Meinungsartikel
Kommentar: Zentralbanken bestimmen seit Jahrzehnten den Lauf der Welt

Ein Kommentar von Ernst Wolff „Nicht das, was du nicht weißt, bringt dich in Schwierigkeiten, sondern das, was du sicher zu wissen glaubst, obwohl es gar nicht wahr ist.“ So lautet eines der berühmtesten Zitate des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain. Betrachtet man das Bild, das sich die Mehrheit der Menschen von den Zentralbanken macht, und vergleicht es mit deren tatsächlicher Rolle im globalen Finanzsystem, kann man Mark Twain nur zustimmen: Die Zentralbanken, so glauben die meisten, seien konservative und seriöse Einrichtungen, die die Geschäftsbanken mit Geld versorgen und sie dabei im Auftrag des Staates überwachen. Das aber ist schlicht nicht wahr und die Tatsache, dass die meisten Menschen es so sehen, bringt uns alle gegenwärtig in immer größere Schwierigkeiten. Die Zentralbanken sind nämlich weder seriös noch konservativ, sondern betreiben seit zehn Jahren eine Politik, die man nur als abenteuerlich, halsbrecherisch und brandgefährlich beschreiben kann. Nach dem Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems 2008 und seiner Rettung durch zahlreiche Regierungen, sprangen die Zentralbanken ein und schufen gewaltige Geldmengen, um die in den Staatshaushalten entstandenen Löcher zu stopfen. Dieses aus dem Nichts geschöpfte Geld kam aber nicht etwa den Millionen von Menschen zugute, die im Zuge der Krise ihre Häuser und Jobs verloren hatten, sondern wurde ausschließlich dazu verwendet, bankrotte Geschäftsbanken am Leben zu erhalten, und zwar auf folgende Weise: Die Zentralbanken kauften den Geschäftsbanken faule Wertpapiere zu absurd überhöhten Preisen ab und halfen ihnen so, die eigenen Bilanzen zu schönen. Dennoch reichten die Summen nicht aus, um zur Normalität zurückzukehren. Die meisten Banken weigerten sich aus Sorge vor Verlusten auch weiterhin, einander oder der Industrie zur Ankurbelung der Wirtschaft Geld zu leihen. Das wiederum nutzten die Zentralbanken als Vorwand, um die Zinsen in einer bis dahin nie gekannten Weise zu senken. Diese Zinssenkungen wurden von den Geschäftsbanken aber nicht, wie offiziell behauptet, zu erhöhter Kreditvergabe, sondern zu erneuter Spekulation an den Finanzmärkten benutzt. Da das zu immer größeren Blasen und immer gefährlicheren Schwankungen an den Märkten führte, gingen die Zentralbanken anschließend noch einen Schritt weiter: Um die Schwankungen auszugleichen und ein Platzen der Blasen zu verhindern, begannen sie selbst in die Märkte einzugreifen. Gekauft wurden zunächst Staatsanleihen, später Unternehmensanleihen, Aktien und sogar hochriskante Verbriefungen (genau die Produkte, die in die Krise von 2007/2008 geführt hatten). Heute zählen Zentralbanken international zu den Großinvestoren und sind in der Lage, die Märkte im (vermutlich abgekarteten) internationalen Zusammenspiel fast nach Belieben zu manipulieren. Wie genau sie es dabei mit geltendem Recht nehmen, zeigt das Beispiel der EZB: Sie umgeht das ihr auferlegte Verbot der Finanzierung von Staaten, indem sie die Staatsanleihen nicht von den Staaten selbst erwirbt, sondern sie von Geschäftsbanken kaufen lässt, denen sie sie anschließend – gegen eine stattliche Gebühr – abkauft. Die größte Gefahr, die die Zentralbanken durch ihre Politik heraufbeschworen haben, liegt im Derivate-Sektor, in dem man sich mit sogenannten Swaps gegen fallende Kurse oder steigende Zinsen versichern kann. Da die Kurse an den internationalen Börsen inzwischen mehr als 110 Monate lang kontinuierlich gestiegen sind und die größten Finanzinstitute seit der Krise als „too big to fail“ den Status der Unantastbarkeit genießen, verlassen sich die Derivate-Aussteller darauf, dass es keine größeren Korrekturen an den Märkten mehr gibt und versichern in Billionenhöhe so gut wie alles und jeden. Auf diese Weise zwingen sie die Zentralbanken förmlich dazu, ihrerseits alles zu tun, um jegliche größere Kurskorrektur zu verhindern. Sollte es trotzdem einmal zu starken Kurseinbrüchen kommen, wird es kritisch, denn dann droht der vielbeschworene Domino-Effekt: Gerät ein Teil der Marktteilnehmer ins Taumeln, könnte er die übrigen auf Grund der engen Vernetzung im Finanzsektor mit in den Abgrund reißen und das gesamte System, das im Grunde nur noch die Stabilität eines Kartenhauses besitzt, zum Einsturz bringen. Mit ihrer Politik haben sich die Zentralbanken in den vergangenen zehn Jahren in staatlich und teilweise privat betriebene Hedgefonds verwandelt, die nur ein Ziel verfolgen: Ein totes System am Leben zu erhalten, damit die, die von ihm profitieren, sich bis zum letzten Atemzug an ihm bereichern können. Betrachtet man den historischen Werdegang der Zentralbanken, verwundert das wenig: Entgegen der weit verbreiteten Meinung, sie seien von Anfang an staatliche Einrichtungen gewesen, befindet sich die größte und wichtigste Zentralbank, die FED, bis heute im Besitz ultrareicher Familien. Auch die Bank of England war vor ihrer Verstaatlichung 1946 zweieinhalb Jahrhunderte in Privatbesitz – sie wurde übrigens 1694 von den damals wohlhabendsten Bankern in London gegründet, um dem Königshaus einen Kredit zur Kriegsführung zu gewähren. Aber ganz gleichgültig, ob staatlich oder privat: Zentralbanken dienen keinesfalls der Kontrolle oder der Aufsicht des Bankensektors. Auch dort, wo sie sich zu einhundert Prozent in den Händen des Staates befinden, erfüllen sie die Rolle des Statthalters und des ausführenden Organs der Privatbanken. Schließlich finanzieren sich Staaten über Staatsanleihen, die ihnen der Bankensektor über die Zentralbanken abkauft. Allein dieser Mechanismus zeigt, dass sich die Politik dem Finanzsektor selbst bei bestem Willen gar nicht wirkungsvoll entgegenstellen könnte – schließlich hängen sie und ihre höchsten Repräsentanten direkt an dessen Tropf… Also: Egal ob Zentralbanken von den größten Geschäftsbanken oder aber vom Staat ins Leben gerufen wurden, ihr Ziel war und ist es, die Interessen des Finanzsektors zu verfolgen und um jeden Preis durchzusetzen. Auf Grund ihrer über die Jahrhunderte erworbenen Macht sind es diese als Biedermänner auftretenden Brandstifter, die seit Jahrzehnten den Lauf der Welt bestimmen – und nicht etwa, wie die überwiegende Mehrheit der Menschen im Sinne von Mark Twains Zitat zu wissen glaubt, die Politiker.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“.
Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«  

Wirtschaft
779 Milliarden Dollar: USA mit höchstem Haushaltsdefizit seit 2012

Washington (nex) – Das Haushaltsdefizit der USA hat sich auf beachtliche 779 Milliarden Dollar erhöht und somit den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht. Wie das US-Finanzministerium mitteilte, stiegen die Schulden im Vergleich zum vergangenen Haushaltsjahr um 113 Milliarden Dollar an. Das Defizit entspreche 3,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, im Vorjahr waren es noch 3,5 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Mitteilung des US-Finanzministeriums weiter berichtet, seien höhere Staatsausgaben – einschließlich steigender Zinskosten auf die Schulden und erhöhter Mittel für das Militär – bei unveränderten Einnahmen nach der Steuersenkung im vergangenen Jahr, die Gründe für den Anstieg. „Zeitliche Verschiebungen bestimmter Zahlungen“ hätten ein noch höheres Defizit verhindert.

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– Lirakrise – Über 22 Prozent Anstieg: Türkische Lira erreicht gegenüber Dollar 2-Monats-Hoch

Die türkische Lira setzt ihren Aufwärtskurs der letzten Wochen gegenüber dem US-Dollar unvermindert fort.

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Menschenrechtsverletzungen in China
Kommentar: Ilham Tohti hat den Friedensnobelpreis verdient

Prof. Dr. Hans-Christian Günther

Der Republikaner Marco Antonio Rubio, Junior Senator für Florida, war von Anfang an der lautstarkste Vertreter der uigurischen Sache in den USA.

Er hat schon früher Sanktionen gegen die Beteiligten an den systematischen Verfolgungen der Uiguren in Xinjiang, vor allem den Parteisekretär der Provinz, Chen Quanguo, gefordert. 

Zuletzt hat er den uigurischen Dissidenten und früheren Professor für Wirtschaft Ilham Tohti, der inzwischen in China zu lebenslangen Gefängnis verurteilt wurde, für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Ilham Tohti hat als vielbeachtete Blogger lebenslang für Frieden und Verständigung zwischen Uiguren und Han-Chinesen geworben, bis seine Website geschlossen wurde.

Auch angesichts seiner Verhaftung und Verurteilung hat er zu Frieden und Versöhnung aufgerufen. Man könnte Ilham Tohti geradezu für einen chinesischen Mahatma Gandhi oder Nelson Mandela halten. Für sein gewaltloses Engagement wurde ihm bereits 2016 in Genf der Martin Ennals Award verliehen, und er würde für den Sacharowpreis nominiert. 2017 erhielt er den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar. 

Für sein Engagement verdient Senator Rubio Anerkennung. Ein in der Türkei lebender uighurischen Intellektueller, Batur Karahanli, hat auf seinem Twitteraccount einen im ,Freedom’s Herald‘ (http://blog.freedomsherald.org/?p=1669) veröffentlichten bewegenden Dankbrief verfasst, der für alle die English verstehen, wert ist gelesen zu werden. 

Soweit man es Medienberichten entnehmen kann, war Senator Rubio der erste prominente Politiker in den USA, der sich unermüdlich für die uigurische Sache eingesetzt hat. Es dürfte ihm zu verdanken sein, dass sich inzwischen selbst der amerikanische Vizepräsident eingeschaltet hat. Rubios Nominierung von Ilham Tohti für den Friedensnobelpreis ist ein wichtiger weiterer Schritt. Ilhan Tohti ist ein sehr ernstzunehmender Kandidat. 2010 hatte der Menschenrechtler und Schriftsteller Xiu Liaobao den Preis erhalten. Schon 1989 der Dalai Lama. Bei allem gebührenden Respekt für Xiu Liaobao ist der Wissenschaftler Ilham Tohti gewiss die bedeutendste intellektuelle Persönlichkeit unter den Dreien. Sein unermüdlicher Einsatz für Freundschaft zwischen seinem hart unterdrückten Volk und den Han-Chinesen, seine klaren Worte, dass für die Unterdrückung der Uiguren nicht das chinesische Volk verantwortlich ist, seine Warnung vor ethnisch bedingtem Hass verdienen höchste Bewunderung. Der Dalai Lama übrigens schreibt viele Bücher mit Wellnessratschlägen für europäische Buddhismusfans, wurde auch einmal im Time Magazine als eines der Kinder von Mahatma bezeichnet, doch, wer die Geschichte kennt (Stichwort CIA-Gelder) darf an der Integrität eines Mannes zweifeln, der George W. Bush als seinen Freund bezeichnet und eine gute Freundschaft mit dem notorischen verstorbenen Kärtner Landeshauptmann Jörg Haider pflegte und ihn bis heute zu rechtsradikalen Kreisen der Gegend pflegt (man hat ihm schließlich ein Tibetzentrum eingerichtet). Ilham Tohti wäre, sollte er gewählt werden, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die den Preis erhielten, er würde das eher angeschlagene Image des Nobelkomitees gewiss erhöhen. Ilham Tohti hat immer versucht, den wahren Interessen seines Landes zu dienen. Hätte die chinesische Führung Verstand und würde im Interesse Chinas 5 nach 12 umkehren, wäre es das beste, Tohti zu entlassen und ihm die Aufgabe anzuvertrauen, dafür zu sorgen, dass es nach den monströsen Verbrechen des Staates noch einen Neuanfang Frieden und Versöhnung statt Blut und Hass in Xinjiang gibt.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Israel – Bericht: Palästinenserin von Siedlern zu Tode gesteinigt

Eine palästinensische Frau wurde getötet und ihr Mann verletzt, nachdem israelische Siedler ihr Fahrzeug in der Nähe eines Kontrollpunktes im südlichen Nablus am späten Freitagabend angegriffen hatten.

Bericht: Palästinenserin von Siedlern zu Tode gesteinigt

Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.

Türkei
Mehr als 12 Jahre Haft für türkischen Fußballstar Arda Turan

Istanbul (nex) – Dem türkischen Fußball-Nationalspieler Arda Turan droht nach einem Streit in einer Disco mit Popsänger Berkay Sahin eine drastische Strafe. Turan muss wegen illegalem Waffenbesitz und sexueller Belästigung vor Gericht. Wie türkische Medien berichten, fordere der Istanbuler Staatsanwalt 12 Jahre und fünf Monate Haft für den Profifußballer des Erstligavereins Medipol Basaksehir und zwei Jahre für Berkay Sahin. Turan griff Berkay letzte Woche in einem Nachtclub in Istanbul an und brach ihm die Nase. Danach habe er den Popsänger mit einer Waffe im Krankenhaus aufgesucht und ihn aufgefordert, um Vergebung zu bitten. Die Staatsanwaltschaft hat Turan wegen sexueller Belästigung, illegalem Waffenbesitz, vorsätzliche Gefährdung der allgemeinen Sicherheit und vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt. Sahin wiederum muss sich wegen Beleidigung vor Gericht verantworten. Eine Klage gegen Berkay Sahin wegen Bedrohung wurde fallengelassen. Medienberichten zufolge wurde Arda bereits am Donnerstag von der Polizei für drei Stunden verhört.      

Wolfsmanagement
Klöckner-Ministerium will auffällige Wölfe töten lassen

Düsseldorf – Das Bundeslandwirtschaftsministerium von Julia Klöckner (CDU) geht beim Tierschutz auf Konfrontation zu Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) und fordert den Abschuss von Wölfen. „Wir müssen dringend auffällige Wölfe und auch Rudel, die regelmäßig Weidetiere reißen oder sich Siedlungen nähern, entnehmen. Wir sind mit dem Bundesumweltministerium unzufrieden, weil es hier bremst“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Stübgen (CDU) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Insgesamt bestehe das Problem vor allem in Ostdeutschland und in Norddeutschland, speziell in Niedersachsen. „Wir haben regional eine Wolfspopulation, die größer ist, als es eine Kulturlandschaft verträgt.“ Zum Teil werde Weidetierhaltung unmöglich, die aber eine naturnahe und wichtige Tierhaltung sei. „Wölfe dürften dann geschossen werden, wenn ihr Erhaltungszustand günstig wäre. Das Umweltministerium behauptet, dafür müssten in Deutschland 1000 ausgewachsene Wölfe leben. Das halten wir im Landwirtschaftsministerium für falsch.“ Nötig sei in Kulturlandschaften und besiedelten Gebieten ein Wolfsmanagement, wie es auch in anderen Ländern betrieben werde. „Dadurch wurde der Wolf nicht ausgerottet. In kaum einem anderen Land der Welt, wo es Wölfe gibt, wird darauf verzichtet. Wir laufen Gefahr, die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Wolf zu verlieren.“ Das Landwirtschaftsministerium pocht auf eine bundesweite Auslegung der bestehenden Gesetze, die den Bundesländern Rechtssicherheit biete bei der Tötung von Wölfen. „Da ist das Umweltministerium federführend und muss jetzt liefern.“

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– Italien – Nach vermehrten Wolfsangriffen: Italiener bestellen türkische Kangals

Italienische Bauern aus der Toskana bestellen nach vermehrten Wolfsangriffen türkische „Kangal“ Hirtenhunde.

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Fall Khashoggi
Eilmeldung: Saudi-Arabien wird Mord an Jamal Khashoggi zugeben

Istanbul (nex) – Im Fall des seit dem 2. Oktober vermissten Kolumnisten der amerikanischen Tageszeitung Washington Times,  scheint es eine neue Wende zu geben. Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtet, bereite Saudi-Arabien einen Bericht vor, in dem sie bestätigen würden, dass Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat getötet worden sei. Der Tod sei aber nicht beabsichtigt gewesen, sondern ein „Unfall“. Er sei bei einem Verhör, das nicht ordnungsgemäß ablief, gestorben „Das Ergebnis einer schiefgelaufenen Operation“, berichtet CNN. Der Journalist war seit seinem Betreten des saudischen Konsulats in Istanbul am 2. Oktober vermisst. US-Präsident Donald Trump sagte in einem TV-Interview, dass Saudi-Arabien hinter dem Verschwinden des Kolumnisten der Washington Post Jamal Khashoggi stecken könnte und drohte dem Königreich mit „schwerer Bestrafung“, falls dem so sein sollte. „Wir werden der Sache auf den Grund gehen und es wird eine schwere Strafe geben“, sagte Trump gegenüber dem US-Sender CBS in einem Gespräch mit „60 Minuten“ am Samstag. „Momentan leugnen sie es und leugnen es vehement. Könnten sie dahinter stecken? Ja!“, sagte Trump in dem Interview, das bereits am 11. Oktober aufgezeichnet wurde. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf namentlich nicht genannte türkische Quellen am Samstag berichtete, sei der saudische Journalist, nachdem er mehrere Tage im Gebäude festgehalten wurde, umgebracht worden. Khashoggi ist bekannt für seine Kritik der saudischen Innen- und Außenpolitik. Riad hatte bisher jegliche Schuld von sich gewiesen.

Bayern-Wahl
Kommentar: Die bayerischen Bürger haben bei dieser Wahl ihre Intelligenz bewiesen

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Die Geschichte der CSU in Bayern ist insgesamt eine glänzende Erfolgsstory. Nach der – recht pittoresken – Beseitigung der Bayernpartei, die dieselbe Wählerschaft bediente, dominierte die CSU Bayern von 1962 -2008 mit absoluter Mehrheit. Und man muss dieser Partei auch zugestehen, insgesamt hat sie als bayerische Landesregierung ihre Sache nicht so schlecht gemacht. Vor allen Alfons Goppel, der als erster CSU-Landeschef 1962-1978 allein regierte, war ein Grandseigneur, der seinesgleichen in der Politik suchte und fast schon wie eine Art Prinzregentenersatz fungierte. Auf ihrem Höhepunkt war die CSU bei 62%. Goppel hat auch für Bayern viel geleistet. Auch nach ihm war die CSU für pittoreske volkstümliche Figuren gut, und ich meine damit weniger den notorischen Franz Josef, Politiker wie Theo Waigel und Richard Stücklein hatten ihren echt bayerischen Charme. Selbst der ,Technokrat‘ Stoiber fuhr, obwohl er hauptsächlich als der vielleicht unfreiwillig komischste Politiker der Bundesrepublik Geschichte machte, satte Mehrheiten ein. Erst 2008 folgte ein Absturz von 60% auf 43%. Die absolute Mehrheit war weg. Parteivorsitzender und Ministerpräsident tragen zurück, so wurde Horst Seehofer Ministerpräsident einer Koalition mit der FDP. 2013 holte er die nur knapp verfehlte absolute Mehrheit mit 47% zurück. Jetzt wäre es an Seehofer und dem Ministerpräsidenten Söder zurückzutreten; dieses Mal hat die CSU 10% verloren. Sie ging allerdings dieses Mal von 47%, nicht 60% aus. Der Wiedergewinn einer absoluten Mehrheit ist ferner denn je. Zudem hat sich die Parteienlandschaft gründlich verändert. Die Grünen sind mit fast 18% zweite Kraft, Wählerstimmen haben sich ungefähr verdoppelt. Die Freien Wähler haben sich bei über 11% konsolidiert, AfD ca. 10% (unter Bundesdurchschnitt), die SPD halbiert, knapp unterhalb der AfD, zur Kleinpartei degradiert, die FDP überschreitet knapp die Fünf-Prozent-Hürde. Welche Botschaft vermittelt dieses Ergebnis: nun, zur SPD sagt man am besten möglichst wenig. Nur: wir ,feiern‘ in der ZEIT gerade 100-Jahre-Helmut-Schmidt. Deshalb: die Kanzlerschaft Helmut Schmidts markierte bereits das Ende der SPD, wie wir sie kannten. Helmut Schmidts Kanzlerschaft war die Verwaltung des Chaos, das die Brandt-Scheel-Koalition im Inneren zurückgelassen hatte. Schmidt konnte das: er war ein Pragmatiker, ein Macher. Nicht mehr nicht weniger. Er hat gegen seine Partei regiert. In Grunde genommen hat er CDU-Politik gemacht. Er hatte Charisma. Die Wähler wollten im Grunde genommen Schmidt als Kanzler einer CDU-Regierung. Damit wären die Weichen gestellt für die Entstehung der ,Linken‘ und der Abstieg der SPD zur Handlangerin der CDU. Wozu also SPD wählen und nicht gleich CDU, zumal sich die SPD wie keine andere etablierte Partei mit all ihren Vertretern nach der letzen Bundestagswahl so gründlich blamiert hat wie wohl noch nie eine etablierte Partei. Die SPD muss und wird verschwinden: wenn die Partei mit sich ehrlich ist, werden die Merkel-nahen in die CDU eintreten und dort den gemäßigten Flügel stärken, die anderen Sarah Wagenknechts linker Sammelbewegung beitreten. In Bayern freilich sitzt das bürgerliche Lager fest im Sattel. Die Freien Wähler stehen der CSU nahe, eine Koalition bietet sich an. Das könnte der CSU gar nicht so schlecht tun. Sie könnte von der Arroganz der Macht herunterkommen. Wenn sie das tut, wenn Seehofer und Söder zurücktreten und sich ein neuer glaubwürdigerer Kandidat findet, wird die CSU sich erholen. Die CSU ist immer noch stärkste Kraft, sie ist mit Bayern eng verbunden. Die bayerischen Bürger haben gezeigt, sie wollen eine bürgerliche Regierung nach Muster der alten CSU. Die Bayern sind ein eigentümliches Völkchen – im positiven Sinne. Eigensinnig, etwas verschroben vielleicht, aber bodenständig und somit pragmatisch. Sie brauchen niemanden, der Sprüche über Heimat klopft: sie wissen, was ihre Heimat ist. Sie brauchen niemanden, der ihnen bayerische Lebensart erklärt und glaubt, Kreuze in Amtsstuben wirken Wunder und lösen politische Probleme. Sie brauchen einen Ministerpräsidenten, der bayerische Lebensart verkörpert, wie Alfons Goppel, Max Streibl, Richard Stücklin, Theo Waigel oder meinetwegen auch Franz Josef Strauss. Sie brauchen niemanden, der im der Regierung bloß Ärger macht, aber nichts leistet. Sie sind konservativ, aber sie sind zu intelligent, um auf ausländerfeindliche dumme Sprüche hereinzufallen, und neofaschistisch sind sie auch nicht. Die Botschaft ist klar: CSU ja, Seehofer und Söder nein. Keine Gleichschaltung der CSU mit der AfD, sondern pragmatische realistische Politik, eine seriöse Alternative zu den hohlen Parolen der AfD, nicht noch dümmere. Politiker, so scheint mir, halten deutsche Bürger für verblödetes Stimmvieh. Das ist eine dreiste Beleidigung: der sog. Mann von der Straße hat ein verdammt gesundes Gefühl dafür, wo etwas faul ist. Die bayerischen Bürger haben bei dieser Wahl ihre Intelligenz bewiesen und gezeigt, was sie wollen. Die CSU täte gut daran, auf sie zu hören.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Israel – Bericht: Palästinenserin von Siedlern zu Tode gesteinigt

Eine palästinensische Frau wurde getötet und ihr Mann verletzt, nachdem israelische Siedler ihr Fahrzeug in der Nähe eines Kontrollpunktes im südlichen Nablus am späten Freitagabend angegriffen hatten.

Bericht: Palästinenserin von Siedlern zu Tode gesteinigt
 
Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Lebenslauf Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.

Russisch-türkische Beziehungen
Putins Ex-Berater: Mit Millionen von Syrern wird es keine Visafreiheit für Türken geben

Moskau (nex) – Russland wird die Visaregelung für türkische Staatsangehörige nicht aufheben, solange die Türkei weiterhin 3,5 Millionen bis 4 Millionen Syrer beherbergt, sagte Sergej Markow, ein ehemaliger Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Markov, der auch Generalsekretär des Türkisch-Russischen Öffentlichen Forums ist, machte die Äußerungen laut der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ im Rahmen der dreitägigen SputnikPro-Veranstaltung vor türkischen Journalisten am Yunus Emre Institute in Moskau. Markov sagte, dass die Türkei den syrischen Flüchtlingen die Staatsbürgerschaft gewährt habe, was für Russland eine „Bedrohung“ darstellen könne, sollte das Land beschließen, die Visasegelung für türkische Staatsangehörige aufzuheben. Es bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass „radikalisierte Syrer“ in Russland „terroristische Aktivitäten“ begehen würden, und die Sicherheitskräfte des Landes würden einer für alle türkischen Staatsangehörige gültigen Visafreiheit nicht zustimmen. „[Russische] Sicherheitskräfte sagen, solange die Türkei 3,5 Millionen bis 4 Millionen Syrer beherbergt, es keine Visafreiheit geben wird“, sagte Markov. Auch der russische Politiker Leonid Slutsky betonte, dass eine Aufhebung der Visapflicht für türkische Staatsangehörige nicht so bald auf der politischen Agenda Russlands stehe. „Flüchtlinge in der Türkei versuchen nach Europa zu gelangen. Unter ihnen befinden sich auch radikalisierte Flüchtlinge. Und sie versuchen, auch über Russland nach Europa zu gelangen“, sagte Slutsky, gegenüber türkischen Journalisten. Seit der Wiederannäherung Moskau und Ankaras Ende 2016, fanden immer wieder Treffen zwischen Vertretern beider Länder statt um ein Visa-freies Reisen zu ermöglichen.  

Central Park Tower
100 Millionen Dollar: Verkaufsbeginn für das höchste Wohngebäude der Welt

Die landesweit renommierte Immobilienentwicklungsfirma Extell Development Company gab heute den Verkaufsbeginn für das höchste Wohngebäude der Welt bekannt. Central Park Tower, ein Leuchtfeuer aus Glas und Stahl, das auf der berühmten Billionaire’s Row in New York City 472 Meter in die Höhe ragt, gehört dann zu den renommiertesten Adressen der Welt. Der Ausblick bis ins Unendliche, seine exklusive Architektur, die eleganten Formen und ein beispielloser Service machen aus Central Park Tower den Wolkenkratzer New Yorks schlechthin. „Nach über einem Jahrzehnt der Planung und Zusammenarbeit mit den begnadetsten Architekten, Ingenieuren und Designern der Welt steht nun das neuste Kultgebäude Manhattans,“ sagte Gary Barnett, Gründer und Geschäftsführer der Extell Development Company. „Central Park Tower trumpft mit einem Niveau des Designs, der Qualität und der Serviceleistung auf, das seinesgleichen sucht. Dieses Gebäude prägt die Geschichte der Stadt New York als das einzige Wohngebäude, das derartig luxuriösen Wohnkomfort bietet.“ Das Gebäude liegt auf der West 57th Street, dem vornehmsten Pflaster New Yorks. Central Park befindet sich gleich nördlich davon und der Knotenpunkt Columbus Circle im Westen. Extell wirkte bereits an dem heute als Billionaire’s Row bekannten Bauensemble richtungsweisend mit dem One57, dem ersten Mega-Tower auf der 57th Street. Der Rekordturm aus Glas oberhalb des 5-Sterne-Exklusivhotels Park Hyatt bietet einen phänomenalen Blick über den Central Park und beherbergt zum Preis von 100,5 Millionen Dollar die teuerste Wohnung, die je in der Stadt New York verkauft wurde. Die Fassade des Gebäudes hebt sich durch die Kombination verschiedener Elemente von seiner Umgebung ab. Glas wird mit satiniertem Edelstahl kontrastiert und lichtdurchlässige vertikale und horizontale Details betonen das Zusammenspiel von Struktur und Licht betonen. Das Gebäude ragt 90 Meter von der Straße empor und schwingt frei in Richtung Osten, wodurch alle Wohnungen in Richtung Norden einen Blick auf den Central Park erhalten. Die überzeugendsten Argumente für das Wohnen im Central Park Tower sind der außergewöhnliche Blick und die jeweilige Raumaufteilung. Die Vorzeigeräume wie Wohn- und Unterhaltungsbereiche wurden strategisch in die Ecken der Wohneinheiten gelegt, um ein breites Panorama und Blicke auf die gesamte Stadt freizulegen. Strukturelle Elemente befinden sich diskret zwischen den Wohnräumen, wodurch raumhohe Fenster, unbelastete Aussichten und elegante Raumaufteilungen erzeugt wurden. „Eine der Hauptaufgaben der Architektur ist die Verbesserung der Lebensqualität und die gleichzeitige Schaffung von Strukturen, die Eleganz und Respekt widerspiegeln,“ sagte Gordon Gill von Adrian Smith + Gordon Gill Architecture. „Central Park Tower wurde so konstruiert, dass der Geist der bedeutenden Stadt New York aufgenommen wurde und ein Wohngebäude entstand, das seiner Lage auf der Billionaires Row und am Central Park alle Ehre macht.“ Die Innenraumgestaltung dieser Luxuswohnungen wurden von Rottet Studio in die Hand genommen, die zuvor für das Surrey Hotel in Manhattan, das St. Regis in Aspen, die Beverly Hills Hotel Presidential Bungalows und das River Oaks in Houston verantwortlich waren. Die Innenausstattung von Rottet zeichnet sich durch viel Detailliebe aus und die Ausführung ist den individuellen Kundenwünschen angepasst und schafft ein Wohnumfeld, das seinesgleichen sucht. Die 179 Hochexklusivwohnungen mit einem bis acht Schlafzimmern ab der 32. Etage sind zwischen 133 und 1600 Quadratmeter groß. Innerhalb des höchsten Wohngebäudes aller Zeiten wird einer der exklusivsten Privatklubs der Welt errichtet, der Central Park Club. Der Klub bietet rund 4.600 Quadratmeter sorgfältig ausgewählter Luxus-Einrichtungen auf drei Etagen, die jeweils ein eine einzigartige Erlebniswelt schaffen, ergänzt durch einen Fünf-Sterne-Service. Auf dem ersten Stock des Klubs auf der 14. Etage steht eine Lounge für Bewohner mit Billiard-, Kino und Funktionsräumen zur Verfügung. Den Mittelpunkt der Etage bietet eine 1400-Quadratmeter-große Außenterrasse mit einem 18-Meter-langen spektakulären Swimmingpool, Kabinen, einer Bar, einer Leinwand mit Speise- und Getränkeservice sowie einem Außenkinderspielplatz. Das Gesundheits- und Wellnesszentrum auf der 16. Etage enthält einen 19-Meter-Hallenswimmingpool, ein topmodernes Fitnessstudio, ein Basketballfeld, einen reglementierten Squashplatz, Sauna, Dampfbäder und Behandlungsräume. Der Klub erreicht seinen Höhepunkt auf der 100. Etage und einer Höhe von 300 Metern. Die Pläne für diesen ganz besonderen Ort wurden noch nicht bekannt gegeben. Ganz unten im Gebäude befindet sich der 29.700-Quadratmeter-großer Vorzeigeladen von Nordstrom NYC, der größten und besten Präsentationsfläche der Marke. Nach einer 30-Jahre-langen Suche für den idealen Ort hat der Modehändler aus Seattle nun Central Park Tower als Standort für seine größte Einzelprojektinvestition in seiner über 100-jährigen Geschichte ausgewählt. Extell entwickelt den Central Park Tower gemeinsam mit SMI USA (SMI), der US-amerikanischen Tochtergesellschaft von Shanghai Municipal Investment, einer führenden Infrastruktur-Investmentgesellschaft, die für den Shanghai Tower, das zweitgrößte Gebäude der Welt, verantwortlich ist. Extell Marketing Group kümmert sich exklusiv um den Verkauf und die Vermarktung des Central Park Tower, wobei erste Abschlüsse für Ende 2019 vorgesehen sind. Für weitere Informationen oder zur Terminvereinbarung für einen exklusiven Besuch der Verkaufsgalerie rufen Sie bitte an unter 212-957-5557 oder besuchen Sie www.centralparktower.com. Central Park Tower wurde von der Firma Adrian Smith + Gordon Gill Architecture (AS+GG) entworfen. Das Unternehmen fühlt sich einer Konstruktion verpflichtet, die viel Wert auf Spitzenleistung, Energieeffizienz und eine bahnbrechende Architektur auf internationaler Ebene legt. AS+GG arbeitetet mit Kunden aus der ganzen Welt zusammen, um neun der höchsten und leistungsfähigsten Gebäude der Welt zu konstruieren. Derzeitig arbeitet AS+GG am Entwurf des zweithöchsten Gebäudes der Welt, Jeddah Tower, das aktuell in Saudi-Arabien errichtet wird, sowie am Wuhan Greenland Center und dem Greenland Tower Chengdu, die beide momentan in China erbaut werden.

Graffiti in Istanbul
UFC-Champ Khabib Nurmagomedow dankt türkischem Graffiti-Künstler

Makhachkala (nex) – Der russische UFC-Champ Khabib Nurmagomedow hat sich in einem Instagram-Post bei der Türkei für ihre Unterstützung bedankt. Auf dem Foto, das Nurmagomedow auf seinem Instagram-Account veröffentlicht hat, ist ein Graffiti zu sehen, das den Sieg des MMA-Kämpfers über den irischen Kämpfer McGregor darstellt. „Irgendwo in der Türkei“, schrieb Nurmagomedow und fügte hinzu: „Danke für Ihre Unterstützung“ auf Türkisch. Nurmagomedow wird in der muslimischen Welt gefeiert wie einst Muhammed Ali. https://www.instagram.com/p/Bo7jPkUnitc/?utm_source=ig_embed Nurmagomedov hatte am 6. Oktober den mit Spannung erwarteten Kampf gegen den Iren Conor McGregor bei der UFC 229 deutlich gewonnen und bleibt weiter ungeschlagen. Der Russe aus der autonomen russischen Republik Daghestan dominierte den Kampf über vier Runden und siegte schließlich verdient. Im Anschluss kam es jedoch zu unschönen Szenen. Nurmagomedow sprang direkt nach Kampfende über den Zaun und griff das Team des Iren an. Der Russe entschuldigte sein Verhalten im Nachhinein und nannte Beleidigungen gegen ihn und seine Familie als Grund des Ausrasters.

Videoaufnahmen zeigen, dass Nurmagomedows Teamchef Magedonow zuerst das Team von McGregor angegriffen hat. Erst dann hat Nurmagomedow in das Handgemenge eingegriffen. Nurmagomedow hat sich später öffentlich entschuldigt und darum gebeten, ihm sein Benehmen nachzusehen, weil sein Vater und seine Religion beleidigt worden seien. 

Margedonow droht jetzt die Sperre. Nurmagomedov hat erklärt, wenn die UFC das tue, werde er zurücktreten. Er hat zudem darauf verwiesen, dass McGregor im April seinen Bus angegriffen habe, und die UFC verdächtigt, dabei geholfen zu haben. 

Nurmagomedow wurde schon bei der Vorstellung der Kämpfer vom Präsentator provoziert, der ein Glas Whisky vor den gläubigen Moslem stellte und ihn mehrfach aufforderte zu trinken. 

Nach seiner Heimkehr hat der russische Staatspräsident Wladimir Putin Nurmagomedow und seinen Vater zu einem Gespräch empfangen und zunächst dem Vater zu seinem Sohn, dann  Nurmagomedow zu seinem Sieg gratuliert.