Boxen
Profiboxer Sükrü Altay widmet Sieg an Erdogan und Soldaten

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Heilbronn (nex) – Der 33-jährige deutsch-türkische Profiboxer Sükrü „Eisenfaust“ Altay aus Kempten hat bei einem GBA-Titelkampf um die internationale deutsche Meisterschaft in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena am Samstag einen Sieg gegen den serbischen Boxer Alexandar Jankovic (35) durch technisches K.O. errungen. Der Ringrichter brach den Kampf in der fünften Runde ab, nachdem Jankovic bereits in den Runden zuvor zweimal zu Boden gegangen war. Das war Altays fünfter Kampf als Profi im Halbschwergewicht – auch in seinen ersten vier Kämpfen bezwang er seine Gegner durch K.O. „Mein nächstes Ziel ist der EM-Titel“, so der mit einer Kurdin verheiratete Familienvater in einem Gespräch mit NEX24. In der vergangenen Woche versprach Altay im Gespräch mit Medien, seinen Sieg und Gürtel dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den „Soldaten, die im Kampf gegen den Terrorismus für unsere Sicherheit ihre Leben opfern,“ zu schenken. Kampf gegen Erdogan-Kritiker Arik Ünsal Trotz seiner Erfolge als Profikämpfer machte Altay bisher eher durch seine Unterstützung für den türkischen Präsidenten Erdogan von sich reden. Im Vorfeld des Verfassungsreferendums in der Türkei im April 2017 hatte ein weiterer deuschtürkischer Profiboxer namens Ünsal Arik für ein „Nein“ geworben und dabei auch Sendungen wie das SAT1-Frühstücksfernsehen und die Show des umstrittenen Moderators Jan Böhmermann genutzt, um gegen Regierungsbefürworter auszuholen. Sinngemäß forderte der 36-jährige Superweltergewichtler unter anderem in Deutschland lebende Anhänger des türkischen Präsidenten dazu auf, das Land zu verlassen. Altay ging diese Form der Akkommodation an die deutsche Mehrheitsgesellschaft allerdings zu weit. Altay, der bekennender Erdogan-Anhänger ist und auch für ein „Ja“ zum Referendum geworben hat, forderte in einem viral gegangenen Video Arik zum Kampf heraus.              

NRW
Islam gehört zu NRW: Yunus-Emre-Moschee in Aachen eröffnet

Aachen (nex) – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bezeichnete bei der Eröffnung der neuen Ditib-Moschee in Aachen den Islam und die Muslime als Teil der Gesellschaft. Am gestrigen Samstag fand nach etwa 7-jähriger Bauzeit im Beisein des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, die interreligiöse Eröffnungsfeier der neuen Yunus-Emre-Moschee statt. Laschet durchschnitt gemeinsam mit dem Imam der Moschee, einem katholischen Pfarrer, dem Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen und dem Oberbürgermeister Marcel Philipp das Band vor dem neuen Gotteshaus. Zuvor rezitierten die Geistlichen aus dem Koran und der Bibel. „Der Islam gehört zu Nordrhein-Westfalen und die 1,5 Millionen Muslime sind selbstverständlich Teil unserer Gesellschaft“, sagte Laschet in seiner Rede. Man werde zusammenstehen und die „friedliche Gesellschaft nicht durch Hass kaputt machen“ lassen. Der Gebetsraum der neuen Moschee bietet Platz für 600 Gläubige und das Minarett ist etwa 40 Meter hoch. Die Baukosten lagen laut der Gemeinde bei 8,5 Millionen Euro. 6 Millionen seien durch Spenden zusammengekommen. Jahrelang habe die Gemeinde in einer alten Tankstelle beten müssen. Besonders an Feiertagen habe es für viele der Besucher keinen Platz in der alten Moschee gegeben und mussten somit ihre Gebete draußen auf Plastikteppichen verrichten. Die Moschee soll ein Ort der Begegnung nicht nur für Muslime, sondern für die ganze Gesellschaft werden, so ein Sprecher.    

Türkisch-bosnische Beziehungen
Izetbegović: „Erdoğan ist der lang erwartete Anführer der Muslime“

Sarajevo (nex) – Der bosnische Staatspräsident Bakir Izetbegović sagte am gestrigen Samstag, dass sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan ein Mentor für die Muslime sei – eine Tatsache, die ihn im Westen unbeliebt mache. Auf einer Veranstaltung der Partei für Demokratische Aktion (SDA) in der Hauptstadt Sarajevo sagte Izetbegović: „Unser Freund ist im Westen nicht sehr beliebt, denn Erdoğan ist der lang erwartete große Anführer der Muslime.“ „Primitive und unwissende Muslime“ störten den Westen nicht. „Wenn es aber um die wirtschaftliche Entwicklung geht, fühlen sie (der Westen) sich von einem Mann gestört, der seine Türen für drei Millionen Flüchtlinge öffnet, der den größten Flughafen der Welt bauen lässt und sich mit Terrorismus und Kriegen an den Grenzen seines Landes auseinandersetzen muss“, so der bosnische Politiker weiter. Erdoğan wird voraussichtlich am 20. Mai Sarajevo besuchen. Laut Izetbegović werde sich ihr Treffen auf ein Autobahnprojekt konzentrieren, das Sarajevo und Serbiens Hauptstadt Belgrad verbinden soll. Ankaras Einflusssphäre im Balkan Während sich die EU von der Türkei abwendet, baut Ankara seinen Einfluss in anderen Gebieten der Welt wie etwa in Afrika oder Balkan stetig aus. Am vergangenen Sonntag traf sich Erdoğan auch mit seinem serbischen Amtskollegen Aleksandar Vucic. Im Rahmen des Besuchs seien die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die zur Entwicklung und Stabilisierung der Region positiv beitragen würden, erörtert und Schritte zu ihrer Stärkung unternommen worden, so eine Stellungnahme des türkischen Präsidialamts.

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– „Negative Propaganda“ – Französischer Chefredakteur: Erdogan repräsentiert die Muslime

Chauffier, der Erdogan zuvor in einer TV-Diskussionsrunde als den „Charles de Gaulle der Türkei“ bezeichnet hatte, wies darauf hin, dass in den europäischen Medien negative Propaganda gegen den türkischen Präsidenten betrieben werde.

Französischer Chefredakteur: Erdogan repräsentiert die Muslime
           

Rüstungsdeal
Türkei: Übergabe des ersten F-35 US-Kampfjets erfolgt am 21. Juni

Ankara (nex) – Die Türkei wird die jüngst erworbenen F-35 Kampfjets auf dem Luftwaffenstützpunkt Kürecik nahe der ostanaotlischen Stadt Malatya stationieren. Der Stützpunkt dient zum Schutz der türkischen Grenzen mit Syrien, Irak und Iran und beherbergt seit 2012 zudem ein NATO-Radarsystem, das auch den israelischen Luftraum überwacht. Wie Sprecher der türkischen Verteidigungsindustrie den Medien sagten, wird die Auslieferung des ersten der 30 F-35 Kampfflugzeuge bei einer Zeremonie in den USA am 21. Juni erfolgen. Die Vorbereitungen in Malatya wie etwa Bau- und Modernisierungsarbeiten zum Empfang der Jets seien fast abgeschlossen. Hallen, in denen einst F-4-Kampfflugzeuge untergebracht waren, würden nun für die Unterbringung der neuen Kampfjets umgebaut. Zwei Piloten der türkischen Streitkräfte (TSK) hätten bereits vor drei Monaten bei Lockheed Martin in den USA mit einem intensiven Training begonnen, um sich auf ihre Einsätze in den F-35 Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeugen vorzubereiten. Die TSK, die Teil des Joint Strike Fighter (JSF)-Programms des US-Verteidigungsministeriums sind, planen gemeinsam mit einigen NATO-Verbündeten, darunter das Vereinigte Königreich, Italien und die Niederlande, ihre Luftwaffenflotten mit 100 F-35-Flugzeugen aufzurüsten, die im Rahmen dieses Programms gemeinsam produziert werden sollen. In der ersten Lieferung geht es jedoch um die Übergabe von 30 F-35-Jägern. Die aktuelle Luftverteidigung der Türkei basiert auf F-16-Flotten. Einige dieser Flotten sollen in Zukunft durch die neuen F-35 ersetzt werden. Die Auslieferung des ersten F-35 Kampfflugzeuges wird zu einem Zeitpunkt erfolgen, in dem eine Reihe von US-Kongressabgeordneten die US-Regierung dazu aufgefordert haben, den Verkauf dieser Flugzeuge an die Türkei auszusetzen, da Ankara beschlossen hatte, seine Luftverteidigungssysteme mit russischen S-400 Raketenabwehrsystemen auszurüsten. Ankara droht mit Abschaltung des NATO-Radarsystems Im Gegenzug drohte Ankara im November vergangenen Jahres mit der Abschaltung und Demontage des mächtigen Malatya-Kürecik AN-TPY-2-Radars, das 2012 von den USA aufgestellt worden war. Das AN-TPY-2 ist ein bodengestütztes Radar zur Erfassung und Verfolgung von ballistischen Raketen. Die Demontage des Radars würde Israel einer Bedrohung durch ballistische Raketen aussetzen. Dank des in Kürecik stationierten Systems sind die gesamten westlichen Territorien des Iran bis an die Grenzen von Teheran für die NATO sichtbar. Ähnliche Radarsysteme befänden sich auch in Israel, Jordanien, Katar und den vereinten Arabischen Emiraten, jedoch erreiche etwa das System in Israel mit einer Reichweite von 1.300 Kilometer nur die Grenzen des Iran. Die Systeme in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die nicht zur NATO gehören, könnten nur die südlichen Regionen des Iran beobachten. Im Rahmen ihres Abkommens mit der NATO erteilte die Türkei damals die Erlaubnis für den Einsatz des Radars auf ihrem Staatsgebiet, was zu Spannungen mit Russland und dem Iran führte, die sich heftig gegen einen solchen Schritt ausgesprochen hatten. Dazu der politische Analyst Ömer Özkizilcik gegenüber NEX24:
„Die türkisch-amerikanischen Beziehungen sind angespannt, insbesondere seit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 und der Weigerung der USA, ein Justizverfahren gegen Fethullah Gülen, den Drahtzieher des Putsches, einzuleiten oder ihn an die Türkei auszuliefern. Mit der Unterstützung der YPG in Syrien seitens der USA fand sich die Türkei in einer gefährdeten Position. Der NATO-Allierte der Türkei unterstützt bzw. gewährt den zwei Hauptgefährdern der Türkei Schutz“.
In dieser misslichen Lage habe sich die Türkei Russland angenähert und versucht, eine geostrategische Balance zwischen den USA und Russland zu finden, so Özkizilcik weiter. Die S-400 Luftabwehrsysteme aus Russland sollten mit den geplanten Luftabwehrsystemen aus gemeinsamer Produktion der Türkei mit Frankreich und Italien die Luftsicherheit gewährleisten. Somit habe die Türkei auch sicherheitspolitisch zwei verschiedene Systeme verwenden wollen, um die eigene Verteidigung zu maximieren, betont Özkizilcik und fügt hinzu:
„Die USA sahen lange Zeit in den Verhandlungen für den Kauf der S-400 Systeme ein Mittel, um für einen Preisnachlass für amerikanische Luftabwehrsysteme zu sorgen. Nachdem der Kauf des S-400 Luftabwehrsystems abgeschlossen wurde, versuchten die USA, mit Drohungen wie die Verwehren von F-35 Jets oder anderen Militärtechnologien die Türkei von ihrem Unternehmen abzubringen. Die Türkei selbst ist an der Produktion der F-35 Jets beteiligt und verzeichnet ein rasantes Wachstum in der Verteidigungsindustrie“

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– Türkei – Kommentar: „Man will Türkei für Kauf der russischen S-400 bestrafen“

Der geplante Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 sei kein Grund „zur Sorge“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach seiner Rückkehr von einer Staatsreise in die Golfstaaten.

Kommentar: „Man will Türkei für Kauf der russischen S-400 bestrafen“
   

Datenmissbrauch
Nach Datenskandal bei Facebook: Grüne schicken 59 Fragen an Zuckerberg

Parlamentarier unzufrieden mit Antworten  Osnabrück –  Die Grünen kritisieren die Aufklärung von Facebook im Datenskandal als völlig unzureichend. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, haben sechs Bundestagsabgeordnete der Partei daher 59 weitere Fragen an Konzernchef Mark Zuckerberg geschickt. Sie reagieren damit auf schriftliche Antworten des US-Unternehmens auf Fragen der Parlamentarier, die jetzt bei den Parteien eingegangen sind. Tabea Rößner, netzpolitische Sprecherin der Grünen, sprach von einer „typischen Salami-Taktik“, mit der die Parlamentarier offenbar abgespeist werden sollen. Zentrale Fragen seien weder in der Ausschusssitzung im April von einem hochrangingen Facebook-Manager noch jetzt schriftlich im Nachgang beantwortet worden. Rößner: Damit kommen sie nicht durch Rößner: „Wir dürfen Facebook mit dieser Hinhaltetaktik nicht durchkommen lassen.“ In dem Fragenkatalog wollen die Grünen-Abgeordneten unter anderem wissen, wann Facebook die vom Datenmissbrauch betroffenen Nutzer informiert hat und wie sich das Unternehmen zu Desinformationskampagnen in Wahlkämpfen über seine Plattform positioniert. Auch fragen die Parlamentarier, wie viele sogenannte „Dark ads“ im Bundestagswahlkampf in Deutschland ausgespielt worden sind. Bei dem Skandal wurden Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern von einem App-Entwickler an die Analyse-Firma Cambridge Analytica weitergegeben. Aus Deutschland waren vermutlich nur 65 Nutzer direkt betroffen. Bei Cambridge Analytica könnten laut Facebook aber Informationen von knapp deutschen 310.000 Nutzern gelandet sein.

Iran-Sanktionen
Nouripour: Trump legt Tonnen von Gewicht auf transatlantische Brücke

Heilbronn – Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour nennt die Lage in und um Syrien nach der Aufkündigung des Iran-Atomabkommens durch US-Präsident Donald Trump „extrem besorgniserregend“. „Ein symmetrischer Krieg wird immer wahrscheinlicher“, sagte er der „Heilbronner Stimme“ .

„Er zwingt uns, mit den Russen und China gegen seine Regierung zu arbeiten“

Der Grünen-Politiker fügte hinzu: „Das Abkommen ist das wichtigste Hindernis für eine nukleare Aufrüstung des Nahen Ostens. Deshalb müssen nun alle anderen Unterzeichner des Abkommens versuchen, es ohne die USA zu erhalten. Trump bringt uns damit in die schwierige Situation, zusammen mit den Russen und China gegen seine Regierung zu arbeiten.“ Nouripour weiter: „Frau Merkel hat absolut recht. Die einseitige Aufkündigung des Iran-Abkommens verletzt das Vertrauen in die internationale Ordnung.“ Das deutsch-amerikanische Verhältnis sei zwar stabil, so Nouripour, da es von der Partnerschaft der Völker getragen werde. Allerdings, so der Grünen-Politiker: „Trump legt Tonnen von Gewicht auf die transatlantische Brücke“.

FDP-Außenpolitiker: Trumps Verhalten wird dazu führen, dass EU einiger auftritt als zuvor

Der FDP-Außenpolitiker Michael Link ist überzeugt, dass Trumps Vorgehen im Konflikt mit dem Iran die EU enger zusammenrücken lässt. Link sagte der „Heilbronner Stimme“ : „Trump unterschätzt die EU, wenn er denkt, er könne sie einfach unter Druck setzen. Sein Verhalten wird dazu führen, dass die EU einiger auftritt als zuvor.“ Link fügte hinzu: „Leider nutzen das einige auf unserer Seite des Atlantiks auch für billigen Antiamerikanismus. Beides ist falsch: Trumps Alleingänge ebenso wie der Fehlschluss von linken und rechten Amerikakritikern, die USA nur auf den Mann im Weißen Haus zu reduzieren.“ Trump habe bisher „mehr Glück als Verstand“ gehabt. Link: „Bereits nach den Zwischenwahlen im November könnte der Kongress nicht mehr republikanisch dominiert sein, dann werden die Karten neu gemischt. Den Iran-Deal zu kündigen, war ein großer Fehler. Bei Nordkorea hatte Trump mehr Glück als Verstand. Der Fall Iran liegt komplizierter. Deshalb müssen wir jetzt die guten transatlantischen Beziehungen in ihrer ganzen Breite nutzen – Parlamente, Länder und Bundesstaaten, Wirtschaft und Wissenschaft – um den Schaden durch Trump möglichst klein zu halten.“

Iran-Sanktionen
Ankara: Türkei wird weiterhin mit dem Iran Handel treiben

Türkischer Wirtschaftsminister: Die Türkei wird auch weiterhin mit dem Iran Handel treiben
Ankara (nex) – Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi hat gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu deutlich gemacht, dass die Türkei die Verhängung neuer Wirtschaftssanktionen durch US-Präsident Trump ablehnt. Zeybekçi: „Wir werden auch weiterhin entsprechend den Resolutionen der Vereinten Nationen mit dem Iran Handel treiben.“ Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht wegen der neuen US-Sanktionen erhebliche Auswirkungen auf sowie Konsequenzen für deutsche und andere europäische Unternehmen zukommen. „Wir haben juristisch keine Möglichkeit, deutsche Unternehmen gegen Entscheidungen der amerikanischen Regierung zu schützen oder sie davon auszunehmen“, sagte Altmaier am Freitag im „Deutschlandradio“. Nach geltendem US-Sanktionsrecht würden von den neuen Sanktionen auch deutsche Unternehmen getroffen, wenn diese zum Beispiel im Iran Geschäfte machten und zugleich auch in den USA tätig seien. Zudem müssten dann US-Unternehmen mit diesen Unternehmen ihre Geschäfte zurückfahren. Optionen wie der Vorschlag der Schaffung eines staatlichen Fonds zum Ausgleich möglicher Nachteile für Firmen, die im Iran tätig sind, sei im deutschen Recht nicht vorgesehen, sagte Altmaier. „Wenn wir grundsätzlich erklären würden, wir gleichen solche Nachteile aus, dann könnte es für viele Länder in der Welt auch ein Anreiz sein, einseitig Maßnahmen und Sanktionen zu verhängen. Deshalb warne ich davor, voreilig Vorschläge ins Gespräch zu bringen“, sagte Altmaier. Die Bundesregierung biete jedoch Unterstützung und juristische Beratung für betroffene Unternehmen an. Der neue US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hatte deutsche Unternehmen aufgefordert, ihre Investitionen im Iran zurückzufahren. Der deutsch-iranische Handel ist allerdings gegenwärtig eher überschaubar: Im Jahr 2017 erreichte er laut dem deutschen „Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen“ (BGA) ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro. Thomas Bernhard

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– Velaro-Bestellung – Türkei: Siemens zieht 420-Millionen-Dollar-Deal an Land

Neuer Großauftrag für das deutsche Traditionsunternehmen Siemens: Die türkische Staatsbahn hat für 340 Millionen Euro (etwa 420 Millionen US-Dollar) zehn Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro bestellt.

Türkei: Siemens zieht 420-Millionen-Dollar-Deal an Land

Motorradsport
Türkischer Rekordweltmeister Kenan Sofuoglu kündigt Rücktritt an

Imola (nex) – Nach einem letzten Rennen im italienischen Imola wird der fünffache türkische Supersportweltmeister Kenan Sofuoglu am Sonntag seinen Rücktritt ankündigen. „In der Türkei gab es viele Spekulationen darüber, ob ich nach meinen Verletzungen noch laufen kann, ob ich noch Motorrad fahren kann. Ich möchte den Menschen zeigen, dass ich noch fahren kann, dass es aber Zeit ist aufzuhören. Deshalb habe ich beschlossen aufzuhören – das war keine leichte Entscheidung“, sagte Sofuoglu in einem Gespräch mit dem Motorsportportal „Speedweek„. „Der Präsident will, dass ich aufhöre“ „Nach diesem Wochenende habe ich einige weitere Treffen in der Türkei, speziell der Präsident der Türkei will nicht, dass ich weiterhin Rennen fahre“, so Sofuoglu der „Speedweek“. Sofuoglu habe Respekt vor dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Nach dem Sturz in Magny-Cours habe Erdogan innerhalb weniger Stunden einen Jet geschickt, um Sofuoglu in die Türkei zu bringen. „Als mich der Präsident nach Phillip Island kontaktierte, sagte er mir, dass ich zwei Brüder verloren habe. Er wolle nicht in den Nachrichten hören, dass Kenan Sofuoglu in einem Rennen gestorben ist. Er sagte mir, dass ich meine Familie respektieren soll. Zuerst muss ich gesund werden, dann kann ich entscheiden was ich mache. In Imola werde ich bekanntgeben, ob ich gleich aufhöre oder bis zum Ende des Jahres fahre“, so Sofuoglu gegenüber „Speedweek“. Pucetti bedauert Rücktritt „Wir hatten die Möglichkeit, mit dem stärksten und professionellsten Fahrer der Supersport-WM zusammenzuarbeiten. Es war eine Ehre, ihn in unserer Mannschaft zu haben, er brachte unser Team voran und dafür möchten wir uns alle herzlich bedanken“, zitiert das Portal Teamchef Manuel Puccetti. Rekordmeister Sofuoglu Der 33-jährige Türke gehört zu den erfolgreichsten Motorradrennfahrern der Geschichte: Insgesamt 5 Mal holte das Ausnahmetalent den WM-Titel in der Supersport-Klasse. 2007 und 2010 wurde er mit Honda Weltmeister und in den Jahren 2012, 2015 und 2016 folgten WM-Titel mit Kawasaki. Ohne seine vielen Verletzungen hätte Sofuoglu vermutlich noch mehr WM-Titel gewonnen. 2017 wurde er trotz mehrfachen Knochenbrüchen Vizeweltmeister. Im Januar 2017 brach sich Sofuoglu bei einem Training das rechte Handgelenk und musste drei mal operiert werden, um seine Hand wieder schmerzfrei bewegen zu können. Im September desselben Jahres stürzte der Türke bei einem Rennen in Frankreich und zog sich einen dreifachen Beckenbruch zu. Bei einem Rennen in Australien im Januar 2018 stürzte Sofuoglu ein weiteres Mal und brach sich erneut das Becken. „Die von Sofuoglu in der Supersport-WM hinterlassenen Rekorde werden wahrscheinlich nie eingeholt“, so „Speedweek“. „Von 125 Rennen gewann er 43 und stand in 85 Rennen auf dem Podium – eine unglaubliche Erfolgsquote! Sofuoglu startete in 100 Rennen aus der ersten Reihe, 34 Mal von der Pole-Position“, berichtet „Speedweek“ weiter. Von insgesamt 2110 gefahrenen Runden in seiner Karriere sei der Türke in 715 in Führung gewesen. Sofuoglu führt laut „Speedweek“ fast alle Statistiken der Supersport-WM an: Er fuhr die meisten Siege (43) ein und die meisten Hattricks (9), die meisten Podiumsplätze (85), die schnellsten Rennrunden (30) sowie die meisten Pole-Positions (34). Natürlich sammelte auch niemand mehr WM-Punkte als Sofuoglu (2049).            

Kommentar
Antisemitismus in Berlin: Israelis mahnen Realitätsbewusstsein an

Arn Strohmeyer Deutschland, Israel und der Antisemitismus: Eine Diskussion in Absurdistan Bundesregierung und die Regierungsparteien haben zum 70. Geburtstag Israels eine Resolution verabschiedet, die die üblichen Formeln abspult: Lob für die Aufbauarbeit des Staates und seine Demokratie, Erinnerung an den Holocaust, Schuldbekenntnis und die Beschwörung der deutschen Verantwortung für die Existenz und Sicherheit Israels. Kritik an der Landraubpolitik, der rechtwidrigen Besatzung und der Unterdrückung von Millionen Palästinensern kommen in dem Text nicht vor. Und natürlich ist in solchen Texten – ob direkt oder indirekt ausgesprochen – immer die rituelle Formel vermerkt, dass Kritik an der israelischen Politik „israelbezogener Antisemitismus“ sei. Erstarrte Dogmen also, die seit Jahrzehnten heruntergeleiert werden und kaum einen Bezug zur Realität haben. Israelis mahnen Realitätsbewusstsein an Wie absurd die offizielle deutsche Position ist, die auch von den Freunden und Anhängern Israels geteilt und mitgetragen wird, bestätigen inzwischen auch israelische Juden. Da meldete sich jetzt der junge Israeli Yossi Bartal mit Artikeln und in Interviews zu Wort, der im angeblich so „antisemitischen“ Stadtteil Berlin Neukölln lebt, und trifft ein paar Feststellungen, die so gar nicht zu den von Politik und Medien verbreiteten Klagen über zunehmenden Antisemitismus passen. Yossi Bartal konstatiert: Es mag einzelne unschöne Vorfälle gegeben haben, aber im Großen und Ganzen lebe man – Israelis, Palästinenser, Syrer und andere Immigranten – in Neukölln recht friedlich zusammen. Und gerade Israelis liebten diesen Stadtteil wegen seiner ethnischen Vielfalt sehr und würden nie in einen „eher homogenen Bezirk der Stadt“ ziehen. Natürlich gebe es auch Antisemitismus, aber die meisten in Neukölln lebenden Israelis würden bestreiten, dass der Antisemitismus ihr Leben hier bestimme oder sie in Angst versetze. Die wohlgemeinten Warnungen vor der Bedrohung jüdischen Lebens sähen sehr viele Israelis nicht nur als überdramatisierte Darstellung an, sondern auch als Verneinung oder Ablehnung ihres Aufenthaltsrechts in Berlin. Denn die Botschaft laute dann: „In der Diaspora habt ihr kein Existenzrecht. Nur in Israel seid ihr sicher! Da gehört ihr hin!“ Ganz entschieden wehrt sich Yossi Bartal gegen Bestrebungen, Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleichzusetzen. Denn sehr viele Israelis seien gerade aus Protest gegen diese Politik nach Berlin gezogen und nun müssten sie sich von den selbsternannten Beschützern Israels hier anhören, „Antisemiten“ zu sein. Zwei prominente Israelis setzten zur selben Zeit der absurden deutschen Debatte noch eins drauf: der frühere israelische Botschafter in Deutschland Shimon Stein und der renommierte israelische Historiker Moshe Zimmermann. In einem Artikel für DIE ZEIT bezeichnen sie – mit Blick auf die Bundestagsresolution – das deutsche Ritual, sich auch in Fragen der Außenpolitik ständig auf den Holocaust zu beziehen, als immer wieder „problematisch“. Und sie fragen: „Was hat die Beziehung zu Israel mit dem (auch im Bundestagsbeschluss behandelten) Antisemitismus zu tun? Sie konstatieren: „Die neue Kategorie ‚israelbezogener Antisemitismus‘ sorgt für Verwirrung, weil quasi automatisch jede Diskussion um die Politik Israels mit Antisemitismus verzahnt wird.“ Und wieder stellen sie die Frage: „Was hat das eine mit dem anderen zu tun?“ Stein und Zimmermann mahnen, deutsche Verantwortung gegenüber Israel dürfe nicht nur kritiklos und lobhudelnd hinter der israelischen Politik stehen, sondern müsse auch auf die Gefahren und die Gefährdung hinweisen, denen die israelische Demokratie durch die fundamentalistische Politik der derzeit dort Regierenden ausgesetzt sei. Zur deutschen Verantwortung gegenüber Israel gehöre es so gesehen, die „europäischen Werte“ Liberalismus und Toleranz von Israels Politikern einzufordern, denn die eigentliche und wesentliche Frage betreffe heute die Existenz der Demokratie in Israel. Aus dieser massiven Kritik an der deutschen Israel-Politik folgt für die beiden Autoren eine weitere Forderung an die deutsche Seite: Sie soll nicht nur mit kleinlauten Lippenbekenntnissen die Siedlungspolitik kritisieren, sondern entschlossen und mutig gegen sie vorgehen. Denn die Palästinenser hätten genauso, ein Recht auf nationale Selbstbestimmung und damit auf ihren Staat, dessen Schaffung nicht zuletzt deshalb so wichtig sei, weil Israel nur so vor der Selbstzerstörung bewahrt werden könne. Dieser Text der beiden Israelis und auch die Aussagen von Yossi Bartal enthalten gleich ein ganzes Bündel von Ohrfeigen für die deutsche Israel-Politik und die Antisemitismus-Diskussion in diesem Land. Stein und Zimmermann fordern nicht mehr und nicht weniger als einen radikalen Kurswechsel. Aber die Bundestagsresolution der Regierungsparteien und Äußerungen des neuen Außenministers Heiko Maas machen keinerlei Hoffnung, dass sich etwas ändern könnte. Schuldbekenntnis und Geschichtsklitterung werden weiterhin den Blick auf die Realität trüben und den Deutschen ein ideales Bild des Staates Israel vortäuschen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– New York – Orthodoxe Juden demonstrieren gegen Trumps Jerusalem-Beschluss

An den weltweiten Protestaktionen gegen den Beschluss des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, beteiligten sich am gestrigen Freitag auch antizionistisch-orthodoxe Juden.

Orthodoxe Juden demonstrieren gegen Trumps Jerusalem-Beschluss
 
Arn Strohmeyer
Arn Strohmeyer wurde 1942 in Berlin geboren. Aufgewachsen ist er im Osten Deutschlands, später in Soest in Westfalen. Das Abitur machte er in Göttingen und hat dann dort und in Bonn Philosophie, Soziologie und Slawistik studiert und 1972 das Magisterexamen abgelegt. Darauf folgten Tätigkeit als Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und einer politischen Monatszeitschrift. Heute lebt und arbeitet er in Bremen.
Arn Strohmeyer: Ist Antizionismus gleich Antisemitismus? Eine Antwort auf Kritiker meines Buches Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. Hitlers langer verhängnisvoller Schatten, Gabriele Schäfer Verlag Herne, ISBN 978-3-944487-48-9, 16,80 Euro
   

Iran-Krise
Kommentar: Trump braucht einen Krieg

Von Ernst Wolff US-Präsident Trump hat am Dienstag das 2016 mit Iran geschlossene Atomabkommen einseitig gekündigt. Darin hatte sich Iran verpflichtet, keine Atomwaffen zu produzieren oder zu entwickeln. Im Gegenzug hatten die USA und ihre Verbündeten die zuvor gegen Iran verhängten Sanktionen aufgehoben. Bereits im Wahlkampf hatte Trump das unter der Federführung der EU ausgehandelte Abkommen als „schrecklichen Fehler“ bezeichnet. Mit Außenminister Mike Pompeo und seinem neuen Sicherheitsberater John Bolton hat er innerhalb der vergangenen Wochen zwei Männer um sich geschart, die seit Jahren einen härteren Kurs gegen Iran fordern. Nur eine Woche nach der Pressekonferenz des israelischen Premiers Netanjahu, deren unausgesprochene Botschaft in der Forderung nach einem Präventivschlag gegen Iran bestand, verdichten sich damit die Anzeichen für einen bevorstehenden Krieg. Was sind die Beweggründe der USA, einmal mehr zu diesem äußersten aller Mittel zu greifen? Trump braucht einen Krieg Etwas mehr als ein Jahr nach der Amtsübernahme durch Donald Trump befinden sich die USA trotz aller anderslautenden Beteuerungen von Politikern und Medien in einer überaus schwierigen Lage. Die soziale Ungleichheit im Land erreicht immer neue Rekordwerte, die Arbeitslosigkeit ist viel höher als in den offiziellen Statistiken angegeben, die Verschuldung sowohl der Bevölkerung als auch die von Staat und Unternehmen ist höher als je zuvor und an den Finanzmärkten haben sich riesige Blasen gebildet, die jederzeit zu platzen drohen. Sowohl die Regierung Trump als auch die US-Zentralbank Federal Reserve stehen in dieser Situation mit dem Rücken zur Wand. Trump kann sein Versprechen, gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen, nicht einhalten, seine Steuererleichterungen für Ultrareiche sind weitgehend wirkungslos verpufft und seine Anhängerschaft in der amerikanischen Bevölkerung wird wegen der vielen gebrochenen Wahlversprechen zunehmend unruhiger. Die Situation der Federal Reserve ist noch schwieriger: Die USA zeigen immer deutlichere Anzeichen einer anschwellenden Inflation, die eine Straffung der Geldpolitik insbesondere eine Erhöhung des Leitzinses notwendig macht. Diese – bereits eingeleitete – Straffung aber bringt für die Federal Reserve noch größere Probleme mit sich: Sie erschwert die Bedienung des Schuldenberges, entzieht Investoren das Geld zur Spekulation und bereitet damit den Weg für einen Einbruch an den Finanzmärkten, da diese auf den ständigen Zufluss neuen Geldes angewiesen sind. Was könnte sowohl Trump als auch der FED aus dieser Klemme helfen? Ein Krieg würde die Verschuldung der USA zwar langfristig weiter in die Höhe treiben, dafür aber die Rüstungsindustrie und damit die Aktien- und Anleihenmärkte befeuern, einen Crash hinauszögern, Arbeitsplätze schaffen und der Trump-Wählerschaft einen ausländischen Sündenbock für die von der Regierung und der Wall Street angerichtete Misere liefern. Das heißt: Ein Krieg würde vorübergehend zu einer Stabilisierung der Verhältnisse in den USA führen. Die Wall Street setzt vermutlich schon seit längerem auf Krieg Zudem steht hinter Trump eine Kraft, die diesen Krieg offensichtlich schon seit längerem eingeplant hat: die Wall Street. Ihre großen Finanzinstitute haben in den vergangenen Jahren mehr als eine Viertel Billion Dollar in das Fracking investiert – zunächst, ohne dabei nennenswerte Gewinne zu erzielen, in den vergangenen Jahren unter Inkaufnahme erheblicher finanzieller Verluste. Viele der beteiligten Spekulanten haben sich sogar Geld geliehen und sind extreme Risiken eingegangen, um am Ball zu bleiben. Warum? Es gibt nur einen Grund: Weil sie damit rechnen, dass das Fracking sich irgendwann rentiert und hohe Gewinne abwirft. Was aber ist dafür die Voraussetzung? Ein höherer Ölpreis, den ein Krieg umgehend herbeiführen würde. Und nicht nur das: Ein Krieg, der – wie die übrigen Kriege der USA – mit Absicht nicht gewonnen wird, sondern den Nahen Osten auf Jahre hinaus destabilisiert, wäre für die hinter dem Fracking stehenden Investoren und die Regierung der USA ein wahres Geschenk: Er würde den Ölpreis selbst im Fall einer sich abzeichnenden Rezession hochhalten, das bislang zu teure Fracking auf Dauer in die Gewinnzone bringen und die USA befähigen, vom Öl-Importeur zum Öl-Exporteur zu werden. Hierin liegt auch die Gefahr begründet, dass aus dem Nahostkrieg ein Weltkrieg werden könnte: Die USA haben nämlich in jüngster Zeit begonnen, ihr Öl nach Westeuropa zu exportieren. Sollte ihr riesiges Reservoir an durch Fracking gewonnenes Schieferöl nach einem kriegsbedingten Ölpreisanstieg in größeren Mengen nach Westeuropa fließen, würden sie damit ihrem Widersacher Russland einen seiner wichtigsten Märkte streitig machen. Das aber könnte Russland auf gar keinen Fall hinnehmen, denn der Verlust des westeuropäischen Marktes käme einer wirtschaftlichen und finanziellen Katastrophe gleich. Zudem erinnern sich die Politiker in Moskau mit Sicherheit noch daran, dass ihr Vorgängerstaat Sowjetunion letztendlich am Ölpreis zerbrochen ist. Die Trump-Administration spielt mit dem Feuer Ein Krieg gegen Iran wäre für die USA aber auch ein Spiel mit dem Feuer: Das mit Russland verbündete China hat die Kriege der USA in der Vergangenheit nämlich durch den Kauf von US-Staatsanleihen zu einem großen Teil mitfinanziert. Sollte es das in diesem Fall nicht tun und möglicherweise sogar seine Staatsanleihen als Reaktion auf eine Kriegserklärung der USA auf den Markt werfen oder seine Währung mit den riesigen in den vergangenen Jahren angehäuften Goldvorräten decken, würde es den US-Dollar damit in allerhöchste Bedrängnis bringen. Ein Krieg der USA gegen Iran hätte also nicht nur das Potenzial, einen weit über den Nahen Osten hinausgehenden militärischen Konflikt auszulösen, er könnte auch zum Ende des US-Dollars und damit zum Einsturz des seit längerem nur noch an einem seidenen Faden hängenden globalen Finanzsystems führen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Gesundheitstourismus – Erfahrungsbericht: Türkische Krankenhäuser waren früher eher Krankmacher

Ich bin beeindruckt, wie sich dieses Land eine Industrie mit unzähligen Krankenhäusern und kooperierenden Hotels geschaffen hat, die weltweit Kunden anzieht. Und das ist ein Land, was noch vor 15 Jahren im Gesundheitssystem höchstens Dritte-Welt-Niveau hatte und zum Teil nicht mal Geld für OP-Fäden besaß. Ein Erfahrungsbericht.

Erfahrungsbericht: Türkische Krankenhäuser waren früher eher Krankmacher