Platz in den Innenräumen der TCG Anadolu. Medienberichte weisen daraufhin, dass die Bewaffnung des Flugzeugträgers größtenteils von lokalen türkischen Unternehmen wie Havelsan und ASELSAN zur Verfügung gestellt werden wird.  

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– MILGEM – Türkei: Bau erster eigener Fregatte hat begonnen

In Istanbul wurde am heutigen Donnerstag der Bau der ersten nationalen Fregatte im Rahmen des MILGEM-Projekts (türkisch: Milli Gemi, deutsch: „Nationales Schiff“) begonnen.

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