Kommentar
Meinungsfreiheit in einer liberalen westlichen Demokratie: der ,Guardian‘ und die ,NZZ‘

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Meinungsfreiheit in einer liberalen westlichen Demokratie: der ,Guardian‘ und die ,NZZ‘ (Neue Züricher Zeitung) Die Pressefreiheit in der Türkei ist wieder DAS Thema der deutschen Medien geworden. Nun, das ist mir ein Anlass, meine Erfahrungen mit der Meinungsfreiheit im vorbildlichen demokratischen Europa hier noch einmal von mir zu geben. Der hier vorliegende Beitrag wurde von mir bereits auf Englisch veröffentlicht. Ich gebe ihn hier leicht verändert auf Deutsch. Da ich in meinem Fitnessstudio die FAZ ausgelegt finde, lese ich diese Zeitung recht oft. Angewidert von den zahlreichen islamophoben Artikeln und noch schlimmeren Leserbriefen dazu, oft mit Prof. oder Dr. unterzeichnet, beschloss ich, 2014 auch einmal systematisch Leserbriefe zu schreiben, mit all meinen Titeln. Ich wollte prüfen, hat die FAZ tatsächlich nur faschistoide Leser mit akademischen Titeln oder liegt das an ihrer Auswahl des Eingereichten. Nun ich muss zugeben, von meinen mindestens 20-30 Briefen hat die FAZ so ca. 5 weitgehend ungekürzt veröffentlicht (alles, was ich noch fand, ist wieder abgedruckt in meinem Buch ,Nachgehakt‘ im Bautz Verlag). Sie waren ein Riesenerfolg bei den Lesern der FAZ. Noch bevor ich die Zeitung sah, fand ich meine E-Mail bei Eintreffen im Büro voller Gratulationsschreiben. Der ,Normalbürger‘ ist intelligenter, als die meisten denken. Also, es lohnt sich, den zu erreichen. Nachdem ich dieses Experiment abgeschlossen hatte, dachte ich: warum versuche ich es nicht einmal mit Kommentaren zu Internetausgaben? Gibt es da vielleicht einen größeren Freiraum? Ich wählte nun bewusst zwei der wichtigsten Tageszeitungen aus anderen europäischen Ländern, und noch dazu solche, die als besonders liberal und freiheitlich gelten, den britischen ,Guardian‘ und die schweizer ,NZZ‘. Mit dem ,Guardian‘ hatte ich lange Zeit wenig Probleme: ich wurde zeitweilig unter ,Überwachung‘ gestellt. Allzu kritische Kommentare über britische Arroganz, britischen Rassismus, britische Kriegspolitik wurden entfernt. Im ,Guardian‘ kann man Wörter wie ,Mord‘, ,Rassismus‘ problemlos gegenüber Israel benutzen, bei Großbritannien, britischen Premierministern muss man vorsichtig sein. Ich habe jahrelang in England gelebt. Nun: wer die Briten kennt, weiß, sie sind versessen darauf, den ,moral high ground‘ zu besetzen und werden von Ausländern ungern von ihrem selbstgebastelten Podest geholt. Ansonsten konnte ich mich recht frei bewegen. Zuletzt wurde ich aber doch blockiert – ohne weitere Nachricht. Das passt zu der Entwicklung in der Wiege der Liberalen Demokratie, deren Staatsmedien längst zum Gebrauch falscher Bilder (https://www.telegraph.co.uk/culture/tvandradio/bbc/9293620/BBC-News-uses-Iraq-photo-to-illustrate-Syrian-massacre.html) im Fernsehen analog zu ARD https://www.tagesspiegel.de/medien/falsche-bilder-bei-der-ard-zum-ukraine-konflikt-propagandatricks-oder-pannen-in-serie/10637680.html) und ZDF (https://homment.com/ARD-ZDF-mainpulation) übergegangen sind. Es passt zu einer Zeitung, die damals – und heute wieder – alles versuchte, um durch Vorspiegelung, sozialistische und konservative Politik sei eigentlich identisch, den einzigen anständigen Kandidaten zum Premier, den Großbritannien seit dem Krieg hervorgebracht hat, zu demontieren, um englischen Wählern keine Chance zu geben, endlich keinen Kryptofaschisten wählen zu müssen. Bei der ,NZZ‘ ist meine Geschichte etwas länger: nachdem für einige Zeit ungefähr 1/3 meiner Kommentare vom Moderator der Kommentarspalte entfernt worden waren, kam ich mit betreffenden Herrn aus folgendem Anlass direkt in Kontakt: im einem Artikel der NZZ 15.10.2015 ,Urteil gegen die Schweiz: Sukkurs für die freie Rede’ wurde ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes gelobt, dass feststellte, die Verurteilung eines türkischen Politikers wegen Leugnung des Genozids an den Armeniern verstoße gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung. Mein Kommentar: ,,Großartiges Urteil! Wann gibt es eines zum Holocaust? Das fasst man leider nicht an.“ Ein anderer Leser schien diese Meinung zu teilen. Er war überrascht, als ich ihm gegenüber bemerkte, mein Kommentar in dieselbe Richtung, sei gelöscht worden. Er schrieb, es habe auch in der Vergangenheit solche Kommentare gegeben, ohne dass sie gelöscht wurden. Die NZZ sei trotz gelegentlicher Zensur weit liberaler als andere Zeitungen, die er kenne. Ich antwortete, das fände ich sehr anerkennenswert, allerdings seien vom mir bisher gut 1/3 der Kommentare gelöscht worden (seltsam für ein Blatt, das den Europäischen Gerichtshof als Verteidiger der Meinungsfreiheit preist). Letzterer Kommentar wurde entfernt, aber ich erhielt folgende Mail des Moderators (ich möchte darauf hinweisen, ich besitze den im folgenden zitierten E-Mail- Wechsel bis heute): ,Sehr geehrter Herr, sagen Sie mir bitte, um welche Zeilen es geht, dann schaue ich mir die Sache mal etwas genauer an. Dank und Gruss, xxx.‘ Meine Antwort : ,Sehr geehrter Herr xxx, danke für die Rückmeldung. In meinem Disqusaccount finde ich unter removed vor 3 Tagen: Großartiges Urteil! Wann gibt es eines zum Holocaust? Das fasst man leider nicht an. Herzlich Ihr HCGünther.‘ Die Antwort darauf: ,Sehr geehrter Herr Günther, besten Dank für Ihre Antwort. Da Ihr Kommentar leider schon drei Tage zurückliegt, ist es mir nicht mehr möglich, diese – korrekten – Sätze freizuschalten. Ich verspreche Ihnen aber, künftig ein besonderes Augenmerk auf Ihre Wortmeldungen zu legen. Soll nicht mehr vorkommen. Okay? Danke für Ihr Verständnis. Freundlichst, xxx.‘ In meiner Antwort dankte ich dem Moderator, wies jedoch darauf hin, dass er bisher gut 1/3 meiner Kommentare gelöscht habe und dass ich es geg. publik machen werde, dass die NZZ diese Art von Zensur betreibe. Nun, das Versprechen, mich genau zu beobachten, wurde eingelöst. Bei meinem nächsten Kommentar ging es um den Artikel ‘Blutbad am Busbahnhof’ (19.10.2015), ich schrieb: ,Die Palästinenser reagieren auf die Verbrecherpolitik Israels, deren Ausmaß die NZZ wie alle westlichen Medien verschweigt, entgegen ihren Beteuerungen. Israel ist heute ein blanker Mörderstaat, der jedes internationale Recht und jedes zivilisierte Verhalten mit Füßen tritt. Da kann man nichts anderes erwarten.‘ Gelöscht. Ich schrieb dem Moderator: ,Sehr geehrter Herr xxx, soeben wurde erneut ein Kommentar von mir zum Artikel vom ‘Blutbad am Bahnhof’ in Israel entfernt. Ich kann Ihnen auch sagen warum. Ich weise auf Fakten hin, die auch viele NZZ Leser kennen (nur nicht aus der NZZ). Sehen Sie sich mal die Facebookkommentare an und die dümmlichen Reaktionen der Redaktion!‘ Keine Antwort. Danach kommentierte ich die Kommentare anderer Leser. Zu einem Artikel (‘Netanjahus neue Mythen’, NZZ 21.10.2015) hatte ein Leser geschrieben, man dürfe im Konflikt Israel – Palästina den Fehler nicht nur auf einer Seite suchen, ganz offensichtlich habe das Leid auf beiden Seiten noch nicht den Grad erreicht, wo man vernünftig genug werde, sich zu einigen. Ich schrieb: ,Na ja! Liefern wir den Israelis noch mehr Waffen und fordern sie auf noch mehr Palästinenser umzubringen. Kinder vor allem. Könnte ja sein, dass dann der Leidensdruck wenigstens dort groß genug wird, um zu verhandeln. Denn Israel wäre doch sofort bereit: diese hochkultivierten Israelis verteidigen sich doch bloß gegen Barbaren. Wie können Sie bloß deren Verhandlungsbereitschaft in Frage stellen? Also soviel Einseitigkeit muss doch einfach sein: Juden sind doch alle so lieb. Oder nicht?.‘ Zu einem anderen Artikel ‘Morgenland: eine blutige Sackgasse’ (NZZ of the same day) bemerkte ein Leser, die Palästinenser müssten selbstverständlich jeden von Israels Vorschlägen akzeptieren, um ihre Probleme zu lösen, denn Israel löse sein Trinkwasserproblem restlos durch Recycling seiner Abfälle. Gaza verschmutze mit seinen Abfällen das Meer bis Alexandria. Ich schrieb: ‘Na klar doch: die jüdische Herrenrasse sollte den ganzen Nahen Osten beherrschen, die würde diesen arabischen Untermenschen schon zeigen, wie man mit Abwasser umgeht. Also da bietet man den Palästinensern in Gaza ideale Lebensbedingungen, um in Saus und Braus zu leben, und die schaffen es noch nicht einmal mit dem Abwasser! Wenn das nicht beweist, dass diese Palästinenser nichts taugen. Und überhaupt: sieht das nicht auch anderswo so aus? Also diese Afrikaner, was bringen die zustande? Da sollte man doch wieder die Kolonialherrschaft einführen, und die sollten dann unsere Lösungen akzeptieren. Ja! So einfach ist die Welt.‘ Beides gelöscht. So schrieb ich dem Moderator: ,Sehr geehrter Herr xxx, erneut zwei Streichungen! Ich sehe keinen Fortschritt! Gegenüber Ironie scheint man besonders allergisch. Stoff für meinen Artikel: sie bekommen einen Sonderdruck! Herzlich HCGünther.‘ Antwort: Lieber Herr Günther, Ihre beiden Wortmeldungen verstoßen leider gegen die Netiquette, weshalb wir die Diskussion zu diesem Thema bereits schließen mussten. Sie schreiben, „Palästinenser sind Barbaren“. Und im anderen Text finden sich zwei andere problematische Stellen, nämlich: „Palästinenser taugen zu nichts . . .“ und „also diese Afrikaner, was bringen die zustande . . .“ Besten Dank für Ihr Verständnis. Freundlichst, xxx.‘ Meine Antwort: ‘Sehr geehrter Herr xxx, ich verstehe, dass Sie sich absichtlich dumm stellen, denn Ironie verstehen Sie sehr wohl. Die beiden Beiträge wurden getilgt, weil sie israelfeindlich sind, und Ihre formalistische Begründung ist inhaltlich eine glatte Lüge. DAS verstehe ich sehr gut!.‘ Die Antwort des Moderators war keine Mail: er sperrte mich ein für alle mal und löschte zudem alle meine Kommentare aus der Vergangenheit, auch solche auf die andere Leser bereits geantwortet hatten. Ich kommentierte auf Facebook weiter. Einige meiner Kommentare verärgerten die Redaktion – besonders da sie oft mit denen einer Facebookseite ,NZZ watch’ (später ,Swiss media watch’; inzwischen verschwunden, na so was??) übereinstimmten, die mir regelmäßig applaudierte. Es störte die NZZ anscheinend besonders, dass ich fragte, ob es denn eine Internetseite gebe, wo man die Qualifikation ihrer Redakteure einsehen könne, denn man beschwerte sich, die ,NZZ watch‘ habe keine. Tatsächlich verwies man mich auf eine derartige Seite. Ich schrieb sofort, ich wisse eine solche vorbildliche Transparenz sehr zu schätzen, nach einem Blick auf das Curriculum des Chefredakteurs müsse ich jedoch sagen, es beeindrucke mich ebensowenig wie die Qualität seiner Artikel. Antwort: ich solle aufhören unwahre Behauptungen und Verleumdungen zu verbreiten, sonst werde man mich sperren. Ich schrieb, ein Urteil über die Qualifikation einer Person könne weder wahr noch unwahr und schon gar keine Verleumdung sein. Als Wissenschaftler sei ich es gewohnt, die Qualifikation anderer zu beurteilen und selbst von anderen beurteilt zu werden. Ich glaube, ein Leser habe das Recht, die Qualität von Zeitungsartikeln und die Qualifikation ihres Autors zu beurteilen. Es dauerte nicht lange: ich war auch auf Facebook gesperrt. Nun wird mancher Leser vielleicht sagen: nun gut! Aber bei Erdogan da landet jeder Kritiker gleich im Knast, bei Putin wird er möglicherweise gar ermordet. Zunächst einmal, denke ich, muss man aber bedenken: kritischer Enthüllungsjournalismus existiert im Westen so gut wie nicht. Was den einzelnen passiert, die ihn betreiben, wissen wir alle. Selbst kritischer Journalismus, der diesen Namen verdient, findet sich nur auf kaum gelesenen Internetportalen. Im Westen sind Medien so fest in der Hand einer weniger Leute des politisches Establishments, dass es einfach sinnlose Zeitverschwendung wäre, mehr Zensur zu üben, als einen seltsamen kleinen Wichtigtuer wie mich, der ja doch keinerlei größere Öffentlichkeit je erreichen wird, ein bisschen zurechtzustutzen. Tatsächlich schrieb mir auch auf einen Putinfreundlichen Leserbrief hin der Chefredakteur der Auslandsabteilung der FAZ eine Mail – statt den Leserbrief zu veröffentlichen -, er könne nicht verstehen, dass ein Akademiker in meiner Stellung sich für Putin einsetze. Als von einem Professor erwartet man heute hier Untertanenmentalität des Beamten, von akademischer Freiheit, kritischem intellektuellen – nie was gehört, aber dann Putin und Erdogan undemokratisch nennen. Nun, erstens mal: in Russland und der Türkei da gibt’s kritische ,Enthüllungsjournalisten‘; es gibt nämlich Leute, die die bezahlen. Denn wenn man Putin und Erdogan weder durch ein Attentat noch einen Militärputsch los wird, dann eben … Wenn Putin oder Erdogan und co. – wie das ab und zu bei Politikern halt so ist – mal was in die eigene Tasche stecken, dann wird das riesengroß aufgebläht. Dass in Deutschland auf mysteriöse Weise Koffer mit Geld auftauchen und verschwinden, juckt niemanden. Solche Dinge sind nur interessant, solange man einen – zu islamfreundlichen – Bundespräsidenten stürzen will. Dass dann, wenn man ihn weggeschubst hat, vor Gericht herauskommt, er hat gar nichts getan, ist egal. Aber Erdogan und Putin, die waren’s bestimmt immer, und es ist bestimmt auch viel schlimmer, als man weiß. Vergessen wird geflissentlich auch, dass die Türkei sich im Krieg befindet, einen Militärputsch hinter sich hat. Dass man da anders agiert als in Normalzeiten, vielleicht auch aus Übervorsicht übertreibt – nun, hier versucht man jetzt schon, die Meinungsfreiheit ohne Putsch immer mehr einzuschränken. Muss ich an die Vorgänge in Frankreich nach Charlie Hebdo , an die spanische Notstandsgesetzgebung erinnern? An das bayerische Polizeigesetz? Solche Gesetze macht man, indem man die Öffentlichkeit mit der ,Diktatur‘ in der Türkei beschäftigt. Dass unsere Staatsmedien so weit gehen, Bilder aus Georgien für die Ukraine (https://homment.com/ARD-ZDF-mainpulation) und aus der Ukraine für Syrien (https://qpress.de/2014/05/31/pro-russen-tricksen-ard-und-zdf-mit-hubschrauber-abschuss-aus/) zu zeigen – Methoden, die man ansonsten eher der Sowjetunion zutrauen würde -, na, ja: das kaschiert man damit, dass man den russischen Kanälen im Westen schamlose Lügen vorwirft. In der Türkei, so heißt es, würden Erdogankritiker und Journalisten zu tausenden eingesperrt. Die Vorwürfe gegen sie seien haltlos. Niemand hat m.W. je berichtet, was die türkische Staatsanwaltschaft den bei uns genannten Personen vorwirft. Erdogan spricht bei vielen von Unterstützung von Terrorismus. Warum dieser Vorwurf von vornherein unglaubwürdig ist, wird nie gesagt. Es wird gar nicht darüber berichtet. Man spricht von Erdogankritik – nun, ich habe es schon einmal gesagt. Kritik bedeutet in der Türkei nicht: ich finde Erdogan schlecht, weil…, sondern: Erdogan, du Hurensohn, wir holen uns deine Tochter … So etwas ist auch im liberalen Europa strafbar – außer wenn man es über Erdogan sagt. Nun: ich habe Erdogan auch schon kritisiert – auf Facebook habe ich mich seinerzeit sehr hart über den Abschuss der russischen Maschine geäußert. Erdoganfans haben mich – nach gut türkischer Art – beschimpft, und ich denke doch, die haben mich an die türkische Polizei verpfiffen. Aber trotzdem: ich werde es wagen, binnen nicht allzu langer Zeit mal in die Türkei zu reisen. Falls ich heil zurückkomme, werden meine Leser es erfahren.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.

Buzzfeed-Report
Bericht: Palästinenser Dahlan heuert für Tötung jemenitischen Führers israelischen Söldner an

Der israelisch-amerikanische Söldner Abraham Golan wurde von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Mohammed Dahlan, dem ehemaligen Leiter einer palästinensischen Sicherheitsbehörde, angeheuert, um ein Team von Söldnern zu leiten, das damit beauftragt wurde, einen jemenitischen Führer der Moslembruderschaft zu töten. Das berichtet das US-Portal Buzzfeed. Die beliebte amerikanische Nachrichten- und Unterhaltungswebsite Buzzfeed veröffentlichte am gestrigen Dienstag einen investigativen Bericht über eine Söldneroperation im Jemen, in der es eine ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen einem israelisch-amerikanischen Söldner, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem ehemaligen Chef der palästinensischen Sicherheitskräfte Mohammad Dahlan gegeben habe. Der Gründer sowie ein ehemaliger Mitarbeiter eines in den USA ansässigen privaten Militärunternehmens sagten laut dem Bericht, dass die Vereinigten Arabischen Emirate die Gruppe angeheuert habe, um ein Todeskommando – einige von ihnen ehemalige Mitglieder der US-Armee-Spezialeinheiten, des SEAL-Teams 6 und der CIA – zur Ermordung von Mitgliedern einer jemenitischen politischen Partei zusammenzustellen. Laut dem Bericht ging es um „eine Reihe von Attentaten“. Eines der Hauptziele sei Anssaf Ali Mayo gewesen, ein Führer der Partei. Bei dem Sicherheitsunternehmen, das das Killer-Kommando zusammenstellte, handele es sich um die im US-Bundesstaat Delaware eingetragene Firma Spear Operations Group. Diese wurde laut dem Bericht von Abraham Golan, einem israelisch-amerikanischen Ungarn, der in der Nähe von Pittsburgh, Pennsylvania, lebt, gegründet. Die Mission der Söldner habe darin bestanden, eine Sprengladung am Eingang zu Mayos Büro in der Nähe eines Fußballstadions im Zentrum der Stadt Aden zu platzieren. Die Explosion am 29. Dezember 2015 sollte „alle im Büro töten“, sei aber gescheitert. Die Operation gegen Mayo, über die auch die Medien berichteten, war einer der zentralen Faktoren für den langen Feldzug im Jemen. Damals war noch nicht bekannt dass sie von amerikanischen Söldnern durchgeführt wurde. „Ich leitete die Mission im Jemen, die Vereinigten Arabischen Emirate finanzierten es“, sagte Golan in einem Gespräch mit Buzzfeed. Das Todeskommando habe aus einem ehemaligen Mitglied der CIA, einem Special Forces Sergeant der Maryland Army National Guard, zwei ehemalige Navy SEALs und einem Veteranen des SEAL Teams 6 bestanden, so BuzzFeed. Die übrigen Mitglieder seien größtenteils ehemalige französische Fremdenlegionäre gewesen. Golan sagte, dass das Team, das er leitete, für mehrere große Attentate verantwortlich war, aber er weigerte sich, die Namen der getöteten Personen anzugeben. Er sagte, dass die Vereinigten Staaten auxh ein „Attentatsprogramm“ brauchten, ähnlich dem, das er seit Monaten im Jemen durchführt. „Ich will nur, dass es eine Debatte gibt“, sagte er. „Vielleicht bin ich ein Monster. Vielleicht sollte ich im Gefängnis sein. Vielleicht bin ich ein Bösewicht. Aber ich habe Recht“, so Golan gegenüber Buzzfeed. Ihm zufolge basiert das Modell der „Attentat-Industrie“ auf der Vorgehensweise der gezielten Tötung von Terroristen durch Israel. Golan, der nach eigenen Angaben durch Sicherheitsaufträge, an denen er beteiligt war, gute Beziehungen zu Israel unterhalte, sagte, er habe mehrere Jahre in Israel gelebt. Seine Expertise bestehe darin, „Sicherheit für Energieunternehmen in Afrika“ zu gewährleisten.  

Sahin Karanlik
Kommentar: Das Jahr des besorgten Bürgers

Von Sahin Karanlik
Januar Rausch vom Silvester ausschlafen, an dem du absichtlich viel gesoffen hast, um den abstinenten Muslime eins auszuwischen. Wer weiß, wie lange es in diesem stetig islamisierten Land noch was zu Saufen gibt. Jetzt laufen sie mit Kopftuch rum, dann bauen sie nebenan eine Moschee, dann schreit der Imam vom Minarett, dann schreiben sie dir vor, was du trinken darfst und dann ist hier nichts mehr mit Prost und hoch die Tassen, dann gibt es nur noch Ziegenmilch. Könnt schon wieder saufen. Wo ist mein Schnaps? Am 6. vertreibst du drei jaulende Kinder vor deiner Tür. Das eine Kind ist schwarz. Heiligen Drei Könige am Arsch. Wie können Schwarze denn heilig sein? Was sind das überhaupt für Namen? Kaspar, Melchior und Balthasar. Die wollen doch bestimmt nur klauen. Diese Ausländer. Februar Eine Burkaträgerin vor einem Cafè entdeckt und sie angebrüllt. Was will die denn hier? Gibt’s hier Wüste? Gibt’s hier Kamele? Die soll zurück nach Hause! Nach Hitler-Gruß und „ab ins Gas!“ gemerkt, dass es keine Burkanesin ist, sondern ein geschlossener, schwarzer Sonnenschirm. März Schon mal die Supermärkte abklappern. Noch keine Zipfelhasen und Frühlingseier, über die man sich aufregen kann. Traurig sein. Halal-Fleisch zu Schweinefleisch stellen und wegrennen. April Die Osterdeko in den Supermärkten steht. Jedes Produkt ganz genau kontrollieren. Liebessterne, Schoko-Schaf, Minis Küken, Lila Kuh? Sind sie alle bescheuert geworden und vor dem Islam eingeknickt? Was steht auf dem Kassenzettel? Traditionshase und nicht Osterhase? Fotos machen und in allen patriotischen Gruppen bei Facebook verbreiten und den Laden boykottieren! Obwohl es im Umkreis von 100 Kilometer keinen Supermarkt mehr gibt, den du noch nicht boykottieren wolltest. An Ostern Eier suchen und nicht finden. Haben bestimmt die Flüchtlinge geklaut. Zwei Wochen später aus Versehen auf die Eier treten. Den Flüchtlingen die Schuld geben, da man sogar den ganzen Ostern damit verbracht hat, an Flüchtlinge zu denken. Mai An Ramadan sich die ganze Zeit darüber Gedanken machen, warum der Moslem nichts isst und nichts trinkt. Kann er dann noch arbeiten? Kann er mit leeren Magen in der Schule aufpassen? Kann der Moslem in meinem Lieblingsverein denn so geschwächt spielen? Er muss doch was essen! Und trinken! Der Moslem! Das geht so nicht! Also ich würde das nicht schaffen! Ich würde sofort umkippen! Und abends fressen sie sich dann voll. Tagsüber Allah, abends Kasalla! Das kann doch nicht gesund sein. Dann werden sie krank und liegen uns auf der Tasche. Juni Du weißt nicht, was Pfingsten bedeutet, bist aber trotzdem sauer, weil die Moslems bestimmt etwas gegen Pfingsten haben. Wenn denen Pfingsten nicht passt, sollen sie doch abhauen! War doch wegen Jesus dieses Pfingsten. Da ist er auferstanden oder hat Wasser zu Wein verwandelt oder ist übers Wasser gelaufen oder hat Blinde geheilt. Werdet doch glücklich mit eurem Mohammed. Aber nicht hier. Wir haben unseren Jesus. Juli Kein Urlaubsgeld bekommen. Schwere Zeiten, sagt der Chef, Sie sehen ja was im Land los ist. Ihm zustimmen und wissen, dass er die ganzen Ausländer meint. Ist auch alles teurer geworden, sagt er. Das Ferienhaus in Florida, das Studium der Kinder in den USA. Jetzt muss schon mein Chef wegen der ganzen Flüchtlinge leiden, das ist nicht fair, verdammt sollen sie sein! Ihm dann zum neuen SUV beglückwünschen. Ohne die ganzen Ausländer hättest du auch so einen. August Die Grillsaison ist auf dem Höhepunkt. Vor Freunden mit einer dreißig Cent Bratwurst in der Hand ein Referat halten, wie human das Tier gestorben ist, bevor es zu Wurst verarbeitet wurde. Die Moslems schächten die Tiere, die schneiden denen bei vollem Bewusstsein die Kehle durch. Sich in Rage reden und vor Wut noch mehr Bratwürste in sich reinstopfen. Ohne Betäubung machen die das! Einfach so, Messer an die Kehle und verbluten lassen. Durch dein Gelabere ist das Fleisch auf dem Rost verbrannt. Du wirfst es in die Tonne und schmeißt neues auf den Grill. Waren eh im Angebot. Zweieurofünfzig für ein halbes Kilo. Da kann man nicht meckern. September Zwei Häuser weiter sind Ausländer eingezogen. Frau und Mann. Dunkle Haut. Schicke Autos haben sie. Bestimmt von deinen Steuergeldern finanziert. Den Ausländern schieben sie doch alles in den Hintern und der dumme Michel schaut in die Röhre. Mit der Kamera in der Hand kontrollierst du jedes Gebüsch, ob sie da nicht ihren Müll weggeworfen haben. Die haben es doch nicht so mit Sauberkeit. Und Husten musst du in den letzten Tagen auch schon mehrmals. Wer weiß, was die Moslems für Krankheiten eingeschleppt haben. Die Nachbarn sagen, es wären Inder. Er ein Softwareentwickler, sie Dolmetscher im Konsulat. Typisch, nehmen den Deutschen die guten Jobs weg! Du sagst, dass du Amok läufst, wenn sie anfangen zu singen und zu tanzen. Auf die Bollywood-Scheiße hast du gar keinen Bock! Oktober In der Kantine will der Koch einen Veggie-Day einführen. Weil es gesünder ist, sagt er. Du bestehst auf dein Schweinefleisch. Nein, sagt er. Hier iss Gemüse, voll gesund, sagt er. Du riechst den Braten, den sie dir nach und nach vorenthalten wollen. Das machen die doch nur wegen dem einen neuen Kollegen, der nicht ganz deutsch aussieht. Verpiss dich mit deinem Veggie-Day, schreist du ihn an. Erst ein Day, dann zwei Day und am Ende werden Lämmer auf dem Firmenparkplatz geschlachtet, damit der Moslem zufrieden ist. November Am 1. ist Allerheiligen. Wie, Allah Heiligen? Wo sind wir denn hier? Vor dem 11. alle Lokalblätter durchforsten, ob ein Kindergarten den St. Martins Umzug Laternenfest nennt. Bei Fund der AFD melden und einen Shitstorm initiieren und die Telefonnummer der Kindertagesstätte verbreiten, damit möglichst viele dort anrufen und die Betreuer beschimpfen und bedrohen. Das sollen sie schön Zuhause machen, aber nicht hier. Wir sind ein friedliches und christliches Land und nicht bei den Islamo-Hottentotten. Dezember Kein Weihnachtsgeld. Der Chef sagt, sie sehen doch, was im Land los ist, der deutsche Staat presst einen wie eine Zitrone aus und frisst einen beim lebendigen Leibe auf. Er fuchtelt so wild mit den Händen, dass ihm fast die neue goldene Rolex vom Arm fällt. Armer Chef. Am 6. alle Türen und Fenster verriegeln. Der Türke mit dem Sack kommt! Schauen, welcher Weihnachtsmarkt in Deutschland Wintermarkt heißt und nicht Weihnachtsmarkt. Zum Boykott aufrufen und sich ärgern, dass trotzdem alle hingehen und keines der Märkte pleite geht. Kurz vor Weihnachten nochmal in Hochform auflaufen und jedem auf den Sack gehen, warum die Muslime Weihnachten hassen und du wegen denen dieses Jahr erst recht Weihnachten feiern wirst. So weihnachtlich wie kein Weihnachten zuvor. Du glaubst zwar nicht an diesem Klimbim, wirst aber dieses Jahr trotzdem in die Kirche gehen (machst du nicht). Aber bevor sie aus der Kirche eine Moschee machen, gehst du schon aus Prinzip hin (machst du trotzdem nicht). An Weihnachten dran denken, warum der Moslem kein Weihnachten feiert. Das ist doch nicht normal. Alle feiern Weihnachten. Schon aus Tradition. Aber der Moslem nicht. Was hat er denn gegen Weihnachten? Ist doch schön. Wie kann man denn so gestört sein und Weihnachten hassen? Der Baum, die Beleuchtung, so viele Geschenke. Was hat der Moslem gegen uns? An Silvester in einer halben Stunde fünfhundert Euro verballern und danach saufen. Solange man das in Deutschland noch darf.

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Deutschland
Familienunternehmer üben scharfe Kritik an Altmaier

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Düsseldorf – Der Verband der Familienunternehmer hat scharfe Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geübt. „Wir sind enttäuscht von Wirtschaftsminister Altmaier“, sagte Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbandes Die Familienunternehmer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Deutschland hat die höchsten Stromkosten in Europa, eine Katastrophe für alle energieintensiven Unternehmen“, sagte er. „Als Nachfolger von Ludwig Erhard müsste der Wirtschaftsminister auf die marktwirtschaftlichen Prinzipien des CO2-Emmissionshandels setzen“, so Eben-Worlée. „Altmaier aber denkt noch immer wie ein Umweltminister, der mit dem EEG nur einige Windbarone subventionieren will.“

Schäfer fordert SPD-Mitgliedervotum bei GroKo-Austritt

Der SPD-Europaexperte und frühere NRW-Landesgruppenchef Axel Schäfer hat sich für den Fall eines geplanten Austritts der SPD aus der großen Koalition für ein Mitgliedervotum ausgesprochen. „Es ist Quatsch, jetzt den Austritt aus der Regierung herbei zu schreien“, sagte Schäfer der  „Rheinischen Post“. „Und selbst wenn das einige Genossen wollten, müssten wir für einen Austritt unsere Mitglieder fragen. Das ist der neue Standard“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete. Die Sozialdemokraten dürften nicht die Nerven verlieren, „sonst verlieren wir unseren Kopf und am Ende die Partei“, sagte Schäfer.

Geiselnahme in Köln
Bericht: Geiselnehmer von Köln wurde als Assad-Gegner gefoltert

Köln – Der mutmaßliche Geiselnehmer von Köln soll in Syrien als politischer Häftling und Gegner des Assad-Regimes im Gefängnis gesessen haben. Das berichteten sein Vermieter und sein Hausmeister dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. „Er sagte, dass er dort gefoltert wurde. Mit Stromschlägen, mit Wasser, mit Licht“, erzählte der Hausverwalter. „Das hat ihn psychisch krank gemacht. Er war hier in Köln deswegen auch in Behandlung.“ Nach Angaben der Polizei ist der Mann zwar noch immer nicht endgültig identifiziert. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den 55 Jahre alten syrischen Flüchtling aus Neuehrenfeld handelt, sei aber „sehr hoch“. Die Nachbarn beschreiben den Syrer als „das Gegenteil eines Extremisten“. Er sei „ausgerastet“, wenn ihn jemand einen Terroristen genannt habe, schilderte der Hauseigentümer. Mehrfach habe der 55-Jährige in der Unterkunft in Neuehrenfeld Streit mit Nachbarn gehabt, berichtet der Hauseigentümer. Deshalb habe er den Syrer schließlich in einem anderen Haus gegenüber einquartiert. Zweimal soll auch die Polizei dagewesen sein. Der 55-Jährige sei verbal aggressiv gewesen. Von einer Schlägerei kann aber niemand im Haus berichten. Am Montag habe der Syrer eigentlich nach Hamburg zu einem Freund ziehen wollen, berichtet der Vermieter weiter. Seine Wohnung in Neuehrenfeld sei schon gekündigt gewesen. Statt nach Hamburg fuhr der 55-Jährige aber offenbar zum Kölner Hauptbahnhof und beging eine Geiselnahme, versuchten Mord und eine gefährliche Körperverletzung – das wirft die Staatsanwaltschaft Köln ihm vor.

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Für den Islam-Experten Olivier Roy ist nicht eine gescheiterte Integration die Ursache für die Radikalisierung islamischer Jugendlicher. Auch würden diese in der Regel nicht in muslimischen Gemeinden radikalisiert, sagte er in einem Interview.

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Währungskrieg
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Caracas (nex) – Staaten wie Russland, der Iran, China und die Türkei hatten es bereits angekündigt, die Hegemonie der US-Währung Dollar in der Weltwirtschaft einzudämmen. Wie der Nachrichtensender Russia Today (RT) berichtet, teilte nun auch der Vizepräsident Venezuelas, Tareck El Aissami, mit, den Handel mit dem Dollar auf dem venezolanischen Devisenmarkt zu beenden. Die kürzlich von Washington gegen Caracas verhängten Sanktionen „blockieren die Möglichkeit, weiterhin mit dem US-Dollar auf dem venezolanischen Devisenmarkt zu handeln“, zitiert RT den Politiker. Die amerikanischen Beschränkungen seien „illegal und völkerrechtswidrig“. Die amerikanische „Finanzblockade“ Venezuelas betreffe sowohl den öffentlichen als auch den privaten Sektor des Landes, einschließlich Pharmazie und Landwirtschaft, und zeige „wie weit der Imperialismus in seinem Wahnsinn gehen kann“, sagte der Vizepräsident. Kampf gegen den Dollar Bereits im Dezember 2016 kündigte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Schritte an, um die Abhängigkeit im internationalen Handel von der US-Währung zu reduzieren. „Wir haben Maßnahmen ergriffen, um unseren Handel mit Russland, China und Iran in unserer eigenen Währung zu betreiben. Wir werden Schritte einleiten, um in diesen Regionen unseren Handel in der Landeswährung zu betreiben. Wenn wir bei ihnen etwas kaufen, werden wir das in ihrer Währung tun; Kaufen sie etwas von uns, werden sie diesen Kauf in unserer Währung tätigen“, sagte Erdogan damals in einer Rede in der zentraltürkischen Provinz Kayseri. Putin: „Negativen Auswirkungen externer Faktoren minimieren“ Der türkische Staatschef wiederholte diese Äußerungen bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin im September diesen Jahres. Die Türkei werde „die Verwendung nationaler Währungen im Handel mit wichtigen Handelspartnern wie Russland erhöhen“. Präsident Vladimir Putin seinerseits unterstützte dies und sagte, dass die Verwendung der nationalen Währung im bilateralen Handel die negativen Auswirkungen externer Faktoren minimieren würde. Bei einem Treffen zwischen den beiden Staatschefs am 17. September sagte Putin, dass sich die türkisch-russischen Beziehungen „positiv entwickeln“ und fügte hinzu: „Was den Handel betrifft, so wachsen sie stark.“ 30.000 Tonnen Weizen in Rubel bezahlt Wie das russische Analysezentrum SovEko am Dienstag nun mitteilte, wird die Türkei zum ersten Mal 30.000 Tonnen proteinreichen Weizen aus Russland unter Verwendung Russischer Rubel importieren. Es wird erwartet, dass etwa 17.000 Russische Rubel (rund 260 US-Dollar) pro Tonne Weizen bezahlt werden. Der Handel mit nationalen Währungen soll die durch die Währungsumrechnung verursachten Verluste reduzieren, heißt es in einer Erklärung des Zentrums.

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Fall Khashoggi
Erdogan: Einiges im saudischen Konsulat wurde übermalt

Istanbul (nex) – Im saudischen Konsulat in Istanbul, das der Kolumnist der US-Zeitung Washington Post Jamal Khashoggi vor zwei Wochen betrat und nicht wieder verließ, ist Einiges übermalt worden, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gegenüber Journalisten am heutigen Dienstag. Die türkische Polizei durfte das Gebäude heute zum ersten Mal betreten und ihre Untersuchungen durchführen. Sie hätten die Räumlichkeiten „nach giftigen Materialien“ durchsucht, so Erdogan. Gegenüber Reuters sagten türkische Beamte, dass die Sicherheitsbehörden im Besitz von Audioaufnahmen seien, die die Ermordung Khashoggis im Konsulat bewiesen. Dieses Material habe man auch Vertretern Saudi-Arabiens und den USA übergeben. Die Suche wurde am Dienstagabend auch bis in den Wohnsitz des saudischen Konsuls ausgeweitet. Der Konsul, Mohammad Utaybi, kehrte Stunden vor der Durchsuchung nach Saudi-Arabien zurück, so türkische Medienberichte. Gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press sagte ein namentlich nicht genannter „hochrangiger Offizieller, dass die Polizei bei ihrer Durchsuchung des Konsulats „bestimmte Beweise“ gefunden hätte, die zeigten, dass der saudische Journalist Jamal Khashoggi dort getötet wurde. Der Beamte gab keine Details über die Beweise, die während der stundenlangen Suche in der diplomatischen Vertretung gefunden wurden. Der Journalist und regelmäßige Kolumnist der Washington Post ist seit seinem Betreten des saudischen Konsulats in Istanbul am 2. Oktober vermisst. Khashoggi ist bekannt für seine Kritik der saudischen Innen- und Außenpolitik. Fred Hiatt, Redakteur der Washington Post und Kollege von Khashoggi, sagte, wenn er tatsächlich ermordet wurde, sei dies eine „monströse und unvorstellbare Tat“. Chris Murphy, Mitglied des U.S. Senats und des Ausschusses für Außenbeziehungen, teilte über Twitter mit, dass der Mord, wenn er tatsächlich geschehen sei, einen „grundlegenden Bruch“ in den Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien darstellen würde. Murphy hatte zuvor von der saudischen Regierung „eine Antwort“ auf den Verbleib von Khashoggi gefordert. US-Präsident Donald Trump sagte in einem TV-Interview, dass Saudi-Arabien hinter dem Verschwinden des Kolumnisten der Washington Post Jamal Khashoggi stecken könnte und drohte dem Königreich mit „schwerer Bestrafung“, falls dem so sein sollte. „Wir werden der Sache auf den Grund gehen und es wird eine schwere Strafe geben“, sagte Trump gegenüber dem US-Sender CBS in einem Gespräch mit „60 Minuten“ am Samstag. „Momentan leugnen sie es und leugnen es vehement. Könnten sie dahinter stecken? Ja!“, sagte Trump in dem Interview, das bereits am 11. Oktober aufgezeichnet wurde.      

Türkei
Multinationales Nato-Marinemanöver Nusret 2018 beginnt in Izmir

Izmir (nex) – Die von der Türkei angeführte NATO-Marineübung Nusret 2018 begann am heutigen Dienstag in der westtürkischen Ägäisstadt Izmir. Das Marinemanöver Nusret-2018 findet im Golf von Izmir statt und soll die Zusammenarbeit zwischen der Marinen der Mitgliedsländer verbessern. Während einer Pressekonferenz sagte Vizeadmiral Ahmet Tunc Veyisoglu, der auch der Kommandant der Minenflotte ist, dass es sich bei der Übung um eine jährlich durchgeführte und von der türkischen Marine veranstaltete Minenräumübung handele. Veyisoglu sagte, dass die Übung als exemplarische Minenlegeübung im NATO Naval Mine Warfare Centre of Excellence in Belgien unterrichtet wurde. Die Übung wird laut Veyisoglu bis zum 25. Oktober laufen. „Das große Interesse und die hohe Beteiligung der befreundeten und verbündeten Länder zeigt, wie sehr Nusret-2018 zur gegenseitigen Zusammenarbeit und Kompatibilität beiträgt“, sagte er. Minenlegung, Minenabwehrmaßnahmen und Hafenbesuche seien die drei Phasen der Übung, fügte Veysioglu hinzu. Nusret war ein Schiff der Osmanischen Marine, das während der Schlacht von Gallipoli (1915) als Minenleger diente. An der Übung nehmen jeweils ein Kommandoschiff aus Deutschland und Frankreich, ein Minenjagdbootef aus Bulgarien, Spanien, Italien, der Türkei und Griechenland, ein hydrographisches Schiff aus Rumänien, Entsorgungsteams aus Griechenland und Rumänien teil. Auch 52 Beobachter, darunter aus Aserbaidschan, Bahrain, Georgien, Katar, Südkorea, Pakistan, Saudi-Arabien, Kuwait, den USA, Bulgarien und Rumänien, werden zu den Teilnehmern gehören. https://youtu.be/uYDcwPHWENs  

 

Etikettenschwindel in der Schulmensa
Studie deckt auf: Viele Lebensmittel erfüllen Fairtrade-Standards nicht

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Berlin – Etikettenschwindel in der Schulmensa: Eine Studie der Christlichen Initiative Romero (CIR) hat herausgefunden, dass Cateringunternehmen in Berlin mit bürokratischen Tricks Fairtrade-Standards bei Lebensmittellieferungen an Schulen im großen Stil umgehen. Statt glaubwürdige Nachweise wie etwa das Fairtrade-Siegel oder eine Mitgliedschaft in der World Fair Trade Organization (WFTO) vorzulegen, präsentierten die Lebensmittellieferanten eine Eigenerklärung, dass das entsprechende Produkt nicht zertifiziert werden müsse. „Bei Produkten wie Kaffee oder Bananen und Reis für das Schulessen ist das natürlich absurd“, sagt Tabitha Triphaus, eine der Autorinnen der Studie, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues Deutschland“. »Natürlich gibt es die in fair und bei Bedarf auch im Großgebinde.« Die Initiative appelliert an den rot-rot-grünen Berliner Senat, soziale Kriterien in der laufenden Novellierung des Ausschreibungs- und Vergabegesetzes stärker zu berücksichtigen. Das Problem sei: »Viele Verwaltungsangestellte wissen nicht über die geltenden Sozialstandards und die glaubwürdigen Siegel Bescheid«, so die CIR-Mitarbeiterin. Ein verbreiteter Irrglaube sei es beispielsweise, dass ein Produkt mit Bio-Siegel automatisch auch fair gehandelt wurde. »Nicht überall wo bio drauf steht, sind aber auch faire Arbeitsbedingungen drin«, sagt Triphaus.

Fußball International
Türkischer Erstligist Basaksehir Istanbul belegt Arda Turan mit Millionen-Strafe

Istanbul (nex) – Der türkische Fußball-Erstligist Istanbul Basaksehir hat den Nationalspieler Arda Turan mit einer Strafe über 2 500 000 Millionen Lira (etwa 431 000 Dollar) belegt. „Wir betonen, dass die mutmaßlichen Taten, die unser Spieler während eines dreitägigen Urlaubs begangen hat und über die in den Medien berichtet wurden, in keiner Weise mit dem ethischen und professionellen Verständnis des Istanbuler Basaksehir Fußballclubs übereinstimmen“, zitiert das englischsprachige Newsportal „Daily Sabah“ den Verein. Gegen den vom FC Barcelona an den Istanbuler Spitzenverein Basaksehir ausgeliehenen türkischen Fußball-Nationalspieler droht nach einem Streit in einer Disco mit Popsänger Berkay Sahin zudem eine Haftstrafe. Turan muss wegen illegalem Waffenbesitz und sexueller Belästigung vor Gericht. Wie türkische Medien berichten, fordere der Istanbuler Staatsanwalt 12 Jahre und fünf Monate Haft für den Profifußballer des Erstligavereins Medipol Basaksehir und zwei Jahre für Berkay Sahin. Turan griff Berkay letzte Woche in einem Nachtclub in Istanbul an und brach ihm die Nase. Danach habe er den Popsänger mit einer Waffe im Krankenhaus aufgesucht und ihn aufgefordert, um Vergebung zu bitten. Die Staatsanwaltschaft hat Turan wegen sexueller Belästigung, illegalem Waffenbesitz, vorsätzliche Gefährdung der allgemeinen Sicherheit und vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt. Sahin wiederum muss sich wegen Beleidigung vor Gericht verantworten. Eine Klage gegen Berkay Sahin wegen Bedrohung wurde fallengelassen. Medienberichten zufolge wurde Arda bereits am Donnerstag von der Polizei für drei Stunden verhört.     .